Freitag, 23. August 2019

Stadt und Rotes Kreuz ehrten verdiente mehrfache Blutspender

„Wir brauchen Menschen wie Sie“

„Ihre Bereitschaft war und ist lebenswichtig“, ehrt der Oberbürgermeister Heiner Bernhard die Blutspender

 

Weinheim, 21. November 2012. (red/pm) „Sie sind Vorbild und Beispiel zugleich.“ Mit diesem Lob, Urkunden und Ehrennadeln hat hat Weinheims Oberbürgermeister Heiner Bernhard im Rathaus eine Reihe von mehrfachen Blutspendern geehrt. „Sie sollen ganz offiziell bescheinigt bekommen, dass unsere Gemeinschaft Menschen wie Sie braucht, ganz dringend braucht“, erklärte der OB, der die Ehrung gemeinsam mit Christiane Springer und Robin Stockmann vom örtlichen Deutschen Roten Kreuz vornahm.

Information der Stadt Weinheim:

„Bei den Spendern waren auch wieder einige Männer, die weit überdurchschnittlich oft ihren Lebenssaft weitergegeben haben. Zum Beispiel Franz Riecker, der sage und schreibe 200 Mal Blutplasma gespendet hat. Rolf Zschippig kam nach 50 Jahren Blutspenden nun auf erstaunliche 100 Gelegenheiten, mit seinem Blut anderer Menschen Leben zu retten. Als junger Mann von 22 Jahren hielt der gelernte Schriftsetzer zum ersten Mal den Arm hin. Mit jetzt 72 Jahren hat Rolf Zschippig allerdings eine Altersgrenze erreicht. Er würde ansonsten noch weiterspenden. „Es macht mir nichts aus und anderen hilft es“, so seine scheinbar lapidare Erklärung.

„Sie können sicher sein, dass Sie mit Ihren Einsätzen in Sachen Nächstenliebe unschätzbare Dienste geleistet haben. Sie dürfen stolz darauf sein. Ihre Bereitschaft war und ist lebenswichtig“, bescheinigte Heiner Bernhard. Er wünschte sich, das vorbildliche Bürgerverhalten werde möglichst viele Menschen dazu ermuntern, „für das Gemeinwohl ein wenig Blut zu lassen“. Die Nachfrage nach rettenden Blutkonserven übersteige das Angebot immer noch bei Weitem. Der OB nutzte den Anlass, um für die Beschäftigung mit dem Thema Organspende zu werben. Er berichtete, dass nach langem Ringen im Bundestag ein Konsens gefunden wurde. Ab sofort gelte in Deutschland die Entscheidungslösung im Transplantationsgesetz: Jeder Versicherte wird von seiner Krankenkasse aufgefordert zu dokumentieren, ob er nach seinem Tod Organe spenden möchte oder nicht. Bernhard: „Ich halte es in jedem Fall für wichtig, dass jede und jeder Einzelne eine bewusste Entscheidung zu diesem Thema trifft, um für sich und die Angehörigen Klarheit zu schaffen.“

Die geehrten Blutspender im Einzelnen. Für zehn Mal: Elvira Bratfisch, Wilhelm Drews, Wolfgang Eder, Thomas Hecklau, Anna Herrwerth, Kastor Höhn, Tanja Kiefer, Constanze Köfeler, Felix Lang, Martina Metz-Matter, Türkan Pala, Ines Riegeler, Markus Schäfer, Simone Schönemann, Jochen Schuhmann, Karl-Heinz Summ, Martin Thiel, Sandra Weber, Hans-Peter Wiltz, Ingeborg Wolf, Petra Ziemann, Susanne Zöller, Patrick Zöller. Für 25 Mal: Brigitte Berger, Sascha Dell, Ingeborg Dorweiß, Rüdiger Grünewald, Gisela Randoll, Josef Rose, Karim Salama, Sabine Schwenzer, Eva-Maria Swiczinsky, Achim Weihrich. Für 50 Mal: Ulla Schwarz. Für 75 Mal: . Für 100 Mal: Rolf Zschippig. Für 200 Mal: Franz Riecker.“

Strategie-Abstimmung mit der Stadt

Mit Rückenwind gegen den Bahnlärm

Die Bürgerinitiative legt fast 500 Unterschriften zur Bekräftigung des Lärmaktionsplanes vor. Foto: Stadt Weinheim.

 

Weinheim, 12. November 2012. (red/pm) Die Bürgerinitiative „Schutz vor Bahnlärm“ gibt keine Ruhe. Das wird auch nicht von ihr erwartet. Ganz im Gegenteil. Die Menschen in Weinheim sind offensichtlich dankbar für diese Vertretung der Bürgerschaft, und die Verwaltungsspitze im Rathaus freut sich über den Rückenwind; denn die Forderungen nach Lärmschutz bei den übergeordneten Behörden und bei der Deutschen Bahn erfordern Nachdruck. „Deshalb sind wir sehr froh über deutliche Meinungsäußerungen aus der Bevölkerung“, erklärte jetzt Bürgermeister Dr. Torsten Fetzner bei einem Treffen mit den Vertretern der Bürgerinitiative.

