Mittwoch, 18. September 2019

Marco Ripanti nicht mehr GeschĂ€ftsfĂŒhrer

Ekaabo GmbH in Liquidation

Weinheim/Kulmbach, 05. MĂ€rz 2014. (red) Die Weinheimer Internet-Agentur Ekaabo GmbH befindet sich laut Handelsregistereintragung vom 04. MĂ€rz 2014 in Liquidation. Marco Ripanti, bislang GeschĂ€ftsfĂŒhrer, ist laut Eintrag vom 17. Februar bei Amtsgericht Bayreuth, aus dem Unternehmen ausgeschieden. Ripanti berĂ€t die Stadt Weinheim bei „Social Media“-Fragen und ist auch fĂŒr BĂŒrgermeister Dr. Torsten Fetzner tĂ€tig. Allerdings mit einer neuen Firma namens 42medien.de. [Weiterlesen…]

Bookmarking-Dienst soll sich in Richtung "Social News" entwickeln

ekaabo ĂŒbernimmt Mister Wong

Die Weinheimer Social Media-Firma ekaabo GmbH wÀchst.

 

Weinheim/Berlin, 09. August 2012. (red/pro) Die ekaabo GmbH, Weinheim, kauft den Bookmark-Anbieter „Mister Wong“ von der construktiv GmbH, Bremen. Nach der Übernahme von Yigg ist das die zweite Acquisition innerhalb kurzer Zeit. „Mister Wong“ gehört zu den meistverlinkten deutschen Webseiten.

Von Hardy Prothmann

Die deutsche Version von „Mister Wong“ hat eine halbe Million Mitglieder. Das Angebot soll nun in das Social Ad-Network „Spreadly“ integriert werden. Ekaabo-Chef Marco Ripanti erklĂ€rt die Vorteile:

Mister Wong und Yigg sind Ă€lter als Facebook und haben zunĂ€chst an Bedeutung verloren. Die kommt aber zurĂŒck, den immer mehr Facebook-Nutzer teilen ihre Links mit anderen, finden diese aber spĂ€ter nicht mehr. Das ist die StĂ€rke unseres Angebots: Wer einen unserer Buttons benutzt, hat seine geposteten Links immer im Überblick.

ekaabo-GrĂŒnder Ripanti erweitert das Social Network mit ZukĂ€ufen. Foto: ekaabo

Einen Haken gibt es bei dieser Strategie: Einer der Buttons, also „Spreadly“, „Mister Wong“ oder „Yigg“ muss vorhanden sein, um diesen „Kreislauf“ zu nutzen. Allerdings bieten selbst große Portale diese Möglichkeit, beispielsweise stellt bild.de sowohl „Mister Wong“ als auch „Yigg“ zum Teilen von Artikeln zur VerfĂŒgung. (Anm. d. Red.: Wir bieten den Spreadly-Button an.)

Gutscheine fĂŒrs Teilen

Marco Ripanti bezeichnet deshalb die Übernahme von Mister Wong „als einen Quantensprung fĂŒr die Effizienz der Social Media-Nutzung“. ZusĂ€tzlich zu Lesezeichen kann man auch Dokumente teilen und einfacher finden als bei Facebook.

Allein 3.000 neue Bookmarks sowie 200 neue Mitglieder kommen nach Angaben des Unternehmens tĂ€glich dazu. Der Online Marketing-Spezialist Phuc Tran wird GeschĂ€ftsfĂŒhrer der neuen „Mister Wong“-Niederlassung in Berlin:

In der Vergangenheit erreichte der Bookmark-Dienst Mister Wong an manchen Tagen bis zu 250.000 Besucher tĂ€glich. Mein Team und ich möchten an diese Zeiten anknĂŒpfen und durch die Hilfe unserer aktiven User das Portal grundlegend modernisieren. Langfristig möchten wir Mister Wong einen Schritt weiter in Richtung „Social News“ entwickeln.

