Freitag, 21. September 2018

Debattenbeitrag: Statt Lippenbekenntnissen braucht es tatsÀchlich engagierte Arbeit - auch zwischen Bundesparteitagen der NPD in Weinheim

Wer ist das BĂŒndnis fĂŒr ein buntes Weinheim?

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Jan Jaeschke ist Weinheimer. Und ein Nazi. Ein sehr aktiver. Er hat zum zweiten Mal hintereinander den NPD-Bundesparteitag nach Weinheim geholt. Jetzt sogar in die Stadthalle. Der 24-jĂ€hrige Rechtsextreme treibt die Stadtgesellschaft vor sich her. Die will „bunt und nicht braun“ sein. Doch mehr als Reaktion statt Aktion ist bislang nicht erkennbar.

 

Weinheim/Rhein-Neckar, 31. Oktober 2014. (red/pro) Vergangenes Jahr saß der Schreck tief – Bundesparteitag der NPD im beschaulichen Sulzbach. Mit einem Mal war Weinheim bundesweit in den Medien – als Veranstaltungsort der rechtsextremen Partei. Weinheim war schon frĂŒher bundesweit in den Medien – wegen dem Altnazi GĂŒnter Deckert. Ehemaliger Lehrer und bis heute aktiver Volksverhetzer. In Weinheim lebt der Kreisvorsitzende Rhein-Neckar, Jan Jaeschke, ebenfalls Mitglied des Landesvorstands. Nach dem Parteitag grĂŒndete sich ein „BĂŒndnis fĂŒr ein buntes Weinheim“ – doch außer Lippenbekenntnissen scheint man nichts „geschafft“ zu haben. [Weiterlesen…]

Stadtteilbegehung mit Weinheimer Senioren

Das Stahlbad – besser als sein Ruf

Weinheim, 02. Juli 2014. (red/pm) Sehr ruhig, verkehrsarm, viel grĂŒn – eigentlich ein schönes Wohngebiet in Weinheim. Das war das positive Fazit der sechsten und damit letzten Begehung in der Weinheimer Weststadt mit Älteren im Rahmen des Projekts „alter(n)sfreundliche Kommune“. [Weiterlesen…]

CDU bleibt stÀrkste Kraft im Kreistag - FDP verliert weiter

Kreistagswahl: WĂ€hlervereinigungen und GrĂŒne gewinnen

Rhein-Neckar, 03. Juni 2014. (red/ld) Drei Kreistagssitze mehr fĂŒr die GrĂŒnen und die Freien WĂ€hler und einen fĂŒr die erstmals angetretene Weinheimer Liste sind das Ergebnis der Wahl 25. Mai. Zwar verliert die CDU zwei Sitze, bleibt aber mit 36 Sitzen stĂ€rkste Kraft vor SPD und den Freien WĂ€hlern. [Weiterlesen…]

Weinheim Plus ist Geschichte - Weinheimer Liste neue Fraktion im Gemeinderat - Linke nun zwei Mandate

Die Abrechnung: CDU, SPD, Freie WĂ€hler und FDP verlieren

Weinheim, 27. Mai 2014. (red) Diese Gemeinderatswahl wird den „etablierten“ Parteien im GedĂ€chtnis bleiben: CDU (-3), SPD (-1), Freie WĂ€hler (-2) und FDP (-2) verlieren, die GAL (6) hĂ€lt sich, Die Linke (2) gewinnt ein Mandat dazu und die Weinheimer Liste (4) zieht als neue Fraktion in den Gemeinderat ein. Die Zahl der GemeinderĂ€te reduziert sich von 43 auf 38. [Weiterlesen…]

Staatsbedienstete und große Parteien tun sich schwer mit demokratischem Verhalten

„Äußerste ZurĂŒckhaltung“?

Weinheim/Schriesheim/Rhein-Neckar, 29. April 2014. (red) Das NeutralitĂ€tsgebot verpflichtet Staatsbedienstete, sich in Wahlkampfzeiten neutral zu verhalten und keine Parteien oder Kandidaten zu begĂŒnstigen oder zu benachteiligen. Doch ist das immer „Auslegungssache“ und wird im Zweifel leider sehr lax gehandhabt. Das ist bedauerlich, weil sich hier bedenkliche Defizite bei der „Vorbildfunktion“ zeigen. [Weiterlesen…]

Förderverein fĂŒr die Abteilung Stadt gegrĂŒndet

UnterstĂŒtzung fĂŒr die Feuerwehr

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(von links) Rolf Tilger, Thomas Keller (stv. Abteilungskommandanten), Uwe Seehaus, Alfred Albrecht, Markus Höhnle, Manuela Albrecht, Stelle Kirgiane-Efremidis, Henrik KĂŒhnert und Abteilungskommandant Ralf Mittelbach.

 

Weinheim, 25. MĂ€rz 2014. (red/Fotos: singer-pictures.de) Die Freiwillige Feuerwehr, Abteilung Stadt, hat ab demnĂ€chst einen Förderverein – gegrĂŒndet wurde er am Montagabend, jetzt mĂŒssen noch FormalitĂ€ten wie die Eintragung erledigt werden. Rund 40 Anwesende zeichneten als erste Mitglieder des Vereins im CafĂ© zum Rosengarten. Die Veranstaltung war sehr gut vorbereitet, der Sinn und Zweck musste nicht debattiert werden und der Vorstand wurde einstimmig bei Enthaltungen der Personen gewĂ€hlt. Ab jetzt kann der Verein aktiv werden, um die Abteilung Stadt zu unterstĂŒtzen. [Weiterlesen…]

Gemeinderat stimmt fĂŒr Beziehungen zu China und Griechenland

„Sie könnten unterschiedlicher nicht sein“

Weinheim, 21. MĂ€rz 2014. (red/ld) Noch wolle man keine Partnerschaft mit der griechischen Stadt Agrostoli und der chinesischen Stadt Changzou, sagte OberbĂŒrgermeister Heiner Bernhard im Gemeinderat. Von einer Kooperation könne man aber profitieren. Nicht zuletzt deshalb bat er den Gemeinderat den Anfragen der beiden StĂ€dte auf freundschaftliche Beziehungen zuzustimmen. [Weiterlesen…]

Kommunalwahlen 2014

SPD stellt Liste zur Kommunalwahl auf

Weinheim, 18. Februar 2014. (red/pm) Die SPD Weinheim hat ihre Kandidaten fĂŒr die Kommunalwahl am 25. Mai 2014 aufgestellt. [Weiterlesen…]

Anmeldungen bis 30. April möglich

Weststadt-Fest wieder hausgemacht

Weinheim, 21. Januar 2014. (red/pm) Es ist ein erstes kleines JubilĂ€um innerhalb des großen Weinheimer JubilĂ€umsjahres: Das Weststadtfest feiert seinen fĂŒnften Geburtstag. [Weiterlesen…]

Chance nicht eingetroffen

Stella Kirgiane-Efremidis verpasst Einzug

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SPD-StadtrÀtin Stella Kirgian-Efremidis zieht nicht in den Bundestag ein. Quelle: www.kirgiane-efremidis.de

 

Weinheim/Zollernalb-Sigmaringen, 23. September 2013. (red/pro) Die SPD-StadtrĂ€tin Stella Kirgiane-Efremidis zieht nicht in den Bundestag ein. Sie stand auf Listenplatz 22 der Landesliste. In Baden-WĂŒrttemberg ziehen 20 SPD-Listenabgeordnete in den Bundestag ein. [Weiterlesen…]

StadtrĂ€tin Kirgiane-Efremidis ĂŒber ihre Kandidatur fĂŒr den Bundestag

„Ich habe eine Chance“

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SPD-StadtrĂ€tin Stella Kirgian-Efremidis kandidiert fĂŒr den Bundestag. Quelle: www.kirgiane-efremidis.de

 

Weinheim/Zollernalb-Sigmaringen, 22. Juni 2013. (red/pro) Die SPD-StadtrĂ€tin Stella Kirgiane-Efremidis kandidiert fĂŒr die nĂ€chste Legislaturperiode des Bundestags. Die gebĂŒrtige Griechin tritt in ihrer Jugendheimat Sigmaringen an. [Weiterlesen…]

Der Gemeinderat beschließt Ausbau der Kindertageseinrichtungen

Wird die Betreuungsquote erreicht?