Information der Stadt Weinheim:

„Deren Sprecher Dr. Hans Irion, Joachim Körber und Peter Thunsdorff überbrachten dem Dezernenten an die 500 Unterschriften und Kommentare von Bürgerinnen und Bürgern, die sich jetzt für eine Verbesserung der Lärmsituation in Weinheim ausgesprochen haben. Viele Bürgerinnen und Bürger haben nicht nur eine Unterschrift geleistet, sondern konkrete Anregungen gemacht, wie ein besserer Lärmschutz erreicht werden könnte. Dass es in Weinheim in der Nähe der Bahnlinie zu laut ist – darin ist sich die Bürgerinitiative mit der Stadtverwaltung einig. Das Amt für Stadtentwicklung erarbeitet im Moment einen Lärmaktionsplan. Kastor Höhn, der Stellvertretende Leiter des Fachamtes, erläuterte,
dass die Eingaben der Bürger zur richtigen Zeit kommen; so können sie während der Phase der Offenlage gleich in den Lärmaktionsplan einfließen. Gemeinsames Ziel: Mehr Lärmschutz entlang der Bahnhlinie auf der kompletten Weinheimer Gemarkung.

Bürgermeister Dr. Fetzner bot regelmäßige Treffen mit der Vertretern der Bürgerinitiative an, um jeweils die weitere Strategie abzustimmen. Schließlich ziehe man an einem Strang – und dies sollte man auch in Berlin (im Bundesverkehrsministerium) und in Bonn (beim Eisenbahnbundesamt) spüren. Irion, Körber und Thunsdorff erklärten, dass sie auf allen politischen Ebenen einen höheren Grad der Sensibilisierung wecken wollen. In der nächsten Zeit wollen sie die Fraktionen des Gemeinderates besuchen. Ihr Anliegen: Das Gremium soll die Mittel bewilligen, mit denen die Stadt auf eigene Kosten ein unabhängiges Lärmschutzgutachten erstellen lässt. Den Gutachten der Bahn, die außerdem schon einige Jahre alt sind, wolle man nicht vertrauen. Die Lärmbelastung habe sich in den letzten Jahren deutlich erhöht. Ein eigenes Gutachten werde, so die BI, die Argumentationsbasis der Stadt und ihrer Bürger verbessern. Desweiteren werde man Kontakt mit den Bundestagsabgeordneten und dem Regierungspräsidium aufnehmen. Auch der Bundestag beschäftige sich im Moment mit dem Thema Bahnlärm, berichtete Joachim Körber und bestätigte: „Da ist was im Gange.“ Auch er bekräftigte den Willen, konstruktiv mit der Stadtverwaltung zusammenzuarbeiten. „Wenn die Stadt Weinheim gewinnt, bekommen die Bürger den Lärmschutz, den sie verdient haben.“

Offenlage für Jedermann bis 6. November in der Stadtbibliothek

Im Lärmaktionsplan Gehör verschaffen

Weinheim, 12. Oktober 2012. (red/pm) Die Einigkeit ist groß, die Botschaft klar: Wer heutzutage etwas gegen den anwachsenden Verkehrslärm unternehmen will, der muss sich bei den Behörden bis ganz oben Gehör verschaffen – vielleicht auch mal laut werden, um sich durchzusetzen.

Information der Stadt Weinheim:

„In Weinheim hat sich die Stadt gemeinsam mit der sehr engagierten Bürgerinitiative „Schutz vor Bahnlärm östlich und westlich der Bergstraße“ auf den Weg gemacht. Dieser führte bislang wenigstens schon mal zum Eisenbahnbundesamt in Bonn. Die Vertreter der Bürgerinitiative und Oberbürgermeister Heiner Bernhard wurden dort gemeinsam vorstellig. Die Bahn ist einer der Hauptverursacher von Verkehrslärm in Weinheim.

Das Amt für Stadtentwicklung arbeitet schon geraume Zeit an einem Lärmaktionsplan in dem die Belastungsschwerpunkte identifiziert werden, um dann Lösungen zu deren Entschärfung entwickeln zu können. Nachdem der Gemeinderat im April einen Offenlagebschluss für den Lärmaktionsplan getroffen hat, geht die Öffentlichkeitsbeteiligung nun in
eine wichtige Phase; sie hat jetzt mit einer öffentlichen Informationsveranstaltung begonnen. Bis zum 6. November liegt der Planentwurf jetzt für Jedermann im Foyer der Stadtbibliothek in der Luisenstraße aus. Stellungnahmen können vorgebracht werden.

In der sehr gut besuchten Info-Veranstaltung versicherten Bürgermeister Dr. Torsten Fetzner und Kastor Höhn vom Amt für Stadtentwicklung, dass die Stadtverwaltung auch weiterhin auf die zuständigen Behörden zugehen werde, auch wenn die Kommune selbst nur teilweise oder einen eingeschränkten Einfluss auf die Umsetzung von Maßnahmen habe.
Im Moment stehe das Regierungspräsidium in Karlsruhe auf dem Standpunkt, dass für Weinheim keine weiteren Lärmschutzwände vorgesehen sind, auch die Projektbau GmbH der Deutschen Bahn habe bei weiteren Ansprüchen auf Lärmsanierung abgewunken. Bürgerinitiative und Stadtverwaltung versicherten aber auch, in ihrem Bemühen nicht nachzulassen. Dazu sei es ausgesprochen hilfreich, wenn auf zahlreiche Stellungnahme aus der betroffenen Bevölkerung verwiesen werden könnte. Die Stadtverwaltung bittet daher die Bürgerinnen und Bürger, sich während der Offenlage des Lärmaktionsplans aktiv einzubringen.

Parallel zur Offenlage werden jetzt auch die Behörden beteiligt, am 19. Dezember soll der Plan vom Gemeinderat beschlossen werden. Info: Der Lärmaktionsplan (Entwurf) liegt bis zum 6. November im Foyer Stadtbiliothek aus und steht im Internet unter http://www.weinheim.de/servlet/PB/menu/1308511/index.html. . . . zum Download bereit. Während der Auslegungsfrist können Stellungnahmen vorgebracht werden.“