Sonntag, 19. November 2017

"Ich habe doch auch blaue Augen" - Paul Niedermann ĂŒberlebte als jĂŒdischer Junge ein Konzentrationslager der Nazis

Von Karlsruhe bis Gurs – ein weiter Weg

Weinheim/Rhein-Neckar, 13. November 2014. (red/cb) Paul Niedermann ist 87 Jahre alt, Jude und einer der letzten Zeitzeugen des Nationalsozialismus. Als er 13 Jahre alt war, wurde er mit seiner gesamten Familie in ein Internierungslager nach Gurs in SĂŒdfrankreich gebracht. Außer ihm und seinem Bruder hat keiner seiner Angehörigen diese Zeit ĂŒberlebt. Am 12. November war er nun zu Gast der Johann-Philipp-Reis-Schule (JPRS) und hat ĂŒber die grausamen Erlebnisse berichtet. [Weiterlesen…]

Erstmalige Verleihung am 24. November – MitbegrĂŒnderin des Spanischen Zentrums

Engelbrecht-Preis an Maria Guerrero

Erste PreistrÀgerin des Engelbrecht-Preises: Maria Guerrero


Weinheim, 12. Oktober 2012. (red/pm) Maria Guerrero ist die erste PreistrĂ€gerin des neu ausgelobten „Rolf-Engelbrecht-Preises“. Die Entscheidung der Jury haben jetzt die Stadt in einer PresseerklĂ€rung und die BĂŒrgerstiftung Weinheim in ihrer „Stifterpost“  bekannt gegeben. Am 24. November verleihen Stadt Weinheim, BĂŒrgerstiftung Weinheim und Freudenberg Stiftung erstmals den vom Gemeinderat im November vergangenen Jahres beschlossenen Rolf-Engelbrecht-Preis „fĂŒr die aktive Förderung eines kulturell vielfĂ€ltigen und demokratischen Miteinanders in Weinheim”.

Information der Stadt Weinheim:

„Der Preis bedeutet auch eine posthume Ehrung des gebĂŒrtigen ElsĂ€ssers Rolf Engelbrecht, der von 1948 bis 1966 Weinheims erster Nachkriegs-OberbĂŒrgermeister war. Engelbrecht hatte wegen seiner jĂŒdischen Mutter in der Zeit des Nationalsozialismus Berufsverbot und hielt sich in den Niederlanden auf. In seine Amtszeit fielen eine Reihe von Entscheidungen im Kontext der VölkerverstĂ€ndigung wie die GrĂŒndung einer StĂ€dtepartnerschaft mit Cavaillon. In der Beschreibung der Verleihungsgrundlage ist eingangs formuliert: „Der Rolf-Engelbrecht-Preis zeichnet Weinheimer Einzelpersonen und Initiativen aus, die sich vorbildlich fĂŒr eine demokratische Stadtgesellschaft einsetzen, in der Menschen unabhĂ€ngig von ihrer sozialen Herkunft, ihrer kulturellen und weltanschaulichen Vielfalt gleichberechtigt zusammenleben können.”

Die Jury, bestehend aus OberbĂŒrgermeister Heiner Bernhard fĂŒr die Stadt Weinheim, Dr. Pia Gerber fĂŒr die Freudenberg Stiftung, Dr. Adalbert Knapp fĂŒr die BĂŒrgerstiftung Weinheim und Christoph Engelbrecht sowie Kadhja Huber (Integration Central) und Dr.  Helga Reindel (Projekt Weinheim), entschied in ihrer Sitzung am 18. September, den Preis an Maria Guerrero Gallego zu verleihen.

Mit dieser Wahl dokumentiert die Jury beispielhaft die Merkmale dieses Preises: Vorbildlicher langjĂ€hriger beruflicher und ehrenamtlicher Einsatz fĂŒr ein gedeihliches Zusammenleben in der Stadt Weinheim.

Maria Guerrero, seit 1979 Mitarbeiterin des Projekts Weinheim, seit ihrem 65. Lebensjahr ehrenamtlich, war und ist der gute Geist dieser Einrichtung zur Integration von Migrantinnen und Migranten. Vor rund 40 Jahren war sie MitgrĂŒnderin des Spanischen Zentrums, eines langjĂ€hrigen wichtigen Kristallisationspunktes fĂŒr die spanische Gemeinde in Weinheim.  Bis vor wenigen Jahren arbeitete sie im Vorbereitungskomitee fĂŒr das Internationale Kulturfest mit. FĂŒr viele Menschen im Milieu war und ist sie einfach „Maria”. 2002 wurde Maria Guerrero bereits mit der der Stadt Weinheim ausgezeichnet.“