Samstag, 23. September 2017

Kabarettauftritt im Weinheimer Schlosspark

Auch Chako heizt die PfÀnnle an

Weinheim, 19. August 2014. (red/pm) Der ist bekennender „PfĂ€lzer“ und Kabarettist Christian „Chako“ Habekost kommt am 07. September nach Weinheim zum Open-Air-Kochfestival „SWR-PfĂ€nnle“. „Chako“ serviert den „PfĂ€nnle“-Besuchern im Schlosspark einen halbstĂŒndigen Auftritt – und das bei freiem Eintritt. [Weiterlesen…]

Rekord: 1.010 EinsÀtze sind eine beachtliche Leistung

„2013 war ein Brandjahr“

Der Dachstuhl brannte völlig aus

Brand in der Breslauer Straße im Mai 2013. Der Dachstuhl brannte völlig aus.

 

Weinheim, 16. Januar 2014. (red) Es ist ein Rekordjahr – ob man sich aber darĂŒber freuen sollte? Stadtbrandmeister Reinhold Albrecht hat heute die Einsatzstatistik fĂŒr das Jahr 2013 vorgestellt: 1.010 EinsĂ€tze. GegenĂŒber 2012 mit 706 EinsĂ€tzen gibt es eine damit fast eine Steigerung um 50 Prozent. [Weiterlesen…]

Aktuelle Entwicklungen beim Runden Tisch Demografie

Die Weststadt attraktiver machen

Weinheim, 18. Januar 2013. (red/ld) Ein neues Gewerbegebiet auf den Breitwiesen, die verramschte Freiburger Straße und ein neues Schul- und Kulturzentrum im Rolf Engelbrecht-Haus sind nur drei der Themen in der stĂ€dtebaulichen Entwicklung der Weststadt. DarĂŒber referierte Dr. Torsten Fetzner, Erster BĂŒrgermeister der Stadt Weinheim, heute Nachmitag im Haus „Pamina.“ Rund 30 Zuhörer waren zu dem Vortrag gekommen. Er gehört zur Veranstaltungsreihe des „Runder Tisch Demografie.“

Von Lydia Dartsch

Alarmierend seien die Zahlen in Weinheim und der Weststadt noch nicht. Rund 40 Prozent der hier lebenden Frauen seien in der Altersstufe, um Kinder zu bekommen. Die Geburtenrate in der Weststadt liege derzeit bei rund 80 Prozent und damit im stĂ€dtischen Durchschnitt. Vor allem in LĂŒtzelsachsen werden noch mehr Kinder geboren. Woran das liegt, wagte Dr. Fetzner gestern nicht zu beantworten:

Möglicherweise hÀngt es mit der sozialen Struktur des Stadtteils zusammen: Kinder kosten Geld und scheinbar können sich viele Menschen dort viele Kinder leisten.

vermutete er. Jetzt sei es daran, die Stadt attraktiv zu machen fĂŒr junge Familien, um dem Trend des demografischen Wandels – einer alternden Gesellschaft – in Weinheim aufzuhalten. In einigen FĂ€llen sei das schon gelungen, in anderen bestehe noch Handlungsbedarf.

Schul- und Kulturzentrum im Rolf-Engelbrecht-Haus

Denn Kinder brauchen Platz und gehen irgendwann mal auf die Schule. Ganz leise sind sie dabei selten. Nun will die Stadt das Rolf-Engelbrecht-Haus gemeinsam mit der Multschule zu einem neuen Schul- und Kulturzentrum umbauen und die Johann-Sebastian-Bach-Förderschule und die Albert-Schweitzer-Schule dorthin verlegen. Durch diese BĂŒndelung der Schulen erhofft sich die Stadt Synergieeffekte nutzen zu können, da man beispielsweise nur einen Hausmeister fĂŒr die drei Schulen brauche, erklĂ€rte Dr. Fetzner. Eine Anwohnerin befĂŒrchtet jedoch noch mehr LĂ€rm:

Wir wohnen seit 30 Jahren dort und jedes Jahr wurde es lauter.

Die Albert-Schweitzer-Schule sei auch viel zentraler, wirft ein anderer Zuhörer ein. FĂŒr ihn mache es mehr Sinn, die Schule beizubehalten. Das GebĂ€ude sei auch so schön und als Zeitzeuge von historischer Bedeutung wird als Argument in die Diskussion eingeworfen. Das sei auch alles im Dialogprozess zur Sprache gekommen, sagte Dr. Fetzner. Allerdings seien die Sanierungsmaßnahmen an den drei Schulstandorten deutlich teurer als die Sanierung des Rolf-Engelbrecht-Hauses und der Neubau der beiden Schulen. Deshalb habe man sich auf diese Lösung geeinigt.

