Mittwoch, 20. September 2017

Demografischer Wandel

Modell fĂŒr „Alternsfreundliche Kommune“

Weinheim, 30. Januar 2014. (red/pm) Wie leben Ă€ltere Menschen kĂŒnftig am besten in ihrem Stadtquartier? Wie schafft es eine Kommune, dass ihre BĂŒrger im vertrauten heimischen Umfeld so lange wie möglich selbstĂ€ndig wohnen können? Was ist dabei wichtig und welches Wohnumfeld braucht es dazu? Das sind Fragen, die heute schon zukunftsweisend sind, in einigen Jahren wahrscheinlich elementar fĂŒr die Gesellschaft. [Weiterlesen…]

Geprothmannt

Lektion erteilt bekommen

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Chefredakteur Hardy Prothmann kommentiert regelmĂ€ĂŸig in seiner Kolumne „Geprothmannt“ aktuelle Ereignisse.

Rhein-Neckar/Mannheim, 24. Juni 2013. (red) Vor gut einer Woche ist Chefredakteur Hardy Prothmann fast sich selbst „auf den ersten Blick“ aufgesessen, obwohl er eigentlich weiß, dass eine Bewertung auf den ersten Blick nicht immer den tatsĂ€chlichen UmstĂ€nden entspricht. Die wahre Begebenheit ist ein LehrstĂŒck, das bestimmt jedem mal so oder Ă€hnlich widerfĂ€hrt, wenn man bereit ist, eine Lektion erteilt zu bekommen. [Weiterlesen…]

Aktion der Mobilen Jugendarbeit

Ein Platz fĂŒr Jugendliche

Weinheim, 04. Juni 2013. (red/pm) An den kommenden Donnerstagen, 6. und 13. Juni, findet die Aktion der Mobilen Jugendarbeit rund um die „Weinheim Galerie“ statt. Jugendliche wissen oft nicht, wohin sie gehen sollen. Jugendsozialarbeiter gehen an diesen Tagen mit ihnen dahin, wo sich das Leben abspielt. [Weiterlesen…]

„Wo alten Menschen der Schuh drĂŒckt“

Die Weststadt als Muster-Stadtteil

Weinheim/Rhein-Neckar, 08. Mai 2013. (red/pm) Mehr RuhebĂ€nke, bessere öffentliche Toiletten, niedrigere Gehwege, bessere Buslinien oder wohnungsnahes Einkaufen – es sind meistens BedĂŒrfnisse des tĂ€glichen Lebens, die besonders Ă€ltere Menschen in ihrem Stadtteil vermissen. Und es sind meistens diese im Alltag so vermissten Erleichterungen, die Ältere dazu zwingt, ihren Stadtteil frĂŒher zu verlassen als sie eigentlich wollen. Denn niemand lĂ€sst sich gerne aus der Gegend verpflanzen, in der seine Wurzeln liegen. Alte BĂ€ume sowieso nicht – sagt ein Sprichwort. [Weiterlesen…]

Das aussterbende SchĂŒlerVZ wird abgeschaltet

Ausgegruschelt

Rhein-Neckar, 11. April 2013 (red/ms) In den letzten Jahren hat das SchĂŒlerVZ mehr als vier Millionen Mitglieder verloren. Nachdem die Massen zu Facebook abwanderten, sind nur noch 200.000 Benutzer bei der Seite angemeldet. Darunter sind so viele gefĂ€lschte Profile, dass das Netzwerk von vielen als „FakeVZ“ verspottet wird. Jetzt soll dem ein Ende bereitet werden. Auf der Website verkĂŒnden die Betreiber: „Wir machen’s kurz: Es ist vorbei. schĂŒlerVZ wird am 30. April 2013 geschlossen. FĂŒr immer.

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Bewerbungsphase fĂŒr Jugendgemeinderat auf der Zielgeraden

Motivation aus erster Hand

Die drei Vertreter des Jugendgemeinderats Ladenburg. Quelle: Stadt Weinheim

 

Weinheim, 29. Januar 2013. (red/pm) Die Wahlen fĂŒr den Jugendgemeinderat Weinheim sind am 08. bis 16. MĂ€rz. Bis Mittwoch, den 06. Februar, können sich noch Kandidaten bewerben. Kandidieren und wĂ€hlen darf jeder im 14. bis einschließlich 19. Lebensjahr.

Information der Stadt Weinheim:

„„Es hat uns Ansporn gegeben, lieber einmal mehr nachzuhaken als einmal zu wenig“, berichtete Sophian Habel. „Und manchmal“, schmunzelte der Vorsitzende des Ladenburger Jugendgemeinderates, „mussten wir auch mal mit den Kopf durch die Wand, um zu ĂŒberzeugen“.

Es war eine fröhliche und erstaunlich versierte Vorstellung der drei Jugendpolitiker aus dem Ladenburger Jugendgemeinderat. Die Römerstadt war – was ein solches Jugendgremium angeht – Pionier in der Region. Gabi LohrbĂ€cher-GĂ©rard, die im Weinheimer Rathaus im Moment gerade die ersten Jugendgemeinderatswahlen fĂŒr Weinheim vorbereitet, hatte die drei Jugendlichen aus der Nachbarstadt eingeladen: Sophian Habel, dessen Stellvertreter Sören Ueberrein und den Finanzverantwortlichen Francesco Iacono.

