Freitag, 06. Dezember 2019

Weinheim Plus ist Geschichte - Weinheimer Liste neue Fraktion im Gemeinderat - Linke nun zwei Mandate

Die Abrechnung: CDU, SPD, Freie WĂ€hler und FDP verlieren

Weinheim, 27. Mai 2014. (red) Diese Gemeinderatswahl wird den „etablierten“ Parteien im GedĂ€chtnis bleiben: CDU (-3), SPD (-1), Freie WĂ€hler (-2) und FDP (-2) verlieren, die GAL (6) hĂ€lt sich, Die Linke (2) gewinnt ein Mandat dazu und die Weinheimer Liste (4) zieht als neue Fraktion in den Gemeinderat ein. Die Zahl der GemeinderĂ€te reduziert sich von 43 auf 38. [Weiterlesen…]

Erster RĂŒcktritt nach zahlreichen Patzern - Biergarten-Video als Grund?

Dr. Thomas Ott ist kein CDU-Sprecher mehr

thomas ott cdu

Dr. Thomas Ott ist als Pressesprecher nach dem „Biergarten-Video“ zurĂŒckgetreten.

 

Weinheim, 17. April 2014. (red) Aktualisiert. Dr. Thomas Ott, langjĂ€hriger Pressesprecher des Stadtverbands der Weinheimer CDU, ist heute von seinem Amt zurĂŒckgetreten, wie er unserer Redaktion per email mitgeteilt hat. Eine BegrĂŒndung hat er nicht mitgeliefert. Doch dĂŒrfte das „Biergarten-Video“ den Ausschlag nach einer Reihe von Patzern gegeben haben. [Weiterlesen…]

Wann ist das Ende der Peinlichkeiten fĂŒr die CDU erreicht?

Biergarten-Video: Scheißdreck-Humor und HJ-Scheitel als Geschmacksach

cdu proehl

Gekicher, Blödeleien, Beleidigungen und Hitlerjugend-Seitenscheitel – der junge Union-Vorsitzende Sascha Pröhl kandidiert auf Listenplatz vier und hat ĂŒberall dort, wo es Probleme gibt, seine Finger im Spiel. Quelle: CDU Weinheim

 

Weinheim, 17. April 2014. (red) Ein durchgedrehtes Video des CDU-Stadtverbandsvorsitzenden Roger SchĂ€fer unter Mitwirkung des CDU-Pressesprechers Dr. Thomas Ott und des CDU-Stadtrats Sascha Pröhl hat fĂŒr Aufregung gesorgt. Ohne Sinn und Verstand beschĂ€digen Teile der CDU im Kommunalwahlkampf die eigene Partei im Alleingang. Die Forderung nach RĂŒcktritten stellt noch keiner – warum eigentlich nicht? Aktualisierung: Dr. Thomas Ott ist, wie er uns per email mitteilt, „unabhĂ€ngig von unserem Bericht“, heute als Pressesprecher zurĂŒckgetreten. [Weiterlesen…]

Die Weinheimer Liste wird die Partei Stimmen kosten - die Frage ist: Wie viele?

Die Zombie-Orgie der CDU

Weinheim, 04. MĂ€rz 2014. (red/pro) Was vor zwei Wochen noch eine „Überraschung“ war, ist mittlerweile ein handfestes Desaster. Die CDU hat in einem beispiellosen Schauspiel zwei verdiente StadtrĂ€tinnen abgesĂ€gt und muss nun zuschauen, wie diese „die Schande“ zu ihrem Vorteil nutzen. Muss man Mitleid mit der CDU haben? Aktuell nicht wirklich, denn es kommt fĂŒr die Partei noch knĂŒppeldicker. Die Kommunalwahl 2014 wird der aktuell grĂ¶ĂŸten Fraktion heftige Schmerzen bereiten. [Weiterlesen…]

Stimmen und Stimmungen zu unseren Lokalblogs

Das Heddesheimblog feiert 4-jÀhriges JubilÀum!

