Donnerstag, 21. September 2017

Gabis Kolumne

Das Kreuz mit dem Kreuz

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Rhein-Neckar, 16. September 2013. N├Ąchsten Sonntag ist Bundestagswahl und wer die Wahl hat, hat bekanntlich auch die Qual. Gabi macht sich dar├╝ber so ihre eigenen Gedanken. Und auch, wenn sie schon wei├č, wo sie ihre Kreuze machen wird, ist sie damit nicht wirklich zufrieden. [Weiterlesen…]

Zeitgem├Ą├čes Design, "neue Ma├čst├Ąbe" (bisher) Fehlanzeige

L├Ąndle mit neuer Homep├Ądsch

Rhein-Neckar, 04. Februar 2013. (red/zef) Seit dem 01. Februar 2013 hat das Land Baden-W├╝rttemberg eine neue Online-Plattform. Die Homepage soll neue Ma├čst├Ąbe setzen, damit ÔÇ×sich die B├╝rgerinnen und B├╝rger mit Politik auseinandersetzenÔÇť, sagt die Silke Krebs, Ministerin im Staatsministerium. Wir haben uns die Seite angeschaut: „Neue Ma├čst├Ąbe“ gilt im Vergleich mit der alten Seite bestimmt, das Design ist frisch und modern ÔÇô inhaltlich und konzeptionell kann die Seite aber durchaus noch zulegen. Immerhin: In den ersten drei Stunden nach dem Start am 1. Februar haben bereits 2.500 Menschen insgesamt 15.000 Seiten aufgerufen – und das innerhalb von drei Stunden.

Von Ziad-Emanuel Farag

Oben sind die f├╝nf strukturierenden Elemtente zu sehen, darunter der anschauliche Slider mit aktuellen Artikeln. Quelle: www.baden-wuerttemberg.de

 

Sofort sticht der ansprechende Slider ins Auge. Dieser pr├Ąsentiert aktuelle politische Themen anschaulich. Hier kommen nicht nur Artikel, sondern auch andere Medien wie Videos oder Fotostrecken zum Einsatz┬á Aktuelle Beispiele w├Ąren: Ein Zeitstrahl dar├╝ber,was die gr├╝n-rote Landesregierung bisher geleistet hat, die Ganztagsschule oder die Bildungsgerechtigkeit. Man kann den Slider automatisch die Artikel abspielen lassen oder einfach bequem per Pfeil in der Mitte oder der Navigationsleiste unten wechseln.

Besonders brisant wirkt der „transparente Landeshaushalt“. Hier gibt es zwar viel Zahlenwerk: Das Regierungspr├Ąsidium Stuttgart erh├Ąlt 8,4 Millionen Euro f├╝r Bundesautobahnen, w├Ąhrend Kalrsruhe 4,4 Millionen Euro erh├Ąlt . Viele Fragen bleiben hier aber v├Âllig unbeantwortet: Wieviel Geld wird in welche Autobahnen investiert? Da stehen viele Zahlen – ohne weitere Informationen sind sie kaum zu nutzen. Da steht gar nichts! Bei den Hochschulen ist der Landeshaushalt auch sehr pauschal: Einzeln aufgeschl├╝sselt werden die aktuellen Zuwendungen f├╝r Bauma├čnahmen. ├ťber die Verteilung der restlichen 336 Millionen Euro erf├Ąhrt man nichts. Blo├č keine Verteilungskritik riskieren, scheint hier die Devise zu lauten. Der „transparente Landeshaushalt“ verspricht mehr als er h├Ąlt. Die Bedienung ist zudem ├Ąu├čerst umst├Ąndlich.

Die Seite unterteilt sich ingesamt in f├╝nf Rubriken: ÔÇťUnser LandÔÇŁ, ÔÇťRegierungÔÇŁ, ÔÇťBW gestaltenÔÇŁ ÔÇťServiceÔÇŁ und ÔÇťBeteiligungsportalÔÇŁ. Die ersten vier erm├Âglichen eine einfache Orientierung. Legt man den Cursor auf einer dieser Buttons, wird eine umfangreiche, aber ├╝bersichtliche Auflistung der Unterpunkte angezeigt. In der Rubrik „Regierung“ gelangt man schnell zu Vorstellungen der Regierungsmitglieder und ihrer Ministerien. „Unser Land“ bietet einen ├ťberblick ├╝ber alles Erdenkliche zu Baden-W├╝rttemberg. Geschichte, Geografie, Landesverfassung, ein Quiz zur Unterhaltung, Traditionen, hier ist alles dabei.

