Sonntag, 26. Mai 2019

Stadt des fairen Handels: Alle Kriterien erfüllt

Weinheim wird Stadt des fairen Handels

Weinheim, 26. September 2014. (red/pm) Weinheim wird zur Fairtrade-Stadt, wie es bislang schon 276 Kommunen in Deutschland sind, darunter in der Region zum Beispiel Heidelberg, Mannheim, Heppenheim, Viernheim, Bensheim, Lampertheim und Speyer. Die Fairtrade-Town-Kampagne ist auch international verbreitet. Weltstädte wie London, Rom, Brüssel und San Francisco sind Fair-Trade-Town. [Weiterlesen…]

Eberhard Strunk referiert am 16. Mai im Bürgersaal

„Botschafter der Energiewende“

Weinheim, 10. Mai 2013. (red/pm) Er ist Hauptbrandmeister, Planungsingenieur, er gilt als „Botschafter der Energiewende“ und Vorzeigeunternehmer: Eberhard Strunk. Auf Einladung des „StrategieForum“ der Metropolregion Rhein-Neckar und der Wirtschaftsförderung der Stadt Weinheim spricht der studierte Versorgungstechniker, Diplom-Wirtschaftsingenieur und Ehrendoktor der Gesamthochschule Siegen am Donnerstag, 16. Mai, um 18:30 Uhr im Bürgersaal des Alten Rathauses am Marktplatz. [Weiterlesen…]

43.456 Einwohner am Jahreswechsel

Weinheim wächst weiter 2013

Weinheim, 18. Januar 2013. (red/pm) Der Trend hält jetzt schon ein paar Jahre an: Weinheim wächst wieder stetig. Die Zahl der Bevölkerung in der größten Stadt des Rhein-Neckar-Kreises steigt, nachdem sie bis etwa zur Jahrtausendwende eine Weile rückläufig war. Zum Jahreswechsel wies das Statistische Landesamt für Weinheim exakt 43 456 Einwohner auf – 21 110 Männer und 22 346 Frauen. Das sind etwa 120 mehr als zum 31.12. 2011, also vor einem Jahr. Und das, obwohl beim Standesamt in 2012 immerhin 549 Sterbefälle registriert worden sind (gegenüber 484 im Vorjahr). Hingegen wurden beim Bürger- und Ordnungsamt im selben Zeitraum 365 neugeborene Kinder angemeldet.

Von Roland Kern

„Erfreulich hoch (575) ist die Zahl der Geburten am Weinheimer Krankenhaus; allerdings wirkt sich das nicht direkt auf die Bevölkerungsstatistik aus, denn diese Kinder stammen ja auch aus Familien der Nachbarkommunen – so wie Weinheimer Kinder zum Beispiel auch in Mannheim, Heidelberg oder Heppenheim zur Welt kommen. Insgesamt entspricht der Bevölkerungszuwachs dem seit Jahren anhaltenden positiven Saldo der Einwohnerschaft.

Im Monatsdurchschnitt melden sich im Bürgerbüro deutlich mehr Personen als neue Bürger an als ab. Marie und Felix waren die beliebtesten Kindernamen. Bei den Mädchen folgen Sophie und Emilia, bei den Jungen Ben und Luca.
Es ist keine Frage: Weinheims Beliebtheit als Wohnort wächst weiter. Das Bevölkerungswachstum findet vor allem in der Kernstadt statt. Dort wohnen im Moment 268 Personen mehr als vor einem Jahr, insgesamt 30 169. Den größten Zuwachs verzeichnet die Weststadt (+95) vor der Nordstadt (+79), der Innenstadt (+66), dem „Müll“ (+21) und der Südstadt (+7). Die Weststadt bleibt mit jetzt 16 252 Bewohnern mit Abstand der größte Stadtteil.

