Samstag, 25. November 2017

JahreshauptĂŒbung der Feuerwehr Weinheim

Mutprobe mit Folgen

Weinheim-Hauptuebung_Feuerwehr-20130705-IMG_8622-001

Das unglĂŒckliche Ende eines Autorennens: Ein Wagen ĂŒberschlĂ€gt sich, der andere prallt gegen eine Mauer: Gut 70 Helferinnen und Helfer waren bei der JahreshauptĂŒbung der Feuerwehren Weinheim, Sulzbach, Hohensachsen und LĂŒtzelsachsen beteiligt.

 

Weinheim, 16. Juli 2013 (red/ld) Es sollte nur ein Autorennen sein, vielleicht eine Mutprobe im jugendlichen LeichtsĂ­nn. FĂŒr die Feuerwehr Weinheim endete sie in einem Großeinsatz in der Viernheimer Straße mit mehreren schwer verletzten Personen und einer unbekannten Chemikalie, die durch den Unfall auslief. Zum GlĂŒck war alles nur gespielt. Trotzdem war Stadtbrandmeister Reinhold Albrecht zufrieden mit dem Ergebnis der JahreshauptĂŒbung der Weinheimer Feuerwehr.

[Weiterlesen…]

Feuerwehr Weinheim testet neue Sicherheitstechnik

Übung im Saukopftunnel

 

Die Sperrung des Saukopftunnels war fĂŒr die Feuerwehren Weinheim und Birkenau eine Gelegenheit, die Sicherheitsvorkehrungen fĂŒr den Notfall zu testen. Foto: Mirko Schöbel

Die Sperrung des Saukopftunnels war fĂŒr die Feuerwehren Weinheim und Birkenau eine Gelegenheit, die Sicherheitsvorkehrungen fĂŒr den Notfall zu testen. Foto: Mirko Schöbel

 

Weinheim, 15. Juli 2013. (red/fw) Der Weinheimer Saukopftunnel, der die Weinheim und Birkenau durch die B 38 verbindet, wurde 1999 eingeweiht. Er ist 2.715 Meter lang und damit der lĂ€ngste einröhrige, im Gegenverkehr betriebene Straßentunnel in Mitteleuropa außerhalb der Alpen. An Werktagen fahren im Durchschnitt rund 20.400 Fahrzeuge durch den Saukopftunnel. Alle drei Monate wird er wegen Wartungs- und Reinigungsarbeiten eine Woche lang nachts zwischen 20:00 und 06:00 Uhr fĂŒr den Straßenverkehr gesperrt.

[Weiterlesen…]

Neue Maskensets bei der Weinheimer Feuerwehr

Leben retten mit Sauerstoffmasken fĂŒr Tiere

Der Jack Russell Terrier „Robby“ stellt sich zur VerfĂŒgung und ließ die Masken an sich ausprobieren.

Weinheim, 06. September 2012. (red/rm)Die Feuerwehr Weinheim ist nach der Berufsfeuerwehr Ludwigshafen die zweite Feuerwehr in Deutschland die Sauerstoffmasken fĂŒr Tiere zur VerfĂŒgung gestellt bekommen hat. Mit diesen Masken ist es zukĂŒnftig möglich Tiere mit einer Rauchvergiftung erste Hilfe zu leisten um ihnen das Leben zu retten. Die Sauerstoffmasken wurden jetzt an dem Jack Russell Terrier „Robby“ demonstriert.

Von Ralf Mittelbach

Der Pet Oxygen Masks Sticker wurde an das Löschfahrzeug angebracht.

Wenn es zu einem Brand kommt, ist das Leben in Gefahr. Nicht nur das eigentliche Feuer, sondern der Brandrauch ist fĂŒr alle Lebewesen gefĂ€hrlich und kann zum Tod fĂŒhren. Neben der Feuerwehr wird auch der Rettungsdienst alarmiert und kann den Bewohnern helfen.

Auch die Feuerwehr Weinheim hat ausgebildete FeuerwehrsanitĂ€ter, die eine SanitĂ€tsausbildung abgeschlossen haben und die Erstversorgung bis zum Eintreffen des Rettungsdiensts durchfĂŒhren können. Wenn die Personen gerettet sind, werden sie medizinisch betreut. Aber nicht nur Menschen werden gerettet, auch Tiere. Allerdings ist in den seltensten FĂ€llen ein Tierarzt schnell verfĂŒgbar, so dass lebensrettende Sofortmaßnahmen von den BrandschĂŒtzern durchgefĂŒhrt werden mĂŒssen.