„BW gestalten“ erkl├Ąrt, wie Baden-W├╝rttemberg k├╝nftig aussehen soll:┬á „Erfolgreiches Baden-W├╝rttemberg“ (Wirtschaftspolitik), „Schlaues Baden-W├╝rttemberg“ (Bildungspolitik), „Nachhaltiges Baden-W├╝rttemberg (Energiepolitik)“, „B├╝rgernahes Baden-W├╝rttemberg (B├╝rgerbeteiligung und Integration)“ und „Gerechtes Baden-W├╝rttemberg (Gleichstellung, Inklusion, Gesundheitspolitik)“. Dies liest sich aber zunehmend fade, irgendwann hat man dann genug von Baden-W├╝rttemberg. Wenigstens fasst die Landesregierung hierbei ihre politischen Ziele unter wenigen, verst├Ąndlichen Schlagworten zusammen. In der Rubrik „Service“ erh├Ąlt der Leser viele Informationen, um Kontakt zu ├ämtern aufzunehmen, sich einen ├ťberblick ├╝ber Publiktationen zu verschaffen oder einfach einen Ansprechpartner zu erhalten.

Die Detailansicht in den einzelnen Rubriken. Quelle: www.baden-wuerttemberg.de

 

Das „Beteiligungsportal“ schlie├člich soll k├╝nftig ÔÇťMehr Demokratie klickenÔÇŁ gew├Ąhrleisten. Dem m├╝ssen jedoch au├čer blo├čen Ank├╝ndigungen Taten folgen. Daf├╝r gibt es bereits auf der Startseite einen Textkasten, in dem man schnell eine Frage an die Landesregierung eintippen kann. Wir haben diese Funktion mit einer Frage am Freitag selbst getestet. Bis heute, den 04. Februar 2013, 17:00 Uhr haben wir noch keine Antwort erhalten.┬á Am, Dienstag, den 05. Februar, wurde sie um 14:43 beantwortet.

Wir erinnern uns: Baden-W├╝rttemberg soll gerecht werden. „Menschen mit Behinderung geh├Âren in die Mitte der Gesellschaft. Deshalb bauen wir Barrieren und Benachteiligungen ab.“ Nirgendwo geht das schneller und einfacher als online. Eine Seite, die m├Âglichst alle mit Behinderungen leicht nutzen k├Ânnen, ist unverhandelbar: Nirgendwo gibt es so wenige Barrieren wie am eigenenen Rechner. Hier scheitert die neue Homepage aber: Einige Artikel k├Ânnen zwar vorgelesen werden. Dies geschieht jedoch so blechern, dass man dem nicht folgen kann. Wenn doch, w├╝rde man es nicht wollen. Mit den verbreiteten Leseger├Ąten f├╝r Blinden f├Ąllt es diesen also deutlich einfacher, sich zu informieren. Der Button daf├╝r ist viel zu klein. Sehbehinderte d├╝rften ihn nicht ausmachen k├Ânnen. Hier w├Ąre es ratsam, die entsprechende Funktion in der Zeile der ├ťberschrift zu platzieren anstatt neben der Unter├╝berschrift.

Die Vorlesefunktion ist in dieser Zeile nur schwer zu sehen. Quelle: www.baden-wuerttemberg.de

 

Der neue Ma├čstab muss also noch ordentlich Ma├č nehmen, um tats├Ąchlich ├╝berzeugen zu k├Ânnen. Immerhin, ein Anfang ist gemacht und man darf gespannt sein, was noch folgt.

Landwirtschaftsminister informierte sich zum Stand des ÔÇ×ILEK-ProjektesÔÇť

Vom Breisgau ├╝ber die Bergstra├če nach Br├╝ssel

Landwirtschaftsminister Alexander Bonde. Foto: Stadt Weinheim

 

Weinheim, 29. Januar 2013. (red/pm) Besser vorbereitet kann ein Landwirtschaftsminister eigentlich nicht nach Br├╝ssel kommen, der Beh├Ârdenhauptstadt Europas. L├╝tzelsachsener Wein im Gep├Ąck, eine bunt mit touristischen Attraktionen gef├╝llte Info-Mappe von der Bergstra├če, gest├Ąrkt mit badisch-spanischen Tapas aus dem ÔÇ×Caf├ę FlorianÔÇť am Weinheimer Marktplatz und mit erfreulichen Infos von der ÔÇ×Bl├╝henden Bergstra├čeÔÇť.