Unter den Ortsteilen hat Lützelsachsen im letzten Jahr recht deutlich an Einwohnern verloren, nämlich 70 in einem Jahr. Nach einem ständigen Zuwachs in den letzten Jahren durch das Neubaugebiet „West“ pendelt sich die Zahl bei jetzt rund 4500 ein. Allerdings, Abhilfe naht: Schon ab diesem Jahr wird die Bebauung im Neubaugebiet „Lützelsachsen Ebene“ beginnen. Rund 1300 Neubürger sollen es in ein paar Jahren dort sein – das Gebiet zielt auf Familien mit Kindern ab.

80 Personen weniger wohnen aktuell auch in Rippenweier, aber das ist mehr eine statistische Besonderheit: Das frühere Ferienheim der Evangelischen Kirche am Waldrand ist mittlerweile im Besitz eines Unternehmens, das Wohnraum für Personen anbietet, die kurzfristig in der Region einen Arbeitsplatz gefunden haben und eine vorübergehende Wohnung suchen. Die meisten davon melden sich mit einem festen Wohnsitz an, wenn ihr Aufenthalt länger als ein halbes Jahr dauert. Deshalb war die Zahl der in Rippenweier gemeldeten Personen in 2011 kurzzeitig deutlich angestiegen. Jetzt ist sie mit rund 1030 wieder auf Normalmaß. Sulzbach hat leicht an Einwohnern verloren (-21), Hohensachsen, Ritschweier und Oberflockenbach haben leicht zugelegt.

Hochburg des Heiratens

Weinheim bleibt im Land die Hochburg des Heiratens. Wieder haben sich 430 Paare getraut, das liegt im Schnitt der letzten Jahre. Interessant ist dabei wieder der „touristische Aspekt“, denn mehr als die Hälfte der Eheschließungen wurden wieder von außerhalb angemeldet, am meisten von Mannheimern (38). 18 Viernheimer Paare gaben sich in Weinheim das Ja-Wort, elf Birkenauer, zehn Hirschberger und zehn Heidelberger. Aus Frankfurt reisten sieben Paare zum Heiraten unter die Burgen, aber jeweils eins auch aus Berlin, Hamburg und Köln. Auch aus Lima in Peru und Shanghai in China kam ein Paar nach Weinheim.

Der Trend zum spätentschlossenen Ja-Wort hielt auch 2012 an. Das Durchschnittsalter der Männer lag bei 37,5 Jahren, der Frauen bei 34,1 Jahren. Der älteste Bräutigam war 85 Jahre alt, die älteste Braut 75. Erstmals durften 2012 im Weinheimer Rathaus auch gleichgeschlechtliche Lebenspartnerschaften vollzogen werden. Zwei männliche und zwei weibliche Paare machten von dieser Möglichkeit Gebrauch.

Die Statistik finden Sie hier.

Anm. d. Red.: Roland Kern ist Pressesprecher der Stadt Weinheim.

Wechsel in der Pflegedienstleitung der GRN-Klinik Weinheim

Der Patient steht im Mittelpunkt

Weinheim/Rhein-Neckar, 22. Dezember 2012. (red/pm) Mit dem 1. Januar 2013 beginnt ein neues Kapitel in der Geschichte der GRN-Klinik Weinheim: Sonja Schmitt (63), seit 2002 Pflegedienstleiterin der Klinik (ehemals Kreiskrankenhaus), geht in den Ruhestand. Im Rahmen einer internen Abschiedsfeier Mitte Dezember übergab sie den Stab an Marie-Luise Schmitz (46), die sich bereits seit dem ersten November auf ihre neue Aufgabe in Weinheim vorbereitet. Rüdiger Burger, Geschäftsführer der GRN Gesundheitszentren Rhein-Neckar gGmbH, Markus Kieser, Klinik-Betriebsleiter, und Dr. med. Werner Schaupp, Ärztlicher Direktor der GRN-Klinik Weinheim, bedankten sich – gemeinsam mit zahlreichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern – bei Sonja Schmitt für die jahrelange angenehme und fruchtbare Zusammenarbeit. Burger verlieh ihr darüber hinaus im Namen von Landrat Stefan Dallinger die Silberne Ehrenmedaille des Rhein-Neckar-Kreises und hieß ihre Nachfolgerin im GRN-Team herzlich willkommen.

