Montag, 25. September 2017

W√§rmeversorgung r√ľstet auf - schon 46 Geb√§ude angeschlossen

Zweiter Kessel f√ľr Fernw√§rme in Rippenweier

Weinheim, 12. Dezember 2014. (red/pm) Im Weinheimer Ortsteil Rippenweier wird aktuell der zweite Heizkessel f√ľr die¬†Holzhackschnitzelanlage verrohrt,¬†wie Fachleute die Einbindung in das noch junge W√§rmenetz in Rippenweier nennen.

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Defektes Kabel sorgt f√ľr Ausfall

3 Minuten ohne Strom

Weinheim, 20. November 2014. (red/pm) Zwischen 08:08 Uhr und 08:11 Uhr kam es heute im Stadtgebiet zu einem Stromausfall. Der Fehler wurde durch ein defektes 20 Kilovolt-Kabel verursacht.¬† [Weiterlesen…]

Stadtwerke Weinheim erfassen ab November Jahresverbrauch

Zählerableser sind wieder unterwegs

Weinheim, 10. Noevmeber 2014. (red/pm) Ab dem 13. November lesen die Stadtwerke Weinheim f√ľr die Jahresrechnung im gesamten Netzgebiet ihre rund 64.000 Strom-, Gas-, W√§rme- und Wasserz√§hler ab. Die Mitarbeiter der damit beauftragten Firma U-Serv sind von Montag bis Freitag zwischen 08:00 bis 19:00 Uhr unterwegs und samstags von 09:00 bis 16:00 Uhr. [Weiterlesen…]

MdL Uli Sckerl widerspricht Stadtwerke-Gesch√§ftsf√ľhrer Peter Kr√§mer

Streit um geplante Anhebung des ‚ÄěWasserpfennigs‚Äú:

Weinheim, 14. Oktober 2014. (red/pm) Der Gesch√§ftsf√ľhrer der Weinheimer Stadtwerke Peter Kr√§mer hat in einer Pressemitteilung die geplante Anhebung des sogenannten ‚ÄěWasserpfennig‚Äú durch das Land kritisiert und von einer Zweckentfremdung dieser seit Jahren bestehenden Abgabe gesprochen. Dem widersprach jetzt der Landtagsabgeordnete Uli Sckerl: [Weiterlesen…]

Gelingt die Herkulesaufgabe?

B√ľrgerinformationsabend zur Energiewende

Weinheim, 02. Oktober 2014. (red/pm) Am Dienstag, 14. Oktober, veranstalten die Stadtwerke Weinheim ihr zweites Energiesymposium. Das Thema diesmal: ‚ÄěEnergiewende im Brennpunkt ‚Äď Gelingt die Herkulesaufgabe?‚Äú. Eingeladen sind wieder alle B√ľrgerinnen und B√ľrger, die sich f√ľr die Zukunft der Energieversorgung interessieren. Beginn ist um 18:00 Uhr in der Alten Druckerei, der Eintritt ist frei. [Weiterlesen…]

Stadtwerke Weinheim kritisieren geplante Anhebung des Wasserpfennigs

Verbraucher sollen f√ľr Wasser bald mehr zahlen

Weinheim, 30. September 2014. (red/pm) Baden-W√ľrttembergs Umweltminister Franz Untersteller¬†will den sogenannten Wasserpfennig anheben. Die Mehreinnahmen¬†sollen aber nicht dem urspr√ľnglichen Verwendungszweck, dem¬†Grundwasserschutz, dienen, sondern dem Hochwasserschutz. Peter Kr√§mer,¬†Gesch√§ftsf√ľhrer der Stadtwerke Weinheim, missbilligt dieses Vorhaben.¬† [Weiterlesen…]

Stadtwerke Weinheim mit solider Bilanz

„2013 war ein Klasse Gesch√§ftsjahr“

Weinheim, 06. August 2014. (red) Die Stadtwerke Weinheim pr√§sentierten in der vergangenen Woche gute Gesch√§ftszahlen. Zwar ging der Gewinn um 10,5 Prozent zur√ľck, obwohl der Umsatz um gut 6 Prozent gesteigert werden konnte, doch das waren au√üerordentliche Effekte. Insbesondere die Umstellung des Buslinienkonzepts hat f√ľr h√∂here Kosten gesorgt. Die Zahlen f√ľr 2014 werden nicht so gut werden, da ein milder Winter erheblich niedrigere Verbrauche bei Strom und Gas mit sich brachte – den beiden Umsatzbringern des st√§dtischen Unternehmens. [Weiterlesen…]

Am 01. Februar l√§uft der elektronische Zahlungsverkehr √ľber SEPA

„Enormer Aufwand“ f√ľr zwei Ziffern mehr

Foto: Deutsche Bundesbank

F√ľr Privatpersonen sind es zwei Ziffern mehr zu merken. F√ľr Gemeindekassen, Unternehmen und Vereine bedeutet die Umstellung auf SEPA einen hohen Aufwand. Foto: Deutsche Bundesbank

 

Rhein-Neckar,09. Januar 2014. (red/ld/al) W√§hrend sich Privatpersonen k√ľnftig nur zwei neue Ziffern f√ľr ihre IBAN merken m√ľssen, hatten Gemeindeverwaltungen, Unternehmen und Vereine in den vergangenen Monaten mehr Aufwand. Grund ist SEPA – die Vereinheitlichung des EU-weiten elektronischen Zahlungsverkehrs. Stichtag ist der 01. Februar. Sie sind vorbereitet. [Weiterlesen…]

Defekte Isolation einer Muffe löst Erdschluss aus

Ursache des Stromausfalls geklärt

Weinheim, 19. September 2013. (red/pm) Eine „Muffe“ war schuld – informieren die Stadtwerke aktuell. In der Nacht zum Montag war in mehreren Stadtteilen f√ľr gut vier Stunden der Strom ausgefallen. Betroffen waren rund 6.000 Kunden. Die Ursachenermittlung hat drei Tage in Anspruch genommen. [Weiterlesen…]

Tipps von Experten, wie Sie Ihr zu viel gezahltes Geld zur√ľckbekommen

Schluss mit zweifelhaften Gaspreiserhöhungen

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Ihre Gasrechnung wird immer teurer? Im Falle von rechtswidrigen Preiserhöhungen können Sie sich Ihr Geld zurückholen. (Foto: CC-BY-SA-2.0, via Wikimedia Commons)