Nach wie vor ĂŒberzeugt undÂ ĂŒberzeugend berichteten sie aus ihrer Arbeit. Die Motivation war ansteckend. Unter den Zuhörern waren erste Kandidaten aus Weinheim, Gabi LohrbĂ€cher-GĂ©rard mit ihren jungen Kollegen Anne Köller und Thomas Fischer sowie Stadtjugendring-GeschĂ€ftsfĂŒhrer JĂŒrgen Holzwarth mit den beiden Jugend-Sozialarbeitern Elke Weitenkopf und Volker Kugel.

„Wir freuen uns darauf, dass wir uns jetzt auch in Weinheim auf diesen Lernprozess einlassen“, so Gabi LohrbĂ€cher-GĂ©rard. Die Wahl zum Weinheimer Jugendgemeinderat geht jetzt in die heiße Phase der Bewerbungen – die Frist endet am Mittwoch, 6. Februar.

Rund 2000 Jugendliche im Alter zwischen 14 und 19 Jahren wĂ€hlen im MĂ€rz 2013 erstmals einen Jugendgemeinderat als beratendes Gremium des „großen“ Gemeinderates. In der Satzung ist definiert: „Der Jugendgemeinderat vertritt die Interessen der Jugendlichen gegenĂŒber der Verwaltung und dem Gemeinderat und seinen AusschĂŒssen. Er hat die Aufgabe, den Gemeinderat der Stadt Weinheim in Fragen, die die Jugendlichen in Weinheim betreffen, zu beraten. Er ist in den AusschĂŒssen in Fragen, die die Jugendlichen in Weinheim betreffen, zu hören.“

Zur Teilnahme aufgerufen sind alle SchĂŒlerinnen und SchĂŒler, die wĂ€hlbar und wahlberechtigt sind. Sie mĂŒssen eigentlich nur zwei Kriterien erfĂŒllen: WĂ€hlbar und wahlberechtigt sind alle Jugendlichen, die am letzten Tag des Wahlzeitraums das 14. Lebensjahr aber noch nicht das 20. Lebensjahr vollendet haben und seit mindestens drei Monaten mit Hauptwohnsitz in der Stadt Weinheim wohnen. Dann können sie wĂ€hlen und gewĂ€hlt werden.

Der letzte mögliche Tag fĂŒr eine Anmeldung ist der Mittwoch, 6. Februar. Jeder Kandidat muss sich auf einem Anmeldebogen mit eigener Unterschrift bei den „Ratsdiensten“ anmelden. Die Anmeldungen mĂŒssen schriftlich eingehen (Anschrift: Gabi LohrbĂ€cher-GĂ©rard, Stadtverwaltung Weinheim, Ratsdienste, Zimmer 209, Eingang A, 1. Obergeschoss, bei RĂŒckfragen: Telefon 06201 / 82 – 216, oder ratsdienste@weinheim.de ).

Mit dem 7. Februar beginnt dann die Zeit, in der sich die Kandidatinnen und Kandidaten vorstellen können. Die Stadt plant in Verbindung mit dem Stadtjugendring auch eine persönliche Vorstellungen im Stadtgebiet, aber auch eine BroschĂŒre und angemessene Internet-PrĂ€sentationen. Zur Wahlurne gehen die 14- bis 19-jĂ€hrigen Weinheimer Jugendlichen dann in der Woche vom 8. bis 16. MĂ€rz. GewĂ€hlt wird jeweils ein Tag an einer Schule, sowie am Samstag, 16. MĂ€rz an einem neutralen Ort. An diesem Tag sind jene Jugendlichen der Stadt zur Wahl aufgerufen, die keine Weinheimer Schule besuchen sowie jene, die unter der Woche aus irgendeinem Grund verhindert waren.“

Feuerwehr Weinheim

Keine Nachwuchsprobleme in der Abteilung Sulzbach

Das Bild zeigt den neu gewĂ€hlten Abteilungsausschuss mit Abteilungs-Kommando, Ersten BĂŒrgermeister Dr. Torsten Fetzner,  Ortsvorsteher Josef Klemm und Stellvertretener Stadtbrandmeister Andreas Schmitt. (Bild: Denise Sgorbbio)

Das Bild zeigt den neu gewĂ€hlten Abteilungsausschuss mit Abteilungs-Kommando, Ersten BĂŒrgermeister Dr. Torsten Fetzner, Ortsvorsteher Josef Klemm und Stellvertretener Stadtbrandmeister Andreas Schmitt. (Bild: Denise Sgorbbio)

Weinheim, 20. Januar 2013. (red/pm) Die Abteilung Sulzbach der Feuerwehr Weinheim kann sich glĂŒcklich schĂ€tzen. Wie bei der Jahreshauptversammlung herausgestellt wurde, habe man keinerlei Nachwuchsprobleme. Auch die Kinder- sowie Jugendabteilung platze aus allen NĂ€hten.

