Freitag, 24. November 2017

Weinheimer Naturdiplomverleihung auf dem Hirschkopfturm

Diplomverleihung im dichten Nebel

Weinheim, 16. Oktober 2014. (red/pm) Zum zehnten Mal wurde in diesem Jahr das Naturdiplom angeboten und verliehen. Rund 30 Vereine und Institutionen boten den Sommer über Exkursionen und Seminare für Kinder im Alter von acht bis zwölf Jahren an. Es ging um Natur- und Umweltschutz. Die Regel besagt: Wer mindestens sechs der Veranstaltungen besucht, bekommt Ende des Jahres ein „Weinheimer Naturdiplom“ verliehen. [Weiterlesen…]

Signalkette von Sulzbach aus

Lärmfeuer aus Tradition

Weinheim, 31. März 2014. (red/fw) Die Jugendfeuerwehr Weinheim Abteilung Sulzbach wird sich auch in diesem Jahr wieder an dem sogenannten Lärmfeuer beteiligen. Am Samstag den 5. April sendet die Wehr ab 19 Uhr in Zusammenarbeit mit Herrn Ziegler, das Signal vom Hirschkopfturm in Nächstenbach, in den Odenwald. [Weiterlesen…]

Jubiläumsbroschüre zur Feuerwehrgeschichte

75 Jahre Werkfeuerwehr Naturin – Viscofan

Weinheim, 18. Oktober 2012. (red/fw) Zu einer Feierstunde hatte die Werkfeuerwehr der Naturin Viscofan GmbH anlässlich ihres 75jährigen Bestehens in das Feuerwehrgerätehaus in der Badeniastraße eingeladen. Neben zahlreichen Vertretern der Feuerwehren des Unterkreises Weinheim, waren Kreisbrandmeister Peter Michels, Unterkreisführer Sven Ballas sowie der Vorsitzende des Kreisfeuerwehrverband Rhein Neckar Hans Joachim Gottuck und Naturins Ehrenkommandant Wolfgang Eberle zur Jubiläumsfeier gekommen. Volker Jäger Kommandant der Werkfeuerwehr Naturin Viscofan begrüßte Geschäftsführer Bertram Trauth, den ersten Bürgermeister der Stadt Weinheim Dr. Torsten Fetzner, Uwe Seehaus Leiter Personal und Soziales, Ralf Jung Sicherheitsingenieur sowie Mitglieder des Betriebsrats am Standort Weinheim.

Von Ralf Mittelbach

„Bertram Traut, Geschäftsführer des auf dem Gebiet der Herstellung von Wursthüllen weltweit führenden Unternehmens, dankte seinen Mitarbeitern, die sich neben ihrer beruflichen Tätigkeit bei Naturin Viscofan ehrenamtlich bei der Werkfeuerwehr engagieren. Jedes Jahr kommt es auf dem Werksgelände zu circa vierzig Ereignissen. Bei den meisten handelt es sich um die Auslösung automatischer Brandmeldeanlagen und technischen Hilfeleistungen. Trauth lobte die Mitglieder der Werkfeuerwehr, die durch ihren Einsatz sich zum Schutz ihrer Kollegen einsetzen aber auch den Standort Weinheim vor größeren Gefahren schützen. Sein Dank galt auch den Feuerwehren der Umgebung für die gute Zusammenarbeit. Bürgermeister Torsten Fetzner ging in seinem Grußwort auch auf die gute Zusammenarbeit ein. Das die Werkfeuerwehr Naturin und die Feuerwehr Weinheim einen guten Draht haben, zeige auch, das Kommandant Volker Jäger, wie auch schon sein Vorgänger Wolfgang Eberle, der stellvertretende Stadtbrandmeister in Weinheim ist.

75 Jahre Feuerwehrgeschichte

Uwe Seehaus stellte die Jubiläumsbroschüre vor, die anlässlich des 75 jährigen Jubiläums der Werkfeuerwehr erstellt wurde und nahm die Gäste auf einer Reise durch 75 Jahre Feuerwehrgeschichte. Ernst Fichtner begann 1936 seine Arbeit bei Naturin und baute das Luftschutzkommando auf, aus der dann am 1. April 1937 die Werkfeuerwehr Naturin gegründet wurde. Zu den Gründungsmitgliedern zählten damals neben Ernst Fichtner, Karl Schreiber, Georg Grieser, Ernst Gärtner und Peter Springer. Bereits am 8. Januar 1939 hatte die Werkfeuerwehr ihre erste Bewährungsprobe zu bestehen. Die sogenannte „Trockenhalle“ stand in Flammen und wurde mit Motorspritzen durch die Unterstützung der Feuerwehren aus Mannheim und Weinheim gelöscht. 1941 während der Kriegsjahre wurde die Werkfeuerwehr dann uniformiert und wurde in diesen Jahren elf Mal zur Unterstützung nach Mannheim, Ladenburg und Umgebung gerufen. 1943 wurde die Werkfeuerwehr offiziell Anerkannt.

