Freitag, 20. Juli 2018

Von Schriesheim ĂŒber Weinheim nach Lorsch

Historische Kutschfahrt entlang der Bergstraße

Weinheim, 03. Oktober 2014. (red/pm) Eine Zeitreise zum Anschauen und fĂŒr die Freunde von Pferden und historischen prachtvollen Kutschen ein besonderer Augenblick: Am kommenden Sonntag, 05. Oktober, werden rund 30 Turnierpferde von Fahrsportlern der Region zwei-, drei- oder vierspĂ€nnig zehn historische und sorgsam restaurierte Kutschen die Bergstraße entlang ziehen: Von Schriesheim ĂŒber Weinheim bis nach Lorsch, also grenzĂŒbergreifend. [Weiterlesen…]

Imagekampagne aus der "Odenwaldhölle"

Herzapfel aus dem Paradies

Foto: Landratsamt Kreis Bergstraße

Der Erlös der Aufkleber-Aktion „Ich bin ein OdenwĂ€lder“ fließt in weitere Therapiemaßnahmen der jungen Grasellenbacherin Joline Kolb. Das Bild zeigt neben Joline, Landrat Matthias Wilkes (links) sowie Mutter Jeanette Kolb und Bruder Leon. Foto: Landratsamt Kreis Bergstraße

 

Kreis Bergstraße/Rhein-Neckar, 21. Januar 2014. (red/ld) Die FAS-Redakteurin Antonia Baum bescherte mit ihrem SchmĂ€hartikel ĂŒber die von ihr bezeichneten „Odenwaldhölle“ dem Landkreis Bergstraße eine heiße Debatte und – indirekt – eine neue Imagekampagne: „Ich bin ein OdenwĂ€lder“ erklĂ€rt Landrat Matthias Wilkes seit Freitag auf seinem Auto. FĂŒr 50 Cent pro StĂŒck werden die Aufkleber in den RathĂ€usern der Odenwald-Gemeinden sowie in den Touristeninformationen verkauft. Der Erlös soll einem neunjĂ€hrigen MĂ€dchen zu Gute kommen, das seit ihrer Geburt körperlich behindert ist. [Weiterlesen…]

"Odenwaldbeschimpfung" als Teil einer literarischen Tradition?

FAS empfiehlt „Odenwaldhölle“ als „SchullektĂŒre“

Birkenau_schloss

Die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung sieht in der „Odenwaldbeschimpfung“ die Fortsetzung einer literarischen Tradition. Foto: Schloss in Birkenau, Wikipedia, JĂŒrgen Kader, CC BY-SA 3.0

 

Kreis Bergstraße/Rhein-Neckar, 04. Januar 2014. (red) Der Feuilleton-Beitrag „Dieses StĂŒck Germany“ in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung (FAS) hat hohe Wellen geschlagen. Eine ganze Region fĂŒhlt sich beleidigt, Landrat Matthias Wilkes fordert eine Richtigstellung und der Ressortleiter des Feuilletons legt nach. Er empfiehlt den Text seiner Kollegin Antonia Baum als „SchullektĂŒre“ und meint, der Odenwald solle sich darĂŒber freuen. [Weiterlesen…]

Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung sorgt fĂŒr "großes Entsetzen"

„Odenwaldhölle“: Landrat Wilkes fordert Richtigstellung zu „bodenloser Frechheit“

Matthias Wilkes

Matthias Wilkes, Landrat Kreis Bergstraße. Foto: Landratsamt

Kreis Bergstraße/Rhein-Neckar, 03. Januar 2014. (red/pm) Landrat Matthias Wilkes zeigt sich „entsetzt“ und hat schnell auf den SchmĂ€h-Artikel der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung reagiert. Er fordert die Chefredaktion zu einer „Klarstellung“ auf und bietet der Berliner Redaktion „Hilfe“ in Form von „fundierten und wahrheitsgetreuen Informationen zur VerfĂŒgung“. Wir dokumentieren das Schreiben. [Weiterlesen…]

FAS-Redakteurinnen haben es schwer - Versuch einer beschwichtigenden Verstehung

Der nekrophile Nihilismus der Antonia B.

 

Kreis Bergstraße/Rhein-Neckar, 03. Januar 2014. (red) Überhaupt keinen guten Start ins neue Jahr erleben die sĂŒdhessischen Orte Birkenau und Rimbach sowie der komplette Odenwald. Laut der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung ist der Odenwald die Hölle auf Erden und Orte wie Birkenau, Mörlenbach und Rimbach sind die „scheußlichsten Orte der Welt“. Wer hier lebt, wird angeblich „im Kopf kaputt gemacht“. Einfach so. Weil man hier lebt. Die unausweichliche Folge laut der FAS-Redakteurin Antonia Baum: Drogen und Rauchen ab dem Alter von elf Jahren, Ladendiebstahl und eine die Persönlichkeit deformierende Depression. [Weiterlesen…]

SchĂŒler und Eltern der Alexander-von-Humboldt-Schule wehren sich gegen "WillkĂŒr" der Schulbehörde

Formfehler: DĂŒrfen FĂŒnftklĂ€ssler nicht nach G9 wechseln?

Die FĂŒnftklĂ€ssler der Alexander-von-Humboldt-Schule wollen erst in der 13. Klasse Abitur machen. Dieses Recht wollen sie sich jetzt vor dem Verwaltungsgericht Darmstadt erstreiten.

Die FĂŒnftklĂ€ssler der Alexander-von-Humboldt-Schule wollen erst in der 13. Klasse Abitur machen. Das staatliche Oberschulamt will das nicht erlauben – dagegen wird geklagt. Jetzt muss das Verwaltungsgericht Darmstadt entscheiden.