Presseinformation der Feuerwehr Weinheim:

AnlĂ€sslich der Jahreshauptversammlung der Wehr, am vergangenen Samstag lobten Erster BĂŒrgermeister und Feuerwehrdezernent Dr. Torsten Fetzner und Ortsvorsteher Josef Klemm die AktivitĂ€ten und das Arrangement der Kameradinnen und Kameraden der Abteilung Sulzbach. Außerhalb von EinsĂ€tzen und Fortbildungen in Stadt, Kreis und Land, sind sie auch so sehr viel aktiv. Klemm ist sichtlich stolz so eine motivierte Truppe im Ortsteil Sulzbach zu haben. Um so eine motivierte Mannschaft zu haben, braucht man natĂŒrlich auch eine starke FĂŒhrung. Daher ging sein Lob und Dank auch an Abteilungskommandant Karsten Fath, mit seinen Stellvertretern Christianb Knapp und Renzo Sgobbio. Besonders stolz ist er, dass die Wehr als einzige Feuerwehrabteilung innerhalb Weinheims, eine Kinderfeuerwehr hat, die so gut fragmentiert ist, das es erst mal in den nĂ€chsten Jahren keine Nachwuchsprobleme bei der Jugendfeuerwehr, sowie spĂ€ter bei den Aktiven gibt. „Unser FeuerwehrgerĂ€tehaus platzt aus allen NĂ€hten!“ so Klemm. Das ist kein Wunder wenn man die Mitgliederzahlen von SchriftfĂŒhrerin Claudia Fath hört. Sie berichtet ĂŒber 42 Aktive Feuerwehrangehörige, von denen 15 weiblich sind und ihren „Mann“ am „Brand“herd in Weinheims nördlichsten Stadtteil stehen. 28 EinsĂ€tze musste die Wehr 2012 meistern, wobei Sie fĂŒnfzehn mal innerhalb Sulzbachs und dreizehn mal nach Weinheim und in die benachbarten Gemeinden ausrĂŒckten. Auch im Berichtsjahr wurde die Zusammenarbeit innerhalb der Abteilung und auch im AusrĂŒckbereichs eins, zu dem die Abteilungen Sulzbach und Stadt gehören durch gemeinsame Fortbildungen und Übungen gestĂ€rkt. Die Weinheimer FeuerwehrsanitĂ€ter fĂŒhrten 2012 wieder zwei LehrgĂ€nge im GerĂ€thaus in Sulzbach durch. Aber auch geselliges kam nicht zu kurz und so veranstaltet die Wehr auch wieder ihren Tag der offenen TĂŒr, einen Wandertag fĂŒr die Bevölkerung unter dem Motto „Mach mit bleib fit, wandere mal wieder“ sowie fĂŒr die Kinderfeuerwehren der Region unter dem Motto; „Findet den Schatz vom Grafen von Sulzberg“. Im Mai fand im GerĂ€tehaus auch das traditionelle Familienfest der Weinheimer Feuerwehren statt. Bei einem zĂŒnftigen Bayrischen Abend konnte man ein paar gesellige Stunden verbringen. Der Jahresfamilienausflug ging diesmal nach Ebbs in Tirol, wo gemeinsam mit Mitgliedern der Altersabteilung vier interessante Tage verbracht worden sind. Jugendfeuerwehrwartin Florentine Zimmermann berichtete ĂŒber die Jugendfeuerwehr die im letzten Jahr wieder nach dem Motto „Sport, Spiel und Spaß“ viel unternahm. Neben 37 Gruppen- und Übungsabenden wurden 13 Veranstaltungen besucht und gestaltet. Die Highlights waren hier, die jĂ€hrliche Christbaumaktion, das Bereichszeltlager in Hemsbach ĂŒber Pfingsten und die Sommerfreizeit der Jugendfeuerwehr Weinheim nach Spanien. 24 Jugendliche zĂ€hlt die Jugendfeuerwehr Abteilung Sulzbach inzwischen wieder, was unteranderem auf die sechs Übernahmen aus der Kinderfeuerwehr zurĂŒckzufĂŒhren ist. Denn inzwischen kommen 85% der Neueintritte in die Jugendfeuerwehr ursprĂŒnglich aus der Kinderfeuerwehr Sulzbach. Die Leiterin Weinheims erster Kinderfeuerwehr Claudia Fath berichtete dass die Obergrenze von 23 Kindern erreicht ist und noch einige Kinder auf der Warteliste stehen. Besonders hebt sie hervor, dass es sich nur um SulzbĂ€cher Kinder handelt und die Nachfrage aus dem gesamten Weinheimer Stadtgebiet noch viel höher ist. Neben dem spielerischen ranfĂŒhren an die Jugendfeuerwehr kam der Spaß nicht zu kurz. Ein Fastnachtsnachmittag sowie die Kinonacht mit Übernachtung waren einige Höhepunkte des Jahres. Auch StabfĂŒhrer Rudi Neumann konnte auf ein erfolgreiches aber auch unruhiges Jahr 2012 zurĂŒckblicken. Durch zahlreiche SonderĂŒbungen fĂŒr die 9 Auftritte, wurde die Zahl auf 40 Übungsabende hoch gedrĂŒckt. So waren die 16 Spielleute nicht nur in Sulzbach sondern auch bei mehreren Auftritten innerhalb des Rhein-Neckar-Kreises gefragt. Nicht zuletzt wegen dem Großen Zapfenstreich in der Weinheimer Stadthalle, anlĂ€sslich des 150jĂ€hrigen JubilĂ€ums der Abteilung Stadt. Nicht in Vergessenheit geraten sind die Alterskameraden, wie Ehrenkommandant Bernd Rettig berichtet. Denn seine 21 MĂ€nner unterstĂŒtzen die Wehr bei ihren Veranstaltungen krĂ€ftig und treffen sich auch alle vier Wochen in gemĂŒtlicher Runde. Rettig wurde von der Versammlung fĂŒr weitere fĂŒnf Jahre im Amt bestĂ€tigt. Der stellvertretende Stadtbrandmeister Andreas Schmitt war mit der Abteilung Sulzbach zufrieden und bedankte sich besonders bei der FĂŒhrung und bei Erster BĂŒrgermeister Fetzner und Ortsvorsteher Klemm, das auch von Seiten der Verwaltung die Wehr gut unterstĂŒtz wird. Sein Dank galt allen Feuerwehrangehörigen, die sich nicht den Brandschutz in Sulzbach sicherstellen, sondern auch mit vielen öffentlichen Veranstaltungen den Ortsteil aufwerten. Dabei ging er auch auf die Einsatzstatistik ein, die 2012 leicht rĂŒcklĂ€ufig war. Er machte noch mal deutlich, dass im Jahr 2012 zwar weniger EinsĂ€tze in Weinheim abgearbeitet worden sind, aber die QualitĂ€t der EinsĂ€tze und die Belastung der EinsatzkrĂ€fte stĂ€ndig steigen. „Wir mĂŒssen immer mehr neue Gefahren die von neuen Materialien und Technik ausgehen bewĂ€ltigen“, so Schmitt. NatĂŒrlich ginge dieses nur durch zahlreiche Ausbildungs- und Fortbildungsveranstaltungen. Die auch wichtig sind um sich an die „neuen Gefahren“ anzupassen. Schmitt lobte auch den Wandertag der jedes Jahr fĂŒr die BĂŒrger ausgerichtet wird. Dieses Jahr möchte er mit am „Start“ sein. Neben den Rechenschaftsberichten, stand auch die Neuwahl des Abteilungsausschusses auf der Tagesordnung. Dabei wurden die Kameradinnen und Kameraden Florentine Zimmermann, Marco Goszik, Claudia Fath, Monika Seiler, Silke Grießenauer-Fuhr, Steffen Schmitt und Darwin Höhnle von der Versammlung gewĂ€hl. Der Stellvertretene Stadtbrandmeister Schmitt ernannte Seelsorgerin Gabrielle Landler zur Feuerwehrfrau und Darwin Höhnle zum Feuerwehrmann. Sven Buerhold und Siegfried Neher wurden zu den neuen KassenprĂŒfern einstimmig gewĂ€hlt.