Weinheim, 18. April 2013. (red/ld) Ab dem 01. August tritt der Rechtsanspruch auf frĂŒhkindliche Förderung in Kraft. Kinder ab einem Jahr haben dann bis zur Einschulung einen gesetzlichen Anspruch auf einen Platz in einer Tageseinrichtung. FĂŒr Weinheim wird die Zeit knapp, die von der Landesregierung vorgeschriebene Betreuungsquote von 34 Prozent zu erreichen. DafĂŒr fehlen noch 40 PlĂ€tze. Der Gemeinderat hat heute Ausbaumaßnahmen in Höhe von knapp 6,5 Millionen Euro beschlossen. [Weiterlesen…]

Finanzielle Mittel verbleiben im Haushalt, Stelle wird trotzdem nicht ausgeschrieben

Vorerst keine Besetzung der Stelle fĂŒr Chancengleichheit

Weinheim, 04. MĂ€rz 2013. (red/aw) Der Gemeinderat hat den Antrag von GAL und SPD ĂŒber die Wiederbesetzung der Stelle fĂŒr Chancengleichheit zurĂŒckgestellt. Nachdem in der Sitzung am 27. Februar die Stellungnahmen dazu eher verhalten ausfielen, die CDU und FDP gar die Streichung der Stelle beantragten, einigte man sich auf den Verbleib der Mittel im Haushalt, jedoch ohne eine derzeitige Ausschreibung der Stelle.  [Weiterlesen…]

Weinheimer Nachrichten und NPD nutzen sich wechselseitig in der "Pröhl-Kampagne"

NPD fĂŒhlt sich durch die WN „nicht in den wesentlichen Punkten“ wiedergegeben

Weinheim, 04. Februar 2013. (red) Die Weinheimer Nachrichten (WN), sonst vollstĂ€ndig unverdĂ€chtig, sich durch investigative Recherche im politischen Raum hervorzutun, machen weiter Front gegen den 27-jĂ€hrigen CDU-Stadtrat Sascha Pröhl. In einem kurzen Bericht, der im wesentlichen nur bereits bekannte Informationen zusammenfasst, thematisiert die Zeitung, dass die rechtsextreme NPD sich „solidarisch“ mit Sascha Pröhl im Zusammenhang mit der ihm vorgeworfenen „Rechtslastigkeit“ erklĂ€rt habe. Die Botschaft: „NPD steht zu Pröhl“. Ist das eine Nachricht? Die rechtsextreme Partei erklĂ€rt auf Nachfrage, dass die Zeitung den Inhalt einer kurzen Pressemitteilung „nicht im wesentlichen wiedergegeben“ habe. Das ist eigentlich auch keine Nachricht. Aber Anlass, Fragen zu stellen und Einordnungen zu treffen.

Von Hardy Prothmann

Was ist los mit dieser Zeitung? Tut die kolportierte NĂ€he einzelner Redaktionsmitglieder mit der SPD nicht gut? Wie uns zugetragen worden ist, sollen der WN-Redakteur Sandro Furlan und Stella Kirgiane-Efremidis, Vorsitzende der „linken“ SPD, einen neudeutsch guten „Link“ haben. Macht man sich deshalb zum Komplizen einer politischen Kampagne? Oder gibt es persönliche Aversionen? Oder hat man sonst nichts zu tun?

Grundlage fĂŒr die Kampagne in den Weinheimer Nachrichten ist eine in der Weinheimer Politik unbekannte Person namens Julian Christ, der zugleich seit 2012 Beirat im SPD-Vorstand des Ortsvereins ist, als auch Mitglied der Jusos – bis heute ist unklar, ob Christ auf eigene Faust oder mit Wissen der VorstĂ€nde von Jusos und SPD gehandelt hat.

Im Visier der „RĂŒckendeckung“

Die Zielperson ist der CDU-Stadtrat Sascha Pröhl. Im Namen der Jusos forderte Julian Christ, dass Sascha Pröhl von einer Funktion als Delegierter im Stadtjugendring zurĂŒcktreten soll, die er gar nicht inne hat. Auch die SPD meldet sich nach Meldungen der Zeitung in der Position der SPD-Vorsitzenden Stella Kirgiane-Efremidis zu Wort, die die VorwĂŒrfe prĂŒfen will und dann schweigt. Auch Schweigen kann beredsam sein.

Und am Samstag legt die Zeitung nach:

Pröhl verzichtet auf RĂŒckendeckung,

heißt die Überschrift zu einem Text, in dem Sascha Pröhl die SolidaritĂ€tsbekundungen der NPD in einem Satz auf „Nachfrage“ der Weinheimer Nachrichten zurĂŒckweisen darf.

Keine PrĂŒfungen, dafĂŒr aber Korrekturen

Handelt es sich hier noch um „seriösen Journalismus“ oder wird hier frei von Recherchen versucht, etwas herbeizuschreiben, was irgendwie nach einem Skandal klingt? Oder ist die Aktion am Ende eine zwischen Jusos, SPD und Redakteuren der Weinheimer Nachrichten verabredete Kampagne? Die Frage muss man stellen, denn eine ordentliche PrĂŒfung der „rechtslastigen“ AnwĂŒrfe an Stadtrat Pröhl ist in der Berichterstattung nicht erkennbar. Die Zeitung hat sich selbst schon korrigiert, da die kolportierten Informationen, die rechte Zeitung „Junge Freiheit“ werde „vom Verfassungsschutz beobachtet“ schlicht und ergreifend falsch waren. Das hindert die WN aber nicht, die Kampagne gegen Pröhl weiterzufĂŒhren.

Auf welcher Recherchebasis? Auf genau keiner. Und das wiederholt ungenau. Der NPD-Kreisverband Rhein-Neckar hat der Zeitung eine Mitteilung zukommen lassen. Daraus zitiert die Zeitung folgendermaßen:

Der NPD-Kreisverband Rhein-Neckar zeigt sich in einer Pressemitteilung „solidarisch mit dem in die Schusslinie geratenen Stadtrat Pröhl.“

Auf Nachfrage hat uns die NPD die Mitteilung zukommen lassen. Dort steht im Original:

Der NPD-Kreisverband Rhein-Neckar zeigt sich solidarisch mit dem in die Schusslinie des „Kampfes gegen Rechts“ geratenen Stadtrat Pröhl (CDU). Der selbsternannte „Antifaschismus“ scheint einmal mehr gegen alles vorzugehen, was nicht der eigenen Meinung entspricht. Mittel fĂŒr dieses Vorgehen ist immer wieder die berĂŒchtigte „Nazikeule“. Mit Meinungsfreiheit hat dies lĂ€ngst nichts mehr zu tun.

Der Weinheimer NPD-Vorsitzende Jan Jaeschke betont in seinem Antwortschreiben an uns:

Leider haben die Weinheimer Nachrichten diese (Mitteilung, Anm. d. Red.) nicht in ihren wesentlichen Punkten wieder gegeben. Wir betonen ausdrĂŒcklich, dass Herr Pröhl in keinerlei Verbindung zu uns steht.

In der Mitteilung der rechtsextremen Partei wird weiter betont, dass die CDU „viel zu weit nach links gerĂŒckt“ sei. Die AnwĂŒrfe gegen Pröhl bezeichnet der Kreisverband der rechtsextremen Partei als „lĂ€cherlich“, sieht „große Schichten der Bevölkerung kriminalisiert“ und hofft, dass die „CDU standhaft bleiben möge und nicht vor den Anschuldigungen von SPD und JuSo einknicken“ soll.

