Donnerstag, 21. September 2017

"Ent"täuschende "Berichterstattung"

Geprothmannt: Bagatell- vs. Kollateralschaden

Bleiben am Ende nur noch Tr√ľmmer? Journalismus war mal ein angesehener Beruf - heute ist das Image besch√§digt. Archivbild

 

Mannheim/Viernheim/Rhein-Neckar, 18. Juni 2012. (red) Es gibt einen Brand, die Feuerwehr l√∂scht diesen schnell. Der Schaden bleibt eigentlich √ľberschaubar und doch nicht. Das „Opfer“ ist das „Scheck In-Center“ in Viernheim. Aber es kommt noch ein weiteres hinzu, dass mit allem gar nichts zu tun hat: Die Bev√∂lkerung. Der Schadensverursacher: Journalisten. Der Schaden: Glaubw√ľrdigkeitsverlust in unbekanntem Ausma√ü.

Von Hardy Prothmann

Der Ruf von Journalisten ist nicht der beste. Vollkommen zurecht. Sie fragen sich jetzt, wieso ein Journalist dem eigenen Berufsstand ein schlechts Zeugnis ausstellt? Die Antwort ist ganz einfach: Nur wenn man sich nach vorne verteidigt, kann man hoffen, weitere Sch√§den zu verhindern. Das ist durchaus egoistisch gedacht. Denn ich und meine Mitarbeiter achten sehr auf bestm√∂gliche Qualit√§t unserer Informationen – egal, ob wir √ľber leichte Themen wie Feste und Aktivit√§ten berichten oder √ľber anspruchsvolle wie Kultur und Wirtschaft oder Politik und Sport.

Ganz klar machen auch seri√∂se Journalisten Fehler. Wenn diese passieren, sollten die Leserinnen und Leser aber dar√ľber informiert werden. Doch das tun die meisten Medien nicht. Auch klar: Wenn wir einen Rechtschreibfehler entdecken oder auf Fehler hingewiesen werden, verbessern wir den auch ohne eine Korrekturmeldung, wenn es sich um eine Bagatelle handelt. Berichte mit kapitalen Fehlern legen wir in der Kategorie „Korrektur“ ab, damit Leserinnen und Leser sofort und ohne lange Suche eine zun√§chst fehlerhafte Berichterstattung sowie die Korrektur finden k√∂nnen. Auf dem Heddesheimblog sind dort seit dem Start vor drei Jahren „nur“ acht von √ľber 2.500 Berichten als fehlerhaft gekennzeichnet. Wir √§rgern uns √ľber jeden Fehler und haben diese korrigiert.

Falscher Eindruck vermittelt

Der Mannheimer Morgen hat aktuell √ľber einen Brand im Viernheimer Scheck In-Center „berichtet“. Der „Bericht“ ist mit dem K√ľrzel „bhr“ gekennzeichnet. Der unbedarfte Leser denkt jetzt: „Ok, jemand, dessen Namen mit bhr abgek√ľrzt wird, war vor Ort oder nach sich zumindest telefonisch oder auf anderem Weg die Informationen besorgt, gepr√ľft und dann seinen Bericht verfasst.“ Doch dieser naheliegende Gedanke ist in diesem Fall und leider viel zu oft ein Fehler. Denn kein Journalist des MM war vor Ort und es wurde auch sonst nichts recherchiert.

Tats√§chlich wurde also keine „journalistische Leistung“ erbracht. Durch das geschickte Setzen von An- und Abf√ľhrungszeichen liest sich der Text, als habe „bhr“ mit dem Pressesprecher der Feuerwehr Viernheim gesprochen, denn er zitiert ihn ja „w√∂rtlich“. Tats√§chlich ist dieser Eindruck aber eine T√§uschung. Auf Nachfrage best√§tigte uns der Pressesprecher Andreas Schmidt, dass er mit niemandem vom MM in dieser Sache gesprochen hat:

Die haben automatisch eine email mit dem Pressetext bekommen, wie alle Redaktionen, die das wollen.

Ist die Nachricht aber falsch? Ja und nein. Sie erweckt den falschen Eindruck, als habe der Journalist mit dem Pressesprecher gesprochen. Und sie erweckt den Eindruck, der Journalist habe selbst√§ndig recherchiert und den Bericht selbst verfasst. Die Fakten sind aus Sicht der Feuerwehr sicher zutreffend. Die Mutma√üung √ľber die Schadensh√∂he ist es nicht.

Die Originalmeldung der Feuerwehr. Quelle: FFW Viernheim

 

Die geguttenbergte Version im Mannheimer Morgen. Quelle: SHM

Geguttenbergter Journalismus ist Betrug am Leser

Diese Form „journalistischer“ Arbeit ist g√§ngig in vielen Redaktionen: Bei Zeitungen, Magazinen, im Radio und Fernsehen und im Internet. Man nimmt frei zug√§ngliche Informationen, „etikettiert“ sie ein wenig um und schon hat man einen „eigenen“ redaktionellen Bericht. Das ist und bleibt Betrug am Leser.

Sie fragen sich, warum das passiert? Warum andere Redaktionen so verfahren? Warum es nicht alle ehrlich und transparent wie wir mit unseren Blogs berichten? Fragen Sie die Redaktion Ihres Vertrauens. Ich versichere Ihnen, man wird Sie nicht sonderlich ernst nehmen. Erst, wenn Sie das Abo k√ľndigen wollen.

Wir tun das, was eigentlich eigentlich selbstverst√§ndlich sein sollte. Wir benennen n√§mlich immer deutlich die Quelle, wie auch in diesem Fall ist der Text mit „Information der Feuerwehr Viernheim“ klar gekennzeichnet worden. Das hat mehrere Gr√ľnde. Der wichtigste: Wir respektieren die Arbeit von anderen. Wir schm√ľcken uns nicht mit „fremden Federn“. Der n√§chste Grund ist: Wo bei uns „Redaktion“ draufsteht, ist auch Redaktion drin. Daf√ľr sind wir verantwortlich. Und ein ebenfalls sehr wichtiger Grund ist: Wir k√∂nnen nur daf√ľr einstehen, was wir selbst recherchiert haben. Wir wollen uns weder fremde Inhalte aneignen, noch darin enthaltene Fehler.

Der Einsatzbericht der Feuerwehr beispielsweise ist √ľberwiegend korrekt – hat aber den Eindruck eines gro√üen Schadens hinterlassen. Viele Kunden blieben heute deswegen dem Markt fern. Wir haben die Meldung ebenso gebracht, waren aber bis 14:00 Uhr das einzige Medium, das einen Reporter vor Ort hatte, um sich ein Bild zu machen und haben danach umgehend berichtet, dass es f√ľr Kunden keine Einschr√§nkungen gibt und der Schaden eher √ľberschaubar ist.

Au√üerdem konnten wir recherchieren, dass in diesem Fall wohl eine „Klarstellung“ in der morgigen Ausgabe der Zeitung folgen soll – man darf gespannt sein. Denn die Scheck In-L√§den geh√∂ren zur Edeka-Gruppe. Und dort ist man „not amused“ √ľber den scheinbar redaktionellen Bericht im Mannheimer Morgen. Die Edeka selbst ist ein sehr gro√üer Kunde der Zeitung und d√ľrfte pro Jahr Anzeigen im Wert von einigen Millionen Euro bei der Zeitung schalten. Ich versichere Ihnen, dass man bei der Zeitung in diesem Fall den √Ąrger sehr ernst nimmt. Aber nicht, weil man „journalistisch“ besser oder wenigstens „korrekt“ arbeiten will, sondern um den Umsatz nicht zu gef√§hrden.

