Montag, 25. September 2017

Landesprogramm „STÄRKE“: Weinheimer BildungsbĂŒro berĂ€t Eltern

Mit „BauchgefĂŒhl“ zur Schulreife

Weinheim, 22. Dezember 2014. (red/pm)  FĂŒr Eltern ist der Wechsel vom Kindergarten in die Schule eine große Herausforderung.  NilgĂŒn Ilden, Elternberaterin des BildungsbĂŒros Weinheim, konzipierte jetzt fĂŒr die Eltern von Kindern im letzten KiTa-Jahr in der KiTa Kuhweid ein neues Kursangebot zum Thema SchulfĂ€higkeit, bei dem Eltern nicht nur Antworten auf ihre Fragen bekommen, sondern auch Vieles ausprobieren und erleben konnten. Der Kurs wurde finanziert durch Mittel des Landesprogramms „STÄRKE“. [Weiterlesen…]

Sonderschulpflicht soll im nÀchsten Schuljahr fallen

Sckerl: „Noch weit von Inklusion entfernt“

Ladenburg/Rhein-Neckar, 03. Dezember 2014. (red/ld) Die Landesregierung strebt an, die Inklusion von Kindern mit Behinderungen an Schulen voranzutreiben. DafĂŒr ist fĂŒr das kommende Jahr eine Änderung des Schulgesetzes vorgesehen, die bereits im nĂ€chsten Schuljahr greifen soll. SonderschulpĂ€dagogen stehen diesen PlĂ€nen kritisch gegenĂŒber. Ebenso Eltern von Kindern mit Behinderung. Am Dienstag kamen diese mit dem Landtagsabgeordneten Hans-Ulrich Sckerl (GrĂŒne) zu einer Diskussionsrunde im Ladenburger Domhof zusammen. Dazu hatte der Ladenburger Ortsverband von BĂŒndnis 90/Die GrĂŒnen eingeladen. [Weiterlesen…]

Bereits ĂŒber 30 FĂ€lle

Falscher Spendensammler weiter auf Diebestour

Mannheim/Weinheim/Edingen-Neckarhausen/Ketsch/Ludwigshafen/Rhein-Neckar, 01. Juli 2014. (red/pol) Nach wie vor in der Region aktiv ist ein illegaler Spendensammler, der vorgibt, im Auftrag einer Mannheimer Schule Spenden zu sammeln. [Weiterlesen…]

Duale Ausbildungsvorbereitung als Schulversuch

Neue Schule startet nach den großen Ferien

Weinheim, 27. Juni 2014. (red/pm) Die Duale Ausbildungsvorbereitung (AV dual) startet zum Schuljahresbeginn 2014/2015 als Schulversuch an der Hans-Freudenberg-Schule Weinheim und der Helen-Keller-Schule Weinheim, die beide in der TrĂ€gerschaft des Rhein-Neckar-Kreises liegen. [Weiterlesen…]

Weitere GeschÀdigte und Zeugen dringend gesucht

Falscher Spendensammler erneut aufgetreten

Edingen-Neckarhausen/Mannheim/Hirschberg/Weinheim, 13. Mai 2014. (red/pol) Weiter sein Unwesen in der Region treibt ein falscher Spendensammler, gegen den der Polizeiposten Edingen-Neckarhausen wegen Sammlungsbetrugs ermittelt. [Weiterlesen…]

Fremdevaluationen geben Auskunft ĂŒber SchulqualitĂ€t - aber nur dem Kultusministerium

Geheime Noten fĂŒr die Schulen

Rhein-Neckar, 09. Mai 2014. (red/ld) Halten Schulen, was sie in ihren Leitbildern versprechen? Das untersuchen 90 Mitarbeiter des Landesinstituts fĂŒr Schulentwicklung in Baden-WĂŒrttemberg im Rahmen der gesetzlich vorgeschriebenen Fremdevaluation. Die Ergebnisse veröffentlicht das Kultusministerium aber nicht – um ein Schulranking zu vermeiden. [Weiterlesen…]

Job Central will SchĂŒlern bei Entscheidungsfindung helfen

Welcher Beruf passt zu mir?

