Samstag, 24. Februar 2018

Polizei sucht Zeugen

Verputzmaschine aus Rohbau geklaut

Weinheim, 26. November 2014. (red/pol/ek) Nach Angaben des PolizeiprÀsidiums Mannheim wurde im Zeitraum zwischen Samstag, 22. November, 14:00 Uhr und Montag, 24. November, 07:30 Uhr eine Verputzmaschine aus einem Rohbau im Neubaugebiet Etzwiesen gestohlen. Die Baumaschine der Marke PFT G4 habe ein Gewicht von etwa 200 bis 300 Kilogramm. Daher gehe die Polizei von mehreren TÀtern aus, die die Maschine mit einem geeigneten Fahrzeug abtransportiert haben. Sachdienliche Hinweise nimmt das Polizeirevier Weinheim unter der Telefonnummer 06201/1003-0 entgegen.

Zeugenaufruf der Polizei

Einbrecher von heimkehrender Bewohnerin ĂŒberrascht

Weinheim, 30. Oktober 2014. (red/pm) Von der heimkehrenden 78-jĂ€hrigen Bewohnerin wurde ein Einbrecher am Dienstag um 17:20 Uhr in der Blumenstraße ĂŒberrascht.

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Zeugen gesucht!

Illegales Autorennen im Saukopftunnel

Weinheim, 16. Oktober 2014. (red/pm) Zwei 21-jĂ€hrige Autofahrer aus Hirschberg und Viernheim lieferten sich in der Nacht von Samstag auf Sonntag ein illegales Autorennen im Saukopftunnel. [Weiterlesen…]

Zeugen gesucht!

Autoaufbruch in der Jahnstraße

polizei_feature11Weinheim, 25. September 2014. (red/pol) Auf bislang noch nicht geklĂ€rte Art und Weise verschafften sich in der Nacht zum vergangenen Dienstag, 23. September, unbekannte TĂ€ter Zugang zu einem in der Jahnstraße abgestellten VW Caddy. Aus dem Innenraum ließen sie ein NavigationsgerĂ€t der Marke „Garmin“, eine Softshelljacke, MĂŒnzgeld sowie zwei Sonnenbrillen mitgehen. Angaben ĂŒber die Gesamtschadenshöhe sind bislang nicht bekannt. Der Vorfall ereignete sich zwischen Montag, 20:15 und Dienstag, 08:00 Uhr. Sachdienliche Hinweise nimmt das Polizeirevier Weinheim, Telefon: 06201-10030, entgegen.

Polizei sucht Zeugen

Einbruch wÀhrend der Urlaubszeit

polizei_feature_auto_tnWeinheim, 22. August 2014. (red/pol) WĂ€hrend sich die Bewohner im Urlaub befanden, sind unbekannte TĂ€ter im Zeitraum von Freitag, 01. August, 19:00 Uhr, bis Mittwoch, 20. August, 17:00 Uhr, in ein Haus in der Talstraße eingebrochen. Als die Familie am Mittwochnachmittag nach Hause kam, bemerkten sie die Tat. Die TĂ€ter hatten die TerrassentĂŒr aufgehebelt und sĂ€mtliche Zimmer durchsucht. Ob etwas entwendet wurde konnten die EigentĂŒmer noch nicht sagen. Zeugen, die verdĂ€chtige Wahrnehmungen gemacht haben, werden gebeten, sich beim Polizeirevier Weinheim unter der Telefonnummer 06201/1003-0 zu melden.

GefÀhrliche Rutschen? Kriminalpolizei hat Ermittlungen aufgenommen

Schwerer Unfall im Miramar: Frau erleidet Wirbel- und Kieferbruch

Weinheim/Rhein-Neckar, 09. Oktober 2012. (red) Am Sonntag ist es im Weinheimer Spaßbad Miramar zu einem dramatischen Unfall gekommen. Eine Frau hat dabei einen Bruch des zweiten Lendenwirbels, einen Unterkieferbruch sowie ein SchĂ€deltrauma erlitten. Angeblich soll sie in einer Rutsche „steckengeblieben“ sein. Ein „nachrutschender“ Gast sei dann auf die Frau geprallt, wodurch die erheblichen Verletzungen entstanden sein sollen.

