Freitag, 22. September 2017

Haushaltsrede der FDP-Fraktion zur Verabschiedung des Haushalts 2014

„Es geht um die Finanzierbarkeit der Zukunft“

Weinheim, 12. März 2014. (red/pm) GroĂźe, teure Projekte kommen auf die Stadt zu. Die FDP-Fraktion stimmte zwar dem Haushalt 2014 zu. Der Fraktionsvorsitzende GĂĽnter Breiling mahnte jedoch an, vor allem in der Verwaltung transparenter zu machen, wodurch Mehrausgaben verursacht werden. Auch die langfristige Haushaltsplanung befand er fĂĽr zu optimistisch. Wir dokumentieren die Haushaltsrede der FDP-Fraktion. [Weiterlesen…]

Großprojekte der nächsten Jahre

Stadt legt Fahrplan fĂĽr GroĂźprojekte vor

Weinheim, 23. Januar 2014. (red/pm) Es sind weitreichende Jahre fĂĽr Weinheims Zukunft, die Jahre der mittelfristigen Finanzplanung bis 2018. Nach den BeschlĂĽssen des Gemeinderates zu den GroĂźprojekten der nächsten Jahre und der Einbringung des Haushalts vor Weihnachten hat die Stadtverwaltung jetzt zu den Ende Januar beginnenden Etatberatungen einen möglichen Fahrplan fĂĽr die GroĂźprojekte vorgelegt. [Weiterlesen…]

Karrillon-SchĂĽler sagen adieu, bevor sie an der DBS neu durch durchstarten

Zum Abschied ein Ăśberraschungsfest

Karrillon-Abschluss

Die SchĂĽler ahnten nichts von dem Ăśberraschungsfest – umso größer war die Freude. Foto: Stadt Weinheim

 

Weinheim, 27. Juli 2013. (red/pm) Die SchĂĽlerzahlen an den Werkrealschulen des Landes gehen zurĂĽck. Deswegen fusioniert die Karrillon-Schule ab dem nächsten Schuljahr mit der Werkrealschule im Dietrich-Bonhoeffer-Schulverbund. Zum Abschied gab es ein Ăśberraschungsfest. [Weiterlesen…]

Aktion der Mobilen Jugendarbeit

Ein Platz fĂĽr Jugendliche

Weinheim, 04. Juni 2013. (red/pm) An den kommenden Donnerstagen, 6. und 13. Juni, findet die Aktion der Mobilen Jugendarbeit rund um die „Weinheim Galerie“ statt. Jugendliche wissen oft nicht, wohin sie gehen sollen. Jugendsozialarbeiter gehen an diesen Tagen mit ihnen dahin, wo sich das Leben abspielt. [Weiterlesen…]

„Job Central“ bot Achtklässlern „Berufe-Parcours“

Für die Mädchen ein „Nagelstudio“

Beim „Berufe-Pacours“ konnten SchĂĽler und SchĂĽlerinnen der 8. Klasse herausfinden, welcher Job ihnen zukĂĽnftig SpaĂź machen könnte. Foto: Stadt Weinheim

 

Weinheim, 07. Februar 2013. (red/pm) Da bekommt der Begriff „Nagel-Studio“ nochmal eine ganz neue Bedeutung. Mit roten Backen und aufgeregt leuchtenden Augen sitzen die zwei Mädchen vor dem dicken Holzbalken. „Jetzt, los“, gibt eine das Kommando. Und ihre Freundin schwingt den Zimmermannshammer – so lange bis alle Nägel im Holz versenkt sind. Die Mädchen kichern und ziehen zur nächsten Station: Spiegelschrift üben. Auch das ist alles andere als leicht. Und dennoch: Wer später einmal als Frisörin arbeiten will oder als Zahnarzthelferin, der sollte sich damit zurechtfinden.

Information der Stadt Weinheim:

„So war der „Berufe-Parcours“, den die Regionale Jugendagentur „Job Central“ jetzt Achtklässlern aus der Region bot, ein echter Test fĂĽr das spätere Leben. Mehr als 25 Stationen waren jetzt im Saal des Rolf-Engelbrecht-Hauses aufgebaut. Rund 30 Frauen und Männer begleiteten die Jugendlichen durch den Parcours, gaben Anleitung und Hilfestellung: Mitarbeiter von „Job Central“, Lehrer der beteiligten Schulen und ehrenamtliche Helfer des Weinheimer UnterstĂĽtzerkreis Berufsstart WUB.

„Es geht zunächst einmal darum, dass die Jugendlichen ihre Talente und Vorlieben spüren“, beschrieb Job Central-Leiterin Brigitte Weichert. Auch darum, zu erkennen, was Spaß macht und was gar nicht. Wenn ein junger Mensch schon beim Anblick eines Plastikorgans für eine Puppe ein Problem bekomme, eigne er sich wahrscheinlich eher weniger zum Arzthelfer. Und eine künftige Frisörin sollte sich schon trauen, in das Haar einer Schaufensterpuppe zu fassen. Einen ganzen Vormittag lang konnten die Achtklässler also ausprobieren, was sie später mal gerne arbeiten wollen. Mädchen und Jungen haben den Parcours übrigens getrennt absolviert, um die Tests möglichst frei von Rollenzuschreibungen zu absolvieren. „Ein super Service“, bescheinigte eine Lehrerin der Jugendagentur.

Beteiligte Schulen waren die Karl-Drais-Schule, also die Grund- und Werkrealschule Hirschberg/Heddesheim, die Peter-Koch-Schule und die Karrillon-Schule in Weinheim, die Werkrealschule Unterer Neckar Ladenburg, die Friedrich-Schiller-Schule aus Hemsbach sowie die Kurpfalzschule aus Schriesheim. UnterstĂĽtzt wurde „Job Central“ von der Volksbank Weinheim, der Volksbankstiftung Weinheim, der BĂĽrgerstiftung Weinheim, der Jugendagentur Heidelberg, dem Weinheimer UnterstĂĽtzerkreis Berufstart WUB, der Arbeitsagentur Mannheim und vom Europäischen Sozialfond.“

„Job Central“ veranstaltet für die Schulen wieder einen „Berufeparcours“

Weil der Job auch SpaĂź machen soll

Weinheim/Bergstraße, 29. Januar 2013. (red/pm)  Es sind die Handgriffe, die später einmal in Fleisch und Blut übergehen sollen. Das spiegelverkehrte Zeichnen zum Beispiel. Frisörinnen und Zahnarzthelferinnen brauchen das täglich. Einen Piepser anzuschließen, das wird für einen Mechatroniker ebenso zum Tagesgeschäft gehören wie das Tisch eindecken für einen Restaurant-Fachangestellten. „Macht mir so etwas Spaß?“ „Geht mir das leicht von der Hand?“ „Liegt mir das?“

Information der Stadt Weinheim:

„Das sind Fragen, die sich Achtklässlerinnen und Achtklässler der Haupt- und Werkrealschulen der Region natĂĽrlich stellen: „Welcher Beruf passt einmal zu mir?“ Die Regionale Jugendagentur „Job Central“, die Jugendliche von der BergstraĂźe und dem vorderen Odenwald an das Berufsleben heranfĂĽhrt, bietet jetzt wieder einmal die Möglichkeit, Antworten zu finden. Am Dienstag, 5. Februar, von 9 Uhr bis 13 Uhr, veranstaltet „Job Central“ im Rolf-Engelbrecht-Haus in Weinheim einen Berufeparcours, bei dem die Jugendlichen spielerisch mit den Abläufen verschiedenerBerufe vertraut gemacht werden.

An etwa 25 Stationen können die Jugendlichen praktische berufliche Übungen ausführen und somit einen Einblick in verschiedene Berufsfelder bekommen. Die Schüler wählen sich eine bestimmte Anzahl von Aufgaben aus, die sie gerne bearbeiten möchten und notieren sich anschließend auf einem Laufzettel, mit welchem Erfolg sie diese lösen konnten. Beteiligte Schulen sind die Karl-Drais-Schule, also die Grund- und Werkrealschule Hirschberg/Heddesheim, die Peter-Koch-Schule und die Karrillon-Schule in Weinheim, die Werkrealschule Unterer Neckar Ladenburg, die Friedrich-Schiller-Schule aus Hemsbach sowie die Kurpfalzschule aus Schriesheim.

