Dienstag, 21. November 2017

Besinnliche Weihnacht. Zeit, sich zu besinnen: Was war, was ist und was sein soll

Auch Jesus war ein FlĂŒchtling

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Dieser Bub spielt unter Aufsicht seines Vaters im neuen „Garten auf Zeit“ – im Hintergrund sieht man Blumen, die er gerade gepflanzt hat. Die Aufnahme entstand im August 2013 in Ladenburg. Ab Mitte Januar 2014 wird die Familie aus der Alten Martinsschule ausgezogen sein und in Container in Schweztingen umgesetzt.

 

Rhein-Neckar, 24. Dezember 2013. (red/Rose) Rund 700 neu eingetroffene Asylsuchende hat der Rhein-Neckar-Kreis dieses Jahr aufnehmen mĂŒssen – auch die kreisfreien StĂ€dte in unserer Region werden hunderte Menschen aufnehmen. Und es werden mehr werden, denn in Syrien tobt ein grausamer BĂŒrgerkrieg, die Menschen fliehen aus Afghanistan, aus dem Irak, aus dem Sudan. Hinter den Zahlen stehen Schicksale. Menschen. Und die brauchen Hilfe. [Weiterlesen…]

BĂŒrgerbeteiligung ist nicht nur in Weinheim ein Thema

„Den BĂŒrgern eine starke Lobby geben“

Weinheim/Rhein-Neckar, 19. Juli 2012. (red/la/tegernseerstimme.de) Morgen findet der „BĂŒrgerdialog“ zum Gewerbegebiet Breitwiesen statt. Deutschlandweit wĂ€chst der Wunsch nach mehr BĂŒrgerbeteiligung – nicht nur in Weinheim. Wir stellen daher einen Beitrag unseres bayerischen Partnerblogs „Tegernseer Stimme“ vor, der auch fĂŒr Weinheim und andere Gemeinden in der Region DenkanstĂ¶ĂŸe bietet. Viel Spaß beim Kennenlernen dieser interessanten Variante der BĂŒrgerbeteiligung.

Von Steffen Greschner

Die Suche nach neuen Formen der BĂŒrgerbeteiligung beschĂ€ftigt die Politik. Landauf, landab wird nach Möglichkeiten gesucht, den Menschen eine Stimme zu geben. Egal, ob am Tegernsee, in Berlin oder in Weinheim. Selbst die Bundeskanzlerin traf sich vergangene Woche beim Dialog ĂŒber Deutschland mit BĂŒrgern, um deren Ideen und WĂŒnsche zu diskutieren.

Der Wunsch, sich einzubringen und gehört zu werden, wĂ€chst – auch im hohen Norden, in Friesland, hat man darauf reagiert. Möglicherweise eine wegweisende Entwicklung fĂŒr die Lokalpolitik der Zukunft.

BĂŒrgerbeteiligung darf nicht nur Alibi sein

Vieles davon wird als Alibidebatte angesehen, als eine Möglichkeit, lediglich das GefĂŒhl zu vermitteln, mitsprechen zu können. Einmal diagonal durch Deutschland, weit entfernt vom Tegernseer Tal oder Weinheim, wie es weiter nicht geht, passiert dagegen etwas, was zukunftsweisend fĂŒr die Lokalpolitik werden könnte: In Friesland wird aller Voraussicht nach ab Herbst dieses Jahres die Beteiligungssoftware „Liquid Feedback“ eingesetzt.

BĂŒrgerbeteiligung ĂŒber das Internet bietet die Chance, dauerhaft an der Entscheidungsfindung mitzuwirken.

Liquid Feedback ist eine Software, die es ermöglicht, in Echtzeit und gemeinsam an neuen Ideen und Dokumenten zu arbeiten und ĂŒber bestehende VorschlĂ€ge abzustimmen. In einem auf ein Jahr begrenzten Pilotprojekt soll den FrieslĂ€ndern unter dem Projektnamen Liquid Friesland so eine direkte politische Beteiligung in ihrem Landkreis ermöglicht werden.

