Samstag, 18. November 2017

Vorbeugen, behandeln, pflegen

Demenztag: „Vergessen geht uns alle an“

Weinheim, 15. Oktober 2014. (red/pm) Am kommenden Sonntag, 19. Oktober, findet der vierte „Weinheimer Demenztag“ statt. Auch seit vier Jahren gibt es den „Runden Tisch Demenz“, in dem sich die Akteure der Stadt, die mit pflegebedĂĽrftigen Personen und Demenzerkrankungen arbeiten, zu einem Netzwerk zusammengeschlossen haben. [Weiterlesen…]

Brandstiftung im GRN-Zentrum Weinheim

Staatsanwaltschaft beantragt Unterbringung der Verdächtigen in Psychiatrie

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Drei Verletzte und rund eine Million Euro Schaden an einem Gebäurde des GRN hat eine Brandstiftung einer vermutlich psychisch kranken Frau verursacht.

 

Weinheim/Mannheim, 06. Februar 2014. (red/pm) Die Staatsanwaltschaft Mannheim hat gegen eine 51-Jährige wegen schwerer Brandstiftung die Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus beantragt. [Weiterlesen…]

Zentrum fĂĽr psychische Gesundheit Weinheim ab 1. Oktober am Netz

Wohnortnahes Behandlungsangebot der GRN-Klinik

Am 01. Oktober wird das Foto: PZN

Am 01. Oktober geht das Zentrum fĂĽr psychische Gesundheit Weinheim in Betrieb. Foto: PZN

Weinheim, 02. September 2013. (red/pm). Zum 01. Oktober schlieĂźt sich eine VersorgunglĂĽcke im nördlichen Rhein-Neckar-Kreis. Das Psychiatrische Zentrum Nordbaden (PZN) mit Sitz in Wiesloch und die GRN Gesundheitszentren Rhein-Neckar gGmbH (GRN) erweitern ihr Leistungsspektrum in enger Zusammenarbeit in der Stadt Weinheim. [Weiterlesen…]

Medizinische Fachvorträge und Klinikrundgang mit unterhaltsamem Rahmenprogramm

Tag der offenen TĂĽr in der GRN-Klinik

Weinheim, 12. September 2012. (red/pm) Über zehn Jahre ist es her, dass die GRN-Klinik Weinheim – damals noch Kreiskrankenhaus – einen Informationstag veranstaltet hat. Vieles hat sich mit der Zeit verändert, sowohl medizinisch als auch baulich. 

Information der GRN-Klinik Weinheim:

„Allein in den vergangenen Monaten wurden eine neue Intensivstation sowie ein modern und freundlich ausgestatteter Aufwachraum eingerichtet. DarĂĽber hinaus gibt es seit kurzem eine so genannte Intermediate Care Unit (ICU), in der Patienten untergebracht sind, deren Pflegebedarf zwischen dem einer normalen und einer Intensivstation liegt.

Wer sich von den Neuerungen und dem gesamten Klinikbetrieb einen Eindruck verschaffen möchte, kann dies in der GRN-Klinik Weinheim (Röntgenstraße 1) am Sonntag, 23. September 2012, von 10 bis 16 Uhr bei einem Tag der offenen Tür. Die Besucher erwarten allgemein verständliche medizinische Fachvorträge (ab 11:30 Uhr) und ein Klinikrundgang, bei dem sie die Welt der Medizin entdecken können – Gewinnspiel inklusive.

Der Kreißsaal und die Geburtsstation, der OP-Bereich, die Endoskopie sowie ein Rettungswagen des Deutschen Roten Kreuzes sind nur einige von vielen Stationen, die in und um die Klinik her­um zu besichtigen sind; auch einige Praxen im benachbarten Ärztehaus öffnen ihre Türen.