Weinheim, 10. Februar 2014. (red/pm) SchĂŒlerinnen und SchĂŒler von Werkrealschulen und Realschulen aus Weinheim und Umgebung haben bei den Berufeparkours der Jobagentur Job Central einen Einblick in ein mögliches spĂ€teres Berufsleben erhalten – den meisten scheint es gefallen zu haben.  [Weiterlesen…]

Ausbau und Sanierung der Sepp-Herberger-Grundschule

Mehr Platz fĂŒr mehr SchĂŒler

Weinheim, 12. September 2013. (red/pm) So mancher SchĂŒler der Hohensachsener Sepp-Herberger-Grundschule muss beim Betreten der unbekannten RĂ€ume wohl zweimal hinsehen, so viel hat sich in den Ferien verĂ€ndert. Die frische und einheitliche Raumgestaltung im Obergeschoss mit einer schallabsorbierenden Decke und zeitgemĂ€ĂŸer Raum- und Tafelbeleuchtung bietet beste Voraussetzungen zum Lernen und Spielen. 300.000 Euro hat die Stadt in die alten SanitĂ€ranlagen investiert. Dort befinden sich jetzt moderne Toiletten in freundlicher Farbgebung. [Weiterlesen…]

Gemeinderat beschließt Neuanmietung in der Moltkestraße

Die Betreuung der PestalozzischĂŒler wird erweitert

Weinheim, 20. Juni 2013. (red/ld) Die Tagesbetreuung der SchĂŒler der Pestalozzischule wird fĂŒr die kommenden zwei Jahre erweitert. Der Gemeinderat beschloss gestern einstimmig, RĂ€ume in der Moltkestraße 20 fĂŒr zwei Jahre mit einer Option auf VerlĂ€ngerung anzumieten. [Weiterlesen…]

SchĂŒler und Eltern der Alexander-von-Humboldt-Schule wehren sich gegen "WillkĂŒr" der Schulbehörde

Formfehler: DĂŒrfen FĂŒnftklĂ€ssler nicht nach G9 wechseln?

Die FĂŒnftklĂ€ssler der Alexander-von-Humboldt-Schule wollen erst in der 13. Klasse Abitur machen. Dieses Recht wollen sie sich jetzt vor dem Verwaltungsgericht Darmstadt erstreiten.

Die FĂŒnftklĂ€ssler der Alexander-von-Humboldt-Schule wollen erst in der 13. Klasse Abitur machen. Das staatliche Oberschulamt will das nicht erlauben – dagegen wird geklagt. Jetzt muss das Verwaltungsgericht Darmstadt entscheiden.

 

Viernheim/Rhein-Neckar, 13. Juni 2013. (red/ld) Ein Jahr lĂ€nger zur Schule gehen: Das wollen die SchĂŒlerinnen und SchĂŒler der Alexander-von-Humboldt-Schule (AvH). Im vergangenen Dezember hat die Schulleitung den Antrag fĂŒr die RĂŒckkehr zum neunjĂ€hrigen Gymnasium (G9) gestellt und darin auch beantragt, die 65 SchĂŒlerinnen und SchĂŒler der drei bestehenden fĂŒnften Klassen mitzunehmen. Seit der Änderung des Hessischen Schulgesetzes im Dezember 2012 ist das nicht mehr möglich. Deshalb erging der Antrag der Schulleitung vor diesem Termin. Im April dann die Entscheidung: Antrag abgelehnt, wegen eines Formfehlers. Nachreichen nicht möglich. Die Eltern sind stinksauer. Sie sehen sich einer BehördenwillkĂŒr ausgesetzt. [Weiterlesen…]

Mehrgenerationenhaus und Arbeitskreis Asyl vermitteln Lernbegleitung fĂŒr Kinder von FlĂŒchtlingsfamilien

Eine BrĂŒcke zum Leben in Deutschland

Stefanie Nier mit vier Lernbegleiter/innen. Foto: Stadt Weinheim

 

Weinheim, 24. Mai 2013. (red/pm) Beim Arbeitskreis Asyl bitten immer wieder VĂ€ter und MĂŒtter, die als FlĂŒchtlinge in Weinheim leben, um Nachhilfe fĂŒr ihre Kinder in der deutschen Schule. Seit 2008 hat sich das Mehrgenerationenhaus Weinheim gemeinsam mit dem Arbeitskreis Asyl der Aufgabe angenommen, UnterstĂŒtzung fĂŒr diese Kinder zu organisieren. [Weiterlesen…]

BildungsbĂŒro und Schulleitungen informierten ĂŒber Stand der Werkrealschulfusion

Wenn zwei Schulen zusammenwachsen

Weinheim, 14. MĂ€rz 2013. (red/pm) Das Zusammenwachsen der beiden Werkrealschulen hat bereits begonnen. „Wenn Ihre Kinder nach den Ferien auch ganz offiziell ins Dietrich-Bohoeffer-Schulzentrum gehen“, versicherte jetzt Thomas Lammer, der Konrektor der DB-Werkrealschule, „dann wird es fĂŒr sie nichts Neues sein, denn schon jetzt werden sie nach und nach in unseren Schulalltag einbezogen“.