Anm. d. Red.: Die BeitrĂ€ge sind alphabetisch geordnet, entweder nach Name oder Institution. Nicht alle angeschriebenen Personen haben zum vorgegebenen Termin aus ZeitgrĂŒnden reagieren können – wir aktualisieren den Artikel im Laufe der Woche durch weitere Stimmen. Sie, liebe Leserin, lieber Leser, können natĂŒrlich auch Ihren Kommentar verfassen. [Weiterlesen…]

Wahl erfolgte einstimmig

CDU Weinheim wÀhlt Roger SchÀfer erneut zum Vorstand

Weinheim, 07 Mai 201. (red/pm). Die Mitgliederversammlung des CDU Ortsverbandes Weinheim hat bei der Vorstandswahl am vergangenen Donnerstagabend Roger SchĂ€fer erneut zum Vorsitzenden gewĂ€hlt und ihm einen mehr als deutlichen Vertrauensbeweis ausgesprochen. Die Abstimmung verlief ohne Gegenstimmen und mit einer Enthaltung. [Weiterlesen…]

Kommunalpolitik in Zeiten der Energiewende

Was Weinheim von TĂŒbingen lernen kann

Weinheim/TĂŒbingen/Rhein-Neckar, 23. Februar 2013.  (red) Auf Einladung des Ersten BĂŒrgermeisters, Dr. Torsten Fetzner, sprach der TĂŒbinger OberbĂŒrgermeister Boris Palmer (BĂŒndnis90/Die GrĂŒnen) im BĂŒrgersaal des Alten Rathauses zum Thema „Eine Stadt macht blau – Politik im Klimawandel, das TĂŒbinger Modell“. Auch wenn Palmer nicht zum ersten Mal in Weinheim zu Gast war, wollte ich mir diesen Vortrag nicht entgehen lassen, denn mit Boris Palmer verbindet mich mehr, als mich von ihm trennt. Zwar bin ich vehementer BefĂŒrworter von Stuttgart 21 und Mitglied der CDU, andererseits verfolge ich als AnhĂ€nger Schwarz-GrĂŒner Gedankenspiele und GrĂŒnder eines Unternehmens an der Schnittstelle von Ökonomie und Ökologie sein politisches Wirken mit grundsĂ€tzlicher Sympathie. [Weiterlesen…]

Offener Brief an die CDU Weinheim: Unredlich ist, wer falsch Zeugnis ablegt

Der Originalauszug des Schreibens des Verkehrsministeriums. Stuttgart 21 wird in der gesamten Drucksache nicht ein einziges Mal auch nur erwĂ€hnt. Der CDU-Landtagsabgeordnete interpretiert daraus eine "Widerlegung der Propanda des GrĂŒnen-Abgeordneten Hans-Ulrich Sckerl", die RNZ fĂŒhrt diese Behauptung als Beleg an und die CDU Weinheim beruft sich auf die Zeitung, um unserer Redaktion "Unredlichkeit" vorzuwerfen. Das hat schon fast die QualitĂ€t "kommunistischer Kampfpropaganda". Quelle: Drucksache 15/754

 

Weinheim, 16. November 2010. Der Pressesprecher der Weinheimer CDU, Dr. Thomas Ott, hat uns eine „unredliche Berichterstattung“ im Zusammenhang mit einem Interview zu Vor- und Nachteilen von Stuttgart 21 fĂŒr die Region vorgeworfen. Dieser Vorwurf ist unhaltbar und das Gegenteil ist richtig: Nicht wir arbeiten unredlich, sondern die CDU Ă€ußert sich unredlich und stĂŒtzt sich dabei auf eine falsche und unredliche Berichterstattung in der Rhein-Neckar-Zeitung.