Bagatell- vs. Kollateralschaden

Nach dem Brand ist im Scheck In – anders als im Feuerwehrbericht gemutma√üt – nur ein „Bagatellschaden“ entstanden. Dieser Schaden wurde unn√∂tig durch Umsatzausf√§lle f√ľr das Unternehmen vergr√∂√üert. Der gro√üe Kollateralschaden entsteht aber durch den allt√§glichen Guttenberg-Journalismus, bei dem nach Lust und Laune geklaut und abgekupfert, umetikettiert und abgeschrieben wird. Sie halten diesen „Fall“ f√ľr eine Bagatelle? Ist er nicht, weil er nur ein Beispiel f√ľr eine systematische T√§uschung vieler Mediennutzer ist. (Haben Sie die „Jogi“-F√§lschung bei der EM mitbekommen? Das ZDF zeigte eine „Live-Berichterstattung“, in die Aufnahmen hineingeschnitten wurden, die vor dem Spiel, also nicht „live“ entstanden sind. Das hat zu heftiger Kritik gef√ľhrt. FAZ: „Die Regie spielt falsch„)

Einen Brandschaden kann man beseitigen – eine besch√§digte Glaubw√ľrdigkeit ist nur schwer wieder zu bereinigen.

Darunter leiden aber nicht nur die Schummler, sondern auch alle, die sich gr√∂√üte M√ľhe geben, einen herausragende oder zumindest ehrlichen Journalismus zu bieten. Leider tun das immer weniger und der f√ľr die Gesellschaft und Demokratie so wichtige Journalismus verliert weiter an Ansehen. Da k√∂nnen sich Politiker und Journalisten die Hand geben – aber es gibt auch in der Politik „anst√§ndige“ Leute.

Die Leserinnen und Leser können ebenso wie Unternehmen aber deutlich machen, ob sie Qualität wollen oder nicht.

Bei einer Wahl macht macht das mit einer Stimme. Im Markt hat man auch Macht: Minderwertige Produkte kann man abbestellen oder muss sie nicht kaufen. Und Werbung kann man im glaubw√ľrdigen Umfeld schalten, wo sie auch am besten wirkt.

Weitere Informationen:

Wie aus einer gemeindlichen Pressemitteilung ein Redakteursbericht wird, lesen Sie hier: „Ist der Mannheimer Morgen ein Sanierungsfall?

Wie die RNZ einen PR-Text eines Politikers zu einem Redakteursbericht macht, lesen Sie hier: „Nachgefragt: Wie wird aus einer politischen PR-Meldung ein redaktioneller Text in der RNZ?

In Sachen Guttenberg war die mediale Emp√∂rung gro√ü. Dabei sind viele Medien selbst sehr erfahren in Plagiaten. „Plagiator-Formel: Dreist, dreister, Journalist ‚Äď wie Tageszeitungen tagt√§glich ‚Äúbeschei√üen‚ÄĚ

Ein unabh√§ngiger Reporter berichtet √ľber eine SPD-Hauptversammlung. Weit gefehlt. Der Reporter ist selbst Mitglied im Ortsverein. „Was von der Berichterstattung der RNZ unter dem K√ľrzel ‚Äústu‚ÄĚ zu halten ist

Auch wir machen Fehler – und reagieren angemessen: „Urheberrecht vermutlich missachtet

 

Anm. d. Red.: Um Missverst√§ndnissen vorzubeugen: Die Freiwillige Feuerwehr wird ausdr√ľcklich nicht kritisiert. Die hat wie so oft ihren Job gemacht und einen gr√∂√üeren Schaden verhindert.

Warum Spenden und Sponsoring Transparenz brauchen

Geprothmannt: Uneigenn√ľtzige Wohlt√§tigkeit? Von wegen! Spenden und Sponsoring sind Werbung

100 Euro sind viel Geld - manche zahlen das aber aus der "Porto-Kasse" und machen daraus ein Vielfaches an "Image"-Gewinn. Quelle: 100-Euro-Schein

Rhein-Neckar, 12. Dezember 2011. (red) Zur Zeit jagt eine Spenden√ľbergabe die n√§chste – so wie vergangenes Jahr auch und n√§chstes Jahr wieder. Besonders in der Vorweihnachtszeit laden viele Firmen und Gemeinden ein, √ľber mildt√§tige Spenden f√ľr den guten Zweck zu „berichten“. Klares Ziel dieser Aktionen: Die Spender und Sponsoren wollen sich damit ein gutes Image verschaffen – dabei ist das nichts anderes als Werbung.

Von Hardy Prothmann

Die Redaktion f√ľr die Lokalblogs in Nordbaden hat eine strikte Regel: Wir berichten nicht √ľber Spenden, egal wie gro√üz√ľgig diese sind. Denn hinter fast jeder Spende steckt immer ein „Kalk√ľl“, ein Hintergedanke und der ist nicht „mildt√§tig“, sondern egoistisch: Die spendende Firma oder Institution will sich damit ein gutes Image verschaffen.

Das ist auch absolut erlaubt – nur machen wir uns nicht zum Handlanger und zur erweiterten Pressestelle der Spender und Sponsoren. Wer aus √úberzeugung spendet oder unterst√ľtzt, braucht seine Haltung nicht an die „gro√üe Glocke“ zu h√§ngen.

Millionen von privaten Spendern halten das so – sie geben Geld f√ľr alle m√∂glichen Hilfsorganisationen und hoffen, dass damit anderen geholfen wird. Die allermeisten Spenderinnen und Spender bleiben „anonym“ – es geht ihnen um die Hilfe und nicht um eine √∂ffentliche Nennung.

Wer hingegen der „√Ėffentlichkeit“ seine „Gro√üz√ľgigkeit“ mitteilen m√∂chte, kann eine Anzeige schalten. Das ist, wie gesagt, absolut erlaubt.

Hirschberg: Bericht √ľber eine Spende? Ja, gerne. Schleichwerbung? Nein, danke.

Aktuell haben wir √ľber die Spende einer Interessengemeinschaft „Storchenkerwe“ in Hirschberg berichtet:¬†Die Einladung erschien frei von „Firmenwerbung“ – denn die Initiative des Ortsfestes spendete Geld f√ľr gemeinn√ľtzige Zwecke. Deshalb haben wir den Termin wahrgenommen.

Vor Ort präsentierte man aber Spendenschecks mit Logo und Schriftzug einer regionalen Bank. Diese Werbung haben wir aus dem Foto herausretuschiert (weiße Fläche).

Das ist die einzige „saubere“ L√∂sung – alles andere ist eine Form von Schleichwerbung, untergr√§bt die Glaubw√ľrdigkeit von Journalismus (sofern die bei gewissen Medien nicht sowieso schon „six feed under“ ist) und schadet letztlich auch dem „Werbekunden“ – muss der doch ganz besonders an einem glaubw√ľrdigen Umfeld interessiert sein.

Penetrant wird es – und das ist zunehmend der Fall – wenn die Sponsoren und Spender sogar die Berichterstattung vorschreiben wollen. Dagegen hilft nur konsequente Aufkl√§rung und konsequente „Nicht-Berichterstattung“ bei „H√§rtef√§llen“.

