Freitag, 22. September 2017

GAL unterst√ľtzt Radstreifen an Hauptverkehrsachsen

„Radverkehr muss weiter gef√∂rdert werden“

Weinheim, 04. September¬†2014. (red/pm) Die Gr√ľne Alternative Liste (GAL) begr√ľ√üt die Planung von Fahrradstreifen an den Hauptverkehrsachsen und fordert, die Sicherheit von Fahrradfahrern weiter zu erh√∂hen und das Radfahren attraktiv zu machen. Ziel sei es, den Anteil der Alltagsradler mindestens zu verdoppeln. [Weiterlesen…]

Sechs-M√ľhlen-Tag: Eigene Spur f√ľr Radler

Sicherheit f√ľr Radfahrer wird verbessert

Weinheim, 04. Juli 2012. (red/pm) Die Stadt Weinheim verbessert Sicherheit und Komfort f√ľr ihre Radfahrer im Stra√üennetz. Das Amt f√ľr Stadtentwicklung hat jetzt ein neues Konzept erarbeitet und dem Gemeinderats-Ausschuss f√ľr Technik und Umwelt vorgestellt.

Information der Stadt Weinheim:

„Als erstes soll die Radwegverbindung im Sechs-M√ľhlen-Tal zwischen Weinheim und Birkenau ert√ľchtigt werden. Vor allem soll es auch auf der Nordseite der Landesstra√üe 3408 (also in Richtung Weinheim) einen abmarkierten Radfahr-Streifen geben, der an der Bebauung in einen Schutzstreifen √ľbergeht. Diese Abmarkierung soll den Fahrradfahrern einen Raum von rund eineinhalb Metern einr√§umen.

Die Fahrbahn f√ľr Autos wird dann schmaler. Desweiteren sollen einige Gefahrenstellen auf der S√ľdseite des Tals, entlang der M√ľhlen, entsch√§rft werden. Radfahren soll dann sicherer und damit auch h√§ufiger werden. Oberb√ľrgermeister Heiner Bernhard k√ľndigte weitere Verbesserungen im Stadtgebiet an, etwa an der Bergstra√üe und in der Grundelbachstra√üe.

Die Ma√ünahmen seien alle mit der Polizei- und Stra√üenverkehrsbeh√∂rde abgestimmt.“

Dramatische Zunahme von Unfällen mit Radfahrer-Beteiligung


Unfälle mit Radfahrerbeteiligung sind dramatisch gestiegen - hier geriet vor kurzem ein Radfahrer in Heddesheim unter ein Auto. Archivbild

Rhein-Neckar, 19. Juli 2011. (red/pm) Im Rhein-Neckar-Kreis ereigneten sich in den ersten f√ľnf Monaten des laufenden Jahres 171 Unf√§lle an den Radfahrer beteiligt waren, dies sind 67 Unf√§lle bzw. fast zwei Drittel mehr als im Vorjahreszeitraum. 144 Radler wurden dabei verletzt, davon zogen sich 23 Radfahrer schwere Verletzungen zu. Dies entspricht einem Zuwachs von √ľber 75 %, 2010 waren es noch 82 Verletzte, davon 15 mit schweren Verletzungen. W√§hrend im Vorjahreszeitraum kein Radler t√∂dlich verletzt wurde, mussten in diesem Jahr zwei Radfahrer ihr Leben bei Unf√§llen lassen. Es wird verst√§rkte Kontrollen geben.

Information des Polizeipräsidiums Heidelberg:

Schwer verletzt wurde ein Fahrradfahrer bei einem Verkehrsunfall in der N√§he der Kl√§ranlage. Der 36-j√§hrige Mann fuhr mit seinem Trekking-Bike auf einen Feldweg und √ľbersah hierbei an einer Kreuzung ein von rechts kommendes Auto. Da er nicht mehr anhalten konnte, kam es zum Unfall. Dabei erlitt der Radfahrer schwere Verletzungen: Der Notarzt ging zun√§chst von Lebensgefahr aus, nach der Untersuchung in einer Klinik bestand diese zum Gl√ľck nicht mehr. Die Autofahrerin wurde bei dem Unfall leicht verletzt. Es entstand Sachschaden in H√∂he von ca. 6000,- Euro

So oder ähnlich lauten die zahlreichen Pressemeldungen seit Beginn dieses Jahres auch im Rhein-Neckar-Kreis. Und bei der Auswertung der Verkehrsplaner der Polizei musste ein drastischer Anstieg der Unfallzahlen auf den Straßen des Landkreises registriert werden.