„Feuer schwarz“ im SchĂŒtzenhaus

Jugendfeuerwehr probt Einsatzgeschehen

JahreshauptĂŒbung in Rippenweier. Foto: Manuel PflĂ€sterer / Feuerwehr Weinheim.

Weinheim, 24. August 2012. (red/pm) Bereits zum dritten Mal fand die gemeinsame Übung aller Weinheimer Jugendfeuerwehrabteilungen statt. Neben Stadtjugendfeuerwehrwart Markus SchĂ€fer und Feuerwehrdezernent Torsten Fetzner waren zahlreiche Feuerwehrangehörige und Abteilungskommandanten nach Rippenweier gekommen um dem Feuerwehrnachwuchs ĂŒber die Schulter zu schauen.

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Warum Spenden und Sponsoring Transparenz brauchen

Geprothmannt: UneigennĂŒtzige WohltĂ€tigkeit? Von wegen! Spenden und Sponsoring sind Werbung

100 Euro sind viel Geld - manche zahlen das aber aus der "Porto-Kasse" und machen daraus ein Vielfaches an "Image"-Gewinn. Quelle: 100-Euro-Schein

Rhein-Neckar, 12. Dezember 2011. (red) Zur Zeit jagt eine SpendenĂŒbergabe die nĂ€chste – so wie vergangenes Jahr auch und nĂ€chstes Jahr wieder. Besonders in der Vorweihnachtszeit laden viele Firmen und Gemeinden ein, ĂŒber mildtĂ€tige Spenden fĂŒr den guten Zweck zu „berichten“. Klares Ziel dieser Aktionen: Die Spender und Sponsoren wollen sich damit ein gutes Image verschaffen – dabei ist das nichts anderes als Werbung.

Von Hardy Prothmann

Die Redaktion fĂŒr die Lokalblogs in Nordbaden hat eine strikte Regel: Wir berichten nicht ĂŒber Spenden, egal wie großzĂŒgig diese sind. Denn hinter fast jeder Spende steckt immer ein „KalkĂŒl“, ein Hintergedanke und der ist nicht „mildtĂ€tig“, sondern egoistisch: Die spendende Firma oder Institution will sich damit ein gutes Image verschaffen.

Das ist auch absolut erlaubt – nur machen wir uns nicht zum Handlanger und zur erweiterten Pressestelle der Spender und Sponsoren. Wer aus Überzeugung spendet oder unterstĂŒtzt, braucht seine Haltung nicht an die „große Glocke“ zu hĂ€ngen.

Millionen von privaten Spendern halten das so – sie geben Geld fĂŒr alle möglichen Hilfsorganisationen und hoffen, dass damit anderen geholfen wird. Die allermeisten Spenderinnen und Spender bleiben „anonym“ – es geht ihnen um die Hilfe und nicht um eine öffentliche Nennung.

Wer hingegen der „Öffentlichkeit“ seine „GroßzĂŒgigkeit“ mitteilen möchte, kann eine Anzeige schalten. Das ist, wie gesagt, absolut erlaubt.

Hirschberg: Bericht ĂŒber eine Spende? Ja, gerne. Schleichwerbung? Nein, danke.