Mädchen und Jungen absolvieren den Parcours ĂĽbrigens getrennt, um die Tests möglichst frei von Rollenzuschreibungen ausprobieren zu können. UnterstĂĽtzt wird „Job Central“ von der Volksbank Weinheim, der Volksbankstiftung Weinheim, der BĂĽrgerstiftung Weinheim, der Jugendagentur Heidelberg, dem Weinheimer UnterstĂĽtzerkreis Berufstart WUB, der Arbeitsagentur Mannheim und vom Europäischen Sozialfond.“

"Meilensteine" aus Sicht der Stadtverwaltung

Die Weinheimer Themen des Jahres 2012

Unser Foto des Jahres 2012: OB Heiner Bernhard im GlĂĽck – weil ers „saugeil“ fand, rutschte er den Hurricane-Loop gleich zwei Mal hintereinander und posierte beglĂĽckt wie ein Jugendlicher.

 

Weinheim, 20. Dezember 2012. (red/pm/ae) Wieder einmal neigt sich ein Jahr dem Ende.  Aus diesem Anlass hat sich die Stadt Weinheim dazu entschlossen, einen Rückblick auf die Themen, die Weinheim im Jahr 2012 beschäftigten, zu geben. Sowohl die kommunale Energiewende als auch die Etablierung der Stadt Weinheim als Bildungsstandort und Weinheim als Fair-Trade-Town sind dabei nur ein paar zu nennende Meilensteine.

Von Roland Kern

Es ist das Thema des Jahres: Die Stadt Weinheim geht neue Wege bei der Einbeziehung der Bürgerschaft in politische Zukunftsentscheidungen. Die Frage, wie und wo in den nächsten Jahren die Gewerbeentwicklung der Großen Kreisstadt stattfindet, wird in einem Bürgerdialogverfahren von den Bürgern selbst beraten. Im März hat die Stadtverwaltung ein Konzept der Bürgerbeteiligung vorgestellt, das von der Deutschen Forschungsstelle Bürgerbeteiligung der Uni Wuppertal begleitet wird. Dazu gibt es verschiedene Veranstaltungen und ein Bürgergutachten von zufällig ausgewählten Bürgerräten. Zu einem geforderten Bürgerentscheid kommt es dann aber doch nicht, weil sich der Gemeinderat und eine Bürgerinitiative auf keine Formulierung für eine Fragestellung einigen können.

Im September spricht sich das Gremium gegen einen Bürgerentscheid und für einen Geländetausch aus, so dass die Planungen für ein Gewerbegebiet in den „Breitwiesen“ an der Autobahn weitergehen. Die Verwaltungsspitze verspricht: Auch ohne Bürgerentscheid wird die Stadt die Bürger bei der weiteren „Breitwiesen“-Planung einbeziehen. Zum Jahresende gibt es aber auch Bemühungen, das Thema erneut auf die Tagesordnung zu bringen.

Schullandschaft im Westen

Lokalpolitiker, Eltern und Lehrer beschäftigt die Veränderung der Schullandschaft – nicht nur wie hier beim Infoabend in Hemsbach.

 

Die Stadt will die Schullandschaft im größten Stadtteil, der Weststadt, für die Zukunft neu und nachhaltig aufstellen. Verschiedene Faktoren erfordern die Veränderung: Der Bedarf nach einer neuen Grundschule anstatt der baufälligen Albert-Schweitzer Schule, die demografische Entwicklung sowie die neue Schulpolitik im Land. Es gibt immer weniger Haupt- und Werkrealschüler, deshalb werden die Karrillon-Schule und die DBS-Werkrealschule zum nächsten Schuljahr fusionieren. Ein Moderationsprozess mit Konzeptgruppe und großen World-Cafés entwickelt nach einigen Monaten einen Vorschlag an den Gemeinderat: Eine Grundschule mit der Johann-Sebastian-Bach-Förderschule unter einem Dach am Standort des Rolf-Engelbrecht-Hauses. Der Gemeinderat gibt eine Machbarkeitsstudie in Auftrag, um die Finanzierbarkeit unter Berücksichtigung aller Synergieeffekte zu prüfen. Im Gegenzug werden nämlich drei alte Schulgebäude frei, die anders verwertet oder genutzt werden können.

Weinheim etabliert sich weiter als Bildungsstandort

Weinheim etabliert sich weiter als Bildungsstandort und Bildungsregion im Land Baden-Württemberg. Im April wird eine Vereinbarung zwischen der Agentur für Arbeit und dem Kommunalen Übergangsmanagement Schule-Beruf geschlossen, künftig bei der Berufsorientierung enger zusammenzuarbeiten. Das Übergangsmanagement ist nun offiziell bei der Stadt Weinheim angesiedelt. Mit dem neuen Schuljahr haben vier neue Schulsozialarbeiterinnen auf drei Stellen ihre Tätigkeit aufgenommen. OB Bernhard bezeichnet die Schulsozialarbeit als „Edelstein in der Bildungskette“.

Mit der „Bildungskette“ und der „Weinheimer Initiative“ sorgt die Stadt weiter bundesweit für Aufsehen und positive Beispiele, unter anderem informiert sich deshalb Kultus-Staatssekretär Dr. Frank Mentrup vor Ort – und hat großes Lob für die Bildungslandschaft. Außerdem: Im Sommer erscheinen gleich in mehreren Fachmagazinen Lobeshymnen auf die soziokulturellen Schulprojekte an der DBS. OB Bernhard betonte: „Ich bin dem Gemeinderat sehr dankbar, dass es in Fragen der Qualität von Bildung in dieser Stadt immer eine große Einigkeit gibt.“

Unsere Artikel zum Thema Schule und Bildung finden Sie hier.

Auch MdL Uli Sckerl sagt: „Die Energiewende ist der richtige Weg.“

Kommunale Energiewende hat begonnen

Ein Jahr im Zeichen der Energiewende: Im Rathaus stößt ein Energie-Team, begleitet vom Runden Tisch Energie, eine Reihe von ökologischen Verbesserungen an. Der Gemeinderat trifft die Entscheidung, alle öffentlichen Gebäude, Straßen und Plätze ab diesem Jahr zu hundert Prozent mit Öko-Strom zu versorgen. Die Stadtwerke Weinheim kommen der Stadt dabei entgegen. Die Arbeiten an einem Klimaschutz-Gutachten durch eine Fachagentur haben begonnen. Die Vorstellung ist faszinierend: Pro Jahr könnten in Weinheim fast 30 000 Tonnen CO 2-Gas eingespart werden, wenn man alles ausschöpft. Die ersten Projekte nehmen ihre Arbeit auf: Auf der Rippenweierer Keltensteinhalle produziert eine Bürgersolaranlage Strom, die Wärme kommt von der Holzschnitzelheizung eines benachbarten Betriebes, möglicherweise entsteht dadurch ein neues Wärmenetz für den ganzen Ort.

Die Stadt legt weitere Solardächer an. Der Runde Tisch Energie feiert einjähriges Bestehen und mischt sich engagiert ein. Der Energietag beim Autohaus Sporer wird zum Publikumsschlager. An diesem Tag startet auch die Vermarktung des Neubaugebietes „Lützelsachsen Ebene“ als Biogas-Wohngebiet. Hier kommt die Wärme aus einer Biogasanlage vom benachbarten Bauernhof. Und die Stadt bringt weiter frischen Wind in die Energiewende. Der Gemeinderats-Ausschuss für Technik und Umwelt beschließt den Einstieg in ein Verfahren, mit dem künftig der Bau von Windenergieanlagen auf kommunaler Ebene gesteuert werden kann. Auch hier beginnt eine groß angelegte Bürgerbeteiligung.

Die BĂĽrgerbeteiligungen 2012 auf einen Blick

Mehrgenerationenhaus in der zweiten Runde

Ein wichtiger Baustein der Bildungsregion Weinheim steht stabil und wackelt nicht – zumindest für die nächsten drei Jahre. Das Mehrgenerationenhaus (MGH) in der Weinheimer Weststadt wird definitiv ins Förderprogramm des Bundesamtes für Familien und zivilgesellschaftliche Aufgaben aufgenommen. Die Aktivitäten werden ausgeweitet.

GrĂĽnes Licht fĂĽr das Fachmarktzentrum

OBI kann anrolle(r)n: Der Gemeinderat der Stadt Weinheim beschließt Ende April den Bebauungsplan für das Gelände des früheren Güterbahnhofs am südlichen Stadteingang zwischen Bahnschienen und B3. Damit steht der Umsetzung des dort geplanten Fachmarktzentrums nichts mehr im Wege. Im Sommer wird mit dem Bau begonnen, zum Jahreswechsel stehen die ersten beiden Fachmärkte im Rohbau. Allerdings hat es im August Diskussionen wegen Lärmbelastigungen im Umfeld der Baustelle gegeben.