Nach unseren Informationen ereignete sich der Unfall gegen 14:40 Uhr in einer der Rutschen. Die Frau soll aus bislang noch ungeklĂ€rter Ursache in einer der Rutschen „steckengeblieben“ sein, ein nachrutschender Badegast soll mit hohem Tempo mit der Frau zusammengestoßen sein. Dabei soll sie einen Bruch des zweiten Lendenwirbels erlitten haben, ebenso einen Bruch des Unterkiefers und ein SchĂ€deltrauma. Der Mann soll andere GĂ€ste durch Rufe aufmerksam gemacht haben, die hĂ€tten dann die Badeaufsicht verstĂ€ndigt.

Schwerer Unfall – die Polizei ermittelt nachtrĂ€glich

Die Polizei war nicht an den Unfallort gerufen worden und ist erst durch unsere Anfrage auf den Unfall aufmerksam geworden. ZunĂ€chst war unklar, wer fĂŒr die KlĂ€rung „zustĂ€ndig“ ist, also die Stadt Weinheim als Bauaufsichtsbehörde oder die Polizei. Da die Rutschen technisch „abgenommen“ sind, erklĂ€rte sich die Stadt fĂŒr nicht zustĂ€ndig, nun ermittelt die Polizei den Grund des Unfalls und wer verantwortlich ist.

Schwerste Verletzungen

Unsere Recherchen haben ergeben, dass am Sonntagnachmittag eine verunglĂŒckte Frau mit der Diagnose Bruch des zweiten Lendenwirbels, Kieferbruch sowie SchĂ€deltrauma ins Mannheimer UniversitĂ€tsklinikum eingeliefert wurde, wo sofort eine Notoperation durchgefĂŒhrt worden ist, da infolge der Wirbelverletzung eine QuerschnittslĂ€hmung drohte. Nach unseren Informationen muss die Frau in etwa zwei Wochen nochmals operiert werden.

Auf Anfrage unserer Redaktion hat sich die Unternehmensleitung bislang nicht zum Unfall, zum Unfallhergang und den daraus resultierenden Konsequenzen geĂ€ußert, um die Sicherheit der GĂ€ste zu gewĂ€hrleisten. Man wolle am Mittwoch dazu Stellung beziehen. Das Unternehmen betonte in einer ersten Antwort, dass die Rutschen sicher seien.

Rutschen in der Kritik

Erst vor kurzem waren zu den bestehenden fĂŒnf Rutschen drei neue Rutschen in Betrieb genommen worden, darunter der Hurricane Loop, bei der man mehrere Meter in die Tiefe fĂ€llt, um dann mit hoher Geschwindigkeit 170 Meter zu rutschen. Der Weinheimer OberbĂŒrgermeister Heiner Bernhard „weihte“ die Rutsche ein und beurteilte sie als „saugeil“. Der OB hatte an diesem Tag offensichtlich Spaß.

Angeblich soll der Unfall in dieser Rutsche passiert sein. Diese Information ist allerdings unsicher und konnte bislang noch nicht verifiziert werden. Vor der Inbetriebnahme der neuen Rutschen gab es Berichte auf einem Internetportal ĂŒber Probleme mit den Rutschen, unter anderem ĂŒber Schnittwunden und Prellungen.

Ob ein  technisch-bauliches Problem der Rutschen der Grund fĂŒr den aktuellen Unfall ist oder eine Verletzung der Aufsichtpflicht oder der AblĂ€ufe der Anlage, werden die kriminalpolizeilichen Ermittlungen feststellen mĂŒssen, die das Revier Weinheim aufgenommen hat. Ob die Polizei die Rutschen beschlagnahmt, stand am frĂŒhen Abend noch nicht fest.

Sobald das Unternehmen sich zur Sachlage Ă€ußert, werden wir Sie informieren.

 

Gut 50.000 Besucher feierten am Wochenende unter den Burgen

Optimale Kerwe

Die Schlosspark-Illumination ist ein echtes Erlebnis.

 

Weinheim/Rhein-Neckar, 12. August 2012. (red/pro/Aktualisiert) Die Weinheimer Kerwe ist nicht nur das grĂ¶ĂŸte Fest an der Bergstraße, sondern auch das vielseitigste. Gut 50.000 Besucher feierten ĂŒbers Wochenende – und das vor allem friedlich und gut gelaunt. Die Kerwe bietet weitlĂ€ufig fĂŒr jeden Geschmack etwas und zeichnet sich durch eine hervorragende Organisation aus.