Aktuell haben wir ĂŒber die Spende einer Interessengemeinschaft „Storchenkerwe“ in Hirschberg berichtet: Die Einladung erschien frei von „Firmenwerbung“ – denn die Initiative des Ortsfestes spendete Geld fĂŒr gemeinnĂŒtzige Zwecke. Deshalb haben wir den Termin wahrgenommen.

Vor Ort prĂ€sentierte man aber Spendenschecks mit Logo und Schriftzug einer regionalen Bank. Diese Werbung haben wir aus dem Foto herausretuschiert (weiße FlĂ€che).

Das ist die einzige „saubere“ Lösung – alles andere ist eine Form von Schleichwerbung, untergrĂ€bt die GlaubwĂŒrdigkeit von Journalismus (sofern die bei gewissen Medien nicht sowieso schon „six feed under“ ist) und schadet letztlich auch dem „Werbekunden“ – muss der doch ganz besonders an einem glaubwĂŒrdigen Umfeld interessiert sein.

Penetrant wird es – und das ist zunehmend der Fall – wenn die Sponsoren und Spender sogar die Berichterstattung vorschreiben wollen. Dagegen hilft nur konsequente AufklĂ€rung und konsequente „Nicht-Berichterstattung“ bei „HĂ€rtefĂ€llen“.

Penetrantes Sportsponsoring

Selbst in der Provinz treibt dieses Sponsorenunwesen nicht nur seltsame, sondern völlig inaktzeptable „BlĂŒten“. Ein lokaler Tennisverein wollte uns beispielsweise nur Fotos gestatten, wenn das Sponsorlogo mit im Bild ist.

Das Ergebnis kann man hier nachlesen: „Kein Gruppenfoto ohne Sponsor“

Sehr krass ist dieses Beispiel: Eine Apotheke wird von einem „Marketing-Verband“ ausgezeichnet, nicht etwa weil die Apotheke am meisten Geld gespendet hat, sondern deren Kunden. Wir wollten darĂŒber berichten – und wurden vermutlich (aus Sorge) wegen unserer bekannten, kritischen Haltung nicht eingeladen. Wir haben trotzdem berichtet: Kein Kinderlachen fĂŒr das Heddesheimblog.

taz verpixelt Sportfotos und stellt die Aktion anscheinend klammheimlich wieder ein.

Die taz hatte im August angekĂŒndigt, ab sofort alle Sportfotos zu verpixeln. Die BegrĂŒndung:

Die Werbung im Fußball, Biathlon oder Handball ist mit den Jahren der Kommerzialisierung einfach zu aufdringlich, zu omniprĂ€sent geworden. Da mĂŒssen intelligentere Lösungen her. Zum Beispiel: Weg mit dieser Flimmerbande.

Und:

Wir sind nicht mehr bereit, Eure Werbebotschaft auf Trikots und Werbebanden zu verbreiten. Es kann ja auch nicht Aufgabe einer Zeitung sein, die mit kritischer Distanz ĂŒber Sport berichtet, tĂ€glich kostenlose Werbung von Vereinen und deren Sponsoren ins Blatt zu heben. Wir wollen durch die Verpixelung journalistisch noch unabhĂ€ngiger werden.

Guter Ansatz – leider scheint die taz das nicht durchgehalten zu haben. Vielleicht wars auch nur ne Sommerloch-Saure-Gurken-Zeit-Meldung. Eine ErklĂ€rung, warum nicht mehr verpixelt wird, konnte ich nicht finden (Anfrage ist gestellt, der Artikel wird gerne nach einem Hinweis ergĂ€nzt).

Wir werden das in Zukunft weiter so halten: Wenn Spender und Sponsoren mit Ihren Logos genannt und abgebildet werden wollen, erhalten Sie ein Angebot zum Schalten einer gewerblichen Anzeige. Solche „Berichte“ werden wir entsprechend als Anzeige kennzeichnen.

Andernfalls werden wir konsequent Spender und Logos aus Texten und Bildern entfernen – denn es  geht doch um MildtĂ€tigkeit? Oder geht es doch um etwas anderes? Sollten wir deshalb nicht mehr zu solchen AnlĂ€ssen eingeladen werden, können wir gerne darauf verzichten.

Trennungsgebot

Gut und richtig wĂ€re, wenn vor allem Zeitungen diesem Beispiel folgen wĂŒrden – das aber darf man tatsĂ€chlich bezweifeln, denn dort gibt es schon lĂ€ngst kein Trennungsgebot zwischen Redaktion und Anzeigen mehr, sondern nur noch die Haltung, dass man Anzeigenkunden nicht „verprellen“ will.

Die Masse der Leserinnen und Leser zahlt zwar insgesamt viel und bedeutendes Geld fĂŒrs „Abo“ – unterm Strich sind das aber knapp 30 Euro und was bedeutet so ein Betrag, wenn an anderen „AuftrĂ€gen“ ein paar mehr Nullen dranhĂ€ngen, also 3.000, 30.000 oder gar 3.000.000 Euro? Es wird anhand der „Nullen“ schnell klar, auf wen man „RĂŒcksicht“ nimmt und fĂŒr welche „Nullen-Informationen“ man sich entscheidet.

"Redaktionelles" Foto ab Spendenhöhe von 500 Euro - bitte Text mitschicken.

