Dienstag, 16. Oktober 2018

Nachwuchs gesucht:

Wieder ein „Schnupperkurs“ bei der DRK Rettungshundestaffel Mannheim in Ladenburg

Der beste Freund des Menschen wird auch häufig zum Retter in der Not. Bild: DRK Rettungshundestaffel Mannheim

 

Weinheim/Ladenburg/Rhein-Neckar, 24. April 2012. (red/pm) Die DRK Rettungshundestaffel Mannheim veranstaltet am 09. Mai 2012 wieder einen „Schnupperkurs“. Dabei möchte die Rettungshundestaffel neue Kolleginnen und Kollegen gewinnen – Zweibeiner genauso wie Vierbeiner.

Information der DRK Rettungshundestaffel Mannheim:

„Dank ihres hervorragenden Geruchsinnes sind Hunde in der Lage, in relativ kurzer Zeit auch unübersichtliches und unwegsames Gelände nach menschlicher Witterung abzusuchen.

Diese Fähigkeit nutzen wir, um mit unseren Hunden nach vermissten Personen in Notsituationen zu suchen und diese zu retten. Unsere Arbeit basiert vollständig auf ehrenamtlichem Engagement und ist im Einsatzfall kostenlos.

Für diese wichtige ehrenamtliche Tätigkeit möchten wir gerne neue Kolleginnen und Kollegen gewinnen. Deshalb veranstalten wir für Interessierte mit und ohne Hund regelmäßig Schnupperkurse. Der Nächste beginnt am Mittwoch, dem 09. Mai 2012.

Der Kurs beinhaltet fünf Einheiten. Zu Beginn findet eine kurze Präsentation über die Rettungshundearbeit statt. Hier bekommt man einen umfassenden Überblick über die Ausbildung von Rettungshunden und dessen Führer.

Im Anschluss daran beginnt dann gleich für Interessierte der praktische Teil, der dann an den kommenden 3 Mittwochen fortgesetzt wird. Zusätzlich steht dann noch für die angehenden Hundeführer ein sonntägliches „Waldtraining“ auf dem Programm.

Wer Interesse hat, ist herzlich willkommen. Natürlich auch „Nichthundebesitzer“ sind eingeladen.

Der Hund sollte von mittlerer Größe und nicht älter als drei Jahre sein, und in guter gesundheitlicher Verfassung. Es spielt keine Rolle, ob es sich um einen Mischling oder Rassehund handelt. Menschenfreundlichkeit und gute Verträglichkeit mit Artgenossen werden vorausgesetzt.

Wir hoffen, Sie zu unserem Kurs begrüßen zu dürfen. Er findet um 17:00 h in Räumen des VdH Ladenburg statt.

Anmeldung (erforderlich!) und weitere Informationen:

www.rettungshunde-weinheim.de oder Tel.: 0170-20 17 17 6 bei Frau Sabine Müller“

HĂ€tte der Einsatz eines Defibrillators den „Pony-Mann“ retten können?


Guten Tag!

Weinheim, 26. Januar 2011. Kurz vor Weihnachten erlitt ein Mann am Rande der Weinheimer FußgĂ€ngerzone einen Herzinfarkt und verstarb. Einige Meter weiter ist im BĂŒrgerbĂŒro ein AED, ein automatischer Defibrillator vorhanden, der auch von Laien bedient werden kann. HĂ€tte der Einsatz des GerĂ€ts das Leben des Mannes retten können? Zumindest hĂ€tte man es versuchen können. Doch offenbar wusste niemand am Ort von dem GerĂ€t.

Leserbrief: Ralf Michael

In den Tagen vor Weihnachten war in den Nachrichten die tragische Geschichte des Ponybesitzers zu lesen, der im Bereich der FussgĂ€ngerzone/ Weinheim Galerie einen Kreislaufstillstand erlitt, doch trotz sofortiger Hilfe durch Passanten leider nicht ĂŒberlebte.

Bei dieser Geschichte sind mir persönlich zwei Dinge aufgefallen:

Erstens: Es gibt tatsÀchlich noch Menschen, die in den Tagen vor Weihnachten Zeit haben, anderen zu helfen und anscheinend ihr Wissen aus den Erste-Hilfe Kursen nicht ganz vergessen haben bzw. sich zumindest trauen, etwas zu tun.

HÀtte der Einsatz eines solchen AED den "Pony-Mann" retten können? Quelle: Wikipedia, Stevenfruitsmaak

Zweitens: Vor einigen Jahren wurden im Zuge der Aktion „ Weinheim rettet Leben“ die ersten AED (Automatisierte Externe Defibrillatoren) im Stadtgebiet installiert. Diese AEDs zur Therapie von Kammerflimmern durch gezielte Elektroschocks befinden sich unter anderem bei der Feuerwehr und eines sogar im BĂŒrgerbĂŒro.

Das BĂŒrgerbĂŒro ist nur wenige Meter vom Notfallort entfernt gewesen, der AED wurde meines Wissens aber nicht eingesetzt.

Über den Sinn und Zweck einer flĂ€chendeckenden Installation solcher Defibrillatoren und die Anwendung durch „medizinische Laien“ gibt es seit einigen Jahre unzĂ€hlige Studien und FachbeitrĂ€ge, die alle zu einem Schluss kommen: Es ist sinnvoll!

Selbst nicht ausgebildete oder unterwiesene Personen können durch die Sprach- und Symbolanleitung nahezu alle auf dem Markt befindlichen GerĂ€te sinnvoll einsetzen. Dies haben Studien mit der Anwendung der GerĂ€te durch SchĂŒler der Mittelstufe gezeigt.

Mittlerweile finden sich viele dieser GerĂ€te an öffentlichen PlĂ€tzen bzw. Orten mit grĂ¶ĂŸeren Menschenansammlungen wie FlughĂ€fen, Bahnhöfe, Theater, Einkaufszentren, etc. mit wachsendem Erfolg.

Warum in dem beschriebenen Fall des Ponybesitzers dieses GerÀt nicht zur Anwendung kam, ist mir nicht bekannt. Ich könnte vermuten, dass es an der fehlenden PopularitÀt lag, da die Installation schon einige Jahre her ist und nicht mehr im Bewusstsein der Bevölkerung verankert war.

Ob der leider verstorbene von der Anwendung des GerĂ€tes profitiert hĂ€tte, kann man nicht mit Sicherheit sagen. Es hĂ€tte aber allemal seine Chancen zu ĂŒberleben erhöht.

Wir als Feuerwehr haben dieses traurige Ereignis zum Anlass genommen das Vorhandensein und die Anwendung von AEDs regelmĂ€ĂŸig in Erinnerung zu rufen und die GerĂ€tedichte in Weinheim nach Möglichkeit zu erhöhen, damit bei einem natĂŒrlich nicht gewĂŒnschten nĂ€chsten Mal vielleicht ein Leben gerettet werden kann.

Anmerkung der Redaktion: Ralf Michael ist Feuerwehrmann.