Sonntag, 17. Dezember 2017

Unternehmer-Geschichten: Das Miramar und die Familie Steinhart

„Wir sind ein Familienbad“

Weinheim, 11. August 2014. (red/pro) Wir starten unsere neue Serie „Unternehmer-Geschichten“ mit einem Weinheimer Traditionsunternehmen. Im vergangenen Jahr ist das Miramar 40 Jahre alt geworden. Das Spaß- und Freizeitbad hat sich im Laufe der Zeit gewandelt – zuletzt kam eine Millioneninvestition in neue Rutschen dazu. GeschĂ€ftsfĂŒhrer Marcus Steinhart erklĂ€rt im Interview, was das Erfolgsrezept des Familienbetriebs ist. [Weiterlesen…]

Das Miramar nutzt auch regenerative Energiequellen

Enormer Energiebedarf

Weinheim, 11. August 2014. (red/pro) Geothermie ist auch fĂŒr die Stadt Weinheim ein mögliches Thema – nach den Erfahrungen des Miramar aber kein einfaches. Jede Anlage ist nach Ansicht von GeschĂ€ftsfĂŒhrer Marcus Steinhart ein „Pilot-Projekt“. Welche Erfahrungen der Unternehmer damit gemacht hat, erzĂ€hlt er im Interview. [Weiterlesen…]

Stadt Weinheim begrĂŒĂŸt mit Willkommenspaket

Die BĂŒrger besser willkommen heißen

Weinheim, 18. MĂ€rz 2014. (red/pm) Um die Bewohner besser willkommen zu heißen, begrĂŒĂŸt die Stadt Weinheim seine NeubĂŒrger jetzt mit einem Willkommenspaket. [Weiterlesen…]

Polizei ermittelt

Pkw beschÀdigt

polizei_feature11Weinheim, 13. Januar 2014. (red/pol) Ein auf dem Parkplatz des Miramar in der Waidallee abgestellter Mitsubishi Colt mit HP-Kennzeichen beschĂ€digte am Sonntag ein bislang nicht ermittelter Autofahrer. Die GeschĂ€digte hatte ihr Auto unbeschĂ€digt gegen 12:30 Uhr geparkt und bei ihrer RĂŒckkehr – etwa 16:00 Uhr – die BeschĂ€digungen an der Stoßstange festgestellt. Sie erstattete sogleich Anzeige bei der Polizei, die nun wegen Unfallflucht ermittelt. Sachdienliche Hinweise werden unter Tel.: 06201/10030 erbeten.

Gemeinderat beschließt weitere Beteiligung an LinienbĂŒndel "Odenwald SĂŒd"

Bus 682 wird verlÀngert

Hirschberg/Weinheim, 13. Dezember 2013. (red/ld) Die Buslinie 682 könnte ab dem 01. Juni 2014 weiter durch Großsachsen fahren. Am Mittwoch beschloss der Hirschberger Gemeinderat einstimmig die Beteiligung an der Finanzierung des LinienbĂŒndels „Odenwald SĂŒd“ durch die Stadt Weinheim bis nach Großsachsen. Nun muss die Stadt Weinheim entscheiden, ob sie die Linie 682 wieder in das LinienbĂŒndel „Odenwald SĂŒd“ aufnimmt. [Weiterlesen…]

Eva-Gesine Wagner ließ Sandstein-Skulptur vor Ort entstehen

„Undine mit Herz“ erfreut nun Miramar-Besucher

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Die KĂŒnstlerin Eva-Gesine Wegner und Miramar-GeschĂ€ftsfĂŒhrer Marcus Steinhart prĂ€sentierten stolz die neueste Skulptur auf dem GelĂ€nde des Freizeitzentrums.

 

Weinheim, 28. August 2013. (red/aw) Am Vormittag prĂ€sentierte das Miramar seinen GĂ€sten und der Presse stolz das neueste Kunstwerk auf dem GelĂ€nde des Freizeitbades. Die „Undine am See“ entstand in zwei Wochen Handarbeit aus einem naturbelassenem Gelbsandstein und ist nun ein weiteres AnschauungsstĂŒck fĂŒr die Besucher des SaunagelĂ€ndes. Die Bildhauerin Eva-Gesine Wegner arbeitet schon ĂŒber dreißig Jahre mit Natursteinen und lĂ€sst sich stets von Natur und Umgebung bei der Entstehung ihrer Werke beeinflussen. „Ein Risiko, dass sich gelohnt hat“, findet Miramar-GeschĂ€ftsfĂŒhrer Marcus Steinhart.  [Weiterlesen…]

"Meilensteine" aus Sicht der Stadtverwaltung

Die Weinheimer Themen des Jahres 2012

Unser Foto des Jahres 2012: OB Heiner Bernhard im GlĂŒck – weil ers „saugeil“ fand, rutschte er den Hurricane-Loop gleich zwei Mal hintereinander und posierte beglĂŒckt wie ein Jugendlicher.

 

Weinheim, 20. Dezember 2012. (red/pm/ae) Wieder einmal neigt sich ein Jahr dem Ende.  Aus diesem Anlass hat sich die Stadt Weinheim dazu entschlossen, einen RĂŒckblick auf die Themen, die Weinheim im Jahr 2012 beschĂ€ftigten, zu geben. Sowohl die kommunale Energiewende als auch die Etablierung der Stadt Weinheim als Bildungsstandort und Weinheim als Fair-Trade-Town sind dabei nur ein paar zu nennende Meilensteine.

Von Roland Kern

Es ist das Thema des Jahres: Die Stadt Weinheim geht neue Wege bei der Einbeziehung der BĂŒrgerschaft in politische Zukunftsentscheidungen. Die Frage, wie und wo in den nĂ€chsten Jahren die Gewerbeentwicklung der Großen Kreisstadt stattfindet, wird in einem BĂŒrgerdialogverfahren von den BĂŒrgern selbst beraten. Im MĂ€rz hat die Stadtverwaltung ein Konzept der BĂŒrgerbeteiligung vorgestellt, das von der Deutschen Forschungsstelle BĂŒrgerbeteiligung der Uni Wuppertal begleitet wird. Dazu gibt es verschiedene Veranstaltungen und ein BĂŒrgergutachten von zufĂ€llig ausgewĂ€hlten BĂŒrgerrĂ€ten. Zu einem geforderten BĂŒrgerentscheid kommt es dann aber doch nicht, weil sich der Gemeinderat und eine BĂŒrgerinitiative auf keine Formulierung fĂŒr eine Fragestellung einigen können.

Im September spricht sich das Gremium gegen einen BĂŒrgerentscheid und fĂŒr einen GelĂ€ndetausch aus, so dass die Planungen fĂŒr ein Gewerbegebiet in den „Breitwiesen“ an der Autobahn weitergehen. Die Verwaltungsspitze verspricht: Auch ohne BĂŒrgerentscheid wird die Stadt die BĂŒrger bei der weiteren „Breitwiesen“-Planung einbeziehen. Zum Jahresende gibt es aber auch BemĂŒhungen, das Thema erneut auf die Tagesordnung zu bringen.

Schullandschaft im Westen

Lokalpolitiker, Eltern und Lehrer beschĂ€ftigt die VerĂ€nderung der Schullandschaft – nicht nur wie hier beim Infoabend in Hemsbach.