Solche akklamatorischen „Pressemitteilungen“ erreichen uns stĂ€ndig. Von allen Parteien, von BĂŒndnissen, von Initiativen – alle halten sich fĂŒr wichtig. Sind sie es auch? Professioneller Journalismus sortiert aus, ordnet ein und reicht dann nach eigener (subjektiv/objektiver) EinschĂ€tzung fĂŒr die Leser/innen wichtige Informationen weiter. Wie die Sortierung, Ordnung und Gewichtung passiert, macht die QualitĂ€t des Mediums aus.

Schweinejournalismus als Steigerung von Bratwurstjournalismus

Der Schweinejournalismus, wie ihn der Redakteur der Weinheimer Nachrichten, Sandro Furlan, betreibt, folgt dem Prinzip, „eine Sau durch’s Dorf zu treiben“. Schweinejournalismus ist eine andere Spielart von Bratwurstjournalismus, bei der „Wettergötter den GĂ€sten gnĂ€dig“ sind, der „kĂŒhle Gestensaft in Strömen fließt“ und die „Luft erfĂŒllt ist vom Duft leckerer BratwĂŒrste“. Mit einem Wort: Nicht-Nachrichten, inhaltslose Leere wird durch Pseudo-Informationen aufgepumpt. Statt Journalismus wird Blabla produziert. Der Unterschied zwischen Bratwurstjournalismus und Schweinejournalismus ist: Bratwurstjournalismus langweilt, Schweinejournalismus schĂ€digt.

Es gibt keinen nachvollziehbaren Grund, warum die SolidaritĂ€tsbekundung der NPD in der Zeitung thematisiert wird. Denn diese besteht auch ĂŒberwiegend aus dem Pumpen leerer Luft. Die NPD hat den Streit um die AnwĂŒrfe einer „Rechtslastigkeit“ bei Sascha Pröhl als willkommene Steilvorlage gewĂ€hlt, um sich zu Ă€ußern. Und sie hat ihr Ziel erreicht – die Weinheimer Nachrichten, die sonst ihre Leser/innen vollstĂ€ndig nicht informieren, dass der zur Zeit umtriebigste politische Vertreter der rechtsextremen NPD der Weinheimer BĂŒrger Jan Jaeschke ist, verwendet diese NPD-„Mitteilung“, um die Kampagne gegen Sascha Pröhl voranzutreiben.

Wann haben die Abonnenten der Weinheimer Nachrichten zuletzt etwas ĂŒber den NPD-StĂŒtzpunkt Weinheim lesen können? Allein im vergangenen Jahr gab es fĂŒnf Demos der Ultrarechten im Raum – quasi vor der HaustĂŒr, in Mannheim, Heidelberg und Ludwigshafen. Immer mit dabei: Jan Jaeschke aus Weinheim. Eine zumindest nachrichtliche Berichterstattung in den „WN“? Fehlanzeige. Deren Slogan ist aber: „Die Region ist unsere Welt“.

NPD in Weinheim kein Thema – „Rechtslastigkeit“ von Pröhl schon

Man nutzt also lieber den braunen Beelzebub um den schwarzen Teufel auszutreiben? Das erinnert an Biedermann und die Brandstifter. Vor allem, wenn es durch eine rostig-rote Erinnerung an etwas getrieben ist, was immer weniger oft vorkommt: Inhaltliche Relevanz. Welche Rolle spielen die Jusos in der Weinheimer Nachwuchspolitik? Keine? Die Kolportierung der Jusos-VorwĂŒrfe ist ein bedauerliches StĂŒck journalistischer Desorientierung und redaktioneller Unverantwortlichkeit. Der Journalist Sandro Furlan und diese Zeitung schaffen es sogar in dieser Mitteilung, den Namen Jaeschke und seine Verbindung zu Weinheim zu verschweigen. Warum? Weil Sascha Pröhl als der Rechtsextremist in Weinheim aufgebauscht werden soll?

Die ErwĂ€hnung von Sascha Pröhl in der Mitteilung der NPD hat ungefĂ€hr denselben Wert wie das Posten eines Beitrags der Weinheimer Nachrichten auf dem Facebook-Portal der NPD Rhein-Neckar. Dort werden stĂ€ndig BeitrĂ€ge aus der Zeitung gepostet. Soll man daraus die Schlagzeile basteln: „Weinheimer Nachrichten dulden Artikel-Postings der NPD – wie rechts ist die Zeitung wirklich?“. Auch die „Heute-Show“ wird dort gepostet. Folgt daraus die Schlagzeile: „Wie rechts ist Oliver Welke, dass er der NPD Postings erlaubt?“

Der CDU-Stadtrat Sascha Pröhl hat keine Chance, sich gegen diese Schweinejournalismus-Kampagne zu wehren. Die Unterstellung einer politischen Gesinnung ist nach einem Urteil des Bundesverfassungsgerichts durch die Meinungsfreiheit erlaubt. Eine Gegendarstellung kann er nicht durchsetzen, weil nicht er, sondern die NPD zitiert wird.

Schweinsgalopp und am Ende kein „Arsch in der Hose“

Die einzige Chance, die bleibt, ist, dass der WN-Redakteur einen Rest – und hier werde ich umgangssprachlich – „Arsch in der Hose“ hat, seinen Schweinsgalopp zu beenden und sich in der Zeitung von seiner Berichterstattung und der seines Kollegen Carsten Propp zu distanzieren. Außer, er liefert knallharte Fakten, die die AnwĂŒrfe gegen Sascha Pröhl stichhaltig untermauen.

Bedauerlich ist, dass sowohl die Hoffnung auf den „Arsch in der Hose“ als auch die knallharten Fakten ziemlich unbegrĂŒndet sein dĂŒrften.

Meine persönliche Meinung dazu? Ich Ă€rgere mich immens ĂŒber diese Art von schlechtem Journalismus, weil alle, die den Job gut und verantwortlich machen, durch die Schweinejournalisten mit durch’s Dorf getrieben werden. Journalisten? Die lĂŒgen doch eh alle. Kleine Kostprobe?

Vielmehr ist dieses Verhalten der Meinungsfreiheit hinderlich.

Das teilt die NPD in ihrer „Pressemitteilung“ mit. Die rechtsextreme Partei liegt damit (bewusst?) falsch – Meinungsfreiheit heißt nicht, dass man nicht frei ist, Blödsinn zu Ă€ußern. Die Folgen aber sind fatal. Die GlaubwĂŒrdigkeit von Medien wird nachhaltig geschĂ€digt – durch Leute wie Furlan und Zeitungen wie die Weinheimer Nachrichten.

Selbstverteidigung

Leider lesen immer weniger Menschen Zeitungen – weil sie zu bratwurstig oder schweinejournalistisch sind. Und leider interessieren sich immer weniger Menschen fĂŒr Politik. Und leider sind dafĂŒr viele Medien selbst mit verantwortlich, weil sie ein schlechtes Produkt mit minderwertigen Inhalten anbieten.

Leser/innen, die unsere Berichterstattung verfolgen, wissen, dass wir immer wieder minderwertige journalistische Fehlleistungen bei anderen „problematisieren“. Gerne tun wir das nicht, aber „gerne“ wird uns und vor allem mir persönlich unterstellt, ich nutzte das fĂŒr eine „Skandalisierung“ aus.

