Sonntag, 17. Dezember 2017

Muslimisches Grabfeld auf dem Weinheimer Friedhof

Eine Zypresse als Symbol des Lebens

Weinheim, 22. Juli 2014. (red/pm) Auf dem Weinheimer Hauptfriedhof können jetzt auch Muslime ihres Glaubens gemĂ€ĂŸ bestattet werden. [Weiterlesen…]

Heiner Bernhard beim Sommerfest der Moschee

„UnterstĂŒtzen Sie die Demokratie“

OB beim Moscheefestb

„Die Menschen der Moschee-Gemeinde sind ein Teil der Weinheimer BĂŒrgerschaft – sie gehören zu uns, wie der Islam zu Deutschland gehört.“, sagte OberbĂŒrgermeister Heiner Bernhard beim Sommerfest der Moschee. Foto: Stadt Weinheim.

 

Weinheim, 25. Juni 2013. (red/pm) Der OberbĂŒrgermeister Heiner Bernhard lobte beim Sommerfest der Moschee die Integration der in Weinheim lebenden tĂŒrkischen BĂŒrgerinnen und BĂŒrger und ermutigte sie zum politischen Engagement. [Weiterlesen…]

Ausschuss fĂŒr Technik und Umwelt beschließt Bebauungsplanauftstellung fĂŒr Nordanbindung Industriepark

„Mir gebet nix!“

Weinheim, 10. Mai 2013. (red/ld) Die Nordanbindung an den Industriepark kommt. Die BahnbrĂŒcke am Langmaasweg muss bis 2014 abgerissen werden. Das sieht der Bebauungsplanvorentwurf vor, den der Ausschuss fĂŒr Technik und Umwelt am Mittwoch beschlossen hat. Besonders kritisch betrachteten die StadtrĂ€te die Kostenverteilung zwischen der Firma Freudenberg und der Stadt. Nach ihrer Meinung profitiert hauptsĂ€chlich das Unternehmen von dem Bebauungsplan. Die grĂ¶ĂŸten Anteil der Kosten trĂ€gt aber die Stadt. [Weiterlesen…]

Ein Blick ĂŒber den Minarettrand

„Interkultureller und interreligiöser Dialogkreis Weinheim“ besuchte die Mannheimer Moschee

Ausflug zur Mannheimer Moschee.

 

Weinheim/Mannheim, 24. April 2012. (red/pm) Weinheim schaut in Sachen Integration und interreligiösen Austausch nach Mannheim: Positive Erfahrungen rund um die dortige Yavuz-Sulta-Moschee sollen Anregungen fĂŒr das Miteinander in Weinheim bringen.

Anm. d. Red.: Der verantwortliche Redaktionsleiter des Weinheimblog.de, Hardy Prothmann, hatte bereits 1995 ĂŒber die Mannheimer Moschee und ihre Entstehung fĂŒr DIE ZEIT berichtet: „Richtung Mekka“. Den Text können Sie hier nachlesen.

Information der Stadt Weinheim:

„Sie ist beeindruckend, fast wirkt sie wie ein MĂ€rchen aus Tausend und einer Nacht: Die große Mannheimer Moschee im Stadtteil Jungbusch, sie fasst bis zu 2500 Menschen.

Ihr Bau Mitte der 90er Jahre, die Vorgeschichte und die Stellung des islamischen Gotteshauses in der Quadratestadt, das ist auch im Nachhinein ein spannendes Kapitel Integration.

Von der Mannheimer Moschee lernen – heißt daher Integration lernen. Unter diesem Motto stand jetzt ein Besuch des „Interkulturellen und interreligiösen Dialogkreis Weinheim“.

Dieser Arbeitskreis trifft sich regelmĂ€ĂŸig, meistens in der Weinheimer Mevlana Moschee, um die jeweils andere Religion verstehen zu lernen und Themen der Integration zu besprechen. Der Arbeitskreis ist vor zwei Jahren aus der „Minarettkommission“ entstanden.

Er besteht aus etwa zwei Dutzend Teilnehmern; Sprecher ist der frĂŒhere Mannheimer AuslĂ€nderbeauftragte Helmut Schmitt, der in Gorxheimertal wohnt. Ansprechpartnerin bei der Stadtverwaltung ist Ute Schleh im Amt fĂŒr Jugend und Soziales.

