Samstag, 07. Dezember 2019

Erste Live-CD von „Dr. Woggle & the Radio“ erscheint am 28. September

Lange erwartet, heiß begehrt: „Weinheim City Live“

Das Live-Album von „Dr. Woggle & the Radio“ ist demnĂ€chst erhĂ€ltlich

 

Weinheim, 17. September 2012. (red/pm) SĂŒĂŸer die „Woggles“ nie klingen, als in der Weihnachtszeit: FĂŒr die Fans der Weinheimer Band „Dr. Woggle & the Radio“ sind die Abende des 25. und 26. Dezember im „CafĂ© Central“ lĂ€ngst Kult geworden. FĂŒr viele Hundert Menschen – fast jeden Alters – gehört ein weihnachtlicher Konzertpartybesuch zum Fest wie Tannenbaum und Christkind. Wenn das „Central“ wogt, die Menschen glĂŒcklich sind, das Wasser von der Decke tropft und die gefĂŒhlte Innentemperatur 60 Grad betrĂ€gt, wĂ€hrend draußen Schnee liegt, dann ist die Welt in Ordnung.

Von Roland Kern

„Jetzt gibt es den Kult auf CD. „Dr. Woggle & the Radio“, live so saft- und kraftvoll wie ein guter Weihnachtsbraten, bringen jetzt ihre erste Live-CD auf den Markt, sie heißt – wie auch sonst? – „Weinheim City Live“. Die Aufnahmen stammen ausnahmslos von den beiden Weihnachtskonzerten im Dezember 2011 – ein Heimspiel auf silberner Scheibe, lange erwartet und heiß begehrt. Wer die Truppe noch nicht kennt: „Dr. Woggle & the Radio“ haben einen eigenen Musikstil geprĂ€gt, den man „Reggae mit Schuss“ nennen könnte. Das ist der lĂ€ssige Beat der Karibik mit Rocksteady, Ska und Soul genĂ€hrt – die „Woggles“ eben.

Es ist tatsĂ€chlich die erste Live-CD, obwohl die Gruppe gerne ausgiebig tourt und auch außerhalb Weinheims und der Region einen guten Ruf als Live-Band genießt. Die Auftritte mit Frontmann und SĂ€nger Niko Knapp alias Nikolaus Weinheim sind nicht nur musikalisch ausgefeilt; sie sind auch ein StĂŒck starkes Entertainment. „Weinheim City“ ist der Schlachtruf, mit dem die Band auszieht, um GĂ€nsehaut zu verbreiten.

Es gab schon umjubelte Auftritte auf den grĂ¶ĂŸten Reggae-Festivals Europas, dem Summer Jam und dem Chiemsee Reggae Summer. 2004 gewannen die sieben Weinheimer den Mannheim Music Award, 2006 den Deutschen Rock&Pop-Preis in den Kategori­en „Best Pop Band“ und „Best Reggae Band“.

„Weinheim City Live“ ist eine Abfolge der Woggle-Kult-Klassiker von „Pressure“ ĂŒber „Old Rocking Chair“ bis zu „Mount Zion“ und „Bring Love“ – den unwiderruflichen Live-Zugaben der Band. Ab 28. September ist die Live-CD online fĂŒr 10.96 Euro erhĂ€ltlich, sie kann aber ab sofort im Internet bestellt werden (Adressen siehe „Info“). Wer sich vorher persönlich ein Exemplar abholen will, sollte die Realease-Party mit Live-Konzert am 21. September in der Alten Feuerwache in Mannheim nicht verpassen – da gibt es CD so lange der Vorrat reicht. Die Party beginnt um 23 Uhr.

Die Reggaestadt unter den zwei Burgen

Dr. Woggle & the Radio sind aktuell: Nikolaus Weinheim (vocals), Urs H.(bass), Thomas L. (piano, organ, b.vox), Toni (drums), Kai (t-bone), Bibo (guitar), DonDee (trumpet) und Jochen Meister (guitar). Was nicht jeder weiß: Weinheim ist eine Art Kingston Nordbadens, in keiner anderen Mittelstadt der Region existiert eine derart aufgeweckte Reggae-Szene wie unter den zwei Burgen.