Von Hardy Prothmann

Herr Dr. Ott – wir schĂ€tzen Sie wie alle anderen Leserinnen und Leser fĂŒr kritische Kommentare. Wenn Sie allerdings anfangen, dummes Zeugs zu schreiben, bleibt uns nur, Sie zur Besinnung zu rufen. [Weiterlesen…]

Wahlkampf: Die „Kommunisten-Schmutzkampagne“ der CDU wird ihr schaden


Guten Tag!

Weinheim, 01. MĂ€rz 2011. Die CDU hat keine glĂŒckliche Hand – ob im Bund, im Land oder in Weinheim. Was die Partei treibt, den Kandidaten Hans-Ulrich Sckerl als „Kommunisten“ zu bezeichnen, ist mindestens fragwĂŒrdig und erinnert an alte Propaganda-Methoden aus dem kalten Krieg.

Kommentar: Hardy Prothmann

Hardy Prothmann wĂŒnscht sich "mehr zur Sache" in der Politik. Bild: sap

UnabhĂ€ngig von allen politischen Farben wĂŒnsche ich mir mehr AnstĂ€ndigkeit in der Politik und von allen Politikern. Einer, der sich sehr unanstĂ€ndig verhalten hat, das aber lange nicht einsehen wollte und ĂŒberhaupt nichts dazu beigetragen hat, seine „Plagiats-AffĂ€re“ aufzuklĂ€ren, ist nun endlich zurĂŒckgetreten: Karl-Theodor zu Guttenberg.

Zuletzt waren selbst in der CDU die Kritik am ehemaligen Bundesverteidigungsminister zu stark geworden – der Mann war nicht mehr tragbar.

Was hat Herr zu Guttenberg nun mit der CDU Weinheim zu tun? Bis vor kurzem galt er auch dort als „AushĂ€ngeschild“ fĂŒr die Partei. Als „Shooting-Star“ und HoffnungstrĂ€ger. Die dĂŒrften mit dem RĂŒcktritt erledigt sein.

Was hat zu Guttenberg mit der CDU Weinheim zu tun?

Die CDU im Wahlkreis Weinheim hat auch einen, den sie zum „Star“ befördern will: Georg Wacker. Der Kandidat hat vor kurzem den MinisterprĂ€sidenten Stefan Mappus nach Heddesheim geholt und lobt sich und seine Leistungen bei Wahlkampfveranstaltungen.

Das ist absolut legitim und nicht zu beanstanden. Ich habe mir mehrere Auftritte angeschaut und kann deshalb sagen, dass Herr Wacker immer eine „ordentliche Figur“ macht.

Ob es stimmt, dass er die „treibende Kraft“ hinter dem Ausbau der S-Bahn in der Region ist, sei dahingestellt. BĂŒndnis90/Die GrĂŒnen proklamieren das fĂŒr sich und meinen, Herr Wacker habe sich ganz spĂ€t „auf diesen Zug“ gesetzt.

Herr Wacker ist nicht verantwortlich, wenn die CDU Weinheim in bester „McCarthy“-Manier (amerikanischer „KommunistenjĂ€ger“) versucht, den Kandidaten von BĂŒndnis90/Die GrĂŒnen mit „Kommunismus“-VorwĂŒrfen zu beschĂ€digen.

Aber Herr Wacker sollte sich dafĂŒr interessieren und das GesprĂ€ch mit der CDU Weinheim suchen, denn ich bin ĂŒberzeugt davon, dass sich die Partei damit beschĂ€digt. Denn wer die AktivitĂ€ten von Herrn Sckerl verfolgt, wird zwar ĂŒber Zeitungen wie die RNZ unzureichend und auch falsch informiert, aber es gibt mehr Quellen als eine einzige Zeitung.

McCarthy als Vorbild?

Auch Herr Sckerl stellt sich seinem Wahlkreis und ist ebenfalls ein sehr aktiver Landtagsabgeordneter. Zum Versuch, ihm jetzt eine „Kommunismus“-Plakette anzuhĂ€ngen, will sich Herr Sckerl auf Nachfrage nicht Ă€ußern, behĂ€lt sich aber rechtliche Schritte vor.