Von Hardy Prothmann

FĂŒr meine Frau ist die Weinheimer Kerwe eine Kindheitserinnerung – kein Wunder, ist sie doch in Weinheim aufgewachsen. Gemeinsam schlendern wir durch die Gassen – tagsĂŒber und am frĂŒhen Abend ist das noch möglich. Ab 20 Uhr fĂŒllt sich die wunderschöne Altstadt mehr und mehr und gerade am Marktplatz und in den Gassen des Gerberbachviertels geht es nur noch langsam voran. Hier hat es auch niemand eilig.

Ein Fest fĂŒr alle Generationen

Freunde und Bekannte treffen sich. Es wird gegrĂŒĂŸt, geschwĂ€tzt, gescherzt und natĂŒrlich immer wieder eingekehrt. In den Straußenwirtschaften der Gassen, auf dem Hutplatz, dem Marktplatz oder bei Hutter im Schloss. Die Jugend sammelt sich am Auto-Scooter, junge Erwachsene, Mittelalter und gehobenes Alter finden sich gut durchmischt ĂŒberall zusammen.

Treffpunkt Kerwe.

 

Ich gebe zu: Es ist tatsĂ€chlich meine erste Weinheimer Kerwe. Das Weinheimblog.de ist ja auch erst Ende 2010 gestartet und im vergangenen Sommer haben wir wegen der Betriebsferien auf einen Bericht verzichtet. Ein Fehler, wie ich heuer feststellen muss. Außerdem berichten wir zurĂŒckhaltend ĂŒber FestivitĂ€ten, weil sie journalistisch hĂ€ufig nicht mehr zu bieten haben, als die Tageszeitungen in schwĂŒlstigen Artikel beschreiben: „Der Wettergott meinte es gut mit den GĂ€sten, der kĂŒhle Gerstensaft floss in Strömen und die Luft war erfĂŒllt vom Duft leckerer BratwĂŒrste.“ Wir nennen das „Bratwurstjournalismus“ – Berichte ohne jede journalistische Relevanz.

Ich gebe auch zu: Ich habe mich in die Weinheimer Kerwe „verliebt“. Auch, weil meine Frau mir zu allen PlĂ€tzen Geschichten aus ihrer Jugend erzĂ€hlt, zum Beispiel solche:

Mein erster Freund hatte mich 14 mal zum Auto-Scooter eingeladen. Damit hatte er mich ĂŒberzeugt, dass er es „ernst“ meint.

Wir ziehen lachend weiter. Wir treffen viele Freunde und Bekannte aus Mannheim, Ladenburg, Heddesheim und anderen umliegenden Gemeinden und verbringen zusammen eine schöne, entspannte Zeit in herrlicher FestatmosphÀre.

Viele Attraktionen

Sie zeigt mir die Rutsche an der Höllenstaffel, auf der sie als Kind schon gerutscht ist. Seit vier Jahren gibt es das Angebot als Nachbau der historischen Rutsche wieder und ist eine echte Attraktion. Ebenso das Riesenrad. Aus 34 Metern Höhe hat man tagsĂŒber oder abends einen eindrucksvollen Blick ĂŒber die Stadt und das Kerwetreiben. Das historische Karussel daneben, die „Reitschule“, ist wunderschön und weckt nostalgische GefĂŒhle. AuffĂ€llig ist die hohe QualitĂ€t der StĂ€nde und des Angebots: Klar gibt es auch „Bratwurst“ und „Steakbrötchen“, aber darĂŒber hinaus sehr viele kulinarische Leckerbissen. Empfehlenswert: Der Flammkuchenstand vor dem Rathaus.

Herrliche Illumination im Schlosspark.

Das Musikangebot ist reichhaltig, die Musiker von Corpo Bandistico brachten italienischen Flair auf den Marktplatz. Rund 60 Kneipen, Restaurants und vor allem zahlreiche, urige Straußwirtschaften in den Hinterhöfen der Altstadt laden zum Verweilen und Feiern ein, vom gemĂŒtlichen „Hock“ bis zur discoĂ€hnlichen Sause oder einem Besuch des Handwerkermarkts im Gerberbachviertel ist das Angebot tatsĂ€chlich vielfĂ€ltig. In der MĂŒnzgasse befindet sich das Kerwehaus als Keimzelle des großen Festes mit einer Reihe von Veranstaltungen.

Ein absolutes Erlebnis ist die Illumination des Schlossparks, die „Nacht der tausend Lichter“. Wer das am Samstagabend nicht erlebt hat, hat tatsĂ€chlich etwas verpasst. Ein begehbares Lichtermeer, das, wo man auch steht, immer eindrucksvoll ist.

