Donnerstag, 21. September 2017

Feuerwehr Weinheim mit neuem Design

Neuer Internetauftritt zum Nikolaus

Weinheim, 09. Dezember 2014. (red/fw) Die Feuerwehr Weinheim ging 1999 als eine der ersten Wehren online. Das ist nun 15 Jahre her und Grund genug den Online-Auftritt ein neues Outfit zu geben. [Weiterlesen…]

Jeder kann Leben retten

Wiederbelebung ist einfach

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In Deutschland leisten nur 15 Prozent der Laien vor dem Eintreffen der Rettungskräfte Erste Hilfe. Foto: Ralph Mittelbach

 

Weinheim, 13. September 2013. (red/fw) In der Woche der Wiederbelebung (16. bis 22. September) informiert Feuerwehr Weinheim, wie man in der Situation eines Herzstillstand erste Hilfe leisten kann. Denn: Jeder kann eine Wiederbelebung durchf√ľhren, jeder kann Leben retten. [Weiterlesen…]

Erster Firefighter-Stairrun

Unter Atemschutz hoch hinaus

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Mit 16 kg Ausr√ľstung mussten die Feuerwehrleute 13 Stockwerke nach oben rennen. Foto: Steffen Kudras

 

Weinheim, 08. Juli 2013. (red/fw) Jeder kennt die legend√§ren Turml√§ufe f√ľr Feuerwehrleute aus New-York, Hamburg oder Berlin. Der erste Firefighter-Stairrun (‚ÄěTreppenlauf‚Äú) in der Region fand Ende Juni bei der Feuerwehr Wilhelmsfeld statt. Der 41 m hohe Teltschikturm lockte zahlreiche Vertreter der Feuerwehren im Rhein-Neckar-Kreis nach Wilhelmsfeld. Es galt, so schnell wie m√∂glich den √ľber die Baumwipfel ragenden Teltschikturm zu erklimmen ‚Äď mit voller pers√∂nlichen Schutzausr√ľstung, versteht sich. [Weiterlesen…]

Gemeinsame "AED-Aktion" der DLRG, DRK und Feuerwehr

Leben retten kann jeder, man muss nur wissen wie

Im Notfall bleibt nur wenig Zeit f√ľr die Ersthilfe. Da sollte jeder Handgriff sitzen. Fotos: Ralf Mittelbach

 

Weinheim, 20. August 2012. (red/rm) Es passiert pl√∂tzlich, unerwartet und es kann jeden treffen ‚Äď der pl√∂tzliche Herztod. Der pl√∂tzliche Herztod oder auch Sekundentod genannt ist ein medizinischer Fachausdruck f√ľr einen pl√∂tzlich und unerwartet eingetretenen Tod kardialer Ursache. Der Tod ist hierbei meist Folge eines anhaltenden Kammerflimmerns, dem durch Wiederbelebungsma√ünahmen und Fr√ľhdefibrillation entgegen gewirkt werden kann.

Von Ralf Mittelbach

Die Weinheimer Feuerwehr hat im letzten Jahr dem plötzlichen Herztod den Kampf angesagt und das sogenannte AED-Projekt ins Leben gerufen. AED-Geräte sind automatisch externe Defibrillatoren, die nur in Verbindung mit der Herz-Lungen-Wiederbelebung durch Elektroschocks Störungen in der Herzrhytmik beheben können. Der große Vorteil an dem Gerät ist, das es von jedem Laien bedient werden kann und dem Ersthelfer Anweisungen gibt, welche Maßnahmen zu tun sind um dem Patient zu helfen.

Der Kopf der ganzen Aktion sind die Feuerwehrsanit√§ter Ralf Michael, Sven Hufnagel und Ralf Mittelbach, die Unterst√ľtzung und medizinische Beratung von den √Ąrzten Dr. Arnd Bublitz und Dr. med. Frank H√∂ltermann von der GRN-Klinik Weinheim bekommen. Das Projekt ist inzwischen gewachsen und so konnten noch weitere Hilfsorganisationen f√ľr die Sache gewonnen werden. Gemeinsam mit dem Deutschen Roten Kreuz (DRK) Weinheim, der Johanniter Unfallhilfe (JUH) Bergstra√üe und der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) Weinheim stehen die Hilfsorganisationen Seite an Seite, um die Zahl der 100.000 Herztoten, die j√§hrlich in Deutschland sterben, deutlich zu verringern.