Das Ziel der Schmutzkampagne.

Das Ziel der „Schmutzkampagne“ der CDU ist klar: Man zitiert eine Zeitung, die wiederum zwei GĂ€ste auf einer Veranstaltung zitiert und konstruiert daraus eine „Bedrohung“: „Uiuiui – war der Schkerl ein Kommunist? Ist das nicht eine Bedrohung fĂŒr uns? Muss man den nicht verhindern?“ – das sind die billigen Reflexe, die die CDU hervorrufen möchte.

In Zeiten der Medienvielfalt, vor allem aber der Informationsvielfalt durch das Internet, sollte man damit aber sehr, sehr vorsichtig sein.

BĂŒndnis90/Die GrĂŒnen gibt es seit 30 Jahren – die AnfĂ€ngen waren durchwachsen, aber die Partei ist im etablierten Spektrum angekommen. Sicher war sie anfangs eher links geprĂ€gt und hat bis heute mehr „soziale“ Wurzeln, als man sie bei der SPD noch vermuten darf.

Braune Vergangenheit innerhalb der CDU.

Die CDU ist eine Partei, die in der Nachkriegszeit eine Vielzahl von konservativen bis rechtsradikalen Parteien aufgenommen hat. Darunter auch Mitglieder, die im Dritten Reich als TĂ€ter oder MitlĂ€ufer des Hitlerregimes „gewirkt“ haben.

Beispielsweise der ehemalige MinisterprĂ€sident Hans Karl Filbinger, der als Nazi-Richter Todesurteile gesprochen hat und nach Bekanntwerden dieser Tatsache 1978 zurĂŒcktreten musste.

Vor kurzem hat der MinisterprĂ€sident Stefan Mappus in Heddesheim seinen VorgĂ€nger Filbinger als eine der großen Persönlichkeiten Baden-WĂŒrttembergs hervorgehoben.

Sollte man daraus schließen: „Die Demaskierung der CDU in Baden-WĂŒrttemberg: Lebt der Nazi-Geist bis heute in der Partei?“

Das wĂŒrde sich so mancher CDU-Politiker doch eher verbitten, sollte man vermuten.

Schluss mit dem Schmutz!

Nicht nur deswegen halte ich es fĂŒr angebracht, dass sich die CDU mit allen KrĂ€ften in den Wahlkampf stĂŒrzt, dabei aber auf eine Schmutzkampagne verzichtet und besser mit Inhalten und Argumenten ĂŒberzeugt, als mit solch widerwĂ€rtigen Methoden.

Auch wenn man durch die Diskussionen und den RĂŒcktritt von Herrn zu Guttenberg gerade sehr „verletzt“ ist – es gab keine „Schmutzkampagne“ gegen Herrn zu Guttenberg, sondern dieser hat sich durch seine TĂ€uschungen und seinen fehlenden AufklĂ€rungswillen selbst untragbar gemacht.

Die Unbelehrbaren in der CDU mögen das trotzdem als Schmutzkampagne begreifen, dann sollten sie mit besserem Beispiel vorangehen und sind nicht an „konstruierten“ Schlammschlachten beteiligen.

Die BĂŒrgerinnen und BĂŒrger haben ein solches Verhalten satt. An der großen UnterstĂŒtzung von Herrn zu Guttenberg im Volk kann man erkennen, wie groß die Sehnsucht nach einem „HoffnungstrĂ€ger“ ist. Die ist nun wieder enttĂ€uscht und vor den Kopf gestoßen worden.

Eine Demokratie kann aus solchen Fehlern lernen und stĂ€rker werden. Gehen die „Ent-TĂ€uschungen“ aber weiter, wird die Politikverdrossenheit wachsen, statt der Begeisterung fĂŒr Politik. Und verantwortlich sind dafĂŒr alle, die sich unverantwortlich verhalten.

