Dienstag, 16. Oktober 2018

Drei auslĂ€ndische SchĂŒlergruppen sind gerade in Weinheim zu Gast

Bienvenue, benvenida, benvenuto

Weinheim, 17. April 2013. (red/pm) Bienvenue, benvenida, benvenuto. In den letzten Tagen war viel los in Weinheim, denn AustauschschĂŒler aus Frankreich, Italien und Spanien wollen Weinheim sehen, und vergangene Woche waren noch SchĂŒler aus dem finnischen BennĂ€s zu Gast. [Weiterlesen…]

Konzert des Kammerchores aus der Partnerstadt

Ein Programm so vielfÀltig wie die Kultur

Weinheim, 15. April 2013. (red/pm) Ein besonderes musikalisches Erlebnis verspricht der Freundeskreis Weinheim-Ramat Gan e.V. allen Musikbegeisterten mit dem Konzert des Kammerchores Ramat Gan in der Weinheimer Peterskirche. Auf Initiative des Freundeskreises wird der knapp 50 SĂ€ngerinnen und SĂ€nger starke Chor aus Weinheims Partnerstadt Ramat Gan am 26. April um 19.30 in Weinheim gastieren. Mit der Konzertreise nach Deutschland begeht der Kammerchor sein 20-jĂ€hriges Bestehen. [Weiterlesen…]

Wasser darf kein Spekulationsobjekt werden

Trinkwasser muss Menschenrecht bleiben

Weinheim, 20. Februar 2013. (red/pm) Wird Wasser demnĂ€chst zum Spekulationsobjekt? Laut der EuropĂ€ischen Union (EU) sollen die Kommunen ihren Trinkwasserverbrauch demnĂ€chst europaweit ausschreiben. [Weiterlesen…]

GerĂŒchtekĂŒche

Spanischer Autokorso wurde nicht untersagt

Weinheim, 01. Juli 2012. (red/pro) Kaum hatte die spanische Mannschaft die Europameisterschaft 2012 gewonnen, gab es GerĂŒchte in Facebook, Autokorsos der Spanier seien untersagt – stimmt nicht und doch ein wenig. Die Mittelgasse und weitere sensible Schrittgeschwindigkeitsbereiche wurden vorsorglich fĂŒr feierlaunige Autokorsofahrer gesperrt.

Aufgrund negativer Erfahrungen vor allem in den Jahren 2006/2008 hat die Weinheimer Polizei prĂ€ventiv Maßnahmen ergriffen – man bereitete sich auf verschiedene Szenarios vor: HĂ€tte Deutschland im Endspiel gestanden und sogar gewonnen, wĂ€ren diese weit umfangreicher gewesen als beim aktuellen Finalkampf zwischen Spanien und Italien.

Weinheim hat eine sehr große spanische und eine große italienische Gemeinde in der Stadt, deswegen war aus Polizeisicht klar, dass „erfahrungsgemĂ€ĂŸ problematische Streckenabschnitte“ gesperrt werden. Nicht, um das Feiern zu verhindern, sondern um SchĂ€den zu vermeiden. Beispielsweise auf der Mittelgasse oberhalb des Marktplatzes: Hier wurde in der Vergangenheit zu schnell gefahren und die Sicherheit war nicht gewĂ€hrleistet.

Bei der Polizeidirektion Heidelberg weist man auf Erfahrungen hin:

Insbesondere auf der Mittelgasse, aber auch in anderen Bereichen der Innenstadt gab es sehr gefĂ€hrliche Situationen, wenn FußgĂ€nger den Korso querten.

Feiern ist „sicher“ erlaubt.

Bei der Polizei versichert man, dass man jede Feierlaune verstehe und „im Rahmen“ RĂŒcksicht nehme – ob nun die spanische oder eine andere Mannschaft Europameister geworden ist:

Feiern ist vollkommen ok – aber wir mĂŒssen auf die Sicherheit achten. Deswegen sichern wir die Straßen, wo es gefĂ€hrlich werden könnte.

Motto: Feiern ist erlaubt – ĂŒber die hupende Ruhestörung wird großzĂŒgig hinweg gesehen.

Trotzdem gilt die Straßenverkehrsordnung. Und im Fall eines Unfalls, eines Schadens, schlimmer noch eines Personenschadens werden auch Versicherungen darauf achten, „ob Pflichten verletzt wurden“. Trotz jeglicher Euphorie egal welcher Fans gelten die gesetzlichen Regelungen also weiter.

GerĂŒchte, die Weinheimer Polizei oder gar die Stadt wolle den feierlaunigen Spaniern den Spaß verderben, sind genau eins: GerĂŒchte.

Geprothmannt: Ich lass mir das Essen nicht vermiesen


Esst Gurken - sie sind lecker und gesund. Seit 2009 darf man in Deutschland auch solch krumme Gurken kaufen. Bild: Garitzko/wikipedia

Rhein-Neckar/Deutschland, 06. Juni 2011 (red) Die EHEC-Angst geht um. Warum? Weil ein Haufen verantwortungsloser Medien Panik bei den Menschen schĂŒrt. Und jede Menge falsche Informationen unters Volk bringt. Wer klug ist, durchschaut die Berichte ĂŒber die angebliche Seuche – die wahre Seuche ist die Sensationsgier vieler Medien.