 

Rhein-Neckar, 19. September 2013. (red/aw) Nach dem juristischen Erfolg der Verbraucherzentrale Nord­rhein-West­falen vor dem Bundes­gerichts­hof steht fest: RWE und andere Gasversorger müssen Hundert­tausenden von Kunden auf unzu­lässige Preis­erhöhungen entfallende Beträge zurück­zahlen – zum Teil über viele Jahre hinweg. Ein Test unter dreißig Anbietern zeigt, dass die Transparenz in dieser Branche aber immer noch nicht ausreichend ist. Die Verbraucherorganisation Stiftung Warentest hat für bereits Geschädigte Tipps veröffentlicht, wie Sie sich Ihr Geld zurückholen können.  [Weiterlesen…]

Hunderte Haushalte ohne Strom - Ampelschaltungen ausgefallen - Verkehrsbehinderungen

Stromausfall nach Kabelfehler

Weinheim, 16. September 2013. (red/pm) Aktualisiert. Ein Kabelfehler im 20-KV-Netz hat in der Nacht zum Montag in Weinheim einen Stromausfall in weiten Teilen der Stadt verursacht. Noch am Montag Vormittag arbeiteten die Stadtwerke Weinheim unter Hochdruck daran, den Grund f√ľr den Fehler herauszufinden. [Weiterlesen…]

Gutes Geschäftsjahr der Stadtwerke Weinheim GmbH

Große Herausforderung trotz positiver Bilanz

Stadtwerke-Chef Peter Kr√§mer kann sich √ľber eine positive Gesch√§ftsentwicklung freuen – die Energiepolitik hingegen macht ihm gro√üe Sorgen.

 

Weinheim, 26. Juli 2013. (red) Die Stadtwerke Weinheim GmbH konnten Umsatz und Ergebnis im Gesch√§ftsjahr 2012 steigern. Insgesamt zieht das Unternehmen eine positive Bilanz, steht aber durch Ver√§nderungen im Energiemarkt wie alle Versorger vor gro√üen Herausforderungen. Gesch√§ftsf√ľhrer Peter Kr√§mer sieht die Politik in der Pflicht – ihm fehlt ein Masterplan zur Energiewende. Insbesondere die Versorungssicherheit bereitet im Sorgen. [Weiterlesen…]

Am 27. Juli ‚Äď Gro√üe B√ľhnen-Fernsehshow mit DJ √Ėtzi am 26. Juli im Stadion

Nils Schmid startet Tour de Ländle

DJ Pressefotos Es ist Zeit (2012) - CMS Source

Die Vorbereitungen f√ľr die B√ľhnenshow laufen auf Hochtouren: Am 26. Juli treten unter anderem DJ √Ėtzi und Mara Kayser zum Start der Tour de L√§ndle auf. Foto: Stadt Weinheim

 

 

Weinheim, 15. Juli 2013. (red/pm) Wenn am Samstag, 27. Juli, morgens um 08:30 Uhr fast 3.000 Radfahrer im Weinheimer Stadion zur ‚ÄěTour de L√§ndle‚Äú starten, dann ist die Schlagerkanone ‚ÄěDJ √Ėtzi‚Äú wohl schon wieder bei seinem Anton aus Tirol. Aber in Weinheim ist der Vorabend des Tourstarts genauso wichtig wie das Radeln selbst. [Weiterlesen…]

Neubaugebiet L√ľtzelsachsen Ebene

Spatenstich f√ľr Heizzentrale

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Peter Kr√§mer, Gesch√§ftsf√ľhrer der Stadtwerke Weinheim, Architekt Roland Tr√§ger, Erster B√ľrgermeister Dr. Torsten Fetzner, Uwe Gerbich-Demmer vom Pilgerhaus, Werner Sporer vom Autohaus Sporer und Manfred M√ľller-Jehle von der Wirtschaftsf√∂rderung der Stadt Weinheim (von Links) setzten heute den ersten Spatenstich f√ľr die neue Heizzentrale.

 

Weinheim, 02. Juli 2013. (red/ld) Heute mittag war Spatenstich f√ľr die neue Heizzentrale der Stadtwerke Weinheim. Sie soll im Oktober, zu Beginn der Heizperiode, in Betrieb gehen. In dem 250 Quadratmeter gro√üen, einst√∂ckigen Geb√§ude soll ein Heizkessel betrieben werden, der als Reserve dienen soll. Die restliche W√§rmeleistung wird √ľber die Abw√§rme des Blockheizkraftwerks von Landwirt Axel Gro√ühans bezogen. [Weiterlesen…]

Wasser wird nicht privatisiert ‚Äď der Schriesheimer Gemeinderat tr√§gt nichts dazu bei

‚ÄěVielen war nicht bewusst, dass es Altenbach und Ursenbach direkt betrifft‚Äú

Auch k√ľnftig kommt bezahlbares und hochwertiges Wasser von kommunalen Versorgern beim Verbraucher an.

 

Schriesheim/Rhein-Neckar, 21. Juni 2013. (red/zef) Heute erteilte der EU-Kommissar Michel Barnier der Privatisierung von der Trinkwasserversorgng auf massiven √∂ffentlichen Druck der Europ√§ischen B√ľrgerinitiative right2water, von Kommunen und dem Deutschen St√§dtetag ¬†eine endg√ľltige Absage. Der Gemeinderat Schriesheim hat es jedoch am Mittwoch vers√§umt, im Gegensatz zu den Gemeinder√§ten in Weinheim und Heddesheim, seinen Beitrag zu leisten. Eine entsprechende Resolution von Gr√ľnen und SPD lehnte der Gemeinderat mit einem Patt von 13 Ja- und 13 Nein-Stimmen ab. Besonders irritierend √§u√üerte sich die Fraktion der CDU: Ihr war nicht bewusst, dass die Ortsteile Ursenbach und Altenbach im Gegensatz zu Schriesheim von einer europaweiten Ausschreibung betroffen gewesen w√§ren. [Weiterlesen…]

Laut Landtagsabgeordnetem Uli Sckerl bedroht die EU die kommunale Wasserverorgung

Trinkwasser bald nur noch f√ľr Reiche?