Große Lkws in der kleinen Anne-Frank-Straße

Über LĂ€rm klagt auch eine Anwohnerin der Anne-Frank-Straße:

Diese kleine Straße ist offenbar fĂŒr den Lkw-Verkehr freigegeben. Die donnern da stĂ€ndig durch.

Lkws fahren dort vom Industriegebiet in Richtung Mannheimer Straße, B38 und Autobahn. Das werde noch schlimmer, befĂŒrchtete Dr. Fetzner. Man habe dort in 80er Jahren planerische Fehler gemacht, durch die nun die Zufahrtstraßen zum Gewerbegebiet durch die Wohnsiedlung verliefen.

Gemeinderat entscheidet ĂŒber BĂŒrgerentscheid bei Breitwiesen

Einen solchen Fehler will die Stadt bei den Breitwiesen vermeiden. UrsprĂŒnglich sei geplant gewesen, den benachbarten Hammelsbrunnen als Gewerbegebiet auszuweisen. Dann sei man auf die Idee gekommen, stattdessen das Gewerbegebiet auf den Breitwiesen auszuweisen.

Da haben wir die Rechnung ohne die Landwirte gemacht.

sagte Dr. Fetzner. Die wollten ihre Felder auf den Breitwiesen behalten, auch weil diese in ihren GrĂ¶ĂŸen viel wirtschaftlicher seien, als die zum Tausch angebotenen FlĂ€chen auf den Hammelsbrunnen. Nun könnte ein BĂŒrgerentscheid die Frage klĂ€ren, ob der Tausch zu Stande kommt oder nicht, oder ob kein neues Gewerbegebiet ausgewiesen wird.

Braucht man diese FlĂ€chen ĂŒberhaupt?

fragte ein Besucher. Er befĂŒrchte ein weiteres Logistikunternehmen wie Pfenning in Heddesheim oder Amazon. Anfragen von Amazon gebe es aber derzeit nicht, sagte Dr. Fetzner. Im Fall von Pfenning sei er froh, dass das Verteilzentrum bereits in Heddesheim gebaut worden sei. Damit bestĂŒnde die Gefahr nicht fĂŒr Weinheim.

Angst vor Verramschung der Freiburger Straße

Ein neues Gewerbegebiet birgt auch die Gefahr fĂŒr ein Trading-Down-Effekt. Dieser Effekt beschreibt die Abwanderung angesehener Unternehmen und LĂ€den und deren Ersetzung durch geringerwertige GewerbeflĂ€chen, wie Spielhallen oder RamschlĂ€den, wie es Dr. Fetzner ausdrĂŒckte. So geschehen in der Freiburger Straße. Das Gebiet dort könne man als Sanierungsgebiet ausweisen und mit Fördermitteln zu einem Gewerbe- und Wohngebiet umbauen.

Als Erfolg verbucht Dr. Fetzner dagegen die Wohnbebauung auf dem ehemaligen Naturin-Parkplatz in der Gleiwitzer Straße und dem KĂ€sackerweg.

Ich finde, das ist gelungen.

Weststadtplatz als Quartiersmittelpunkt

Der Weststadt fehlt nur noch ein zentraler Stadtteilplatz als Treffpunkt und fĂŒr Stadtteilfeste. Ein solcher Platz fehle im Quartier. Er könnte im Bereich um den Breitplatz entstehen, der ursprĂŒnglich als Parkplatz fĂŒr die GeschĂ€fte dort angelegt wurde. Der Platz liegt an der Kurt-Schumacher-Straße und der Blumenstraße. Die OEG hĂ€lt direkt davor und dahinter befindet sich eine GrĂŒnflĂ€che, die in den Quartiersplatz mit einbezogen werden könnte, stellte sich Dr. Fetzner vor. Im Moment erlebe man auf dem Breitplatz eine VermĂŒllung, berichtete er. Eine Besucherin berichtete auch davon, dass Berufspendler dort parkten, um morgens die OEG zur Arbeit zu nehmen.

Diese Park & Ride-Nutzung ist mir neu.

sagte Dr. Fetzner. Diese Probleme könnten gelöst werden, wenn dort ein Quartiersplatz entsteht, wĂŒnscht sich der Erste BĂŒrgermeister.

