Mittwoch, 18. September 2019

OB Bernhard als NPD-Kumpel?

Braunes „Weihnachtsgeschenk“ als billige Propaganda

jan jaeschke mit ob heiner bernhard

Links der NPD-Kreisvorsitzende Jan Jaeschke, rechts der Oberb├╝rgermeister Heiner Bernhard (SPD). Das Foto wurde auf der Facebook-Seite des Rechtsradikalen ver├Âffentlicht.

 

Weinheim, 19. Dezember 2013. (red) Der rechtsradikale NPD-Kreisvorstand Jan Jaeschke hat dem Oberb├╝rgermeister Heiner Bernhard (SPD) gestern ein braunes Weihnachtsgeschenk gemacht. Es basiert auf T├Ąuschung und soll Denunziation erzeugen. Heiner Bernhard umarmt den Rechten kumpelhaft und lacht zusammen mit ihm in die Kamera. [Weiterlesen…]

Massive Kritik an "Bekenner"-Kampagne der Stadt

Unzul├Ąssige Vorteile durch Verletzung des Neutralit├Ątsgebots?

Auszug aus dem Schreiben der Stadt: Vors├Ątzliche Diffamierung der B├╝rgerinitiative.

Auszug aus dem Schreiben der Stadt: Vors├Ątzliche Diffamierung der B├╝rgerinitiative.

 

Weinheim, 18. September 2013. (red) Die Stadtverwaltung bleibt weiter in der Kritik. Aus der Stadtverwaltung heraus wird intensiv eine Unterst├╝tzungskampagne f├╝r die Bef├╝rworter des Fl├Ąchentauschs betrieben – und damit einseitig st├Ądtische Ressourcen in Anspruch genommen. Der Landtagsabgeordnete Hans-Ulrich Sckerl k├╝ndigt an zu pr├╝fen, ob „Spielregeln f├╝r B├╝rgermeister├Ąmter“ bei B├╝rgerentscheiden versch├Ąrft werden sollten. Sein Fazit aktuell: Auf dem Rathaus liegen die Nerven blank. [Weiterlesen…]

Politische PR-Berichterstattung – RNZ schweigt

"Mens agitat molem" hat die RNZ als Leitspruch - "der Geist bewegt die Materie". Fragt sich nur, welche Art von Geist gemeinst ist.

Rhein-Neckar, 22. November 2011. (red) Am 17. November 2011 hat die Redaktion auf dem Rheinneckarblog.de aufgedeckt, dass die Rhein-Neckar-Zeitung (RNZ) politische PR-Propaganda f├╝r die CDU und Stuttgart 21 macht. Ein Text des CDU-Landtagsabgeordneten Georg Wacker war als redaktioneller Text getarnt in weiten Teilen inhaltlich und sogar wortgleich ├╝bernommen worden. Wir haben die Chefredaktion damit konfrontiert und um Auskunft gebeten, ob sich die RNZ noch als unabh├Ąngige Zeitung oder als Propaganda-Organ sieht. Die Frage scheint beantwortet.

Von Hardy Prothmann

Angeblich hatte den Text der Redakteur Stefan Hagen geschrieben – schlie├člich war der Artikel mit seinem Namen gekennzeichnet. Auf R├╝ckfrage bei Herrn Hagen hat dieser den Text als seinen eigenen ausgegeben. Zu dumm nur, dass am Tag vor Erscheinen der Ausgabe der mehr oder weniger gleiche Text schon beim CDU-Politiker und fr├╝heren Staatssekret├Ąr Georg Wacker auf dessen Homepage erschienen war.

Wir haben die Chefredaktion der RNZ um Antwort gebeten, wie es dazu kommen konnte. Seit dem 17. November hatte die RNZ Zeit, zu der brisanten Frage Stellung zu beziehen, ob sich die Zeitung als unabh├Ąngig oder als parteipolitisches Propaganda-Blatt begreift. Oder, ob Herr Hagen gar als „Ghostwriter“ f├╝r Herrn Wacker arbeitet und damit tats├Ąchlich „seine eigenen“ Texte in der Zeitung nochmals ver├Âffentlicht? Immerhin beharrte er darauf, dass der abgedruckte „sein Text“ sei.