Penetrantes Sportsponsoring

Selbst in der Provinz treibt dieses Sponsorenunwesen nicht nur seltsame, sondern v√∂llig inaktzeptable „Bl√ľten“. Ein lokaler Tennisverein wollte uns beispielsweise nur Fotos gestatten, wenn das Sponsorlogo mit im Bild ist.

Das Ergebnis kann man hier nachlesen:¬†„Kein Gruppenfoto ohne Sponsor“

Sehr krass ist dieses Beispiel: Eine Apotheke wird von einem „Marketing-Verband“ ausgezeichnet, nicht etwa weil die Apotheke am meisten Geld gespendet hat, sondern deren Kunden. Wir wollten dar√ľber berichten – und wurden vermutlich (aus Sorge) wegen unserer bekannten, kritischen Haltung nicht eingeladen. Wir haben trotzdem berichtet: Kein Kinderlachen f√ľr das Heddesheimblog.

taz verpixelt Sportfotos und stellt die Aktion anscheinend klammheimlich wieder ein.

Die taz hatte im August angek√ľndigt, ab sofort alle Sportfotos zu verpixeln. Die Begr√ľndung:

Die Werbung im Fu√üball, Biathlon oder Handball ist mit den Jahren der Kommerzialisierung einfach zu aufdringlich, zu omnipr√§sent geworden. Da m√ľssen intelligentere L√∂sungen her. Zum Beispiel: Weg mit dieser Flimmerbande.

Und:

Wir sind nicht mehr bereit, Eure Werbebotschaft auf Trikots und Werbebanden zu verbreiten. Es kann ja auch nicht Aufgabe einer Zeitung sein, die mit kritischer Distanz √ľber Sport berichtet, t√§glich kostenlose Werbung von Vereinen und deren Sponsoren ins Blatt zu heben. Wir wollen durch die Verpixelung journalistisch noch unabh√§ngiger werden.

Guter Ansatz Рleider scheint die taz das nicht durchgehalten zu haben. Vielleicht wars auch nur ne Sommerloch-Saure-Gurken-Zeit-Meldung. Eine Erklärung, warum nicht mehr verpixelt wird, konnte ich nicht finden (Anfrage ist gestellt, der Artikel wird gerne nach einem Hinweis ergänzt).

Wir werden das in Zukunft weiter so halten: Wenn Spender und Sponsoren mit Ihren Logos genannt und abgebildet werden wollen, erhalten Sie ein Angebot zum Schalten einer gewerblichen Anzeige. Solche „Berichte“ werden wir entsprechend als Anzeige kennzeichnen.

Andernfalls werden wir konsequent Spender und Logos aus Texten und Bildern entfernen Рdenn es  geht doch um Mildtätigkeit? Oder geht es doch um etwas anderes? Sollten wir deshalb nicht mehr zu solchen Anlässen eingeladen werden, können wir gerne darauf verzichten.

Trennungsgebot

Gut und richtig w√§re, wenn vor allem Zeitungen diesem Beispiel folgen w√ľrden – das aber darf man tats√§chlich bezweifeln, denn dort gibt es schon l√§ngst kein Trennungsgebot zwischen Redaktion und Anzeigen mehr, sondern nur noch die Haltung, dass man Anzeigenkunden nicht „verprellen“ will.

Die Masse der Leserinnen und Leser zahlt zwar insgesamt viel und bedeutendes Geld f√ľrs „Abo“ – unterm Strich sind das aber knapp 30 Euro und was bedeutet so ein Betrag, wenn an anderen „Auftr√§gen“ ein paar mehr Nullen dranh√§ngen, also 3.000, 30.000 oder gar 3.000.000 Euro? Es wird anhand der „Nullen“ schnell klar, auf wen man „R√ľcksicht“ nimmt und f√ľr welche „Nullen-Informationen“ man sich entscheidet.

"Redaktionelles" Foto ab Spendenhöhe von 500 Euro - bitte Text mitschicken.

Allerdings gibt es auch hier „Regeln“ – die h√§ngen von der H√∂he der Spende ab. Der Mannheimer Morgen macht zum Beispiel „grunds√§tzlich“ erst ab 500 Euro Spendensumme ein Foto. Warum, wieso, weshalb? Dar√ľber gibt es keine uns bekannten Informationen.

Ethisches Handeln

Ganz grunds√§tzlich verantwortet jedes Medium die eigenen redaktionelle Ethik und die Art seiner „Informationen“ im Rahmen der gesetzlichen M√∂glichkeiten selbst – und auch die daraus resultierende Glaubw√ľrdigkeit.

Mal schauen, wie Spender und Sponsoren mit unserer transparenten Haltung umgehen – dazu wird es, sofern interessant, einen Nachbericht geben.

Soviel sei noch angemerkt: Unternehmen, die mindestens zehn Prozent ihres Gewinns spenden, werden wir sofort lobend erw√§hnen, weil das tats√§chlich Spenden sind, die „bemerkenswert“ sind. Keine Sorge – es gibt vermutlich kein einziges Unternehmen, das so verf√§hrt.

Vereine sollten sich nicht zu jedem Preis „kaufen“ lassen

Vereine, die sich f√ľr ein paar Euro „Spendengeld“ oder „Sponsoring“ als Vermarktungsfl√§che missbrauchen lassen, sollten tats√§chlich dar√ľber nachdenken, worum es geht.

Um F√∂rderung von Kultur, Jugend oder Sport oder darum, dass die ehrenamtlichen Helfer wirklich sehr viel Arbeit aufbringen und sich von Firmen durch im Vergleich minimale „F√∂rderung“ dann die hier „erwirtschaftete“ Aufmerksamkeit abkaufen lassen? Das kann nicht im Sinne von Kultur, Jugend und Sport sein – und auch nicht im Sinne der Unternehmen.

Und ein besonders Geschmäckle bekommen solche Spenden dann, wenn die Spenderfirmen nicht nur beim Image die Nutznießer sind, sondern durch Aufträge und Geschäfte mit den Vereinen wiederum einen ganz klaren geschäftlichen Vorteil suchen.

Dann haben Spenden sogar eher die Funktion einer Bestechung und sind vollends pervertiert. Und auch das ist leider oft schon fast „√ľblich“.

Spendenziele m√ľssen transparent sein

Gemeinden m√ľssen Spenden beispielsweise l√§ngst √∂ffentlich machen und transparent darstellen – das sieht das Geldw√§schegesetz so vor. Und daf√ľr gibt es ganz sicher Gr√ľnde.

Damit Sie mich richtig verstehen: Spenden sind gut und wichtig. Und jeder Euro hat seinen Wert.

Spenden sollten aber das sein, was sie sein sollen: Ein Beitrag zu einer besseren Welt. Ganz privat, ganz individuell nach den Möglichkeiten.

Wer Spenden und „Sponsoring“ auch nur im Ansatz f√ľr eigene „Zwecke“ einsetzt, muss sich moralisch selbst verpflichten, seinen Anteil an Eigennutz klar darzustellen – damit keine „Missverst√§ndnisse“ aufkommen.