In der letzten Woche haben bereits der Spiegel, die TAZ, das Hamburger Abendblatt und viele andere Medien darĂŒber berichtet. Das Mutigste und Cleverste an dem ostfriesischen Projekt versteckt sich aber in der Beschlussvorlage, die am 11. Juli dem Kreistag zur Abstimmung vorgelegt wird (PDF). In der Vorlage ist ein Kunstgriff gelungen, der die Entscheidungsfindung in der Lokalpolitik dauerhaft verĂ€ndern könnte. Ohne irgendetwas an bestehenden Gesetzen und Verfassungen zu Ă€ndern, hat man eine Möglichkeit zur BĂŒrgerbeteiligung geschaffen, die eigentlich lange ĂŒberfĂ€llig war:

  • Die Organisation zusĂ€tzlicher BĂŒrgerbeteiligung mit Online-Instrumenten hat deshalb zu gewĂ€hrleisten, dass dieser faktische Einfluss auf der einen Seite abgebildet wird und gleichzeitig die gesetzlich vorgegebenen Entscheidungsregeln (formale BeschlĂŒsse durch Kreisgremien) nicht ausgehebelt werden. Dieses beachtend, schlĂ€gt die Kreisverwaltung fĂŒr wichtige Themen in eigener ZustĂ€ndigkeit des Landkreises, die Belange der örtlichen Gemeinschaft betreffen, vor:
  • Vorlagen fĂŒr die Gremien, parallel in „Liquid Feedback“ zur Diskussion und Abstimmung zu stellen und so ein Meinungsbild zu erzeugen und
  • Initiativen aus dem Nutzerkreis, die im Internet die erforderlichen Quoren gewonnen haben, als Anregung nach § 34 NKomVG und § 8 Abs. 4 der Hauptsatzung des Landkreises Friesland zu behandeln.

Was da so trocken klingt, ist eine wirklich spannende Lösung, die auch in der Metropolregion Rhein-Neckar funktionieren wĂŒrde und einige Debatten und Diskussionen sicherlich positiv verĂ€ndern könnte. Man muss sich den Vorgang folgendermaßen vorstellen: Der Gemeinderat tagt wie bisher auch. Mit dem Unterschied, dass alle Beschlussvorlagen einige Zeit vor der Sitzung bereits im Netz einsehbar sind und von interessierten BĂŒrgern diskutiert werden können. Die BĂŒrger selbst können also neue VorschlĂ€ge oder ÄnderungswĂŒnsche einbringen. Am Ende wird von den BĂŒrgern ĂŒber die anstehenden Punkte der nĂ€chsten Sitzung abgestimmt.

Ergebnisse der BĂŒrgerabstimmung sind nicht verbindlich

Die Ergebnisse der BĂŒrgerabstimmung sind allerdings weder fĂŒr das Rathaus noch fĂŒr den Gemeinderat in irgendeiner Art und Weise verbindlich. Aber in Friesland hat man sich verpflichtet, die BĂŒrgermeinung vor jeder Abstimmung in den GemeinderĂ€ten zu verkĂŒnden. Die Meinung der BĂŒrger bekommt damit formal einfach nur den gleichen Stellenwert wie beispielsweise die offiziellen Stellungnahmen des Bund Naturschutz, die Stellungnahme der Schutzgemeinschaft oder anderer Lobbygruppen, wie sie beispielsweise bei Bauvorhaben vorgetragen werden.

Die Abstimmungsergebnisse der BĂŒrger wĂŒrden in der Gemeinderatssitzung vor der eigentlichen Abstimmung bekannt gegeben.