Stuttgart 21 ist das beste Beispiel dafĂŒr. BĂŒrgerinnen und BĂŒrger aller Altersgruppen haben „keinen Bock“ mehr auf die Bevormundung von oben, unzureichende Informationen, fehlende Beteiligung und blöde Spielchen, die nichts mit inhaltlicher Politik, sondern nur mit Parteiinteressen zu tun haben.

Wahlkampf: CDU Weinheim holt die “Kommunisten-Schleuder-€ raus


Guten Tag!

Weinheim, 01. MĂ€rz 2011. In Zeiten des Wahlkampfs sind manchen Parteien alle Mittel recht. Die CDU Weinheim holt zum Schlag gegen den Kandidaten von BĂŒndnis90/Die GrĂŒnen, Hans-Ulrich Sckerl, aus und hat im Internet einen Text unter der Überschrift veröffentlicht: „Die Demaskierung der GrĂŒnen in Baden-WĂŒrttemberg: War Sckerl ein Kommunist?“ Wir haben dazu den CDU-Stadtverband befragt und vom Pressesprecher Dr. Thomas Ott die Antworten ĂŒbermittelt bekommen.

Interview: Hardy Prothmann

Herr Ott, verstehe ich den Satz richtig, dass die CDU behauptet, weil eine Person der GrĂŒnen angeblich im KBW (Kommunistischer Bund Westdeutschland) war, alle GrĂŒnen in BW als Kommunisten „demaskiert“ sind?

Dr. Thomas Ott: „Die „68er Bewegung“ und die kommunistischen Gruppen aus diesem Umfeld sind neben anderen eine der zentralen Wurzeln der GrĂŒnen Partei. Zahlreiche zentrale Amts- und MandatstrĂ€ger der GrĂŒnen haben eine kommunistische Vergangenheit: BĂŒtikofer (ehem. Bundesvorsitzender), FĂŒcks (Vorstand Böll-Stiftung), Kretschmann (Fraktionsvorsitzender im Landtag von BW), Nachtwei (MdB), Sager (ehem. Fraktionsvorsitzende im BT), Trittin, Vollmer (Liste ohne Anspruch auf VollstĂ€ndigkeit).
Viele der genannten (z.B. Kretschmann) gehen mehr oder weniger offen mit ihrer kommunistischen Vergangenheit um. Sckerl verschweigt diesen Umstand in seinem Lebenslauf.
NatĂŒrlich waren oder sind nicht „alle GrĂŒnen“ Kommunisten. Insofern ist die zitierte Überschrift eine rhetorische Zuspitzung.
Festzuhalten bleibt jedoch, dass die GrĂŒnen und die SPD bei einem entsprechenden Wahlergebnis eine Koalition mit der Linkspartei eingehen wĂŒrden, die sich in Person ihrer Bundesvorsitzenden erst im Januar ausdrĂŒcklich zum Kommunismus bekannt hat.“

„StĂŒtzen Sie sich bei der Frage, ob Sckerl ein Kommunist war, auf Fakten oder auf den Bericht der RNZ?“

Nur Wahlkampfgetöse oder "böswillige" Unterstellung? Quelle: CDU Weinheim

Ott: „Nach Informationen von glaubwĂŒrdigen Zeitzeugen war Sckerl an fĂŒhrender Position der Kreisorganisation einer kommunistischen Gruppe aktiv. Ob es sich dabei um den „KBW“, den „KB“, den „KABD“ oder eine andere „K-Gruppe“ handelte, konnten (und wollten) wir bislang nicht in Erfahrung bringen. Wir wĂŒrden uns freuen, wenn Sckerl selbst dazu Stellung nimmt.“

Halten Sie den Bericht der RNZ fĂŒr so zutreffend, dass Sie daraus die Frage ableiten können, dass Sckerl Mitglied im KBW war?