Der gebĂŒrtige Vietnamese Phuc Tran ist GeschĂ€ftsfĂŒhrer von Mister Wong. Bild: ekaabo

Sowohl Yigg als auch Mister Wong werden zudem ein neues Layout erhalten oder wie Ripanti sagt: „Wir werden das auffrischen.“ Das GeschĂ€ftsmodell des Social Ad-Networks Spreadly funktioniert nach Aussage von Ripanti als „Win-Win“-Modell fĂŒr Seitenbetreiber, die den Button von Mister Wong, YiGG oder Spreadly eingebaut haben, sowie die Internetnutzer, die diese Buttons bedienen und auch die Werbetreibenden, die im Share- oder Bookmark-Fenster einen Deal anbieten. Die Werbetreibenden mieten Kampagnen, diese bieten eine „Deal“. Zum einen ist das eine Werbebotschaft, die in die KanĂ€le Twitter, Facebook, Xing oder LinkedIn geteilt und mit einem Gutschein belohnt wird, wenn Nutzer den Deal weiterempfehlen. Dazu ist man aber nicht verpflichtet.

Die ekaabo GmbH mit Sitz in Weinheim wurde im November 2006 gegrĂŒndet. Investoren sind Marco Ripanti (GeschĂ€ftsfĂŒhrer und GrĂŒnder) und die Artus Capital GmbH & Co. KGaA in Kulmbach. Die YiGG GmbH und die Mister Wong GmbH wurden von der ekaabo GmbH im Juli 2012 ĂŒbernommen. Damit mausert sich Weinheim zu einem wichtigen Standort in Sachen Social-Media.

Social-Media-Übernahme

Weinheimer Dienstleister ekaabo ĂŒbernimmt Yigg

Weinheim/MĂŒnchen, 12. Juli 2012. (red/pm) Schon fast 1.000 Webseiten nutzen den „Spreadly-Button“, ĂŒber den man verschiedene soziale Netzwerke erreichen kann. Durch die Übernahme von Yigg kommt ein weiterer Social-Media-Dienst hinzu. Das Weinheimer Internet-Unternehmen ekaabo GmbH vergrĂ¶ĂŸert sich.

Information der ekaabo GmbH:

„Bookmarking und Sharing sind feste Bestandteile aller Social-Media-AktivitĂ€ten. Internetbesucher teilen und diskutieren mit Freunden und Kollegen. Die Buttons, die das Teilen von Inhalten oder Setzen von Lesezeichen ermöglichen, sind immer in Betrieb und werden nun zusammengefĂŒgt: Die ekaabo GmbH aus Weinheim ĂŒbernimmt die auf Nachrichten spezialisierte Bookmarking-Dienstleisterin, YiGG GmbH [www.yigg.de] aus MĂŒnchen, und verbindet sie mit dem eigenen Sharing-Dienst Spreadly [www.spreadly.com].

„Das YiGG-Bookmarking soll mit dem Spreadly-Sharing nutzerfreundlich zusammenwachsen. Die YiGG-Nutzer mĂŒssen sich nicht neu anmelden, sondern können weiterhin wie bisher ihre Lesezeichen bei relevanten News setzen. Neu ist, dass sie ihre News direkt beim Bookmarken kommentieren und nicht nur in YiGG ablegen, sondern auch mit ihren Freunden in Facebook, LinkedIn und Twitter teilen können. Außerdem bekommen sie fĂŒr ihr `BookmarksharingÂŽ noch ein unverbindliches Dankeschön unserer Spreadly-Werbepartner angeboten“, erlĂ€utert Marco Ripanti, GeschĂ€ftsfĂŒhrer der ekaabo GmbH [www.ekaabo.de], die technische Liaison von YiGG und Spreadly.

„Wir sind gespannt auf das Feedback unserer Werbekunden, denen wir ja nun mit YiGG eine viel grĂ¶ĂŸere Reichweite fĂŒr ihre Botschaften bieten können,“ freut sich Marco Ripanti ĂŒber die Übernahme.