In der RealitĂ€t sĂ€he das so aus: Bevor die GemeinderĂ€te in Weinheim beispielsweise ĂŒber das Schicksal der Breitwiesen entschieden hĂ€tten, wĂ€re bereits von den Weinheimer BĂŒrgern darĂŒber abgestimmt worden. Es wĂ€ren wohl GegenvorschlĂ€ge ausgearbeitet und ebenfalls diskutiert und darĂŒber abgestimmt worden. Am Ende, im Gemeinderat, wird die Meinung der BĂŒrger vor der Abstimmung verkĂŒndet: „Beteiligt haben sich xy BĂŒrger. xy % stimmten fĂŒr JA, xy % fĂŒr NEIN. xy % wĂŒrden fĂŒr JA stimmen, wenn man folgende Änderungen in den Beschluss ĂŒbernimmt.“

Den BĂŒrgern eine eigene Lobby geben

Welche Auswirkungen das auf die Entscheidungen haben kann, wird man in Friesland mitverfolgen können. Klar ist aber, dass die Meinung der Menschen so viel schwerer ignoriert werden kann. Außerdem ergibt sich die Chance, dass kleine Projektgruppen interessierter BĂŒrgern jederzeit eigene Ideen und VorschlĂ€ge ausarbeiten können. Finden sich dafĂŒr genĂŒgend UnterstĂŒtzer aus der Bevölkerung, die den Vorschlag mit JA bewerten, muss der Vorschlag auch in den GemeinderĂ€ten diskutiert werden. Wie die RĂ€te darĂŒber am Ende entscheiden, bleibt natĂŒrlich den gewĂ€hlten Vertretern ĂŒberlassen.

Im Anschluss an BĂŒrgerwerkstĂ€tten könnten die Ideen online weiter ausgearbeitet werden, bis sie genĂŒgend UnterstĂŒtzer fĂŒr eine Abstimmung bekommen.

Ohne direkt und rechtlich verbindlich mitbestimmen zu können, wird der „Lobby der BĂŒrger“ durch die Bekanntgabe der aktuellen Stimmungsbilder also ein sehr hoher „emotionaler“ und vor allem dauerhafter Stellenwert eingerĂ€umt und nicht erst bei BĂŒrgerentscheiden und Protestaktionen – die jede Menge Nerven und Zeit kosten und in Weinheim den Steuerzahlter aktuell 40.000 Euro fĂŒr den „BĂŒrgerdialog“.

Dagegen wird sich kein Lokalpolitiker auf Dauer verwehren können. Aus dem einfachen Grund: Rechtlich verbindlich oder nicht – kein Politiker stellt sich schließlich gerne, und in Friesland in Zukunft sogar wissentlich, gegen die Mehrheit seiner potenziellen WĂ€hler.

Wer sich einer umfassenden BĂŒrgerbeteiligung verschließt, muss sich hingegen fragen lassen, ob er nicht wissen möchte, was seine WĂ€hlerinnen und WĂ€hler wollen.

Anm. d. Red.:
Der Medienexperte Steffen Greschner ist freier Journalist und lebt in Berlin. Er betreibt im Internet das Blog xpolitics.de

Der glÀserne User

Gastbeitrag: PrivatsphÀre im Internet

Von Martin Heilmann

Freuen Sie sich ĂŒber Werbeanzeigen im Internet, die genau auf Sie zugeschnitten sind? Das Ihnen exakt Ihre Lieblingsschuhmarke oder das seit Wochen gesuchte Technikprodukt offeriert wird? Ja? Haben Sie sich jemals gefragt, wie das möglich sein kann?

Das Internet ist nicht intelligent. Es kann nicht wissen, welche Produkte Sie prĂ€ferieren. Es gibt aber Programme im Internet, die eines können: Daten ĂŒber Sie sammeln und diese speichern.

Persönliche Daten sind lukrative Informationen fĂŒr die Werbewirtschaft. Je detaillierter die Angaben, desto besser. Umso zielgerichteter kann der Werbende Sie persönlich “ansprechen”.