Ott: „Die RNZ stĂŒtzt sich in ihrem Bericht auf die AnwĂŒrfe von Besuchern der Veranstaltung „Starker Staat fĂŒr freie BĂŒrger“ am 11. Februar im BrĂ€ukeller der Weinheimer Hausbrauerei. Sckerl hat die VorwĂŒrfe „Telefonmasten umgesĂ€gt“ zu haben in einem Leserbrief am 15.2. vehement bestritten. Den Kommunismusvorwurf hat er hingegen nicht dementiert.
Sckerl schmĂŒckt seine Website mit einer Fotomontage, die ihn mit beim HĂ€ndedruck mit Mao Zedong, einem kommunistischen Massenmörder, zeigt („Mao dankt Sckerl (1974)“). Selbst wenn Sckerl dies als „augenzwinkernde“ Referenz an seine Vergangenheit versteht, halten wir dies fĂŒr inakzeptabel.“

Quelle: http://www.uli-sckerl.de/person/galerie.html (Originalaufnahme mit R. Nixon z.B. unter http://de.academic.ru/pictures/dewiki/78/Nixon_Mao_1972-02-29.png)

Stimmen Sie dem Bericht der RNZ also vorbehaltlos zu?

Ott: „Der RNZ Bericht gibt den Ablauf der Veranstaltung verkĂŒrzt aber korrekt wieder.“

Welche Intention verfolgt die CDU Weinheim mit diesem Bericht?

Ott: „Wir haben den Bericht der RNZ mit einer ergĂ€nzenden Einleitung zur Dokumentation der Veranstaltung auf unsere Website gestellt.“

Handelt es sich hierbei Ihrer EinschÀtzung nach um ein legitimes Wahlkampfmittel oder eher Rufmord?

Ott: „Von Rufmord kann keine Rede sein. Die VorwĂŒrfe wurden von zwei Besuchern der o.g. Veranstaltung vorgebracht. Herr Wacker hat sie sich in seiner Antwort ausdrĂŒcklich nicht zu eigen gemacht, sondern betonte, dass er den Wahlkampf mit aktuellen Themen bestreiten wolle. Die Übernahme des RNZ Artikels, der Vorspann und die Überschrift gehen in sofern allein auf die CDU Weinheim zurĂŒck.
Die Auseinandersitzung mit der Biographie von Wahlkandidaten halten wir in jeder Hinsicht fĂŒr ein legitimes Wahlkampfmittel. Die GrĂŒnen haben im Bundestag erst gestern ein Beispiel dafĂŒr geliefert.“

Gerne wĂŒsste ich auch, ob die CDU Weinheim Kommunisten jegliche demokratische Legitimation abspricht oder eine kommunistische Haltung als legitime demokratische Position respektiert.

Ott: „Die CDU Weinheim lehnt den Kommunismus grundsĂ€tzlich ab. Wir sind der Auffassung, dass sich Kommunismus und Demokratie ausschliessen. Einen demokratischen Kommunismus (auch Maoismus, Realsozialismus, …) gibt es nicht. Das ist unseres Erachtens auch hinreichend empirisch belegt.
Dessen ungeachtet sind wir der Auffassung, dass kommunistische Gruppen in einer demokratischen Gesellschaft toleriert werden mĂŒssen, sofern diese auf dem Boden des Grundgesetzes stehen und die freiheitlich-demokratische Grundordnung nicht in Frage stellen.“

Neujahrsempfang der CDU Weinheim mit Kultusministerin Prof. Dr. Marion Schick


Guten Tag!

Weinheim, 31. Januar 2011. (pm) Am vergangenen Samstag hatte der CDU Stadtverband Weinheim zum Neujahrsempfang ins Alte Rathaus eingeladen. Hauptthema war die Bildungspolitik.

Information des CDU Stadtverbands Weinheim:

„Zum gemeinsamen Neujahrsempfang mit dem Landtagsabgeordneten Georg Wacker konnte der CDU Stadtverband im Alten Rathaus mehr als 150 GĂ€ste begrĂŒĂŸen. Als Ehrengast stellte Wacker „seine Chefin“, die Kultusministerin des Landes Baden-WĂŒrttemberg, Prof. Dr. Marion Schick vor.