Wenn ein Gro√ükonzern beispielsweise 1 Million Euro spendet, ist das vielen Medien eine Nachricht wert. Zeitungen wie der MM berichten mit Bild erst ab 500 Euro. F√ľr den Konzern bedeutet 1 Million vielleicht nur einen 0,000-irgendwas Anteil an seinen M√∂glichkeiten. F√ľr eine Initiative sind 500 oder 1.000 Euro hingegen alles, was man „aufbieten“ kann.

Wer ist nun „gro√üz√ľgiger“? Wer verdient mehr Aufmerksamkeit? Wor√ľber sollte man dankbarer sein? Wor√ľber berichten?

Denken Sie mal dr√ľber nach – eine Meinung zu dem Thema ist gar nicht so einfach zu finden.

Ist halt alles immer „relativ“ – daf√ľr muss man kein Einstein sein.

Ihr

Anmerkung: Wir haben anf√§nglich auch √ľber Spenden berichtet und vor kurzem noch im Weinheimblog √ľber eine Aktion zu Defibrilatoren in der Stadt. Dabei wurde auch eine spendende Bank genannt. K√ľnftig werden wir das kompromisslos handhaben.

Klems R√ľckblick: Das Internet vor zehn Jahren – was man damals schon so alles wusste…


Wie war das vor zehn Jahren? Datenbankprofi Michael Klems informiert uns bis Weihnachten √ľber "wichtige" Schlagzeilen zum Internet aus der Vergangenheit. Bild: infobroker.de

Rhein-Neckar, 22. Oktober 2011. (red/infobroker.de) Der renommierte Datenexperte Michael Klems hat es sich zur Aufgabe gemacht, einfach mal Schlagzeilen von vor zehn Jahren zu recherchieren. Teils sind die Ergebnisse urkomisch, teils stimmen sie, teilweise haben sich Ansichten und Meinungen nach heutiger Sicht widerlegt.

Recherche: Michael Klems – infobroker.de

16.10.2001
Internet wird hörbar РDas Internet kann hörbar werden. Dies verspricht eine Voice-Portal-Plattform, der Clarity AG РHandelsblatt

16.10.2001
Grimmas Ordnungsh√ľter nutzen Internet f√ľr ihren Pr√§ventionskatalog im Kampf gegen Kinder- und Jugendkriminalit√§t – Polizei geht f√ľr Partnerschaft mit Schulen neue Wege – Leipziger Volkszeitung

16.10.2001
Prince nur im Net: Das neue Album „The Rainbow Children“ ist fertig, wird aber nur im Internet ver√∂ffentlicht. – Hamburger Morgenpost

17.10.2001
B2B-Plattform im Hafen von Barcelona – Warenumschlag wird per Internet kontrolliert – Handelbslatt

17.10.2001
T-Online beteiligt sich mit 50 Prozent an Interactive Media des Axel Springer Verlages – DIE WELT

17.10.2001
Städtische Ausschreibungen via Internet РMainz akzeptiert Angebote mit digitaler Signatur РDer Postweg bleibt weiterhin im Angebot РRhein Main Zeitung

18.10.2001
AOL Time Warner √ľbertrifft reduzierte Prognosen – Zuwachs bei Abonnentenzahlen / Kabelfernsehen und Internet gleichen flauen Werbemarkt aus – F.A.Z. Frankfurter Allgemeine Zeitung

18.10.2001
Internet-Magazin erhielt den OnlineStar 2001 – Sparkasse.de ist die beste Finanz-Webseite des Jahres – Nur sechs Monate nach ihrem Start wurde die Web-Seite „Sparkasse.de“ von √ľber 800 000 Nutzern… – DIE WELT

18.10.2001
Macht das Surfen im Internet s√ľchtig? – Tagung befasste sich mit den Gefahren der digitalen Welt f√ľr Kinder – Frankfurter Rundschau

19.10.2001
Ausdr√ľcklich verbieten. Privates Surfen im Internet ist im B√ľro nicht automatisch untersagt. Ein Chef muss das private Internetsurfen am Arbeitsplatz ausdr√ľcklich verbieten. – Der Tagesspiegel

19.10.2001
Wireless LAN – Europ√§ischer Markt f√ľr √∂ffentliche Internet-Zug√§nge – Die Service-Ums√§tze mit √∂ffentlichen Wireless LAN-Internetzug√§ngen werden in Europa in diesem Jahr 4,1 Millionen Dollar erreichen. – FAZ.NET

19.10.2001
Internet: Bald nicht mehr alles kostenlos? Verlage dr√§ngen auf geb√ľhrenpflichtige Inhalte – „Keine Gefahr f√ľr Zeitungen“ – Passauer Neue Presse

20.10.2001
E-Bay РRekorde auf dem Internet-Marktplatz РDas Online-Auktionshaus E-Bay wächst rasant weiter. РFrankfurter Rundschau

20.10.2001
Wettstreit um Internet-Kunden entbrannt РVom Wettbewerb auf dem Multimedia-Markt in Köln und Bonn wird vor allem der Kunde profitieren. РKölner Stadtanzeiger

20.10.2001
Kinder fragten Bundesfamilienministerin Bergmann per Internet – Gibt es den Dritten Weltkrieg? – Berliner Morgenpost

21.10.2001
Brite befreit sich per Internet – Ein in einer Gartenh√ľtte eingesperrter Brite hat sich mit einem Hilferuf √ľber das Internet befreit – WELT AM SONNTAG

21.10.2001
Internet-News gegen Geld?. Viele Leser, wenig Geld – – DER TAGESSPIEGEL

21.10.2001
Tricksen im Internet wird schwieriger – FRANKFURT. Eine sichere Methode: Alle Wege f√ľhrten zu DocMorris, einer niederl√§ndischen Internet-Apotheke – Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung

22.10.2001
Bekanntheit der Handy-Portale im Internet steigt – Fast die H√§lfte der Mobilfunknutzer kennt die Angebote – Herunterladen von Logos und Klingelt√∂nen – Das Mobiltelefon wird zur Informations- und Unterhaltungszentrale f√ľr unterwegs. – FAZ – Frankfurter Allgemeine Zeitung

22.10.2001
US-Moratorium f√ľr Internet-Steuern l√§uft aus – Der US-Kongress hat es vers√§umt, ein Moratorium f√ľr Internet-Steuern zu verl√§ngern, das gestern abgelaufen ist. – DIE WELT

22.10.2001
Internet keine Konkurrenz f√ľr Tageszeitungen – M√úNCHEN. Das Internet wird den Tageszeitungen nach Ansicht der bayerischen Verleger auch in Zukunft keine… – Berliner Zeitung

23.10.2001
China blockiert Nachrichtenseiten im Internet РDie chinesische Regierung hat erneut ausländische Nachrichtenangebote im Internet blockiert РHandelsblatt

23.10.2001
Internet-Zugang/Telekom stellt k√ľnftig/kein DSL-Modem mehr – Vor dem schnellen Weg ins Internet wird vom kommenden Jahr an eine zus√§tzliche Investition stehen – Frankfurter Rundschau

23.10.2001
Markt mit Internet РStudentinnen testen eine bislang in Deutschland einmalige Internetsäule auf dem Marktplatz in Leipzig. РLeipziger Volkszeitung

Michael Klems ist Informationsprofi und recherchiert weltweit in elektronischen Datenbanken. Als Betreiber des Informationsdienstes infobroker.de ist er seit 1991 am Markt.