Schriesheim/Rhein-Neckar, 05. M√§rz 2013. (red/zef) Schwerpunktthema der Gr√ľnen Kreisversammlung am 28. Februar war etwas, das jeden betrifft: Die Wasserversorgung. Am 28. Juli 2010 erkl√§rten die Vereinen Nationen den Zugang zu sauberem Wasser zu einem Menschenrecht. Das Problem ist jedoch: Dies ist gesetzlich nicht bindend. Laut Uli Sckerl, dem Vorsitzenden der Gr√ľnen Rhein-Neckar, m√∂chte nun die Europ√§ische Kommission, die Regierung der EU, dieses Recht unterlaufen. Bereits 1,2 Millionen B√ľrgerInnen der EU haben sich in einer Europ√§ischen B√ľrgerinitiative (EBI) dagegen ausgesprochen. [Weiterlesen…]

Feuerwehrhaus und Keltensteinhalle

√Ėkologische W√§rme f√ľr Rippenweier

Weinheim-Rippenweier, 29. November 2012. (red/pm) Feuerwehrhaus und Keltensteinhalle werden jetzt von einer Holzheizung versorgt ‚Äď Stadtwerke pr√ľfen W√§rmenetz f√ľr den Ort.

Pressemitteilung der Stadt Weinheim:

Das Feuerwehrhaus und die Keltensteinhalle in Rippenweier werden jetzt durch eine Holzheizung versorgt. Foto: Stadt Weinheim.

„Energetisch betrachtet, ist die Keltensteinhalle im Weinheimer Ortsteil Rippenweier jetzt das wohl umweltfreundlichste und innovativste Geb√§ude in der ganzen Stadt. Im Sommer wurde auf dem Dach eine B√ľrgersolaranlage installiert, die seither ordentlich Strom produziert. Und seit dem heutigen Donnerstag (29. November) wird die Halle mitsamt dem benachbarten Feuerwehrhaus √ľber eine Nahw√§rmeversorgung aus einer Holzheizung im Ort versorgt.

Das ist f√ľr die beiden √∂ffentlichen Geb√§ude ein gro√üer Fortschritt, betonte jetzt Weinheims B√ľrgermeister Dr. Torsten Fetzner, denn bislang musste dort mit Nachtspeicher√∂fen elektrisch geheizt werden. Die Stromkosten waren in den letzten Jahren st√§ndig gestiegen. Eine Umstellung auf Gas war nicht m√∂glich, weil in Rippenweier kein Gasleitungsnetz zur Verf√ľgung steht.

Jetzt hat die Stadt gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe geschlagen. Durch die Umstellung auf die Nahw√§rme heizt sie CO2-neutral und damit deutlich √∂kologischer, sie spart rund 10 000 ‚ā¨ Heizkosten im Jahr (was eine rasche Amortisation der Investitionskosten erm√∂glicht) und sie bewahrt die Wertsch√∂pfung vor Ort. Denn die Holzhackschnitzel- und Scheitholzheizung steht beim √∂rtlichen Forstunternehmen Werner Bitsch. Von dort werden bereits neben seinem eigenen Wohnhaus zwei weitere Geb√§ude mit W√§rme aus nachwachsenden Rohstoffen versorgt.

Die W√§rme f√ľr die beiden st√§dtischen Geb√§ude wird durch eine 300 Meter lange W√§rmeleitung zum Feuerwehrhaus gef√ľhrt. Dort steht ein Pufferspeicher mit 5000 Liter Speichervolumen. Von dort wird die W√§rme √ľber W√§rmetauscher auf die beiden Geb√§ude verteilt. Die alten Nachtspeicher√∂fen wurden entfernt und durch wassergef√ľhrte Heizk√∂rper ersetzt. Die L√ľftungsanlage und die Fu√übodenheizung in der Keltensteinhalle wurden ebenfalls an das wassergef√ľhrte Heizsystem angeschlossen. Werner Bitsch und Dr. Torsten Fetzner unterzeichneten am Donnerstag einen Vertrag √ľber die W√§rmelieferung. Beantragt ist ein Zuschuss aus dem Landesprogramm ‚ÄěKlimaschutz Plus“.

Und Werner Bitsch plant noch mehr: Gemeinsam mit seinem Partner Peter Quintel will er im Ortskern ein W√§rmenetz aufbauen. Die Stadtwerke Weinheim, selbst engagierte Verfechter von Nah-und Fernw√§rme, stehen dem Projekt aufgeschlossen gegen√ľber: ‚ÄěWir k√∂nnen uns vorstellen, Juniorpartner des Projekts zu sein‚Äú, sagt Peter Kr√§mer, Gesch√§ftsf√ľhrer der Stadtwerke Weinheim dazu. ‚ÄěWir w√ľrden als Stadtwerke unser Know-how beim Aufbau von W√§rmenetzen einbringen; die Herrn Bitsch und Quintel den Brennstoff und die R√§umlichkeiten f√ľr die W√§rmezentrale‚Äú, f√ľhrt er weiter aus.

Ob sich ein W√§rmenetz allerdings wirtschaftlich in Rippenweier realisieren l√§sst, h√§nge davon ab, wie viele Hausbesitzer und Bauherren k√ľnftig tats√§chlich W√§rme beziehen wollen. Im ersten Schritt wollen die drei jetzt zun√§chst das Interesse der Anlieger und die Machbarkeit pr√ľfen.“

Strompreiserh√∂hung 2013: Auch Stadtwerke Weinheim m√ľssen aufschlagen

„Wir haben gar keine andere M√∂glichkeit“

Peter Kr√§mer, Gesch√§ftsf√ľhrer der Stadtwerke Weinheim, in der Leitwarte des Betriebs. Herr Kr√§mer spart nicht mit Kritik an der Energiepolitik. Die Strompreispolitik vergleicht er mit planwirtschaftlichen Prozessen.