Die zweite Feuerwehr in Deutschland mit einem Maskenset fĂŒr Tiere

Bisher war hier das Problem, dass die Beatmungsmasken fĂŒr Menschen nicht auf die Tierschnauzen passten und deshalb eine optimale Sauerstoffversorgung der Tiere nicht möglich war. ZukĂŒnftig ist besteht diese Möglichkeit, denn Monika Bachner ĂŒbergab der Feuerwehr Weinheim stellvertretend fĂŒr die „Emma Zen“ – Stiftung das Pet Oxygan Masken Set. Damit ist die Weinheimer Feuerwehr nach der Feuerwehr Ludwigshafen, die zweite Feuerwehr in Deutschland die mit diesem Maskenset bedacht wurde.

Das Maskenset besteht aus drei GrĂ¶ĂŸen und kann an eine Sauerstoffflasche oder einen Beatmungsbeutel angeschlossen werden. Durch die spezielle Maskenform, passt sie sich an die Tierschnauze an. Auch kleine Haustiere wie Meerschweinchen und Hamster können erstversorgt werden. Ihnen passt die Maske zwar nicht, aber man kann sie in die Maske setzen und mit Sauerstoff versorgen. Ungewöhnlich ist es nicht, dass sich die Feuerwehr um die Rettung von Tieren kĂŒmmert. Im Feuerwehrgesetz ist klar geregelt, das die Feuerwehr die Aufgabe zur Rettung von Menschen und Tieren aus lebensbedrohlichen Lagen hat.

Auch in Weinheim kommt es immer wieder vor, dass Tiere in lebensbedrohliche Situationen kommen. Erst vor kurzem hatte sich ein Hund in einem Betonrohr verkanntet und musste mit der Hilfe der Feuerwehr befreit werden. Auch hier hĂ€tte die Sauerstoffmaske gut eingesetzt werden können. Durch diesen Einsatz entstand dann auch der Kontakt zwischen Monika Bachner und FeuerwehrsanitĂ€ter Ralf Mittelbach. Denn die FeuerwehrsanitĂ€ter suchten nach einer Lösung wie man Tiere besser mit Sauerstoff versorgen kann. Die Masken kommen aus den USA von der Amerikanerin Debra Jo Chiapuzio. Die Kalifornierin sammelt mit ihrer Labrador HĂŒndin Emma Zen Spenden, um Maskenset zu beschaffen und an die Feuerwehren in den USA zu verteilen.

Der stv. Abteilungskommandant Rolf Tilger, Stadtbrandmeister Reinhold Albrecht und Monika Bachner.

 

Allein in den USA sterben jedes Jahr circa 40.000 Haustiere durch Rauchvergiftungen. Eine Zahl, die deutlich macht warum die Verteilung dieser Masken Sinn macht. Nachdem nun in den USA viele dieser Masken verteilt wurden, will Debra Jo Chiapuzio nun auch in Deutschland auf das Thema aufmerksam machen. Über das Internet lernte sie die Journalisten und Tierfreundin Monika Bachner kennen, die sich nun um die Verteilung des Maskensets in Deutschland kĂŒmmert.

Die Feuerwehr Weinheim wird zwei weitere Maskensets anschaffen, so dass zukĂŒnftig in jedem AusrĂŒckebereich des Stadtgebiet die Tiersauerstoffmasken zur VerfĂŒgung stehen. Die FeuerwehrsanitĂ€ter nehmen die Handhabung der Masken und die Standards fĂŒr Tierreanimationen in ihren Ausbildungsplan auf. Sie werden dann zukĂŒnftig als Multiplikatoren ihr Wissen an die Feuerwehrangehörigen ohne zusĂ€tzliche erweiterte SanitĂ€tsausbildung im Rahmen der jĂ€hrlich stattfindenden „Erste Hilfe Ausbildung“ weitergeben. So will die Weinheimer Feuerwehr gewĂ€hrleisten, dass zukĂŒnftig alle 350 aktiven Feuerwehrangehörigen im Stadtgebiet mit der Handhabung der Masken vertraut sind.

Die Feuerwehr Weinheim stellte nun die Masken mit Monika Bachner vor. Der 5jĂ€hrige Jack Russell Terrier „Robby“ stellt sich zur VerfĂŒgung und ließ die Masken an sich ausprobieren.