Ein Plan gegen den Lärm

Die Stadt Weinheim will organisiert und unter Beachtung möglichst exakter Daten gegen steigende Lärmbelästigung in der Stadt vorgehen. Das Amt für Stadtentwicklungen nimmt die Arbeit an einem Lärmaktionsplan auf. Im Laufe des Jahres stellt sich heraus, dass der Bahnlärm das größte Problem ist. Gemeinsam mit der Bürgerinitiative „Schutz vor Bahnlärm“ drängt die Stadt beim Eisenbahnbundesamt und beim Verkehrsministerium auf Verbesserungen.

Die Männer der BĂĽrgerinitiative „Schutz vor Bahnlärm“ (v.l.n.r.): Joachim Körber, Peter Thunsdorff und Dr. Hans Irion.

Abbau von Schulden in Sicht

Die Finanzlage der Stadt Weinheim erholt sich spürbar. Die Entwicklung des aktuellen Haushaltsjahres verläuft erfreulich, wie die Kämmerei bereits im Halbjahresbericht mitteilen kann. Im Dezember kann OB Bernhard im Gemeinderat einen ausgeglichen Haushalt vorlegen. Ein zweistelliger Millionenbetrag kann der Allgemeinen Rücklage zugeführt werden. Die Kämmerei stellt in Aussicht, dass bei einer Fortsetzung der finanziellen Verbesserung in den nächsten Jahren ein Schuldenabbau gelingen kann.

Fußgängerzone kommt voran

Mit einem „Pflasterstein-Fest“ feiert die Stadt, das Stadt- und Tourismusmarketing und der Verein „Lebendiges Weinheim“ im Juli die Übergabe des zweiten Bauabschnittes der Fußgängerzone. Von der „Weinheim Galerie“ bis zum Windeckplatz ist jetzt alles mit rotem Naturstein ausgelegt. Die hochwertige Gestaltung wird überall gelobt. Im Frühjahr 2013 beginnt das Tiefbauamt mit dem letzten Abschnitt vom Windeckplatz bis zur Grabengasse – dann hat die Stadt in die Verschönerung ihrer Einkaufsmeile rund 1,5 Millionen Euro investiert.

Die neue Fußgängerzone, Foto: Stadt Weinheim

 

Weinheim ist Feuerwehr-Hochburg

Es ist ein großes Jahr der Weinheimer Feuerwehr: Weinheim liegt in diesem Jahr im Zentrum aller Feuerwehren im Rhein-Neckar-Kreis. Denn die Freiwillige Feuerwehr der Zweiburgenstadt – die größte im Kreis – feiert ihr 150-jähriges Bestehen und das 50-jährige Bestehen der Jugendfeuerwehr. Der zunächst feuerwehrinterne Auftakt ins große Jubiläumsjahr findet im März statt, weitere Gedenken und Veranstaltungen schließen sich an. Nichtsdestrotrotz fällt die Jubiläumswehr durch eine Reihe von spektakulären Einsätzen auf. Und nicht zuletzt werden die Feuerwehrsanitäter wegen ihres AED-Projektes bundesweit zur „Feuerwehr des Jahres“ nominiert.

Boardsport Weinheim macht von sich reden

Ein neuer Weinheimer Verein macht von sich reden: Boardsport Weinheim e.V.. Begleitet vom Stadtjugendring stellt sich der Skateboardverein vor und mischt sich in der Stadt ein. Engagiert wie die jungen Männer um Vorstand Marc Flößer sind, bewegen sie auch die Kommunalpolitik. Zum Ende des Jahres gibt es konkrete Pläne zum Bau einer Skateranlage an der Barbarabrücke.

Weinheim, die Facebook-Stadt

Weinheim sorgt wegen seiner engagierten Facebook-Aktivität für Aufsehen. Bei vergleichenden Rankings liegt die Stadt (mit aktuell fast 5500 Fans) unter den Großen Kreisstädten im Land ganz vorne, in der Metropolregion nach den Großstädten auf Rang vier, landesweit unter allen nicht-kommerziellen Seiten auf Rang 27. Die Freiwillige Feuerwehr belegt unter allen Feuerwehren im Land bei den Facebook-Aktivitäten Rang eins. Medienteams aus anderen Rathäusern holen sich Rat.

„Hildebrand’sche Mühle“ nimmt Gestalt an

Die Deutsche Denkmal-AG stellt erstmals ihre Pläne fĂĽr Modernes Wohnen auf dem Areal der „Hildebrandschen MĂĽhle“ vor. Vorgesehen sind schicke neue Stadthäuser in einem Ensemble mit der denkmalgerecht sanierten prachtvollen alten Unternehmervilla und dem rund hohen 50 Meter Siloturm, der ebenfalls mit neuen Loft-Wohnungen hergerichtet ist, dazu ein weitgehender Erhalt des alten Baumbestandes am OdenwaldflĂĽsschen Weschnitz – so stellt sich die Konzeption fĂĽr das moderne Wohnen an der „Hildebrand’schen MĂĽhle“ in Weinheim dar. Im Juni beginnen die Abrissarbeiten sowie die Sanierung der Villa, im Oktober werden die Pläne konkreter. Das Projekt liegt im Plan. In 2013 wird gebaut.

Zum Teil baufällig, aber im Kern erhaltenswert – die Hildebrand’sche MĂĽhle. Bild: Stadt Weinheim

DĂĽrreplatz als leuchtendes Beispiel

Seit „Stuttgart 21“ reden alle davon: Bürgerbeteiligung. Die Kommunen landauf und landab machen sich Gedanken, wie sie künftig ihre Bürger früh und qualifiziert in Entscheidungsprozesse einbinden können. Manche sind weiter als andere. Die Weinheimer Stadtverwaltung hat bereits neue Wege eingeschlagen, zum Beispiel bei der Gestaltung des Dürreplatzes vor der Weinheim Galerie. Dafür hat das Amt für Stadtentwicklung einen Ideenwettbewerb unter Bürgern organisiert und begleitet. Eine Beschreibung dieses Projektes wurde im Februar gewissermaßen als leuchtendes Beispiel mit einer Doppelseite in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift „Die Gemeinde“ veröffentlicht.

Eine „App“ für alle

Weinheim geht medial weiter voran: Zwei Agenturen haben für die Stadt einen mobile Internetdienst entwickelt. Bernhard Kück („puntodesign“) und Martin Nowak („gruenphase“) entwickeln für ihre Heimatstadt eine „Stadt-App“ und ergänzen das Medienangebot.

Ein Haus fĂĽr alles Soziale

Stadtseniorenrat besuchte die AWO und den Neubau der „Sozialen Dienste“. Foto: Stadt Weinheim.

 

Nicht nur optisch, auch inhaltlich setzt der Neubau der AWO-Rhein-Neckarauf dem Gelände des früheren Freudenberg-Fellspeichers im Stadtteil „Müll“ Maßstäbe. Im Neubau der „Sozialen Dienste“ bündelt die AWO ihre sämtlichen Angebote.

Weinheim – Mehr drin!

Der Verein „Lebendiges Weinheim“ bringt einen neuen Einkaufsführer heraus. Wieder einmal wird dokumentiert: In mehr als 200 Einzelhandelsgeschäften in der City sind viele Einkaufsmöglichkeiten geboten.

OB im freien Fall

Rund vier Millionen Euro investiert die Familie Steinhart im Spaß- und Erlebnisbad Miramar in eine neue spektakuläre Rutschenanlage, unter anderem steht dort jetzt die erste Looping-Rutsche Süddeutschlands. OB Heiner Bernhard traut sich als Erster – es ist der „freie Fall“ in die bunte Rutsche. Wenige Monate später ereignet sich ein Unfall, der durch einen Bedienungsfehler verursacht worden ist. Die Miramar-Betreiber reagieren mit mehr Kontrollen und technischen Verbesserungen.

OB Heiner Bernhard weiht die neue Rutsche des Miramars ein, Foto: Stadt Weinheim

Erster Spatenstich fĂĽr neuen Firmensitz

Die Firma WBI GmbH, ein fĂĽhrendes IngenieurbĂĽro fĂĽr die Planungen von Tunnelbauten, Staumauern und anderen GroĂźprojekten, zieht mit ihrer Unternehmenszentrale in den Technologiepark Weinheim. Im Juni ist erster Spatenstich.