Warum gerade in Weinheim? Das hat mehrere GrĂŒnde. Das hat etwas damit zu tun, das an der Dietrich-Bonhoeffer-Schule seit Jahren ein unermĂŒdlicher Sozialarbeiter wie Ben Schmidt mit soziokultureller Arbeit den kreativen Tatendrang junger Kerle in die richtigen Bahnen leitet. Das liegt daran, dass der Muddys Club kein Musikclub ist wie jeder andere, sondern ein soziokulturelles Zentrum. Das liegt an dem coolen CafĂ© Central, in dem junge Musiker ihre Vorbilder anfassen können, auf der BĂŒhne, die sie selbst wenig spĂ€ter betreten dĂŒrfen. Das liegt auch daran, dass es seit Jahren ein „Open Mind Air“ genau fĂŒr diese Bands im Rahmen des Weinheimer Kultursommers gibt; ins Leben gerufen vom Stadtjugendring, mittlerweile unter der Obhut von Michael Wiegand, dem Chef des CafĂ© Central.

Das liegt daran, dass sich immer wieder Bands von „Weinheim City“ anstecken lassen. Die Hemsbacher Band  kann man ruhig als „Mutter“ bezeichnen, sie spielen den „Ska“ original, hart und schnell.

Die Gruppe hat sich schon in den 80ern gegrĂŒndet, damals machte die britische Band „Madness“ den Musikstil weltweit bekannt. Ngobo Ngobo wurden Trendsetter fĂŒr „Dr. Woggle and the Radio“, die einen individuellen Stil und einen Sinn fĂŒr hitverdĂ€chtige StĂŒcke entwickelt haben, die im Ohr bleiben und sich dort wohlig breit machen.

Nikolaus Weinheim zelebriert jeden Auftritt in der Heimat. In den Reihen von „Dr. Woggle and the Radio“ wurden heutige Profimusiker wie Michi Vajna und Alex Schildhauer groß, eine zeitlang gab es die Band „Silent Surface“. Seit ein paar Jahren wĂ€chst „Soundition“ an der Seite „Woggles“ heran, wieder mit eigenen Interpretationen des schnellen Reggaes – und so weiter und so weiter.

Info: Live-CD von “Dr. Woggle and the Radio“ – „Woinem City Live“ ist  ab 28. September erhĂ€ltlich ĂŒber die Homepage, per Facebook und bei Amazon. Release-Party und Live-Konzert am 21. September, Alte Feuerwache Mannheim, Einlass 22 Uhr, Show 23 Uhr, danach: Disko Esperanto.

Anmerkung der Redaktion: Roland Kern ist Pressesprecher der Stadt Weinheim

JubilĂ€umsfest: 40 Jahre Dietrich-Bonhoeffer-Schule mit Überraschungsgast Ardian Bujupi

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Kreisch: Ardian Bujupi ist zufÀllig beim JubilÀumsfest aufgetaucht und die Fans jubelten. Bild: cl

Weinheim, 06. Juni 2011. (red/cl) Vierzig Jahr und kein bisschen leise. So ließe sich das Fest beschreiben, mit dem das Dietrich-Bonhoeffer-Schulzentrum sich selbst und hunderte GĂ€ste zum JubilĂ€um beschenkte. 1971 startete die „Multschul“ als integrierte Gesamtschule.

Von Carsten Labudda

Aktuell besuchen ĂŒber 2.000 Jungen und MĂ€dchen das grĂ¶ĂŸte Bildungszentrum der Region. Vier eigenstĂ€ndige Schulen sind hier unter einem Dach vereint. Doch auch, wenn die „wilden 70er Jahre“ lange vorbei sind: „Der moderne und offene Geist der Multschule hat sich erhalten.“ Das findet zumindest Frau RĂŒbelmann, die hier einst zum ersten Abiturjahrgang gehörte. Heute ist sie gekommen, um den Geburtstag „ihrer“ Schule mit zu feiern. Und da ist sie nicht die Einzige.