Information der GRN-Klinik Weinheim:

„Herr Kieser, wenn ich dazu noch etwas anmerken dürfte?“ Mit diesem Zitat illustrierte der Betriebsleiter der GRN-Klinik eine von Sonja Schmitts herausragenden Eigenschaften: Sie habe immer für ihre Überzeugungen eingestanden und diese lebhaft in die Diskussion eingebracht. Doch gleichzeitig, und hier war sich Markus Kieser mit den anderen Rednern einig, war sie stets kompromissbereit und äußerst kooperativ. Geschäftsführer Burger ergänzte: „Sie legen Wert auf eine korrekte Ordnung, ein klares System und transparente Strukturen.

Der Pflegedienst war unter Ihrer Leitung immer wirtschaftlich organisiert, und Sie haben immer wieder neue Konzepte zur Entlastung des Fachpersonals umgesetzt.“ Dr. Werner Schaupp hob zwei weitere Persönlichkeitsmerkmale seiner Kollegin im Klinik-Leitungsteam hervor: „Sie waren immer kreativ und dynamisch bis zum Schluss!“ In der Praxis bedeutete das: Neben einer effizienten Organisation der Pflege, wie sie beispielsweise in einer kontinuierlichen qualifizierten Aus- und Weiterbildung, klarer Aufgabenverteilung und einem vorbildlichen Dokumentationssystem zum Ausdruck kam, war ihr stets auch eine ansprechende Gestaltung der Räumlichkeiten sowie die umfassende Information der Patienten ein Anliegen. Denn, so die angehende Pensionärin, ein schön geschmückter Christbaum in der Adventszeit mache beispielsweise einen ebenso guten Eindruck wie eine klar strukturierte und gut verständliche Patientenbroschüre – und beides wirke sich positiv auf den Genesungsprozess aus.

Nach all dem verwundert nicht, dass beiden Seiten der Abschied nicht leicht fiel. Sonja Schmitt selbst – die übrigens vor ihrer Tätigkeit in der Pflegedienstleitung unter anderem als Krankenschwester auf einer Diabetikerstation und in der Psychiatrie gearbeitet hatte – betonte, wie sehr sie die vertrauensvolle und loyale Zusammenarbeit mit ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern geschätzt habe, die sie stets auch bei Veränderungen und Umstrukturierungen unter­stützt hätten.

Darüber hinaus bedankte sie sich auch bei allen anderen, mit denen sie in und außerhalb der Klinik zusammen gearbeitet hat: bei den Grünen Damen, der Seelsorge, der Hospizhilfe, dem Stadtseniorenrat, dem Pflegestützpunkt Rhein-Neckar sowie vielen weiteren, die sich der GRN-Klinik verbunden fühlten und fühlen. Für die Zukunft hat sich die Mutter einer Tochter und Oma einer Enkelin vorgenommen, zwei Gänge zurückzuschalten, nach dem Motto Mahatma Gandhis: „Es gibt Wichtigeres im Leben als beständig dessen Geschwindigkeit zu erhöhen.“

Neues Leitungsteam

Geschwindigkeit aufnehmen hingegen wird Marie-Luise Schmitz, die ab Januar 2013 gemeinsam mit Markus Kieser und Dr. Werner Schaupp dem Leitungsteam der GRN-Klinik Weinheim angehören wird. Die am Universitätsklinikum Frankfurt ausgebildete Gesundheits- und Krankenpflegerin hat bereits eine beeindruckende Karriere hinter sich: Unter anderem bildete sie sich zur Fachschwester für Anästhesie und Intensivmedizin fort, absolvierte erfolgreich einen Stationsleiterkurs und studierte schließlich berufsbegleitend Pflegemanagement an der Katholischen Fachhochschule Freiburg, wo sie sich schwerpunktmäßig mit Personal- und Organisationsentwicklung auseinandersetzte.

