Freitag, 17. November 2017

Veranstalter und Organisatoren ziehen positive Bilanz

Turnfest bewegte die Metropolregion

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9.000 Aktive feierten beim großen Festzug den Beginn des Turnfestes in der Metropolregion Rhein-Neckar. Der Auftakt fĂŒr sieben Tage „Leben in Bewegung“.

 

Rhein-Neckar, 28. Mai 2013. (red/aw) Erstmals in der Turnfest-Geschichte hat mit der Metropolregion Rhein-Neckar eine ganze Region die Rolle des Gastgebers ĂŒbernommen. Das Konzept ist aufgegangen: Das Turnfest hat getreu dem Motto „Leben in Bewegung“ und Dank einer guten Zusammenarbeit mit allen 22 beteiligten StĂ€dten und Gemeinden die Region sieben Tage lang in Bewegung gebracht. [Weiterlesen…]

Schriesheim feiert das offizielle Ende des Gleisausbaus der Linie 5

Zweigleisig fahren ist besser!

BĂŒrgermeister und RNV stellen die Weichen fĂŒr ein neues Zeitalter im ÖPNV.

 

Schriesheim/Rhein-Neckar, 23. Juli 2012. (red/cr) Mit einem kleinen Fest feierten die Bergstraßengemeinden und die Rhein-Neckar-Verkehr GmbH (RNV) die Fertigstellung des letzten TeilstĂŒcks des zweigleisigen Schienenausbaus zwischen Weinheim und Schriesheim. 

Von Christian Ruser

Heute arbeiten die Bagger zum Spaß.

Hirschbergs BĂŒrgermeister Just ist ĂŒber die GrĂ¶ĂŸe des Festes erstaunt. In der Tat hat sich die RNV auch einiges einfallen lassen. Neben GetrĂ€nke- und Grillzelten, gibt es fĂŒr Kinder ein Mitmachzirkus, eine Busschule und Baggern im echten Baufahrzeug. Comedians unterhalten die Besucher, indem sie FahrgĂ€ste mimen und die Red Hot Dixie Devils sorgen mit ihrer Musik fĂŒr den guten Ton.

Auch das Thema Barrierefreiheit kommt an diesem Tag nicht zu kurz. Aber statt nur darĂŒber zu sprechen, hat die RNV „GERT“ dabei – einen Satz an Bandagen, Gewichten, Brillen und OhrenschĂŒtzern, die es den Besucher ermöglichen, die MobilitĂ€t gesunder Ă€lterer Menschen nachzuempfinden.

Als kleines Geschenk erhÀlt jeder Besucher einen Essens- und GetrÀnkegutschein und jeder darf an diesem Tag zwischen Schriesheim und Weinheim umsonst fahren.

Die EhrengÀste kamen mit der Bahn

Die EhrengÀste kamen mit dem Salonwagen.

Mit dem historischen Salonwagen der alten OEG kamen die geladenen EhrengĂ€ste. Unter ihnen die BĂŒrgermeister der Bergstraßengemeinden und Landtagsabgeordneter Uli Sckerl. Auf der BĂŒhne begrĂŒĂŸte Schriesheims BĂŒrgermeister Hansjörg Höfer die Besucher. Die Entwicklung des Schienenverkehrs weckt in ihm Erinnerungen an die Schulzeit, als man noch im 30-Minuten-Takt nach Weinheim fuhr und sich bei der Einfahrt in Schriesheim entscheiden konnte, ob man mit oder gegen die Fahrtrichtung abspringt. Durch den zweigleisigen Ausbau gibt es jetzt den 10-Minuten-Takt, was fĂŒr die BĂŒrger der Bergstraße eine deutliche Steigerung in der LebensqualitĂ€t bedeutet und die Gemeinden nĂ€her aneinander rĂŒckt.

In den anschießenden Grußworten betont Peter Kurz, OberbĂŒrgermeister der Stadt Mannheim, dass die Stadtbahnen der Rhein-Neckar-Region ein wichtiger Beitrag zu E-MobilitĂ€t sind. Dass der Einsatz fĂŒr den ÖPNV oft sehr anstrengend und langwierig ist, sagt Heidelbergs OberbĂŒrgermeister und Aufsichtsratsvorsitzender der RNV, Eckard WĂŒrzner. Der zweigleisige Ausbau zeigt, dass die Gemeinden der Region in der Lage sind ĂŒber „ihre Kirchturmspitze hinaus zu sehen und zu denken“. Durch die Modernisierung wurde der Verkehr sicherer gemacht. Sein Beispiel mit den neu gebauten ungesicherten BahnĂŒbergĂ€ngen wirft aber nicht nur bei der Redaktion Fragen auf.