Anmerkung der Redaktion: Ralf Mittelbach ist Pressereferent der Freiwilligen Feuerwehr Weinheim.

Jugendfeuerwehr erkundet Europa – und das Werk von Salvatore Dali

Feuerwehr trifft Kunst

Spaß und Erholung unter spanischer Sonne: Die Jugenfeuerwehr auf Europatour. Quelle: Ralf Mittelbach / Feuerwehr Weinheim.

Weinheim, 30. August 2012. (red/rm) Schweden, Holland, Österreich, Kroatien, Frankreich, Italien, Österreich, Deutschland und die Schweiz – das waren bisher die Ziele der Sommerfreizeit der Weinheimer Jugendfeuerwehr. Nach dem Motto, Europa wir kommen, standen auch in diesen Sommerferien eine Sommerfreizeit der Weinheimer Jugendfeuerwehr auf dem Ferienprogramm des Feuerwehrnachwuchses.

Von Ralf Mittelbach:

„Auch die befreundete Jugendfeuerwehr der Lutherstadt Eisleben hatte die Koffer gepackt und sich den Weinheimern angeschlossen. Diesmal ging es in das Land der Fußball Europameister nach Spanien. Dank der UnterstĂŒtzung der Fahrschule Kluge, konnten mit deren Lastwagen die FeldkĂŒche und Zelte nach Feigeres gefahren werden.

Die Reiseleitung hatte Stadtjugendfeuerwehrwart Markus SchĂ€fer. Auch Stadtbrandmeister Reinhold Albrecht reiste mit seiner Frau Manuela nach Spanien. Er tauschte Schlauch und FunkgerĂ€t in Löffel und Kochtopf und versorgte mit seiner Frau die 60 Teilnehmer der diesjĂ€hrigen Freizeit. Auf einem Campingplatz in einem kleinen Nachbarort von Figueres, der Geburtsstadt von Salvatore Dali in Katalonien, schlugen die Jugendliche ihre Zelte auf. Der Spaß stand ganz oben auf dem Erlebnisprogramm.

Jugend wandelt auf den Spuren Dalis

Fast jeden Tag verbrachte die Jugend am Strand und lieferte sich einen Wettstreit, wer denn die schönsten Sandburgen bauen kann. Dass die Feuerwehrjugend nicht nur im Brandschutz fit ist, zeigten sie beim Basteln, fĂ€delten Halsketten  und knĂŒpften ArmbĂ€nder. Als Projektarbeit stand in diesem Jahr der heilige Sankt Florian Modell auf dem Plan. Die Jugendlichen bildeten ihn mit Muscheln und Tapetenresten nach. Nun werden die zwei Kunstwerke jeweils einen Platz in den FeuerwehrhĂ€usern Eisleben und Weinheim erhalten. NatĂŒrlich gab es auch einige AusflĂŒge und so wurde unter anderem die katalanische Großstadt Barcelona besucht und besichtigt. Anregungen fĂŒr neue Bastelprojekte erhielten die Urlauber bei einer fachkundigen MuseumfĂŒhrung von Salvatore Dali.

Dramatische Ankunft – Waldbrand gelöscht

Ein besonderes Erlebnis war auch die Fahrt mit einem Glasbodenboot, bei der man die Meerestiere in ihrer natĂŒrlichen Umgebung beobachten konnte. Ein Pflichtbesuch fĂŒr die Jugendfeuerwehr war die ortsansĂ€ssige Jugendfeuerwehr. Allerdings war zunĂ€chst nicht klar, ob dieser klappt, da bei der Abreise noch ein großer Waldbrand wĂŒtete. GlĂŒcklicherweise hatten die BrandschĂŒtzer bis zum Besuch der Jugend den Brand unter Kontrolle und so konnten sich der Feuerwehrnachwuchs ĂŒber den Brandschutz und die Technik der spanischen Feuerwehr informieren.

Anmerkung der Redaktion: Ralf Mittelbach ist Pressereferent der Freiwilligen Feuerwehr Weinheim

Brandschutz stand auch im Urlaub an erster Stelle. Trotzdem blieb genĂŒgend Zeit fĂŒr „fachfremde“ Projekte wie beispielsweise das KnĂŒpfen von ArmbĂ€ndern oder den Modellnachbau spanischer Kathedralen. Quelle: Ralf Mittelbach / Feuerwehr Weinheim.