Die Oberaufsicht hat „Marktmeister“ Stefan Grabinger. Er ist beim Ordnungsamt fĂŒr die Organisation der Kerwe zustĂ€ndig ist. 70 Anbieter mieten sich zur Kerwe ein, davon 15 „FahrgeschĂ€fte“. Wenn die Kerwe 2012 vorbei sein wird, geht es mit der Kerwe 2013 fĂŒr Herrn Grabinger ab September los. Dann wird ausgeschrieben, bis Ende Dezember können sich Anbieter bewerben, bis MĂ€rz wird dann unter 700 Bewerbern ausgewĂ€hlt:

Ich mache das erst im zweiten Jahr – aber es ist klar, dass die Weinheimer Kerwe einen tollen Ruf bei den Anbietern hat, deswegen bekommen wir qualitativ sehr hochwertige Anbieter.

Die neue (historische) Rutsche ist eine Attraktion fĂŒr Kinder.

 

Zwanzig Prozent der PlĂ€tze werden jedes Jahr neu vergeben – das sorgt fĂŒr immer neue Angebote. Wer auf die Kerwe kommt, bestimmt allerdings die Stadt und zeigt dabei ein gutes HĂ€ndchen. Hat aber auch viel Arbeit damit – die StĂ€nde mĂŒssen genau positioniert werden, damit die Sicherheitsvorgaben eingehalten werden. DarĂŒber wacht Platzmeister Michael Schrödelsecker, der die Standbetreiber auch im teils „schwierigen“, weil abschĂŒssigen GelĂ€nde einweist. Vor dem Fest gibt es Abnahmen durch den TÜV und zusammen mit dem VeterinĂ€ramt des Landratsamts prĂŒft das Ordnungsamt die StĂ€nde auf eine ordentliche Hygiene. Und die Kerwe ist auch Chefsache: Am Freitag und Samstag schaut Herr Grabinger nach dem Rechten, am Sonntag Abteilungsleiter Walter Stegmann und am Montag Amtsleiter Markus Böhm.

Jugendliche dieses Jahr unauffÀllig

Die Polizisten Flemming und Hutter kontrollieren Jugendliche.

Am Abend treffe ich Polizeihauptkommissar Albrecht Flemming und seinen Kollegen Oberkommissar Helmut Hutter vom Posten Schriesheim. Flemming ist beim Weinheimer Revier fĂŒr KriminalprĂ€vention zustĂ€ndig und die beiden kontrollieren in Zivil Jugendliche in Sachen Alkohol. Kurz vor 22 Uhr gibt es lange Schlangen im Rewe-Markt – fast ausschließlich Jugendliche und junge Erwachsene, die sich mit Alkohol eindecken. Die beiden Polizisten beobachten das Treiben und ziehen sich Personen heraus, kontrollieren die Ausweise. Und schnell mĂŒssen einige Bier, Wein und Schnaps abgeben. Ein 18-JĂ€hriger, der fĂŒr jĂŒngere „eingekauft“ hat, wird ermahnt. Der krasseste Fall ist ein 14-JĂ€hriger, dem die Beamten eine Flasche Wodka abnehmen mĂŒssen.

Mit dabei ist auch Herr Grabinger. Zusammen mit den Polizisten entsorgt er Alkoholika in die Kanalisation. Wenn telefonisch kontaktierte Eltern die Bitte Ă€ußern, „bewahren“ die Polizisten den Alkohol auch auf – der kann dann von den Eltern auf dem Revier abgeholt werden. Die meisten geben aber das OK zum WegschĂŒtten. Flemmings Bilanz ĂŒber die ersten zwei Tage:

Insgesamt sind die Jugendlichen dieses Jahr sehr vernĂŒnftig. Wir wissen, dass die Jugend sich ĂŒber Facebook ĂŒber unsere Kontrollen ausgetauscht hat. Anscheinend hilft das.

