Samstag, 20. Juli 2019

"Ich habe doch auch blaue Augen" - Paul Niedermann ĂŒberlebte als jĂŒdischer Junge ein Konzentrationslager der Nazis

Von Karlsruhe bis Gurs – ein weiter Weg

Weinheim/Rhein-Neckar, 13. November 2014. (red/cb) Paul Niedermann ist 87 Jahre alt, Jude und einer der letzten Zeitzeugen des Nationalsozialismus. Als er 13 Jahre alt war, wurde er mit seiner gesamten Familie in ein Internierungslager nach Gurs in SĂŒdfrankreich gebracht. Außer ihm und seinem Bruder hat keiner seiner Angehörigen diese Zeit ĂŒberlebt. Am 12. November war er nun zu Gast der Johann-Philipp-Reis-Schule (JPRS) und hat ĂŒber die grausamen Erlebnisse berichtet. [Weiterlesen…]

Jugendliche aus Ramat Gan sind zurzeit in Weinheim

So bleibt die Partnerschaft immer jung

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Seit 1986 gibt es offizielle Jugendbegegnungen zwischen den beiden StÀdten Ramat Gan und Weinheim. Foto: Stadt Weinheim

Weinheim, 23. Juli 2013. (red/pm) Er ist ein wichtiges Kapitel VölkerverstĂ€ndigung und ein Jungbrunnen fĂŒr die StĂ€dtepartnerschaft: Der regelmĂ€ĂŸige Austausch von Jugendlichen aus Weinheim und der israelischen Partnerstadt Ramat Gan. Im Moment hĂ€lt sich wieder einmal eine Gruppe von Jugendlichen in Weinheim auf. Der Stadtjugendring organisiert wie immer den Aufenthalt, der außerdem eng von den beiden Weinheimer Gymnasien begleitet wird. [Weiterlesen…]

Stadt gedachte am 9. November der Reichspogromnacht von 1938

Steine gegen das Vergessen

Am 9. November gedachte Weinheim der Progromnacht: WĂ€hrend der BĂŒrgermeister die Namen aller 114 jĂŒdischer Personen verlas, die am 9. November 1938 in Weinheim gelebt haben, legten SchĂŒler der Dietrich-Bonhoeffer-Schule Steine am Mahnmal nieder

 

Weinheim, 16. November 2012. (red/pm) „In den frĂŒhen Morgenstunden wurde mein Vater von SA-Leuten abgeholt und wie alle jĂŒdischen MĂ€nner Weinheims ins Konzentrationslager Dachau gebracht. Als ich spĂ€ter zur gewohnten Zeit in die Schule gehen wollte, da konnte ich nicht mehr aus dem Haus. Bald rĂŒckten auf einem offenen Lieferwagen SchlĂ€gertrupps mit großen Äxten an und begannen, alles kurz und klein zu schlagen. Die großen Schaufenster und das ganze Inventar der GeschĂ€fte meiner Großeltern und meines Großonkels wurden zerstört und ĂŒber den Splittern der Schaufenster wurden dann die Bettfedern von aufgeschlitzten Kopfkissen verstreut. Es war ein Bild des Grauens.”

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