 

Weinheim/Rhein-Neckar, 17. November 2012. (red/aw) Die Strompreise sind seit Wochen in aller Munde. Jetzt haben auch die Stadtwerke Weinheim angek√ľndigt, im n√§chsten Jahr den Strom teurer zu machen. Stadtwerke-Chef Peter Kr√§mer ist dar√ľber alles andere als gl√ľcklich. Nach seiner Auffassung sind staatliche Umlagen und Steuern der Energiewende daf√ľr verantwortlich . Wir haben ihn im Interview √ľber die Gr√ľnde seiner Kritik an der Energiepolitik und m√∂glichen Folgen der Erh√∂hung befragt.

Interview: Alexandra Weichbrodt

Herr Krämer, die Stadtwerke erhöhen den Strompreis zum 1. Januar 2013 um etwa 10 Prozent, von 24,92 Cent pro Kilowattstunde auf 27,58 Cent. Haben Sie Sorge, dass Ihnen jetzt die Kunden davon laufen?

Peter Kr√§mer: Unsere¬†Kunden sind nat√ľrlich preissensibel, die meisten wissen aber auch, dass wir faire Preise haben und auf uns Verlass ist. Etliche Billiganbieter sind in den vergangenen Jahren Pleite gegangen. Das haben sich die Verbraucher gemerkt. Und ich bin auch √ľberzeugt, dass die meisten unserer Kunden wissen, dass die aktuelle Preiserh√∂hung ausschlie√ülich staatlich verordnete Preisbestandteile betrifft, die wir an den Gesetzgeber abf√ľhren m√ľssen. Wir haben sie mit dem Anschreiben dar√ľber ausf√ľhrlich informiert. Die Preiszusammensetzung beim Strom sieht inzwischen so aus, dass wir 70 Prozent der Kostenbestandteile als Versorger √ľberhaupt nicht mehr beeinflussen k√∂nnen: Das sind Steuern, diverse Umlagen f√ľr die Finanzierung der Energiewende sowie¬†Abgaben Wir haben also gar keine andere M√∂glichkeit als unsere Preise daran anzupassen.

Welche Probleme treten bei der Weitergabe dieser Erhöhung an den Kunden auf? 

Kr√§mer: In erster Linie sehe ich das Problem, dass der Kunde die gesetzlichen √Ąnderungen am Strompreis zum Jahreswechsel kaum noch nachvollziehen kann. Spricht man heute mit einem Kunden, dann kennt er vielleicht noch das EEG, das Erneuerbare Energien Gesetz.¬†Eventuell auch¬†die Stromsteuer. Aber bei den Begriffen Kraft-W√§rme-Kopplungsgesetz, Konzessionsabgabe oder Offshore-Haftungsumlage wird es schon schwierig. Wir versuchen, das System f√ľr unsere Kunden transparent zu machen, indem wir sie √ľber die einzelnen Umlagen und ihre H√∂he informieren. Die sind aber so mannigfaltig, dass es selbst f√ľr uns, die Mitarbeiter der Stadtwerke, mittlerweile Brosch√ľren gibt, damit wir noch den √úberblick behalten. Der Verbraucher wei√ü inzwischen, dass das Thema insgesamt sehr komplex und schwierig geworden ist. Aber er hat kein Verst√§ndnis daf√ľr, dass die Preise ins Unermessliche steigen ‚Äď was ich gut verstehen kann. Wir stellen vermehrt fest, dass diese Erh√∂hungen beispielweise Rentner oder HartzIV-Empf√§nger drastisch treffen. F√ľr diese Menschen sind 50 oder 70 Euro mehr im Jahr eine Menge Geld. Dieses Geld fehlt. Irgendwann k√∂nnen diese Menschen ihre Stromrechnung nicht mehr bezahlen. Und diese Klientel nimmt derzeit leider zu.

„Im Dreijahres-Vergleich sind wir meist der g√ľnstigste Anbieter.“

Da spielt der Preisunterschied bei der Wahl des Preisanbieters also oft eine Rolle. Nehmen Sie die Konkurrenz in der Region wahr?

Kr√§mer: Die regionalen Anbieter mit vergleichbarer Gr√∂√üenordnung und Arbeitsweise¬†wie wir¬†sind alle¬†auf einem¬†√§hnlichen Preisniveau. Was bei der beschriebenen Preis-Systematik auch logisch ist. Die Unternehmen, die sich im Preis stark differenzieren, sind oft Unternehmen, die mit unlauteren Methoden arbeiten ‚Äď wie Vorauskasse oder Kostenerh√∂hungsmechanismen. Da muss man als Verbraucher bei der Wahl gut aufpassen. Zu Recht sind deshalb auch die Verbraucherverb√§nde wach geworden und warnen vor solchen Produktanbietern. Wenn Anbieter dasselbe Produkt wie wir 100 Euro g√ľnstiger anbieten, kann ich mir das wirtschaftlich nicht erkl√§ren. Das geht gar nicht bei nur 30 Prozent beeinflussbaren Kostenanteilen. Ein solcher Preisunterschied ist allein mit Energieeinkauf und Vertriebsmarge nicht zu realisieren. Wir¬†haben bei Untersuchungen¬†festgestellt: Im Dreijahres-Vergleich sind wir meist der g√ľnstigste Anbieter. Weil wir keine so gro√üen Erh√∂hungen in diesem Zeitrahmen durchf√ľhren wie beispielsweise die zun√§chst augenscheinlich¬†g√ľnstigeren Anbieter, die mit attraktiven Wechselkonditionen locken. Wir k√∂nnen und wollen nicht spekulieren und versuchen dem Kunden auf der Basis unserer M√∂glichkeiten ein seri√∂ses, langfristiges und m√∂glichst g√ľnstiges Angebot zu machen.

Den Wettbewerb nehmen Sie also schon wahr?

