Donnerstag, 23. November 2017

Feuerwehr Weinheim mit neuem Design

Neuer Internetauftritt zum Nikolaus

Weinheim, 09. Dezember 2014. (red/fw) Die Feuerwehr Weinheim ging 1999 als eine der ersten Wehren online. Das ist nun 15 Jahre her und Grund genug den Online-Auftritt ein neues Outfit zu geben. [Weiterlesen…]

Weinheimer Feuerwehr musste 2011 außergewöhnlich viele Brände löschen

Ăśber 10 000 Stunden fĂĽr die Sicherheit

Die Weinheimer Feuerwehr musste im Jahr 2011 viele Brände löschen. Foto: Stadt Weinheim.

Weinheim, 13. Januar 2012 (red/pm) Weinheimer Feuerwehr musste im Jahr 2011 außergewöhnlich viele Brände löschen. Das ehrenamtliche Engagement hat fast 200.000 Euro gespart. Die Weinheimer Feuerwehr hat keine Personalprobleme hat. Die Zahl der Aktiven erhöhte sich im Jahr 2011 sogar noch einmal leicht.

Information der Stadt Weinheim:

„Auf der pfiffigen Internetseite der Freiwilligen Feuerwehr Weinheim läuft ein Ticker, eine Art Kostenuhr. Dort gibt der Webmaster jeweils die geleistete Stundenzahl der Weinheimer Feuerwehrleute bei Einsätzen und Sicherheitswachen ein und multipliziert sie mit einem bescheidenen Stundenlohn. Am Ende des Jahres erfährt dann jeder, was die ehrenamtlich tätigen Feuerwehrleute der Stadt und letztlich ihren BĂĽrgerinnen und BĂĽrgern gespart hat, und was die Sicherheit ohne das ehrenamtliche Engagement der Feuerwehr kosten wĂĽrde. Im letzten Jahr waren das fast 200.0000 Euro.

„Das ist nur symbolisch, denn wir leisten unsere Arbeit gerne und aus Überzeugung“, erklärte jetzt Stadtbrandmeister Reinhold Albrecht bei der Jahresbilanz-Pressekonferenz der Feuerwehr, „aber sollte dies immer bedenken“.

Sage und schreibe fast 10 500 Stunden haben die Weinheimer Feuerwehren in der Stadt und den Ortsteilen im Jahr 2011 für die Sicherheit der Bürger geleistet – davon rund 8700 Einsatzstunden und rund 1800 Stunden bei Sicherheitswachen. Das erläuterte Albrecht jetzt mit seinen beiden Stellvertretern Volker Jäger und Wolfgang Eberle im Beisein von Bürgermeister und Feuerwehrdezernent Dr. Torsten Fetzner.

Mit insgesamt 769 Einsätzen war die Gesamtzahl zwar etwas rückläufig, ins Auge fällt aber die große Zahl an Bränden. 141 Mal musste die Wehr ausrücken, um zu löschen. Am häufigsten fuhren die feuerroten Fahrzeuge zu Technischen Hilfeleistungen (bei Sturm, Hochwasser, Verkehrsunfällen und so weiter), nämlich 218 Mal.

Es gab aber unter anderem auch 54 Notfalleinsätze durch Helfer vor Ort – das ist eine Art Spezialeinheit der Weinheimer Feuerwehr: Als Feuerwehr-Sanitäter ausgebildete Blauröcke leisten bei einem gesundheitlichen Notfall Erste Hilfe und überbrücken dabei die oft lebenswichtigen Minuten bis zum Eintreffen des Rettungswagens.

Dazu kommen Maßnahmen des so genannten vorbeugenden Brandschutzes, zum Beispiel Stellungnahmen zu Bauanträgen von Gewerbebauten und rund 150 Beratungen von Bauherren und Architekten – auch diese Aufgabe nimmt die Feuerwehr wahr. Insgesamt wurden bei Einsätzen 45 Personen gerettet, 33 hiervon kamen mit Verletzungen davon. Aber immer wieder hat die Feuerwehr auch mit tragischen Todesfällen zu tun, zwölf Mal kam dies im letzten Jahr vor.

Welch ein Glück bei dieser Fülle von Tätigkeiten, dass die Weinheimer Feuerwehr – ganz im Gegensatz zum bundesweiten Trend – keine Personalprobleme hat. Die Zahl der Aktiven erhöhte sich im Jahr 2011 sogar noch einmal leicht auf jetzt 352 Mitglieder, davon sind 58 Feuerwehrangehörige weiblich. Das Erfolgsrezept ist die engagierte Jugendarbeit; die Zahl der Mitglieder in der Jugendfeuerwehr ist von 111 jetzt sogar auf 123 gestiegen – ein echter Talentschuppen.