JubilĂ€umswochenende mit Festakt und Tag der offenen TĂŒr

„Feuerwehrleute sind unbezahlbar“

Großer Zapfenstreich beim festakt mit OB Heiner Bernhard. Foto: Stadt Weinheim.

Weinheim, 15. Mai 2012. (red/pm) Weinheimer Feuerwehr feierte ihr JubilĂ€umswochenende mit Festakt und Tag der offenen TĂŒr. OB Heiner Bernhard begrĂŒĂŸte und Landesbranddirektor Herman Schröder hielt die Festrede.

Information der Stadt Weinheim:

„FĂŒr Hermann Schröder, den obersten Feuerwehrmann des Landes, war es eine SelbstverstĂ€ndlichkeit, alle anderen Termine zwischen Konstanz, Aalen und Weil am Rhein abzusagen. „Es gehört sich einfach“, erklĂ€rte der Landesbranddirektor der Stuttgarter Landesregierung, „dass man zu diesem JubilĂ€um persönlich kommt“.

Landesbranddirektor Hermann Schröder. Foto: Stadt Weinheim.

Schröder, ein Dossenheimer und der Weinheimer Feuerwehr lange verbunden, war Ehrengast und Festredner beim Festbankett zum 150-jĂ€hrigen Bestehen der Feuerwehr. Dieses JubilĂ€um feierte die Wehr mit einer ganzen Reihe von Veranstaltungen: Einer Totenehrung, dem Festbankett mit feierlichem Großen Zapfenstreich in der Stadthalle, einer Stadtrallye der Jugendfeuerwehr, einem Treffen der Altersmannschaften und am Sonntag mit einem Tag der offenen TĂŒr am neuen Feuerwehrzentrum in der Bensheimer Straße.

Die beiden Feuerwehrseelsorger Agnes Seyferth und Tomas Knapp eröffneten dieses Fest fĂŒr die Bevölkerung mit einem ökumenischen Gottesdienst. Dann standen ein großer Flohmarkt mit 50 StĂ€nden, eine Fahrzeugschau mit vielen Sonderfahrzeugen der Region, spezielle GerĂ€tewagen, Drehleiter, Löschfahrzeuge, und historische Fahrzeuge den Besuchern zur VerfĂŒgung. Geboten wurde auch eine SchauĂŒbung der Jugendfeuerwehr. Es gab Fahrradcodierung durch die Polizei. Die Resonanz auf alles war erfreulich gut.

„Der ehrenamtliche Dienst am NĂ€chsten, nicht selten unter eigener GefĂ€hrdung, ist in unserer Stadt von unermesslichem Wert. Und deshalb ist es heute mein besonderes Anliegen, Ihnen im Namen von Verwaltung und Gemeinderat, aber ich denke auch im Sinne der gesamten BĂŒrgerschaft, ein herzliches Dankeschön zu sagen“, so begrĂŒĂŸte OberbĂŒrgermeister Heiner Bernhard die Feuerwehrleute und deren GĂ€ste am Festbankett.

Die Stadt mĂŒsste enorme Summen aufwenden, wenn sie diese Dienste bezahlen mĂŒsste. Aber der OB war sich sicher:

Ich denke, dass man mit reiner Aufrechnung der Dienstauffassung und der Ehre unserer Feuerwehrleute nicht gerecht wird – sie sind, so wie sie sind, unbezahlbar.

Die Weinheimer Feuerwehr sei gut aufgestellt, lobte der Rathauschef. Es freue ihn, dass es die Kommune – gerade in den letzten zwei Jahren – geschafft habe, trotz einer nach wie vor schwierigen kommunalen Finanzlage, die Wehr fĂŒr ihre schwierigen EinsĂ€tze angemessen auszustatten. Bernhard: „Wohlgemerkt, ein neues Feuerwehrhaus oder auch ein neuer Einsatzwagen werden nicht zum PrivatvergnĂŒgen oder gar Spaß der Feuerwehrleute angeschafft. Es ist das Handwerkszeug, das gebraucht wird, um Schaden von Leib und Leben der Weinheimer BĂŒrger abzuwenden. Das war die ganzen 150 Jahre lang so.“

Eingangs des Abends hatte Stadtbrandmeister Reinhold Albrecht die EhrengĂ€ste in der Stadthalle begrĂŒĂŸt. Abteilungskommandant Patrick MĂŒller bezeichnete die Freiwillige Feuerwehr als „die wichtigste BĂŒrgerinitiative in der Geschichte der Stadt Weinheim“.