In seiner kurzen Ansprache ging er auf die Bedeutung des bĂŒrgerschaftlichen Engagements in Baden-WĂŒrttemberg ein, wo sich 51% der Einwohner, und damit deutlich mehr als im bundesweiten Durchschnitt von 36%, ehrenamtlich betĂ€tigen.

So habe sich die EU-Kommissarin Viviane Reding bei einem GesprĂ€ch ĂŒber die Entwicklung in Baden-WĂŒrttemberg informiert und das Land zum Vorbild fĂŒr die gesamte EuropĂ€ische Union erklĂ€rt. Als wichtige Voraussetzung nannte Wacker, dass junge Menschen frĂŒh Verantwortung ĂŒbernehmen. Die „Schule als Ort der Persönlichkeitsbildung“ könne dabei jedoch „nicht alles leisten“, vielmehr mĂŒsse auch in den Familien, den Vereinen und den Unternehmen entsprechend unterstĂŒtzt und ermutigt werden.

Marion Schick und Georg Wacker. Archivbild

In ihrer kurzweiligen Ansprache, in der sie bildungspolitische Fragestellungen sowohl an ihrer eigenen Biographie als auch den Besonderheiten der Weinheimer Bildungslandschaft (Stichwort Weinheimer Bildungskette) spiegelte, skizzierte die Ministerin ihr bildungspolitisches Programm fĂŒr Baden-WĂŒrttemberg. Leitmotiv war die „individuelle Bildungsbiographie“, die dem einzelnen Menschen die bestmöglichen Entwicklungschancen bietet. Den Forderungen nach einer verlĂ€ngerten Grundschulzeit und einer RĂŒckkehr zum neunjĂ€hrigen Gymnasium stellte Sie das Konzept „Kein Abschluss ohne Anschluss“ entgegen, das es jedem SchĂŒler ermöglicht, bis zur Hochschulreife zu gelangen.

Die Weiterentwicklung der Hauptschule zur Werkrealschule begrĂŒndete sie mit dem Ziel, den mittleren Bildungsabschluss zum Mindeststandard zu machen. Dies sei angesichts von fortschreitender Globalisierung und demographischem Wandel fĂŒr die ZukunftsfĂ€higkeit des High-Tech-Landes Baden-WĂŒrttemberg unverzichtbar. Eines war ihr dabei besonders wichtig: „Der Wohlstand in unserem Land wird von allen erarbeitet. Der Mensch beginnt nicht erst beim Abitur.“ Ihr tĂ€ten Kinder leid, die sich am Gymnasium quĂ€len, weil die Eltern es so wollen, anstatt an einer Realschule mit den praxisorientierteren LehrplĂ€nen aufzublĂŒhen.

Im zweiten Teil ihrer Rede beschĂ€ftigte sie sich mit Zahlen. UnverblĂŒmt stellte sie fest, dass sich der Erfolg oder Misserfolg der Bildungspolitik nicht alleine am ausgegeben Geld messen lasse. Zwar brauche sich das Land angesichts eines historischen Höchststandes mit 93.500 Lehrern, einem Anteil von 25% des Landeshaushaltes fĂŒr Bildung und Jugend, und nur 2,7% Jugendarbeitslosigkeit nicht zu verstecken. Andererseits komme ihr in der Diskussion der Dank an die Lehrer zu kurz. Als Neujahrswunsch gab sie allen Anwesenden die Verpflichtung mit auf den Weg, sich persönlich bei einem Lehrer oder einer Lehrerin fĂŒr die geleistete Arbeit zu bedanken.

Die Veranstaltung wurde musikalisch umrahmt von einem hochkarĂ€tigen Posaunenquartett der Staatlichen Hochschule fĂŒr Musik in Mannheim sowie dem herzerfrischenden Chor der Friedrichgrundschule unter der Leitung von Volker Schmidt-BĂ€umler.“

Einen schönen Tag wĂŒnscht
Das weinheimblog