Neues Zeitalter des ÖPNV

Manuel Just, BĂŒrgermeister von Hirschberg, gibt bei all der Feierlaune zu bedenken, dass eine Bahnstrecke auch Gefahren birgt. So hat es in den fĂŒnf Jahren seiner Amtszeit in Hirschberg zwei UnfĂ€lle mit Todesfolge gegeben, die mit einer Schrankenanlage hĂ€tten verhindert werden können. Durch die Schließung vieler unbeschrankter ÜbergĂ€nge ist solchen UnfĂ€llen hoffentlich vorgebeugt worden.

Joachim Bauer, Stellvertreter von Landrat Dallinger, spricht von einem neuen Zeitalter des ÖPNV an der Bergstraße. Wie der technische GeschĂ€ftsfĂŒhrer der RNV, Martin in der Beek, wird sich der Ausbau bei den BĂŒrgern positiv bemerkbar machen. Zu Beginn der Schulferien werden 72 Fahrten zwischen Weinheim und Schriesheim angeboten. Durch den Wegfall von Wartezeiten auf entgegenkommende ZĂŒge kann die Rundfahrt der Linie 5 von 140 Minuten auf 130 Minuten gesenkt werden.

Infoveranstaltung im Rolf-Engelbrecht-Haus

Mehr BĂŒrgerbeteiligung? Wie und warum?

Weinheim, 05. MĂ€rz 2012. (red/pm) „Stadtentwicklung ist komplexer als die Aufstellung eines Bebauungsplanes oder ein Planfeststellungsbeschluss“, sagt Mannheims OberbĂŒrgermeister Dr. Peter Kurz.

Information der Stadt Weinheim:

„So komplex und manchmal abstrakt die Themen der Stadtentwicklung auch sein mögen, wir mĂŒssen die BĂŒrgerinnen und BĂŒrger auf die Reise in die Zukunft unserer StĂ€dte mitnehmen“,

so formuliert es sein NĂŒrnberger Amtskollege Ulrich Maly. Und Thorsten Albig, OB der schleswig-holsteinischen Landeshauptstadt Kiel, fasst zusammen: „Vor allem das Zusammenwirken der verschiedenen Felder muss besser verstanden werden. Schulpolitik – Sozialpolitik – Wirtschaftspolitik: Wo bedingen sie sich? Wo mĂŒssen wir was tun?“

Und weiter:

„Die BĂŒrger sind nicht nur tagtĂ€glich von nahezu allen Belangen betroffen, sie sind geradezu Experten ihrer eigenen Sache.“

Drei StadtoberhĂ€upter, die es wissen mĂŒssen. Mannheim, NĂŒrnberg und Kiel gehören zu den deutschen GroßstĂ€dten, die sich in einem StĂ€dte-Netzwerk „StĂ€rkung lokaler Demokratie durch bĂŒrgerorientierte Stadtentwicklung“ zusammengeschlossen haben und neue Formen der BĂŒrgerbeteiligung anwenden.

Das Netzwerk arbeitet eng mit der Wuppertaler Forschungsstelle „BĂŒrgerbeteiligung und Direkte Demokratie“ zusammen. Dort sitzt gewissermaßen der „wissenschaftliche Hintergrund“ der kommunalen Praktiker.

Seit 1975 gibt es die Forschungsstelle, die außerdem die „Datenbank BĂŒrgerbegehren“ betreut.

Es sind die fĂŒhrenden deutschen Experten zum Thema BĂŒrgerbeteiligung, die am Mittwoch, 7. MĂ€rz, 19 Uhr, auf Einladung der Stadt Weinheim eine öffentliche Info-Veranstaltung im Rolf-Engelbrecht-Haus fĂŒr interessierte BĂŒrger gestalten.“

Josephine und Dr. Hans-Werner Hector sind neue Weinheimer EhrenbĂŒrger

„Sie haben Menschen WĂŒrde gegeben“

OberbĂŒrgermeister Bernhard verleiht dem Ehepaar Hector die EhrenbĂŒrgerwĂŒrde.

Guten Tag!

Weinheim, 11. Dezember 2011. (red/pm) Im Rahmen einer feierlichen Zeremonie wurden Josephine und Dr. Hans-Werner Hector zu neunen EhrenbĂŒrgern Weinheims ernannt. Josephine Hector ist nun die erste Frau, die dazu ausgezeichnet wurde.

Information der Stadt Weinheim:

„Sie haben unsere Stadt reicher gemacht – reicher an SolidaritĂ€t, reicher an Hilfsbereitschaft, reicher an Menschlichkeit, reicher an Chancengleichheit, reicher an MenschenwĂŒrde. Sie haben sich um Ihre Heimatstadt und die Region in besonders hohem Maße verdient gemacht, Sie sind wĂŒrdige neue EhrenbĂŒrger Weinheims!“ Mit diesen Worten hat Weinheims OberbĂŒrgermeister Heiner Bernhard heute im Rahmen einer feierlichen Zeremonie Josephine und Dr. Hans-Werner Hector zu neuen EhrenbĂŒrgern Weinheims ernannt.