Ganz klar können zwei Beamte nicht das ganze Fest abdecken – aber allein die Tatsache, dass kontrolliert wird, hĂ€lt wohl viele vom „Rucksacksaufen“ ab. Zu den acht Beamten, die nur fĂŒr die Kerwe Extra-Dienst schieben kommen nochmal neun Beamte der Bereitschaftspolizei aus Bruchsal. Nennenswerte EinsĂ€tze gibt es fĂŒr die Polizei nicht – fĂŒr ein Fest mit 50.000 Besuchern fast „erstaunlich“. Das freut auch den OberbĂŒrgermeister Heiner Bernhard:

FĂŒr mich ist das die BestĂ€tigung fĂŒr den konsequenten aber auch behutsamen Umgang mit den Themen Sicherheit und Ordnung und einem bestens organisierten Zusammenspiel der SicherheitskrĂ€fte vor Ort.

Der Marktplatz am Samstagabend – gestoppte voll.

 

Koordinierte Sicherheit

Gemeinsam mit der Feuerwehr und dem Deutschen Roten Kreuz (DRK) haben Polizei und Mitarbeiter des Ordnungsamts im Alten Rathaus eine gemeinsame Einsatzentrale eingerichtet. Hier sind sie „mittendrin“. Martina Schwindt, Einsatzleiterin beim DRK Weinheim berichtet bis zum frĂŒhen Sonntagabend von nur 24 Versorgungen – im vergangenen Jahr seien es im selben Zeitraum bereits 40 Versorgungen gewesen. Auch die Schwere der Verletzungen sei zurĂŒckgegangen. Waren es im letzten Jahr mehr SchlĂ€gereien und stark alkoholisierte Besucher, so seien es in diesem Jahr mehr Insektenstiche und kleinere Platzwunden zu versorgen gewesen. Einen medizinischen Notfall gab es am Samstagabend – eine Frau musste ins Krankenhaus eingeliefert werden.

Stadtbrandmeister Reinhold Albrecht beobachtete den Rekordbesuch allerdings mit gemischten GefĂŒhlen:

Es war bisher eine sehr ruhige Kerwe, allerdings ist gerade im Gerberbachviertel in den Abendstunden in der MĂŒnzgasse und Judengasse fĂŒr RettungskrĂ€fte kaum ein Durchkommen. WĂ€re es hier zu einem Einsatz gekommen, hĂ€tte das die Feuerwehr vor grĂ¶ĂŸere Probleme gestellt.

Deswegen hat Ordnungsamtsmitarbeiter Grabinger auch ein Auge auf „illegale“ StĂ€nde. Ruckzuck bauen „fliegende StraßenhĂ€ndler“ diese auf und versperren so Rettungswege. Aktuell musste er in der Hauptstraße zwei Mal „Indios“ mit SchmuckstĂ€nden vertreiben. Ansonsten gab es kaum Probleme – der Kerwebetrieb lĂ€uft reibungslos.

Am Montag gibt es mit der „Gerberbachregatta“ fĂŒr die Kinder der Stadt ein spannendes Angebot. In der gesamten Altstadt wird auf den PlĂ€tzen und in den Höfen sowie im Schlosspark Live-Musik zum Abschluss der Kerwe geboten – es lohnt sich sicher, dieses ganz herausragende Volksfest zu besuchen. Stimmung und Angebote sind einzigartig und machen die Weinheimer Kerwe nicht nur zum grĂ¶ĂŸten Sommerfest an der Bergstraße, sondern auch zu einem der liebenswertesten.

Viel Freude mit den Fotos!

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Anm. d. Red.: Aktualisiert am 13. August 2012 mit weiteren Fotos. Mit Material der Pressestelle der Stadt Weinheim.

Kriminalstatistik 2010/11 wurde im Gemeimderat vorgestellt.

Nicht wie in der Großstadt, aber auch kein lĂ€ndliches Niveau

Weinheim, 29. Juni 2012. (red/sap) Polizeioberrat JĂŒrgen Helfrich, Leiter des Polizeireviers Weinheim, stellte im Gemeinderat die Kriminalstatistik fĂŒr 2010/2011 vor: „Die Zahlen liegen im Trend“. Eine Zunahme der VerstĂ¶ĂŸe gegen das BetĂ€ubungsmittelgesetz ist auffĂ€llig.

Von Sabine Prothmann

Insgesamt konnte die Weinheimer Polizei eine leichte Zunahme von Straftaten feststellen. Die Zahl stieg von 2046 auf 2095, das sind 49 Taten mehr bzw. ein Anstieg um 2,4 Prozent., erklĂ€rte Helfrich. Die AufklĂ€rungsquote dagegen ist leicht, nĂ€mlich um 2,7 Prozent zurĂŒckgegangen, und liegt bei 55,7 Prozent.