GroĂźe Mehrheit fĂĽr die Kripo vor Ort vergebens

6000 Unterschriften eines Aktionsbündnis für eine „Kripo vor Ort“ helfen leider nicht. Bei einem Besuch in Weinheim teilt der neue Leitende Polizeidirektor Detlef Werner mit, dass die Weinheimer Kripo-Außenstelle nach der Polizeireform in Baden-Württemberg nicht zu halten ist. Die Kripoarbeit soll im Präsidium gebündelt werden.

Deutschlands erste „AMA“ steht in Weinheim

Sie ist die dritte ihrer Art und sie badet genüsslich im Weinheimer Schlossparkweiher unter den beiden Burgen. „AMA du Parc“ heißt die knapp zwei Meter große Bronzeskulptur, die im August von Oberbürgermeister Heiner Bernhard und der französischen Künstlerin Amaryllis Bataille enthüllt wird. Sie ist eine Spende des Weinheimer Unternehmers und Kunstliebhabers Thomas Noor.

Seismische Messungen

Die Firma Rhein Petroleum sorgt mit seismischen Messungen im südlichen Bereich ihres Lizenzgebiets „Weinheim“ für Aufsehen, weil ganze Straßenzüge verkabelt werden. Mit den Messungen soll herausgefunden werden, ob sich unter Weinheims Erde Ölvorkommen befinden und wie gut sich die Tiefe für Geothermie eignet.

Weinheim wird zur Fair-Trade-Town

Fairer Handel nun auch in Weinheim. Alle Rechte Transfair e.V.

Hartmut Sallge und Bettina Trilsbach von den Weltläden der Kirchen in Lützelsachen und der Weststadt setzen sich mit ihrer Idee durch, Weinheim zur „Fair-Trade-Town“ zu entwickeln. Der Gemeinderat fällt im September einen Grundsatzbeschluss, der sie unterstützt und bestätigt.

Mehr TagesmĂĽtter

Tagesmütter und Tagesväter, die qualifiziert Kleinkinder betreuen, bekommen in Weinheim jetzt einen erhöhten kommunalen Zuschuss. Die Zahl der Tagesmütter und Tagesväter steigt auch deshalb an – so wird auch Druck auf kommunale Betreuungseinrichtungen etwas gesenkt.

Abiturienten räumen auf

Nach zwei aus dem dem Ruder gelaufenen Abi-Feten im Schlosskeller, revanchieren sich die Abitur-Jahrgänge des Werner-Heisenberg-Gymnasiums und der Dietrich-Bonhoeffer-Schule, in dem sie Putzaktionen im Schlosspark und am Waidsee organisieren. Dafür bekommen sie großes Lob.

„Winfried“ – ein Freund Weinheims

Ministerpräsident Winfried Kretschmann kommt in die Weinheimer Stadthalle. Quelle: Winfried Kretschmann.

 

Winfried Kretschmann hat etwas dazugelernt. Die Bedeutung seines Vornamens kannte der baden-württembergische Ministerpräsident natürlich schon vorher. Winfried steht für „Freund des Friedens“. Aber dass er als erster „grüner“ Landeschef der Republik daher ein Namensvetter des Weinheim-Gründers und Franken „Wino“ ist, das ist dem Schwaben neu, als er beim Bürgergespräch im Mai in der Stadthalle ist. Er wird Weinheim schon deshalb nicht vergessen.

Hände reichen über alle Grenzen

Das badisch-hessische Doppeldorf Flockenbach war für einen Tag das Zentrum und das Symbol für die Metropolregion. Der Weinheimer Ortsteil Ober-Flockenbach und der Gorxheimer Ortsteil Unterflockenbach feiern grenzübergreifend mit Tausenden von Gästen das gemeinsame 1000-jährige Bestehen.

Weitere Strukturveränderungen im Rathaus

Die Stadtverwaltung setzt ihre Strukturveränderungen fort: Im Januar übernimmt der Rhein-Neckar-Kreis die Aufgaben der Jugendhilfe, wie in jeder anderen Kommune im Kreisgebiet. Landrat Dallinger ist am 11. Januar vor Ort, um die neuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter selbst zu begrüßen. In diesem Zusammenhang ist auch eine

tere Veränderung im November zu sehen: Die Erziehungsberatungsstelle wird künftig unter der Trägerschaft des Pilgerhauses arbeiten. Das frühere Weinheimer Amt für Jugend und Soziales übernimmt noch weitere Aufgaben des demografischen Wandels und nennt sich seit September: Amt für Jugend, Soziales, Familien und Senioren.

Menschen 2012

  • Karl Berg erhält die Ehrennadel der Stadt Weinheim fĂĽr vielfältiges bĂĽrgerschaftliches Engagement.
  • Hans Mazur, unter anderem Stadtrat und Vorsitzender des Stadtseniorenrates, erhält das Bundesverdienstkreuz.
  • Livia Bodzsar, 43-jährige Weinheimerin, vereitelte einen RaubĂĽberfall an der ALDI-Kasse. Sie wird von der Stadt und der Polizei geehrt.
  • Peter Lulay erhält die Ehrennadel der Stadt Weinheim fĂĽr sein bĂĽrgerschaftliches Engagement. Er war unter anderem 24 Jahre lang Vorsitzender des Obst- und Gartenbauvereins.
  • Die Spanierin Maria Guerrero Gallego ist die erste Preisträgerin des neuen Rolf-Engelbrecht-Preises fĂĽr ihr Engagement um die Integration in der Stadt.
  • Juliane Wasser ist die neue Gastronomie-Pächterin der Wachenburg. Im Mai soll nach einer Sanierung und technischen AufrĂĽstung Eröffnung sein.
  • Jugend-und Sozialamtsleiter Heiner Amann wird in den Ruhestand verabschiedet. Sein Nachfolger wird sein bisheriger Stellvertreter Claus Hofmann. Auch Dietmar Pfennigschmidt, der langjährige Leiter der Stadtbibliothek geht in Ruhestand.
  • Stella Kirgiane-Efremidis und Alexandros Efremidis bekommen das Bundesverdienstkreuz verliehen, unter anderem fĂĽr das viele Jahre veranstaltete Benefiz-Essen fĂĽr einen guten Zweck.
  • Christina EitenmĂĽller, langjährige Rektorin der Friedrich-Grundschule und GeschäftsfĂĽhrende Schulleiterin, wird nach 45 Jahren aus dem Schuldienst verabschiedet. Sie war eine Institution.

Anm. d. Red.: Roland Kern ist der Pressesprecher der Stadt Weinheim.

Nächste Stufe des "World Café"

Moderation ist „sinnvoll und gut“

Moderationsprozess zur Schulentwicklung in der Weststadt. Foto: Stadt Weinheim.

Weinheim, 15. Mai 2012. (red/pm) Schulentwicklung in der Weststadt wird von der Bevölkerung breit getragen – „Keine Verlierer“. Es soll weiterhin zwei Grundschulstandorte, aber nur eine Werkrealschule in der Weststadt geben.

Information der Stadt Weinheim:

„FĂĽr Margit Rechkemmer, Elternvertreterin an der Dietrich-Bonhoeffer-Schule, ist der Moderationsprozess zur Schulentwicklung in der Weststadt „sinnvoll und gut“. Gudrun Aisenbrey, die Schulleiterin, findet, „er stellt die Weichen und berĂĽcksichtigt, dass sich Lernen verändern kann“. Und Weinheims OberbĂĽrgermeister Heiner Bernhard nannte den Moderationsprozess nach der nächsten Stufe des „World Café“ am Samstag „besonders wertvoll“.

Gerade in den letzten Wochen nach den Diskussionen in den Schulen und den Parteien. „Da sind wirklich neue Ideen gekommen“, so der OB, der die rund 60 Teilnehmer der großen Runde im Rolf-Engelbrecht-Haus vor den Diskussionen begrüßte. Er nutzte die Gelegenheit, um sich bei den Teilnehmern des „World Café“ – Lehrer, Eltern, Kommunalpolitiker sowie weitere Betroffene und Interessierte – für das hohe bürgerschaftliche Engagement zu bedanken. Damit sei man im Moderationsprozess „in nahezu allen Punkten entscheidend weitergekommen“, betonte der OB.