Internet: Infobroker.de
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Klems R√ľckblick: Das Internet vor zehn Jahren – was man damals schon so alles wusste…


Wie war das vor zehn Jahren? Datenbankprofi Michael Klems informiert uns bis Weihnachten √ľber "wichtige" Schlagzeilen zum Internet aus der Vergangenheit. Bild: infobroker.de

Rhein-Neckar, 15. Oktober 2011. (red/infobroker.de) Der renommierte Datenexperte Michael Klems hat es sich zur Aufgabe gemacht, einfach mal Schlagzeilen von vor zehn Jahren zu recherchieren. Teils sind die Ergebnisse urkomisch, teils stimmen sie, teilweise haben sich Ansichten und Meinungen nach heutiger Sicht widerlegt.

Recherche: Michael Klems – infobroker.de

09.10.2001
Deutsche zahlen Internet-Einkäufe selten per Karte РBeim Einkaufsbummel im Internet zahlen die Deutschen einer Studie zufolge wesentlich seltener per Kreditkarte РHandelsblatt

09.10.2001
Der Weg ist frei f√ľr Musik aus dem Internet – Die Musikwelt ordnet sich, der Weg ist frei – DIE WELT

09.10.2001
INTERNET/“Home-Banking bleibt unsicher“ Das Risiko, beim Home-Banking Opfer einer Hackerattacke zu werden, ist offenbar nach wie vor gro√ü. – Hamburger Abendblatt

10.10.2001
Kein Lesefehler: Kabel NRW hei√üt nun Ish Unter einem Phantasienamen will der Kabelnetzbetreiber der Telekom Kunden abjagen / Breitband-Internet und Telefonie √ľber das Fernsehkabel – F.A.Z. – Frankfurter Allgemeine Zeitung

10.10.2001
IP-Anonymisierung verschleiert das Nutzerverhalten РUnerkannt im Internet surfen РMit einer neuen Software ist es möglich, im Internet zu surfen, ohne Spuren zu hinterlassen. РHandelsblatt

10.10.2001
Ergo gr√ľndet im Januar neuen Internet-Versicherer – Traditioneller Au√üendienst soll Hauptvertrieb bleiben. – Financial Times Deutschland

11.10.2001
Internet-Magazine in Schwierigkeiten – „Red Herring“ und „Salon“ leiden unter der Branchenschw√§che – F.A.Z. Frankfurter Allgemeine Zeitung

11.10.2001
Kaufhof nimmt neuen Anlauf im Internet/Handelskonzern gibt Online-Phantasiemarke Zebralino auf – Financial Times Deutschland

11.10.2001
Die Angst vor dem Computer-Terror / Die USA r√ľsten sich gegen Angriffe via Internet – Allgemeine Zeitung Mainz

12.10.2001
USA pr√ľfen den Bau eines sicheren Regierungsnetzes/Neues Internet f√ľr Beh√∂rden soll mehr Schutz bieten. – Financial Times Deutschland

12.10.2001
Browserspaß nur mit Nummer und Reisepass/Cybercafé in Havanna РAllgemeine Zeitung Mainz

12.10.2001
Immobilien im Netz Bei der Objektsuche und der Finanzierung der eigenen vier Wände leistet das Internet gute Dienste РHandelsblatt

13.10.2001
Lastwagen im Internet finden – TruckScout24 vermittelt das Nutzfahrzeug – Der M√ľnchner Internetanbieter AutoScout24 erweitert mit TruckScout24 sein Angebot um Lastwagen, Transporter, Sattelz√ľge, Busse und Baumaschinen. F.A.Z. Frankfurter Allgemeine Zeitung

13.10.2001
Spar gibt Verkauf √ľber das Internet auf – Der Handelskonzern Spar zieht sich aus dem Gesch√§ft mit der Bestellung von Lebensmitteln zur√ľck – Stuttgarter Zeitung

13.10.2001
B√ľcher beliebteste Ware im Internet – B√ľcher sind die beliebteste Ware im Internethandel. – Darmst√§dter Echo

14.10.2001
Internet-Verkauf von Lebensmitteln lohnte sich nicht – Aus f√ľr Spar 24 – Berliner Morgenpost

14.10.2001
Urteil gegen T-Online – Hamburg/tj/- Bislang hie√ü es in der Werbung des Telekom-Onlinedienstes: „T-Online ist der gr√∂√üte Internet-Provider – WELT AM SONNTAG

14.10.2001
Systems 2001 – IT-Branche sucht Wege aus der Krise – Rund 15 Prozent weniger Teilnehmer werden auf der diesj√§hrigen Systems erwartet, die am Montag in M√ľnchen ihre Toren √∂ffnet. FAZ.NET

15.10.2001
Beratungsfirma Gartner stellt IT-Trends vor – Internet-Dienste bleiben Top-Thema f√ľr Unternehmen – DIE WELT

15.10.2001
Das mobile Internet bleibt vorerst eine Vision – Financial Times Deutschland

15.10.2001
ARD erweitert Internet-Angebot. Die ARD wird das Internet-Angebot der „Tagesschau“ erweitern. – Der Tagesspiegel

16.10.2001
Internet wird hörbar РDas Internet kann hörbar werden. Dies verspricht eine Voice-Portal-Plattform, der Clarity AG РHandelsblatt

16.10.2001
Grimmas Ordnungsh√ľter nutzen Internet f√ľr ihren Pr√§ventionskatalog im Kampf gegen Kinder- und Jugendkriminalit√§t – Polizei geht f√ľr Partnerschaft mit Schulen neue Wege – Leipziger Volkszeitung

16.10.2001
Prince nur im Net: Das neue Album „The Rainbow Children“ ist fertig, wird aber nur im Internet ver√∂ffentlicht. – Hamburger Morgenpost

Michael Klems ist Informationsprofi und recherchiert weltweit in elektronischen Datenbanken. Als Betreiber des Informationsdienstes infobroker.de ist er seit 1991 am Markt.

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Klems R√ľckblick: Das Internet vor zehn Jahren – was man damals schon so alles wusste…


Wie war das vor zehn Jahren? Datenbankprofi Michael Klems informiert uns bis Weihnachten √ľber "wichtige" Schlagzeilen zum Internet aus der Vergangenheit. Bild: infobroker.de

Rhein-Neckar, 8. Oktober 2011. (red/infobroker.de) Der renommierte Datenexperte Michael Klems hat es sich zur Aufgabe gemacht, einfach mal Schlagzeilen von vor zehn Jahren zu recherchieren. Teils sind die Ergebnisse urkomisch, teils stimmen sie, teilweise haben sich Ansichten und Meinungen nach heutiger Sicht widerlegt.