Die HĂ€ufigkeitszahl, das ist die Zahl bekannt gewordener Straftaten auf 100.000 BĂŒrger bezogen, liegt bei 4.796 und damit ĂŒber dem Durchschnittswert des Rhein-Neckar-Kreises (4326). Damit, so OberbĂŒrgermeister Heiner Bernhard, habe man in Weinheim natĂŒrlich kein Niveau wie in der Großstadt, aber natĂŒrlich auch keine lĂ€ndliche Situation.

Die Zahl der DiebstĂ€hle habe dagegen im Vergleich zu 2010 wieder leicht zugenommen. Leichte DiebstĂ€hle, wie LadendiebstĂ€hle seien hingegen zurĂŒck gegangen. Helfrich macht dafĂŒr die Personaleinsparung in den GeschĂ€ften verantwortlich, die es gar nicht ermögliche den einzelnen Delikten nachzugehen. TaschendiebstĂ€hle liegen – typisch fĂŒr eine Einkaufsstadt – auf hohem Niveau.

Aber auch die schweren DiebstĂ€hle haben zugenommen. Das sind Delikte, so Helfrich, bei denen die TĂ€ter Hindernisse ĂŒberwinden, wie eine Mauer ĂŒbersteigen, Fenster einschlagen, Schlösser öffnen oder auch PKWs aufbrechen.

Massive polizeiliche PrÀsenz stört Einbrecher

Insgesamt gab es 52 WohnungseinbrĂŒche, vermehrt in LĂŒtzelsachen und Hohensachsen. Davon handelte es sich bei 14 um TageseinbrĂŒche. Und „viele Wohnungsbesitzer waren leichtsinnig“, sagte der Chef der Weinheimer Polizei. Durch massive polizeiliche PrĂ€senz in den betroffenen Gebieten, konnte man dem entgegen wirken.

Erfreulich ist der deutliche RĂŒckgang bei Rohheitsdelikten, insbesondere bei Körperverletzung.  Zu den Roheitsdelikten zĂ€hlen neben Körperverletzung, Stalking, Bedrohung und Nötigung im Straßenverkehr. Bei den Delikten mit schwerer Körperverletzung konnte ein RĂŒckgang von 60 auf 45 Taten festgestellt werden. Die AufklĂ€rungsquote liegt hier bei 60 Prozent.

Insgesamt 158 Delikte fielen in den Bereich der strafrechtlichen Nebengesetze.  Dazu zĂ€hlen: Jugendschutzgesetz (0), Kunsturheberrechtsgesetz (1), Arzneimittelgesetz (1), Aufenthaltsgesetz/Asylverfahrengesetz (6), Waffengesetz (9) und das BetĂ€ubungsmittelgesetz (122). Die RauschgiftkriminalitĂ€t ist in den vier vergangenen Jahren angestiegen,  und von 97 auf 122 VerstĂ¶ĂŸe, auch wenn 2010 mit 133 VerstĂ¶ĂŸen die Zahl sogar noch höher war, lag sie ein Jahr zuvor nur bei 61. Auch die Handelsdelikte mit Rauschmittel sind auf 17 angestiegen.

„Wenn man hinguckt, wird man auch etwas finden“, sagte Helfrich. Die Weinheimer Polizei sei 2011 „subjektiv“ mit einer steigenden Zahl von HĂ€ndlern und mit  Rauschgiftpartys konfrontiert gewesen.

Stadtrat Hans-Eckhardt Pfisterer (SPD) wollte wissen, ob man davon spreche könne, dass Weinheim durch Viernheimer Drogen infiltriert wĂŒrde.

FĂŒr diese Annahme sah JĂŒrgen Helfrich keinen Grund und verwies darauf: „Auch in Weinheim haben wir Indooranlagen (Anm. d. Red. fĂŒr „Cannabisanbau)“ und Mannheim sei schließlich auch nicht weit.

TatverdÀchtigenstruktur

Von den 862 TatverdĂ€chtigen – bei 2095 insgesamt Taten wird daraus auch ersichtlich, dass es sich teilweise um Mehrfach- bzw. WiedertĂ€ter handelt – waren 30 Kinder – ein Drittel davon MĂ€dchen -, 108 Jugendliche, 85 Heranwachsende und 639 Erwachsene. Die grĂ¶ĂŸte Gruppe ist mit 486, die der 25 bis 50JĂ€hrigen.