Nach vier Stunden Gruppenarbeit an der besten Lösung bestätigte das „World Cafe“ die Szenarien, die auch schon die Konzeptgruppe vor drei Wochen priorisiert hatte. Diese sehen vor, dass es in der Weststadt nach wie vor zwei Grundschulstandorte geben wird: Einer, wie bislang, am Dietrich-Bonhoeffer-Schulverbund und der zweite in einem Komplex mit einem neuen Rolf-Engelbrecht-Haus und dem Schülerhort am Stadion – dieser zweite Standort soll die heutige Albert-Schweitzer-Schule ersetzen, deren Sanierung technisch und wirtschaftlich nicht darstellbar ist und abgerissen werden soll.

Die Variante nur eines einzigen Grundschulstandorts wurde bislang in allen Runden verworfen; eine solche Grundschule wäre zu groß und unübersichtlich, die Schulwege auch zu weit.

Anders wurde die Entwicklung bei den Werkrealschulen diskutiert, wo sich die Beteiligten einig sind, dass künftig ein Standort an der DBS ausreichen wird. Die Integration, das gemeinsame Lernen und das Vermeiden einer Stigmatisierung sei im Schulverbund besser möglich, hieß es.

Allerdings legte man Wert darauf, dass die Karrillonschule sehr behutsam in die DBS aufgenommen werden sollte. Dr. Susanne Felger, Leiterin des Kommunalen Übergangsmanagementes Schule- Beruf, sprach davon, „dass man die Schätze beider Schulen erhalten muss“.

OB Bernhard versprach, „die Wege so sanft es geht abzufedern“. Für den Rathauschef mit seiner bekannten Affinität zu Bildungsangelegenheiten steht fest: Wir müssen unbedingt darauf achten, dass sich hinterher keiner als Verlierer fühlt.“

Einig war man sich in der großen Runde, die wieder von Marc Pfeiffer moderiert wurde, dass die Johann-Sebastian-Bach-Förderschule ebenfalls sehr gut in ein neues Kultur- und Bildungszentrum mit Schülerhort am Stadion integriert werden könnte. Wichtiger positiver Nebeneffekt: Dadurch könnte die Stadt als Schulträger und Bauherr neben dem Areal der Albert-Schweitzer-Schule ein weiteres Gelände zur Wohnbebauung umwandeln und damit Einnahmen erlösen, um den Neubau zu stemmen.

Durch den Wegfall von zwei Schulgebäuden seien auĂźerdem deutliche Einsparungen bei der Gebäudeunterhaltung möglich. Im Juni soll sich jetzt ein „Konzepttreffen“ mit den nun konkreteren Vorschlägen befassen, kurz darauf werden Mitglieder des Gemeinderates in einem Kompakt-Workshop mit dem aktuellen Sachstand befasst, das Gesamtgremium soll im September eine Entscheidung treffen. OB Bernhard betonte, dass er eine rasche Realisierung fĂĽr sinnvoll hält. Die Planungen könnten schon im Haushalt 2013 dargestellt werden.“

Moderationsprozess „Schulentwicklung Weststadt“

Im „World Café“ geht’s weiter

Weinheim, 10. Mai 2012. (red/pm) Moderationsprozess „Schulentwicklung Weststadt“ wird am kommenden Samstag, 12. Mai 2012, offen diskutiert. Neu-Einsteiger sind willkommen.

Information der Stadt Weinheim:

„Die Schulentwicklung Weststadt nimmt nun konkretere Formen an – und soll nochmal möglichst offen und transparent diskutiert werden.

Die Möglichkeit zur Diskussion besteht beim nächsten so genannten „World Café“. Dieses öffentliche Forum wird am Samstag, 12. Mai 2012, im Rolf-Engelbrecht-Haus stattfinden.

Moderator Marc Pfeiffer, die Vertreter der Rathaus-Fachämter und die Akteure der Konzeptgruppe, die neulich Prioritätenvorschläge erarbeitet hat, wünschen sich dabei eine rege Beteiligung aus der Bevölkerung.

Das „World Café“ wird an einem Samstag von 10 Uhr bis 14 Uhr angeboten werden; es können sich auch Personen anmelden (s. Info), die bislang im Moderationsprozess „Schulentwicklung Weststadt“ noch nicht aktiv waren.

In einem Treffen der Konzeptgruppe im Verlauf des Moderationsprozesses wurden neulich von 16 möglichen Szenarien sechs priorisiert. Daraus geht hervor, wie die Schullandschaft in der Weststadt künftig aussehen könnte.

Die „Konzeptgruppe“, die aus einem ersten „World Café“ Ende letzten Jahres hervorgegangen ist, setzte sich überwiegend aus Vertretern der betroffenen Schulen, Elternvertretern, der Gemeinderatsfraktionen und Schulleitungen zusammen. Im „World Café“ kann nun jeder mitreden.

Wie lauten bislang die Vorschläge der „Konzeptgruppe“? Am deutlichsten kristallisierte sich das Szenario heraus, bei dem es auch künftig in der Weststadt zwei Grundschulgebäude
geben soll.

Ein Neubau (anstelle der heutigen Albert-Schweitzer-Schule) in Kombination mit einem neuen oder umfassend sanierten Rolf-Engelbrecht-Haus als Schul- und Kulturzentrum mit der Johann-Sebastian-Bach-Förderschule. Hohe Zustimmung fand dieses Szenario auch ohne Anbindung der Johann-Sebastian.-Bach-Schule.

Nach wie vor halten die Mitglieder der Konzept-Gruppe die Förderschule für eine sehr gute Ergänzung innerhalb der Schullandschaft Weinheims; der Dietrich-Bonhoeffer-Schulverbund wäre dann nach wie vor der zweite Grundschulstandort.

Denkbar wäre aber auch die Variante eines einzigen Grundschulgebäudes für alle Grundschüler der Weststadt in Kombination mit dem Rolf-Engelbrecht-Haus.

Was die Werkrealschulen angeht, hält die Konzeptgruppe künftig eine Werkrealschule am Standort der DBS für sinnvoll und ausreichend.

Eine weitere Variante, nach der zusätzlich die Karrillon-Schule weiter bestehen bleibt, dort frei werdende Räume aber eine andere Verwendung finden, wurde nicht verworfen, fand aber in der „Konzeptgruppe“ keine breite Mehrheit.

So soll auch dieses Szenario im „World Café“ am Samstag nochmal auf den Tisch. Sämtliche Szenarien und Dokumente zum Verlauf des Moderationsprozesses stehen auch auf www.weinheim.de zur Ansicht und zum Download zur Verfügung.

Info: „World Café“ im Moderationsprozess „Schulentwicklung Weststadt“ am Samstag, 12. Mai 2012, 10:00 Uhr bis circa 14:00 Uhr, im Rolf-Engelbrecht-Haus. Auch neue Teilnehmer sind herzlich eingeladen. Anmeldungen sind noch bis zum 10. Mai per E-Mail: f.goduti@weinheim.de oder h.buerner@weinheim.de, Fax: 06201- 2 516 möglich.

Nächstes Treffen am 12. Mai

Moderationsprozess „Schulentwicklung Weststadt“ priorisiert sechs Szenarien

Weinheim, 25. April 2012. (red/pm) Die Konzeptgruppe „Schulentwicklung Weststadt“ hat aus sechzehn möglichen Szenarien sechs priorisiert. Diese sechs Szenarien sollen nun beim nächsten „World CafĂ©“ mit einer möglichst groĂźen Zahl an BĂĽrgerinnen und BĂĽrgern diskutiert werden. Das „World Café“ findet am Samstag, 12. Mai von 10:00 Uhr bis 14:00 Uhr im Rolf-Engelbrecht-Haus statt.

Information der Stadt Weinheim:

„Die Schulentwicklung Weststadt nimmt nun konkretere Formen an.

In einem weiteren Treffen der Konzeptgruppe im Verlauf des Moderationsprozesses wurden jetzt von 16 möglichen Szenarien sechs priorisiert. Daraus geht hervor, wie die Schullandschaft in der Weststadt künftig aussehen könnte.

Die „Konzeptgruppe“, die aus einem ersten „World Café“ Ende letzten Jahres hervorgegangen ist, setzt sich überwiegend aus den Vertretern der betroffenen Schulen, Elternvertretern, der Gemeinderatsfraktionen und Schulleitungen zusammen.