Kr√§mer: Ja, nat√ľrlich. Die Wechselfreudigkeit nimmt deutlich zu, der Wettbewerb wird sch√§rfer. Allerdings finde ich es kurios, wie der Gesetzgeber die Rahmenbedingungen f√ľr Wettbewerb gestaltet. Die Bundesregierung hat 1998 den Wettbewerb in Energiebereichen ausgerufen. Der Stromvertrieb und die Netze mussten getrennt werden. Aber was ist seit damals passiert? Wir¬†unterliegen einer Marktabgrenzung vom Bundeskartellamt, das hei√üt wir werden in unserem Marktgebiet als Monopolist gef√ľhrt. Wir haben aber 100 Anbieter im Strom-Netzgebiet und 50 beim Gas. Da kann man also nicht davon sprechen, dass kein Wettbewerb existiert. Und trotzdem entstehen problematische Situationen, wie im Fall Teldafax. Eine Art Schneeballanbieter, der bewusst vom Kartellamt toleriert wird, und dann Insolvenz anmeldete. Neben den Kunden bleiben wir als Stadtwerke bei Insolvenzf√§llen unseri√∂ser Anbieter auch auf unseren Kosten sitzen. Das ist eine absolute Ungerechtigkeit. Diese Meinung √§u√üere ich auch gegen√ľber der Politik. Da jedoch Geh√∂r zu finden, ist recht schwierig, weil dann oft die Aussage folgt: Gew√∂hnt euch an den Wettbewerb. Aber ein fairer Wettbewerb ist fast unm√∂glich, wenn 70 Prozent der Kosten nicht mehr zu beeinflussen sind. Das ist energiepolitische Planwirtschaft.

„Planwirtschaftliche“ Strompreise

Sie haben mit Ank√ľndigung der Preiserh√∂hung auch die Energiepolitik heftig kritisiert. Was l√§uft Ihrer Meinung nach schief?

Kr√§mer: ¬†Ich bin ja Wirtschaftsingenieur und in meiner Natur liegt es, die¬†Sachen zu analysieren, zu bewerten und daraufhin Konzepte zu erstellen. Genau das vermisse ich bei der Energiepolitik. Dort wird das Problem nicht analysiert, sondern es wird vorweg die Einzelentscheidung getroffen. Dann erleben alle ein heilloses¬†Durcheinander und wundern sich dar√ľber. Ich bin der Meinung, dass man sich sp√§testens nach dem Ungl√ľck in Fukushima h√§tte zusammen setzen sollen und √ľberlegen sollen, wie das Konzept f√ľr die Energiewende aussehen soll. Das hat man aber nicht getan. Sondern man hat an vielen einzelnen Stellschrauben gedreht und erlebt jetzt einen Wust an Umlagen und Kostensteigerungen. Man hat kein Konzept entwickelt, in dem eben nicht nur Unweltvertr√§glichkeit und Partikularinteressen, sondern auch der Kunde vorkommt. Ein Beispiel: Das Energiewirtschaftsgesetz. Der Begriff Kunde kommt darin noch nicht einmal vor. Das ist f√ľr mich nicht nachvollziehbar. Meine Kritik besteht also darin, dass wir einen riesigen Aufwand betreiben, planwirtschaftliche Strompreise zu kreieren, der nicht sinnvoll ist. Das ist keine Kritik an einzelnen Parteien. Dieses System ist √ľber mehrere Wahlperioden hinweg aufgebaut worden. Egal ob rot-gr√ľn, schwarz-rot oder schwarz-gelb, es fehlte immer¬†der Masterplan.

Wo könnte man diesen Masterplan besonders gebrauchen?

Kr√§mer: Ganz klar beim Thema CO2-Reduzierung. Das wurde zum Anfang der Energiewende gro√ü angek√ľndigt. Doch jetzt sind wir von einer L√∂sung wieder weit entfernt. Das Thema Klimawandel ist nach wie vor die gro√üe Herausforderung, aber momentan wieder mal aus dem Fokus verschwunden. W√ľrde dieses Ziel¬†weiter verfolgt werden, m√ľsste man sich Gedanken machen, wie der¬†CO2-Aussto√ü im Kosten-Nutzen-Verh√§ltnis zu reduzieren ist. Das macht die Energiepolitik¬†aber derzeit nicht. Was gemacht wird, ist eine einseitige F√∂rderung regenerativer Projekte.

„Der Klimawandel betrifft uns alle – man kann die Industrie da nicht rausnehmen.“

Beispiel?

Kr√§mer: Warum muss denn die Anschaffung einer Photovoltaikanlage mit acht bis zehn Prozent verzinst werden, wenn der Zinssatz einer zehnj√§hrigen Bundesanleihe derzeit bei einem halben Prozent liegt? Hier wird √ľbersubventioniert. Da fehlt einfach die Relation. Der gr√∂√üte Effekt, um CO2 einzusparen, ist laut Studien unter anderem der Austausch von alten Heizungsbrennern. Bis zu 20 Prozent Effizienzsteigerung kann man damit erreichen. Wenn ich das auf alle Haushalte multipliziere, komme ich auf gigantische Ergebnisse. D√§mmung hingegen ist das teuerste, was man machen kann. Das Gegenargument mit der Vernichtung fossiler Brennstoffe wiegt nat√ľrlich schwer. Allerdings reden wir bei der Energiewende von einem Generationenprojekt. Ich habe manchmal den Eindruck, das muss innerhalb einer Wahlperiode erledigt werden. Meiner Meinung nach ist das ein fataler Trugschluss. Zudem werden bestimmte Aktivit√§ten und Gruppen aus der Verantwortung der Energiewende¬†herausgenommen. Beispielsweise die Industrie. Da sagt man: Damit haben die nichts zu tun, die haben Wettbewerb, die schaffen Arbeitspl√§tze. Was ja auch richtig ist. Aber ich bin der Meinung, wenn die zentrale Herausforderung der Klimawandel ist, dann betrifft uns diese alle. Da kann man Teile der Gesellschaft nicht ausschlie√üen. Wir m√ľssen gemeinsam nach unseren Kr√§fteverh√§ltnissen und wirtschaftlichen M√∂glichkeiten unseren Beitrag leisten. Eine gewisse Gerechtigkeit geht jetzt, so wie es derzeit gehandhabt wird, verloren.

Ist es in der Praxis tatsächlich so, dass von der Industrie absichtlich viel Strom verbraucht wird, um gewisse Umlagebefreiungen zu erhalten?

Krämer: Ja, es gibt Einzelfälle. Ist ja auch klar. Angenommen der Unternehmer hat eine Befreiungsgrenze bei 100 Einheiten. Verbraucht hat er aber nur 98. Die zwei fehlenden Einheiten kosten vielleicht 2.000 Euro. Überschreitet er aber die Schwelle der 100, werden ihm 10.000 Euro erstattet. So ist die Handlungsweise nachvollziehbar, Energie unter wirtschaftlichen Aspekten zu optimieren. Umweltpolitisch ist es jedoch eine Katastrophe.

