Mittwoch, 19. Dezember 2018

Fachfirma saniert in den nÀchsten Wochen die hohe Mauer am Blauen Hut

Alte Stadtmauer wird wieder stabil

Damit die Stadtmauer weiterhin erhalten bleibt, wird sie nun saniert


Weinheim, 17. Oktober. (red/pm) Die etwa 60 Meter lange Mauerstrecke gehört zu den Ă€ltesten der historischen Stadtmauer zwischen Schloss und Blauem Hut. Gebaut hat man sie rund fĂŒnf Meter hoch und stabil, etwa um das Jahr 1300. So eine Mauer macht was mit.

Information der Stadt Weinheim:

„Im Stadtarchiv weiß man, dass Eindringlinge im Jahr 1645 – drei Jahre vor Ende des 30-jĂ€hrigen Krieges – ein großes Loch in die Mauer gerissen haben. Es klaffte eine ganze Weile. So schlimm ist es im die Stadtmauer heute nicht bestellt, aber dringend sanierungsbedĂŒrftig ist sie doch. Deshalb rĂŒckt die Gernsheimer Fachfirma BST jetzt der Mauer zu Leibe; nachdem in den letzten Jahren immer wieder Mauerteile instabil waren. Alarmiert war das Amt fĂŒr Immobilienwirtschaft schon deshalb, weil ein anderer Mauerteil unterhalb des Blauen Hutes vor zwei Jahren ins Rutschen gekommen war. Die Mauer musste mĂŒhevoll wieder aufgesetzt werden. Das wollte man an dieser Stelle vermeiden – auch natĂŒrlich aus SicherheitsgrĂŒnden; immerhin befindet sich dort ein viel frequentierter Spielplatz. Das Problem sei bei diesen alten Natursteinmauern nicht unbekannt, erklĂ€rt Thomas Baier aus der Hochbauabteilung des Amtes fĂŒr Immobilienwirtschaft. Meistens dringe von oben Feuchtigkeit ein, auch wild wachsende Pflanzen. Folge: Die Mauer wird porös, weitere Feuchtigkeit macht sich breit – bei Frost wird das Gebilde von innen quasi gesprengt.

Die Maßnahme, die in dieser Woche begonnen hat, wird vom Weinheimer Architekten Constantin Görtz als Bauleiter betreut. Er hat mit der Firma gemeinsam das Sanierungskonzept fĂŒr die Mauer entwickelt. Zum Einen werden in 200 gebohrte Löcher, die ĂŒber die komplette MauerflĂ€che verteilt sind, Pressmörtel und GewindestĂ€be eingebracht, das gibt neue StabilitĂ€t. Zum Anderen wird die OberflĂ€che so modelliert, dass sich keine PfĂŒtzen bilden und Regenwasser schnell ablĂ€uft. So will man eine weitere SchĂ€digung verhindern. Am Ende wird die Mauer neu verfugt und dadurch weiter stabilisiert. Alle TĂ€tigkeiten wurden zuvor mit der abgestimmt. Im Moment muss aus SicherheitsgrĂŒnden der komplette Spielplatz abgesperrt bleiben, wenn das Wetter halbwegs mitspielt, wird die Maßnahme etwa noch fĂŒnf Wochen dauern. „Wir versuchen, spĂ€ter den Platz so weit es geht wieder teilweise zu öffnen“, hofft Baier. Insgesamt investiert die Stadt in die Stadtmauer und damit in Sicherheit aber auch Bewahrung der historischen Bausubstanz rund 150 000 Euro. DenkmalgeschĂŒtzte GebĂ€ude benötigen Obhut. „Es ist jetzt schon abzusehen“, sagt Thomas Baier, „dass auch der Blaue Hut in absehbarer Zeit saniert werden muss.“

Ein Schieferdach ist kein Pappenstiel

Das Schloss-„GebĂ€ude E“

Weinheim, 5. Dezember 2011. (red/pm) Das Weinheimer SchlossgebĂ€ude „E“ soll denkmalgerecht saniert werden. Die ortsansĂ€ssige Fachfirma Schilling wird die Sanierung der rund 250 Quadratmeter großen DachflĂ€che ĂŒbernehmen. Die hierfĂŒr benötigten Schieferschindeln kommen aus der Eifel.

Information der Stadt Weinheim:

„Wahrscheinlich war der Platz im Schloss zu eng geworden. Die GrĂ€fin Auguste Elisabeth Amalie Waldner von Freundstein hatte 1868 den Mitteltrakt um den NordflĂŒgel mit Festsaal und den neugotischen Turm erweitern lassen. Mit der Schlosserweiterung wuchs die Zahl der Bediensteten und der GĂ€ste. [Weiterlesen…]

Mehr Platz am OEG-Bahnhof – Marodes GebĂ€ude wurde abgerissen


Guten Tag!

Weinheim, 07. Juli 2011. (red/pm) Das marode GebĂ€ude des OEG-Bahnhofs in LĂŒtzelsachsen wurde jetzt abgerissen. Dort könnten nun Park-and-Ride-StellplĂ€tze entstehen.

Information der Stadt Weinheim:

Abriss des OEG-BahnhofgebĂ€udes in LĂŒtzelsachsen.

„Wohnen konnte dort schon eine Weile niemand mehr. Im 1959 erbauten GebĂ€ude des LĂŒtzelsachsener OEG-Bahnhofs waren die WĂ€nde verschimmelt, die Installationen waren noch aus der Bauzeit, im Keller stand öfter Wasser, die Gasthermen waren Ă€lter als zehn Jahre. Also nutzte die Stadt Weinheim jetzt – nach Zustimmungen in den politischen Gremien – die passende Gelegenheit zum Abriss des maroden GebĂ€udes. Wegen der aktuellen Arbeiten an den OEG-Gleisen konnte das jetzt reibungslos geschehen. Zu einem spĂ€teren Zeitpunkt wĂ€re der Schienenverkehr betroffen gewesen, die Stadt hĂ€tte Behinderungen im Fahrplan ersetzen mĂŒssen. So war der Abriss eine Angelegenheit weniger Stunden.

„Eine Sanierung hĂ€tte sich nicht mehr gelohnt, wĂ€re wirtschaftlich nicht darstellbar gewesen“, erklĂ€rte jetzt Architekt Thomas Baier vom Weinheimer Amt fĂŒr Immobilienwirtschaft, der den Abriss vorbereitete. Schon wegen der Lage an B3 und OEG-Linie „wĂ€ren zwei Wohnungen entstanden, die niemand mieten möchte“. FĂŒr die Sanierungssumme, die dort nötig gewesen wĂ€re, könne man an anderer Stelle mindestens drei stĂ€dtische Wohnungen sanieren. Rund 20 000 Euro hatte der Hauptausschuss des Gemeinderates in seiner Juni-Sitzung fĂŒr den Abriss bewilligt.

Die frei gewordene FlĂ€che verbessere nun die Situation am Bahnsteig deutlich, argumentiert Baier. Nach PrĂŒfung der planerischen Rahmenbedingungen könnten dort auch Park-and-Ride-StellplĂ€tze entstehen.“

Einen schönen Tag wĂŒnscht
Das weinheimblog