„Mit diesen sechs Szenarien wird die Konzept-Gruppe nun in die breite Diskussion mit der Bevölkerung eintreten“, erläuterte Marc Pfeiffer, Moderator des partizipativen Schulentwicklungsprozess das Votum aus der Konzeptgruppe.

Die Möglichkeit zur Diskussion besteht beim nächsten World Café. Dieses öffentliche Forum wird am Samstag, 12. Mai im Rolf-Engelbrecht-Haus stattfinden. Pfeiffer, die Vertreter der Rathaus-Fachämter und die Akteure der Konzeptgruppe wünschen sich dabei eine rege Beteiligung aus der Bevölkerung.

Das „World Café“ wird an einem Samstag von 10 Uhr bis 14 Uhr angeboten werden; es können sich auch Personen anmelden (s. „Info“), die bislang im Moderationsprozess „Schulentwicklung Weststadt“ noch nicht aktiv waren.

Bis zum nächsten Treffen der „Konzeptgruppe“ sollen die in die engere Wahl gekommenen Szenarien mit ersten Kostenschätzungen hinterlegt werden, sicherten die Vertreter der Stadtverwaltung zu.

Wie lauten die Vorschläge der „Konzeptgruppe“? Am deutlichsten kristallisierte sich das Szenario heraus, bei dem es auch künftig in der Weststadt zwei Grundschulgebäude geben soll.

Ein Neubau (anstelle der heutigen Albert-Schweitzer-Schule) in Kombination mit einem neuen oder umfassend sanierten Rolf-Engelbrecht-Haus als Schul- und Kulturzentrum mit der Johann-Sebastian-Bach-Förderschule. Hohe Zustimmung fand dieses Szenario auch ohne Anbindung der Johann-Sebastian-Bach-Schule.

Nach wie vor halten die Mitglieder der Konzept-Gruppe die Förderschule für eine sehr gute Ergänzung innerhalb der Schullandschaft Weinheims; Der Dietrich-Bonhoeffer-Schulverbund wäre dann nach wie vor der zweite Grundschulstandort.

Denkbar wäre aber auch die Variante eines einzigen Grundschulgebäudes für alle Grundschüler der Weststadt in Kombination mit dem Rolf-Engelbrecht-Haus.

Was die Werkrealschulen angeht, hält die Konzeptgruppe künftig eine Werkrealschule am Standort der DBS für sinnvoll und ausreichend.

Eine weitere Variante, nach der zusätzlich die Karrillon-Schule weiter bestehen bleibt, dort frei werdende Räume aber eine andere Verwendung finden, wurde nicht verworfen, fand aber in der „Konzeptgruppe“ keine breite Mehrheit. So soll auch dieses Szenario im „World Café“ nochmal auf den Tisch.

Vor dem neuerlichen „Konzepttreffen“ hatten die Vertreter der betroffenen Weststadt-Schulen alle vorher als möglich erachteten Varianten in ihren Gremien diskutiert und in SWOT-Analysen die Stärken und Schwächen der Szenarien analysiert.

Nach dem „World Café“ am 12. Mai und im Vorfeld der Gemeinderatsentscheidung werden die ausgewählten Szenarien nun weiter konkretisiert. Eine Gemeinderatsentscheidung ist für Herbst vorgesehen.

Info:

„World Café“ im Moderationsprozess „Schulentwicklung Weststadt“ am Samstag, 12. Mai, 10 Uhr bis circa 14 Uhr, im Rolf-Engelbrecht-Haus.

Auch neue Teilnehmer sind herzlich eingeladen.

Anmeldungen sind bis zum 5. Mai per E-Mail: f.goduti@weinheim.de oder h.buerner@weinheim.de, Fax: 06201-82 516.

Der Moderationsprozess „Schulentwicklung Weststadt“ wird sich auch im Rahmen des Weststadtfestes am Samstag, 16. Juni der Ă–ffentlichkeit vorstellen.“

Tag der offenen TĂĽr an der Karrillon-Schule

Eine Schule in Bewegung

Tag der offenen TĂĽr in der Karrillon-Schule. Foto: Stadt Weinheim.

Weinheim, 29. März 2012. (red/pm) Karrillon-Schule verzeichnete groĂźes Interesse am Tag der offenen TĂĽr – Abschluss einer erfolgreichen Kreativaktion .

Information der Stadt Weinheim:

„Viel Kreatives zu sehen gab es jetzt in der Karrillon-Werkrealschule Weinheim. Nach drei Projekttagen zum Thema „Bewegung“ öffnete die Schule ihre Räumlichkeiten zum „Tag der offenen TĂĽr“. Da konnte dann eine erstaunte Besucherschar begutachten, was SchĂĽlerinnen und SchĂĽler mit ihren Lehrkräften zusammen buchstäblich auf die Beine gestellt hatten.

Geführt wurden die Besucher von den „school-guides“ der 5. Klasse. Schon im unteren Foyer schmückte die großen Fenster eine überaus lebendig gestaltete „Move-Parade“; Sechstklässler ließen sich von der Bewegung in van Goghs Bildern inspirieren oder interpretierten Dalis fließende Zeit neu mit eindrucksvollen Plastiken.

Lebensgroße Gliederpuppen in Holz und Papier wurden genauso in Bewegung gesetzt wie bunte Windmühlen. Großformatige Bilder zeigten die unterschiedlichsten Beine in Bewegung und die Salamandertruppe aus Pappe, die über den Flur zog, eroberte sogar die Wände.

Auch für die Unterhaltung der Gäste wurde in vielfältiger Weise gesorgt: Die Schulband und zwei junge Rapper begeisterten gleichermaßen, wie die hauseigene Tanz-AG der Karrillonschule und eine Schülergruppe mit ihrer Akrobatik-Show. Auch gastierte eine türkische Folkloretanzgruppe unter Leitung von Halice Yüksel (Elternbegleiterin an der Karrillon WRS) und erhielt viel Applaus.

In den unteren Räumen wurde das Märchen von den Mannheimer Popstarts, in Anlehnung an die Bremer Stadtmusikanten, als Schattenspiel aufgeführt.

Wer schon an Ostern denken wollte, konnte selbst kreativ werden und sich im Technikraum einen eigenen Osterhasen aus Holz basteln. Im hauseigenen Chemielabor luden vorbereitete Experimente zum Forschen und Staunen ein. Schüler-Reporter der 9. Klassen dokumentierten die Ergebnisse, als Videoclips und erstellten eigens hierzu eine Schülerzeitung. Weil so viel Programm auch hungrig und durstig macht, hatte die SMV (Schülerfachschaft) die Verköstigung der Gäste mit selbstgebackenen Kuchen und Waffeln übernommen.

Schulleiterin Susanne Amler zog eine rundum positive Bilanz der Aktion und war voll des Lobes fĂĽr die Ergebnisse SchĂĽlerinnen und SchĂĽler und das enorme Engagement des Kollegiums und der Musikschule als Kooperationspartner. Wieder einmal hatte die Karrillon WRS ihr kreatives Potential unter Beweis gestellt, dass man gerne jederzeit, auf der Ariane Schindler, gestalteten Homepage (unter www.karrillon-schule-weinheim.de) anschauen und nachlesen kann.“

Lehrerfortbildung mit der Polizei

Soziales Miteinander an der Schule

Rollenspiel. Foto: Stadt Weinheim.

Weinheim, 27. Februar 2012. (red/pm) „Somi“ im Profil der Karrillon-Schule verankert – Lehrerfortbildung mit der Polizei.

Information der Stadt Weinheim:

„Somi“ – so heißt der neue Baustein im Schulprofil der Weinheimer Karrillon-Werkrealschule. „Somi“- das steht für „Soziales Miteinander“. Kürzlich hat die Gesamtlehrer-Konferenz der Schule einen einstimmigen Beschluss gefasst, „Somi-Tage“ fest im Profil zu verankern. Das hat jetzt Schulleiterin Susanne Amler mitgeteilt.

Sie begrüße diesen Entschluss audrücklich. „Die Förderung der sozial-emotionalen Fähigkeiten und eine positive und sichere Lernumgebung tragen nicht nur zu einer verbesserten Schulkultur, sondern auch zu verbesserten Schulleistungen selbst bei“, so die Erfahrung des Kollegiums.