AED-Geräte bedienen ist kinderleicht

Durch die AED-Aktion in Weinheim konnte seit Beginn der Initiative zahlreiche AED-Ger√§te angeschafft und im Stadtgebiet verteilt werden. Allerdings ist nicht nur das Vorhanden sein der Ger√§te wichtig sondern auch die Information der B√ľrger. Daher informierten DLRG, DRK und Feuerwehr am vergangen Samstag zeitgleich zwischen 11 und 14 Uhr am Waidsee, dem Waldschwimmbad und am Alten Rathaus auf dem Weinheimer Marktplatz um viel B√ľrger √ľber den Nutzen des Ger√§tes aufzukl√§ren.

Die Aktion war vorher von den Hilfsorganisationen geplant und durchgesprochen, damit auch an allen Stationen das gleiche Wissen vermittelt werden konnte. So gab es an allen Stationen einen Weinheimer Stadtplan, auf dem die Ger√§te eingezeichnet sind. Auch ein √úbungs-AED und eine √úbungspuppe standen zur Verf√ľgung, damit die Interessierten auch mal in der Praxis die Wiederbelebungsma√ünahmen in Verbindung mit einem AED-Ger√§t √ľben konnten. Die Resonanz war durch weg positiv, das war der Tenor aller Beteiligten nach Abschluss der Infoveranstaltung. An allen Standorten konnten jeweils zwischen drei√üig und vierzig Personen jeden Alters begr√ľ√üt und informiert werden. Auch einige Kinder waren dabei und konnten schnell beweisen, dass die Bedienung mit den Anweisungen des Ger√§tes kinderleicht ist.

Person ist bewußtlos Рwas tun?

Simon Stauffert und Mareike M√ľnch erkl√§rten, was zu tun ist, wenn man einen Bewu√ütlosen findet.

Simon Stauffert und Mareike M√ľnch von der DLRG Weinheim erkl√§rten an ihrem Stand die wichtigsten Ma√ünahmen beim Auffinden einer bewusstlosen Person. So muss man zun√§chst Ruhe bewahren und √ľberpr√ľfen, ob der Patient wach und ansprechbar ist. Ist dieser bewusstlos, sollte man auf sich aufmerksam machen, Umherstehende bitten mit zu helfen und den Notruf √ľber die Nummer 112 absetzen.

Als n√§chstes ist die Atemkontrolle wichtig. Hier muss man den Kopf des Patient nach hinten in den Nacken neigen und mit dem eigenen Ohr so dicht wie m√∂glich √ľber den ge√∂ffneten Mund des Patienten und sehen, h√∂ren und f√ľhlen ob der Patient atmet.

Auch bei den Feuerwehrsanitäter Sven Hufnagel, Lukas Gärtner und Ralf Michael, die den Stand im Weinheimer Waldschwimmbad betreuten gab es diese Tipps. Auch sie informierten wie man mit einem Notfallpatient umgeht. Sollte dieser nach der Atemkontrolle normal atmen, legt man ihn in die stabile Seitenlage.

Korrekte Notfallhilfe

Peter Fath und Martina Schwindt informierten am Alten Rathaus auf dem Weinheimer Marktplatz √ľber das Auffinden von Notfallpatienten. Sollte der Patient nicht mehr atmen, so ist sofort mit der Herz-Lungen-Wiederbelebung zu beginnen. Der Patient muss auf dem R√ľcken liegen und die Kleidung vom Brustkorb des Patienten entfernt werden. Der Handballen des Ersthelfers muss auf das untere Drittel des Brustbeins des Patienten und die zweite Hand auf die erste gelegt werden. Dann muss der Ersthelfer die Arme durchstrecken, kr√§ftig und m√∂glichst gleichm√§√üig 30 Mal den Brustkorb niederdr√ľcken in einem Zeitabstand von ein bis zwei Sekunden.