Anstieg der Unfallzahlen und der damit verbundenen Folgen:

Im Rhein-Neckar-Kreis ereigneten sich in den ersten f√ľnf Monaten des laufenden Jahres 171 Unf√§lle an den Radfahrer beteiligt waren, dies sind 67 Unf√§lle bzw. fast zwei Drittel mehr als im Vorjahreszeitraum. 144 Radler wurden dabei verletzt, davon zogen sich 23 Radfahrer schwere Verletzungen zu. Dies entspricht einem Zuwachs von √ľber 75 %, 2010 waren es noch 82 Verletzte, davon 15 mit schweren Verletzungen. W√§hrend im Vorjahreszeitraum kein Radler t√∂dlich verletzt wurde, mussten in diesem Jahr zwei Radfahrer ihr Leben bei Unf√§llen lassen.

Unfallschwerpunkte im Rhein-Neckar-Kreis:

Bei der Feinauswertung der Radfahrerunfälle auf den Straßen des Kreises kristallisierten sich folgende örtliche Schwerpunkte heraus, bei denen die Unfälle in diesem Jahr kräftig anstiegen:

Bereich Schwetzingen/Hockenheim:–¬†–¬†–¬†–¬†–¬†–¬†–¬†–¬†–¬†–¬†–¬†–¬†–¬†–¬†–¬†–¬†–¬†–¬†–¬† (Zahlen im Klammern Vorjahreswerte)

Schwetzingen:-¬†–¬†–¬†–¬†–¬†–¬†–¬†–¬†–¬† 20 (17) Unf√§lle /16 (10) Leichtverletzte / 3 (1) Schwerverletzte
Oftersheim:-¬†–¬†–¬†–¬†–¬†–¬†–¬†–¬†–¬†–¬†–¬†–¬†–¬†–¬† –¬† 7 ( 0) Unf√§lle /-¬†–¬† 3 Leichtverletzte / 3 Schwerverletzte
Ketsch:-¬†–¬†–¬†–¬†–¬†–¬†–¬†–¬†–¬†–¬†–¬†–¬†–¬†–¬†–¬†–¬†–¬†–¬†–¬†–¬†–¬† 10 ( 4) Unf√§lle /-¬†–¬† 8 (1) Leichtverletzte /1 (2) Schwerverletzte
Eppelheim:-¬†–¬†–¬†–¬†–¬†–¬†–¬†–¬†–¬†–¬†–¬†–¬†–¬†–¬†–¬† –¬† 9 ( 2) Unf√§lle /-¬†–¬† 7 (1) Leichtverletzte /0 (1) Schwerverletzter
Hockenheim:-¬†–¬†–¬†–¬†–¬†–¬†–¬†–¬†–¬†–¬†–¬†–¬† 12 (10) Unf√§lle / 10 (7) Leichtverletzte /2 (2) Schwerverletzte

Bereich Weinheim/Bergstraße:
Weinheim: –¬†–¬†–¬†–¬†–¬†–¬†–¬†–¬†–¬†–¬†–¬†–¬†–¬†–¬†–¬† 21 (12) Unf√§lle/ 18 (8) Leichtverletzte/2 (3) Schwerverletzte
Schriesheim:-¬†–¬†–¬†–¬†–¬†–¬†–¬†–¬†–¬†–¬†–¬†–¬† –¬† 9 ( 3) Unf√§lle/-¬†–¬† 3 (2) Leichtverletzte

Bereich Wiesloch/S√ľdlicher Rhein-Neckar-Kreis

Walldorf:-¬†–¬†–¬†–¬†–¬†–¬†–¬†–¬†–¬†–¬†–¬†–¬†–¬†–¬†–¬†–¬†–¬†–¬†–¬† 15 ( 1) Unf√§lle/-¬†–¬† 8 (1) Leichtverletzte /2 (0) Schwerverletzte
Wiesloch:-¬†–¬†–¬†–¬†–¬†–¬†–¬†–¬†–¬†–¬†–¬†–¬†–¬†–¬†–¬†–¬†–¬† 14 (14) Unf√§lle/ 10 (10) Leichtverletzte /1 (1) Schwerverletzter
Leimen:-¬†–¬†–¬†–¬†–¬†–¬†–¬†–¬†–¬†–¬†–¬†–¬†–¬†–¬†–¬†–¬†–¬†–¬†–¬†–¬† 10 ( 3) Unf√§lle/-¬†–¬† 8 (2) Leichtverletzte /1 (0) Schwerverletzter