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der physiotherapeutischen Abteilung präsentieren – im Rahmen ihres Gesamtangebotes – Informationen rund um das Thema „Wahrnehmung und Reaktionsvermögen im Alter“; hier können auch jüngere Besucher mit Hilfe eines von der Rhein-Neckar Verkehrs GmbH zur Verfügung gestellten Gerontologischen Testanzugs (GERT) ein Gefühl für die körperlichen Einschränkungen älterer Menschen bekommen.

Im Foyer der Klinik stellen sich neben weiteren Weinheimer GRN-Einrichtun­gen unter anderem das Wieslocher Bildungszentrum Gesundheit Rhein-Neckar – die gemeinsame Pflegefachschule der GRN-Klinken und des Psychiatrischen Zentrums Nordbaden – und der Stadtseniorenrat Weinheim vor. Speziell für die kleinen Gäste werden Kinderschminken und eine Hüpfburg zum Toben angeboten, und zur leiblichen Stärkung stehen deftige Speisen, hausgemachte Kuchen und Getränke zu günstigen Preisen bereit. Musikalisch umrahmt wird der Tag der offenen Tür durch das Klarinetten-Ensemble „36 Finger“ und „The Bäänd“ der Musikschule Badische Bergstraße.

Direkt an der GRN-Klinik Weinheim stehen am Wochenende rund 300 Parkplätze fĂĽr Besucher zur VerfĂĽgung. FĂĽr die Anreise zum Tag der offenen TĂĽr sollte, wem immer es möglich ist, öffentliche Verkehrsmittel benutzen (Bus Nr. 633 ab Weinheim Bahnhof, Richtung Weinheim-Weststadt, Haltestelle „Kreiskrankenhaus“).“

Polizei fasst den geflohenen Straftäter Andrej Welz – groĂźe Erleichterung


Rhein-Neckar, 09. Mai 2011 (red/pol) Die Polizei hat den flüchtigen Straftäter (Mord/Vergewaltigung) Andrej Welz gefasst. Der aus einer Psychatrischen Klinik in Wiesloch entflohene Häftling kam auf einem vermutlich gestohlenen Fahrrad nur zwölf Kilometer weit bis nach Zuzenhausen. Der Mann gilt als extrem gewaltbereit und wurde von einem Großaufgebot der Polizei gesucht. Dabei kamen auch Hubschrauber, Wärmebildkameras und Suchhunde zum Einsatz.

Von Hardy Prothmann

Der als „Taximörder“ bekannt gewordene Gewaltverbrecher Andrej Welz hatte im vergangenen Jahr eine Taxifahrerin in Hagnau am Bodensee erstochen und eine weitere Taxifahrerin mit einem Messer schwer verletzt und vergewaltigt.

Aus bislang unbekannten Gründen gelang dem Mann am 07. Mai 2011 gegen 10:30 Uhr die Flucht aus dem Psychiatrischen Zentrum Nordbaden in Wiesloch. Die Polizei fahndete mit einem Großaufgebot nach dem als extrem gefährlich eingestuften 29-jährigen Mann.

Am vergangenen Abend fahndeten 40 Einsatzkräfte der Kriminalpolizei, der Schutzpolizei und drei Zielfahnder des Landeskriminalamts im Gebiet, „um den Fahnungsdruck zu erhöhen“, wie Uwe Ostertag, PolizeifĂĽhrer vom Dienst auf Nachfrage sagte. Die Heidelberger Polizeidirektion wurde dabei von zehn Beamten des Mannheimer Polizeipräsidiums unterstĂĽtzt.

Mit diesem Fahrrad war der entflohene Gewaltverbrecher unterwegs, bis in eine Zivilstreife stoppte. Bild: Polizei

Der „Druck“ wurde aber nicht durch erkennbare „Polizeipräsenz“ erhöht, sondern eher intern und gleichzeitig öffentlich. Der als extrem gewaltbereit eingestufte Mann wurde nach seiner Flucht selbstverständlich in der Bevölkerung als hohes Sicherheitsrisiko eingestuft. Der Sondereinsatz der Polizei sollte diese Bedrohung möglichst schnell durch einen erfolgreichen Einsatz beenden.