Niko Knapp und die Schulsprecherinnen Larissa MĂŒller und Magdalena Tackenberg geben den Startschuss: Sensationelle 6.000 Runden wurden gelaufen. Bild: cl

Runden drehen – auf dem Platz und nicht in der Schule

FĂŒr die Stadtspitze ist der Erste BĂŒrgermeister Dr. Torsten Fetzner gekommen. Sein persönliches Ziel an diesem Tag besteht darin, möglichst oft um das SchulgebĂ€ude zu rennen. Gemeinsam mit den vier Rektoren und zahlreichen SchĂŒlern nimmt er am Spendenlauf teil.

FĂŒr jede Umrundung geben Sponsoren Geld, welches dann durch die SchĂŒlermitverwaltung an die Partnerschule in Alédjo weitergeleitet wird. Alédjo liegt im afrikanischen Land Benin. Dort ist man froh ĂŒber jede Spende, denn anders ist Bildung in dem kleinen armen Land kaum zu finanzieren.

Die Schulsprecherinnen Magdalena Tackenberg und Larissa MĂŒller sind deshalb auch stolz darauf, dass der Spendenlauf so viel Zuspruch erfĂ€hrt. Schon nach der ersten Stunde stehen 150 Runden auf der Anzeigentafel, und es sollen im Laufe des Tages noch viel mehr werden – unglaubliche 6.000 Runden!

Viel Abwechslung – ist ja klar bei vier Schulen

WÀhrend die LÀufer auf einem mit Flatterband abgesperrten Parcours um die Schule rotieren, ist an den rund 40 StÀnden, die sich rund um die Schule verteilen, viel Abwechslung geboten. So gibt es kulinarische SpezialitÀten aus Brasilien, Indien, Marokko und vielen anderen LÀndern, unter die sich dann auch ein deutscher Nudelsalat mischt. Es gibt einen Tombola-Stand und Bastel-Ecken.

Immer feste druff: Aber natĂŒrlich mit GefĂŒhl. Das JubilĂ€umsfest hatte viele Mitmachangebote. Hier trommeln 5. und 6. Klassen fĂŒr die SpendenlĂ€ufer. Bild: cl

Die GĂ€ste können sich in der Papier-Falt-Technik Origami versuchen oder „Mindbooks“ bewundern. Und wer sucht, der findet sogar den klassischen Stand mit Kaffee und Kuchen. Sportfans können sich auch beim Tischtennis-Turnier oder in der HĂŒpfburg austoben. Selbst die Trendsportart „Parcours“ hat es an die Dietrich-Bonhoeffer-Schule geschafft. Seit diesem Schuljahr gibt es hierzu eine Arbeitgemeinschaft, die ihre Können demonstriert.

Das besondere Highlight findet aber auf der großen BĂŒhne statt. Gegen halb Eins kĂŒndigt Niko Knapp dort einen Überraschungsgast an. Zwischen den „DBS-Youngstars“ und der Jonglage-AuffĂŒhrung singt Ardian Bujupi seinen Hit „Glow“. Der Heidelberger ist durch „Deutschland sucht den Superstar“ bundesweit bekannt geworden und bringt selbstverstĂ€ndlich auch in Weinheim die Teenies zum Kreischen.

So wird die 40-Jahr-Feier der Schule zum ganz großen Kino – und macht Lust auf die nĂ€chsten vierzig Jahre.

Jascha Detig (Rektor Realschule), Melanie Götz-Greiß (stellv. Rektorin Grundschule), Uschi SchĂ€fer (Rektorin Werkrealschule), Torsten Fetzner (Erster BĂŒrgermeister), Gudrun Aisenbrey (Rektorin Gymnasium) vor dem Start des Spendenlaufs. Bild: cl

Anmerkung der Redaktion:
Wir begrĂŒĂŸen mit diesem Text einen neuen freien Mitarbeiter: Carsten Labudda. Er berichtet kĂŒnftig fĂŒr uns ĂŒber Themen aus der Stadt.

Herr Labudda ist Stadtrat fĂŒr „Die Linke“ in Weinheim und Kreisrat fĂŒr den Wahlkreis Weinheim. Vor diesem Hintergrund achten wir selbstverstĂ€ndlich auf eine transparente Trennung der journalistischen und politischen TĂ€tigkeit.

Die Redaktion weinheimblog.de ist ĂŒberparteilich und unabhĂ€ngig. GastbeitrĂ€ge der politischen Vertreter sind aber jederzeit willkommen.