Der Arbeitskreis unternimmt auch immer wieder Exkursionen, so wie jetzt in den Mannheimer Jungbusch. Das war naheliegend, nicht nur weil die Yavuz-Sultan-Moschee der Quadratestadt eine der grĂ¶ĂŸten in ganz Deutschland ist – sie war Jahre lang sogar die grĂ¶ĂŸte. Ihr Standort direkt neben der Liebfrauenkirche ist auffĂ€llig, und dieses stĂ€dtebauliche Ensemble ist ein Sinnbild fĂŒr Integration und interreligiöse Dialogbereitschaft.

Dazu erfuhren die Teilnehmer, allen voran Mehmet Mert, der Vorsitzende des Weinheimer Moscheevereins, und seine Frau Hatice, dass es Helmut Schmitt selbst war, der in seiner Zeit als Mannheimer AuslĂ€nderbeauftragter zu den „geistigen Architekten“ der Moschee gehörten. Schmitt und Talat Kamran von der Mannheimer Moscheegemeinde erinnerten gemeinsam an die Vor- und Entstehungsgeschichte des Gotteshauses.

1972 hatte sich in Mannheim ein Islamischer Bund gegrĂŒndet, ab Mitte der 80er Jahre wurde ein Moscheebau diskutiert. 1989 bildete sich auf Anregung von Helmut Schmitt ein interkultureller GesprĂ€chskreis, der den Moscheebau vorbereitete. Die Stadt Mannheim hatte seinerzeit sogar ein Informations- und BegegnungsbĂŒro eingerichtet.

Heute, siebzehn Jahre nach der Eröffnung der Jungbusch-Moschee. weiß man, dass es eine Erfolgsgeschichte geworden ist. Kamran berichtete den Weinheimer Besuchern, dass seit 1995 mehr als 300 000 Menschen die Moschee besucht haben – darunter zahlreiche Schulklassen und andere Jugendgruppen.

„Wir sind Gotteshaus und Kommunikationszentrum“, berichtete er. So habe man es geschafft, in der Bevölkerung kein Fremdkörper zu sein sondern mittendrin und respektiert. Kamran:

Wir verstehen uns als BrĂŒcke zwischen den Menschen und den Religionen.

Interessant war auch das Zusammentreffen mit den beiden Regisseurinnen Nina GĂŒhlstorff und Dorothea Schroeder vom Nationaltheater Mannheim.

Die beiden BĂŒhnenkĂŒnstlerinnen bereiten gerade ein „dokumentarisches Theaterprojekt“ mit dem Titel „Koranschule“ vor, das die Entstehung der Moschee in Mannheim und die dadurch gewachsene Integration beleuchtet. Premiere ist am 5. Mai.

Info:

Wer sich fĂŒr den „Interkulturellen und interreligiösen Dialogkreis“ interessiert, kann sich gerne mit Ute Schleh (Amt fĂŒr Jugend und Soziales) in Verbindung setzen, unter 06201-82 376 oder per Mail: u.schleh@weinheim.de

Vortragsreihe in der Mevlana Moschee

Goethe in der Moschee

Mevlana Moschee. Quelle: TĂŒrkiyem Mevlana Moschee

Weinheim, 17. Januar 2012. (red) Die Vortragsreihe in der Mevlana Moschee widmet sich am Sonntag, 22. Januar 2012. Johann Wolfgang von Goethe.

Information der Stadt Weinheim:

„Der DichterfĂŒrst und der Islam, der Orient, wie er selbst gesagt hat, das ist ein Kapitel fĂŒr sich. Johann Wolfgang von Goethe stand der arabischen Weltreligion nĂ€her als man es heute gemeinhin weiß. Vor allem die orientalische Dichtung fand er faszinierend. „Ost-Westlicher-Diwan“ heißt eine Gedichtesammlung Goethes.

Am Sonntag, 22. Januar, steht Johann Wolfgang von Goethe im Mittelpunkt eines Vortrages in der Mevlana Moschee in der Weinheimer Nordstadt. Der Moscheeverein setzt damit eine Veranstaltungsreihe fort, in der sich deutsch- und tĂŒrkischstĂ€mmige Weinheimer BĂŒrgerinnen und BĂŒrger, Christen und Moslems, besser kennenlernen und verstehen sollen. Deshalb geht es in zweisprachigen VortrĂ€gen jeweils um prĂ€gende Persönlichkeiten der jeweiligen Landesgeschichte.