Entlang der Bahntrasse wĂŒnschen sich die BĂŒrgerinnen und BĂŒrger vor allem Ruhe. Doch die Verhandlungen mit der Deutschen Bahn seien schwierig und langwierig, wie Dr. Fetzner erklĂ€rte:

Die Bahn hat ihre LĂ€rmschutzmaßnahmen abgeschlossen und wird auf der Strecke deshalb mehr ZĂŒge fahren lassen.

Das fĂŒhre auch zu einer Mehrbelastung der Anwohner. Aktuell sei die Stadt aber in Verhandlungen mit der Bahn ĂŒber eine neue LĂ€rmsanierung.

Wolfgang Eberle ist Weinheims erster „Ehrenjugendfeuerwehrwart"

Da gab es nichts mehr zu „bebbern“

Wolfgang Eberles Ehrung, da gab es nichts mehr zu „bebbern“


Weinheim, 12. November 2012. (red/pm) Da machte er seinem Spitznamen ausnahmsweise einmal keine Ehre. In Feuerwehrkreisen in Weinheim und darĂŒber hinaus nennt man Wolfgang Eberle eigentlich nur den „Bebber“. Im Wortschatz Weinheims und der Kurpfalz gekramt, erfĂ€hrt man, dass ein „Bebber“ jemand ist, der – auf Hochdeutsch ausgsdrĂŒckt – immer noch seinen Senf dazuzugeben hat. Aber am Sonntagmorgen gab es auch fĂŒr Wolfgang „Bebber“ Eberle nichts mehr „zu bebbern“. Vor RĂŒhrung ungewohnt wortkarg, sagte er nur so knapp es ging: „Das Buffet ist eröffnet.“


Von Roland Kern

„DafĂŒr wurde manches ĂŒber ihn gesagt, den Feuerwehrmann aus Leib und Seele, der ein Berufsleben lang Feuerwehrprofi bei der Firma Naturin und gefĂŒhlte 50 Jahre engagiertes Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr Weinheim ist, zuletzt zwölf Jahre als Stellvertretender Stadtbrandmeister. Wolfgang Eberle ist Weinheims erster „Ehrenjugendfeuerwehrwart“. Stadtbrandmeister und WeggefĂ€hrte Reinhold Albrecht verlieh ihm diesen Titel wĂ€hrend der Feier zum 50-jĂ€hrigen Bestehen der Weinheimer Jugendfeuerwehr – sie ist, 1962, gegrĂŒndet, die Ă€lteste ihrer Art im Rhein-Neckar-Kreis. Albrecht nahm Bezug auf einen Bilder-Vortrag von Miriam Eberle, der aktuellen Jugendwartin der Weinheimer Wehr. Darin tauchte immer wieder Wolfgang Eberle auf. „Unsere Jugendfeuerwehr wĂ€re heute nicht das, was sie ist, ohne Wolfgang Eberle“, bescheinigte der Kommandant.

Bei zahlreichen Freizeiten und anderen AktivitĂ€ten war der „Bebber“ einer der engagiertesten, einer der fleißigsten Organisatoren. „Seine TĂ€tigkeit war immer eine Bereicherung“, lobte Albrecht. Extra fĂŒr Eberle wurde der neue Ehrentitel samt Urkunde im Jahr des 150-jĂ€hrigen Bestehens der Weinheimer Feuerwehr und des 50-jĂ€hrigen Bestehens der Jugendfeuerwehr jetzt geschaffen – eine historische Auszeichnung in einem großen Jahr fĂŒr die Weinheimer Feuerwehr, das mit dieser Veranstaltung nun abgeschlossen wurde. Nach vielen Veranstaltungen, Festen, Banketten und RĂŒckblicken, galt das JubilĂ€umsfinale jetzt der Jugendfeuerwehr. Das hatte einge gewisse Symbolkraft. „Denn wir sind das Fundament der Wehr“, erklĂ€rte Miriam Eberle, die in ihrem Vortrag an die GrĂŒnder und wichtigen Akteure der Nachwuchs-Wehr erinnerte. Auch BĂŒrgermeister und Feuerwehrdezernent Dr. Torsten Fetzner gratulierte zum doppelten JubilĂ€um. Sein Lob: „In der Feuerwehr werden an junge Menschen Werte vermittelt, die fĂŒr unsere Gesellschaft wichtig sind.“

