Dienstag, 18. Juni 2019

"Odenwaldbeschimpfung" als Teil einer literarischen Tradition?

FAS empfiehlt „Odenwaldhölle“ als „Schullektüre“

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Die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung sieht in der „Odenwaldbeschimpfung“ die Fortsetzung einer literarischen Tradition. Foto: Schloss in Birkenau, Wikipedia, Jürgen Kader, CC BY-SA 3.0

 

Kreis Bergstraße/Rhein-Neckar, 04. Januar 2014. (red) Der Feuilleton-Beitrag „Dieses Stück Germany“ in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung (FAS) hat hohe Wellen geschlagen. Eine ganze Region fühlt sich beleidigt, Landrat Matthias Wilkes fordert eine Richtigstellung und der Ressortleiter des Feuilletons legt nach. Er empfiehlt den Text seiner Kollegin Antonia Baum als „Schullektüre“ und meint, der Odenwald solle sich darüber freuen. [Weiterlesen…]

FAS-Redakteurinnen haben es schwer - Versuch einer beschwichtigenden Verstehung

Der nekrophile Nihilismus der Antonia B.

 

Kreis Bergstraße/Rhein-Neckar, 03. Januar 2014. (red) Überhaupt keinen guten Start ins neue Jahr erleben die südhessischen Orte Birkenau und Rimbach sowie der komplette Odenwald. Laut der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung ist der Odenwald die Hölle auf Erden und Orte wie Birkenau, Mörlenbach und Rimbach sind die „scheußlichsten Orte der Welt“. Wer hier lebt, wird angeblich „im Kopf kaputt gemacht“. Einfach so. Weil man hier lebt. Die unausweichliche Folge laut der FAS-Redakteurin Antonia Baum: Drogen und Rauchen ab dem Alter von elf Jahren, Ladendiebstahl und eine die Persönlichkeit deformierende Depression. [Weiterlesen…]

Ober- und Unterflockenbach feiern 2012 das 1000-jährige Bestehen

Weinheim-Oberflockenbach/Gorxheimertal-Unterflockenbach, 09. Dezember 2011. (red/pm) Die eine Ortschaft liegt im Tal, die andere oben am Fuße des Eichelberges, Weinheims höchster Erhebung von 526 Metern. Eine ist hessisch und gehört zum Kreis Bergstraße, die andere liegt in Baden-Württemberg als östlichster Ortsteil der Großen Kreistadt Weinheim. Die Landesgrenze und die Kreisgrenze verlaufen zwischen ihnen. Die Bewohner von Unterflockenbach im Gorxheimertal fahren HP-Kennzeichen, die Oberflockenbacher haben HD auf dem Nummernschild stehen.

Information der Gemeinden:

„Aber die beiden Ortschaften haben auch sehr viel gemeinsam, vor allem die Geschichte und das Datum der urkundlichen Ersterwähnung. Vom 18. August des Jahres 1012 stammt die Urkunde von König Heinrich II., in der erstmals von „Fluchenbah“ die Rede ist.

In dem Schriftstück ließ der Herrscher die Odenwälder Grenzgebiete zwischen Lorsch und Worm festlegen. Das war die gemeinsame Ersterwähnung der heutigen Ortschaften Unterflockenbach (im Gorxheimertal) und Oberflockenbach (in Weinheim).

Wobei man mittlerweile annimmt, dass „Fluh“ nichts mit dem später verwendeten Begriff „Fluch“ etwas zu tun hat. Es bedeutet, hat Heimatforscher Gerhard Schmitt herausgefunden, eher so viel wie: „Wasser, das am Fels vorbeifließt.“

Also können beide Gemeinden im nächsten Jahr -2012 – ihr 1000-jähriges Bestehen feiern. Und das werden sie auch, wie Uwe Spitzer, Bürgermeister von Gorxheimertal, Hans Salbinger, Ortsvorsteher von Oberflockenbach und Heiner Bernhard, Oberbürgermeister von Weinheim, jetzt bekräftigten.

Am 1. Januar geht es mit einem ökumenischen Gottesdienst los, am Sonntag, 20. Mai soll eine ganztägige Festmeile die beiden Orte auf der gut 1,6 Kilometer langen Kreisstraße verbinden. Die Fäden der Organisation laufen auf der Gemeindeverwaltung Gorxheimertal bei Udo Zink zusammen.

„Das Jubiläum gibt ein grenzenloses Gemeinschaftswerk“, freute sich OB Bernhard. Und Uwe Spitzer ergänzte: „Bei uns ist es so, dass Grenzen nicht trennen, sondern etwas Gemeinsames sind.“

Info: Für die Festmeile am 20. Mai werden aus beiden Ortschaften noch Akteure gerne angenommen. Anmeldungen bei Udo Zink, Gemeinde Gorxheimertal, Telefon 06201 – 29 49 20 oder udo.zink@gorxheimertal.de und bei der Verwaltungsstelle Oberflockenbach, Ralf Lammer, Telefon 06201-22427 oder r.lammer@weinheim.de.“