Im November letzten Jahres machte der tĂŒrkische Philosoph Mevlana den Anfang, jetzt geht alles um Goethe. „Es geht uns um Respekt und gegenseitige Anerkennung“, erklĂ€rt Mehmet Mert, der Vorsitzende des Moscheevereins, der sich viele Besucher in der Moschee wĂŒnscht. Der Vortrag am 22. Januar beginnt um 13 Uhr.“

Deutsches Rotes Kreuz – Erste Blutspende in der Moschee


Weinheim, 22. Juni 2011. (red/pm) Jeden Tag werden lebenswichtige Blutkonserven fĂŒr Verletzte und Kranke benötigt. Damit der rote Lebenssaft aber fĂŒr die BedĂŒrftigen zur VerfĂŒgung steht ist jeder dazu aufgerufen einen Beitrag zu leisten. Daher bietet das Deutsche Rote Kreuz Weinheim zwei Termine an. Am 27.06.2011 findet die zweite Blutspendeaktion des Jahres in Weinheim statt.

Pressemitteilung Deutsches Rotes Kreuz

Blutspenden rettet Leben. Zwei Termine in Weinheim.

Blutspenden rettet Leben. Zwei Termine in Weinheim.

Spendenwillige können am Montag, 27. Juni 2011, von 14 Uhr bis 19:30 Uhr im Rolf-Engelbrecht-Haus in der Breslauer Straße 40 ihren Dienst am Menschen tun. Jede Blutspende zĂ€hlt und daher erhalten alle Spender, die zu den Blutspendeterminen in Weinheim einen neuen Blutspender mitbringen als besonderes Dankeschön fĂŒr ihre UnterstĂŒtzung einen exklusiven Rucksack. Spenden darf wie immer jeder gesunde Mensch zwischen 18 und 69 Jahren, nach einem Gesundheitscheck durch das Ärzteteam vor Ort. Erstspender sollten das 60. Lebensjahr nicht ĂŒberschritten haben. Nach der Spende verwöhnt das KĂŒchenteam des Ortsvereins mit Putenschnitzel, Salat und Fladenbrot oder mit Ofenkartoffeln mit Zaziki und Salat.

Blutspende in der Weinheimer Moschee

Aufgrund der großen Nachfrage bietet das DRK Weinheim eine zusĂ€tzliche Blutspendeaktion am 01.07.2011 in der TĂŒrkiyem Mevlana Moschee, Bergstraße 149 von 13 Uhr bis 19 Uhr an. Hier wird die Gemeinde mit frisch zubereitetem Döner die Blutspender verwöhnen. Bitte denken Sie daran Ihren Personalausweis oder falls vorhanden ihren Blutspendepass mitzubringen.

Helfer gesucht

Um eine Blutspende durchfĂŒhren zu können, sind viele Helfer notwendig. Daher sucht das DRK Weinheim Menschen, die bei der DurchfĂŒhrung der Blutspendeaktion ehrenamtlich unterstĂŒtzen können. Die Voraussetzung zur Mitarbeit ist recht einfach. Es muss nur die Bereitschaft zum Helfen und die Freude am Umgang mit den Menschen vorhanden sein. Medizinische oder sanitĂ€tsdienstliche Kenntnisse sind nicht erforderlich. Interessenten sind eingeladen am 27.06.2011 im Rolf Engelbrecht Haus vorbeizukommen um sich ĂŒber den Ablauf einer Blutspende zu informieren.

EHEC steigert den Bedarf an Blutbestandteilen

FĂŒr die Versorgung der derzeit bekannten Patienten mit dem sogenannten hĂ€molytisch-urĂ€mischen Syndrom (HUS) in Verbindung mit dem EHEC-Erreger werden Blutbestandteile, insbesondere Blutplasma benötigt. Gerade jetzt sind die Kliniken besonders auf Blutspenden angewiesen. Daher ruft der DRK-Blutspendedienst jetzt zur Blutspende auf:

Infos: FĂŒr RĂŒckfragen steht ihnen Robin Stockmann unter robin.stockmann@blutspende-weinheim.de zur VerfĂŒgung.

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Das weinheimblog

Deutsch-tĂŒrkisches Sommerfest am 12. Juni

Integration ĂŒber gemeinsames Kochen? Warum nicht. Bild: Stadt Weinheim

Guten Tag!