Wichtig ist der Schulleiterin dabei eine systematische Kooperation mit Partnern im Schulumfeld am Schulstandort Weinheim. Deshalb war jetzt in einem ersten Schritt Jürgen Haust, der Jugendsachbearbeiter der Polizei Weinheim, zu einer internen Lehrerfortbildung in der Schule. Aktuelles Thema: „Mobbing und Gewaltprävention“.

Von der Gewaltprävention zur Ressourcenstärkung

Jürgen Haust arbeitet seit Jahren eng mit der Schulleitung und dem Kollegium der Karrillon-Schule zusammen. Sein Ziel lautet: Von der Gewaltprävention zur Ressourcenstärkung zu gelangen. Er informierte ganz allgemein über die Hintergründe von Jugendkriminalität und die Möglichkeiten der Lehrer, dagegen vorzugehen.

Susanne Amler bedankte sich bei dem erfahrenen Polizisten „für seinen unermüdlichen Einsatz im Sinne der guten Sache“ und verwies auf weitere Projekte im Kontext des „Somi“. Zum Beispiel werde das Kollegium am Pädagogischen Tag eine Anti-Aggressionsschulung vornehmen.

Die beiden Lehrerinnen Jeanette Bothe und Isabel Goßmann seien indessen mit einer Konzeptentwicklung beschäftigt und bilden sich im Bereich des Sozialkompetenztraining fort, auch um intensivere Zusammenarbeit und Unterstützung der Eltern zu gestalten.

„Somi“ bedeute für die Schüler zum Beispiel eine Ausbildung der sozialen Verantwortung, eine Unterstützung der Selbstwertentwicklung, der sozialen Kompetenzen und der Selbstregulationsfähigkeiten, eine Verbesserung des sozialen Klimas und des Klassenklimas sowie den Aufbau einer positiven Konfliktstruktur, die Sicherheit schafft und so eine Chance für die Schüler darstellt, weder als Opfer noch als Täter ein bestimmtes Problemverhalten zu verfestigen.

„Es freut mich“, so Susanne Amler, „im Kollegium eine Aufbruchstimmung zu spüren.“

Moderationsprozess „Schulentwicklung Weststadt“ geht in die nächste Phase

Wie sehen die Schulen aus?

Der Moderationsprozess geht weiter: Schulbegehung. Foto: Stadt Weinheim.

Weinheim, 18. Januar 2012 (red/pm) Der baulich-technische Zustand der Weinheimer Weststadt-Schulen war jetzt auf dem PrĂĽfstand. Weinheimer Kommunalpolitiker und Teilnehmer des Moderationsprozesses inspizierten die Weststadt-Schulen.

Information der Stadt Weinheim:

„Sie drĂĽckten alle mal wieder die Schulbank – in diesem Fall teilweise sogar im wahrsten Sinne des Wortes. Der baulich-technische Zustand der Weinheimer Weststadt-Schulen war jetzt auf dem PrĂĽfstand, als der Moderationsprozess „Schulentwicklung Weststadt“ in die nächste Phase ging. Weinheimer Kommunalpolitiker und Teilnehmer des Moderationsprozesses hatten die Gelegenheiten, die Weststadt-Schulen zu inspizieren.

Damit ist die Moderation nach den ersten Kompakt-Workhops und einem groß angelegten „World Café“ in die nächste Runde gegangen.

Die Johann-Sebastian-Bach-Förderschule, die Karrrillon-Werkrealschule, die Albert-Schweitzer-Schule und die Dietrich-Bonhoeffer-Schule werden nun nach Raumangebot und Zustand bewertet, um eine mögliche Rolle in der Schulentwicklung einordnen zu können. Wo ist Platz frei? Wo fehlt welcher? Wo liegt Sanierungsbedarf, was hat Bestand?

Solche Fragen seien für eine Analyse der Situation und weitere Überlegungen wichtig, betonte Marc Pfeiffer, der den Moderationsprozess leitet. In der Karrillon-Schule zum Beispiel waren die Besucher sichtlich überrascht vom überaus großzügigen Raumangebot und von einigen baulichen Verbesserungen in den letzten Jahren. „Eine voll intakte Schule“, so der Eindruck.

Einbezogen wird aber auch das Rolf-Engelbrecht-Haus als Veranstaltungsstätte für Kulturtreibende und Vereine in der Weststadt. Denn immer öfter wird in der Diskussion die Idee von Oberbürgermeister Heiner Bernhard aufgegriffen, nach der nach einem Anbau einer Schule am Rolf-Engelbrecht-Haus ein Kultur- und Bildungszentrum entstehen könnte. Auch das Rolf-Engelbrecht-Haus ist dringend sanierungsbedürftig.

Die neuen Erkenntnisse aus den Vor-Ort-Terminen sollen zunächst in einem Konzepttreffen am Freitag, 10. Februar, vorgetragen werden. Dann sollen verschiedene räumliche Varianten als Szenarien entwickelt werden, die wiederum in Kompakt-Workshops des Gemeinderates aufgegriffen werden. Im Mai oder Juni soll dann erneut ein „World Café“ zusammentreten, um konkrete Vorschläge an der Gemeinderat vorzubereiten.“

Der WUB hilft in den Beruf: Die 16-Jährige lernt Medizinische Fachangestellte in der Augenklinik Weinheim

Alle haben ein Auge auf Aylin

Weinheim, 23. Dezember 2011. (red/pm) Heute und in den nächsten Wochen veröffentlichen wir Erfolgsgeschichten von Jugendlichen, die durch den Weinheimer Unterstützerkreis Berufsstart (WUB) in den Beruf vermittelt werden konnten. Die Serie beginnt mit der 16-jährigen Aylin.

Von Roland Kern:

Aylin macht ihren Weg in der Weinheimer Augenklinik. Foto: Stadt Weinheim.

Beim Rundgang durch die Augenklinik Weinheim im Sparkassen-Atrium kann man nur erahnen, welche verantwortungsvolle tägliche Arbeit hier geleistet werden muss, sowohl vom Ärzteteam als auch vom 16-köpfigen medizinischen Fachkräftepersonal. Hinzu kommt der nicht geringe Anspruch von Patienten, ihre Sehkraft erhalten oder diese verbessern zu wollen. Häufig kann dies nur operativ geschehen und dazu gehören eine Vielzahl teurer chirurgischer Geräte, die alle fehlerfrei bedient werden müssen.

Kann in diesem extrem anspruchsvollen beruflichen Umfeld eine ehemalige Haupt- und Werkrealschulabsolventin bestehen? Kann sie sich wohlfühlen und ihre berufliche Perspektive erkunden? Ja – sie kann, wie man am Beispiel von Aylin sehen kann. Im August 2011 hat sie in der Weinheimer Augenklinik einen Ausbildungsplatz als medizinische Fachangestellte erhalten hat. Und die Klinikchefs Priv.-Doz. Dr. Wolfgang Wetzel, Dr. Gabriele Lindemann und Dr. Cordula Wetzel sind sogar jetzt schon voll des Lobes über ihre erst 16-jährige Auszubildende.

Aylin ist in Bulgarien geboren und besuchte dort zuletzt das Gymnasium, ehe sie mit ihren Eltern vor vier Jahren nach Deutschland kam. Ihre fehlenden Deutsch-Sprachkenntnisse waren der Grund, dass sie hier nicht ebenso in ein Gymnasium eingeschult werden konnte. Aber für Aylin und ihre Eltern war dies kein Grund zur Resignation, sondern sie handelten und nutzten die äußerst wirkungsvolle Weinheimer Bildungskette: die Mutter arbeitete als Putzfrau in einer Familie, die wiederum die Karrillon-Haupt- und Werkrealschule empfahl.

Dort waren die Fördervoraussetzungen optimal. Als KÜM-Pilotschule und Modellschule für das Jugendbegleiterprogramm bot diese Schule alle Voraussetzungen für individuelle schulische Hilfen. Ab sofort hatten alle ein Auge auf Aylin.

Klassenlehrer Kai Pichner half ihr auch außerhalb des Unterrichts und machte ihr Mut, VKL-Lehrerin Elke Trabold erzielte in kürzester Zeit sprachliche Fortschritte, KÜM-Lotsin Judith Iwanowitsch und WUB-Beauftragte Uschi Heil halfen bei Bewerbungen und führten Berufseignungstest durch. Aylin selbst besuchte Volkshochschulsprachkurse und nahm privaten Nachhilfeunterricht (übrigens noch heute), ihre Eltern standen bei allem hinter ihr und taten ihr Bestes. So absolvierte die Jugendliche, die es „liebt, mit Menschen zu arbeiten“, ein Praktikum im Kindergarten Kuhweid, in einem Schmuckgeschäft und im Restaurant „Beim Alex“ und freiwillig in den Sommerferien ein zweitägiges Praktikum bei Dr. Wetzel in der Augenklinik.