Von Hardy Prothmann

Am Anfang waren es ein paar EHEC-FĂ€lle. Dann waren es ein paar mehr. Dann sollen spanische Gurken schuld gewesen sein, dann GemĂŒse aus Norddeutschland – die Deutsche Presse Agentur (dpa) hatte aus einem „in Norddeutschland“ ein „aus Norddeutschland“ gemacht. Die Folge: Massive ökonomische SchĂ€den fĂŒr GemĂŒseproduzenten, sprich Landwirte. In Spanien. In Norddeutschland.

Jetzt sollten es „Killerkeime“ – SprĂ¶ĂŸlinge gewesen sein.

Überall im Land bleiben die Gurken und Tomaten und jetzt SprĂ¶ĂŸlinge liegen. Die meisten Kantinen bieten eher Krautsalate an, denn frische Kost.

Niemand muss vor dem Verzehr von GemĂŒse Angst haben – denn das Bakterium sitzt wenn, auf dem GemĂŒse und nicht drin. Wer GemĂŒse vor dem Verzehr ordentlich reinigt, wĂ€scht die Erreger ab.

Noch besser sind die dran, die ihr GemĂŒse im eigenen Garten ziehen – die wissen, wie es behandelt und gezogen wurde.

Die Erwartung der ÜberallverfĂŒgbarkeit ist das Problem.

TatsĂ€chlich erwartet unsere Gesellschaft eine ÜberallverfĂŒgbarkeit von allem zu jeder Zeit. Deswegen reist GemĂŒse um die Welt und Erreger und Verschmutzungen mit.

Sicher, die Spanier, Belgier, NiederlĂ€nder sind in diesem Fall offensichtlich nicht schuld an EHEC. Sie sind aber sehr wohl schuld an einer Verzerrung des Marktes mit minderwertigen Produkten. Die EU mag bis 2009 eine GurkenkrĂŒmmungsverordnung gehabt haben – ob die Gurken aber auch schmecken, ist nicht verordnet worden.

So gibt es jede Menge Gurken, Tomaten und anderes GemĂŒse, dass auf Glanz gezĂŒchtet ist, alles in Reih und Glied gleich „attraktiv“ aussieht, aber doch nach nichts schmeckt. Aber der Preis, der stimmt. Schön billig eben.

Und vermutlich wird herauskommen, dass wegen des Preises irgendwo in der Nahrungsproduktionskette geschlampt worden ist. Ob dioxinverseuchte Industriefette, die dem Tierfutter beigemischt werden, ekelerregende Massentierhaltung, BSE – nichts davon ist „natĂŒrlich“, alles ist industriell systembedingt „erzeugt“ worden.

EHEC ist der eine Erreger – Panik der andere.

Hinzu kommt die Erzeugung von Panik. Denn so wie die GemĂŒseproduktion industriell gesteigert wird und zwar gut aussehende, aber geschmacklose Ware erzeugt wird, so erzeugen Medien scheinbar wichtige Nachrichten, die aber „kernlos“ gezĂŒchtet werden. Das Ziel ist wie beim Billig-GemĂŒse die Steigerung des Absatzes.

Es geht hier lĂ€ngst nicht mehr um Angebot und Nachfrage. FrĂŒher war ausverkauft, wenn ausverkauft war – heute soll immer weiter nachgeliefert werden. Auch die Kunden sind mit schuld, wenn sie selbstverstĂ€ndlich immer alles zu erhalten erwarten. Deswegen wird produziert, was das Zeug hĂ€lt. Wird diese „Kette“ unterbrochen, ist das Geheule groß. Besonders bei gewissen Medien, ob erwartungsgemĂ€ĂŸ bei Bild oder auch bei scheinbar seriöseren Auftritten wie Spiegel online. Sitzt der „Erreger“ erstmal auf der Nachricht, verbreitet er sich ebenso rasend schnell.

Auch das erzeugt „DĂŒnnpfiff“ – der aber macht den Kopf und das Herz der Menschen krank, die nur noch Gefahren sehen, obwohl sie in einem Land leben, dass ebenso massenhafte Kontrollverordnungen hat und diese auch weitestgehend umsetzt. Wenn man sich erregen will, dann ĂŒber die dilletantische Öffentlichkeitsarbeit der verantwortlichen Politiker.

EHEC und die möglicherweise daraus resultiernde HUS-Erkrankung sind schlimm fĂŒr alle Betroffenen – keine Frage. Aber es gibt fĂŒr mich auch nicht im Ansatz einen Grund, keine Gurken zu essen. Ganz besonders freue ich mich auf die eigenen – die PflĂ€nzchen sind gerade erst geschlĂŒpft, es wird also noch ein wenig dauern, bis die leckeren Gurken auf den Tisch kommen.

Und nein – ich werde nichts davon exportieren. Die Erzeugnisse auf dem kleinen Beet sind fĂŒr den Eigenbedarf bestimmt. Gute Freunde und Nachbarn bekommen auch was davon ab. Und bislang hat sich noch nie jemand ĂŒber die QualitĂ€t beschwert.