Grundinfos sind Namens-, Adressen- und Altersangaben sowie die Telefonnummer und die Emailadresse, die zum Beispiel bei kostenlosen Gewinnspielen angegeben werden. Je hĂ€ufiger Sie bei Gewinnspielen mitmachen, desto voller dĂŒrfte das Spamfach des Emailkontos sein. Das kennt man auch von Payback-Karten und Treueaktionen bei SupermĂ€rkten, Einkaufszentren und Tankstellen. Dann ist es eben der Briefkasten, der mit Reklameschreiben “zugemĂŒllt” wird.

Neben den „aktiv“ preisgegebenen Informationen hinterlĂ€sst ein Internetnutzer beim „Surfen“ „passiv“ Daten. Kleine Programme – sogenannte Cookies – beobachten und scannen Internetuser. Cookies können sich unter anderem Suchbegriffe und das Nutzerverhalten („tracking“) „merken“.

Cookies von Dritten löschen – Einfache Datenschutzeinstellungen

Um dem „Tracking“ und „Cookies“ das Leben zu erschweren, gibt es Internetbrowser-Einstellungen, die fĂŒr etwas mehr AnonymitĂ€t im Internet sorgen können.

Datenschutz beim Internetbrowser Firefox. U.a. Cookies können gelöscht werden.

Bei Firefox gelangt man ĂŒber den MenĂŒpunkt Extras -> Einstellungen und dann in der Kategorie Datenschutz in den betreffenden Bereich (siehe Bild). Beim Internetexplorer ĂŒber den MenĂŒpunkt Extras -> Interneteinstellungen in der Kategorie Allgemein.

Selbst wann und wie lange man sich auf Internetseiten aufhĂ€lt, kann nahezu problemlos ĂŒber diese Programme festgestellt werden. Sich der stĂ€ndigen Datensammlung im Internet zu entziehen, scheint fast unmöglich. Über die IP-Adresse, die jeder Nutzer beim „Surfen“ als eigene spezifische Internetadresse bzw. Kennung mitschickt, kann das Nutzerverhalten verfeinert und personifiziert werden. Internetseitenbetreiber können dies nutzen und haben es nach kurzer Zeit nicht mehr allzu schwer, Ihnen passende Angebote anzupreisen. (Ähnlich verhĂ€lt es sich ĂŒbrigens auch bei oben beschriebenen Kundenkarten von SupermĂ€rkten usw..)

Gibt es im Internet ĂŒberhaupt eine PrivatsphĂ€re?

Immer mehr Unternehmen tummeln sich im Internet und machen Nutzer zu glÀsernen Kunden. Nutzer, die im Internet unterwegs sind, glauben sich dort frei und völlig anonym bewegen zu können. Die wohl bekanntesten Datensammler im Internet sind Unternehmen wie Facebook und Google.

Stellt der „unbemerkte“ Lauschangriff im Internet fĂŒr uns eine Gefahr dar? Es hat doch etwas fĂŒr sich, dass man zum Beispiel bei Onlineshops nicht mehr selbst nach Lieblingsprodukten suchen muss, sondern diese einen förmlich “anspringen”.

Es ist aber durchaus bedenklich, dass es kaum möglich ist, nachzuvollziehen, wer alles und in welchem Umfang Informationen abgespeichert und darĂŒber hinaus – ĂŒber die Allgemeinen GeschĂ€ftsbedingungen mit unserem EinverstĂ€ndnis – an Dritte weitergegeben hat.

Andererseits muss hinterfragt werden, ob man im „echten“ Leben allen und jedem preisgibt, wie unter anderem der aktuelle Beziehungsstatus ist, mit wem man wann und wohin Feiern/Essen gegangen ist, oder wer der aktuelle Arbeitgeber ist und wie die frĂŒheren hießen?

Zuhauf werden freiwillig derartige Informationen in sozialen Netzwerken preisgegeben. Wenn dazu noch der richtige Wohnsitz samt Anschrift und Altersangabe kund getan werden, dĂŒrfte der „Informations-Cocktail“ der Werbeindustrie mehrere Dutzend Euros wert sein.