Weinheim, 30.Mai 2011 (red/pm) In der Weinheimer Moschee haben die ersten Vorbereitungen fĂŒr das deutsch-tĂŒrkische Sommerfest am 12. Juni begonnen. Damit das Fest auch ein ein kulinarischer Höhepunkt wird, bereiten die tĂŒrkischen Frauen bereits die ersten tĂŒrkischen SpezialitĂ€ten vor. In diesem Jahr soll mehr als in der Vergangenheit auf nicht-tĂŒrkische GĂ€ste eingegangen werden, weitere multi-kulturelle Veranstaltungen in der Moschee sind geplant.

Information der Stadt Weinheim:

„Die Weinheimer Moschee öffnet immer mehr ihre TĂŒren fĂŒr Besucher aller Kulturen und Religionen. Auch das diesjĂ€hrige Sommerfest am Sonntag, 12. Juni, soll mehr als in der Vergangenheit auf nicht-tĂŒrkische GĂ€ste eingehen. Die wichtigsten Programmpunkte, zum Beispiel ein Derwisch-Tanz, werden auf Deutsch erlĂ€utert. Darauf haben sich jetzt auch Hatice Mert von der Moschee und Alexandra Raquet, die Kommunale Beauftragte fĂŒr Chancengleichheit, in der Moschee verstĂ€ndigt.

Bei den ersten Vorbereitungen auf das Sommerfest, ließen sich die tĂŒrkischen Frauen von interessierten deutschen Hobby-Köchinnen bereitwillig ĂŒber die Schulter schauen. Alexandra Raquet aber zum Beispiel auch Barbara Ohrmundt aus dem Helferkreis des Internationalen Frauentreffs waren begeistert vom Fleiß und der Geschicklichkeit der tĂŒrkischen Hausfrauen.

Diesmal waren die Teigwaren an der Reihe. 20 Kilo Mehl verarbeiteten die Frauen mit Eiern und Wasser jeweils zu Teig, den sie auf großen runden Holzscheiben fein ausrollten, um ihn dann als kleine Taschen oder Röllchen – unter anderem mit Lammfleisch – zu fĂŒllen.

Das traditionelle Sommerfest soll fĂŒr die tĂŒrkischen und deutschen Besucher auch wieder ein kulinarischer Höhepunkt werden. Zum Gelingen des Festes und der guten VerstĂ€ndigung haben die tĂŒrkischen Frauen wieder einen großen Beitrag geleistetDie vorbereiteten Nudelspeisen wurden dann eingefroren, mindestens einmal in der Woche findet nun bis Pfingsten ein solcher Kocheinsatz statt.

Noch in diesem Jahr planen Alexandra Raquet und Hatice Mert einen gemeinsamen Kochkurs fĂŒr interessierte deutsche Frauen. Ein interessantes Projekt verspricht ein Radfahrkurs fĂŒr Frauen zu werden. „Das steigert bei vielen Frauen das SelbstwertgefĂŒhl“, erwartet Alexandra Raquet.

Am Mittwoch, 1. Juni, bekommt die Moschee Besuch: Die im letzten Jahr tagende Minarettkommission plus Interessenten an einem Interreligiösen Dialog werden gemeinsam mit Ute Schleh vom Amt fĂŒr Jugend und Soziales sowie dem Migrations-Experten Helmut Schmitt das islamische Gotteshaus besichtigen.

Am 1. Juli ist der Rote-Kreuz-Blutspendedienst erstmals in der Moschee, um dort eine Blutspendeaktion zu organisieren. Am 14. Juli fĂŒhren die Frauen des Moscheevereins beim Frauentreff der Kulturen die Ebru-Malerei vor. Geplant ist auch ein regelmĂ€ĂŸiger Flohmarkt auf dem Moschee-Parkplatz an Samstagen.“

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Das weinheimblog

Minarettkommission zieht positives Fazit – langfristiges Integrationsprojekt angestrebt


Guten Tag!

Weinheim, 20. Dezember 2010.

Information der Stadt Weinheim:

„Die Diskussion um die Treppe im Minarett der Weinheimer Moschee hat im Ergebnis auch einen positiven Effekt: Das Thema Integration ist seither in der Stadt mehr in den Fokus gerĂŒckt, ein Bedarf ist erkannt und nun kann offensiv an neuen Projekten gearbeitet werden. So lautet das Fazit der Minarettkommission, die im Sommer die nachtrĂ€gliche Genehmigung der Treppe mit GesprĂ€chen begleitet hat.