Eine Antwort fehlt bis heute und wird vermutlich auch nicht mehr kommen. Doch auch eine Nicht-Antwort ist eine Antwort. Jede anst├Ąndige Redaktion, die sich einem unabh├Ąngigen Journalismus verpflichtet f├╝hlt, h├Ątte geantwortet und diese vermeintlich unhaltbaren Vorw├╝rfe zur├╝ckgewiesen oder im Falle eines Fehlers diesen eingestanden, korrigiert und die n├Âtigen Konsequenzen gezogen.

Nicht so die RNZ-Chefredaktion. Die beiden Chefredakteure schweigen. Kein Dementi, kein Eingest├Ąndnis eines Fehlers, keine Erkl├Ąrung. Nur ein schwaches Wegducken.

Tats├Ąchlich ist es unerheblich, ob die Zeitung Parteipropaganda f├╝r die CDU oder eine andere Partei macht. Propaganda bleibt Propaganda und hat mit seri├Âsem Journalismus nichts zu tun. Da kann die Zeitung noch so stolz sein, als erste Zeitung 1945 in W├╝rttemberg-Baden gegr├╝ndet worden zu sein – mit solchen miesen Methoden rangiert man sich aufs journalistische Abstellgleis ohne Chance auf Anschluss.

M├Âglicherweise versteht man aber unsere Anfrage auch nicht, weil diese Art „zu arbeiten“ mittlerweile der „publizistische Standard“ bei der RNZ ist.

Immerhin: CDU-Mann Georg Wacker „steht zu seiner Interpretation“ und hat auf einen weiteren Bericht von uns reagiert, in dem wir der CDU Weinheim unredliche Stimmungsmache vorwerfen.

Lesen Sie zum Thema:

Nachgefragt: Wie wird aus einer politischen PR-Meldung ein redaktioneller Text in der RNZ?

Wacker steht zu Interpretation der Herrmann-Antwort

Offener Brief an die CDU Weinheim: Unredlich ist, wer falsch Zeugnis ablegt

Offener Brief an die CDU Weinheim: Unredlich ist, wer falsch Zeugnis ablegt

Der Originalauszug des Schreibens des Verkehrsministeriums. Stuttgart 21 wird in der gesamten Drucksache nicht ein einziges Mal auch nur erw├Ąhnt. Der CDU-Landtagsabgeordnete interpretiert daraus eine "Widerlegung der Propanda des Gr├╝nen-Abgeordneten Hans-Ulrich Sckerl", die RNZ f├╝hrt diese Behauptung als Beleg an und die CDU Weinheim beruft sich auf die Zeitung, um unserer Redaktion "Unredlichkeit" vorzuwerfen. Das hat schon fast die Qualit├Ąt "kommunistischer Kampfpropaganda". Quelle: Drucksache 15/754

 

Weinheim, 16. November 2010. Der Pressesprecher der Weinheimer CDU, Dr. Thomas Ott, hat uns eine „unredliche Berichterstattung“ im Zusammenhang mit einem Interview zu Vor- und Nachteilen von Stuttgart 21 f├╝r die Region vorgeworfen. Dieser Vorwurf ist unhaltbar und das Gegenteil ist richtig: Nicht wir arbeiten unredlich, sondern die CDU ├Ąu├čert sich unredlich und st├╝tzt sich dabei auf eine falsche und unredliche Berichterstattung in der Rhein-Neckar-Zeitung.

Von Hardy Prothmann

Herr Dr. Ott – wir sch├Ątzen Sie wie alle anderen Leserinnen und Leser f├╝r kritische Kommentare. Wenn Sie allerdings anfangen, dummes Zeugs zu schreiben, bleibt uns nur, Sie zur Besinnung zu rufen. [Weiterlesen…]