 

Die Stadt will die Schullandschaft im grĂ¶ĂŸten Stadtteil, der Weststadt, fĂŒr die Zukunft neu und nachhaltig aufstellen. Verschiedene Faktoren erfordern die VerĂ€nderung: Der Bedarf nach einer neuen Grundschule anstatt der baufĂ€lligen Albert-Schweitzer Schule, die demografische Entwicklung sowie die neue Schulpolitik im Land. Es gibt immer weniger Haupt- und WerkrealschĂŒler, deshalb werden die Karrillon-Schule und die DBS-Werkrealschule zum nĂ€chsten Schuljahr fusionieren. Ein Moderationsprozess mit Konzeptgruppe und großen World-CafĂ©s entwickelt nach einigen Monaten einen Vorschlag an den Gemeinderat: Eine Grundschule mit der Johann-Sebastian-Bach-Förderschule unter einem Dach am Standort des Rolf-Engelbrecht-Hauses. Der Gemeinderat gibt eine Machbarkeitsstudie in Auftrag, um die Finanzierbarkeit unter BerĂŒcksichtigung aller Synergieeffekte zu prĂŒfen. Im Gegenzug werden nĂ€mlich drei alte SchulgebĂ€ude frei, die anders verwertet oder genutzt werden können.

Weinheim etabliert sich weiter als Bildungsstandort

Weinheim etabliert sich weiter als Bildungsstandort und Bildungsregion im Land Baden-WĂŒrttemberg. Im April wird eine Vereinbarung zwischen der Agentur fĂŒr Arbeit und dem Kommunalen Übergangsmanagement Schule-Beruf geschlossen, kĂŒnftig bei der Berufsorientierung enger zusammenzuarbeiten. Das Übergangsmanagement ist nun offiziell bei der Stadt Weinheim angesiedelt. Mit dem neuen Schuljahr haben vier neue Schulsozialarbeiterinnen auf drei Stellen ihre TĂ€tigkeit aufgenommen. OB Bernhard bezeichnet die Schulsozialarbeit als „Edelstein in der Bildungskette“.

Mit der „Bildungskette“ und der „Weinheimer Initiative“ sorgt die Stadt weiter bundesweit fĂŒr Aufsehen und positive Beispiele, unter anderem informiert sich deshalb Kultus-StaatssekretĂ€r Dr. Frank Mentrup vor Ort – und hat großes Lob fĂŒr die Bildungslandschaft. Außerdem: Im Sommer erscheinen gleich in mehreren Fachmagazinen Lobeshymnen auf die soziokulturellen Schulprojekte an der DBS. OB Bernhard betonte: „Ich bin dem Gemeinderat sehr dankbar, dass es in Fragen der QualitĂ€t von Bildung in dieser Stadt immer eine große Einigkeit gibt.“

Unsere Artikel zum Thema Schule und Bildung finden Sie hier.

Auch MdL Uli Sckerl sagt: „Die Energiewende ist der richtige Weg.“

Kommunale Energiewende hat begonnen

Ein Jahr im Zeichen der Energiewende: Im Rathaus stĂ¶ĂŸt ein Energie-Team, begleitet vom Runden Tisch Energie, eine Reihe von ökologischen Verbesserungen an. Der Gemeinderat trifft die Entscheidung, alle öffentlichen GebĂ€ude, Straßen und PlĂ€tze ab diesem Jahr zu hundert Prozent mit Öko-Strom zu versorgen. Die Stadtwerke Weinheim kommen der Stadt dabei entgegen. Die Arbeiten an einem Klimaschutz-Gutachten durch eine Fachagentur haben begonnen. Die Vorstellung ist faszinierend: Pro Jahr könnten in Weinheim fast 30 000 Tonnen CO 2-Gas eingespart werden, wenn man alles ausschöpft. Die ersten Projekte nehmen ihre Arbeit auf: Auf der Rippenweierer Keltensteinhalle produziert eine BĂŒrgersolaranlage Strom, die WĂ€rme kommt von der Holzschnitzelheizung eines benachbarten Betriebes, möglicherweise entsteht dadurch ein neues WĂ€rmenetz fĂŒr den ganzen Ort.

Die Stadt legt weitere SolardĂ€cher an. Der Runde Tisch Energie feiert einjĂ€hriges Bestehen und mischt sich engagiert ein. Der Energietag beim Autohaus Sporer wird zum Publikumsschlager. An diesem Tag startet auch die Vermarktung des Neubaugebietes „LĂŒtzelsachsen Ebene“ als Biogas-Wohngebiet. Hier kommt die WĂ€rme aus einer Biogasanlage vom benachbarten Bauernhof. Und die Stadt bringt weiter frischen Wind in die Energiewende. Der Gemeinderats-Ausschuss fĂŒr Technik und Umwelt beschließt den Einstieg in ein Verfahren, mit dem kĂŒnftig der Bau von Windenergieanlagen auf kommunaler Ebene gesteuert werden kann. Auch hier beginnt eine groß angelegte BĂŒrgerbeteiligung.

Die BĂŒrgerbeteiligungen 2012 auf einen Blick

Mehrgenerationenhaus in der zweiten Runde

Ein wichtiger Baustein der Bildungsregion Weinheim steht stabil und wackelt nicht – zumindest fĂŒr die nĂ€chsten drei Jahre. Das Mehrgenerationenhaus (MGH) in der Weinheimer Weststadt wird definitiv ins Förderprogramm des Bundesamtes fĂŒr Familien und zivilgesellschaftliche Aufgaben aufgenommen. Die AktivitĂ€ten werden ausgeweitet.

GrĂŒnes Licht fĂŒr das Fachmarktzentrum

OBI kann anrolle(r)n: Der Gemeinderat der Stadt Weinheim beschließt Ende April den Bebauungsplan fĂŒr das GelĂ€nde des frĂŒheren GĂŒterbahnhofs am sĂŒdlichen Stadteingang zwischen Bahnschienen und B3. Damit steht der Umsetzung des dort geplanten Fachmarktzentrums nichts mehr im Wege. Im Sommer wird mit dem Bau begonnen, zum Jahreswechsel stehen die ersten beiden FachmĂ€rkte im Rohbau. Allerdings hat es im August Diskussionen wegen LĂ€rmbelastigungen im Umfeld der Baustelle gegeben.

Ein Plan gegen den LĂ€rm

Die Stadt Weinheim will organisiert und unter Beachtung möglichst exakter Daten gegen steigende LĂ€rmbelĂ€stigung in der Stadt vorgehen. Das Amt fĂŒr Stadtentwicklungen nimmt die Arbeit an einem LĂ€rmaktionsplan auf. Im Laufe des Jahres stellt sich heraus, dass der BahnlĂ€rm das grĂ¶ĂŸte Problem ist. Gemeinsam mit der BĂŒrgerinitiative „Schutz vor BahnlĂ€rm“ drĂ€ngt die Stadt beim Eisenbahnbundesamt und beim Verkehrsministerium auf Verbesserungen.

Die MĂ€nner der BĂŒrgerinitiative „Schutz vor BahnlĂ€rm“ (v.l.n.r.): Joachim Körber, Peter Thunsdorff und Dr. Hans Irion.