Recherche: Michael Klems – infobroker.de

01.10.2001
Telekom baut Video√ľbertragung per Internet aus/Kooperation mit Servecast zielt auf Unternehmenskunden. – Financial Times Deutschland

01.10.2001
Internet-Supermärkte liefern häufig falsche Ware РDIE WELT

01.10.2001
Intershop schlägt nach Umsatzwarnung Sparkurs ein РDas E-Commerce-Unternehmen Intershop reduziert seine Belegschaft um 25 Prozent auf 790 Mitarbeiter. РFAZ.NET

02.10.2001
1&1 Internet AG startet neue DSL-Flatrate РDie 1&1 Internet AG bietet seit Montag eine neue DSL-Flatrate ohne Zeit oder Volumenbeschränkung РHandelsblatt

02.10.2001
Internet als Patent – nein danke – Das W3C will k√ľnftig patentierte Internet-Technologien zulassen. – netzeitung.de

02.10.2001
Besserer Verbraucherschutz im Internet – EU-Kommission kritisiert geringen Anteil des E-Commerce / Gr√ľnbuch – F.A.Z. Frankfurter Allgemeine Zeitung

03.10.2001
Streit um .biz-Domains sorgt f√ľr Verz√∂gerungen – Zwei neue Internet-Adressendungen, .biz und .info, erg√§nzen ab diesem Monat den Namensraum im Netz. – FAZ.NET

03.10.2001
Internet-Apotheken in den Startl√∂chern – Deutscher Markt ist sehr interessant f√ľr Medikamenten-Versand – Darmst√§dter Echo

03.10.2001
Sch√ľler-Projekt/Internet bringt Ost und West zusammen/Bundespr√§sident Rau startet Initiative – Mitteldeutsche Zeitung

04.10.2001
Edu-Commerce: Wie Unternehmen die Kunden im Internet einfangen – Weiterbildung als Instrument der Kundenbindung im Internet / Edu-Commerce wird zum Geheimtip f√ľr erfolgreiches Marketing – F.A.Z. Frankfurter Allgemeine Zeitung

04.10.2001
Hamburg bleibt trotz Pleiten starker Internet-Standort – Hamburg wird trotz der j√ľngsten Pleiten von Internet-Firmen wie PopNet und Kabel New Media ein wichtiger Standort – DIE WELT

04.10.2001
Stunde der Sieger/Internet. Trotz Krisenstimmung setzen die meisten Unternehmen weiter auf/E-Commerce. – CAPITAL

05.10.2001
Attacken aus dem Internet/Der digitale Krieg besteht in erster Linie aus Desinformation – DIE WELT

05.10.2001
Hohe Schulden zwingen KPN zum Verkauf der Internet-Tochter – Financial Times Deutschland

05.10.2001
Hamburg: Lotto auch per Internet РHamburger Lottospieler können ihre Tipps von sofort an auch im Internet abgeben. РHamburger Abendblatt

06.10.2001
Verb√§nde kritisieren Internet-Gesetz „Herkunftslandprinzip verankern“ / Versto√ü gegen EU-Recht – F.A.Z. Frankfurter Allgemeine Zeitung

06.10.2001
Dresdner Bank b√ľndelt ihre Internet-Aktivit√§ten Bis 2006 Zahl der Online-Nutzer verdoppeln – B√∂rsen-Zeitung

06.10.2001
Kienbaum erwartet keine Rezession – Bewerber-Suche im Internet soll ausgebaut werden – DIE WELT

Aus aktuellem Anlass eine R√ľckschau. Steve Jobs vor 10 Jahren im Jahr 2001

19.06.2001
Die neue Geradlinigkeit – Wenn man der Nase von Apple-Chef Steve Jobs trauen kann, ist Purismus der neue Trend im Computerdesign. – Berliner Zeitung

26.05.2001
Steve Jobs verk√ľndet Qualit√§tssprung – Steve Jobs verk√ľndet dies am 21. Mai auf einer Entwickler-Konferenz in San Jose (Kalif.) – Mitteldeutsche Zeitung

23.03.2001
Firmen-Gr√ľnder Steve Jobs ruft das „Dritte goldene Zeitalter“ des PC aus – Apple bringt neues Betriebssystem gegen Windows XP in Stellung – Handelsblatt

13.01.2001
Apple geht in die Offensive/Mac OS X endlich fertig – Einmal hat Steve Jobs den Computerhersteller Apple schon gerettet. – Mitteldeutsche Zeitung

12.01.2001
Ein goldenes Zeitalter im Zeichen von Titan /Apple zeigt schnellere Desktop-Rechner und ein schlankes Notebook – Steve Jobs – Neue Z√ľricher Zeitung

07.10.2001
Billiger Pauschaltarif auf Mallorca – Bald k√∂nnen auch Deutsche auf einen g√ľnstigen Pauschaltarif (Flatrate) f√ľr den Zugang ins Internet hoffen. Allerdings m√ľssen sie dazu nach Spanien – Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung

07.10.2001
„Ich w√ľrde sehr gern in Hamburg bleiben“ – Der scheidende Wirtschaftssenator Thomas Mirow, SPD, √ľber die Krise der Hamburger Internet- Wirtschaft – DIE WELT AM SONNTAG

07.10.2001
Nasebohren mit Harald Schmidt. Hunderte Geschichten der „h√∂flichen Paparazzi“ sammeln sich im Internet. – Der Tagesspiegel

Michael Klems ist Informationsprofi und recherchiert weltweit in elektronischen Datenbanken. Als Betreiber des Informationsdienstes infobroker.de ist er seit 1991 am Markt.

Internet: Infobroker.de
Facebook: http://www.facebook.com/infobrokerklems
Google Plus: http://gplus.to/infobroker

Klems R√ľckblick: Das Internet vor zehn Jahren – was man damals schon so alles wusste…


Wie war das vor zehn Jahren? Datenbankprofi Michael Klems informiert uns bis Weihnachten √ľber "wichtige" Schlagzeilen zum Internet aus der Vergangenheit. Bild: infobroker.de

Rhein-Neckar, 24. September 2011. (red/infobroker.de) Der renommierte Datenexperte Michael Klems hat es sich zur Aufgabe gemacht, einfach mal Schlagzeilen von vor zehn Jahren zu recherchieren. Teils sind die Ergebnisse urkomisch, teils stimmen sie, teilweise haben sich Ansichten und Meinungen nach heutiger Sicht widerlegt.

Recherche: Michael Klems – infobroker.de

26.09.2001
DocMorris baut sein Angebot deutlich aus/Internet-Apotheke kann nur mit breiterem Sortiment bestehen. – Financial Times Deutschland

26.09.2001
Schreiben f√ľr das Internet – Der Bereich „Neue Medien“ boomt in jeder Hinsicht. Unternehmen, Verb√§nde, Agenturen, Zeitschriften… – K√∂lner Stadtanzeiger

26.09.2001
mailto:president-¬łwhitehouse.gov. Tausende von deutschen Internet-Nutzern mahnen George W. Bush zu Besonnenheit – Der Tagesspiegel

27.09.2001
√Ėffentlich-rechtliche Internet-Auftritte bleiben umstritten – Wissenschaftler sehen aber Notwendigkeit f√ľr F√∂rderung nichtkommerzieller Internet-Angebote / Neue Studie – F.A.Z. – Frankfurter Allgemeine Zeitung

27.09.2001
Popnet meldet Insolvenz an – Commerzbank k√ľndigte Kredite des Internet-Dienstleisters – F.A.Z. – Frankfurter Allgemeine Zeitung

27.09.2001
Bund versteigert √∂ffentliche Auftr√§ge im Internet -In Zukunft sollen Auftr√§ge der √Ėffentlichen Hand auch per Internet vergeben werden. – netzeitung.de

28.09.2001
EU-Regierungen einigen sich √ľber Richtlinie zum Fernabsatz von Finanzdienstleistungen – Mehr Verbraucherschutz f√ľr Finanzgesch√§fte im Internet
– Handelsblatt