Als Schirmherr erinnerte der Weinheimer Unternehmer und Zeitungsverleger Dr. Volker Diesbach an die lange und abenteuerliche Geschichte des Brandschutzes und des Feuerwehrwesens. Er bescheinigte der Wehr eine „vorausschauende FĂŒhrung und eine innere StabilitĂ€t.

Einige teilweise hochkarĂ€tige Ehrungen wurden am Festabend verliehen, bevor die Trachtenkapelle Ober-Abtsteinach und der Spielmannszug Sulzbach mit UnterstĂŒtzung aus Laudenbach gemeinsam den Großen Zapfenstreich anstimmten. Vom Land wurden fĂŒr 25 Jahre aktiven Feuerwehrdienst geehrt: Patrick MĂŒller und Marco Vetter, fĂŒr 40 Jahre Stadtbrandmeister Reinhold Albrecht sowie fĂŒr 50 Jahre GĂŒnther Eberle und Karl Kreis. Von der Wehr fĂŒr zehn Jahre Jens Mandel, Daniel Paradiso, Simon PflĂ€sterer, Daniel Schneider, Sebastian Singer. 20 Jahre: Martin Kotula, Stephan Priebe und Jörg Scherer. 40 Jahre: Werner Thielking, Hans Kasper, Gerhard Clemens. 50 Jahre: GĂŒnther Eberle, Dieter Pfenning und Alfred Röhling.“

Rauchmeldertag:

Am 13. April heulen die Sirenen

Weinheim/Hemsbach, 12. April 2012. (red/rm) Am morgigen Freitag, 13. April 2012, dem bundesweiten Rauchmeldertag, heulen die Sirenen.

Information der Feuerwehr:

„Am bundesweiten Rauchmeldertag den 13. April testet die Freiwillige Feuerwehr im gesamten Weinheimer Stadtgebiet wieder ihre Notrufsirenen in allen Ortsteilen und zeitgleich in der Nachbarstadt Hemsbach. „Sonst wĂ€ren die Hemsbacher irritiert“, erklĂ€rt Weinheims Stadtbrandmeister Reinhold Albrecht, „weil man dort natĂŒrlich die Sulzbacher Sirene hört“.

Diese Kooperation hat sich in den letzten Jahren bewÀhrt. Um Punkt zehn Uhr wird durch die Feuerwehrleitstelle Rhein Neckar zunÀchst ein an- und abschwellender Heulton ausgelöst: Das bedeutet (im Ernstfall), man soll das RundfunkgerÀt einschalten.

Um 10.02 Uhr folgt ein Dauerton von drei Mal zwölf Sekunden (Feueralarm) und zwei Minuten spĂ€ter ein einminĂŒtiger Dauerton (Entwarnung). Sirenenwarnungen, so Hemsbachs Stadtbrandmeister Thomas Pohl, sind auch in der hochtechnisierten Zeit nicht ĂŒberflĂŒssig.

„Die Feuerwehr hĂ€lt die Sirenen fĂŒr wichtig“, sind sich Pohl und Albrecht einig. Sie sind vom Feuerwehrzentrum Weinheim und dem Feuerwehrhaus Hemsbach zentral aber auch einzeln anzusteuern, sie funktionieren unabhĂ€ngig von Funknetzen und sie sind in Weinheim flĂ€chendeckend zu hören.

Die KatastrophenschĂŒtzer können so sogar ihre eigene Mannschaft alarmieren, wenn das Funknetz unsicher werden sollte. Klar ist aber auch: Die Warnsirenen sind nur dann sinnvoll einsetzbar, wenn die Bevölkerung mit den Signalen vertraut ist – und auch den Test von einem Ernstfall unterscheiden kann. Albrecht: „Deshalb sind Tests wie am 13. April wichtig.“
 

Jahreshauptversammlung mit positiver Bilanz

Ortsvorsteher Josef Klemm wÀre gerne Mitglied der Jugendfeuerwehr

Gut aufgegestellt - die Abteilung Sulzbach der Feuerwehr Weinheim. v.l.: Karsten Fath, Agnes Seyferth, Renzo Sgobbio, Christian Knapp, Wolfgang Eberle, Josef Klemm, Sven Buerholt, Tobias Kain, Jennifer Heinrich, Erich Reinemuth, Freya Niehof, Florian Fath, Reinhold Albrecht

Weinheim/Sulzbach, 22. Januar 2012. (red/fw/RM) Ortsvorsteher Josef Klemm hat besondere Freude an der Kinderfeuerwehr in Sulzbach. Bei der Jahreshauptversammlung der Abteilung Sulzbach gab es viel Lob fĂŒr das Engagement der Kameradinnen und Kameraden. Die Notfallseelsorge hat drei neue Mitglieder. Neben Lob, Beförderungen und Auszeichnungen gab es aber auch ein wenig Sorge um den Spielmannszug. 

