Freitag, 24. November 2017

Neue Wärmeversorgung in Rippenweier reduziert den Verbrauch

„Keltensteinhalle als Vorzeigeobjekt“

Weinheim, 26. November 2014. (red/pm) Die Keltensteinhalle und das Feuerwehrhaus in Rippenweier seien laut Angaben der Stadt „Erfolgsmodelle“ und ein „energetische Vorzeigeprojekte“.  [Weiterlesen…]

Tag der offenen TĂĽr der Feuerwehr Weinheim

„Unsere Freizeit für Ihre Sicherheit“

Der Tag der offenen Tür der Feuerwehr Weinheim Abteilung Rippenweier bot Kindern viel Beschäftigung. Foto: Feuerwehr Weinheim

 

Weinheim, 07. Oktober 2013. (red/pm) Das ganze Jahr ĂĽber löschen, schĂĽtzen, bergen und retten die BrandschĂĽtzer der Freiwilligen Feuerwehr Weinheim Abteilung Rippenweier nach dem Motto „Unsere Freizeit fĂĽr Ihre Sicherheit“. Am vergangenen Sonntag fand der „Tag der offenen TĂĽr“ bei der Rippenweirer Wehr statt und die Bevölkerung des Ortsteils war eingeladen, die Arbeit der Feuerwehr näher kennen zu lernen. [Weiterlesen…]

Feuerwehrhaus und Keltensteinhalle

Ökologische Wärme für Rippenweier

Weinheim-Rippenweier, 29. November 2012. (red/pm) Feuerwehrhaus und Keltensteinhalle werden jetzt von einer Holzheizung versorgt – Stadtwerke prüfen Wärmenetz für den Ort.

Pressemitteilung der Stadt Weinheim:

Das Feuerwehrhaus und die Keltensteinhalle in Rippenweier werden jetzt durch eine Holzheizung versorgt. Foto: Stadt Weinheim.

„Energetisch betrachtet, ist die Keltensteinhalle im Weinheimer Ortsteil Rippenweier jetzt das wohl umweltfreundlichste und innovativste Gebäude in der ganzen Stadt. Im Sommer wurde auf dem Dach eine BĂĽrgersolaranlage installiert, die seither ordentlich Strom produziert. Und seit dem heutigen Donnerstag (29. November) wird die Halle mitsamt dem benachbarten Feuerwehrhaus ĂĽber eine Nahwärmeversorgung aus einer Holzheizung im Ort versorgt.

Das ist für die beiden öffentlichen Gebäude ein großer Fortschritt, betonte jetzt Weinheims Bürgermeister Dr. Torsten Fetzner, denn bislang musste dort mit Nachtspeicheröfen elektrisch geheizt werden. Die Stromkosten waren in den letzten Jahren ständig gestiegen. Eine Umstellung auf Gas war nicht möglich, weil in Rippenweier kein Gasleitungsnetz zur Verfügung steht.

Jetzt hat die Stadt gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe geschlagen. Durch die Umstellung auf die Nahwärme heizt sie CO2-neutral und damit deutlich ökologischer, sie spart rund 10 000 € Heizkosten im Jahr (was eine rasche Amortisation der Investitionskosten ermöglicht) und sie bewahrt die Wertschöpfung vor Ort. Denn die Holzhackschnitzel- und Scheitholzheizung steht beim örtlichen Forstunternehmen Werner Bitsch. Von dort werden bereits neben seinem eigenen Wohnhaus zwei weitere Gebäude mit Wärme aus nachwachsenden Rohstoffen versorgt.

Die Wärme fĂĽr die beiden städtischen Gebäude wird durch eine 300 Meter lange Wärmeleitung zum Feuerwehrhaus gefĂĽhrt. Dort steht ein Pufferspeicher mit 5000 Liter Speichervolumen. Von dort wird die Wärme ĂĽber Wärmetauscher auf die beiden Gebäude verteilt. Die alten Nachtspeicheröfen wurden entfernt und durch wassergefĂĽhrte Heizkörper ersetzt. Die LĂĽftungsanlage und die FuĂźbodenheizung in der Keltensteinhalle wurden ebenfalls an das wassergefĂĽhrte Heizsystem angeschlossen. Werner Bitsch und Dr. Torsten Fetzner unterzeichneten am Donnerstag einen Vertrag ĂĽber die Wärmelieferung. Beantragt ist ein Zuschuss aus dem Landesprogramm „Klimaschutz Plus“.