Im Video erklärt Polizeisprecher Harald Kurzer die Fahnung. Wir zeigen exklusive Bilder vom Straftäter.

Dabei kamen auch Polizeihubschrauber mit Wärmebildkameras zum Einsatz sowie Suchhunde. Gegen 22:30 Uhr fiel einer Zivilstreife ein Fahrradfahrer in der Horrenberger StraĂźe in Zuzenhausen auf: „Um diese Uhrzeit sind nicht mehr so viele Fahrradfahrer unterwegs“, sagte PolizeifĂĽhrer Ostergag gegenĂĽber unserer Redaktion. Als die Beamten den Mann verfolgten, zeigte er offensichtlich einen Fluchtimpuls und wurde durch das Polizeifahrzeug durch eine gezielte Kollission gestoppt.

Eine „kniffelige Angelegenheit“ mit hoher Verletzungsgefahr. Andrej Welz kam mit SchĂĽrfwunden davon. Zielfahnder, die mit dem Fall befasst waren, haben den Mann vor Ort identifiziert. Danach wurde er zu einer ärztlichen Versorgung in eine Klinik nach Heidelberg verbracht und danach nach Wiesloch in das Psychiatrische Zentrum Nordbaden. „Er ist jetzt wieder in Gewahrsam“, sagte Herr Ostertag.

Ob bereits eine Vernehmung stattgefunden hat, konnte nicht beantwortet werden. Die Polizei hatte diverse Warnungen an die Ă–ffentlichkeit gegeben – insbesondere an Taxi-Unternehmen.

In der Gegend wurden eine Reihe von GartenhauseinbrĂĽchen gemeldet. Ob Andrej Welz dafĂĽr verantworlich ist, wird noch ermittelt. Ebenso, woher das vermutlich gestohlene Fahrrad stammt.

Völlig unklar ist bislang, wie der Straftäter entkommen und sogar die Fussfesseln entfernen konnte: „Auch das ist Gegenstand der Ermittlungen“, sagte PolizeifĂĽhrer Ostertag.

Soviel steht fest: Die Polizei hat ihre Fahndung erfolgreich beendet – aber das Psychiatrische Zentrum Nordbaden wird sich unangenehme Fragen gefallen lassen mĂĽssen. Denn bislang gibt es von dieser Seite keine vernĂĽnftige Erklärung, wieso ein psychisch kranker Gewaltverbrecher allem Anschein nach relativ einfach ausbrechen konnte.

Nach Flucht gefasst: Andrej Welz. Bild: Polizei

Spekulationen diverser Medien, ob der Häftling „Hilfe“ hatte, dĂĽrften sich als absurd erweisen. Die Fragen, wie ein als gefährlich eingestufter Mann relativ einfach entkommen konnte, dĂĽften aber sehr dringend sein.

Gemeinsame Mitteilung der Polizeidirektion Heidelberg und des LKA Baden-WĂĽrttemberg:

„Zivilkräfte der Heidelberger Kriminalpolizei haben den am Samstagmorgen aus der geschlossen Abteilung des Psychiatrischen Zentrums Nordbaden geflohenen Andrej Welz in der Nacht zum Montag in Zuzenhausen/Rhein-Neckar-Kreis festgenommen.

Welz war mit einem Fahrrad die Horrenberger Straße in Richtung B 45 (Ortsmitte) gefahren, als ihn die Streife gegen 22.35 Uhr erkannte und nach einer kurzen Verfolgungsfahrt festnahm. Zielfahnder des Landeskriminalamtes Baden-Württemberg, denen Welz aufgrund der Fahndung im vergangenen Jahr persönlich bekannt ist, identifizierten ihn noch vor Ort.

Welz ist verletzt und wird derzeit unter polizeilicher Bewachung in einer Heidelberger Klinik untersucht.“

Hier wurde der flüchtige Straftäter gefasst:

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