Nach dem Krieg baute Ernst Fichtner die Wehr neu auf. Nach einer Krise im August 1955 wurde Karl Schreiber beauftragt die Werkfeuerwehr der Firma Naturin neu aufzuziehen und so fand bereits im Oktober eine gemeinsame Hauptübung mit der Feuerwehr Weinheim auf dem Werksgelände statt. Am 18. Februar 1956 musst die Wehr erneut zeigen, dass sie nicht nur den Werkschutz sicherstellen kann, sondern auch ein verlässlicher Partner sein kann. Nach einer Explosion mit anschließendem Großbrand im Nora Werk der Firma Carl Freudenberg löschte die Werkfeuerwehr Naturin gemeinsam mit der Werkfeuerwehr Freudenberg, den Feuerwehren aus Weinheim und Heppenheim sowie der Berufsfeuerwehr Mannheim den Brand. Auch in den kommenden Jahren musste die Werkfeuerwehr immer wieder ausrücken um den Feuerwehren zu helfen. Zu den größten Ereignissen zählten hier ein Flächenbrand im Februar 1957 in Nächstenbach, ein Großbrand im März 1957 bei dem Weinheimer Nudelhersteller „Drei Glocken“ und ein Großbrand im Robuswerk auf dem Firmengelände von Carl Freudenberg im Oktober 1957.

Meilenstein der Werkfeuerwehr

Ein Meilenstein in der Geschichte der Werkfeuerwehr konnte am 8. Februar 1978 gesetzt werden, als den Feuerwehrangehörigen zum Schutz der Mitarbeiter ein neues Löschgruppenfahrzeug (LF8) übergeben wurde. Bereits 1979 musste das Fahrzeug seine Feuerprobe bestehen. In diesem Jahr kam es zu zahlreichen Bränden, wobei der 2. August 1979 in die Firmengeschichte einging. Über eine Million DM Sachschaden entstand bei dem Brand, zu dem neben der Werkfeuerwehr Freudenberg und der Berufsfeuerwehr Mannheim auch alle Bergstraßen Feuerwehren gerufen wurden. In den folgenden Monaten kam es noch zu weiteren Bränden, die die Werkfeuerwehr in dem schwarzen Jahr für die Firma Naturin löschen musste. Trotz der Krise ließen sich die Mitarbeiter nicht entmutigen und so konnte bereits im Dezember der Wiederaufbau des Werkes beendet werden.

In den weiteren Jahren wurde der vorbeugenden Brandschutz immer weiter ausgebaut und so blieb die Naturin vor weiteren verheerenden Bränden verschont. Trotzdem wurde die Zusammenarbeit mit den Feuerwehren der Umgebung immer weiter ausgebaut und geübt. 1999 fand daher die Unterkreisübung mit 150 Männer und Frauen der Feuerwehr Weinheim, der Werkfeuerwehr Freudenberg, sowie der Feuerwehren aus Hemsbach, Laudenbach, Großsachsen und Leutershausen statt. Am 23.07.2009 kam es gegen 7 Uhr morgens zu einem Brand in einer Produktionshalle. Trotz des schnellen Eingreifens der Werkfeuerwehr Naturin, die den Brand mit der Werkfeuerwehr Freudenberg und der Weinheimer Feuerwehr löschte, wurden vier Mitarbeiter verletzt und mussten im Krankenhaus weiter behandelt werden.

Den letzten größeren Brand musste die Wehr im Juli diesem Jahres löschen, als es zu einem Brand im Destillat kam. Glücklicherweise kamen hier keine Mitarbeiter zu Schaden. Im Jubiläumsjahr ist die Werkfeuerwehr Naturin gut aufgestellt. Kommandant Volker Jäger und sein Stellvertreter Reiner Drescher sind mit 23 Einsatzkräften und 6 Alterskameraden für die weitere Zukunft gut aufgestellt. Ihnen stehen zwei Löschfahrzeuge, ein Mannschaftstransportwagen und ein Schlauchanhänger für ihren Dienst zur Verfügung. Auch Unterkreisführer Sven Ballas dankte der Werkfeuerwehr für die gute Zusammenarbeit innerhalb des Unterkreises. Er überreichte im Namen der Feuerwehren des Weinheimer Unterkreises die Jubiläumsurkunde und wünschte der Wehr, das Sie immer wieder gesund von ihren Einsätzen zurückkommen.“

Anmerkung der Redaktion: Ralf Mittelbach ist Pressereferent der Freiwilligen Feuerwehr Weinheim