Und die Privatverbraucher sind die Zahlmeister?

Kr√§mer: Richtig. Der normale Haushaltskunde zahlt irgendwann die ganze Zeche. Beim Thema regenerative F√∂rderung haben wir zwar eine Mittelschicht, die beispielsweise durch den Betrieb von Photovoltaikanlagen von der aktuellen Energiepolitik profitiert. Aber es gibt ja ebenso viele Menschen, die gar nicht die M√∂glichkeit einer solchen Anschaffung haben. Weil ihnen zum Beispiel keine Dachfl√§che zur Verf√ľgung steh ‚Äď wie bei Mietern oder bei Besitzern von Eigentumswohnungen. Wir haben also auf der einen Seite eine Schicht, die davon profitiert und eine Allgemeinheit, die diese F√∂rderung bezahlen darf. Und auch hier trifft es wieder besonders die unteren Einkommensgruppen. Ich glaube nicht, dass das gerecht ist. Und auch nicht, dass man so die Energiewende vorantreiben kann.

Sehen Sie in der Zukunft eine Entspannung am Energiemarkt? Könnten die Preise irgendwann auch wieder fallen?

Krämer: Ich bin ja grundsätzlich Optimist und mit meiner Lebenserfahrung kann ich sagen, am Ende siegt meist die Vernunft. Ich glaube, wir werden nach dieser Preiserhöhungsrunde eine Trendwende in den politischen Entscheidungen erleben, vielleicht nächstes Jahr nach der Wahl. Ich bin der festen Überzeugung, dass man das heutige Vorgehen nicht unendlich weiter treiben kann.

Mit Selbstkontrolle lässt sich Energie sparen.

Was raten Sie denn Ihren Kunden, um die jetzt schon hohe finanzielle Belastung so gering wie möglich zu halten?

Kr√§mer: Dass sie im ersten Ansatz nat√ľrlich immer Energie sparen. Das kann man mit vielen Verhaltensweisen und Kleinigkeiten im Haushalt. Auch beim Ersatz von Gro√üger√§ten ist es wichtig, auf den Stromverbrauch zu achten: Bei K√ľhlschrank, Fernseher oder Waschmaschine kann¬†ich nur empfehlen, A+++ zu kaufen. Das ist zwar zun√§chst teurer, rechnet sich bei dem Strompreis aber recht schnell. Einfach sparen kann man sich auch die unn√∂tige¬†Stand-by-Schaltung bei vielen Ger√§ten. Au√üerdem sollte die alte, kaputte¬†Gl√ľhbirne grunds√§tzlich durch Energiesparlampen ersetzt werden. Und nat√ľrlich sollte man auch das Licht ausschalten, wenn man den Raum verl√§sst. Mit etwas Selbstkontrolle kann man da durchaus bemerkenswert Energie einsparen.¬†Auch wenn ich bef√ľrchte, dass diese Einsparungen die Preiserh√∂hungen in der Zukunft nicht abfangen werden. Die finanzielle Belastung f√ľr die Haushalte durch Energiekosten wird weiter steigen ‚Äď auch noch nach der Erh√∂hung vom 1.Januar 2013.

Worin sehen Sie als Gesch√§ftsf√ľhrer den Vorteil der Stadtwerke Weinheim gegen√ľber anderen Energieversorgern?

Kr√§mer: Ich sehe uns als Teil der Infrastruktur¬†in Weinheim. Wir besch√§ftigen viele Mitarbeiter und bilden junge Menschen aus. W√§hrend wir wachsen, bauen andere ab. Wir unterst√ľtzen Vereine und Kulturveranstaltungen. Das ist ein klarer Vorteil f√ľr die Weinheimer B√ľrgerinnen und B√ľrger. Wir sind letztendlich die gr√∂√üte Energiegenossenschaft in Weinheim, ein Thema, das auch immer wieder diskutiert wird. Einen Gro√üteil des von uns erwirtschafteten Geldes behalten wir hier in Weinheim. Entweder flie√üt es in den Betrieb der Stadtwerke Weinheim oder wir f√ľhren es an die Stadt ab. Das Geld bleibt also in der Region. Bei einem Fremdanbieter ist das nicht der Fall. Dar√ľber sollte sich jeder bei der Wahl des Energieversorgers bewusst sein.

Info:
Der Gesch√§ftsf√ľhrer der Stadtwerke Weinheim GmbH, Peter Kr√§mer, ist Diplom-Ingenieur f√ľr Allgemeine Elektrotechnik mit der Zusatzqualifikation des Technischen Betriebswirts. Der geb√ľrtige Rheinl√§nder kam vor sechs Jahren nach Weinheim. Seit dem 1. Januar 2007 ist er Gesch√§ftsf√ľhrer der Stadtwerke.

Die Stadtwerke Weinheim GmbH musste 2011 einen Gewinnr√ľckgang von 22,8 Prozent auf 2,064 Millionen Euro hinnehmen. Der Umsatz ging leicht um 1,6 Prozent auf 55,961 Millionen Euro zur√ľck. Gesch√§ftsf√ľhrer Peter Kr√§mer machte bereits in einem Interview im Juli 2012 eine ‚Äúirrwitzige B√ľrokratie‚ÄĚ und die damit verbundenen Kosten f√ľr das Ergebnis verantwortlich.

Gemeinsam mit den ebenfalls kommunal gef√ľhrten Stadtwerken Schwetzingen haben die Stadtwerke Weinheim 2012 eine Vertriebsgesellschaft aufgebaut, die auch die Menschen au√üerhalb des eigenen Netzgebiets nutzen k√∂nnen. Im¬†Umkreis von 80 Kilometern k√∂nnen Haushalte Strom und Gas √ľber ‚ÄěMeine StadtEnergie‚Äú beziehen. Diese ‚ÄěMeineStadtEnergie‚Äú ist eine zus√§tzliche Marktoption, um¬†eine weitere Schm√§lerung des Marktanteils abzuwenden.