Dieser Vorwurf ist ebenfalls falsch. Ich habe die Hoffnung, dass durch das „den Finger in die Wunde legen“ der Schmerzpegel steigt und ebenso der Wille zur Heilung. Eine Distanzierung von schlechtem Journalismus ist eine Art Selbstverteidigung gegenĂŒber dem verwahrlosten Zustand in Teilen der Branche. Wer bis hier gelesen hat, fĂ€ngt wieder vorne beim Texteinstieg an zu lesen und fragt sich: „Was ist lost mit dieser Zeitung?“

Ja, Herr Furlan, Sie zuallererst. Und gerne auch Herr Propp.

Kampagne gegen CDU-Stadtrat Pröhl wird zum Bumerang fĂŒr Jusos und SPD

Viel LĂ€rm um rechts

Weinheim, 01. Februar 2013. (red/pro) Es ist ein Stoff, wie sich ihn viele Medien wĂŒnschen: Politischer Streit, harte VorwĂŒrfe – so etwas schlĂ€gt Wellen, bringt Aufmerksamkeit. Man kann mal wieder „eine Sau durch’s Dorf treiben“ – in diesem Fall den CDU-Stadtrat Sascha Pröhl, dem die Jusos vorwerfen, „rechtslastige Positionen“ zu vertreten und die deshalb seinen RĂŒcktritt als Vertreter der Jungen Union aus dem Stadtjugendring und als Stadtrat forderten. Am Ende des Tages entwickelt sich die vermeintliche Causa Pröhl zu einer Causa Jusos, zu einer Causa SPD und zu einer Causa Weinheimer Nachrichten.

Von Hardy Prothmann

Die ersten Hinweise auf eine „rechtslastige“ Einstellung des CDU-Stadtrats Sascha Pröhl habe ich Mitte 2011 durch eine „Quelle“ erhalten. Der Hinweisgeber verwies auf Facebookkommentare und Twitter-Meldungen des aktuell 27 Jahren alten Studenten der Politik und Geschichte (TU Darmstadt). „Den sollten sich sich mal anschauen, das wird bestimmt eine interessante Story fĂŒr das Weinheimblog“, teilte uns die Quelle mit.

Pröhl schon lÀnger im Visier

Ich bin dem Hinweis nachgegangen und habe mich mit öffentlichen Äußerungen von Sascha Pröhl beschĂ€ftigt. Mein Fazit damals: Ein junger, politisch interessierter Mann, konservativ geprĂ€gt, teils provokant und spitz in den Formulierungen, teils hatte ich den Eindruck, dass es bei manchen Themen an Wissen fehlt. Der Gesamteindruck: Sascha Pröhl scheut sich nicht, Grenzen auszutesten und beschĂ€ftigt sich auch mit schwierigen Themen, darunter auch das immer heikle Thema Nationalsozialismus, worauf er hier und da verzichten sollte, weil die FĂ€higkeit zur Einordnung nicht weit genug ausgebildet sind:

Mir ging es bei dem Post darum, dass die nsdap ein bĂŒrgerliches PhĂ€nomen war, Herr Tritin selbst bĂŒrgerlich wirkt und dabei alles was bĂŒrgerlich, sprich CDU ist und ja eine Fortschreibung der Geschichte der nsdap in der BRD ist, ablehnt. (Zitat in Originalschreibweise)

Diesen Kommentar zu einem Artikel im Focus ĂŒber die Zugehörigkeit zur Waffen-SS des Vaters des GrĂŒnen-Politikers JĂŒrgen Trittin fĂŒhren Julian Christ und die Jusos als „Beweis“ an, dass sich Herr Pröhl angeblich „rechtslastig“ Ă€ußert. In dem Satz geht Herrn Pröhl vermutlich durch Halbwissen sehr viel durcheinander, aber eine „rechtslastige“ Intention ist nicht zu erkennen. Andere Positionierungen sind manchmal rechtskonservativ, die Aktion „Linkstrend stoppen“ zu unterstĂŒtzen ist sicher kein GlĂŒcksgriff, aber einen von meiner Quelle und den Jusos  vermuteten Rechtsradikalen konnte ich nach meinen Recherchen weder heute noch vor gut eineinhalb Jahren erkennen. An der Story war damals nichts dran und ist es heute auch nicht.

AuffÀlligkeiten

Sascha Pröhl. Foto: CDU Weinheim

Sascha Pröhl ist aus meiner Sicht anders „auffĂ€llig“. NĂ€mlich als einer der StadtrĂ€te, die aktiv einen inhaltlichen Kontakt und einen politischen Diskurs mit unserer Redaktion suchen. Vermutlich, weil das Medium Internet seinem Alter mehr entspricht, als vielen StadtrĂ€t/innen jenseits der 60 Jahre. Herr Pröhl hat sich intensiv mit unserer Art von Journalismus beschĂ€ftigt und erkundigt sich gelegentlich zu meiner EinschĂ€tzung von Informationsangeboten – darunter waren auch Seiten, die ich dem rechten Rand zurechne. Mein Eindruck ist, dass Herr Pröhl solche EinschĂ€tzungen sehr interessiert aufnimmt und sich daran orientiert. Sein Interesse fĂŒr „rechtskonservative“ Themen beobachte ich aufmerksam und werte sie solange als unproblematisch, als ich eine radikale Positionierung nicht erkennen kann. WĂŒrde man aus meinem thematischen Interesse eine Zugehörigkeit ableiten mĂŒssen, wĂ€re ich selbst seit ĂŒber 20 Jahren als politisch radikal einzuschĂ€tzen, da einer meiner Studienschwerpunkte politischer Extremismus war. Wer das möchte, kann sich wahlweise links- oder rechtsextrem aussuchen.

Hauptsache mit Dreck geworfen

Die von den Jusos durch Julian Christ vorgetragenen VorwĂŒrfe sind aus meiner Sicht vollstĂ€ndig unzureichend, um daran RĂŒcktrittsforderungen festzumachen. Zudem sind sie fehlerhaft, weil Herr Pröhl tatsĂ€chlich kein Delegierter der Jungen Union im Stadtjugendring ist und folglich auch nicht zurĂŒcktreten kann. Der Vorwurf der Jusos gegenĂŒber Sascha Pröhl kommt nun als Bumerang zurĂŒck und die Jungsozialisten mĂŒssen sich fragen lassen, ob sie nicht ein GlaubwĂŒrdigkeitsproblem haben und selbst einen gewissen Extremismus an den Tag legen, indem sie haltlos hetzen. Motto: Wir werfen mal mit Dreck, irgendwas wir schon hĂ€ngenbleiben – dieses Prinzip gilt allerdings nicht nur fĂŒr linke Politiker, auch die CDU ĂŒbt sich ab und an in dieser Disziplin.

Causa SPD

Ein GeschmĂ€ckle bekommt die Sache, weil der laut Homepage Vorsitzende der Jusos, Vassilios Efremidis, der Sohn der SPD-StadtrĂ€tin und SPD-Ortsverein-Vorsitzenden Stella Kirgiane-Efremidis ist. Aus der Causa Jusos wird so ebenfalls eine Causa SPD, denn Frau Kirgiane-Efremidis wollte laut Weinheimer Nachrichten die VorwĂŒrfe prĂŒfen und dann ĂŒber eine Stellungnahme entscheiden. Damit ist auch sie Beteiligte dieses Vorgangs – angesichts der Schwere der VorwĂŒrfe muss man eine zeitnahe Reaktion erwarten können, doch bis heute fehlt jede weitere Aussage der SPD-StadtrĂ€tin oder des SPD-Ortsverbands oder der SPD-Fraktion zur Sache. Nicht angebracht ist die CDU-Forderung, der SPD-Vorstand mĂŒsse sich entschuldigen, da Julian Christ als Beisitzer des Vorstands fungiert. Eine Stellungnahme hingegen muss man sehr wohl erwarten dĂŒrfen.