Wer einen Button aus der Spreadly-YiGG-Symbiose einbaut, profitiert finanziell. Das Spreadly Ad-Network teilt mit den Seitenbetreibern die Werbeeinnahmen. Diese neue Erlösquelle richtet sich an alle, die lieber mit dezenter, gezielter – statt aufdringlicher – Werbung Einnahmen erzielen möchten.

Der YiGG-Button ist auf renommierten Seiten wie Bild.de und Youtube eingebaut. „FĂŒr die Weiterentwicklung von YiGG ist es sinnvoll, dass die ursprĂŒngliche Idee des Mitmach-Nachrichtenportals nun noch mehr mit dem Bereich Social Sharing verschmelzen wird. Die Nutzer können kĂŒnftig bequem ihre Nachrichten wieder- finden und in Debatten einsteigen. Ich bin mir sicher, dass YiGG bei ekaabo in guten HĂ€nden ist“, kommentiert Michael Reuter die Übergabe der YiGG GmbH an ekaabo.

YiGG-Nutzer mĂŒssen kĂŒnftig nicht mehr 100 Artikel bewertet haben, um selbst Bookmarks zu publizieren. Dies war bisher nötig zur SpamprĂ€vention: Dieses Problem wird nun durch die Standard-Authentifizierung bei Spreadly mit Facebook, LinkedIn oder Twitter abgefangen. Die Nutzung von YiGG wird kĂŒnftig schneller und einfacher.

Michael Reuter grĂŒndete die YiGG GmbH 2006 und will sich zukĂŒnftig auf seine AktivitĂ€ten in der App Economy konzentrieren.

Die Social Media Dienstleistung der ekaabo soll mit YiGG noch attraktiver werden. Unter dem Brand Spreadly können Werbekunden direkt im Teilen-Fenster einen Eyecatcher buchen. Bezahlt wird nur nach tatsĂ€chlicher Verbreitung der Werbebotschaften in die Social-Media-Netzwerke Facebook, Twitter und LinkedIn – nicht nach womöglich unbemerkten Einblendungen. Wer Werbebotschaften verbreitet, erhĂ€lt dafĂŒr direkt vom Spreadly-Werbepartner eine Entlohnung in Form von Gutscheinen oder Codes. „Jeder Bookmark oder Share im Ad-Network von Spreadly ist freiwillig, unverbindlich und transparent fĂŒr alle Akteure“, erklĂ€rt Marco Ripanti sein Social-Media-Werbeformat.

Über die Verkaufssumme der YiGG GmbH an die ekaabo GmbH wurde Stillschweigen vereinbart.“

Über ekaabo

Die ekaabo GmbH bietet neben der Konzeption von Online-Communitys verschiedene Social-Sharing-Dienstleistungen an. Diese basieren auf Social Data aus dem Social Graphen. Auf diesen Internettechnologien basiert die Soziale Werbung im Social-Ad-Network des Brands Spreadly, von der alle Akteure profitieren. Betreiber, die Werbung auf ihren Seiten zulassen und Internetnutzer, die die Werbebotschaften transportieren, werden fĂŒr ihre Leistung belohnt. Werbetreibende erhalten wichtige Informationen ĂŒber das Verhalten einzelner Mitglieder ihrer Zielgruppe und können diese identifizieren. Die ekaabo GmbH mit Sitz in Weinheim wurde im November 2006 gegrĂŒndet. Investoren sind Marco Ripanti (GeschĂ€ftsfĂŒhrer und GrĂŒnder) und die Artus Capital GmbH & Co. KGaA in Kulmbach.

Aus Weinheim wird Stadtweinheim

Stadt Weinheim mit neuer Facebook-Adresse

Weinheim, 08. Juni 2012.(red/pm) „www.facebook.com/stadtweinheim“ – so lautet seit heute die neue Facebook-Adresse, deren Seite von der Stadt Weinheim betreut wird. Die neue URL-Adresse ist erforderlich geworden, weil Facebook die ursprĂŒnglichen StĂ€dteseiten (frĂŒher www.facebook.com/weinheim) fĂŒr sich selbst beansprucht. Die Administratoren der Weinheim-Seite und der in Weinheim ansĂ€ssige Social-Media-Berater Marco Ripanti haben sich nun mit Facebook verstĂ€ndigt, kĂŒnftig als „stadtweinheim“ kenntlich zu sein.