Zu den GĂ€sten der Feierstunden gehörten unter anderem auch Landrat Stephan Dallinger und Mannheims OberbĂŒrgermeister Dr. Peter Kurz. Mit ihren zwei Stiftungen, aber auch mit hohem persönlichen Einsatz hat das seit 40 Jahren in Weinheim lebende Ehepaar eine ganze Reihe von Einrichtungen gefördert, die Menschen mit Benachteiligungen helfen, allen voran die Lebenshilfe-IKB, das Pilger-Haus und die beiden Weinheimer Großvereine AC und TSG. Zuletzt konnte die TSG ihre ĂŒberregional bekannte Kindersportschule sogar im dafĂŒr errichteten „Hector-Sport-Center“ einrichten. Außerdem unterstĂŒtzt die Hector-Stiftung zahlreiche Bildungsprojekte wie die „Hector-KinderuniversitĂ€ten“, auch in Weinheim.
Josephine Hector ist nun die erste Frau, die EhrenbĂŒrgerin Weinheims geworden ist.

Heiner Bernhard betonte aber: „Es handelt sich um die WĂŒrdigung einer Frau, die diese Ehrung auch allein verdient hĂ€tte, ebenso wie umgekehrt natĂŒrlich auch. Doch die Hectors sind unteilbar und unzertrennlich. Zwei EhrenbĂŒrger, ein Ehrenpaar.“ Die Zahl der lebenden Weinheimer EhrenbĂŒrger hat sich mit dieser Verleihung nun verdoppelt. Weitere EhrenbĂŒrger sind der frĂŒhere Landtagsabgeordnete und BĂŒrgermeister Wolfgang Daffinger und der frĂŒhere OberbĂŒrgermeister Uwe Kleefoot.

OB Bernhard bezeichnete die Hectors als „Botschafter fĂŒr HumanitĂ€t und Verantwortungsbereitschaft, fĂŒr vorbildliches Engagement in Kultur, Gesellschaft und Sport, zugleich aber auch als Botschafter unserer Stadt“. Der Rathauschef bescheinigte: „Sie haben dafĂŒr gesorgt, dass viele Menschen dauerhaft bessere Chancen im Leben haben, dass sie zurechtzukommen, sich qualifizieren können, dass sie selbstbestimmt und selbstbewusst leben können – dass sie sich einbringen können in die Gesellschaft, statt von ihr abhĂ€ngig zu sein. Sie haben Menschen WĂŒrde gegeben.“

Der Wert der Hectorschen GroßzĂŒgigkeit erschöpfe sich beleibe nicht in den zur VerfĂŒgung gestellten Geldmitteln. Die soziale, die menschliche Rendite sei höher als jede Verzinsung, so der OB. Deshalb liege es ihm fern, den Wirkungsgrad dieser Projekte berechnen zu wollen.

Bernhard: „Die hohen GĂŒter Menschlichkeit und NĂ€chstenliebe lassen sich nicht in Zahlen oder Tabellen pressen.“ Er betonte auch: „Ich will nicht, dass diese Ehrung als Versuch verstanden wird, Aufmerksamkeit zu heischen oder gar weitere UnterstĂŒtzung zu ködern. Weit gefehlt. Diese vom Gemeinderat beschlossene WĂŒrdigung will Wert schĂ€tzen, nicht Wert schöpfen.“

Er sei, so der Weinheimer Rathauschef, ĂŒberzeugt, dass es fĂŒr unsere Zukunft entscheidend ist, „wie wir aus einem Wohnort eine kommunale Verantwortungsgemeinschaft formen, in der jede und jeder das gleiche Recht auf Teilhabe hat“. Und er fĂŒgte hinzu: „Dass wir bei der Umsetzung dieses hehren Ziels in den letzten Jahren ein StĂŒck voran gekommen sind, das ist auch Ihr Verdienst.“

Dr. Hans-Werner Hector bedankte sich in stilvoller Bescheidenheit fĂŒr die EhrenbĂŒrgerschaft. „Wir haben das GlĂŒck, ein arbeitsreiches und erfolgreiches Leben zu fĂŒhren“, erklĂ€rte er, „und wir wollen davon etwas zurĂŒckgeben“. Die wahren Helden seien aber die Menschen, die jene von ihm angestoßenen Projekte in die Tat umsetzen. Umrahmt wurde die Verleihung im Großen Saal des Weinheimer Schlosses von einer Harfengruppe des Pilgerhauses. “

Einen schönen Tag wĂŒnscht
Das weinheimblog