Causa Weinheimer Nachrichten

Die Weinheimer Nachrichten haben ihre nicht gegenrecherchierte Berichterstattung bereits korrigiert, indem sie Informationen, die Zeitung „Junge Freiheit“ sei „rechtsextrem“ und werde „vom Verfassungsschutz beobachtet“ zurĂŒcknahmen. Die zweifellos rechtslastige „Junge Freiheit“ hatte ĂŒber die VorwĂŒrfe gegen Sascha Pröhl berichtet – auch das wurde als vermeintlicher „Beweis“ fĂŒr rechtsradikale Vertrickungen des CDU-Stadtrats verwendet. Nicht nur die Jusos recherchieren mangelhaft – die Zeitung tat es gleich. Auch hier kam der Bumerang zurĂŒck. Die Zeitung sollte sich besser gescheiterweise um die echten Nazis kĂŒmmern, beispielsweise den Weinheimer NPD-Kreisvorsitzenden Jan Jaeschke – im Internet-Archiv der Zeitung lĂ€sst sich weder zu Jaeschke noch zur NPD auch nur ein Artikel finden.

Rechtslastigkeiten und anderer Laster

Aus kritischen Stellungnahmen von Sascha Pröhl gegenĂŒber der Partei „Die Linke“ rechtsextreme Positionen abzuleiten, ist schon fast dummdreist. Jeder, der sich vernĂŒnftig mit Politik beschĂ€ftigt, weiß, dass es innerhalb dieser Partei linksextremistische Strömungen gibt, was aber noch nicht heißt, dass die Partei insgesamt verfassungsfeindlich ist. Wenn Sascha Pröhl die politische Ausrichtung der Linken polemisiert und kritisiert, ist das sein gutes Recht im Sinne der freien MeinungsĂ€ußerung. Wie er das tut, muss er verantworten. Ob es klug ist, sich in die NĂ€he von „stramm rechten“ CDU-Politikern (beispielsweise die rechtskonservative Kaderschmiede Studienzentrum Weikersheim) zu stellen, darf man umgekehrt ebenfalls thematisieren – daraus so gravierende Folgerungen wie eine „rechtslastige“ Gesinnung und RĂŒcktrittsforderungen zu konstruieren, ist, mit Verlaub, mindestens unseriös und insgesamt lĂ€cherlich.

Die SPD und auch die Jusos sind zudem gut beraten, sich bei der Frage „rechtslastig“ nicht zu weit aus dem Fenster zu lehnen – als der Rechtspopulist Thilo Sarrazin (SPD) zu einem Vortrag in Mannheim weilte, hatten wir die SPD-Ortsvereine in unserem Berichtsgebiet zwecks Stellungnahmen und Positionen angefragt (Nix hören, nix sehen, nix sagen – Die SPD vor Ort macht die drei Affen). Wie wir aus Informantenkreisen erfahren haben, fasste man gemeinschaftlich den Beschluss, unsere Anfrage nicht zu beantworten. Warum? Weil auch die SPD gerne am rechten Rand fischt.

Nachfragen bei anderen StadtrĂ€ten ergeben, dass man Sascha Pröhl als politisch engagierten jungen Mann schĂ€tzt. So wie er sich selbst „wertkonservativ“ einschĂ€tzt, wird er auch von Kollegen gesehen. Nicht jedem gefĂ€llt alles an Sascha Pröhls Haltungen, aber „extreme Einstellungen“ werden als „absurd“ bezeichnet. Sascha Pröhl ist mit einer Kurdin liiert, von Freunden mit Migrationshintergrund wird er als Mensch geschĂ€tzt.

Ist schon Kommunalwahlkampf?

Vielleicht ging es Julian Christ auch gar nicht so sehr um Sascha Pröhl, sondern am Ende um ihn selbst? Könnte es sein, dass sich der bislang in Weinheim unbekannte SPD-Mann in Position bringen möchte? Im kommenden Jahr sind Kommunalwahlen. Ob sich Herr Christ, der sich als Politologe bezeichnet, mit diesem krepierten Vorstoß einen Gefallen getan hat, darf man durchaus bezweifeln. Fachlich kompetent geht anders.

Zweifelhaft ist aber auch, ob der von Sascha Pröhl gegen Christ und Efremidis gestellte Strafantrag wegen Beleidigung Folgen hat. Nach einer aktuellen Rechtssprechung des Bundesverfassungsgerichts fÀllt die Aussage, jemand sei rechts- oder linksextrem unter die Meinungsfreiheit und stellt keine Beleidigung dar.

Sehr bedauerlich ist dieser „LĂ€rm um nichts“ auch, weil sich die Öffentlichkeit zu recht auf den Arm genommen fĂŒhlen kann – von den Jusos, der SPD und der Zeitung, aber auch der CDU, die statt einer strammen Forderung nach einer Entschuldigung und einem „inhaltlichen Freispruch““ besser mit einer Positionierung reagiert hĂ€tte.

Fraglich ist auch, wie die ansonsten bislang wohl gute Zusammenarbeit im Weststadtverein zwischen Stella Kirgiane-Efremidis und Sascha Pröhl zukĂŒnftig ausschauen wird. In der Bringschuld ist Frau Kirgiane-Efremidis, soviel steht fest. Ob sie diese erbringt, wird sich zeigen.

Anm. d. Red: Die ersten drei Kommentare wurden als Leserbriefe an die Redaktion gerichtet. Wir haben diese ausnahmsweise als Kommentare zu diesem Artikel eingefĂŒgt, obwohl sie vor Veröffentlichung des Artikels verfasst worden sind.

UnterstĂŒtzerkreis bietet ehrenamtliche Hilfe fĂŒr Jugendliche

Der „WUB“ sucht neue Paten

Berufspaten – „eine persönliche Bereicherung“. Foto: Weinheimer UnterstĂŒtzerkreises WUB.

Weinheim, 15. Oktober 2012. (red/pm) UnterstĂŒtzerkreis bietet ehrenamtliche Hilfe fĂŒr Jugendliche beim Übergang in den Beruf – „Eine persönliche Bereicherung“. Der WUB sucht dringend mehr Paten, da viele SchĂŒler auf eine Betreuung durch die ehrenamtlichen Begleiter warten.

Information des Weinheimer UnterstĂŒtzerkreises WUB:

„Manch einem Jugendlichen fĂ€llt der erste Schritt in das Berufsleben nach der Schule nicht leicht. Mal fehlt die Orientierung, mal sind die Noten nicht gut genug, um PlĂ€ne verwirklichen zu können. Die Schule leistet „Berufsorientierung“, ein Lehrer kann jedoch nicht langfristig intensiv mit einem einzelnen SchĂŒler oder einer SchĂŒlerin sprechen. Diesen wichtigen Kontakt pflegen in Kooperation mit dem Lehrer die ehrenamtlichen Paten des „Weinheimer UnterstĂŒtzerkreises Berufsstart – WUB“.

Es gibt die Lern-Paten, die den SchĂŒler (oder die SchĂŒlerin) in den einzelnen SchulfĂ€chern unterstĂŒtzen, um ihm mehr Chancen fĂŒr den Übergang in den Beruf mit besseren Noten zu geben, wobei das GesprĂ€ch oft auch Fragen der beruflichen Zukunft streift. Dann gibt es die Berufs-Paten. Sie versuchen Interessen, StĂ€rken und Neigungen auszuloten. Sie vermitteln ein Praktikum, in dem FĂ€higkeiten entdeckt werden können, werten diese Erfahrungen aus und versuchen den richtigen Ausbildungsplatz zu finden.

Der WUB sucht dringend mehr Paten, da viele SchĂŒler auf eine Betreuung durch die ehrenamtlichen Begleiter warten. Die Johann-Philipp-Reis-Schule, die kaufmĂ€nnische berufliche Schule in Weinheim, ist in diesem Schuljahr mit in die Betreuung des WUB aufgenommen worden. Auch die Schillerschule – Werkrealschule in Hemsbach möchte eine eigene Initiative grĂŒnden, die der WUB unterstĂŒtzt.