Und Werner Bitsch plant noch mehr: Gemeinsam mit seinem Partner Peter Quintel will er im Ortskern ein Wärmenetz aufbauen. Die Stadtwerke Weinheim, selbst engagierte Verfechter von Nah-und Fernwärme, stehen dem Projekt aufgeschlossen gegenüber: „Wir können uns vorstellen, Juniorpartner des Projekts zu sein“, sagt Peter Krämer, Geschäftsführer der Stadtwerke Weinheim dazu. „Wir würden als Stadtwerke unser Know-how beim Aufbau von Wärmenetzen einbringen; die Herrn Bitsch und Quintel den Brennstoff und die Räumlichkeiten für die Wärmezentrale“, führt er weiter aus.

Ob sich ein Wärmenetz allerdings wirtschaftlich in Rippenweier realisieren lässt, hänge davon ab, wie viele Hausbesitzer und Bauherren kĂĽnftig tatsächlich Wärme beziehen wollen. Im ersten Schritt wollen die drei jetzt zunächst das Interesse der Anlieger und die Machbarkeit prĂĽfen.“

Einweihung der BĂĽrgersolaranlage

Die Sonne scheint fĂĽr Rippenweier

Einweihung der BĂĽrgersolaranlage auf dem Dach der Keltensteinhalle. Foto: Stadt Weinheim.

Weinheim-Rippenweier, 31. Juli 2012. (red/pm) Bürgersolaranlage auf dem Dach der Keltensteinhalle in Betrieb – Einsparung von 30 Tonnen CO 2 im Jahr.

Information der Stadt Weinheim:

„Es hätte kein besserer Tag sein können. Die Sonne brannte erbarmungslos vom Himmel auf den Weinheimer Odenwaldstadtteil herab. „Der Zähler dreht sich ganz gewaltig“, vermeldete Weinheims BĂĽrgermeister und Technik-Dezernent Dr. Torsten Fetzner. Die Sonne schien fĂĽr Rippenweier und dort fĂĽr die neue BĂĽrgersolaranlage auf dem Dach der Keltensteinhalle, deren offizielle Einweihung am Freitag gefeiert wurde – in Betrieb ist sie schon im Mai gegangen und liefert seither blitzsauberen Solarstrom.

„Was einer nicht schafft, das schaffen viele.“ Mit diesem Zitat Friedrich Wilhelm von Raiffeisen begrüßte Jürgen Steinle die Rippenweierer Bürger, die sich im Sinne des Genossenschaftsgedankens an dem Solardach beteiligt haben. Schon zu seiner Zeit habe Raiffeisen auf Notstände und besondere gesellschaftliche Anforderungen reagiert – was durchaus mit der heute erforderlichen Energiewende vergleichbar sei. Wieder sei die Gesellschaft – ökologisch gesehen – in einem Notstand, den keiner alleine beheben könne.

Dies sei auch die Intention der Energiegenossenschaft Hohe Waid, die auf dem Dach der Keltensteinhalle ihre Aktivitäten von Hirschberg aus erstmals nach Weinheim ausgeweitet hat. Steinle erinnerte daran, dass im letzten Jahr in Deutschland 80 neue Energiegenossenschaften gegründet worden sind.

Daraus schließt er: „Jeder Bürger kann seinen Beitrag zur Energiewende leisten.“ Die Energiewende sei möglich, findet Steinle. „Wer hätte vor 20 Jahren gedacht“, verglich er, „dass im Jahr 2012 in jeder Wohnung ein Computer steht“.
Wie Berthold Bunten, der Projektleiter Weinheim der Hohen Waid, erklärte, liefern auf dem Dach der Halle 170 Solarmodule einen Jahresertrag von rund 34 000 Kilowattstunden Strom, das entspricht in etwa dem Stromverbrauch von 40 Personen und einer CO 2-Einsparung von 30 Tonnen im Jahr.

Die EG Hohe Waid hat von der Stadt das Dach ĂĽberlassen bekommen, die Solaranlage selbst wurde von der Hemsbacher Firma SunPeak errichtet. Die Sprecher der Genossenschaft lobten ausdrĂĽcklich die engagierte Kooperation des Energieteams der Weinheimer Stadtverwaltung.

Bürgermeister Dr. Torsten Fetzner bezeichnete Rippenweier als „Weinheims derzeit innovativsten Ortsteil“. Die Bürgersolaranlage sei nur ein Beispiel für modernes Energiemanagement vor Ort. Als nächstes sei eine Nahwärmeversorgung der Halle und einen Baugebietes durch eine Holzhackschnitzelheizung geplant. Ingesamt sei Weinheim beim Thema Energiewende und Klimaschutz auf einem sehr guten Weg, betonte Fetzner.