28 Jahre Berufspraxis führten sie von der Intensivpflege – in der sie unter anderem eine große herzchirurgische Intensivstation aufbaute – über das Projektmanagement in einer Stabsstelle des Klinikums der Universität Köln und die Pflegedienstleitung mehrerer Abteilungen des Städtischen Klinikums Braunschweig zu ihrer neuen Aufgabe als Pflegedienstleiterin der GRN-Klinik Weinheim. Hier hat sich die gebürtige Rheinländerin, die gerne wieder in den Süden der Republik zurückkehrt, vorgenommen, die Kompetenzen der Pflege in Anlehnung an die neuesten Erkenntnisse der Pflegewissenschaft und -forschung weiterzuentwickeln. Auch hofft sie, der Begeisterung ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für ihren Beruf durch ein neues Personalentwicklungs­konzept neue Impulse geben zu können.

Eine strukturierte Herangehensweise, Durchsetzungsfähigkeit und Zielstrebigkeit sind drei Eigenschaften, die Marie-Luise Schmitz schon nach ihrer kurzen Einarbeitungszeit bescheinigt werden und die sie mit ihrer Vorgängerin Schmitt verbinden. Insofern werden ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sich nicht umstellen müssen. Dass nicht „alles beim Alten“ bleibt, liegt in der Natur der Sache: „Wir erhoffen uns von Ihnen neue Anregungen für die Pflege und das gesamte Haus“, drückte es der Ärztliche Direktor in seiner Begrüßungsrede aus. Die Erwartungen sind also hoch, doch Schmitz nimmt die Herausforderung gerne an.

Eine Hospitanz in einem so genannten „Magnethospital“ – ein Krankenhaus, das aufgrund seiner vorbildlichen Pflege wie ein Magnet sowohl auf Patienten als auch auf pflegerisches Fachpersonal wirkt – hat sie in dem Vorhaben bestärkt, „eine gute Arbeitsorganisation für die Pflegefachkräfte zu ermöglichen und diese durch einen partizipativen Führungsstil zu erreichen“. Um dieses Prinzip im Arbeitsalltag umzusetzen, wird den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Pflegebereich ein großes Mitspracherecht bei organisatorischen Entscheidungen eingeräumt, aber ein ebenso hohes Maß an Eigenverantwortung zugesprochen. Bei alldem gilt es, das Ziel der Pflege im Auge zu behalten: Der Patient steht im Mittelpunkt aller Bemühungen – spätestens an dieser Stelle knüpft die neue Pflegedienstleiterin unbedingt an die Arbeit ihrer Vorgängerin an! Auch privat ist Marie-Luise Schmitz neugierig auf unbekannte Terrains und liebt die Herausforderung: In ihrer Freizeit bereist sie gerne mit dem Rucksack ferne Länder und strebt es als passionierte Läuferin an, in absehbarer Zeit an einem Marathon teilzunehmen.

Stadt gedachte am 9. November der Reichspogromnacht von 1938

Steine gegen das Vergessen

Am 9. November gedachte Weinheim der Progromnacht: Während der Bürgermeister die Namen aller 114 jüdischer Personen verlas, die am 9. November 1938 in Weinheim gelebt haben, legten Schüler der Dietrich-Bonhoeffer-Schule Steine am Mahnmal nieder

 

Weinheim, 16. November 2012. (red/pm) „In den frühen Morgenstunden wurde mein Vater von SA-Leuten abgeholt und wie alle jüdischen Männer Weinheims ins Konzentrationslager Dachau gebracht. Als ich später zur gewohnten Zeit in die Schule gehen wollte, da konnte ich nicht mehr aus dem Haus. Bald rückten auf einem offenen Lieferwagen Schlägertrupps mit großen Äxten an und begannen, alles kurz und klein zu schlagen. Die großen Schaufenster und das ganze Inventar der Geschäfte meiner Großeltern und meines Großonkels wurden zerstört und über den Splittern der Schaufenster wurden dann die Bettfedern von aufgeschlitzten Kopfkissen verstreut. Es war ein Bild des Grauens.”

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