Mit neuen Paten fĂŒhren die Verantwortlichen von WUB und der regionalen Jugendagentur Job Central zuerst ein ausfĂŒhrliches GesprĂ€ch, in dem herausgefunden werden soll, welche Interessen des Paten zu welchen Aufgaben des WUB am besten passen. Sabine Beckenbach von Job Central unterstĂŒtzt den WUB mit professionellen RatschlĂ€gen.

Ein Training hilft neuen Paten, wie man am geschicktesten einen ersten Kontakt mit SchĂŒlern aufnimmt, die bisher wenig BerĂŒhrung mit der Erwachsenenwelt oder der Arbeitswelt hatten.

Paten sind sehr unterschiedlich in ihren beruflichen oder familiĂ€ren Erfahrungen. Gefragt sind Menschen, die sich auf die oft andere Vorstellungswelt der Jugendlichen und jungen Erwachsenen einlassen können. „Wie ticken Jugendliche?“ ist also ein stĂ€ndiges Weiterbildungsthema fĂŒr Paten.

Die Motive, Pate beim WUB zu werden, sind sehr unterschiedlich,

erklĂ€rt WUB-Sprecher Prof. Dr. Hansjörg Weitbrecht. Es mag die eigene schwierige Schullaufbahn sein, die zu dem Wunsch fĂŒhrte, Jugendlichen heute Hilfestellung zu geben. Manche haben die eigenen Kinder gut auf den Weg gebracht und möchten nun andere unterstĂŒtzen. Oder Paten wollen ihre eigenen Kenntnisse in Mathematik oder Englisch lebendig halten und sind als Lernpaten tĂ€tig. Immer wieder betonen Paten, so Weitbrecht, dass sie selbst durch ihre PatentĂ€tigkeit gewinnen und dazulernen.

Nicht zuletzt ist es Anerkennung durch anderen Paten oder von Bekannten. Positive RĂŒckmeldung gibt es von Eltern und gelegentlich auch explizit von SchĂŒlern. FĂŒr Paten ist es eine Belohnung, wenn eine Schulnote sich verbessert, der Übergang in eine weiterfĂŒhrende Schule oder – das eigentliche Ziel des WUB – in ein Praktikum und eine Ausbildung positiv verlaufen.

Anerkennung kommt aber auch von der Stadt fĂŒr den WUB als Teil der Bildungskette, in der Kinder und Jugendliche begleitet werden, mit Sprachunterricht, Nachhilfe und Berufsorientierung, von der KindertagesstĂ€tte bis zum Übergang in den Beruf. Dr. Susanne Felger koordiniert die BemĂŒhungen im Übergang Schule-Beruf (www.uebma-weinheim.de) im Auftrag des OberbĂŒrgermeisters. Weitbrecht: „Es ist ein gutes GefĂŒhl, mitzuwirken an einer Initiative, die als vorbildlich gilt in der Bundesrepublik.“

Der WUB sei besonders stolz, dass inzwischen fĂŒnf StadtrĂ€te als Paten mitwirken. Sie bringen ein Netzwerk an Kontakten in die Arbeit des WUB ein. StadtrĂ€tin Uschi Heil hat zusammen mit Stadtrat JĂŒrgen Hohmann jahrelang an der Karrillon-Werkrealschule SchĂŒler und SchĂŒlerinnen erfolgreich in Praktika und Ausbildungsstellen vermittelt. Jetzt bauen beide die Arbeit des WUB an der Johann-Philipp-Reis-Schule auf, wo ihnen wieder ihre Verbindungen in die Stadt und in die Weinheimer Wirtschaft helfen.

Stadtrat Otfried Ramdohr arbeitet im Team der Dietrich-Bonhoeffer-Werkrealschule mit und StadtrĂ€tin Stella Kirgiane-Efremidis in der Helen-Keller-Schule, der beruflichen Schule fĂŒr pflegerische und sozialpĂ€dagogische Berufe. Stadtrat Dr. Ditmar Flothmann ist Mitglied im Leitungsgremium Sprecherkreis des WUB und hat engen Kontakt zur Hans-Freudenberg-Schule, der beruflichen Schule mit technischer Ausrichtung.

Weitbrecht setzt eine hohe Marke: „Mehr BĂŒrger in Weinheim sollen den WUB kennen und bereit sein, als Pate mitzuwirken, im Unternehmen einen Praktikumsplatz zur VerfĂŒgung stellen oder einzelne Projekte unterstĂŒtzen. So kann unser Ziel, dass kein Jugendlicher verloren geht, erreicht werden.“

Ehrung mit europÀischem Gedanken

Bundesverdienstkreuz fĂŒr Stella Kirgiane-Efremidis und Alexandros Efremidis

Integrationsministerin Bilkay Öney ĂŒberreicht Stella Kirgiane-Efremidis das Bundesverdienstkreuz.

Weinheim, 06. Oktober 2012. (red/pm) Stella Kirgiane-Efremidis und Alexandros Efremidis erhielten das Bundestverdienstkreuz. Die Auszeichnung wurde ĂŒberreicht durch Bilkay Öney, Ministerin fĂŒr Integration des Landes Baden-WĂŒrttemberg.

Information der Stadtverwaltung Weinheim:

„Sie sind zwei Symbolfiguren fĂŒr Integration und VölkerverstĂ€ndigung in Weinheim und darĂŒberhinaus: Stella Kirgiane-Efremidis und Alexandros Efremidis. Aus den HĂ€nden von Bilkay Öney, Landesministerin fĂŒr Integration, erhielten die seit vielen Jahren in Weinheim ansĂ€ssigen Griechen jetzt das Bundesverdienstkreuz am Bande.

Das Engagement fĂŒr die Integration war allerdings nur ein Grund fĂŒr die hohe Ehre. Ein anderer: Seit 23 Jahren veranstaltet das Gastronomen-Ehepaar in ihrem Lokal „Beim Alex“ im Rolf-Engelbrecht-Haus regelmĂ€ĂŸig Benefiz-Essen. Der Erlös kommt Einrichtungen fĂŒr behinderte Kinder zugute.

Euer Einsatz, sei es im Beruf oder im Ehrenamt, ist vorbildlich. Vorbilder wie Euch brauchen wir.

lobte Öney den beiden „Weinheimer Griechen“. Die SPD-Politikerin ĂŒberreichte die Verdienstkreuze und gratulierte ebenso wie OberbĂŒrgermeister Heiner Bernhard und der griechische Generalkonsul Partsos Panayotis.

Es wÀre zu kurz gesprungen, wenn man den Fehler beginge, Euch auf das Thema Integration zu reduzieren. Dazu ist Euer Engagement zu vielfÀltig.

Öney ist fĂŒr die SPD-Politikerin Kirgiane-Efremidis seit langem eine Wegbegleiterin: Bereits in der zweiten Amtsperiode ist Kirgiane-Efremidis im SPD-Landesvorstand – woher sich beiden gut kennen.

Die Sammlung an EhrenÀmtern der Griechin ist ellenlang: Seit 1998 ist Kirgiane-Efremidis Vorsitzende des stÀdtischen Koordinierungskreises zur Integration, seit 2005 Vorstandsmitglied des Netzwerkes griechischstÀmmiger Kommunalpolitiker in Europa.Seit 1999 ist sie Gemeinderatin. Seit 2004 ist sie dort stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende. Seit vier Jahren ist Kirgiane-Efremidis auch Vorsitzende des SPD-Ortsvereins. Und seit 2009 mischt sie auch im Kreistag des Rhein-Neckar-Kreises mit.

Ministerin Öney zeigte sich schwer beeindruckt:

In allen Gremien und Funktionen setzt Du Dich fĂŒr Deine Vorstellungen einer gerechteren und solidarischeren Welt ein. Und dabei kannst Du sehr beharrlich sein.