Abbau von Schulden in Sicht

Die Finanzlage der Stadt Weinheim erholt sich spĂŒrbar. Die Entwicklung des aktuellen Haushaltsjahres verlĂ€uft erfreulich, wie die KĂ€mmerei bereits im Halbjahresbericht mitteilen kann. Im Dezember kann OB Bernhard im Gemeinderat einen ausgeglichen Haushalt vorlegen. Ein zweistelliger Millionenbetrag kann der Allgemeinen RĂŒcklage zugefĂŒhrt werden. Die KĂ€mmerei stellt in Aussicht, dass bei einer Fortsetzung der finanziellen Verbesserung in den nĂ€chsten Jahren ein Schuldenabbau gelingen kann.

FußgĂ€ngerzone kommt voran

Mit einem „Pflasterstein-Fest“ feiert die Stadt, das Stadt- und Tourismusmarketing und der Verein „Lebendiges Weinheim“ im Juli die Übergabe des zweiten Bauabschnittes der FußgĂ€ngerzone. Von der „Weinheim Galerie“ bis zum Windeckplatz ist jetzt alles mit rotem Naturstein ausgelegt. Die hochwertige Gestaltung wird ĂŒberall gelobt. Im FrĂŒhjahr 2013 beginnt das Tiefbauamt mit dem letzten Abschnitt vom Windeckplatz bis zur Grabengasse – dann hat die Stadt in die Verschönerung ihrer Einkaufsmeile rund 1,5 Millionen Euro investiert.

Die neue FußgĂ€ngerzone, Foto: Stadt Weinheim

 

Weinheim ist Feuerwehr-Hochburg

Es ist ein großes Jahr der Weinheimer Feuerwehr: Weinheim liegt in diesem Jahr im Zentrum aller Feuerwehren im Rhein-Neckar-Kreis. Denn die Freiwillige Feuerwehr der Zweiburgenstadt – die grĂ¶ĂŸte im Kreis – feiert ihr 150-jĂ€hriges Bestehen und das 50-jĂ€hrige Bestehen der Jugendfeuerwehr. Der zunĂ€chst feuerwehrinterne Auftakt ins große JubilĂ€umsjahr findet im MĂ€rz statt, weitere Gedenken und Veranstaltungen schließen sich an. Nichtsdestrotrotz fĂ€llt die JubilĂ€umswehr durch eine Reihe von spektakulĂ€ren EinsĂ€tzen auf. Und nicht zuletzt werden die FeuerwehrsanitĂ€ter wegen ihres AED-Projektes bundesweit zur „Feuerwehr des Jahres“ nominiert.

Boardsport Weinheim macht von sich reden

Ein neuer Weinheimer Verein macht von sich reden: Boardsport Weinheim e.V.. Begleitet vom Stadtjugendring stellt sich der Skateboardverein vor und mischt sich in der Stadt ein. Engagiert wie die jungen MĂ€nner um Vorstand Marc FlĂ¶ĂŸer sind, bewegen sie auch die Kommunalpolitik. Zum Ende des Jahres gibt es konkrete PlĂ€ne zum Bau einer Skateranlage an der BarbarabrĂŒcke.

Weinheim, die Facebook-Stadt

Weinheim sorgt wegen seiner engagierten Facebook-AktivitĂ€t fĂŒr Aufsehen. Bei vergleichenden Rankings liegt die Stadt (mit aktuell fast 5500 Fans) unter den Großen KreisstĂ€dten im Land ganz vorne, in der Metropolregion nach den GroßstĂ€dten auf Rang vier, landesweit unter allen nicht-kommerziellen Seiten auf Rang 27. Die Freiwillige Feuerwehr belegt unter allen Feuerwehren im Land bei den Facebook-AktivitĂ€ten Rang eins. Medienteams aus anderen RathĂ€usern holen sich Rat.

„Hildebrand’sche MĂŒhle“ nimmt Gestalt an

Die Deutsche Denkmal-AG stellt erstmals ihre PlĂ€ne fĂŒr Modernes Wohnen auf dem Areal der „Hildebrandschen MĂŒhle“ vor. Vorgesehen sind schicke neue StadthĂ€user in einem Ensemble mit der denkmalgerecht sanierten prachtvollen alten Unternehmervilla und dem rund hohen 50 Meter Siloturm, der ebenfalls mit neuen Loft-Wohnungen hergerichtet ist, dazu ein weitgehender Erhalt des alten Baumbestandes am OdenwaldflĂŒsschen Weschnitz – so stellt sich die Konzeption fĂŒr das moderne Wohnen an der „Hildebrand’schen MĂŒhle“ in Weinheim dar. Im Juni beginnen die Abrissarbeiten sowie die Sanierung der Villa, im Oktober werden die PlĂ€ne konkreter. Das Projekt liegt im Plan. In 2013 wird gebaut.

Zum Teil baufĂ€llig, aber im Kern erhaltenswert – die Hildebrand’sche MĂŒhle. Bild: Stadt Weinheim

DĂŒrreplatz als leuchtendes Beispiel

Seit „Stuttgart 21“ reden alle davon: BĂŒrgerbeteiligung. Die Kommunen landauf und landab machen sich Gedanken, wie sie kĂŒnftig ihre BĂŒrger frĂŒh und qualifiziert in Entscheidungsprozesse einbinden können. Manche sind weiter als andere. Die Weinheimer Stadtverwaltung hat bereits neue Wege eingeschlagen, zum Beispiel bei der Gestaltung des DĂŒrreplatzes vor der Weinheim Galerie. DafĂŒr hat das Amt fĂŒr Stadtentwicklung einen Ideenwettbewerb unter BĂŒrgern organisiert und begleitet. Eine Beschreibung dieses Projektes wurde im Februar gewissermaßen als leuchtendes Beispiel mit einer Doppelseite in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift „Die Gemeinde“ veröffentlicht.

Eine „App“ fĂŒr alle

Weinheim geht medial weiter voran: Zwei Agenturen haben fĂŒr die Stadt einen mobile Internetdienst entwickelt. Bernhard KĂŒck („puntodesign“) und Martin Nowak („gruenphase“) entwickeln fĂŒr ihre Heimatstadt eine „Stadt-App“ und ergĂ€nzen das Medienangebot.

Ein Haus fĂŒr alles Soziale

Stadtseniorenrat besuchte die AWO und den Neubau der „Sozialen Dienste“. Foto: Stadt Weinheim.

 

Nicht nur optisch, auch inhaltlich setzt der Neubau der AWO-Rhein-Neckarauf dem GelĂ€nde des frĂŒheren Freudenberg-Fellspeichers im Stadtteil „MĂŒll“ MaßstĂ€be. Im Neubau der „Sozialen Dienste“ bĂŒndelt die AWO ihre sĂ€mtlichen Angebote.

Weinheim – Mehr drin!

Der Verein „Lebendiges Weinheim“ bringt einen neuen EinkaufsfĂŒhrer heraus. Wieder einmal wird dokumentiert: In mehr als 200 EinzelhandelsgeschĂ€ften in der City sind viele Einkaufsmöglichkeiten geboten.

OB im freien Fall

Rund vier Millionen Euro investiert die Familie Steinhart im Spaß- und Erlebnisbad Miramar in eine neue spektakulĂ€re Rutschenanlage, unter anderem steht dort jetzt die erste Looping-Rutsche SĂŒddeutschlands. OB Heiner Bernhard traut sich als Erster – es ist der „freie Fall“ in die bunte Rutsche. Wenige Monate spĂ€ter ereignet sich ein Unfall, der durch einen Bedienungsfehler verursacht worden ist. Die Miramar-Betreiber reagieren mit mehr Kontrollen und technischen Verbesserungen.