Wichtig ist: FĂŒr die „Fans“ der Weinheimer Facebook-Seite Ă€ndert sich nichts, betont Pressesprecher Roland Kern, der zu den Administratoren der Seite gehört. Wer bereits den „Like“-Button geklickt hat, bleibt Teil der Community mit fast 4800 Fans. Nur wer die Seite ĂŒber das URL-Feld frisch öffnen will oder Verlinkungen vornimmt, sollte die VerĂ€nderung beachten.

(Wir hatten berichtet, siehe verlinkten Artikel unten)

Facebook macht ernst und zieht kommunale Seitennamen ein

Wer nicht innerhalb der Frist reagiert, wird gelöscht

Alle StÀdte und Gemeinden verlieren ihre "Vanity Url", sofern diese exakt dem Namen der Kommune entspricht.

 

Rhein-Neckar, 30. Mai 2012. (red) Wer in zwei Wochen in Facebook beispielsweise Weinheim sucht, wird nicht mehr die bisherige Seite finden. Auch nicht Heidelberg mit ĂŒber 52.000 Fans oder Karlsruhe oder Heddesheim. Alle StĂ€dte und Gemeinden verlieren ihre Adressen – einfach so, weil Facebook das will. Der Schaden ist immens – denn alle Informationsmaterialien, die auf die bisherige Facebook-PrĂ€senz hinweisen, werden damit falsch. Und wer nicht reagiert, verliert sogar alle Daten und Fans.

Von Hardy Prothmann

Die Zeit lĂ€uft. Facebook hat angekĂŒndigt, alle Seitennamen, die konkret eine Kommune benennen, einzuziehen. In einer email, die uns vorliegt, schreibt eine Pressesprecherin:

Auf Facebook kann niemand eine Stadt oder ein Land fĂŒr sich beanspruchen – dies haben wir in unserem Hilfebereich stets deutlich gemacht – denn Menschen möchten möglicherweise zeigen, dass ihnen zum Beispiel Hamburg gefĂ€llt, aber nicht notwendigerweise die Marketingorganisation der Stadt.

Aus Sicht von Facebook kann niemand Administrator von so genannten „generischen Orten“ sein, also Kommunen, Regionen oder LĂ€ndern. Facebook verlangt, dass Begriffe verwendet werden, die spezifisch auf die Organisation hinweisen:

FĂŒr StĂ€dte wie MĂŒnchen wĂ€ren die Optionen u.a. MĂŒnchen.de, VisitMunich, MĂŒnchen Touristik oder StadtportalMĂŒnchen, BesucheMĂŒnchen.

Weinheim, Heidelberg, Heddesheim  – es trifft alle

Wann genau die Frist endet, ist unklar – geht man vom Datum der uns vorliegenden email aus, wĂ€re das der 11. Juni 2012. Betroffen sind StĂ€dte wie Heidelberg oder Karlsruhe, aber auch kleine Gemeinden wie Heddesheim. Steffen Schmid, Tourismusmarketingleiter der stĂ€dtischen GmbH fĂŒr Heidelberg, hat nicht etwa durch Facebook von der Maßnahme erfahren, sondern ĂŒber Tourismusblogs:

Das war ein ganz schöner Schreck erstmal und die Frist ist mit drei Wochen wirklich unangenehm kurz. Wir stehen jetzt aber mit Facebook in Kontakt und werden einen neuen Namen anmelden. Facebook zieht dann unsere Inhalte und die Fans um.

Sollte dabei ein Fehler passieren, wĂŒrden Monate oder Jahre Image-Arbeit zerstört werden. Einen echten Verlust gibt es durch die Aktion schon jetzt:

Alle unsere Druckerzeugnisse, auf denen facebook.com/heidelberg steht, sind jetzt natĂŒrlich fehlerhaft.