Information der Stadt Weinheim:

„Alexander Bonde (38) aus Freiburg, gr├╝ner Landwirtschaftsminister der gr├╝n-roten Regierung in Stuttgart, legte am Sonntag ÔÇô auf Einladung seines Parteifreundes Uli Sckerl ÔÇô auf seiner Fahrt vom Breisgau ├╝ber die Bergstra├če nach Br├╝ssel in Weinheim eine informelle Mittagsrast ein. ÔÇ×Es war die passende Gelegenheit, einen direkten Kontakt mit dem Minister herzustellenÔÇť, freute sich Sckerl, MdL und Gesch├Ąftsf├╝hrer der Gr├╝nen-Fraktion im Landtag, bei seiner Begr├╝├čung. Es passte in der Tat gut, denn Bondes Ministerium und die Bergstra├če im Rhein-Neckar-Kreis ÔÇô zwischen Heidelberg und der hessischen Grenze ÔÇô haben aktuell ein gemeinsames Thema: Das Integrierte Landschaftsschutzprojekt ILEK; das ist eine konzertierte Aktion von Kommunen, Beh├Ârden und Verb├Ąnden, die sich den Erhalt der Bl├╝henden Bergstra├če als Kulturlandschaft auf die Fahnen geschrieben haben. Einfach ausgedr├╝ckt: Durch eine Organisation der Pflege von Grundst├╝cken und Wegen soll die Verbuschung der Bergstra├če verhindert werden. Es soll weiterhin Wiesen, G├Ąrten und Weinberger geben.

ÔÇ×Wir sind sehr dankbar daf├╝r, dass es dieses tolle Projekt gibtÔÇť, lobte Landrat Stefan Dallinger, der ebenso wie Weinheims B├╝rgermeister Dr. Torsten Fetzner ein bekennender Fan von Bergstra├čen-Wanderungen ist. Land, Landkreis und Kommunen seien sich einig, und man wisse vor Ort die finanzielle Beteiligung des Landes, zum Beispiel an Personalkosten, durchaus zu sch├Ątzen. Fetzner informierte den Minister dann ├╝ber den aktuellen Stand des ILEK-Projektes, das an der Bergstra├če ├╝ber eine verbesserte Landschaftspflege, Naturschutzma├čnahmen, Investitionen in den Wegebau und eine Forcierung der Flurneuordnung umgesetzt wird. Interessante und durchaus schon konkrete Themen sind geplant, wie der Ausbau des Burgen- und Bl├╝tenweges zum zertifizierten ÔÇ×Qualit├ĄtswanderwegÔÇť oder eine ÔÇ×Grundst├╝cksb├ÂrseÔÇť. Minister Bonde sprach das ÔÇ×magische DreieckÔÇť an, mit dessen Hilfe Ministerpr├Ąsident Winfried Kretschmann immer die optimale Nutzung von Landschaft beschreibe: Aspekte des Naturschutzes m├╝ssten genauso gehegt werden wie der Landwirtschaft und des Tourismus.

ÔÇ×Mit diesen Instrumenten arbeiten Sie hier schon vorbildlichÔÇť, bescheinigte der Landwirtschaftsminister, der sich entsprechend im Goldenen Buch der Stadt Weinheim verewigte: ÔÇ×Weiter viel Erfolg mit ILEK und der bl├╝henden Bergstra├čeÔÇť, so steht es dort oberhalb seiner Signatur zu lesen. Einen Appell von Stadt- und Tourismusmanagerin Maria Zimmermann und Landrat Dallinger nahm der Politiker noch mit: Mit der geplanten touristischen Zusammenfassung unter dem Begriff ÔÇ×N├Ârdliches Baden-W├╝rttembergÔÇť k├Ânnen sich die Touristiker vor Ort nicht anfreunden. ÔÇ×Wir werben mit unseren Sonnenstunden und dem mediterranen Flair, da passt der Begriff Norden nichtÔÇť, fand Maria Zimmermann. ÔÇ×Lassen Sie uns die bestens eingef├╝hrten LabelsÔÇť, w├╝nschte sich der Landrat.“