Aus einem anonymen Internetnutzer kann schnell ein Mann aus Weinheim werden, ĂŒber den Facebook weiß, dass er 45 Jahre alt ist, verheiratet ist, zwei Kinder hat, zwei Katzen sein Eigen nennt, und und und.

Datensammler mĂŒssen nicht „alles“ ĂŒber Sie wissen. Liefern Sie Ihnen persönliche Daten zumindest nicht „frei Haus“. Inwieweit von einer Gefahr fĂŒr den Internetnutzer gesprochen werden kann, lĂ€sst sich abschließend nicht klĂ€ren. In jedem Fall sind bis heute viele datenschutzrechtlichen Fragen nicht geklĂ€rt.

Hinweis der Redaktion:

Dieser Artikel ist von unserem Partner Tegernseer Stimme ĂŒbernommen, die wie unsere Redaktion auch Mitglied beim lokaljournalistischen Netzwerk istlokal.de ist.

Dokumentation: Reaktionen auf die Fischfutter-AffÀre Ströbele

Weinheim/Heddesheim/Berlin, 27. November 2011. Die Abmahnung einer unserer Schlagzeilen durch das AnwaltsbĂŒro des Berliner Bundestagsabgeordneten Hans-Christian Ströbele (BĂŒndnis90/Die GrĂŒnen) hat zu einer Welle der Empörung gefĂŒhrt. Wir dokumentieren eine Auswahl dieser Reaktionen auf den Vorgang.

Wir hatten ĂŒber einen Vorfall am Weinheimer Waidsee berichtet. Der Artikel erschien am Dienstag, den 22. November 2011. Bis zum Vormittag des 24. November 2011 war er rund 1.800 Mal aufgerufen worden.

Um 09:25 Uhr wurden wir per Fax abgemahnt. Gegen 14:00 Uhr korrigierten wir die Überschrift und erweiterten den Artikel um die Information der Abmahnung.

Bis zum spĂ€ten Samstagabend wurde unser Artikel rund 55.000 Mal aufgerufen, 235 Kommentare wurden veröffentlicht (rund 50 gelöscht), rund 3.700 Facebook-Nutzer haben den Artikel „geliket“, ĂŒber Twitter gab es ĂŒber lange Zeit weit ĂŒber 200 Tweets pro Stunde. Mit anderen Worten – der Text und das Thema hat deutschlandweit eine enorme Aufmerksamkeit erlangt.

Mindestens zwei Mal hat unser Server den vielen Zugriffen nicht Stand gehalten – teils versuchten ĂŒber 3.000 Leser gleichzeitig auf den Artikel zuzugreifen. Nur der Umzug auf einen Hochleistungsserver und ein engagierter Support unseres Providers Domain-Factory machten eine Erreichbarkeit des Artikels möglich.

Die „Bild-Zeitung“ machte Ströbele zum „Verlierer des Tages„, die Welt schrieb unter der Schlagzeile: „Ströbele, seine Frau und die AffĂ€re Fischfutterkugel„, der bekannte Strafverteidiger Udo Vetter fragte: „Ströbele mahnt ab: Was ist eine Anzeige?„, der Berliner Tagesspiegel schrieb: „Ströbele geht juristisch gegen Blogger vor„, auf Facebook verlinkte uns die Seite „Gegen die Jagd auf Karl-Theodor zu Guttenberg“ mit 334.000 Fans (was zunĂ€chst zu einem Absturz unseres Servers fĂŒhrte), dutzende Blogs und News-Seiten nahmen das Thema auf, verbreiteten es weiter und zogen wiederum Interesse und Kommentare auf sich.

Wir dokumentieren eine Übersicht ĂŒber Onlinezeitungen und Blogs, die die Nachricht ĂŒber die „Futtermittel-AffĂ€re“ des Berliner Bundestagsabgeordneten Hans-Christian Ströbele (BĂŒndnis90/Die GrĂŒnen) verbreiteten und kommentierten (Stand: 28. November 2011). Die Auflistung ist alphabetisch geordnet.