Information der Stadt Weinheim:

„Lammer, seine Kolleginnen aus den Schulleitungen, Vertreterinnen des BildungsbĂŒros, die Schulsozialarbeiterinnen und weitere Akteure der Weinheimer Bildungslandschaft, informierten in dieser Woche Eltern, deren Kinder vom Zusammengehen der beiden Schulen betroffen sind. Es war eine Info-Veranstaltung der besonderen Art, nĂ€mlich im Wesentlichen auf tĂŒrkische Familien ausgerichtet und teilweise zweisprachig umgesetzt. [Weiterlesen…]

StÀdte und Landkreise tagen in Freiburg

Kommunale Koordinierung ist dauerhaft notwendig

Freiburg/Weinheim, 28. Februar 2013. (red/pm) Die Kommunale Koordinierung des Übergangs von der Schule in die Arbeitswelt wird ein immer wichtigeres Thema. Beim diesjĂ€hrigen Jahresforum der Arbeitsgemeinschaft „Weinheimer Initiative“ in Freiburg konnte am Freitag (1. MĂ€rz) ein besonderer Ehrengast die GrĂŒĂŸe der baden-wĂŒrttembergischen Landesregierung ĂŒberbringen: Die neue BildungsstaatssekretĂ€rin Marion von Wartenberg. An ihrem ersten Arbeitstag noch vor der offiziellen Ernennung in Stuttgart, besuchte sie die Jahrestagung. „Das ist fĂŒr uns ein wichtiges Zeichen“, freute sich Dr. Wilfried Kruse, der Koordinator der AG. [Weiterlesen…]

Offene Info-Veranstaltung zur Jugendgemeinderatswahl am 28. Januar

Jugendpolitik aus erster Hand

Weinheim, 23. Januar 2013. (red/pm) Heidelberg hat einen, Dossenheim hat einen, Ladenburg und Schriesheim auch: Einen Jugendgemeinderat. Auch in Weinheim soll im MĂ€rz erstmals ein politisches Jugendgremium gewĂ€hlt werden. Gleich nach den Weihnachtsferien besuchte Gabi LohrbĂ€cher-GĂ©rard, Referentin des OberbĂŒrgermeisters und im Rathaus zustĂ€ndig fĂŒr Ratsdienste, alle weiterfĂŒhrenden Weinheimer Schulen, um fĂŒr die Wahl zu motivieren.

Information der Stadt Weinheim:

„Allerdings: Das passive und aktive Wahlrecht gilt natĂŒrlich fĂŒr alle Jugendliche, wenn sie in Weinheim wohnen und das passende Alter haben – auch wenn sie außerhalb der Stadt eine Schule besuchen oder bereits berufstĂ€tig sind.
Deshalb gibt es jetzt zum Abschluss der Informationstour am Montag, 28. Januar, ab 19.30 Uhr, auch nochmal eine offene Veranstaltung, zu der alle Jugendlichen eingeladen sind – sie findet im Saal der Stadtbibliothek in der Luisenstraße statt.

Dabei gibt es Jugendpolitik aus erster Hand. Die Stadt hat zwei JugendgemeinderĂ€te aus Ladenburg eingeladen; sie werden von ihren Erfahrungen, ihren Themen und und Einflussmöglichkeiten berichten. Danach geht es in die heiße Phase der Bewerbungen – die Frist endet am Mittwoch, 6. Februar.

Rund 2000 Jugendliche im Alter zwischen 14 und 19 Jahren wĂ€hlen im MĂ€rz 2013 erstmals einen Jugendgemeinderat als beratendes Gremium des „großen“ Gemeinderates. In der Satzung ist definiert: „Der Jugendgemeinderat vertritt die Interessen der Jugendlichen gegenĂŒber der Verwaltung und dem Gemeinderat und seinen AusschĂŒssen. Er hat die Aufgabe, den Gemeinderat der Stadt Weinheim in Fragen, die die Jugendlichen in Weinheim betreffen, zu beraten. Er ist in den AusschĂŒssen in Fragen, die die Jugendlichen in Weinheim betreffen, zu hören.“

Zur Teilnahme aufgerufen sind alle SchĂŒlerinnen und SchĂŒler, die wĂ€hlbar und wahlberechtigt sind. Sie mĂŒssen eigentlich nur zwei Kriterien erfĂŒllen: WĂ€hlbar und wahlberechtigt sind alle Jugendlichen, die am letzten Tag des Wahlzeitraums das 14. Lebensjahr aber noch nicht das 20. Lebensjahr vollendet haben und seit mindestens drei  Monaten mit Hauptwohnsitz in der Stadt Weinheim wohnen. Dann können sie wĂ€hlen und gewĂ€hlt werden.