Welchen Namen sich Heidelberg als „Vanity Url“ gibt, ist noch nicht entschieden, vermutlich wird es aber facebook.com/heidelberg city sein. „City“, weil rund die HĂ€lte der Fans aus dem Ausland kommt.

Drum prĂŒfe die AbhĂ€ngigkeit

Auch die Facebook-Seite von Weinheim ist betroffen. Der Social Media-Experte und ehrenamtliche Betreuer Marco Ripanti sagt:

Wir haben kommende Woche ein Treffen mit dem IT-Chef der Stadt, um einen neuen Namen festzulegen.

Selbst Experten wie Marco Ripanti lernen noch dazu. Auf seinem Blog schreibt er:

Ich gebe zu, auch ich gehörte zu Beginn zu den Leuten die unbedingt eine Vanity-URL auf Facebook haben wollten. Ein Teil der starken Marke Facebook zu sein in dem man einfach hinter www.fb.com/ seinen Namen oder Brand setzte hatte schon einen gewissen Charme. (…) Jeder der was auf sich oder sein Unternehmen hĂ€lt wollte eine solche URL.

Jetzt sieht er das anders und hat auch schon eine Lösung, die allerdings mit ein wenig technischem Verwaltungsaufwand verbunden ist:

Welchen Grund gibt es eigentlich, mich, meine Marke oder mein Unternehmen hinter Facebook zu stellen? Warum begebe ich mich in die AbhĂ€ngigkeit? Bereits heute erfahren die ersten StĂ€dte wie es ist, wenn plötzlich der eigene Stadtname nicht mehr als URL verwendet werden darf. Viele Marketingartikel auf denen noch www.fb.com/STADTNAME kommuniziert wurde mĂŒssen nun entsorgt werden.

Der Ratschlag des Social Media-Experten Ripanti ist einfach. KĂŒnftig werden Seiten oder andere ReprĂ€sentanzen bei anderen Diensteanbietern ĂŒber eine eigene Sub-Domain kommuniziert, also beispielsweise facebook.weinheim.de:

Sollte sich die Zieladresse Àndern, kann der Administrator einfach die Weiterleitungsadresse zum Ziel verÀndern.

TatsĂ€chlich löst das aber nicht AbhĂ€ngigkeit von unternehmerischen Entscheidungen bei Facebook – was vielen nach wie vor nicht klar ist: Alles, was bei Facebook gepostet wird, steht in Facebook und das Unternehmen kann damit machen, was es möchte.

Das bedeutet: Alle Inhalte, die nur hier gepostet worden sind, könnten eines Tages weg sein, weil Facebook irgendeine Entscheidung trifft. Die schöne neue Internetwelt hat also auch ihre Schattenseiten und der Umgang damit will – fortlaufend – gelernt sein. Und wer die Pflege von Auftritten in fremde HĂ€nde abgibt, beispielsweise einer Werbeagentur, sollte sich versichern, dass diese immer auf dem neuesten Stand ist, sonst droht der Datengau und damit der Verlust von Unternehmenswerten.

Service:
Wer unsicher ist, ob er alle Richtlinien einhÀlt, sollte die Informationsseite von Facebook aufmerksam lesen.

Anmerkung der Redaktion zur Transparenz:
Wir verwenden den Spreadly-Button zum Teilen von Artikeln. Der Weinheimer Unternehmer Marco Ripanti ist GrĂŒnder von Spreadly.

Der Weinheimer Marco Ripanti ist ein gefragter Social-Media-Experte

Der VisionĂ€r, die Daten, das Öl

Weinheim/Rhein-Neckar, 24. Februar 2012. (red) Marco Ripanti ist Italiener – seine Heimat ist Weinheim. Hier hat er eine kleine Firma aufgebaut, die großes vor hat. Mit „Spreadly“ hat er eine Software entwickelt, die das Zeug hat, ein Marktrenner zu werden. Spreadly funktioniert Ă€hnlich wie der Facebook-Like-Button. Aber Spreadly kann mehr und bietet mehr. Sowohl fĂŒr Unternehmen als auch Nutzer.