OB Heiner Bernhard weiht die neue Rutsche des Miramars ein, Foto: Stadt Weinheim

Erster Spatenstich fĂŒr neuen Firmensitz

Die Firma WBI GmbH, ein fĂŒhrendes IngenieurbĂŒro fĂŒr die Planungen von Tunnelbauten, Staumauern und anderen Großprojekten, zieht mit ihrer Unternehmenszentrale in den Technologiepark Weinheim. Im Juni ist erster Spatenstich.

Große Mehrheit fĂŒr die Kripo vor Ort vergebens

6000 Unterschriften eines AktionsbĂŒndnis fĂŒr eine „Kripo vor Ort“ helfen leider nicht. Bei einem Besuch in Weinheim teilt der neue Leitende Polizeidirektor Detlef Werner mit, dass die Weinheimer Kripo-Außenstelle nach der Polizeireform in Baden-WĂŒrttemberg nicht zu halten ist. Die Kripoarbeit soll im PrĂ€sidium gebĂŒndelt werden.

Deutschlands erste „AMA“ steht in Weinheim

Sie ist die dritte ihrer Art und sie badet genĂŒsslich im Weinheimer Schlossparkweiher unter den beiden Burgen. „AMA du Parc“ heißt die knapp zwei Meter große Bronzeskulptur, die im August von OberbĂŒrgermeister Heiner Bernhard und der französischen KĂŒnstlerin Amaryllis Bataille enthĂŒllt wird. Sie ist eine Spende des Weinheimer Unternehmers und Kunstliebhabers Thomas Noor.

Seismische Messungen

Die Firma Rhein Petroleum sorgt mit seismischen Messungen im sĂŒdlichen Bereich ihres Lizenzgebiets „Weinheim“ fĂŒr Aufsehen, weil ganze StraßenzĂŒge verkabelt werden. Mit den Messungen soll herausgefunden werden, ob sich unter Weinheims Erde Ölvorkommen befinden und wie gut sich die Tiefe fĂŒr Geothermie eignet.

Weinheim wird zur Fair-Trade-Town

Fairer Handel nun auch in Weinheim. Alle Rechte Transfair e.V.

Hartmut Sallge und Bettina Trilsbach von den WeltlĂ€den der Kirchen in LĂŒtzelsachen und der Weststadt setzen sich mit ihrer Idee durch, Weinheim zur „Fair-Trade-Town“ zu entwickeln. Der Gemeinderat fĂ€llt im September einen Grundsatzbeschluss, der sie unterstĂŒtzt und bestĂ€tigt.

Mehr TagesmĂŒtter

TagesmĂŒtter und TagesvĂ€ter, die qualifiziert Kleinkinder betreuen, bekommen in Weinheim jetzt einen erhöhten kommunalen Zuschuss. Die Zahl der TagesmĂŒtter und TagesvĂ€ter steigt auch deshalb an – so wird auch Druck auf kommunale Betreuungseinrichtungen etwas gesenkt.

Abiturienten rÀumen auf

Nach zwei aus dem dem Ruder gelaufenen Abi-Feten im Schlosskeller, revanchieren sich die Abitur-JahrgĂ€nge des Werner-Heisenberg-Gymnasiums und der Dietrich-Bonhoeffer-Schule, in dem sie Putzaktionen im Schlosspark und am Waidsee organisieren. DafĂŒr bekommen sie großes Lob.

„Winfried“ – ein Freund Weinheims

MinisterprÀsident Winfried Kretschmann kommt in die Weinheimer Stadthalle. Quelle: Winfried Kretschmann.

 

Winfried Kretschmann hat etwas dazugelernt. Die Bedeutung seines Vornamens kannte der baden-wĂŒrttembergische MinisterprĂ€sident natĂŒrlich schon vorher. Winfried steht fĂŒr „Freund des Friedens“. Aber dass er als erster „grĂŒner“ Landeschef der Republik daher ein Namensvetter des Weinheim-GrĂŒnders und Franken „Wino“ ist, das ist dem Schwaben neu, als er beim BĂŒrgergesprĂ€ch im Mai in der Stadthalle ist. Er wird Weinheim schon deshalb nicht vergessen.

HĂ€nde reichen ĂŒber alle Grenzen

Das badisch-hessische Doppeldorf Flockenbach war fĂŒr einen Tag das Zentrum und das Symbol fĂŒr die Metropolregion. Der Weinheimer Ortsteil Ober-Flockenbach und der Gorxheimer Ortsteil Unterflockenbach feiern grenzĂŒbergreifend mit Tausenden von GĂ€sten das gemeinsame 1000-jĂ€hrige Bestehen.

Weitere StrukturverÀnderungen im Rathaus

Die Stadtverwaltung setzt ihre StrukturverĂ€nderungen fort: Im Januar ĂŒbernimmt der Rhein-Neckar-Kreis die Aufgaben der Jugendhilfe, wie in jeder anderen Kommune im Kreisgebiet. Landrat Dallinger ist am 11. Januar vor Ort, um die neuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter selbst zu begrĂŒĂŸen. In diesem Zusammenhang ist auch eine

tere VerĂ€nderung im November zu sehen: Die Erziehungsberatungsstelle wird kĂŒnftig unter der TrĂ€gerschaft des Pilgerhauses arbeiten. Das frĂŒhere Weinheimer Amt fĂŒr Jugend und Soziales ĂŒbernimmt noch weitere Aufgaben des demografischen Wandels und nennt sich seit September: Amt fĂŒr Jugend, Soziales, Familien und Senioren.

Menschen 2012

  • Karl Berg erhĂ€lt die Ehrennadel der Stadt Weinheim fĂŒr vielfĂ€ltiges bĂŒrgerschaftliches Engagement.
  • Hans Mazur, unter anderem Stadtrat und Vorsitzender des Stadtseniorenrates, erhĂ€lt das Bundesverdienstkreuz.
  • Livia Bodzsar, 43-jĂ€hrige Weinheimerin, vereitelte einen RaubĂŒberfall an der ALDI-Kasse. Sie wird von der Stadt und der Polizei geehrt.
  • Peter Lulay erhĂ€lt die Ehrennadel der Stadt Weinheim fĂŒr sein bĂŒrgerschaftliches Engagement. Er war unter anderem 24 Jahre lang Vorsitzender des Obst- und Gartenbauvereins.
  • Die Spanierin Maria Guerrero Gallego ist die erste PreistrĂ€gerin des neuen Rolf-Engelbrecht-Preises fĂŒr ihr Engagement um die Integration in der Stadt.
  • Juliane Wasser ist die neue Gastronomie-PĂ€chterin der Wachenburg. Im Mai soll nach einer Sanierung und technischen AufrĂŒstung Eröffnung sein.
  • Jugend-und Sozialamtsleiter Heiner Amann wird in den Ruhestand verabschiedet. Sein Nachfolger wird sein bisheriger Stellvertreter Claus Hofmann. Auch Dietmar Pfennigschmidt, der langjĂ€hrige Leiter der Stadtbibliothek geht in Ruhestand.
  • Stella Kirgiane-Efremidis und Alexandros Efremidis bekommen das Bundesverdienstkreuz verliehen, unter anderem fĂŒr das viele Jahre veranstaltete Benefiz-Essen fĂŒr einen guten Zweck.
  • Christina EitenmĂŒller, langjĂ€hrige Rektorin der Friedrich-Grundschule und GeschĂ€ftsfĂŒhrende Schulleiterin, wird nach 45 Jahren aus dem Schuldienst verabschiedet. Sie war eine Institution.