Anschlie√üend ohne Verz√∂gerung Mund zu Nase beatmen. Daf√ľr muss man den Kopf des Patienten in den Nacken neigen, dabei den zur Unterlippe neigenden Daumen gegen die Oberlippe dr√ľcken und den eigenen Mund √ľber die Nase des Patienten legen und abdichten. Selbst tief einatmen und die eigeatmete Luft zweimal in die Nase des Patienten blasen.

Vorsicht vor dem Elektroschock

Parallel dazu sollte ein weiterer Ersthelfer versuchen ein AED-Ger√§t zu besorgen. Das AED-Ger√§t w√§hrend der Wiederbelebungsma√ünahmen einschalten und den Anweisungen des Ger√§tes folgen. W√§hrend der Ansagen die Wiederbelebungsma√ünahme nicht unterbrechen. In dem AED-Ger√§t sind Klebeelektroden die nach Anweisung und Abbildung auf dem K√∂rper des Patienten angebracht werden. Das AED-Ger√§te wird mitteilen, dass es am Patient eine Analyse durchf√ľhrt.

W√§hrend dieser Zeit darf der Patient nicht ber√ľhrt werden. Sollte das Ger√§t einen Elektroschock empfehlen, die blinkende Schocktaste bet√§tigen und darauf achten, dass niemand Kontakt zum Patient hat. Diese Ma√ünahmen sind bis zum Eintreffen des Rettungsdiensts durchzuf√ľhren.

Nach dem Herzstillstand bleiben nur drei Minuten

Solche Infoveranstaltungen wie am vergangen Wochenende sind wichtig, da der der pl√∂tzliche Herztod mit mehr als 100.000 Betroffenen eine der h√§ufigsten Todesursachen in Deutschland au√üerhalb von Kliniken ist. Vielen ist diese Tatsache gar nicht bewusst. Der h√§ufig vermeidbare Tod so vieler Mitb√ľrger ist eine gesellschaftspolitische Herausforderung unserer Zeit. Die Betroffenen haben nur eine Chance, wenn sofort mit der Herzdruckmassage und der Anwendung eines Defibrillators begonnen wird.

Zum schadensfreien √úberleben bleibt nur ein Zeitfenster von drei bis f√ľnf Minuten. Die Hilfsfrist des Notarzt- und Rettungsdienstes in Baden-W√ľrttemberg betr√§gt 15 Minuten. Die Hilfe innerhalb dieses Zeitfensters ist also weder von Not√§rzten noch von Rettungsdiensten machbar. Deshalb ist es wichtig, die Bev√∂lkerung zu schulen und zu informieren um viele Ersthelfer zu haben. Allerdings ist diese Tatsache in der √Ėffentlichkeit nicht bekannt und auch von der Politik bisher nicht thematisiert worden. Laut der Statistik der Bj√∂rn-Steiger-Stiftung sterben t√§glich 274 Menschen an einem pl√∂tzlichen Herztod. Das ist der Ansporn f√ľr die Weinheimer Hilfsorganisationen dem entgegenzuwirken.

„Weinheim rettet Leben“ startet

Die Initiatoren der Weinheimer Feuerwehr werden auch weiterhin versuchen in Gespr√§chen weitere sinnvolle Standorte f√ľr AED-Ger√§te zu finden und anzubringen. Auch soll in den kommenden Wochen die Internetseite www.weinheim-rettet-leben.de an den Start gehen und ein Informationsflyer entstehen. Auch weitere √∂ffentliche Veranstaltungen sind geplant. So wird es am Mittwoch den 14. November eine Infoveranstaltung im Feuerwehrzentrum Weinheim geben.

Weitere Informationen erhalten Sie unter: Feuerwehr Weinheim, Ansprechpartner Herr Mittelbach 06201 / 25 806 73, E-Mail: sani-info@feuerwehr-weinheim.de. Den Film zum Weinheimer AED Projekt finden Sie im Internet auf Youtube.

Anmerkung der Redaktion: Ralf Mittelbach ist Pressereferent der Freiwilligen Feuerwehr Weinheim