Recherche: Martin Heilmann (Tegernseer Stimme, zur Zeit als Gast-Redakteur in unserer Redaktion.)

  • aristo.excusado.net | http:// /comments.php?y=11&m=11&entry=entry111125-000131 | „Erstaunlich, wie kleinkariert mancher Zeitgenosse sein kann.“ Schilderung des Tathergang am Waidsee
  • Berliner Morgenpost | http://www.morgenpost.de/printarchiv/panorama/article1839007/Stroebele-und-das-Fischfutter.html | Prozess: Ströbele und das Fischfutter
  • blog.esowatch.com/ | http://blog.esowatch.com/?p=5391 | Wer fĂŒr einen friedlichen Dialog mit den Taliban eintritt, selbst aber nicht mit 13-jĂ€hrigen Jungs reden kann, hat seine GlaubwĂŒrdigkeit verspielt – der Kaiser ist nackt
  • blog.fefe.de/ | http://blog.fefe.de/?ts=b02e3206 | Lieber Herr Ströbele, wenn Sie das hier lesen: ziehen Sie ganz schnell den Eisenberg zurĂŒck und entschuldigen Sie sich bei dem Blog
  • blog.rekursivparadoxon.eu | http://blog.rekursivparadoxon.eu/2011/11/26/strobele-geht-baden/ | Wenn der Hans-Christian Ströbele (GrĂŒne) das gemacht hĂ€tte, was man bei einem Jungendstreich so macht, nĂ€mlich herzlich darĂŒber lachen und sich an die eigenen Jugendstreiche erinnern
  • bz-berlin.de | http://www.bz-berlin.de/archiv/meine-frau-hatte-eine-woche-kopfschmerzen-article1328763.html | „Meine Frau hatte eine Woche Kopfschmerzen“
  • tagesspiegel.de | http://www.tagesspiegel.de/berlin/stroebele-geht-juristisch-gegen-blogger-vor/5890128.html | Bundestagsabgeordnete Hans-Christian Ströbele (GrĂŒne) geht juristisch gegen einen Blog vor, der seiner Ansicht nach unzulĂ€ssige und falsche Informationen ĂŒber ihn und seine Frau verbreitet hat.
  • tagesspiegel.de | http://www.tagesspiegel.de/meinung/lesermeinung/stroebele-es-war-ein-unerfreuliches-urlaubserlebnis/5895494.html | Leserbrief/Leserkommentar von Herrn Ströbele persönlich
  • tobiasgillen.de | http://www.tobiasgillen.de/?p=4178 | Ströbele wĂŒrde vielleicht gut daran tun, einen Gang zurĂŒck zu rudern und mal ein wenig das Feuer aus der Angelegenheit zu nehmen. Die Reaktionen in der BlogosphĂ€re und auf Twitter deuten auf viel Gegenwind.
  • welt.de | http://www.welt.de/politik/deutschland/article13737206/Stroebele-seine-Frau-und-die-Affaere-Fischfutterkugel.html | Was geschah wirklich am Weinheimer Waldsee mit Christian Ströbele und seiner Frau?
  • welt.de | http://www.welt.de/politik/deutschland/article13739330/Fischfutter-Affaere-Stroebele-legt-auf-Facebook-nach.html | Ströbele rechtfertigt sich in der „Fischfutter-AffĂ€re“: Seine Frau sei mit einem „Plastikgeschoss“ attackiert worden, der Ärger also verstĂ€ndlich.
  • Westdeutsche Zeitung | http://www.wz-newsline.de/home/panorama/kopf-des-tages/hans-christian-stroebele-contra-heddesheimblog-der-fischfutter-fall-1.830506 | Ströbele contra Heddesheimblog: Der Fischfutterfall
  • zukunftskinder.org | http://www.zukunftskinder.org/?p=16479 | „Ein Mann in Herrn Ströbels Position muss einfach die Contenance wahren!“ Artikel weißt auf Unterlassungsklage gegen Heddesheimblog hin und dass Frau Ströbele Anzeige erstattete.