Anm. d. Red.: Roland Kern ist der Pressesprecher der Stadt Weinheim.

Miramar lÀsst weitere Sicherheitsstufe einbauen

„Die Rutschen sind sicher“

Marcus Steinhart verspricht seinen GÀsten persönlich höchste Sicherheit. Der Rutschenhersteller baut dieser Tage eine weitere Sicherung in den Hurricane Loop ein. Die Rutsche mit Rakentenstart und Doppellooping ist einmalig in Deutschland.

Weinheim, 19. Oktober 2012. (red) Die UnfĂ€lle in der neuen Rutsche im Miramar haben eine hohe Aufmerksamkeit gefunden. Die Hauptfrage lautet: Sind die Rutschen wirklich sicher? GeschĂ€ftsfĂŒhrer Marcus Steinhart sagt eindeutig ja. Trotzdem kam es zu UnfĂ€llen. Der Grund: Eine Mitarbeiterin hat sich ablenken lassen. Im Exklusivinterview stellt sich der GeschĂ€ftsfĂŒhrer unseren Fragen und schildert Maßnahmen, mit denen eine Fehlbedienung in Zukunft ausgeschlossen sein soll. Aus Betreibersicht hat die Sicherheit der GĂ€ste absoluten Vorrang.

Interview: Hardy Prothmann

Herr Steinhart, hat sich die Aufregung ĂŒber eine Woche nach dem schweren Unfall in der Rutsche „Hurricane Loop“ gelegt? Wissen Sie, warum sich der Unfall ereignet hat?

Marcus Steinhart: Es steht mittlerweile fest, dass sich die Mitarbeiterin an der Anlage hat ablenken lassen. Die Aufregung ist noch nicht vorbei, es gab sehr viele Anfragen von GĂ€sten zur Sicherheit der Rutschen und die Anfragen dauern noch an. Auch das Medieninteresse war sehr groß.

Fehlerquelle Mensch

Was erzÀhlen Sie den GÀsten?

Steinhart: Die Rutschen sind sicher – werden jedoch Bedienfehler gemacht, kann es wie ĂŒberall, wo Fehler gemacht werden, zu UnfĂ€llen kommen.

Das klingt jetzt erstmal nicht sehr beruhigend.

Steinhart: Wir sind davon ausgegangen, dass das Sicherheitskonzept greift. Es gibt Sensorenpunkte, die die Rutschenden passieren, eine Kamera auf den Ausstieg sowie ein Signal vom Drehkreuz, wenn die rutschende Person die Anlage verlassen hat. Aus Sicht des Herstellers und auch aus unserer ist das fĂŒr den gesunden Menschenverstand ein sicheres Konzept. Die Mitarbeiter wurden geschult. Trotzdem wurden Fehler gemacht – wir arbeiten daran, dass Fehler keine Folgen mehr haben können.

Neue Sicherheitsstufe

Wie das?

Steinhart: Der Hersteller wird in den nĂ€chsten Tagen die Anlage umprogrammieren. Bislang konnte ein Mitarbeiter die Anlage freigeben, wenn er davon ausging, dass die rutschende Person alle fĂŒnf Sensorpunkte passiert hat. KĂŒnftig bleibt die Freigabe gesperrt, bis alle Punkte passiert worden sind und falls eine Person liegengeblieben ist, muss der Mitarbeiter diese ĂŒber den Notausstiege herausholen, sich ĂŒberzeugen, dass die Rutsche frei ist und am Ausstieg ĂŒber einen Schalter den Sensorpunkt bedienen. Das macht den Vorgang komplizierter, aber absolut sicher.

Die Polizei hat auch Ermittlungen aufgenommen. Wie ist der Stand der Dinge?

Steinhart: Ich kann dem Ergebnis nicht vorgreifen, aber ich denke, dass die Polizei ebenso wie wir einen Bedienfehler feststellen wird. Technisch ist die Anlage einwandfrei.

Wieso bleiben die GĂ€ste trotzdem liegen?

Steinhart: An einem gut besuchten Tag gibt es gut 1.500 RutschvorgĂ€nge – einer dauert etwa 30 Sekunden. TĂ€glich bleiben tatsĂ€chlich ein, zwei, drei Personen liegen, was im VerhĂ€ltnis einem Zehntel Prozent entspricht. Warum vereinzelte Personen den zweiten Looping nicht schaffen, wissen wir nicht genau. Die Anlage ist so konzipiert, dass Personen mit mindestens 50 Kilogramm Körpergewicht die Loopings schaffen. Wenn jetzt aber beispielsweise „bremsende“ Faktoren eintreten wie lange Badeshorts oder möglicherweise auch eine gewisse Körperhaltung, kann es passieren, dass jemand den zweiten Looping nicht schafft und zurĂŒckrutscht.

Was eigentlich kein Problem ist?

Steinhart: Richtig. Das einzige Problem, dass jetzt auftreten dĂŒrfte, ist, dass die Schlange vor der Rutsche grĂ¶ĂŸer wird, weil eine Person aus der Rutsche geholt werden muss. Das echte Problem, dass es zu UnfĂ€llen gekommen ist, bedauern wir sehr und der Dame gelten unsere besten GenesungswĂŒnsche. Wir haben sie auch schon persönlich besucht.

Rakentenstart und Doppellooping – eine echte Attraktion

Wer rutscht hauptsĂ€chlich den „Hurricane Loop“?

Steinhart: Ganz ĂŒberwiegend Jugendliche. FĂŒr die ist die Rutsche mit dem Rakentenstart und dem Doppellooping eine echte Attraktion.

Wer Sie die Öffentlichkeit ĂŒber das Ergebnis der polizeilichen Ermittlungen informieren?

Steinhart: SelbstverstĂ€ndlich. Wir haben keine Informationen zurĂŒckgehalten und gehen absolut offensiv mit dem Thema um. Die GĂ€ste haben ein Recht darauf zu erfahren, was wir tun, um deren Sicherheit zu gewĂ€hrleisten. Wenn das Ergebnis vorliegt, werden wir die Öffentlichkeit informieren und auch unser Sicherheitskonzept nochmals vorstellen.

Hintergrund:
Das Miramar verfĂŒgt ĂŒber insgesamt acht Rutschen. Im August wurden drei neue in Betrieb genommen, darunter der „Hurricane Loop“ – die einzige Rutsche in Deutschland mit Raktenstart und Doppellooping. GĂ€ste mĂŒssen mindestens 12 Jahre alt sein und ein Mindestgewicht von 50 Kilogramm haben, was man vor der Rutsche ĂŒber eine Waage prĂŒfen kann.

Trotz eines dreistufigen Sicherheitskonzepts kam es Anfang Oktober zu mindestens zwei UnfĂ€llen, bei denen ein Gast auf einen in der Rutsche „hĂ€ngengebliebenen“ Gast aufgerutscht ist (wir berichteten). Die GeschĂ€ftsfĂŒhrung reagiert konsequent und baut eine vierte Sicherheitsstufe ein, die UnfĂ€lle dieser Art kĂŒnftig ausschließen soll.