28.09.2001
Die Geschicke von Bertelsmann werden immer stärker vom Internet bestimmt РF.A.Z. Frankfurter Allgemeine Zeitung

28.09.2001
Millionen neue Internet-Nutzer. „Bild“ startet Web-Offensive. – „Jeden Tag lesen elf Millionen Menschen die ,Bild‘-Zeitung, aber zu wenige davon nutzen bereits das Internet“ – Der Tagesspiegel

29.09.2001
Stellenabbau bei Handelsblatt-Gruppe – Rund 150 Stellen in Gefahr / Schwierige Lage der Wirtschaftspresse – F.A.Z. Frankfurter Allgemeine Zeitung

29.09.2001
Michael Jackson fehlt/Internet-Vertrieb MusicNet will in sechs Wochen online gehen / St√ľcke nicht kopierbar – Berliner Zeitung

29.09.2001
Moorhuhn 3 kommt ins Internet РBochum РBald können Moorhuhn-Fans wieder das virtuelle Federtier am Bildschirm erlegen РHamburger Abendblatt

30.09.2001
Popnet Internet bricht nach Insolvenzantrag ein – Mit sofortiger Wirkung hat die Commerzbank der Popnet Internet AG den Geldhahn zugedreht – WELT AM SONNTAG

30.09.2001
Internet-Pionier Excite vor Insolvenz – Excite@home, der f√ľhrende Anbieter breitbandiger Internet-Anschl√ľsse in den Vereinigten Staaten, stellt Antrag auf Gl√§ubigerschutz nach Kapitel 11 – Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung

30.09.2001
Der Staat surft mit. Terroristen m√ľssen auch im Internet gejagt werden. Darin sind alle sich einig. – Der Tagesspiegel

Michael Klems ist Informationsprofi und recherchiert weltweit in elektronischen Datenbanken. Als Betreiber des Informationsdienstes infobroker.de ist er seit 1991 am Markt.

Internet: Infobroker.de
Facebook: http://www.facebook.com/infobrokerklems
Google Plus: http://gplus.to/infobroker

Es sieht b√∂se aus mit dem „Journalismus“


Journalismus? Haha. Quelle: Kontext

Rhein-Neckar/Stuttgart, 08. Juni 2011 (red) In Stuttgart erscheint seit ein paar Wochen die kostenlose Zeitung „Kontext„. 200.000 Euro haben private Spender bereit gestellt, um das Projekt mindestens ein Jahr zu finanzieren. Einer der Spender ist Edzard Reuter. F√ľr Kontext arbeiten „altgediente“ Zeitungsjournalisten. Aktuell rechnet Bruno Bienzle, bis 2007 Lokalchef der Stuttgarter Nachrichten, mit dem „Pressewesen“ ab.

Der Artikel im „Kontext“ ist eigentlich weit weg – in Stuttgart. Aber er ist f√ľr unsere Region sehr wichtig, weil er ein systematisches Problem beschreibt.

Meinungsfreiheit und Meinungsvielfalt werden √ľber Medien transportiert. Soweit die Theorie.

In den klassischen Medien findet zur Zeit ein radikaler Umbruch statt – als Leserin und Leser, als Abonnentin und Abonnent einer Tageszeitung sollten Sie wissen, wie „pannenanf√§llig“ das Produkt ist, dass Sie teuer bezahlen.

Journalismus ist nicht „gottgegeben“, sondern basiert auf unserem Grundgesetz. Auf Artikel 5 √ľber die Meinungsfreiheit. Professionell betriebener Journalismus ist aber auch ein Gesch√§ft. Der Journalismus liefert „interessante“ Inhalte – die Werbung nutzt das f√ľr sich.

Jeder, der ein Zeitungsabo f√ľr rund 30 Euro im Monat hat, muss das eigentlich wissen. Nachrichten bekommt man √ľber die Zeitung nicht „umsonst“. Man zahlt das Abo und wird mit Werbung „zugeballert“ – ganz kostenlos. Scheinbar. Die Verlage halten daf√ľr aber die Hand auf.

Im Internet sind viele Nachrichten „kostenlos“ – die Frage ist, wie viel diese Nachrichten wert sind. Die Frage ist, wieviel die Menschen bereit sind, f√ľr solche Nachrichten zu zahlen. S√§mtliche Modelle f√ľr „beliebige“ Nachrichten konnten sich nicht „durchsetzen“.

Die „Nachrichten“, also das lokale Zeitungswesen, sind per Lizenz vor rund 60 Jahren vergeben worden. Die Lizenzverlage haben daraus Traumrenditen erwirtschaften k√∂nnen.

Das Internet bedroht dieses „Gesch√§ftsmodell“. Denn was fr√ľher nur im „Abo“ erh√§ltlich war, gibt es jetzt „for free“.

Unsere Angebote f√ľr Heddesheim, Hirschberg, Ladenburg, Weinheim, Viernheim und Rhein-Neckar sind frei zug√§nglich – mit hohem Einsatz aller Mitarbeiter und zun√§chst geringer Erwartung von Einnahmen. Ganz in der Tradition der Marktwirtschaft – wir bieten ein Produkt an und hoffen, dass es gef√§llt.

Ob wir es verkaufen k√∂nnen, muss der Markt zeigen. Wie wir es verkaufen k√∂nnen, wissen wir noch nicht. Aber wir hoffen darauf, dass es genug Menschen gibt, die unsere Leistung „honorieren“. Dazu werden wir bald ein Angebot machen.

Der alte Markt gerät zunehmend unter Druck Рdie gewohnten Gewinnerwartungen und keineswegs das Ideal eines guten Journalismus geraten unter Druck.

Dar√ľber schreiben „alte Hasen“ in Kontext – und die erfahrenen Journalisten wissen, dass es ernst ist. Mit dem Gesch√§ft und mit der Meinungsfreiheit.

Wir empfehlen deshalb gerne und dringlich diesen Text.

Herren im Haus

Einen sch√∂nen Tag w√ľnscht
Das rheinneckarblog.de

Geprothmannt: Gr√ľn-Rot hat gewonnen – und zwar einen Haufen Probleme


Rhein-Neckar/Stuttgart, 28. M√§rz 2011. (red) Noch im Abgang haben verschiedene CDU- und FDP-Vertreter demonstriert, warum sie abgew√§hlt worden sind. Wer W√§hlerinnen und W√§hler als „emotionalisiert“ verunglimpft, zeigt, dass er nicht mehr ganz bei Verstand ist und zu recht in eine f√ľnfj√§hrige Nachdenkpause geschickt wird.

Von Hardy Prothmann

Die Arroganz der Macht hat die Wahl entschieden.

Mit pauschalen Urteilen ist das immer so eine Sache – man tut garantiert jemandem Unrecht. Denn es gibt sie nicht, die homogene Gruppe, in der alle gleich sind. Genausowenig wie es „die“ L√∂sung gibt, die alle Probleme beseitigt.

Wo Du auch hingehst, ist schon ein Schwarzer da

Doch das haben CDU und FDP den Menschen lange vorgegaukelt. Sie haben gelogen und betrogen, was das Zeug hält. Heute gesagt, was morgen nicht mehr gilt. Interessen bedient, die selten die der ganz allgemeinen Wählerinnen und Wähler waren, so wie Du und ich.