Der letzte mögliche Tag fĂŒr eine Anmeldung ist der Mittwoch, 6. Februar. Jeder Kandidat muss sich auf einem Anmeldebogen mit eigener Unterschrift bei den „Ratsdiensten“ anmelden. Die Anmeldungen mĂŒssen schriftlich eingehen (Anschrift: Gabi-LohrbĂ€cher-GĂ©rard, Stadtverwaltung Weinheim, Ratsdienste, Zimmer 209, Eingang A, 1. Obergeschoss,  bei RĂŒckfragen: Telefon 06201 / 82 – 216, oder ratsdienste@weinheim.de).

Mit dem 7. Februar beginnt dann die Zeit, in der sich die Kandidatinnen und Kandidaten vorstellen können. Die Stadt plant in Verbindung mit dem Stadtjugendring auch eine persönliche Vorstellungen im Stadtgebiet, aber auch eine BroschĂŒre und angemessene Internet-PrĂ€sentationen. Zur Wahlurne gehen die 14- bis 19-jĂ€hrigen Weinheimer Jugendlichen dann in der Woche vom 8. bis 16. MĂ€rz. GewĂ€hlt wird jeweils ein Tag an einer Schule, sowie am Samstag, 16. MĂ€rz an einem neutralen Ort. An diesem Tag sind jene Jugendlichen der Stadt zur Wahl aufgerufen, die keine Weinheimer Schule besuchen sowie jene, die unter der Woche aus irgendeinem Grund verhindert waren. „

SchĂŒlerhort des Rolf-Engelbrecht-Hauses am Vorlesetag beteiligt

„Schuld war nur das Brauseschwein“

Christaine MĂŒnch liest aus „Schuld ist nur das Brauseschwein“ vor

 

Weinheim, 23. November 2012. (red/pm) Im Rahmen des bundesweiten Vorlesetages fand auch eine Vorleseaktion im SchĂŒlerhort am Rolf-Engelbrecht-Haus statt.

Information der Stadt Weinheim:

„Die Buchhandlung SchĂ€ffner in der Weinheimer FußgĂ€ngerzone hatte fĂŒr diese Aktion eine Auswahl an Kinder-und JugendbĂŒchern zur VerfĂŒgung gestellt, die von den Eltern bestellt werden können. Die vielfach engagierte StadtrĂ€tin Christine MĂŒnch stellte sich als Vorlesepatin zur VerfĂŒgung und fand sich mit einer Kleingruppe im unteren Gruppenraum der Einrichtung ein, wo sie zunĂ€chst aus dem Buch „Schuld war nur das Brauseschwein“ von Robert Griesbeck, vorlas. In entspannter AtmosphĂ€re lauschten die Kinder interessiert der Geschichte.

SpĂ€ter durften sich die Kinder selbst ein Buch aus der Ausstellung aussuchen und sich gegenseitig daraus vorlesen. Hortleiter Paul Jöst fasste danach zusammen: „Wir blicken auf einen sehr entspannten und gleichzeitig spannenden Lesenachmittag zurĂŒck. Das Team vom Hort und die Kinder danken Christine MĂŒnch fĂŒr ihr Engagement als ehrenamtliche Vorlesepatin und freuen sich auf eine Wiederholung der Aktion im kommenden Jahr.“

OberbĂŒrgermeister Heiner Bernhard zeigt sich erfreut

Vier neue Schulsozialarbeiterinnen fĂŒr die Weinheimer Schulen

Weinheims neue Schulsozialarbeiterinnen

Weinheim, 06. Oktober 2012. (red/pm) Weinheims Schulen stehen seit Beginn des neuen Schuljahres vier neue Schulsozialarbeiterinnen zur VerfĂŒgung. Die Neuankömmlinge fĂŒhlen sich sehr wohl an ihrer neuen WirkungsstĂ€tte.

Information der Stadtverwaltung Weinheim:

„FĂŒr Weinheims OberbĂŒrgermeister Heiner Bernhard war es „genau der richtige Zeitpunkt, hier tiefer einzusteigen“. Und fĂŒr Dr. Susanne Felger, die Leiterin der kommunalen Koordinierungsstelle „Schule-Beruf“, ist das neue Angebot inmitten der Weinheimer Bildungslandschaft ein „Edelstein in der Weinheimer Bildungskette“.