Pro Jahr besuchen rund 600.000 GĂ€ste das Freizeitbad mit Wellenbad, Therme, Saunalandschaft und Rutschen fĂŒr jeden Geschmack.

PrĂŒfung deutet "menschliches Versagen" an

Miramar: Rutschenunfall vermutlich „Bedienfehler“

Weinheim/Rhein-Neckar, 10. Oktober 2012. (red) Nach ersten Ermittlungen der Kriminalpolizei und ĂŒbereinstimmenden Angaben des Betreibers, ist der schwere Unfall am Sonntag auf einen Bedienfehler durch das Personal zurĂŒckzufĂŒhren. Eine Frau war im „Hurrican Loop“ liegengeblieben, ein nachrutschender Gast prallte gegen die Frau, die dadurch einen Wirbel- und Kieferbruch sowie ein SchĂ€deltrauma erlitt.

Von Hardy Prothmann

Marcus Steinhart hat den ganzen Tag versucht, die UmstĂ€nde zu rekonstruieren, warum es bereits am Samstag zu einem „leichteren“ Unfall gekommen war, bei dem sich ein Gast eine Platzwunde sowie eine Schnittverletzung zugezogen hat. Am Sonntag wurde dann eine Frau schwerverletzt, weil sie in einer Rutsche liegenblieb und ein nachrutschender Gast sie mit solcher Wucht traf, dass sie einen Lendenwirbel- sowie einen Kieferbruch samt SchĂ€deltrauma davontrug.

Bedienfehler als Ursache?

Nach der Überzeugung von GeschĂ€ftsfĂŒhrer Steinhart und ersten Erkenntnissen der Polizei ist die Anlage technisch in Ordnung. Beide gehen von einem „Bedienfehler“ aus:

Das Personal ist umfangreich geschult worden. Es gibt Sensoren und Kameras und bei einwandfreier Bedienung sind solche UnfÀlle ausgeschlossen.

Sagt Herr Steinhart. TatsĂ€chlich gab es mindestens zwei UnfĂ€lle. Kurz hintereinander. Das sind zwei zu viel fĂŒr die Statistik. Das weiß auch Herr Steinhart:

Ich wĂŒnsche der Dame, dass sie bald wieder gesund wird. Die Versicherung ist schon informiert. Mit tut es sehr leid, dass es zu den UnfĂ€llen gekommen ist und wir tun alles, um weitere VorfĂ€lle zu vermeiden. Den Hersteller haben wir um eine weitere Sicherungsmaßnahme gebeten, obwohl der TÜV die Anlage als sicher abgenommen hat.

Weil OB Heiner Bernhard den Hurrican Loop „saugeil“ fand, rutschte er gleich zwei Mal hintereinander und posierte beglĂŒckt wie ein Jugendlicher. Mindestens 50 Kilo sollte man wiegen, um durchrutschen zu können.

Eigentlich kann nĂ€mlich nichts passieren, sagt Herr Steinhart. Ein Mitarbeiter gibt den „Hurrican Loop“ erst frei, wenn die vorher rutschende Person durch ein Drehkreuz die Rutsche verlassen hat. Es gibt Sensoren in der Rutsche und eine Kamera, die den Ausstieg ĂŒberwacht. Soweit die Theorie.

Faktor Mensch

In der Praxis gibt es definitiv Fehlerquellen – vermutlich der Faktor Mensch:

Wir prĂŒfen das sehr intensiv. Die Sicherheit der GĂ€ste hat natĂŒrlich absoluten Vorrang.

Herr Steinhart hat selbst erst am Montag von dem Unfall erfahren und war im Ausland, ist extra zurĂŒckgeflogen, um sich persönlich vor Ort kundig zu machen. Er weiß, dass er die Öffentlichkeit und seine GĂ€ste mit einer verbindlichen Antwort ĂŒber die Sicherheitsfrage beruhigen muss. Unser Exklusivbericht wurde mehrere tausend Mal gelesen – das Interesse ist riesengroß. Klar – bei fĂŒr 2012 insgesamt gut 600.000 GĂ€sten wollen die Menschen wissen, ob sie sicher rutschen.

Schon kursieren GerĂŒchte, zu „leicht“ Personen können konstruktionsbedingt in der Röhre liegenbleiben:

Die Rutsche ist klar erst ab 12 Jahren und mindestens 50 Kilo Körpergewicht frei gegeben. Technisch ist das in Ordnung. Selbst wenn ein Gast aus irgendeinem Grund liegenbleibt, darf kein anderer rutschen.

Vertrauensfrage

Dies auszuschließen wird eine vertrauensbildende Maßnahme sein mĂŒssen, das weiß auch Herr Steinhart und antwortet offen auf unsere Fragen:

Diese UnfĂ€lle hĂ€tten nicht passieren dĂŒrfen, ganz klar. Andererseits passieren leider immer wieder mal UnfĂ€lle, weil Personen ausrutschen und hinfallen oder sich nicht an vorgegeben Regeln halten oder Kreislaufschwierigkeiten bekommen, weil sie sich in der Sauna zu viel zumuten. Hier mĂŒssen wir an die Verantwortung der Personen appellieren – und natĂŒrlich gilt an uns der Appell, dass wir einen sicheren Betrieb gewĂ€hrleisten. Das nehmen wir sehr ernst.

Marcus Steinhart versichert das glaubwĂŒrdig und hat neben der menschlichen Anteilnahme natĂŒrlich auch ein geschĂ€ftliches Interesse, dass der Betrieb „unfallfrei“ lĂ€uft – immerhin hat man vier Millionen Euro in die drei neuen Rutschen investiert.

FĂŒr Montag hat uns Herr Steinhart ein Interview zugesichert, um im Detail vor allem ĂŒber die Frage der Sicherheit zu reden:

Wir mĂŒssen unsere Informationen auswerten und die Ergebnisse der Polizei abwarten. Das machen wir schnell und verantwortungsvoll. Das Ergebnis stellen wir unseren GĂ€sten und der Öffentlichkeit transparent vor.

Das Rhein-Neckar-Fernsehen hat unseren Exklusivbericht aufgenommen. Den Bericht können Sie hier „nachschauen“.

GefÀhrliche Rutschen? Kriminalpolizei hat Ermittlungen aufgenommen

Schwerer Unfall im Miramar: Frau erleidet Wirbel- und Kieferbruch

Weinheim/Rhein-Neckar, 09. Oktober 2012. (red) Am Sonntag ist es im Weinheimer Spaßbad Miramar zu einem dramatischen Unfall gekommen. Eine Frau hat dabei einen Bruch des zweiten Lendenwirbels, einen Unterkieferbruch sowie ein SchĂ€deltrauma erlitten. Angeblich soll sie in einer Rutsche „steckengeblieben“ sein. Ein „nachrutschender“ Gast sei dann auf die Frau geprallt, wodurch die erheblichen Verletzungen entstanden sein sollen.