Was ihr besonders imponiert: „Ihr zeigt, dass man sich in einer Gesellschaft einbringen kann, dass man mitgestalten kann, ohne seine Herkunft aufzugeben.“ Die Verleihung des Bundesverdienstkreuzes sei deshalb auch eine Botschaft an die vielen Menschen mit Migrationsgeschichte:

Ich hoffe, dass diese Verleihung möglichst vielen Mut macht, einen Àhnlichen Weg zu gehen.

Der Ursprung des jÀhrlichen Benefizessens

OberbĂŒrgermeister Bernhard war zuvor nĂ€her auf das Benefiz-Essen und dessen UrsprĂŒnge eingegangen. 1989 stellte sich bei einem gemĂŒtlichen „Beisammensitzen“ nach einem Fußballspiel heraus, dass das Ehepaar Efremidis, aber auch vier weitere Spieler mit ihren Ehefrauen je ein Kind erwarteten.

Falls die Kinder gesund zur Welt kommen werden, wollte Alex aus Dankbarkeit jedes Jahr einen Tag behinderten Kindern widmen und ihnen helfen. So kam es zu den jĂ€hrlichen Benefizessen der Familie Efremidis, bei denen in den vergangenen 23 Jahren mehr als 90.000 Euro fĂŒr die Lebenshilfe/IKB und die Nikolauspflege zusammenkamen.

Das ehrenamtliche Engagement des Ehepaares, unter anderem im Weststadtverein und im deutsch-griechischen Freundeskreis „Philia“ gehe weit ĂŒber die Benefiz-Essen hinaus. Bernhard:

Antriebsfedern fĂŒr das Wirken der beiden sind ihr Gerechtigkeitssinn, ihre Mitmenschlichkeit und der europĂ€ische Gedanke.

Anmeldeschluss am 25. Oktober

Jetzt anmelden fĂŒr den Weststadt-Weihnachtsmarkt

Weinheim, 06. Oktober 2012. (red/pm) Mittlerweile ist er fest etabliert im (Advents-)Kalender der Stadt: Der Weststadt-Weihnachtsmarkt immer am Samstag und Sonntag des ersten Adventswochenendes.

Information der Stadt Weinheim:

„In diesem Jahr fĂ€llt der Termin auf den Samstag, 1. und Sonntag, 2. Dezember. Ab sofort können sich Interessenten fĂŒr einen Stand anmelden; der Weihnachtsmarkt wird wieder vor der Ladenzeile in der Kurt-Schumacher-Straße stattfinden. Angesprochen sind Vereine und Institutionen aber auch GeschĂ€fte aus der Weststadt. Interessenten wenden sich an Stella Kirgiane-Efremidis, die Vorsitzende des veranstaltenden Weststadtvereins „Pro West Weinheim“ (mail: stellakirgiane@aol.com) oder ihre beiden Stellvertreter Fritz Weber (FWEberSatt@aol.com) und Andreas KrĂ€nzle (a.kraenzle@ak-kraenzle.de). Anmeldeschluss ist der 25. Oktober. Bei der Vergabe werden Mitglieder des Weststadtvereins bevorzugt, auch die Reihenfolge der Anmeldung kann entscheidend sein.“

Programm fĂŒr das 4. Weststadtfest am Samstag, 16. Juni 2012

Auch „Amie“ rockt die Weststadt

Die Band "Amie" spielt auf dem 4. Weststadtfest. Foto: Stadt Weinheim.

Weinheim, 22. Mai 2012. (red/pm) Das Programm fĂŒr das 4. Weststadtfest am Samstag, 16. Juni, steht: Festmeile, Flohmarkt und großes BĂŒhnenprogramm.

Information der Stadt Weinheim:

„Die Weinheimer Weststadt stellt wieder mal was richtig Großes auf die Beine, wenn am Samstag, 16. Juni, das jetzt vierte Weststadtfest auf der kompletten Festmeile der Ahornstraße stattfindet.

Die Anmeldefristen sind abgeschlossen, das Team des Weststadtvereins steckt schon mitten in der heißen Phase der Vorbereitungen.

Fest steht: Das 4. Weststadtfest im fĂŒnften Jahr des Weststadtvereins ist wieder eines der grĂ¶ĂŸten Open-Air-Musikfestivals an der Bergstraße. Mehr als 20 Bands und Tanzgruppen treten auf den beiden HauptbĂŒhnen auf, die jeweils die Festmeile der Ahornstraße an der Pappelallee und am so genannten „Ahornplatz“ (Am BĂ€cker „Grimminger) abschließen. Dann gibt es noch einen Ort fĂŒr Platzkonzerte (zum Beispiel fĂŒr grĂ¶ĂŸere Chöre wie „The Celtic Night“) im Ulmenweg und hier und dort auf der Festmeile kleinere Live-BĂŒhnen.

"The Celtic Night". Foto: Stadt Weinheim.

Vor allem das Musikprogramm ist enorm vielseitig – und beachtlich hochwertig. Vor allem, wenn man sieht, dass alles komplett ohne Eintritt angeboten wird. Das ist nur möglich, weil sĂ€mtliche Bands und Gruppen ohne Gage auftreten.

Die AtmosphĂ€re des Weststadtfestes hat sich herumgesprochen, außerdem fließt der Festerlös ja einem guten Zweck zu. Das hat viele Musiker ĂŒberzeugt.

Bei einigen Bands ist das Weststadtfest schon ein Klassiker im Jahresprogramm, wie zum Beispiel bei „Amie“, die vor Jahren als SchĂŒlerband „The Plaid“ schon beim ersten Weststadtfest dabei waren. Mittlerweile ist die junge Truppe um ihre agile Frontfrau und SĂ€ngerin Vivian Essig ĂŒber die Region hinaus bekannt und hat neulich ihre erste eigene CD herausgebracht. Auf der BĂŒhne an der Pappelallee ist „Amie“ der „Hauptact“ ab 20:30 Uhr.

Die Band "Signalis" kommt ebenfalls zum Wetstadtfest. Foto: Stadt Weinheim.

Davor treten aus Weinheim und Umgebung stammende regional bekannte Jugendbands wie Signalis, Twist of Fate, Ginchillaz, Satellite oder You Win again auf. Auch ein ominöses Duo mit dem vielversprechenden Namen „Johannes Paul II.“ hat sich angemeldet.

„Pesch un Schwefel“, nach eigenen Angaben dienstĂ€lteste Rockband aus dem Odenwald, bildet das Finale auf der „BĂŒhne am Ahornplatz“, zuvor heizen Lokal- und RegionalgrĂ¶ĂŸen wie First Fret, die Honeywell Bouncers aus Schriesheim, Six on Fire und andere ein. Dazu kommen SchĂŒlerbands und Tanzgruppen – von Bauchtanz ĂŒber Breakdance und HipHop (aus dem Mehrgenerationenhaus), die stolzen Spanierinnen der „Gitanillas“ bis Zumba.

Das BĂŒhnenprogramm beginnt um 11 Uhr auf beiden Seiten, Moderatoren sind Roland Kern und Holger Mattenklott.

Um 12:00 Uhr wird das 4. Weststadtfest auf der „DiesbachMedien“-BĂŒhne am Ahornplatz von OberbĂŒrgermeister Heiner Bernhard und der Weststadtvereinsvorsitzenden Stella Kirgiane-Efremidis dann offiziell eröffnet.

Zuvor haben aber schon die FlohmarktstĂ€nde in den Seitenstraßen des Ahornweges fĂŒr SchnĂ€ppchenjĂ€ger geöffnet. Ab 11:00 Uhr bieten Vereine, Gewerbetreibende, Kirchen und KindergĂ€rten, Schulen, GaststĂ€tten und sonstigen Organisationen, reichlich Angebote und Aktionen. Zum Beispiel lĂ€dt der neu grĂŒndete Skaterverein „Boardsport Weinheim“ zum Probeskaten ein, auch der Moderationsprozess „Schulentwicklung Weststadt“ stellt sich mit einem Info-Stand vor.