Im November hat die Minarettkommission in einer öffentlichen Info-Veranstaltung ĂŒber ihre Arbeit berichtet. Die Kommission, die vom frĂŒheren Mannheimer AuslĂ€nderbeauftragten Helmut Schmitt mit UnterstĂŒtzung der Freudenberg-Stiftung geleitet wurde, bestand aus Vertretern der Verwaltung, den Gemeinderatsfraktionen und sachkundigen BĂŒrgern, sowie Vertretern des Moscheevereins.

Bei einer abschließenden Sitzung in den RĂ€umen der Freudenberg-Stiftung bekrĂ€ftigten jetzt alle Mitglieder der Kommission, dass das Gremium auch nach der Lösung des konkreten Konfliktes um das „Minarett“ weiterhin den Integrationsprozess in der Stadt begleiten wird – dann natĂŒrlich unter einem anderen Namen. In einem gemeinsamen Fazit bewerteten die Kommissionsmitglieder ihre Arbeit und die Ergebnisse als erfolgreich und als Grundlage fĂŒr ein weiteres Engagement.

Parallel dazu soll sich ein christlich-islamischer GesprĂ€chskreis grĂŒnden. Helmut Schmitt sagte zu, dass er in den ersten beiden Monaten des Jahres 2011 die Arbeit einer Integrations-Kommission, des GesprĂ€chskreises und anderer in Weinheim im Bereich der Integration bereits tĂ€tigen Gruppen und Gremien stĂ€rker vernetzen will.

Der gelernte Sozial-PĂ€dagoge und Integrations-Experte kĂŒndigte an, im Laufe des nĂ€chsten Vierteljahres mit mehreren Partnern ein umfassendes und langfristig angelegtes Integrationsprojekt fĂŒr Weinheim in Gang zu setzen.

Mit OberbĂŒrgermeister Heiner Bernhard und der Freudenberg-Stiftung seien darĂŒber schon GesprĂ€che gefĂŒhrt und erste Rahmenbedingungen definiert worden. „Ich bin auf offene Ohren und großes Interesse gestoßen“, erklĂ€rte er.

Das gemeinsame Ziel sei die zunehmende Akzeptanz der tĂŒrkisch-islamischen Bevölkerung in der Stadtgesellschaft. Die Freudenberg-Stiftung und die Stadt, so Schmitts EinschĂ€tzung, haben in der Vergangenheit in Weinheim bereits Strukturen aufgebaut, die eine tragfĂ€hige Basis fĂŒr den weiteren Verlauf des Integrationsprozesses bilden.

Stiftung und Stadt unterstĂŒtzen das Projekt finanziell und personell. OberbĂŒrgermeister Heiner Bernhard und die Mitglieder der Kommission bestĂ€rkten Schmitt in seinen PlĂ€nen und sagten engagierte UnterstĂŒtzung zu. In einem nĂ€chsten Schritt will Helmut Schmitt weitere Stiftungen, die zustĂ€ndige Bundesbehörde und das Land als Projektpartner und – förderer gewinnen.“

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Das weinheimblog

Internationaler Frauentreff in der Weinheimer Moschee gut besucht

Guten Tag!

Integration, Frauen, TĂŒrken, Kultur, Religion

Frauen tauschen sich ĂŒber ihre Kulturen aus. Bild: Stadt Weinheim

Von Roland Kern

Die MĂ€rchenerzĂ€hlerin hatte es erst nicht leicht. Die mehr als 100 Frauen, die am Dienstag den Internationalen Frauentreff in der Weinheimer Moschee besuchten, sorgten fĂŒr einen stattlichen GerĂ€uschpegel.

Die Neugier auf die anderen Menschen am Tisch, auf ihre kulturelle Herkunft und ihre GebrĂ€uche war groß, der GesprĂ€chsstoff ging nicht aus. „Das ist ein Austausch mit offenen Herzen“, freute sich Alexandra Raquet, die Weinheimer Beauftragte fĂŒr Chancengleichheit, die den Ort fĂŒr den vorweihnachtlichen Frauentreff gewĂ€hlt hatte. „Ich bin sehr schnell auf offene TĂŒren und viel Freundschaft im Moscheeverein gestoßen“, erklĂ€rte sie. Im Saal der Moschee hing die tĂŒrkische Nationalflagge neben der deutschen.