Bereich Sinsheim:
Sinsheim:-¬†–¬†–¬†–¬†–¬†–¬†–¬†–¬†–¬†–¬†–¬†–¬†–¬†–¬†–¬†–¬†–¬† 9 ( 1) Unf√§lle/-¬†–¬† 6 (0) Leichtverletzte /1 (0) Schwerverletzter

Radfahrer und die Straßenverkehrsordnung!

Aber auch die Verkehrsmoral – in diesem Fall die Einhaltung der Stra√üenverkehrsordnung – mancher Radler l√§sst schwer zu w√ľnschen √ľbrig. Unzul√§ssiges Befahren von Gehwegen, auf denen Radfahrer √ľber einem Alter von 10 Jahren grunds√§tzlich nichts zu suchen haben, dazu h√§ufig deutlich schneller als Schrittgeschwindigkeit. Benutzung vorhandener Radwege, gleichg√ľltig in welche Richtung dieser frei gegeben ist. Gefahren wird munter in beide Richtungen, oftmals eben auch hier mit hoher Geschwindigkeit. Der Autofahrer, der sich aus einer untergeordneten Stra√üe oder einer Einfahrt in den flie√üenden Verkehr hinein tastet, orientiert sich in der Regel nach links. Ein verbotswidrig von rechts kommender Radfahrer wird normalerweise √ľbersehen. Kommt es zum Crash, ist aber auch der Autofahrer der Dumme: die Rechtsprechung schreibt ihm eine Teilschuld zu!

Dass eine funktionierende Beleuchtung am Fahrrad Pflicht ist, ist wohl den wenigsten Radfahrern bewusst, obwohl sie mit dem Verzicht auf Beleuchtung bei Nacht ein tödliches Risiko eingehen.

Ohnehin wird dieses eigene Risiko, das mit der Missachtung geltender Verkehrsregeln einhergeht, stark untersch√§tzt. Kaum ein Unfall geht ohne Blessuren ab – bei einem Zusammensto√ü oder Sturz ist der Radfahrer in der Regel ungesch√ľtzt. Zwar keine Pflicht, aber √ľberaus sinnvoll ist das Tragen eines Fahrradhelmes, dadurch k√∂nnten bei vielen Unf√§llen schwerwiegende Kopfverletzungen-¬† verhindert werden.-¬†–¬†

Intensive Verkehrskontrollen

Deshalb werden alle Polizeireviere im Rhein-Neckar-Kreis √ľber die Sommermonate intensive Verkehrskontrollen zum Schutz, aber auch zur √úberwachung des Radfahrverkehrs durchf√ľhren.

Das bedeutet, dass vor allem zum Schutz der Fu√üg√§nger gezielt das unzul√§ssige Befahren von Gehwegen und Fu√üg√§ngerzonen sowie das Fahren auf Radwegen in die Gegenrichtung √ľberwacht werden wird. Insbesondere √§ltere Mitb√ľrger und Eltern von Kleinkindern f√ľhlen sich auf ihren Gehwegen Radfahrern oftmals schutzlos ausgeliefert.

Zum Schutz der Radfahrer werden Kraftfahrzeugf√ľhrer verst√§rkt in ihrem Verhalten beim Rechtsabbiegen gegen√ľber parallel fahrenden Radfahrern √ľberpr√ľft.

Kontrollen werden √ľberwiegend dort stattfinden, wo es in der Vergangenheit vermehrt zu Verkehrsunf√§llen mit Radfahrerbeteiligung gekommen ist bzw. dort, wo in der t√§glichen Verkehrs√ľberwachung auff√§llig viele dieser Verst√∂√üe festgestellt wurden.

Vor kurzem kam es in Heddesheim zu einem dramatischen Unfall, den wir im Bild dokumentiert haben.

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