 

Viernheim/Rhein-Neckar, 13. Juni 2013. (red/ld) Ein Jahr lĂ€nger zur Schule gehen: Das wollen die SchĂŒlerinnen und SchĂŒler der Alexander-von-Humboldt-Schule (AvH). Im vergangenen Dezember hat die Schulleitung den Antrag fĂŒr die RĂŒckkehr zum neunjĂ€hrigen Gymnasium (G9) gestellt und darin auch beantragt, die 65 SchĂŒlerinnen und SchĂŒler der drei bestehenden fĂŒnften Klassen mitzunehmen. Seit der Änderung des Hessischen Schulgesetzes im Dezember 2012 ist das nicht mehr möglich. Deshalb erging der Antrag der Schulleitung vor diesem Termin. Im April dann die Entscheidung: Antrag abgelehnt, wegen eines Formfehlers. Nachreichen nicht möglich. Die Eltern sind stinksauer. Sie sehen sich einer BehördenwillkĂŒr ausgesetzt. [Weiterlesen…]

Das badisch-hessische Doppeldorf Flockenbach war fĂŒr einen Tag das Zentrum und das Symbol fĂŒr die Metropolregion

HĂ€nde reichen ĂŒber alle Grenzen

1.000 Jahre Flockenbach. Bild: Stadt Weinheim

Weinheim/Gorxheimertal, 21. Mai 2012. (red/pm) Am Wochendende feierten die beiden Ortschaften Ober- und Unterflockenbach das 1.000-jÀhrige Bestehen.

Von Roland Kern

„Es war noch gar nicht so lang her, Hans Salbinger, der heutige Ortsvorsteher des Weinheimer Odenwald-Ortsteils Oberflockenbach, kam ins heiratsfĂ€hige Alter. Da erklĂ€rte ihm seine Oberflockenbacher Mutter: „Junge, wenn’s jetzt ans Heiraten geht, bloß koanie vum Tal.“ Salbinger erzĂ€hlte diese Story am Sonntagmorgen schmunzelnd vom RNF-Truck herunter, der FestbĂŒhne zum grenzĂŒbergreifenden JubilĂ€umsfest „1000 Jahre Flockenbach. Und Hunderte von Menschen vor der BĂŒhne bewiesen, dass diese Zeiten vorbei sind.

Auf der Festmeile zwischen den historisch verschwisterten Gemeinden Oberflockenbach und Unterflockenbach begegneten sie sich auf der Grenzlinie zwischen Baden und Hessen. Ohne dass es verordnet war, sprachen alle Redner und Moderator Ralph KĂŒhnl am Ende des offiziellem Festaktes nur noch von „Flockenbach“ – als gĂ€be es weder Unter- noch Ober.

Unterflockenbachs BĂŒrgermeister Uwe Spitze liebĂ€ugelte augenzwinkernd, immerhin in Anwesenheit des hessischen Bergstraßen-Landrates Matthias Wilkes und Matthias Graf aus dem hessischen Innenministerium, sogar mit einer Eingemeindung nach Weinheim. „Wir wĂŒrden Euch nehmen“, ging Weinheims OberbĂŒrgermeister auf das Angebot ein. Nach dem musikalischen EntrĂ©e durch den Muskiverein Gorxheimertal war aber erst einmal der Auftritt von Heimatforscher Gerhard Schmitt an der Reihe.

Der frĂŒhere Schulrektor und Flockenbach-Kenner, auch Autor der Feschrift, fĂŒhrte die beiden Gemeinden am „Fluchenbah“, dem Felsenbach, historisch zusammen. Im Mittelpunkt standen dann feierliche Verleihungen und Ehrengaben. Ministerialdirigent Matthias Graf, im Wiesbadener Innenministerium Abteilungsleiter der Kommunalabteilung, hatte fĂŒr Unterflockenbach die Freiherr-vom-Stein-Medaille im GepĂ€ck.

Stefan Dallinger, Landrat des Rhein-Neckar-Kreises und Weinheims OberbĂŒrgermeister Heiner Bernhard, ĂŒberreichten an Oberflockenbachs Ortsvorsteher Hans Salbinger eine wertvolle Plastik aus dem Atelier des KĂŒnstlers GĂŒnther Braun; sie wird im Rathaus des Ortsteils einen Ehrenplatz bekommen. Die beiden LandrĂ€te Dallinger und Wilkes bekrĂ€ftigten im Interview mit RNF-Moderator Ralph KĂŒhnl den Gedanken der Metropolregion Rhein-Neckar.

An diesem Sonntag rĂŒcke die badisch-hessische Gemeinde Flockenbach in deren Mittelpunkt und werde zum Symbol fĂŒr ein grenzenloses Miteinander in der Region. Dann folgte ein besonderer Höhepunkt: Klaus Ackermann und Helmut Lerchl hatten zum JubilĂ€um einen eigenen Song geschrieben, den sie vortrugen. Der dritte Musikus im Bunde war kein Geringerer als Weinheims Erster BĂŒrgermeister Dr. Torsten Fetzner.

Die drei strahlten mit der Sonne und vielen Tausend Besuchern um die Wette, als sie spĂ€ter noch musizierend die Festmeile mit den mehr als 60 originellen Buden und StĂ€nden hoch und runter zogen. Diesen Tag wird man beiderseits der Landesgrenze nicht so schnell vergessen.“

Anm. d. Red.: Roland Kern ist Pressesprecher der Stadt Weinheim.