Wenn Sie weitere VorschlĂ€ge fĂŒr diese Dokumentation haben, können Sie uns diese gerne per email: redaktion [at] heddesheimblog.de zusenden.

In eigener Sache: Seit Montag ist Martin Heilmann von der Tegernseer Stimme unser Gast

Rhein-Neckar, 23. November 2011. Unsere Blogs fĂŒr Heddesheim, Hirschberg, Ladenburg, Weinheim, Viernheim und Rhein-Neckar sind Teil der Initiative „istlokal.de“. Dazu gehört auch die Tegernseer Stimme in Gmund. Seit Montag ist Martin Heilmann (28) bei uns zu Gast, um unseren redaktionellen Ablauf kennen zu lernen.

Von Hardy Prothmann

Gmund am Tegernsee ist zwar gut 400 Kilometer entfernt, trotzdem arbeiten unsere Redaktionen eng zusammen. Der GeschĂ€ftsfĂŒhrer Peter Posztos und ich haben zusammen die istlokal Medienservice UG (haftungsbeschrĂ€nkt) gegrĂŒndet, um andere lokaljournalistische Internetangebote zu unterstĂŒtzen.

Martin Heilmann (28) - unser Gast vom Tegernsee.

Die UnterstĂŒtzung basiert auf den SĂ€ulen Journalismus, Technik, Vermarktung und Recht. Das machen wir selbstverstĂ€ndlich auch vor. Unser neuer Auftritt ist technisch an die Tegernseer Stimme angelehnt. Umgekehrt beraten wir intensiv die Kollegen in Bayern. Wir wiederum lernen bei der Vermarktung dazu, denn der Betriebswirt Peter Posztos ist ein erfolgreicher Internetunternehmer und gilt zur Zeit als einer der wirtschaftlich erfolgreichsten Betreiber eines Lokalblogs.

Der studierte Betriebswirt (BA) Martin Heilmann kommt aus Kreuth und arbeitet seit einem halben Jahr in der Redaktion der Tegernseer Stimme und ist seit September 2011 dort als Redakteur angestellt. Die Tegernseer Stimme erreicht pro Tag rund 2.000 Leser unter den 21.000 Anwohnern der Tegernseer Gemeinden. Gestartet ist das Angebot im April 2010.

Enge Zusammenarbeit

Übers Internet findet ein reger Austauch zwischen den Standorten statt (email, Chat, Skype, Redaktionssystem WordPress). Das ersetzt aber nicht alle persönlichen Erfahrungen. Martin Heilmann unterstĂŒtzt uns deshalb fĂŒr drei Wochen und will hier als Quereinsteiger seine journalistischen FĂ€higkeiten erweitern.

Am Dienstagabend hat er bereits einen eigenen Artikel live wĂ€hrend der Gemeinderatssitzung in Hirschberg veröffentlicht – eine Technik, die bundesweit noch fast unbekannt ist und bei uns bereits seit fast einem Jahr Anwendung findet.

Der begeisterte Hobby-Fußballer (TSV Bad Wiessee) wĂŒrde sehr gerne Sportberichte schreiben, muss sich aber ĂŒberwiegend der Politik- und Wirtschaftsberichterstattung widmen. Außerdem stehen Reportage und PortrĂ€t auf dem Programm sowie natĂŒrlich das „NachrichtengeschĂ€ft“ und bei allem immer Recherche.

Wenn Sie also demnĂ€chst einem jungen Mann mit bayerischem Akzent begegnen sollten, der behauptet fĂŒr uns zu arbeiten, haben Sie vermutlich Martin Heilmann vor sich. 😉 Und keine Sorge – Martin Heilmann hat durchaus regionale Wurzeln. Sein Vater kommt aus Heidelberg.