Sondern die von m√§chtigen Konzernen. Und nat√ľrlich die des einzigartigen Netzwerkes, das sie gestrickt haben. „Wo Du auch hingehst, ist schon ein Schwarzer da“, hei√üt ein gefl√ľgeltes Wort.

Wichtige √Ąmter und Posten sind mit strategischen Parteibuchinhabern besetzt, „damit’s l√§uft in Baden-W√ľrttemberg“. Nat√ľrlich gibt es nur ein richtiges Parteibauch, naja und eins, das man auch akzeptiert. Rot oder gr√ľn durfte es auf keinen Fall sein.

Parteibuch-Karrieren

So entschied oft nicht die Kompetenz, wer einen Job erhählt, sondern die Parteifarbe und der Wille, sich in dieses System einzugliedern.

Mit der Zeit degeniert so ein System. Bis die Menschen das merken, dauert es. Aber irgendwann merken sie es. „Alles super im L√§ndle“, hat schon l√§ngst niemand mehr wirklich geglaubt.

Wem da der Glaube abhanden gekommen ist, der wurde mit der Angst bei der Stange gehalten. Die Kommunisten-Angstmache geht immer. Gleich darauf folgt die Verarmungs-Angstmache. Dann die Bedeutungs-Angstmache. Dann die Bedrohungs-Angstmache.

Diffamierungsbrauchtum

Als Argument war jedes Mittel recht. Noch der hohlste Vergleich wurde als Beweis herangezogen. Und die grundanständigen CDU-ler waren sich niemals zu fein, um zu diffamieren, was das Zeug hält.

Die Diffamierung der Gr√ľnen als „Dagegen-Partei“ war so etwas wie die Quintessenz des Schmutzwerfens.

Und sicher glauben die „Anstandstr√§ger“ qua Parteibuch noch nach der Wahlschlappe, dass das irgendwas mit der „Unanst√§ndigkeit“ der anderen zu tun hat. Und wenn die es nicht waren, dann sind es eben die W√§hler.

Zu doof zum Denken

Und die waren angeblich „emotionalisiert“ – sprich: Zu doof zum Denken und nur ihren tempor√§ren Gef√ľhlswallungen unterworfen, hei√üt das. Wer so √ľber Menschen redet, die nicht mit dem einverstanden sind, was man tut, der will diese Menschen auch nicht regieren und geh√∂rt – richtig: abgew√§hlt.

Die Alternative hat Winfried Kretschmann geboten: Er hat sich dazu bekannt, wo gegen er ist. Und er hat den Spie√ü einfach umgedreht und auch gesagt „wof√ľr er ist“. Und der Ausstieg aus der Kernkraft ist das, was die Mehrheit im Land will.

Geradezu ekelerregend ist das „Argument“, Fukushima sei den Gr√ľnen doch „gerade recht gekommen“: „Des hawwe die doch schamlos ausgenutzt“, hat man nicht von wenigen geh√∂rt. Wer so schamlos solch dumme Behauptungen aufstellt, hat l√§ngst jedes Schamgef√ľhl verloren.

Gr√ľner Glaubw√ľrdigkeitsvorteil

Die Gr√ľnen haben einen absoluten Glaubw√ľrdigkeitsvorteil – sie fordern den Ausstieg schon seit 30 Jahren. Jetzt sind sie gew√§hlt und m√ľssen sich ihrer Verantwortung stellen.

Und das wird eine schwere Aufgabe. Denn sie m√ľssen den Dreck wegr√§umen, den andere ihnen hinterlassen haben. Das wird dauern und derweil werden die, die den Dreck verursacht haben, wieder ihre H√§me aussch√ľtten, weil die, die den Dreck nicht haben wollten, ihn nicht schnell genug beseitigen k√∂nnen.

Ein Haufen Drecksprobleme

Da sind zum einen die Atomkraftwerke von EnBW, die Baden-W√ľrttemberg „geh√∂ren“. Der EnBW-Aktienr√ľckkauf ist √ľber Schulden finanziert, die Atomenergie ist eine Cash-Cow f√ľr EnBW. Werden sie abgeschaltet, fehlen gut 400 Millionen Euro Umsatz im Jahr. Das dr√ľckt die Dividende empfindlich – mit der sollten aber die Schulden abgebaut werden. Wie man aus diesem Dilemma rauskommt, hat noch keiner nachvollziehbar erkl√§ren k√∂nnen.

Die Gr√ľnen haben nun einen Haufen Probleme zu beseitigen, sagt Hardy Prothmann. Bild: sap

Da ist Stuttgart21. Die Gr√ľnen wollen das Volk entscheiden lassen. So paradox es klingt. Das k√∂nnte f√ľr die Gr√ľnen eine „saubere L√∂sung“ sein. Sollte es stimmen, dass mittlerweile eine Mehrheit daf√ľr ist, machen die Gr√ľnen mit der SPD zusammen den Volksentscheid, das Volk sagt ja und man ist fein raus. B√ľrgerbeteiligung versprochen, gehalten, akzeptiert.

Doch was, wenn es anders kommt? Dann drohen wieder enorme Schäden, durch bereits ausgegebene Gelder und Prozesse. Dann gibt es das Projekt nicht, kosten wird es aber trotzdem.

Die Schulreform ist ein Murks – die Reform zu reformieren wird wieder Geld kosten. Und die schon arg strapazierten Nerven aller Beteiligten. Und die Kommunen m√ľssen dringend entlastet werden – das wird ein ganz enorme Kraftanstrengung.

Und ob es mit der Wirtschaft in nächster Zeit gut läuft Рwer weiß? Fukushima hat Japan gelähmt, die Auswirkungen sind immer noch nicht ganz klar.

Und als w√§re das alles noch nicht genug, wird viel im gut geschmierten Baden-W√ľrttemberg nicht mehr „laufen“ – denn √ľberall, wo „Schwarze“ sitzen, wird es Widerstand geben. Au√üer, man legt den Sumpf trocken. Auch das wird kosten.

Die gr√ľn-rote Regierung wird dabei enormen Gegenwind bekommen. Denn die vierte √∂ffentliche Macht, die Presse, ist eindeutig Teil des schwarzen Systems und muss Angst haben, als n√§chstes „dran zu sein“. N√§mlich dann, wenn die Menschen im Land erkennen, wie sie √ľber Jahrzehnte Informationen vorenthalten bekommen haben und an der Nase herumgef√ľhrt wurden.

Mehr Transparenz muss her

Deshalb muss nicht nur die Energieversorgung ver√§ndert werden – auch die Infrastruktur der Meinungsbildung braucht einen Umbau. Hin zu mehr Transparenz und Ehrlichkeit. Und B√ľrgerbeteiligung.

Unsere Blogs bieten das. Aber nicht, um ein „gr√ľnes System“ mit denselben Methoden zu st√ľtzen, wie das vorher „im schwarzen System“ gelaufen ist. Wir bleiben kritisch, freuen uns aber auf eine Zusammenarbeit. Denn eigentlich kann es nur besser werden.

Unsere Redaktion wird den Gr√ľnen genauso auf die Finger schauen, wie wir das mit allen Parteien machen. Es gibt allerdings einen Vorteil – bislang haben die Gr√ľnen sich sehr transparent und gespr√§chsbereit gezeigt. Auch kritikbereit. Mal schauen, ob das so bleibt.

Denn die Arroganz der Macht kann jeden √ľberw√§ltigen, der nicht aufpasst.