Dass die Weinheimer Feuerwehr im Verbund mit anderen Wehren in der Metropolregion Rhein-Neckar eine feste Bank ist, brauchte Reinhold Albrecht nicht extra zu betonen. Die Weinheimer sind zum Beispiel vorne dabei, wenn sich die Sicherheitseinrichtungen der Region beim Mannheimer Maimarkt (Halle 25) unter dem Motto „Schulterschluss“ gemeinsam präsentieren.

Das ist aber beileibe nicht die einzige Aktion, die man in diesem Jahr vor hat. Denn in 2012 feiert die Freiwillige Feuerwehr Weinheim ihr 150-jähriges Bestehen mit einer Reihe von Jubiläumsfeierlichkeiten, unter anderem mit einem Festbankett im Mai und einem Brandschutztag im September.“

Der junge freiwillige Feuerwehrmann Christopher Quintel bleibt der Wehr trotz Unfall im Einsatz treu

„Ich mach’ trotzdem weiter“

Christopher Quintel mit Weinheims Stadtbrandmeister Reinhold Albrecht. Foto: Feuerwehr Weinheim.

Weinheim, 23. Dezember 2011. (red/rm) Christopher Quintel wurde bei einem Feuerwehreinsatz im November verletzt. Aber fĂĽr ihn steht fest, er macht weiter.

Information der Feuerwehr Weinheim:

„Es ist ein Sonntag im November, als Christopher Quintel morgens um 4.14 Uhr von seinem Funkmelder aus dem Schlaf gerissen wird. Auch seine junge Frau und das Kind werden geweckt, aber für eine Verabschiedung bleibt keine Zeit, denn wenn der Alarm kommt muss es schnell gehen. Für die Angehörigen der ehrenamtliche Einsatzkräfte ist das inzwischen Routine; sie haben sich daran gewöhnt, dass ihre Männer und Frauen rund um die Uhr ihren Mitbürger helfen, wenn diese in Not geraten sind.

Helfen in Not ist auch das Gebot des 22-jährigen Christopher Quintel. Seit seinem zehnten Lebensjahr ist er Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr Weinheim. Seinen Dienst verrichte er bei der Abteilung Stadt. So auch an diesem Sonntag, als die Wehr zu einem Brandeinsatz gerufen wird.

An der Bergstraße am ehemaligen Güterbahnhof unter der Barbarabrücke war ein großer Container in Brand geraten. Christopher Quintel machte sich mit seinen Kameraden auf den Weg um den Brand zu löschen und eine weitere Ausbreitung zu verhindern. Durch den schnellen Einsatz konnte das Feuer auch unter Kontrolle gebracht werden, auch wenn sich die Löscharbeiten mehrere Stunden hinzogen, da der Inhalt des Containers mit einem Radlader abgetragen werden musste, um alle Glutnester zu löschen.

Auch Christopher Quintel leistet seinen Beitrag zu dem Löscherfolg – bis er sich während des Einsatzes plötzlich den MittelfuĂź brach. Dann brauchte er selbst Hilfe.

Jedes Jahr fahren die Einsatzkräfte der freiwilligen Feuerwehr Weinheim um die 800 Einsätze, ehrenamtlich und unentgeltlich. 24 Stunden am Tag. „Glücklicherweise kommt es sehr selten zu schweren Unfällen, trotzdem ist die Gefahr täglich gegeben wie dieser Einsatz zeigt“, erklärt Stadtbrandmeister Reinhold Albrecht.

Ein Einsatz der hätte vermieden werden können, wenn der Container nicht angezündet worden wäre – ein fahrlässiges Zündeln ist Schuld an Quintels Verletzung. Inzwischen ist Christopher Quintel wieder auf dem Weg der Besserung und hat eine Operation, bei der ihm zur Stabilität des Mittelfußes ein Draht eingesetzt, wurde gut überstanden. Er wird wieder. Bürgermeister und Feuerwehrdezernent Dr. Torsten Fetzner und Stadtbrandmeister Reinhold Albrecht haben im Namen der Stadt Weinheim und der Feuerwehr Genesungswünsche überbracht. Für Christopher Quintel steht fest, auch wenn er sich verletzt hat – „Auch in Zukunft wird er seine Freizeit für ihre Sicherheit opfern“, „Ich mach auf jeden Fall weiter.“

Einen schönen Tag wünscht
Das weinheimblog