Rippenweiers Ortsvorsteher Günter Volkmann erinnerte daran, dass sich der Ortschaftsrat bereits vor sieben Jahren mit einem Antrag auf eine Solarnutzung der Dachfläche befasst habe. Im Nachhinein sei klar, dass die anfängliche Skepsis am Ort nicht falsch war. Volkmann: „Hätten wir damals einem kommerziellen Anbieter den Zuschlag gegeben, dann hätten wir jetzt keine Bürgersolaranlage.“

Die Energiewende selbst vorantreiben

GroĂźes Interesse an BĂĽrgersolaranlage

Weinheim, 18. April 2012. (red/pm) Die geplante BĂĽrgersolaranlage auf der Keltensteinhalle soll noch diesen Monat montiert und in Betrieb genommen werden. Bis zum 30. April können die BĂĽrger von Rippenweier als einzige Genossenschaftsanteile erwerben, danach haben eine Woche lang sämtliche BĂĽrger Weinheims ein „Vorkaufsrecht“. Mit der BĂĽrgersolaranlage will man den BĂĽrgern die Möglichkeit geben, selbst Anteil an der Energiewende zu haben.

Information der Stadt Weinheim:

„Die Sonne scheint fĂĽr Rippenweier:

Die neue BĂĽrgersolaranlage auf dem Dach der Keltensteinhalle im Weinheimer Ortsteil wird immer konkreter. Rund 40 interessierte BĂĽrger kamen jetzt zu einer Veranstaltung der Stadt Weinheim und der Energiegenossenschaft Hohe Waid, um sich Informationen aus erster Hand zu beschaffen.

Klar ist: Die alte Einspeisevergütung für Solarstrom in Höhe von 0,24 Euro/kWh ist dank der frühzeitigen „kaufmännischen Inbetriebnahme“ für die nächsten 20 Jahre gesichert, egal wie die von der Bundesregierung geplante Reform aussehen wird.

Noch in diesem Monat soll die Anlage montiert und dann auch „technisch“ in Betrieb genommen werden. Obwohl es der EG Hohe Waid nicht nur um Rendite geht, das bekräftigte Vorstand Dr. Matthias Schütze.

Im ersten Jahr könne die Genossenschaft aber eine „schwarze Null“ schreiben, mittelfristig seien Renditen für die Genossenschaftsmitglieder „mit einer Drei vorm Komma“ realistisch.

Die eigentliche Intension sei aber, den Bürgern selbst einen Anteil an der Energiewende in Deutschland in die eigenen Hände zu geben.

Bis zum 30. April haben zunächst exklusiv die Bürger Rippenweiers die Möglichkeit, Genossenschaftsanteile zu erwerben. Da die EG immer nur so viele Anteile ausgibt, wie zur Finanzierung des nächsten Projektes benötigt werden, stehen aktuell 152 Anteile à 500 Euro zur Verfügung.

Zunächst werde jeder Rippenweierer, der einen Antrag stellt, einen Genossenschaftsanteil erhalten, um möglichst viele Bürger mit ins Boot zu nehmen. Je nach Verfügbarkeit könnten dann aber auch weitere Anteile gekauft werden.

Sind nach dem 30. April noch nicht alle Anteile vergeben, hätten alle Weinheimer eine Woche lang quasi ein „Vorkaufsrecht“.

Danach ist das Projekt offen fĂĽr alle Interessenten aus der Region. Die Keltensteinhalle ist nach dem Hilfeleistungs-Zentrum in Hirschberg das zweite Projekt der EG Hohe Waid, die ihren Sitz in Hirschberg und Weinheim hat.

Beim Projekt Keltensteinhalle handelt es sich um eine Photovoltaik-Anlage mit einer Maximalleistung von 39,1 kWp. Erwartet wird damit ein Jahresertrag von rund 34 000 Kilowattstunden. Dies entspricht einer jährlichen Einsparung von 30 Tonnen CO2.

Partner bei der Errichtung der Anlage ist die Firma Sun Peak aus Hemsbach. Vor wenigen Wochen hatte die EG einen Gestattungsvertrag mit der Stadt Weinheim fĂĽr die Nutzung des Daches abgeschlossen.

INFO:

Genossenschaftsanteile für die Bürgersolaranlage in Rippenweier können bis 30. April (12 Uhr) gezeichnet werden, für Bürger aus der ganzen Stadt kann die Frist dann bis 7. Mai (12 Uhr) verlängert werden.

Der Beitrittsflyer steht auf www.energiegenossenschaft-hohe-waid.de und auf www.weinheim.de oder direkt bei uns als Download zur VerfĂĽgung.“