Allerdings gibt es auch hier „Regeln“ – die hĂ€ngen von der Höhe der Spende ab. Der Mannheimer Morgen macht zum Beispiel „grundsĂ€tzlich“ erst ab 500 Euro Spendensumme ein Foto. Warum, wieso, weshalb? DarĂŒber gibt es keine uns bekannten Informationen.

Ethisches Handeln

Ganz grundsĂ€tzlich verantwortet jedes Medium die eigenen redaktionelle Ethik und die Art seiner „Informationen“ im Rahmen der gesetzlichen Möglichkeiten selbst – und auch die daraus resultierende GlaubwĂŒrdigkeit.

Mal schauen, wie Spender und Sponsoren mit unserer transparenten Haltung umgehen – dazu wird es, sofern interessant, einen Nachbericht geben.

Soviel sei noch angemerkt: Unternehmen, die mindestens zehn Prozent ihres Gewinns spenden, werden wir sofort lobend erwĂ€hnen, weil das tatsĂ€chlich Spenden sind, die „bemerkenswert“ sind. Keine Sorge – es gibt vermutlich kein einziges Unternehmen, das so verfĂ€hrt.

Vereine sollten sich nicht zu jedem Preis „kaufen“ lassen

Vereine, die sich fĂŒr ein paar Euro „Spendengeld“ oder „Sponsoring“ als VermarktungsflĂ€che missbrauchen lassen, sollten tatsĂ€chlich darĂŒber nachdenken, worum es geht.

Um Förderung von Kultur, Jugend oder Sport oder darum, dass die ehrenamtlichen Helfer wirklich sehr viel Arbeit aufbringen und sich von Firmen durch im Vergleich minimale „Förderung“ dann die hier „erwirtschaftete“ Aufmerksamkeit abkaufen lassen? Das kann nicht im Sinne von Kultur, Jugend und Sport sein – und auch nicht im Sinne der Unternehmen.

Und ein besonders GeschmĂ€ckle bekommen solche Spenden dann, wenn die Spenderfirmen nicht nur beim Image die Nutznießer sind, sondern durch AuftrĂ€ge und GeschĂ€fte mit den Vereinen wiederum einen ganz klaren geschĂ€ftlichen Vorteil suchen.

Dann haben Spenden sogar eher die Funktion einer Bestechung und sind vollends pervertiert. Und auch das ist leider oft schon fast „ĂŒblich“.

Spendenziele mĂŒssen transparent sein

Gemeinden mĂŒssen Spenden beispielsweise lĂ€ngst öffentlich machen und transparent darstellen – das sieht das GeldwĂ€schegesetz so vor. Und dafĂŒr gibt es ganz sicher GrĂŒnde.

Damit Sie mich richtig verstehen: Spenden sind gut und wichtig. Und jeder Euro hat seinen Wert.

Spenden sollten aber das sein, was sie sein sollen: Ein Beitrag zu einer besseren Welt. Ganz privat, ganz individuell nach den Möglichkeiten.

Wer Spenden und „Sponsoring“ auch nur im Ansatz fĂŒr eigene „Zwecke“ einsetzt, muss sich moralisch selbst verpflichten, seinen Anteil an Eigennutz klar darzustellen – damit keine „MissverstĂ€ndnisse“ aufkommen.

Wenn ein Großkonzern beispielsweise 1 Million Euro spendet, ist das vielen Medien eine Nachricht wert. Zeitungen wie der MM berichten mit Bild erst ab 500 Euro. FĂŒr den Konzern bedeutet 1 Million vielleicht nur einen 0,000-irgendwas Anteil an seinen Möglichkeiten. FĂŒr eine Initiative sind 500 oder 1.000 Euro hingegen alles, was man „aufbieten“ kann.

Wer ist nun „großzĂŒgiger“? Wer verdient mehr Aufmerksamkeit? WorĂŒber sollte man dankbarer sein? WorĂŒber berichten?

Denken Sie mal drĂŒber nach – eine Meinung zu dem Thema ist gar nicht so einfach zu finden.

Ist halt alles immer „relativ“ – dafĂŒr muss man kein Einstein sein.

Ihr

Anmerkung: Wir haben anfĂ€nglich auch ĂŒber Spenden berichtet und vor kurzem noch im Weinheimblog ĂŒber eine Aktion zu Defibrilatoren in der Stadt. Dabei wurde auch eine spendende Bank genannt. KĂŒnftig werden wir das kompromisslos handhaben.

Vereine und Veranstalter profitieren besonders von unseren Terminkalendern

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Guten Tag!

Rhein-Neckar, 18. MĂ€rz 2011. (red) Wer im Internet gefunden werden will, muss dort auch seine Spuren hinterlassen – mit Informationen. Einladungen, Termine, Artikel sind unverzichtbarer Teil einer guten, modernen Öffentlichkeitsarbeit. Egal, ob fĂŒr Unternehmen, Vereine, Veranstalter oder Behörden. Das Internet hat einen unschlagbaren Vorteil gegenĂŒber dem Medium Papier – es ist ĂŒberall und immer erreichbar.

Vereine und Veranstalter profitieren besonders von unseren Terminkalendern – da die Daten im Internet erfasst werden, erhöht sich auch die „Aufmerksamkeit“ von Google – gedruckte Termine in Zeitungen werden selbstverstĂ€ndlich nicht erfasst und im Internet auch nicht gefunden. Und jeder weiß mittlerweile, wie wichtig es ist, bei Google gefunden zu werden… Und die Jugend erreichen Vereine ĂŒber die Zeitung so gut wie gar nicht mehr.