Jedenfalls fĂŒhlen sich alle vier neuen Weinheimer Schulsozialarbeiterinnen, die mit dem neuen Schuljahr ihre Arbeit aufgenommen haben, an ihrer neuen WirkungsstĂ€tte wohl und willkommen. Das versicherten sie jetzt bei der ersten Vorstellung fĂŒr die lokalen Medien im Turmzimmer des Rathauses. [Weiterlesen…]

Geprothmannt: Schulpolitik muss zukunftsorientiert debattiert werden

Die Ganztagesschule muss kommen – aber sie ist trotzdem ein Problem

Rhein-Neckar, 01. Oktober 2012. (red) Alles schön und gut. Die Forderung nach einer Ganztagesschule ist richtig, aber trotzdem problematisch. Aktuell wurde im Ladenburger Gemeinderat ĂŒber die EinfĂŒhrung der Ganztagesschule an der dortigen Werkrealschule diskutiert – aber die Debatte wird auch in anderen Gemeinden unseres Einzugsgebiet laufen. Und vermutlich StĂŒckwerk bleiben. Weil immer nur kurzfristig geplant wird und niemand den Mut aufbringt, mal zehn oder sogar 20 Jahre nach vorne zu schauen. Oder auch mal zurĂŒck.

Kommentar: Hardy Prothmann

Dieser Beitrag kommt ohne Zahlen aus, weil es nicht um Erbsen zÀhlen gehen soll, sondern um einen Aufruf zu einer weitsichtigen Debatte, die leider nicht stattfindet.

Baden-WĂŒrttemberg ist unbestritten ein guter Schulstandort. Aber die Zeiten Ă€ndern sich. Mit ihnen die Menschen und die Bedingungen, unter denen sie miteinander leben. Deswegen beginne ich auch mit einem Sprung zurĂŒck.

Ich bin 1966 geboren und bin nach der vierten Klasse in Frankenthal aufs Gymnasium gegangen. Mit ein paar Freunden. Andere Freunde wechselten auf die Reals- oder Hauptschule. FĂŒr die Freundschaften war das weitgehend unbedeutend. Um 13:00 Uhr lĂ€utete es, ich war um 14:00 Uhr mit Essen und meist auch mit Hausaufgaben fertig, spĂ€testens um drei ging es raus: Kicken, Rad fahren, Schwimmen gehen, Blödsinn machen, Vereinstraining. Mit meinen Freunden und anderen Kindern. Beim Abendessen war ich oft todmĂŒde, weil ausgepowert.

Gemeinsamkeit

Mit einigen meiner Freunde bin ich unabhĂ€ngig vom Schulabschluss und der spĂ€teren beruflichen „Laufbahn“ immer noch gut befreundet. Die einen arbeiten als Handwerker, andere in Heilberufen ohne Ärzte zu sein, es gibt HĂ€ndler und Dienstleister unter ihnen. Alles feine Leute, die teils mal richtig ordentlich mehr Geld verdienen als ich. Und die oft um einiges weniger arrogant sind als die, die sich fĂŒr die Elite halten.

Überhaupt diese ganze leidige Elitendiskussion: Wenn ich einem Kumpel einen französischen Text ĂŒbersetzt habe oder die Inschriften auf alten DenkmĂ€lern lesen und verstehen konnte, wusste ich, dass ich mehr weiß als mein Hauptschulfreund. Na und? DafĂŒr konnte der flitzeflink spĂ€ter Maße und Winkel berechnen, wusste immer, wo gerade die besten Preise fĂŒr was auch immer waren. Das ergĂ€nzt sich bis heute.

Zusammen, statt getrennt

Hardy Prothmann (45) fordert mehr Weitblick bei der Schulpolitik.

Damit bin ich beim Kern der Debatte: Vor meiner Zeit wurden Jungs und MĂ€dchen getrennt. Auch zu meiner Zeit wurden wir Kinder getrennt. Gemeinsames Lernen gab es nicht. Aber wir hatten neben der Schule viel Zeit fĂŒr Gemeinschaft. Heute werden die Kinder auch getrennt, aber durch die Lebenssituation vieler Eltern brauchen sie eine lĂ€ngere Betreuung. Sicher sind auch die Anforderungen in der Schule gestiegen, also auch lĂ€nger Schule.