Interview: Hardy Prothmann

Marco Ripanti ist Internetunternehmer und Social-Media-Experte. Bild: Ekaabo

Marco Ripanti: UrsprĂŒnglich war spreadly ein von Google aufgekaufter Dienst und entsprach dem heutigen Excel in Google Docs. Damals wurden Write.ly und Spreadly gekauft und in Google Docs umbenannt. Wir suchten was umfassenderes als das Wort Share und sind auf Spread gestoßen und haben Google dann die Domain abgekauft.

Ist sowas teuer zu kaufen?

Ripanti: Ich habe 800 Dollar bezahlt, Dan Siroker, ein Medienberater von PrÀsident Obama, war sehr kooperativ.

Und was ist Spreadly?

Ripanti:
Spreadly erlebt seine dritte und hoffentlich finale Ausbaustufe. Zu Beginn war es ausschließlich ein Analysetool, um Seitenbetreibern beim Thema social sharing zu helfen. Also Zahlen zu Reichweiten zu erhalten. Allerdings war der Start schwer, denn wir waren bei vielen Seitenbetreibern zu frĂŒh – die Leute konnten mit den Daten noch nicht viel anfangen.

Daten sind das neue Öl.

Warum ist das jetzt anders?

Ripanti: Das ist heute noch nicht viel anders. Man spricht bei Daten vom neuen Öl. Je grĂ¶ĂŸer die Unternehmen sind, umso weniger sind sie in der Lage die richtigen SchlĂŒsse aus den Daten zu ziehen, die unsere Software liefert. Viele wollten von uns ein Reporting kaufen – das ist aber nicht unser GeschĂ€ft.

Was ist denn das GeschÀft?

Ripanti: Wir haben den share-Button um eine Funktion erweitert. Eine Empfehlung sollte nicht einfach eine kostenfreie Dienstleistung sein. Derjenige, der etwas teilt, erhĂ€lt dafĂŒr auch ein kleines “Danke-Schön”.

Bezahlte Inhalte

Butter bei die Fische: Wie groß ist klein und was ist ein Danke-schön?

Ripanti: Das Danke-schön kann ein Gutschein von Werbetreibenden sein, die wir acquirieren. Und von den Erlösen, die wir bekommen, geben wir einen Teil an den Seitenbetreiber ab, der den Spreadly-Button nutzt. Das ist eine mögliche zukĂŒnftige Lösung fĂŒr Paid-Content.

Klingt gut, was heißt das konkret? Wie hoch könnten solche Einnahmen sein?

Ripanti: Wir bieten fĂŒr den Werbetreibenden zwei sehr faire Modelle an, weil wir uns auch als logische Alternative zur aussterbenden WĂ€hrung Page-Impressions verstehen. Stattdessen bezahlt der Werbetreibende bei uns nach Reichweite des Empfehlers, also dessen Freunden in den Netzwerken. Beispiel: Jemand, der tausend Freunde hat, shart ĂŒber den Spreadly-Button einen Artikel. DafĂŒr bekommt er 1.000 Mal 0,003 Cent, also 3 Euro. Je mehr Reichweite ein Besucher hat, umso besser fĂŒr den Seitenbetreiber – die Besucher mit ordentlicher Reichweite bekommen Gutscheine oder andere Danke-Schöns.

Wie unterscheidet sich das vom Facebook-Like-Button und der damit verbundenen Datenschutz-Kritik?

Ripanti: Das wichtigste dĂŒrfte sein, dass keine Information an uns ĂŒbermittelt wird, wenn jemand eine Seite besucht. Wir erfahren erst dann was, wenn er teilt.

Und was sind das fĂŒr Daten?

Ripanti: Demokraphische Daten wie Alter, Familie, Geschlecht, Anzahl der Freunde und die Berechtigung in den Stream zu schreiben, sonst können wir keinen Share abschicken. Das sind Daten, die in Facebook stehen und auf die so gut wie alle dortigen Anwendungen Zugriff haben. Also auch Spieleanbieter.