Anm. d. Red.: Roland Kern ist der Pressesprecher der Stadt Weinheim

JubilĂ€umsbroschĂŒre zur Feuerwehrgeschichte

75 Jahre Werkfeuerwehr Naturin – Viscofan

Weinheim, 18. Oktober 2012. (red/fw) Zu einer Feierstunde hatte die Werkfeuerwehr der Naturin Viscofan GmbH anlĂ€sslich ihres 75jĂ€hrigen Bestehens in das FeuerwehrgerĂ€tehaus in der Badeniastraße eingeladen. Neben zahlreichen Vertretern der Feuerwehren des Unterkreises Weinheim, waren Kreisbrandmeister Peter Michels, UnterkreisfĂŒhrer Sven Ballas sowie der Vorsitzende des Kreisfeuerwehrverband Rhein Neckar Hans Joachim Gottuck und Naturins Ehrenkommandant Wolfgang Eberle zur JubilĂ€umsfeier gekommen. Volker JĂ€ger Kommandant der Werkfeuerwehr Naturin Viscofan begrĂŒĂŸte GeschĂ€ftsfĂŒhrer Bertram Trauth, den ersten BĂŒrgermeister der Stadt Weinheim Dr. Torsten Fetzner, Uwe Seehaus Leiter Personal und Soziales, Ralf Jung Sicherheitsingenieur sowie Mitglieder des Betriebsrats am Standort Weinheim.

Von Ralf Mittelbach

„Bertram Traut, GeschĂ€ftsfĂŒhrer des auf dem Gebiet der Herstellung von WursthĂŒllen weltweit fĂŒhrenden Unternehmens, dankte seinen Mitarbeitern, die sich neben ihrer beruflichen TĂ€tigkeit bei Naturin Viscofan ehrenamtlich bei der Werkfeuerwehr engagieren. Jedes Jahr kommt es auf dem WerksgelĂ€nde zu circa vierzig Ereignissen. Bei den meisten handelt es sich um die Auslösung automatischer Brandmeldeanlagen und technischen Hilfeleistungen. Trauth lobte die Mitglieder der Werkfeuerwehr, die durch ihren Einsatz sich zum Schutz ihrer Kollegen einsetzen aber auch den Standort Weinheim vor grĂ¶ĂŸeren Gefahren schĂŒtzen. Sein Dank galt auch den Feuerwehren der Umgebung fĂŒr die gute Zusammenarbeit. BĂŒrgermeister Torsten Fetzner ging in seinem Grußwort auch auf die gute Zusammenarbeit ein. Das die Werkfeuerwehr Naturin und die Feuerwehr Weinheim einen guten Draht haben, zeige auch, das Kommandant Volker JĂ€ger, wie auch schon sein VorgĂ€nger Wolfgang Eberle, der stellvertretende Stadtbrandmeister in Weinheim ist.

75 Jahre Feuerwehrgeschichte

Uwe Seehaus stellte die JubilĂ€umsbroschĂŒre vor, die anlĂ€sslich des 75 jĂ€hrigen JubilĂ€ums der Werkfeuerwehr erstellt wurde und nahm die GĂ€ste auf einer Reise durch 75 Jahre Feuerwehrgeschichte. Ernst Fichtner begann 1936 seine Arbeit bei Naturin und baute das Luftschutzkommando auf, aus der dann am 1. April 1937 die Werkfeuerwehr Naturin gegrĂŒndet wurde. Zu den GrĂŒndungsmitgliedern zĂ€hlten damals neben Ernst Fichtner, Karl Schreiber, Georg Grieser, Ernst GĂ€rtner und Peter Springer. Bereits am 8. Januar 1939 hatte die Werkfeuerwehr ihre erste BewĂ€hrungsprobe zu bestehen. Die sogenannte „Trockenhalle“ stand in Flammen und wurde mit Motorspritzen durch die UnterstĂŒtzung der Feuerwehren aus Mannheim und Weinheim gelöscht. 1941 wĂ€hrend der Kriegsjahre wurde die Werkfeuerwehr dann uniformiert und wurde in diesen Jahren elf Mal zur UnterstĂŒtzung nach Mannheim, Ladenburg und Umgebung gerufen. 1943 wurde die Werkfeuerwehr offiziell Anerkannt.