Ich habe zwei Kinder. Der Sohn hat gerade nach dem achtjĂ€hrigen Gymnasium Abitur gemacht, die Tochter besucht die 8. Klasse. Die kennen keine Haupt- und RealschĂŒler mehr. Nicht wegen Elitegedanken – ich achte drauf, dass sie bewusst bescheiden bleiben -, sondern weil sie keine Zeit haben. Morgens um sechs Uhr aufstehen, Schule bis um 16-17:00 Uhr. Dann noch Hausaufgaben machen, lernen, etwas Sport und etwas Musik. Damit ist der Tag rum. Ab und an treffen sich „beste Freundinnen“ und das ist natĂŒrlich jemand aus der Klasse. Andere Kinder bekommen sie ja nicht zu Gesicht.

Diese Trennung der Kinder fĂŒhrt auch irgendwann zu einer Trennung der Gesellschaft. Gymnasiasten wissen nicht wie RealschĂŒler ticken und die nicht, wie HauptschĂŒler so als Menschen sind. Falsche Elitendebatten fĂŒhren zu falschen Selbstbildern bei den „Besten“ wie bei denen, die es „halt nicht geschafft haben“. Und vor allem CDU, SPD und FDP heißen diese heillosen Debatten auch noch an. Christliche Verbundenheit, soziales Miteinander oder freies FĂŒreinander fĂ€llt diesen „politischen Eliten“ nicht mehr ein. Und umgekehrt kriegen die GrĂŒnen Pickel, wenn jemand Elite sagt, obwohl man die ganz sicher ebenso braucht wie den soliden Handwerker.

Der Schultyp der Zukunft, der auch den Gemeinsinn der Menschen stĂ€rkt und der gesellschaftlichen Situation Rechnung trĂ€gt ist die gemeinsame Ganztagsschule. Damit die nachwachsenden Generationen auch fĂ€hig sind, gemeinschaftlich zu denken. Und ĂŒbereinander Bescheid wissen. NatĂŒrlich gehört auch Inklusion dazu.

Und man muss die Sportvereine in die VerÀnderungen ebenso mit einbeziehen wie Musikschulen. Wenn die Ganztags-Werkrealschule kommt, werden die Vereine erneut Kinder und Jugendliche verlieren. Ganz einfach aus dem Grund, dass nicht alle auf ein Mal im Zeitfenster 17:00-19:00 Uhr auf demselben Platz kicken oder diesselbe Halle belegen können.

Alle mĂŒssen zusammenrĂŒcken

FrĂŒher ging man nach der Schule in den Sportverein. „Nach der Schule“ ist heute spĂ€ter Nachmittag oder frĂŒher Abend. Also mĂŒssen die Vereine in die Schulen, ebenso die Musikschulen.

Das wird ein gewaltiger Umbau – denn dafĂŒr muss vieles neu gedacht werden. Von GebĂ€uden, ĂŒber PlĂ€tze, ĂŒber Mittel bis hin zur Organisation. In vielen Gemeinden reichen die HallenkapazitĂ€ten nicht mehr aus. Nicht weil die von morgens bis abens belegt sind, sondern weil immer mehr Anspruch auf diesselben Zeitfenster erheben. Wo soll das hinfĂŒhren? Dass jeder 10.000-Einwohner Ort vier Hallen und zwei KunstrasenplĂ€tze hat?

Man muss nicht nur gesellschaftlich die Schulen neu denken, sondern auch wirtschaftlich. Denn bekanntlich fehlt es an Geld zur Unterhaltun und es wird weniger Kinder geben. Ob man sich diesen Luxus, drei Schulsysteme mit entsprechenden Verwaltungen noch wird leisten können, ist heute schon fraglich. Hinzu kommt der SchĂŒlerverkehr, denn die wenigstens laufen nach der Grundschule in eine weiterfĂŒhrende Schule.

Was die HauptschĂŒler schon mitmachen mussten, Zusammenlegungen, Werkrealschulreform, erneute Zusammenlegung, jetzt Ganztagsschule wird auch auf die anderen Schultypen zukommen. Gymnasien fĂŒhren teils wieder die 9-jĂ€hrigen ZĂŒge nach der G8-Reform ein oder bieten beide ZĂŒge an. Die Realschulen haben „Sorge“, dass ihre „HomogenitĂ€t“ durch HauptschĂŒler gestört wird, da der Wegfall der Schulempfehlung nun Kindern die Realschule erlaubt, die sonst auf der Hauptschule gelandet wĂ€ren. Und die Hauptschulen, neudeutsch Werkrealschulen, mĂŒssen bangen, ob sie ĂŒberleben können.

Man könnte das Durcheinander auch als „lebendig“ bezeichnen. TatsĂ€chlich weiß ich aus vielen GesprĂ€che mit Eltern und Kindern, dass es als chaotisch begriffen wird. Eine „neue Ordnung“ kann nicht mehr Schaden anrichten als das verkorkste Herumexperimentieren der vergangenen Jahre.