Von Ralf Mittelbach

Ortsvorsteher Josef Klemm ist stolz auf seine Feuerwehr in Weinheims nördlichsten Ortsteil Sulzbach.

AnlĂ€sslich der Jahreshauptversammlung, brachte er seine Begeisterung fĂŒr die Wehr zum Ausdruck. Denn obwohl die Wehr im letzten Jahr zwei aktive Mitglieder weniger hatte und nun auf 46 leicht geschrumpft ist, wie aus dem Bericht von SchriftfĂŒhrerin Claudia Fath hervorging, ist sie sehr innovativ.

Aktive Kinderfeuerwehr

Sorge muss man sich in Sulzbach aber nicht machen, wie Stadtbrandmeister Reinhold Albrecht mit Blick auf die Kinderfeuerwehr erleichtert feststellte. Denn inzwischen sind auch hier 23 Kinder im Alter von 6 – 10 Jahren bei der Feuerwehr.

Auch die Jugendfeuerwehr an deren Spitze Jugendfeuerwehrwartin Florentine Zimmermann steht, hatte einen krĂ€ftigen Aufschwung und konnte sechs neue Mitglieder begrĂŒĂŸen und ist somit von 12 auf 18 Jugendliche gewachsen.

Am 40-jĂ€hrigen JubilĂ€um, auf das die Jugend im letzten Jahr zurĂŒckblicken konnte, lag das allerdings nicht, vielmehr an den FrĂŒchten die die Kinderfeuerwehr trĂ€gt, denn fĂŒnf der Neumitglieder wechselten mit erreichen des 10. Lebensjahr in diese Abteilung.

Wie gut die Jugendarbeit ist, hat Klemm bei einigen Übungen beobachten können, bei denen den Kindern die Begeisterung im Gesicht stand. „Da wĂ€re ich gerne nochmal jung und Mitglieder der Jugendfeuerwehr“, so Klemm und ĂŒberreicht eine Spende fĂŒr die Jugendarbeit.

Viele AktivitĂ€ten – Sorge beim Spielmannszug

21012012_jhv_sulzbach_1000

Musikalische Begleitung.

Die Wehr hat in den letzten Jahren einen großen Aufschwung genommen, so Klemm weiter, der auch die GrĂŒndung des Feuerwehrfrauen Treff, geleitet von Inge Grau, die AktivitĂ€ten der Alterskameraden geleitet von Ehrenkommandant Bernd Rettig sowie den Förderverein mit ihrer Vorsitzenden Elke Knapp lobte.

Durch dieses breite Angebot, bietet die Sulzbacher Feuerwehr fĂŒr alle BĂŒrger des Ortes eine FreizeitaktivitĂ€t und bereichert mit ihren öffentlichen Veranstaltungen das Ortsleben. Etwas Sorge bereitet der Spielmannszug wie StabfĂŒhrer Rudi Neumann berichtet.

Zwar stehen 17 Spielleute zur VerfĂŒgung, aber durch private und dienstliche Verpflichtungen ist die der Spielmannszug immer mehr auf Kooperationen mit den Nachbarn angewiesen. So treten die Spielleute aus Laudenbach und Sulzbach immer öfter gemeinsam auf.

Wichtige Rolle der Sulzbacher Wehr

Wie wichtig die Wehr im Gesamtkonzept der Weinheimer Feuerwehr ist, zeigen die 14 EinsĂ€tze bei denen die Abteilung Sulzbach die Abteilungen Stadt und LĂŒtzelsachsen – Hohensachsen unterstĂŒtzen mussten. Zwölf BrĂ€nde musste die Wehr 2011 löschen, sechs Brandmeldealarme fahren, zu sieben technischen Hilfeleistungen wie Wasser im Keller ausrĂŒcken, fĂŒnf Fehlalarme verbuchen und einmal zur Amtshilfe fĂŒr Polizei und Ordnungsamt tĂ€tig werden.