Kostenfreie Nutzung.

Die Nutzung des Google-Kalenders ist kostenfrei. Ein Terminblatt kann man verlegen – der Kalender ist immer online und von jedem Internetzugang aus erreichbar.

RegelmĂ€ĂŸige Termine können Sie als „Reihe“ eingeben, Parties, Veranstaltungen, Feste, Ausstellungen – alle Termine sind fix eingetragen und können umfangreich beschrieben werden. Durch eine Adresseingabe lĂ€sst sich der Ort des Termins mit Google Maps komfortabel darstellen.

Service fĂŒr Vereine und Veranstalter.

Wir bieten Vereinen einen kostenfreien Service an: einzelne zugesandte Termine tragen wir durch die Redaktion ein. Hat ein Verein oder ein Veranstalter aber sehr viele Termine, sollte man diese selbst einpflegen – dann kann durch uns nichts ĂŒbersehen werden (wir sind auch nur Menschen).

Das machen beispielsweise schon der Vogelverein und die RemigiusbĂŒcherei in Heddesheim, die evangelische Stadtmission und die Ringer vom ASV in Ladenburg, das Olympiakino in Hirschberg-Leutershausen und viele andere. Auch Parteien interessieren sich – die CDU Weinheim wird demnĂ€chst ihre Termine hier auch anbieten. (Klicken Sie hier auf den Terminkalender oder in allen unseren Blogs links oben in der zweiten MenĂŒzeile unter Termine – rechts sehen Sie eine Pfeil – klicken Sie hier um die angezeigten Kalender zu sehen. Sie können Kalender anzeigen oder ausblenden – wie Sie wĂŒnschen. Auf allen Blogs.)

VielfÀltige Vorteile.

Der Vorteil liegt auf der Hand: Erstens kann man den Google-Kalender auf der eigenen Homepage einstellen (und damit im Internet, was die „TrefferhĂ€ufigkeit“ bei Google erhöht) und zweitens kann man schnell reagieren. FĂ€llt ein Termin aus, kommt einer hinzu oder mĂŒssen Informationen ergĂ€nzt oder verĂ€ndert werden, kann man von ĂŒberall auf der Welt an einem Internet-PC zu jeder Zeit diese Änderungen vornehmen – ohne den Umweg ĂŒber die Redaktion nehmen zu mĂŒssen.

Denn sobald ein Kalender fĂŒr uns freigegeben wurde, können wir diesen in unserem Kalender anzeigen lassen. Sie können umfangreiche Texte zu den Terminen schreiben und haben selbst die Kontrolle. Nur berechtigte Personen können die Termine Ă€ndern – wer das ist, entscheiden Sie.

Laden Sie Freunde und interessierte Personen ein.

Und Sie können selbst Freunde einladen, um auf die Termine hinzuweisen. Vereinsmitglieder mĂŒssen keinen Termin mehr abtippen, sondern können diese auch ganz einfach ĂŒbernehmen, mit ihren Handys synchronisieren und an Freunde weitergeben.

Will jemand einen Termin bei Facebook einstellen, mĂŒsste er erst aufwĂ€ndig in der Zeitung abschreiben – wer macht das? Kaum jemand. GefĂ€llt ein Termin ist er mit Kopieren und EinfĂŒgen schnell ĂŒbertragen und wird weiteren Menschen bekannt gemacht.

Die Einrichtung ist relativ einfach. Wir bieten dazu eine Beschreibung an, die Sie hier downloaden können. Falls es damit nicht gleich funktionieren sollte oder Fragen offen sind, kein Problem: Vereinen bieten wir gegen eine Pauschale von 40 Euro die Einrichtung und eine kleine Schulung an.

Auch fĂŒr die Vereinsarbeit nutzbar-  – nĂŒtzlich fĂŒr Unternehmen.

Unternehmen, Gewerbetreibende und andere beraten wir im effektiven Umgang und Einsatz mit dieser fantastischen Kalenderfunktion (die man auch nicht-öffentlich nutzen kann). Gegen eine geringe GebĂŒhr können Sie wichtige Termine wie Einladungen oder PrĂ€sentationen ebenfalls in unseren Terminkalendern darstellen lassen.

Noch einmal im Überblick wichtige Funktionen:

Kalenderfreigabe: Richten Sie einen Kalender fĂŒr die (Fußball-)Manschaft Ihres Vereins oder Ihrer Firma ein und geben Sie diesen fĂŒr das gesamte Team frei. (Keiner Ihrer Mitspieler wird jemals wieder das Training vergessen.) Oder geben Sie Ihre Kalender fĂŒr Freunde, Angehörige, interessierte Personen frei, damit Sie die unterschiedlichen ZeitplĂ€ne nebeneinander anzeigen können.

Einladungen: Erstellen Sie Einladungen fĂŒr Termine, versenden Sie diese an Freunde und verwalten Sie zentral die Antworten und Kommentare anderer Personen. Ihre Freunde können Ihre Einladung empfangen und eine Antwort senden, auch wenn sie selbst Google Kalender nicht nutzen!

Suche: Suchen Sie das Datum fĂŒr den Grillabend bei einem Freund, der „irgendwann demnĂ€chst“ stattfinden sollte. Oder suchen Sie in öffentlichen Kalendern nach neuen interessanten Terminen und fĂŒgen Sie diese zu Ihrem eigenen Kalender hinzu.