Nach dem Krieg baute Ernst Fichtner die Wehr neu auf. Nach einer Krise im August 1955 wurde Karl Schreiber beauftragt die Werkfeuerwehr der Firma Naturin neu aufzuziehen und so fand bereits im Oktober eine gemeinsame HauptĂŒbung mit der Feuerwehr Weinheim auf dem WerksgelĂ€nde statt. Am 18. Februar 1956 musst die Wehr erneut zeigen, dass sie nicht nur den Werkschutz sicherstellen kann, sondern auch ein verlĂ€sslicher Partner sein kann. Nach einer Explosion mit anschließendem Großbrand im Nora Werk der Firma Carl Freudenberg löschte die Werkfeuerwehr Naturin gemeinsam mit der Werkfeuerwehr Freudenberg, den Feuerwehren aus Weinheim und Heppenheim sowie der Berufsfeuerwehr Mannheim den Brand. Auch in den kommenden Jahren musste die Werkfeuerwehr immer wieder ausrĂŒcken um den Feuerwehren zu helfen. Zu den grĂ¶ĂŸten Ereignissen zĂ€hlten hier ein FlĂ€chenbrand im Februar 1957 in NĂ€chstenbach, ein Großbrand im MĂ€rz 1957 bei dem Weinheimer Nudelhersteller „Drei Glocken“ und ein Großbrand im Robuswerk auf dem FirmengelĂ€nde von Carl Freudenberg im Oktober 1957.

Meilenstein der Werkfeuerwehr

Ein Meilenstein in der Geschichte der Werkfeuerwehr konnte am 8. Februar 1978 gesetzt werden, als den Feuerwehrangehörigen zum Schutz der Mitarbeiter ein neues Löschgruppenfahrzeug (LF8) ĂŒbergeben wurde. Bereits 1979 musste das Fahrzeug seine Feuerprobe bestehen. In diesem Jahr kam es zu zahlreichen BrĂ€nden, wobei der 2. August 1979 in die Firmengeschichte einging. Über eine Million DM Sachschaden entstand bei dem Brand, zu dem neben der Werkfeuerwehr Freudenberg und der Berufsfeuerwehr Mannheim auch alle Bergstraßen Feuerwehren gerufen wurden. In den folgenden Monaten kam es noch zu weiteren BrĂ€nden, die die Werkfeuerwehr in dem schwarzen Jahr fĂŒr die Firma Naturin löschen musste. Trotz der Krise ließen sich die Mitarbeiter nicht entmutigen und so konnte bereits im Dezember der Wiederaufbau des Werkes beendet werden.

In den weiteren Jahren wurde der vorbeugenden Brandschutz immer weiter ausgebaut und so blieb die Naturin vor weiteren verheerenden BrĂ€nden verschont. Trotzdem wurde die Zusammenarbeit mit den Feuerwehren der Umgebung immer weiter ausgebaut und geĂŒbt. 1999 fand daher die UnterkreisĂŒbung mit 150 MĂ€nner und Frauen der Feuerwehr Weinheim, der Werkfeuerwehr Freudenberg, sowie der Feuerwehren aus Hemsbach, Laudenbach, Großsachsen und Leutershausen statt. Am 23.07.2009 kam es gegen 7 Uhr morgens zu einem Brand in einer Produktionshalle. Trotz des schnellen Eingreifens der Werkfeuerwehr Naturin, die den Brand mit der Werkfeuerwehr Freudenberg und der Weinheimer Feuerwehr löschte, wurden vier Mitarbeiter verletzt und mussten im Krankenhaus weiter behandelt werden.

Den letzten grĂ¶ĂŸeren Brand musste die Wehr im Juli diesem Jahres löschen, als es zu einem Brand im Destillat kam. GlĂŒcklicherweise kamen hier keine Mitarbeiter zu Schaden. Im JubilĂ€umsjahr ist die Werkfeuerwehr Naturin gut aufgestellt. Kommandant Volker JĂ€ger und sein Stellvertreter Reiner Drescher sind mit 23 EinsatzkrĂ€ften und 6 Alterskameraden fĂŒr die weitere Zukunft gut aufgestellt. Ihnen stehen zwei Löschfahrzeuge, ein Mannschaftstransportwagen und ein SchlauchanhĂ€nger fĂŒr ihren Dienst zur VerfĂŒgung. Auch UnterkreisfĂŒhrer Sven Ballas dankte der Werkfeuerwehr fĂŒr die gute Zusammenarbeit innerhalb des Unterkreises. Er ĂŒberreichte im Namen der Feuerwehren des Weinheimer Unterkreises die JubilĂ€umsurkunde und wĂŒnschte der Wehr, das Sie immer wieder gesund von ihren EinsĂ€tzen zurĂŒckkommen.“

Anmerkung der Redaktion: Ralf Mittelbach ist Pressereferent der Freiwilligen Feuerwehr Weinheim