Ehrzeizige Ziele

Wie viele Spreadly-Seiten gibt es seit dem Start im MĂ€rz 2011?

Ripanti: Gut 1.000. Knapp 40.000 Nutzer, die mindestens einmal ĂŒber den Button geliket haben. Das persönliche, sportliche Ziel ist, die Dienste addthis und sharethis zu vertreiben, die nehmen uns den Platz weg. Wir wĂŒnschen uns aus der Verlagsbranche gerne einen Partner. Ansonsten rechnen wir mindestens mit einer Verdopplung der Seiten 2012 und eine Vervielfachung der Nutzer – wie viele das sind, hĂ€ngt von der Frequenz der Seiten ab.

Wie wie viele Leute arbeiten an Spreadly.

Ripanti: Die GeschĂ€ftsfĂŒhrung, vier feste KrĂ€fte und freie Mitarbeiter.

Wie wichtig ist der Standort Weinheim fĂŒr Ihr Unternehmen?

Ripanti: Im Internet-Business ist jeder Standort gut, der eine ordentliche Internet-Infrastruktur bietet. Weinheim ist fĂŒr mich deshalb so wichtig, weil es meine Heimatstadt ist und ich liebe sie. Ich bin zwar gebĂŒrtiger Italiener, aber ebenso Woinemer – das ist ĂŒbrigens auch mein Skype-Name.

Zur Person:
Marco Ripanti (40) lebt mit seiner Frau in Weinheim und hat drei kleine Kinder. Er hat Wirtschaftskorrespondent gelernt, war dann in der Erwachsenenbildung tÀtig und hat 2001 die Seite dozententeam.de gelauncht, die der VorlÀufer zum dozentenscout.de war, die heute 15.000 Mitglieder hat.
“Ich bin von der beratendenen TĂ€tigkeit in die ausfĂŒhrende gewechselt.” 2006 hat er die Firma Ekaabo mit einem Investment der Börsenmedien AG gegrĂŒndet.

Anm. d. Red.: Auch unsere Redaktion nutzt den Spreadly-Button in den Artikeln. Einfach ausprobieren 🙂

Hohes Ranking

Weinheim ist eine fĂŒhrende Stadt im „Social Web“

Die Stadt Weinheim liegt im Social Web ganz vorne.

 

Weinheim/Rhein-Neckar, 15. Februar 2012. (red/pm) Weinheim liegt unter Deutschlands Kommunen auf Rang 40 in einem aktuellen Ranking, in der Metropolregion auf Rang drei. Fast 4.000 Facebook-Fans hat die Stadt, sie twittert aktiv und nutzt das Netz als Kommunikationsplattform – was fehlt, ist ein moderner Internetauftritt. Der soll aber bis Herbst neu entwickelt sein.

Von Hardy Prothmann

Das ist ein schöner Erfolg fĂŒr das Team um den Pressesprecher Roland Kern:

Die Stadt Weinheim liegt unter den Großen KreisstĂ€dten im Land weit vorne, was seine AktivitĂ€ten im „Social Web“, dem modernen Kommunikationsweg der „Sozialen Netzwerke“, angeht.

Ein aktuelles Ranking von „Pluragraph“, einer Plattform fĂŒr Social-Media-Benchmarking von gemeinnĂŒtzigen Organisationen, Politik, Kultur und Verwaltung, listet die Zweiburgenstadt in einem bundesweiten Vergleich unter 469 Kommunen auf Rang 40.

Auf den ersten PlĂ€tzen schneiden die Groß- und UnistĂ€dte Berlin, Hamburg, Köln, MĂŒnchen und Frankfurt ab. Heidelberg folgt auf Rang sechs, Mannheim auf Rang 17. Weinheim kommt in der Metropolregion Rhein-Neckar auf Platz 3 und auf Rang sieben in ganz Baden-WĂŒrttemberg (hinter Heidelberg, Karlsruhe, Stuttgart, Reutlingen, Konstanz am Bodensee und Mannheim).