Nach unseren Informationen ereignete sich der Unfall gegen 14:40 Uhr in einer der Rutschen. Die Frau soll aus bislang noch ungeklĂ€rter Ursache in einer der Rutschen „steckengeblieben“ sein, ein nachrutschender Badegast soll mit hohem Tempo mit der Frau zusammengestoßen sein. Dabei soll sie einen Bruch des zweiten Lendenwirbels erlitten haben, ebenso einen Bruch des Unterkiefers und ein SchĂ€deltrauma. Der Mann soll andere GĂ€ste durch Rufe aufmerksam gemacht haben, die hĂ€tten dann die Badeaufsicht verstĂ€ndigt.

Schwerer Unfall – die Polizei ermittelt nachtrĂ€glich

Die Polizei war nicht an den Unfallort gerufen worden und ist erst durch unsere Anfrage auf den Unfall aufmerksam geworden. ZunĂ€chst war unklar, wer fĂŒr die KlĂ€rung „zustĂ€ndig“ ist, also die Stadt Weinheim als Bauaufsichtsbehörde oder die Polizei. Da die Rutschen technisch „abgenommen“ sind, erklĂ€rte sich die Stadt fĂŒr nicht zustĂ€ndig, nun ermittelt die Polizei den Grund des Unfalls und wer verantwortlich ist.

Schwerste Verletzungen

Unsere Recherchen haben ergeben, dass am Sonntagnachmittag eine verunglĂŒckte Frau mit der Diagnose Bruch des zweiten Lendenwirbels, Kieferbruch sowie SchĂ€deltrauma ins Mannheimer UniversitĂ€tsklinikum eingeliefert wurde, wo sofort eine Notoperation durchgefĂŒhrt worden ist, da infolge der Wirbelverletzung eine QuerschnittslĂ€hmung drohte. Nach unseren Informationen muss die Frau in etwa zwei Wochen nochmals operiert werden.

Auf Anfrage unserer Redaktion hat sich die Unternehmensleitung bislang nicht zum Unfall, zum Unfallhergang und den daraus resultierenden Konsequenzen geĂ€ußert, um die Sicherheit der GĂ€ste zu gewĂ€hrleisten. Man wolle am Mittwoch dazu Stellung beziehen. Das Unternehmen betonte in einer ersten Antwort, dass die Rutschen sicher seien.

Rutschen in der Kritik

Erst vor kurzem waren zu den bestehenden fĂŒnf Rutschen drei neue Rutschen in Betrieb genommen worden, darunter der Hurricane Loop, bei der man mehrere Meter in die Tiefe fĂ€llt, um dann mit hoher Geschwindigkeit 170 Meter zu rutschen. Der Weinheimer OberbĂŒrgermeister Heiner Bernhard „weihte“ die Rutsche ein und beurteilte sie als „saugeil“. Der OB hatte an diesem Tag offensichtlich Spaß.

Angeblich soll der Unfall in dieser Rutsche passiert sein. Diese Information ist allerdings unsicher und konnte bislang noch nicht verifiziert werden. Vor der Inbetriebnahme der neuen Rutschen gab es Berichte auf einem Internetportal ĂŒber Probleme mit den Rutschen, unter anderem ĂŒber Schnittwunden und Prellungen.

Ob ein  technisch-bauliches Problem der Rutschen der Grund fĂŒr den aktuellen Unfall ist oder eine Verletzung der Aufsichtpflicht oder der AblĂ€ufe der Anlage, werden die kriminalpolizeilichen Ermittlungen feststellen mĂŒssen, die das Revier Weinheim aufgenommen hat. Ob die Polizei die Rutschen beschlagnahmt, stand am frĂŒhen Abend noch nicht fest.

Sobald das Unternehmen sich zur Sachlage Ă€ußert, werden wir Sie informieren.

 

Stadt Weinheim plant Geothermie-Kraftwerk


So funktioniert schematisch ein Geothermie-Kraftwerk. Heißes Wasser wird hochgefördert, daraus lĂ€sst sich elektrische Energie und FernwĂ€rme gewinnen. Das abgekĂŒhlte Wassser wird wieder zurĂŒckgeleitet. Quelle: Stadt Weinheim

Weinheim/Rhein-Neckar, 17. Mai 2011 (red) Die Stadt Weinheim plant ein Geothermie-Projekt. Die bergbaulichen Rechte hat sich die Stadt gesichert – gesucht werden einer oder mehrere Investoren. Außerdem sollen die BĂŒrger umfassend beteiligt werden – dass ist auch nötig, denn so rosig, wie der 1. BĂŒrgermeister Dr. Torsten Fetzner das Projekt heute in einer Pressekonferenz vorgestellt hat, wird es nicht sein. Risiken und Chancen mĂŒssen abgewogen werden. Die Stadt Bruchsal beispielsweise ist alles andere als glĂŒcklich mit ihrem defizitĂ€ren Geothermie-Kraftwerk.

Von Hardy Prothmann

Soviel steht fest: Ohne eine umfassende BĂŒrgerbeteiligung wird dieses Projekt fĂŒr „Stress“ sorgen. Geothermie galt lange als Zukunftstechnologie – aber auch eine mit Risiken.

Zukunft oder Risiko?

Die Erdbeben in den StĂ€rken 2,7 und 2,4 der Richterskala, die im August und September 2009 im pfĂ€lzischen Landau aufgetreten sind, sind mit hoher Wahrscheinlichkeit auf den Betrieb der dortigen Geothermie-Anlage zurĂŒckzufĂŒhren. Einige HĂ€user erlitten leichte SchĂ€den. Die Anlage ist in etwa vergleichbar mit dem von der Stadt Weinheim vorgestellten Projekt. Mehrere BĂŒrgerinitiativen gegen die Anlage sind entstanden.

Die Ursache soll ein Betriebsfehler gewesen sein, sagt der von der Stadt Weinheim beauftragte Berater Dr. Jochen Bauer. Er sieht wegen andersartiger tektonischer Bedingungen eine nur sehr geringe Gefahr fĂŒr Erdbeben in unserer Region – ausschließen lĂ€sst sich dies aber nicht.

Das Projekt werden wir redaktionell umfangreich begleiten, da das Interesse der Öffentlichkeit sicherlich hoch ist.

Insgesamt soll das Kraftwerk rund 30 Millionen Euro kosten. Eine Million Euro werden die geologischen Untersuchungen kosten, je rund sieben Millionen Euro die BohrkanÀle bis in 3.000 Meter Tiefe.

Von dort soll dann rund 160-° Celsius heißes Wasser nach oben gefördert werden – rund 60-70 Liter pro Sekunde. Dieses heiße Wasser treibt eine Turbine an, die Strom erzeugt. In einem zweiten Schritt soll das Wasser auch FernwĂ€rme erzeugen, bevor es durch einen RĂŒckkanal wieder in die Tiefe zurĂŒckbefördert wird.

Vorteile und HĂŒrden.

Der Vorteil liegt auf der Hand. Das heiße Tiefenwasser sprudelt laufend – die Betreiber können unabhĂ€ngiger vom Energierohstoffmarkt ihre Preise kalkulieren. „Im Sinne einer energieautonomen Kommune ist das ein Zukunftsprojekt“, sagte Dr. Torsten Fetzner beim Pressetermin. Zudem werde kein CO2 erzeugt und im Gegensatz zur Windenergie die „Gegend nicht optisch beeintrĂ€chtigt“. Bis zu 5.000 Vier-Personen-Haushalte könnten mit Strom versorgt werden.