Regionale Jugendagentur „Job Central“ veranstaltet "Berufeparcours"

Weil der Job auch Spaß machen soll

Weinheim, 26. Januar 2012. (red/pm) Am Dienstag, 7. Februar, von 9 Uhr bis 13 Uhr, veranstaltet „Job Central“ im Rolf-Engelbrecht-Haus in Weinheim einen Berufeparcours, bei dem die Jugendlichen spielerisch mit den AblĂ€ufen verschiedener Berufe vertraut gemacht werden.

An etwa 25 Stationen können die Jugendlichen praktische berufliche Übungen ausfĂŒhren und somit einen Einblick in verschiedene Berufsfelder bekommen. Die SchĂŒler wĂ€hlen sich eine bestimmte Anzahl von Aufgaben aus, die sie gerne bearbeiten möchten und notieren sich anschließend auf einem Laufzettel, mit welchem Erfolg sie diese lösen konnten.

Es sind die Handgriffe, die spĂ€ter einmal in Fleisch und Blut ĂŒbergehen sollen. Das spiegelverkehrte Zeichnen zum Beispiel. Frisörinnen und Zahnarzthelferinnen brauchen das tĂ€glich. Einen Piepser anzuschließen, das wird fĂŒr einen Mechatroniker ebenso zum TagesgeschĂ€ft gehören wie das Tisch eindecken fĂŒr einen Restaurant-Fachangestellten. „Macht mir so etwas Spaß?“ „Geht mir das leicht von der Hand?“ „Liegt mir das?“

Das sind Fragen, die sich AchtklĂ€sslerinnen und AchtklĂ€ssler der Haupt- und Werkrealschulen der Region natĂŒrlich stellen: „Welcher Beruf passt einmal zu mir?“
Die Regionale Jugendagentur „Job Central“, die Jugendliche von der Bergstraße und dem vorderen Odenwald an das Berufsleben heranfĂŒhrt, bietet jetzt wieder einmal die Möglichkeit, Antworten zu finden.

Beteiligte Schulen sind die Karl-Drais-Schule, die Grund- und Werkrealschule Hirschberg/Heddesheim, die Peter-Koch-Schule, Weinheim, die Werkrealschule Unterer Neckar, Ladenburg und die Friedrich-Schiller-Schule, Hemsbach.
MĂ€dchen und Jungen absolvieren den Parcours ĂŒbrigens getrennt, um die Tests möglichst frei von Rollenzuschreibungen ausprobieren zu können. UnterstĂŒtzt wird „Job Central“ von der Jugendagentur Heidelberg, Ehrenamtlichen des WUB, der Arbeitsagentur Mannheim und vom EuropĂ€ischen Sozialfond.

Sckerl und Kleinböck im Dialog mit BĂŒrgerinnen und BĂŒrgern


Gerhard Kleinböck (SPD) und Uli Sckerl (GrĂŒne) beim "Dialogabend" im alten Rathaus.

Weinheim, 07. Oktober 2011. (red) Hans-Ulrich Sckerl und Gerhard Kleinböck haben zum GrĂŒn-Roten Dialogabend geladen – ins alte Rathaus am Marktplatz. Rund dreißig Personen sind gekommen – fĂŒr mindestens doppelt so viele war bestuhlt. Ziel ist der Dialog mit den BĂŒrgerinnen und BĂŒrgern. Ein Experiment, dessen Erfolg vor allem von den BĂŒrgern abhĂ€ngt.

Von Hardy Prothmann

Stuttgart 21 ist weit weg, doch als Thema auch am Donnerstagabend prĂ€sent: Was macht die SPD? HĂ€lt sie sich an den Ausstieg, wenn die Kostengrenze ĂŒberschritten wird, von der alle sagen, dass das lĂ€ngst der Fall ist?

Kein einfacher Stand fĂŒr Gerhard Kleinböck, der nicht fĂŒr Stuttgart 21 ist, aber als alter SPDler natĂŒrlich das Wort „linientreu“ kennt. Er ist nicht dafĂŒr, redet aber auch nicht dagegen.