Unter allen Institutionen Behörden und Parteien im Lande, rangiert Weinheim auf Rang 26. Zum Vergleich, MinisterprĂ€sisent Wilfried Kretschmann liegt auf Platz 16, die Piratenpartei Baden-WĂŒrttemberg aber hinter der Zweiburgenstadt auf Platz 27.

Der Erfolg kommt nicht von ungefĂ€hr: Die Kommunikation wird durch einen ausgebildeten Journalisten geleistet, der die neuen Medien in die „klassische“ Pressearbeit ĂŒbernommen hat und sich dabei durch einen weiteren Experten unterstĂŒtzen lĂ€sst: Marco Ripanti ist ein Social Web-Experte und arbeitet seit zwei Jahren ehrenamtlich am Social Media-Angebot der Stadt mit. Ripantis Firma „Ekaabo“ und das Projekt „Spreadly“ sitzen in Weinheim (wir nutzen ĂŒbrigens Spreadly ebenfalls als Partner – siehe oben den Button).

Weinheim betreibt einen Twitter-Kanal (http://twitter.com/weinheim) und mit hohem Tempo eine Facebook-Seite (www.facebook.com/weinheim). 3965 so genannter „Fans“ beobachten darauf Ereignisse und Entwicklungen in Weinheim, lassen sich regelmĂ€ĂŸig mit Infos und Nachrichten versorgen und bringen sich – ganz im Sinne des „Social Web“ – selbst in die Diskussionen ein.

Auch unsere Redaktion nutzt die Facebook-Seite von Weinheim, um zu schauen, wofĂŒr sich die Fans interessieren, was sie zu verschiedenen Themen kommentieren. Diese Art von vernetztem Dialog ist lĂ€ngst kein Experiment mehr, sondern Ausweis einer modernen Kommunikationkultur. Roland Kern beschreibt ein Beispiel:

In den letzten Tagen tauschte sich die „Community“ zum Beispiel darĂŒber aus, ob es gefĂ€hrlich ist, den zugefrorenen Waidsee zu betreten. Ein Weinheim-Fan stellte historische Bilder ein, darauf kann man jetzt bekannte Weinheimer in den 50er Jahren markieren. Es gibt Tipps zu Veranstaltungen und aktuelle Hinweise, immer wieder auch Fotos und Filme, oftmals bereits wĂ€hrend der Veranstaltung selbst. Die Weinheimer Facebook-Seite erneuert sich fast permanent.

Die Facebook-Seite steht allen Nutzern offen – sie können frei kommentieren. Und das lĂ€uft weitestgehend „stressfrei“ – die Administratoren greifen nur ein, wenn jemand aus der Reihe tanzt, was aber nur selten vorkommt.

In der Stadtverwaltung werden mittlerweile Administratoren-Funktionen auch vom KulturbĂŒro, der EDV-Abteilung, dem Stadt- und Tourismusmarketing und dem Stadtjugendring ausgeĂŒbt. Eifrige Partner sind zum Beispiel die Freiwillige Feuerwehr, die Stadtbibliothek, Job Central und die Volkshochschule.

„Facebook ist in einer sich rasant verĂ€ndernden Medienlandschaft fĂŒr Kommunen heute ein faszinierendes Kommunikationsmittel“,

sagt Roland Kern. Die Kooperation mit einem ortsansĂ€ssigen Experten der ersten Stunde sei ein „Erfolgsmodell und ein Vorzeigeprojekt bĂŒrgerschaftlichen Engagements“.

Die fast 4.000 Fans der Weinheimer Facebook-Seite haben wiederum zusammen fast 680.000 Freunde, denen sie Informationen aus Weinheim „teilen“ können – weltweit ĂŒbrigens. Wöchentlich erreicht die Weinheim-Fanpage laut Facebook-Statistik fast 13.0000 Menschen.

Das aktuelle Ranking ist zu finden auf: www.pluragraph.de

Anm. d. Red.: Mit Pressematerial der Stadt Weinheim.