„Die mit Abstand grĂ¶ĂŸte HĂŒrde wird sein, einen Kapitalpartner zu finden“, sagte Dr. Bauer. Der Grund: „Solaranlagen sind erprobt, dafĂŒr Kapitalgeber zu finden, ist relativ einfach. Geothermie-Projekte sind zwar nicht neu, aber im Vergleich weniger erprobt – das heißt, das Risiko ist nicht so leicht kalkulierbar.“

Gemeint ist zuvörderst das finanzielle Risiko. Zwar ist sich der Berater sicher, dass man nach den geologischen Untersuchungen sehr genau wird bohren können, aber das Risiko einer Fehlbohrung (FĂŒndigkeitsrisiko) bleibt. Trifft man nicht die richtige Stelle, sind sieben Millionen Euro vergebens investiert worden.

Dr. Jochen Bauer, Referentin Jutta Ehmsen und BĂŒrgermeister Fetzner bei der Projektvorstellung. Bild: weinheimblog.de

Die Stadt hat sich deshalb an die großen EVUs (Energieversorgungsunternehmen) gewandt: „Wir wĂŒrden beispielsweise sehr gerne mit der EnBW zusammenkommen“, sagte Dr. Fetzner. Auf Nachfrage bestĂ€tigte er, dass aber auch ein Investorenkonsortium denkbar wĂ€re, eventuell in Verbindung mit einem Investorenfonds, an dem sich auch BĂŒrger beteiligen könnten. Auch ein Zusammenschluss mehrerer Kommunen fĂŒr die Investition und den Betrieb sei denkbar. Nicht denkbar ist hingegen, dass die Stadt Weinheim das Projekt alleine stemmt, denn dafĂŒr fehlt der verschuldeten Stadt das Geld.

Bislang wurden trotzdem bereits fĂŒr drei Gutachten rund 63.000 Euro investiert – das dritte Gutachten war mit 88.000 Euro das bislang teuerste, davon trĂ€gt die Stadt aber nur 28.000 Euro, der Rest wird von der Stadtwerke GmbH Weinheim bezahlt, die aber mehrheitlich der Stadt gehört.

Rechte, Nutzung, Belastung.

Bereits im Jahr 2007 hatte sich die Stadt „den Claim“, also die Bergbaurechte gesichert: „Damit bleiben wir handlungsfĂ€hig und verhindern, dass jemand anderes ohne uns das Projekt angeht.“ Hintergrund ist, dass das „Bergbaurecht“ das „Baurecht“ schlĂ€gt – heißt: Baubehörde ist zwar die Stadt, aber die Interessen eines Bergbauprojekts liegen höher.

„Der Rhein-Neckar-Raum eignet sich hervorragend fĂŒr geothermische Nutzung“, sagte der Berater Dr. Bauer. Die Temperaturen im Untergrund seien hier höher als in anderen Gebieten Deutschlands. Der besondere geologische Aufbau mache das Vorhandensein von „heißen Grundwasserspeichern sehr wahrscheinlich“.

Gleichzeitig seien Probleme, wie sie in Staufen und Basel aufgetreten seien, wegen der geologischen Bedingungen nicht zu erwarten. In Staufen kam es von 2007 bis Ende 2010 zu Erdbewegungen, weil eine „Gipskeuperschicht“ sich in Folge von Probebohrungen mit Wasser vollgesogen hatte. Infolgedessen hob sich das Erdreich pro Monat um etwa einen Zentimeter – rund 250 GebĂ€ude wurden dadurch beschĂ€digt, die Kosten werden auf rund 50 Millionen Euro geschĂ€tzt.

„Diese geologische Beschaffenheit gibt es hier nicht“, sagte Dr. Bauer.

„Aus unserer Sicht machen wir hier Pionierarbeit“, sagte Dr. Fetzner. Die Stadt Weinheim will das Projekt am 30. Mai 2011 um 19:30 Uhr im Alten Rathaus der Öffentlichkeit mit einem BĂŒrgergesprĂ€ch vorstellen. Bislang habe man nur an Weinheimer BĂŒrgerinnen und BĂŒrger gedacht.

Auf Nachfrage, weil mögliche geologische Risiken auch die Nachbargemeinden betreffen wĂŒrden, sagte Dr. Fetzner, dass man ĂŒberlegen werde, inwieweit auch diese miteinbezogen wĂŒrden.

Der „Claim“, den sich Weinheim gesichert hat, ist unter UmstĂ€nden nicht ausreichend. Man prĂŒft deshalb, diesen zu erweitern. Deshalb habe man auch mit Viernheim bereits GesprĂ€che aufgenommen, weil man neue Bergbaurechte auch das Gebiet der Stadt betreffen wĂŒrde (siehe Karte, Gebiete links der Markierung).

FĂŒr die Region um Weinheim sieht der Berater Dr. Bauer das geplante Projekt ĂŒbrigens erst als Anfang – bis zu zehn dieser Geothermie-Kraftwerke seien vorstellbar.

Realiserte Projekte mit Problemen.

Auf Weinheimer Gemarkung gibt es bereits ein Geothermie-Projekt. Das „Miramar“ hat eine Tiefenbohrung bis 1.000 Meter vorgenommen, um die WĂ€rme fĂŒr den eigenen Betrieb zu nutzen. Hier könnten aber nur ca. sieben Liter in der Sekunde gefördert werden, weil sonst zuviel Sand mittransportiert werde, der die Filter verstopft.

In Hirschberg wurde am heutigen Abend ebenfalls „heiß“ ĂŒber Geothermie diskutiert – wegen der geplanten tieferen Bohrung der Miramar-Geothermie. Dort wartet man nun ein Gutachten ab. Der Überlegung, ein eigenens Gutachten in Auftrag zu geben, stand BĂŒrgermeister Manuel Just eher skeptisch gegenĂŒber. Die Sorge einiger GemeinderĂ€te galt hier vor allem dem Grundwasser.

Beim Pressetermin wurde auch auf eine Geothermie-Anlage in Bruchsal verwiesen. Dort ist man gar nicht glĂŒcklich und will sich am liebsten aus dem Projekt zurĂŒckziehen, wie unsere Recherchen ergaben. Die Anlage, als Forschungsprojekt ausgewiesen, ist defizitĂ€r. 74,9 Prozent gehören den Stadtwerken Bruchsal, 25,1 Prozent dem Konzern EnBW, der wohl ĂŒberproportional mehr finanziert.

TatsĂ€chlich gibt es technische Probleme. Wie uns berichtet wurde, mĂŒssen außerplanmĂ€ĂŸig hĂ€ufig die Pumpen ausgetauscht werden. In Bruchsal wurde das Projekt jedenfalls schon „heiß“ diskutiert, wie bei bruchsal.org umfangreich dokumentiert.

Anmerkung der Redaktion:

bruchsal.org ist eine nicht-kommerzielle lokaljournalistische Online-Plattform, die vom Herausgeber des weinheimblogs, Hardy Prothmann, in den AnfÀngen journalistisch beraten wurde und zu der gute Kontakte bestehen.

bruchsal.org hat beispielsweise mit aufgedeckt, dass ein CDU-Stadtrat Wahlbetrug begangen hat und deswegen mittlerweile verurteilt worden ist.

Den rotumrandenten "Claim" hat Weinheim sich gesichert - eventuell sollen weitere Rechte links des Gebiets gesichert werden. Quelle: Stadt Weinheim