Wasserrohrbruch Kurpfalzstra√üe L√ľtzelsachsen

Braunes Wasser auf der Straße und dem Wasserhahn

Wasserohrbruch in der Kurpfalsstraße, Foto: Ralf Mittelbach

 

Weinheim, 11. November 2012. (red/fw) Kurz vor 20 Uhr wurde die Abteilung L√ľtzelsachsen ‚Äď Hohensachsen am Dienstagabend in die Kurpfalzstra√üe gerufen. Aus bisher ungekl√§rter Ursache, war es zu einem Wasserrohrbruch mit massivem Wasseraustritt auf der Stra√üe gekommen und drohte die Keller der anliegenden H√§user zu fluten.

Von Ralf Mittelbach:

„Nicht nur auf der Stra√üe bemerkten die Anwohner, dass ein Wasserrohr gebrochen sein musste, auch im Haus. Denn bei einigen Anwohnern kam nur noch braunes Wasser aus dem Wasserhahn. Beim Eintreffen der Feuerwehr stellt sich heraus, das noch kein Wasser in die H√§user eindringen konnte und das Wasser durch die Kanalisation aufgefangen werden konnte. Die Abteilung L√ľtzelsachsen ‚Äď Hohensachsen, die unter der Einsatzleitung von Patrick Schumacher mit neun Einsatzkr√§ften vor Ort war, sicherte zun√§chst die Einsatzstelle und leuchtet diese dann im weiteren Einsatzverlauf aus. Parallel dazu wurde alles vorbereitet, um gegebenenfalls das Wasser aufzuhalten und aufzunehmen. Au√üerdem wurden die Stadtwerke Weinheim nachgefordert um das Wasser abzustellen und sich um den Schaden zu k√ľmmern. Durch den Wasserdruck w√∂lbte sich der Stra√üenbelag, so dass Sand und Kies auf die absch√ľssige Stra√üe gesp√ľlt wurden. W√§hrend des Wasserrohrbruchs musste die Kurpfalzstra√üe auf H√∂he der Hausnummer 28 voll gesperrt werden. Die Feuerwehr konnte den Einsatz gegen 22 Uhr abschlie√üen. Die Einsatzstelle wurde von den Stadtwerken Weinheim √ľbernommen um den Schaden an der zu beheben.“

50 Jahre: HaWei feiert Jubliäum

„Die Spiele haben es in sich“

Vertreter der „Olympioniken“ sind sich sicher, dass es am 27. Oktober viel Spa√ü, Spannung und gute Laune im HaWei bei den „Spielen“ geben wird.

 

Weinheim, 16. Oktober 2012. (red/aw) Es geht um Ruhm, Ehre und den guten Zweck. Das Hallenbad Weinheim (HaWei) feiert vom 26. bis 28. Oktober sein 50-jähriges Jubiläum. Der Höhepunkt wird die Wasserolympiade am Samstag sein. Acht Mannschaften werden bei spaßigen Spielen ab 17 Uhr alles geben, um Geschick, Kraft und Können zu beweisen.

Von Alexandra Weichbrodt

Stadtwerke-Chef Peter Kr√§mer strahlt. Man merkt ihm das Wettkampffieber schon an, seine Augen gl√§nzen. Er wird selbstverst√§ndlich mitmachen. Am 27. Oktober. Wenn im HaWei die „Spiele“ beginnen. Wasserspiele – ist ja klar:

Das wird mit Sicherheit ein Riesenspaß.

Mit dabei sind Teams der Feuerwehr, Stadtverwaltung und Stadtwerke Weinheim,¬† Vereinsmannschaften der Weinheimer Bl√ľten, TSG Weinheim und DLRG Hemsbach, sowie die Firmen Weidler GmbH und Kadel Sanit√§r GmbH aus Weinheim. Pro Team sind f√ľnf bis acht „Sportler“ erlaubt. Geschlechtertrennung gibt es nicht. M√§nner und Frauen k√§mpfen miteinander.

Acht Teams – sechs Spiele

Am Abend des 15. Oktobers trafen sich die Vertreter der teilnehmenden Teams im HaWei, um zu erfahren was bei den großen Wasserspielen auf sie zukommt. Der Betriebsleiter des HaWei, Herbert Hutter, stellte den Delegierten das Programm der Olympiade erstmalig im Detail dar:

Die zu absolvierenden Spiele haben es in sich. Sie erfordern Einsatz, Anstrengung und Geschick. Doch vor allem Spaß an der Sache.

Bewertet wird mit einem detailliert ausgekl√ľgeltem Punktesystem. Es geht nicht nur um einen Wettbewerb der Teams, besonders motivierend wird die Gesamtleistung aller sein: Denn jeder Punkt wird in einen Euro Spendengeld „umgem√ľnzt“ und die Summe f√ľr einen guten Zweck gespendet. 516 Punkte k√∂nnen insgesamt erspielt werden. Durch die Olympiade f√ľhrt Manfred Maser vom Odenw√§lder Shanty Chor als Moderator:

Mehr oder weniger musikalisch, mit Sicherheit aber unterhaltend.

Die Spiele beginnen¬† mit der nahezu biblischen Herausforderung √ľber das Wasser zu laufen, naja – genauer gesagt zu rollen. In einem √ľberdimensional gro√üen Wasserball m√ľssen zwei Teammitglieder beim ersten Spiel √ľber das Wasser laufen. Geplant sind zwei Mal 25 Meter pro Mannschaft – ob das „realistisch“ ist, wird sich zeigen.

Wie das genau funktioniert und welchen Schwierigkeitsgrad dieses Spiel tatsächlich hat, konnten wir leider im Vorfeld nicht testen,

sagt Peter Kr√§mer. Falls es schwieriger als gedacht sein sollte, will man diese „Disziplin“ flexibel anpassen.

Alle anderen Spiele wurden allerdings gewissenhaft durchgespielt und auf ihre Umsetzbarkeit gepr√ľft,

erg√§nzt Herbert Hutter. Mitarbeiter und Schwimmmeister der Stadtwerke Weinhem hatten bereits ihr Vergn√ľgen bei den verschiedenen Wasserdisziplinen:

Und ich kann versichern, die haben viel Spaß gehabt und noch mehr Ehrgeiz entwickelt.

Das Hallenbad-Team wird allerdings nicht antreten, sondern die Veranstaltung sichern.