Mit dem LF Katschutz des Bundes, hat die Abteilung Sulzbach im Berichtsjahr ein Fahrzeug des Bundes fĂŒr die Aufgaben des Katastrophenschutz ĂŒbergeben bekommen.

Das Fahrzeug kann zukĂŒnftig ĂŒberregional bei grĂ¶ĂŸeren Katastrophen vom Bund mit Personal der Abteilung Sulzbach abgerufen werden. Daher wurde hier auch im Vergangen Jahr ein Schwerpunkt auf die Ausbildung gelegt.

Aber auch sonst, bildeten sich die Aktiven weiter, besuchten neben den regulĂ€ren Übungen, Ausbildungen im Bereich Atemschutz und Maschinist, sowie der FeuerwehrsanitĂ€ter. Ein weiteres neues Aufgabengebiet ist die psychosoziale Notfallversorgung, die bei der Weinheimer Feuerwehr weiter ausgebaut wird. ZukĂŒnftig wird es neben der Abteilung Stadt einen weiteren Standort fĂŒr Notfallseelsorger am in Sulzbach geben.

ZusÀtzliche Notfallseelsorger

21012012_jhv_sulzbach_1009

Ortsvorsteher Josef Klemm wĂŒrde gerne in die Kinderfeuerwehr eintreten - ist aber leider nicht mehr im richtigen Alter.

Neben Tomas Knapp werden nun noch drei weitere Notfallseelsorger ihren Dienst tun und damit die Abteilung Stadt entlasten. Abteilungskommandant Karsten Fath begrĂŒĂŸte die neuen Notfallseelsorgerinnen Agnes Seyferth, Christel Apel und Gabriele Landler und freute sich auf die Zusammenarbeit mit dem Team. Agnes Seyferth bedankte sich in diesem Zusammenhang fĂŒr den Fahrdienst, den die Abteilung Sulzbach fĂŒr das Notfallseelsorgeteam leistet.

Bei so viel Leistung, standen natĂŒrlich auch Ehrungen und Beförderungen auf der Tagesordnung. FĂŒr zehn Jahre Feuerwehrdienst wurde Jennifer Heinrich, fĂŒr 20 Jahre Daniela Hofmann und fĂŒr 50 Jahre Erich Reinemuth geehrt.

Freya Niehof wurde zur Feuerwehrfrau, Florian Fath und Sven Buerholt zum Oberfeuerwehrmann und Tobias Kain zum Brandmeister befördert. Ein Dank ging an Bernhard Adolph, der nun von der aktiven Wehr zur Altersmannschaft wechselte.

Abschied von Wolfgang Eberle

Mit etwas Wehmut, verabschiedete sich die Abteilung Sulzbach vom stellvertretenden Stadtbrandmeister Wolfgang Eberle, mit dem man immer gut und gerne zusammen gearbeitet hat.

Da er sein Amt anlĂ€sslich der Jahreshauptversammlung der Weinheimer Feuerwehr am 02. MĂ€rz zur VerfĂŒgung stellt, war dies die letzte Jahreshauptversammlung an der er in seiner Funktion teilnahm.

Abteilungskommandant Karsten Fath, betonte aber, dass Eberle jederzeit gerne in Sulzbach gesehen ist und bot ihm an, am diesjÀhrigen Familienausflug nach Ebbs in Tirol teilzunehmen.

Zum Schluss der Jahreshauptversammlung gab der Abteilungskommandant noch einen Ausblick auf das Jahr 2013, denn da wird die Wehr „112“ Jahre was mit zahlreichen Aktionen gefeiert werden soll.

Termine der Feuerwehr Sulzbach
22.04.2012 10:00 Sulzbach – Förderverein Flohmarkt am Feuerwehrhaus
29.04.2012 10:00 Sulzbach – Tag der offenen TĂŒr ums Feuerwehrhaus
03.10.2012 09:00 Sulzbach – Volkswandertag ab dem Feuerwehrhaus
06.10.2012 10:00 Sulzbach – Förderverein Feuerlöscher ÜberprĂŒfung
20.10.2012 20:00 Sulzbach – Feuerwehrball im BĂŒrgersaal

Anmerkung der Redaktion: Ralf Mittelbach ist Feuerwehrmann und Pressewart der Feuerwehr Weinheim.

[nggallery id=26]