Ganz anders Hans-Ulrich Sckerl. Der sagt: „Der Konflikt zwischen den Koalitionsparteien ist bekannt, da muss man nix anderes reden. Aber: Es ist auch weltweit eine Neuigkeit, dass zwei Parteien, die bei einer so zentralen Fragen ganz klar gegenteilige Positionen haben, trotzdem koalieren. Ich gehe davon aus, dass diese Koalition die ganze Legislaturperiode dran bleibt.“

Hier BĂŒrgerdialog – dort heftiges Knirschen

Sckerl und Kleinböck, die sich duzen, scheinen jedenfalls gerne daran arbeiten zu wollen. Auch wenn es teils heftig knirscht in Stuttgart, vor allem wegen Nils Schmid, der sich mit der CDU in Hinterzimmern trifft. Damit beschĂ€digt sich die SPD mehr und mehr – doch ihr Schaden ist auch der von GrĂŒn-Rot. Ohne SPD können die GrĂŒnen nicht regieren. Das weiß die SPD und nutzt das aus, um das beleidigte Drittpartei-MĂŒtchen zu kĂŒhlen.

Wer den Ton angibt, wird hier im alten Rathaus klar. Sckerl ist deutlich aktiver und wirkt deutlich informierter. Zahlen und ZusammenhÀnge hat er zu allen Themen sofort parat. Und manchmal sind die Botschaften gut, manchmal nicht.

Botschaften

„Beamte mĂŒssen sich darauf einstellen, dass es in den kommenden Jahren vermutlich keine Erhöhungen gibt“, ist so ein Satz, der vielen weh tun wird. Andererseits: „Wir haben statt 800 nun 1.200 PolizeianwĂ€rter eingestellt. Im Schnitt sollen es 1.000 im Jahr sein. Wir brauchen sie dringend, denn bis 2018 gehen 50 Prozent unserer Polizisten in Rente. Wir mĂŒssen aber eine funktionstĂŒchtige Polizei haben, die auch prĂ€sent ist“, so Sckerl, der immer seine NĂ€he zur Polizei betont.

Das Angebot der beiden Landtagsabgeordneten des Wahlkreises Weinheim nehmen nur knapp 30 BĂŒrgerinnen und BĂŒrger an – wie schade. Die Politik stellt sich hier, das sollte man nutzen.

Andererseits sollten die beiden ihr Konzept ĂŒberdenken. WĂŒnschenswert wĂ€re ein Moderator. WĂŒnschenswert eventuell auch ein Gast, ob BĂŒrger oder Experte, der mit vorne sitzt. Und sehr wĂŒnschenswert wĂ€re eine Fokussierung: Nicht alle Themen ein bisschen, sondern lieber weniger Themen und die intensiv.

Inklusion: Erstmals werden behinderte Kinder gemeinsam mit nicht-behinderten Kindern eingeschult


Guten Tag!

Weinheim, 21. Juli 2011. (red/pm) In Weinheim werden im neuen Schuljahr erstmals behinderte Kinder gemeinsam mit nicht-behinderten Kindern eingeschult. Damit ist Weinheim als Bildungsregion eine Modellstadt in Baden-WĂŒrttemberg. Der Gemeinderat der Stadt hat sich am Mittwoch (20. Jul. 2011) einstimmig fĂŒr die so genannte Inklusion an zwei Grundschulen ausgesprochen.

Information der Stadt Weinheim:

„An beiden Schulen, der Friedrich-Grundschule und der Grundschule LĂŒtzelsachsen, sollen zunĂ€chst je vier behinderte ErstklĂ€ssler eingeschult werden. Den Kindern steht eine Schulbegleitung und eine Pflege-Assistenz zur VerfĂŒgung.

Die Bildungsregion Weinheim beruft sich damit auf die UN-Konvention ĂŒber die Rechte von Menschen mit Behinderung und auf den Koalitionsvertrag der baden-wĂŒrttembergischen Landesregierung. Bei der Inklusion ist die Stadt Weinheim Partner des Staatlichen Schulamtes Mannheim, dessen Gebiet als Schwerpunktregion fĂŒr die Inklusion ausgewĂ€hlt worden ist.

Vertreter der Fraktionen betonten die Richtigkeit der Entwicklung und der Idee der gemeinsamen Schule, die eine chancengleiche Teilhabe von Menschen mit Behinderung ermögliche.

Die Inklusion sei nicht nur fĂŒr behinderte Kinder eine Chance, auch nicht-behinderte SchĂŒler könnten verbessert soziale Kompetenzen erlangen. In der Bildungsregion Weinheim gibt es ein Netzwerk, das sich einer „Weinheimer Bildungskette“ widmet. Deren Motto lautet „Kein Kind darf verloren gehen“. Mit der Inklusion habe die Bildungskette ein weiteres wichtiges Glied hinzugewonnen. „Das ist ein gutes Zeichen in einer wichtigen Frage“, fasste OberbĂŒrgermeister Heiner Bernhard zusammen.“

Einen schönen Tag wĂŒnscht
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