Praxismanagerin Gertraud Heiermann erkannte das junge Talent und nahm es unter ihre Fittiche. Aylin zeigt permanent Fleiß und Neugierde, Voraussetzungen für das Bestehen in einem äußerst anspruchsvollen Beruf. Das ganze Praxisteam ist Stütze für Aylin. Das Weinheimer Unterstützernetzwerk hat erfolgreich gearbeitet – Aylin wird ihren Weg gehen!

Der WUB, der Weinheimer Unterstützerkreis Berufsstart, sucht weitere Paten mit unterschiedlicher Berufserfahrung für die Betreuung Jugendlicher auf dem Weg in den Beruf. Kontakt über Job Central, Sabine Beckenbach, Telefon 06201-379299 oder den WUB, Prof. Dr. Hans-Jörg Weitbrecht, Telefon 06201-961076. E-Mail: wub@me.com.

Anmerkung der Redaktion: Roland Kern ist Journalist und Pressesprecher der Stadt Weinheim.

In der Karrillonschule ziehen Eltern und Lehrer an einem Strang – Gemeinsame Unterstützung des Schulprofils

„Elternbeirat bekennt Farbe“

Eltern der Karrillon-Schule beim Streichen eines Klassenzimmers.

Guten Tag!

Weinheim, 12. Dezember 2011. (red/pm) Elternbeirat und Eltern unterstützen die Entwicklung der Karrillonschule tatkräftig und trafen sich um ein weiteres Klassenzimmer zu streichen.

Information der Karrillon-Schule :

„Bereits zum zweiten Mal haben die Vertreter des Elternbeirats in einem abendlichen Arbeitseinsatz die Entwicklung der Karrillonschule auf dem Weg zu einem neuen Schulprofil unterstĂĽtzt. Ein neues Raumkonzept, das ein motivierendes, lernförderliches Arbeitsklima mit sich bringt, sei die Grundlage fĂĽr weitere Schritte zur Umsetzung des neuen Profils, betonte Schulleiterin Susanne Amler.

Elternbeiratsvorsitzender Yakup Özasik und seine Stellvertreterin Hediye Saglam unterstützten spontan die Schulleiterin in ihren Bemühungen und trafen sich mit weiteren Eltern, um in der Schule ein weiteres Klassenzimmer zu streichen. Es ist nun ein Ort der religiösen Begegnungen. Die weitere Gestaltung  umfasst folgende Räume: Einen Sozialkompetenz- und Antiaggressionsraum, ein SMV-Bistro, einen Tanz- und Bewegungsraum und ein Elternsprechzimmer.

Damit seien Rahmenbedingungen geschaffen, in denen bei den Schülern eine Persönlichkeitsentwicklung stattfinden und soziale Verantwortung wachsen könne. Yakup Özasik und Schulleiterin Amler bedankten sich nach getaner Arbeit bei den teilnehmenden Eltern Clarissa Goduti, sowie Emma und Jürgen Heyne für ihr außerordentliches Engagement. Özasik versicherte, dass die Eltern gerne neue Entwicklungen unterstützen, da ihnen für ihre Kinder das familiäre Umfeld der Karrillonschule äußerst förderlich erscheint.

„Ich darf hier fĂĽr alle Eltern sprechen und sagen, dass wir, wenn es um den Erhalt und die Umsetzung des Schulkonzepts der Karrillonschule geht, Farbe bekennen und so Neuerungen im Schulprofil unterstĂĽtzen“, so der Elternsprecher.“

Einen schönen Tag wünscht
Das weinheimblog

„Kein Grund hoffnungslos zu sein“


Guten Tag!

Rhein-Neckar/Weinheim, 27. Oktober 2011. (red/pm) Ăśbergangsmanagement gibt gute Beispiele fĂĽr erfolgreiche Berufswege von WerkrealschĂĽlern.

Information der Stadt Weinheim:

Das Projekt „Azubis informieren SchülerInnen“.

„Die meisten Lebenswege fĂĽhren nicht geradeaus. Sabrina Kadel zum Beispiel lieĂź sich nach ihrem Abschluss an der Werkrealschule ĂĽberreden, eine Ausbildung als Zahnarzthelferin anzutreten. Aber schon nach ein paar Monaten spĂĽrte sie: „Das ist nichts fĂĽr mich.“ Sie hat nochmal von vorne angefangen und ist heute im zweiten Lehrjahr zur Restaurantfachfrau im feinen „Hutter im Schloss“. „Ich will nie mehr etwas anderes machen“, sagt sie.

Oder Kerim Arici, ehemaliger Hauptschüler der Karrillon-Schule und BVJ-Absolvent der Hans-Freudenberg-Schule. „Früher wollte ich nie etwas arbeiten“, erzählt er. Dann wurde er vom Weinheimer Unterstützerkreis Berufsstart an der Hand gepackt. Bei einem Kletterkurs fiel den Männern vom WUB auf, dass der drahtige Türke absolut schwindelfrei ist. Ob er nicht Dachdecker werden wolle, fragten sie und vermittelten gleich einen Praktikumsplatz. Mittlerweile ist Kerim bei der Firma Schilling im zweiten Lehrjahr beschäftigt, verdient Geld, um damit in Urlaub zu reisen und hat sogar schon die Zusage für eine Übernahme als Geselle. „Die finden mich dort gut“, strahlte er jetzt in mehr als 20 neugierige Gesichter in der Karrillon-Werkrealschule.

Schon zum dritten Mal an einer Weinheimer Haupt- und Werkrealschule setzte das Kommunale Übergangsmanagement Schule-Beruf Weinheim das dort entwickelte Projekt „Azubis informieren SchülerInnen“ um. Dieses hat sich so gut bewährt, dass es im nächsten Jahr als Regelangebot von „Job Central“ übernommen wird: Jeweils drei mittlerweile im Berufsleben gefestigte Jugendliche mit einer Schullaufbahn an Haupt- oder Werkrealschule, berichten in Schulklassen. „Das sind Gespräche auf Augenhöhe“, hat Sabine Perlick beobachtet, die für das Übergangsmanagement das das Projekt koordiniert. Die jungen „Azubis“ können stets authentisch und glaubhaft ihren Weg schildern und den Schülern Mut machen.

„Es gibt überhaupt keinen Grund, hoffnungslos zu sein“, findet auch Susanne Amler, die Rektorin der Karrillon-Schule, die das Projekt ebenso begleitete wie die beiden Lehrerinnen der neunten Klassen, Jeanette Bode und Elfriede Brönner-Werner und Judith Iwanowitsch, sie arbeitet für Job Central als KÜM-Lotsin an der Karrillon-Schule.

„Es ist einfach ein gutes Gefühl, selbstständig zu sein und eigenes Geld zu verdienen“, bestätigte Kerim Arici. Allesamt berichteten von sorgfältiger und geduldiger Ausbildungsarbeit in den Betrieben. „Mein Chef Jan Hutter“, erzählt die angehende Restaurantfachfrau Sabrina Kadel, „setzt sich nach Feierabend mit mir hin und hilft mir beim Lernen für die Berufsschule“. Höfliches Auftreten, Interesse und Verlässlichkeit seien oft sogar wichtiger als gute Noten. „Mit einer Drei könnt-€™ Ihr schon was anfangen“, so der Insider-Tipp. Praktika seien auf dem Weg zur Lehrstelle wichtig, empfahlen sie.

Nurcan Bas, ehemalige Karrillon-Schülerin, ist so direkt zur Lehrstelle gelangt. Im Marktkauf kam die gepflegt aussehende 17-Jährige gleich gut an und wurde nach zwei Wochen Praktikum übernommen. „Es ist sehr abwechslungsreich und macht viel Spaß“, berichtete sie jetzt und hatte jedem Schüler mit den besten Grüßen vom Arbeitsplatz eine Frühstückstüte mitgebracht. Auch Nurcan wird ihren Weg machen. Wie möglichst viele der heutigen Neuntklässler auch. Sabrina Kadel brachte es am Ende dieser besonderen Schulstunde auf den Punkt: „Jetzt liegt es an Euch.“

Einen schönen Tag wünscht
Das weinheimblog