743 TĂ€ter waren schon davor in Erscheinung getreten, 89 Taten geschahen unter Alkohleinfluss und bei 7 wurde eine Waffe mitgefĂŒhrt.

Autofahrer schleift Hund zu Tode

1,5 Kilometer Todesqualen

Weinheim 17.Februar2012. (red/pol) Am 10. Februar gegen 21:20 Uhr erfasste der Fahrer eines schwarzen Ford KA einen SchĂ€ferhund/Labrador-Mischling. Das Tier hatte sich zuvor losgerissen und rannte noch angeleihnt zur Mannheimer Straße. Dort kam es zum Zusammenstoß. Bei der Kollision klemmte sich der Hund so im Frontbereich des Fahrzeugs ein, dass er nicht mehr frei kam.

Statt sofort anzuhalten, schleifte der Fahrer den Hund mehr als 1,5 Kilometer ĂŒber den Asphalt. Erst auf dem GelĂ€nde der Aral Tankstelle in der Stahlbergstraße stoppte er seine Fahrt, um den tödlich verletzten Hund aus dem Motorraum zu entfernen. Er ließ das sterbende Tier auf dem TankstellengelĂ€nde liegen und fuhr davon. Obwohl die Tierrettung gerufen wurde, konnte dem Hund nicht mehr geholfen werden. Er verendete noch vor Ort.

Die Polizei ermittelt gegen den Fahrer wegen Unfallflucht. Die Polizei Weinheim kann bereits erste Fahnungungserfolge verzeichnen. Der Unfallwagen, ein schwarzer Ford KA ist gefunden, doch ist der Fahrer noch unbekannt. Die Polizei bittet um Hinweise, die zur Feststellung der IdentitĂ€t des Fahrers fĂŒhren können.

Pressemitteilung der Polizeidirektion Heidelberg

„Weinheim: Am Freitagabend, gegen 21:20 Uhr, riss sich ein SchĂ€ferhund/Labrador-Mischling wĂ€hrend eines Spaziergangs von der Leine seines Herrchens in der Pappelallee los. Der Hund wurde von einem in nördlicher Richtung fahrenden Ford KA erfasst und unter der Fahrzeugfront eingeklemmt. Der Ford AK schleifte den Hund rund einen Kilometer weit mit, bis er schließlich auf dem GelĂ€nde einer Tankstelle in der Stahlbadstraße anhielt. Dort wurde das schwerstverletzte Tier liegengelassen und verstarb kurz darauf.“

„Weinheim: Die Fahndung nach dem Fahrzeug, mit dem am Freitag, den 10. Februar 2012 ein Hund nach einer Kollision zu Tode geschleift worden war, hatte Erfolg. Bei einer akribischen Absuche des westlichen Stadtgebiets entdeckten Beamte des Polizeireviers Weinheim das Auto, nach dem seit vergangenen Freitag gefahndet worden war. Unfallspuren, die von der Kollision mit dem Hund stammen dĂŒrften, wurden gesichert. Die Ermittlungen, wer zum Unfallzeitpunkt das Fahrzeug gefahren hat, dauern an.“

Hinweise an das Polizeirevier Weinheim, Tel. 06201/10030.

OberbĂŒrgermeister Bernhard: „Ihre Zivilcourage verdient Respekt.“

Guten Tag!

Weinheim, 07. Dezember 2010. (pm) OberbĂŒrgermeister Bernhard und Polizeirevierleiter JĂŒrgen Helfrich ehrten das besonders couragierte Verhalten zweier Weinheimerinnen und lobte deren „Tatkraft und Aufmerksamkeit“. Als Geste der Anerkennung wurden BlumenstrĂ€uße an die Damen ĂŒberreicht.

Von Roland Kern

Als Claudia Reusch gemeinsam mit ihrem Freund am diesjĂ€hrigen Kerwefreitag den Marktplatz ĂŒberquerte, spĂŒrte sie, dass etwas nicht stimmte. Im oberen Bereich des Platzes war aufgeregtes Geschrei zu hören, Schaulustige bildeten eine Menschentraube. Das sah nicht gut aus. „Ich habe nicht lange ĂŒberlegt, sondern instinktiv gehandelt und habe mich bis nach vorne durchgedrĂ€ngt“, schilderte die 42-jĂ€hrige Krankenschwester jetzt im Rathaus dem Weinheimer Polizeichef JĂŒrgen Helfrich und OberbĂŒrgermeister Heiner Bernhard.