Einsatz, Anstrengung und Geschick

Im zweiten Spiel gilt es die gegnerische Mannschaft im „Schlauboot-Tauziehen“ zu besiegen. Die zwei Teams sitzen dabei mit jeweils vier Spielern in einem Schlauchboot, welche¬† per Seil miteinader verbunden sind. Sobald das Startstignal ert√∂nt, gilt es zu rudern was die Arme hergeben. Das Team, das die Gegner zuerst √ľber eine markierte Stelle im Becken zieht, gewinnt.

Eine wahre Wasserschlacht verspricht Spiel Nummer drei zu werden: Fischerstechen. Kniend, auf dem Rande eines Schauchboots, kommt es zum direkten Duell zweier Kontrahenten. Rittergleich muss der Gegner mit einer Schaumstoffstange vom Rand gesto√üen werden. Ein zweites Teammitglied sitzt mit im Boot um die Balance und den Angriff nach vorne zu gew√§hrleisten. Sieger ist, wer seinen „Sitz“ verteidigt.

Spiel Nummer vier verspricht ein spannendes Rennen. Als „leichtbekleidete“ Staffelschwimmer m√ľssen jeweils vier Teammitglieder hintereinander 25 Meter im Becken absolvieren. Entscheidend ist die Zeit. Wer schneller schwimmt, gewinnt. Der Schwimmstil ist dabei frei w√§hlbar. Allerdings wird die Schwierigkeit durch eine vorgeschriebene Kleiderordnung erh√∂ht.

Rutschig wird es dann bei Spiel f√ľnf. Welches Team gleitet wohl am schnellsten durch die gro√üe Rutsche in der Weinheimer Schwimmhalle? F√ľnf Mitspieler pro Team m√ľssen nacheinander die Sausebahn hinunter, wobei der Vorangerutschte ein akustisches Signal f√ľr den Nachrutscher ausl√∂sen muss. Auch hier gewinnt das Team, welches am rutschigsten und somit am schnellsten ist.

Konzentration und Geschick erfordert die Abschlussdisziplin „Korbwerfen“. Im sechsten und letzten Spiel ist nicht nur H√∂hentauglichkeit, sondern auch Treffsicherheit gefragt. Vom Dreimeter-Sprungbrett m√ľssen jeweils f√ľnf Manschaftsmitglieder zwei unterschiedlich gro√üe, im Wasser fixierte K√∂rbe treffen. Jeder Teilnehmer hat daf√ľr zwei W√ľrfe, wobei ein Treffer in den kleineren Korb drei Punkte, in den gr√∂√üeren nur einen bringt. Dieses Spiel ist nicht nur der kr√∂nende Abschluss der Wasserolympiade, es ist auch das Spiel mit den am meisten zu holenden Punkten. Eine Motivation f√ľr die Teams, auch am Ende des Wettkampfs noch einmal alles zu geben.

Hohe Motivation f√ľr die gute Sache

Wer sich wohl die Herrschaft des Wasserolymps sichert? Die Vertreter der Mannschaften zeigten sich bei der Vorbesprechung √§u√üerst motiviert und ehrgeizeig. Viel Zeit f√ľr ein ausgepr√§gtes Trainingsprogramm bleibt allerdings nicht mehr. Ob geheime Trainingslager eingerichtet worden sind, wollte niemand verraten.

F√ľr alle, die sich dieses Spektakel vom trockenen Beckenrad anschauen wollen, ist neben den unterhaltsamen Wasserspielen noch einiges mehr geboten. Es kann getanzt und gefeiert werden. Musik gibt es von Carsten Best mit S√§ngerin sowie DJ Alex. Die TSG Weinheim bietet Cocktails an, das Catering besorgt die „Piano Lounge“. Eine Veranstaltung f√ľr die ganze Familie und das bei freiem Eintritt ab 16:00 Uhr.

Problematisch k√∂nnte es allerdings werden, wenn neben sportlichen Rekorden auch Besucher-Rekorde geknackt werden. Vor zehn Jahren, beim 40j√§hrigen Jubil√§um, lockte es 1.200 Besucher in das HaWei. Da k√∂nnte es mit den Parkpl√§tzen eng werden, obwohl die Naturin ihre Pl√§tze bereits zur Verf√ľgung stellt und auch gegen√ľber des Hallenbads einige vorhanden sind. Eventuell bestehe noch die M√∂glichkeit das Freudenberg-Gel√§nde daf√ľr zu nutzen. Allerdings appelliert Stadtwerke-Chef Peter Kr√§mer auch an den olympischen Geist der Besucher:

Wir hoffen nat√ľrlich, dass gerade die Weinheimer ganz sportlich zu Fu√ü oder mit dem Fahrrad zu uns kommen.

Das Jubil√§umswochenende des Hallenbads Weinheim bietet neben der Wasserolympiade am Samstag, auch noch einiges mehr f√ľr Wasserratten. Mit Preisen wie vor 50 Jahren k√∂nnen Besucher das ganze Wochenende f√ľr 50 Cent Eintritt¬† das Hallenbad nutzen. Und sogar noch eine Besonderheit haben sich die Betreiber ausgedacht. Wer noch Pfennig-M√ľnzen hat, kann wie zu DM-Mark-Zeiten zahlen: Mit 50 Pfennig (umgerechnet 25 Cent) ist man dabei.

Eine gute Gelegenheit altes Kleingeld loszuwerden bietet sich schon am Freitag Abend, wenn mit dem Aqua-Kino die Jubil√§umsfeierei er√∂ffnet wird. Im Programm „K√∂nigin der Wellen“ f√ľr die Kleinsten ab 18:30 Uhr und „T√ľrkisch f√ľr Anf√§nger“ um 21:00 Uhr.

Den Abschluss dieses festlichen Wochenendes findet dann am Sonntag von 12:00 bis 17:00 Uhr statt – mit einem liebevoll geplanten Programm f√ľr Kinder.¬† F√ľr Spa√ü sorgt¬† der Clown „Cappellino“, zahlreiche Spiele und ein Fingerfarben-Malwettbewerb.

Service:
Einen √úberblick √ľber die Angebote finden Sie auf den Seiten der Stadtwerke Weinheim.