Zugriff ĂŒber Ihr Handy: Empfangen Sie Terminerinnerungen und -benachrichtigungen auf Ihrem Handy.

Terminveröffentlichung: Geben Sie die Termine Ihrer Organisation fĂŒr alle Personen frei, wenn Sie das möchten.

Wenn Sie uns Termine schicken wollen – jederzeit gerne. Wenn Sie Fragen haben, fragen Sie: termine (at) rheinneckarblog.de

Die Eingabemaske - ĂŒbersichtlich und einfach zu bedienen. Klicken Sie auf die Grafik fĂŒr eine grĂ¶ĂŸere Darstellung.

Einen schönen Tag wĂŒnscht
Das rheinneckarblog

Jugendhilfeausschuss fĂŒr Beibehaltung der Fördermittel – „Centro Culturale“ in der Weststadt


Guten Tag!

Weinheim, 04. Februar 2011. (pm) Die engagierte Jugendarbeit des Weinheimer Stadtjugendrings spĂŒrt trotz der angespannten Finanzlage RĂŒckenwind aus der örtlichen Kommunalpolitik. Der Jugendhilfe-Ausschuss hat sich gestern klar in einer Empfehlung an den Gemeinderat fĂŒr eine Beibehaltung der finanziellen Ausstattung der offenen Jugendarbeit im laufenden Jahr ausgesprochen. Außerdem begrĂŒĂŸte das Gremium eine Idee des Stadtjugendrings, das ehemalige „Spanische Zentrum“ in der Weststadt kĂŒnftig als kulturelles Zentrum, also „Centro Culturale“, zu nutzen.

Information der Stadt Weinheim:

„Vertreter aller Fraktionen im Ausschuss zollten der Spitze des Stadtjugendrings großes Lob fĂŒr dessen Kinder- und Jugendarbeit in der Stadt. GeschĂ€ftsfĂŒhrer JĂŒrgen Holzwarth hatte zuvor betont, dass offene Jugendarbeit in einer Stadt unverzichtbar bleibe – was auch sozialwissenschaftlich immer deutlicher herausgearbeitet werde. Laut einer Expertise des Deutschen Jugendinstituts sei offene Jugendarbeit gerade fĂŒr die Kompetenzentwicklung und Motivationsbereitschaft der Jugendlichen erforderlich. Die Anforderung an die Jugendarbeit steige im Zuge des gesellschaftlichen Wandels sogar.

Der Stadtjugendring betreut fĂŒr die Stadt so Projekte wie das SchĂŒlercafé in der Karrillon-Schule, den Kids Club Nord, das „Juzo“ in Oberflockenbach, einen Sommer-Kids- und einen Sommer-Teens-Club, sowie die Mobile Jugendarbeit im Mehrgenerationenhaus. Alleine in diesen Projekten werden rund 500 Kinder und Jugendliche betreut.

Der Stadtjugendring erfĂŒllt generell die gesetzlichen kommunalen Aufgaben der Jugendarbeit, der Jugendsozialarbeit und des Kinder- und Jugendschutzes. Alles zusammen erfordert einen jĂ€hrlichen kommunalen Zuschussbedarf von rund 600 000 Euro. Im Haushaltsplan-Entwurf der Verwaltung seien keine MittelkĂŒrzungen vorgesehen, bestĂ€tigte OberbĂŒrgermeister Heiner Bernhard.

„Es gibt keinen besseren und kostengĂŒnstigeren Weg, die Jugend dieser Stadt zu betreuen“, hieß es im Gremium. Und: „Wenn die Stadt diese Jugendarbeit alleine machen wollte, wĂ€re sie viel teurer.“

Der Gemeinderat soll im Zuge der anstehenden Haushaltsberatungen der Empfehlung des Ausschusses folgen, sowie einen weiteren kommunalen Zuschuss von 7000 Euro bewilligen, um den Wegfall einer Zivildienststelle auszugleichen.

In einem kĂŒnftigen „Centro Culturale West“ in der Zeppelinstraße soll der im letzten Jahr neu gegrĂŒndete Verein „Centro Italiano“ als Mieter der Stadt auftreten. GrĂŒnder und Vorsitzender des Vereins ist Michele Vetere, der auch Vorstandsmitglied im Weststadtverein „Pro West“ ist. Der Verein hat sich bereiterklĂ€rt, den Stadtjugendring als Partner einzubeziehen und ihm die Nutzung der RĂ€ume zu gestatten.

Wie JĂŒrgen Holzwarth erklĂ€rte, gibt es zahlreiche Projekte und Gruppen, die Interesse an der Förderung einer Stadtteilkultur in der Weststadt haben. Im neuen „Centro“ könnten Kleinkunst, Tanzkreise, Lesungen. Seminare, Konzerte und Gruppentreffen eine neue Heimat finden.

Positiver Nebeneffekt: Das Mehrgenerationenhaus in der Konrad-Adenauer-Straße, das mittlerweile sehr gut angenommen wird, kann durch einen weiteren Standort fĂŒr soziokulturelle Arbeit entlastet werden und steht kĂŒnftig vermehrt fĂŒr Kinder- und Jugendarbeit zur VerfĂŒgung.

Die Unterhaltung des „Centro“ soll durch MieteinkĂŒnfte und BenutzungsgebĂŒhren finanziert werden, so dass fĂŒr die Stadt keine weiteren Kosten entstehen. Der Stadtjugendring hat dazu ein Konzept erarbeitet.“

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