Übersetzerinnen waren ĂŒbrigens nicht nötig, weder bei der BegrĂŒĂŸung durch Alexandra Raquet noch bei jener von Hatice Mert vom Weinheimer Moscheeverein. Die Frauen verstanden und verstĂ€ndigten sich sehr gut – jederzeit auf Deutsch.

Original TĂŒrkisch hingegen war das BĂŒffet, das von den Frauen aller Kulturen begeistert angenommen wurde. Tage vorher hatten die fĂŒr ihre Gastfreundschaft bekannten TĂŒrkinnen die Speisen vorbereitet und angerichtet – sie waren sichtlich glĂŒcklich, als es den GĂ€sten, darunter auch einige Weinheimer StadtrĂ€tinnen, gut schmeckte.

Auch der italiensche Verein versorgte die Frauen mit leckerem selbstgemachtem Tiramisu und weitere tolle selbstgemachte Kuchen ergĂ€nzten das BĂŒffet
Dabei war das Abendessen nach Sonnenuntergang fĂŒr viele tĂŒrkische Frauen die erste Mahlzeit des Tages. Der 7. Dezember war nĂ€mlich in diesem Jahr der Tag ihres Neujahrsfestes, und besonders glĂ€ubige Moslems fasten an diesem Tag. Dass der Neujahrstag im moslemischen Kalender nicht immer an einem Tag gefeiert wird, sondern mit der Mondphase wandert, das war auch ein GesprĂ€chsthema an den Tischen und fĂŒr die meisten Frauen eine Neuigkeit.

„Wir sind heute hier, weil wir fĂŒr ein besseres Miteinander der Kulturen einstehen“, hatte Alexandra Raquet in ihrer BegrĂŒĂŸung erklĂ€rt. „Im Rahmen des Frauentreffs wollen wir uns öffnen, auf andere Kulturen zugehen, und andere Menschen besser kennen und verstehen lernen, ja auch neue Blickwinkel und Sichtweisen entdecken“, beschrieb sie. Schon die Organisation und das Programm des Frauentreffs sei „gemeinsam auf Augenhöhe gestaltet worden“.

BĂŒffets sind immer ein Ort der Begegnung. Bild: Stadt Weinheim

Entscheidend fĂŒr den Erfolg von Integrationsprozessen sei stets die Beteiligung und Verantwortung aller Beteiligten: Der deutschen und der nicht-deutschen BĂŒrgerinnen und BĂŒrger von Weinheim. Und angesichts einer bunten Mischung von Frauen aller Kulturen und den vielen GesprĂ€chen zwischen deutschen und tĂŒrkischen Frauen, freute sie sich: „Wir sind eine kommunale Verantwortungsgemeinschaft.“

Der Frauentreff zeige, dass Weinheim eine gastfreundliche Stadt der Toleranz sei, in der die Grundrechte und Menschenrechte der Nicht-Diskriminierung, der gleichberechtigten Teilhabe und der Religionsfreiheit respektiert werden, so die Beauftragte. Besonders begrĂŒĂŸte sie auch verschiedene TrĂ€gerinnen von Integrationsprojekten in Weinheim wie Dr. Cristina Ricca von der VHS und Mitarbeiterinnen der Koordinierungsstelle „Integration Central“.

FĂŒr viele nicht-tĂŒrkische Frauen war es der erste Besuch in der Weinheimer Moschee. Deshalb organisierte Hatice Mert spontan eine FĂŒhrung durch das moslemische Gotteshaus, das – wie ein Gemeindehaus einer christlichen Kirche – nicht nur ein Gebetsraum, sondern auch auch ein Ort der Gemeinschaft und Begegnung ist.

Neue Kontakte gab es einige. Und Ideen. Zum Beispiel der Auftritt eines deutschen Frauenchors in der Moschee, oder internationale Kochkurse in der Moschee, aber auch bei Gruppen anderer NationalitĂ€ten. Alexandra Raquets Fazit: „Die Frauen haben es vorgemacht, wie man aufeinander zugeht.“

Der Termin fĂŒr den nĂ€chsten Frauentreff der Kulturen steht auch schon fest, es ist der Donnerstag 22. Februar, 2011. Die Frauen der tĂŒrkischen Gemeinde haben sich schon angemeldet.

Anmerkung der Redaktion:
Roland Kern ist Journalist und Pressesprecher der Stadt Weinheim