Der Eindruck tÀuschte nicht. Auf dem Marktplatz lag ein Mann bewusstlos am Boden, seine blaue Gesichtsfarbe verriet akute Erstickungsgefahr, es ging um Leben und Tod. Ein weiterer Helfer hatte bereits mit der Herzmassage begonnen. Aber aus ihrer beruflichen Erfahrung am Operationstisch des Viernheimer Krankenhauses wusste Claudia Reusch, was dem Patienten fehlte: Luft!

FachmĂ€nnisch setzte sie an der Luftröhre die BeatmungsgerĂ€te ein, die das zwischenzeitlich herbeigerufene Rote Kreuz keine Sekunde zu spĂ€t an den Einsatzort brachte. Es hatte auf dem Marktplatz fast kein Durchkommen gegeben. Langsam aber sichtlich bekam der 51-jĂ€hrige Weinheimer wieder Luft. Claudia Reusch setzte die kĂŒnstliche Beatmung fort, bis der Mann vom Notarzt ĂŒbernommen werden konnte.

Revierleiter JĂŒrgen Helfrich, Elke Rutz, OberbĂŒrgermeister Bernhard, Claudia Reusch. Bild: Stadt Weinheim

„Als ich ein paar Tage spĂ€ter die Nachricht erhielt, dass er lebt und keinen SchĂ€den davontrĂ€gt, habe ich eine GĂ€nsehaut bekommen“, erzĂ€hlte die Krankenschwester jetzt im Dienstzimmer des OB. Selbst fĂŒr die routinierte Fachkraft waren der Einsatzort und die widrigen UmstĂ€nde der lebenserhaltenden Hilfeleistung eine enorme Stress-Situation. „Ihnen gilt mein großer Respekt und mein herzliches Dankeschön, diese Zivilcourage mĂŒsste in jedem von uns wohnen“, lobte Heiner Bernhard.

Die Stadt und die Polizei nutzten die Adventszeit, um sich kurz vor Jahresende bei zwei aufmerksamen und hilfsbereiten BĂŒrgerinnen fĂŒr besondere Hilfeleistungen im Jahr 2010 zu bedanken. Claudia Reusch, die an der Kerwe einem Mann höchstwahrscheinlich das Leben gerettet hat, war eine davon.

Die andere ist Elke Rutz. Die 54-jĂ€hrige gebĂŒrtige Weinheimerin wohnt am KĂ€sackerweg und wurde in einer Septembernacht Zeugin eines Diebstahls, der dank ihrer GeistesgegenwĂ€rtigkeit vereitelt und noch in der gleichen Nacht aufgeklĂ€rt werden konnte.

Zwei junge MĂ€nner hatten sich auf dem Parkplatz der Firma Naturin an zwei dort abgestellten Motorrollern zu schaffen gemacht. Die benachbart wohnende Elke Rutz hörte verdĂ€chtige GerĂ€usche und rief bei der Weinheimer Polizei an, die Telefonnummer 10030 hĂ€ngt bei ihr auf einer „Notrufliste“ ĂŒberm Telefon.

„Vorbildlich“, lobte Heiner Bernhard. Innerhalb weniger Minuten war die Polizei vor Ort und konnte die TĂ€ter in flagranti ertappen. „Sie haben genau richtig gehandelt“, bescheinigte Polizeichef JĂŒrgen Helfrich, „Sie haben uns sofort informiert, ohne sich selbst in Gefahr zu bringen“. Die beiden Roller-Diebe waren ĂŒbrigens keine unbeschriebenen BlĂ€tter und hatten schon SchĂ€den in betrĂ€chtlicher Höhe verursacht.

So aufmerksame und wachsame BĂŒrger wie Elke Rutz trĂŒgen, so Helfrich, „wesentlich zur Sicherheit und zum SicherheitsgefĂŒhl in unserer Stadt bei“.

OB Bernhard lobte die „Tatkraft und Aufmerksamkeit“ der BĂŒrgerin. Dass Weinheim im Vergleich zu Ă€hnlichen StĂ€dten weniger KriminalitĂ€t aufweisen muss, sei auch das Verdienst solcher BĂŒrger. Helfrich: „Das stimmt und wird vor allem von TĂ€tern, die sich von außerhalb eine Stadt als Ziel suchen, durchaus wahrgenommen.“

Anmerkung der Redaktion:
Roland Kern ist Journalist und Pressesprecher der Stadt Weinheim