NatĂŒrlich gibt es reichlich zu essen und zu trinken, zum Beispiel tĂŒrkische, indonesische und griechische SpezialitĂ€ten – ebenso wie Deftiges vom Metzgermeister. Es wird frisiert, geschminkt und gespielt. „Eine bunte Festmeile, so bunt und lebendig wie die Weststadt“, freut sich Stella Kirgiane-Efremidis.“

Info: Der Weststadtverein verschickt in den nĂ€chsten Tagen an alle, die einen Straßenstand angemeldet haben, die BestĂ€tigungen. Wer keine Nachricht erhĂ€lt, bitte nochmal kurz melden beim Zweiten Vereinskassier unter E-Mail: holzingerr@aol.com

Verein Pro West bestÀtigt Vorstandschaft

Weststadt bleibt in festen HĂ€nden

Der Vorstand des Weststadt-Vereins . Foto: Verein Pro West.

Weinheim, 19. April 2012. (red/pm) Verein Pro West bestĂ€tigt Vorstandschaft – Heiße Phase fĂŒr das 4. Weststadtfest am 16. Juni beginnt.

Information des Weststadtvereins:

„Das nĂ€chste Weststadtfest am Samstag, 16. Juni, steht schon wieder bevor. Und es kann kommen: Der Weststadtverein „Pro West Weinheim“ baut auf festen wirtschaftlichen SĂ€ulen und bestĂ€ndigem Personal.

Bei der turnusgemĂ€ĂŸen Mitgliederversammlung wurde jetzt Stella Kirgiane-Efremidis als Erste Vorsitzende mit ihrem kompletten Team im Amt bestĂ€tigt. Zuvor hatte sie einen beeindruckenden Jahresbericht ĂŒber das JubilĂ€umsjahr 2011 vorgelegt, in dem Weinheims grĂ¶ĂŸter Stadtteil sein 75-jĂ€hriges Bestehen feierte – auch dies geschah auf Anregung des Weststadtvereins.

Die 44-jĂ€hrige gebĂŒrtige Griechin und Kommunalpolitikerin geht somit gestĂ€rkt in eine dritte Amtszeit im fĂŒnften Jahr des Vereinsbestehens. Ihre Stellvertreter bleiben „Weststadt-BĂŒrgermeister“ Fritz Weber und Andreas KrĂ€nzle, als Erster Kassier wurde Klaus FlĂ¶ĂŸer, als Zweiter Kassier Rainer Holzinger bestĂ€tigt.

SchriftfĂŒhrer bleibt Jörn zur BrĂŒgge, fĂŒr die Internetseite und die Öffentlichkeitsarbeit ist weiterhin Carsten Labudda zustĂ€ndig. Auch das Team der Beisitzer wurde einstimmig wiedergewĂ€hlt: Rita EidenmĂŒller, Johanna Seydel, JĂŒrgen Sattler, Michele Vetere, Reinhild Kreckel, Birgit Risch und Gerhard Raule.

Heißlaufen fĂŒrs Weststadtfest

„Wir sind gerade schon am Heißlaufen fĂŒrs Weststadtfest“, kĂŒndigte die neu gewĂ€hlte Vorsitzende an.

Beim 4. Weststadtfest am Samstag, 16. Juni werden wieder rund 20 BĂŒhnenprogrammpunkte auf zwei BĂŒhnen aufgefĂŒhrt, die Festmeile auf der Ahornstraße zwischen Pappelallee und „Ahornplatz“ wird mit StĂ€nden und Aktionen gefĂŒllt sein.

Das BĂŒhnenprogramm sei wieder „ungeheuer vielseitig“, wie Roland Kern ergĂ€nzte, der die Show zusammenstellt. „Was die Anzahl der Gruppen und Bands angeht, werden wir wieder das grĂ¶ĂŸte Open-Air an der Bergstraße sein“, kĂŒndigte er an. Und: SĂ€mtliche Auftritte sind ohne Gage, nĂ€mlich fĂŒr den guten Zweck des Weststadtvereins, der jedes Jahr einige Tausend Euro in soziale Projekte der Weststadt fließen lĂ€sst.

Als „Top-Act“ am Abend wird in jedem Fall die Weinheimer Nachwuchsband „Amie“ auftreten.

In diesem Zusammenhang erklĂ€rte Stella Kirgiane-Efremidis fĂŒr den Vorstand, dass nicht an eine Ausweitung bis Mitternacht gedacht sei; Festbesucher hatten das angeregt.

„Wir haben großes VerstĂ€ndnis bei den Anwohnern, das wollen wir nicht ĂŒberstrapazieren“, so die Vorsitzende, die insbesondere die Weinheimer Unternehmer DiesbachMedien und Elektro-Steidl als engagierte Sponsoren des Vereins und des Weststadtfestes nannte.

Mitgliederzahl gestiegen

So gelang es auch 2011, rund 5300 Euro Projektförderung an Einrichtungen der Weststadt auszuschĂŒtten, wie Kassier Klaus FlĂ¶ĂŸer berichtete. Rund 22 000 Euro konnte der Verein im Jahr 2011 verbuchen, das meiste aus Spenden, GetrĂ€nkeverkauf bei Veranstaltungen und der Vermietung von StandgebĂŒhren. Insgesamt verfĂŒge der Verein nach vier Jahren ĂŒber eine sehr solide finanzielle Ausstattung. Die Zahl der Mitglieder ist erneut auf jetzt 128 gestiegen.

Im Rahmen der Mitgliederversammlung stellten Brigitte Deichsel das Engagement des Vereins innerhalb der BĂŒrgerstiftung und der Weinheimer Ehrenamtsinitiative WEI vor, Dieter Gerster sprach von den AktivitĂ€ten des „Runden Tisch Demenz“ in der Weststadt (zum Beispiel von der nĂ€chsten großen Veranstaltung zum Thema im Rolf-Engelbrecht-Haus am 14. Oktober). Und Mike FlĂ¶ĂŸer, GrĂŒnder und Vorsitzender des Skatervereins berichtete ĂŒber die BemĂŒhungen des Vereins, einen geeigneten Standort fĂŒr eine Skateranlage zu finden und bat um UnterstĂŒtzung.“
Info: FĂŒr das 4. Weinheimer Weststadtfest am Samstag, 16. Juni, sind noch bis 30. April Anmeldungen möglich beim Verein Pro Weststadt, Vorsitzende Stella Kirgiane-Efremidis, Restaurant „Alex“ im Rolf-Engelbrecht-Haus, Telefon 06201-6 29 36, E-Mail: stellakirgiane@aol.com. Dort liegen auch Anmeldebogen aus!

ZustĂ€ndig fĂŒr die Vergabe der StĂ€nde ist der Vorstand, Stella Kirgiane-Efremidis, Telefon 06201-6 29 36. E-Mail stellakirgiane@aol.com. BĂŒhnenprogramm: Roland Kern, Stadtverwaltung Weinheim, Telefon 06201-82 390, E-Mail: r.kern@weinheim.de. Flohmarkt: Johanna Seydel, Kopierpoint, Ahornstraße, Telefon 06201-65963, E-Mail: info@kopierpoint-seydel.de, und Gerhard Raule, Pen Schreibwaren, Kurt- Schumacher-Straße 5, Telefon 06201-64458.
Anmeldeformulare auch unter www.pro-weststadt-weinheim.de. FĂŒr die Musikbands reicht eine E-Mail oder eine Kontaktaufnahme ĂŒber Weinheim auf Facebook. Bei den BĂŒhnenauftritten sind aber nur noch wenige Zeiten frei.