Samstag, 24. Februar 2018

Bundesweite Fachfortbildung Stabsarbeit im Feuerwehrzentum Weinheim

Wie man im Chaos die Ordnung beibehÀlt

Weinheim, 29. Oktober 2014. (red/ld) Wenn Wasserpegel steigen, Unwetter drohen oder Großveranstaltungen anstehen, mĂŒssen viele Rettungs- und Hilfsorganisationen Hand in Hand arbeiten. Um die verschiedenen Stellen sinnvoll zu koordinieren, ist die Stabsarbeit wichtig, und war trotzdem lange Zeit unterschĂ€tzt. Kein Wunder also, dass am Wochenende gleich mehr als viermal so viele Teilnehmer zur Fachfortbildung Stabsarbeit nach Weinheim kamen, wie ursprĂŒnglich gedacht. [Weiterlesen…]

THW zu Besuch bei der Kinderfeuerwehr

Auf den Hund gekommen

Weinheim, 28. Mai 2014. (red/fw) Die Kinderfeuerwehren der Feuerwehr Weinheim Abteilung Stadt, Sulzbach und Oberflockenbach sind in dieser Woche auf den Hund gekommen. Am Mittwochabend, war auf Einladung der Kinderfeuerwehr der Abteilung Stadt, das Technische Hilfswerk Ortsverband Viernheim mit ihrer Rettungshundestaffel zu Besuch im Feuerwehrzentrum. [Weiterlesen…]

Fachtagung der Organisation „@fire“

WaldbrÀnde haben keine Chance

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Um besser auf Wald- und FlÀchenbrÀnde reagieren zu können, wird das Tanklöschfahrzeug, das bei der Abteilung Oberflockenbach stationiert ist, angepasst. Foto: Feuerwehr Weinheim

 

 

Weinheim, 27. September 2013. (red/pm) WaldbrĂ€nde wie in Portugal sind in Deutschland zum GlĂŒck selten, doch auch hier können solche sogenannten „Wipfelfeuer“ vorkommen. Wipfelfeuer so heißt auch eine Fachtagung der Organisation „@fire“ die zwei Angehörige der Feuerwehr Weinheim in diesem Sommer besucht haben. [Weiterlesen…]

JahreshauptĂŒbung der Feuerwehr Weinheim

Mutprobe mit Folgen

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Das unglĂŒckliche Ende eines Autorennens: Ein Wagen ĂŒberschlĂ€gt sich, der andere prallt gegen eine Mauer: Gut 70 Helferinnen und Helfer waren bei der JahreshauptĂŒbung der Feuerwehren Weinheim, Sulzbach, Hohensachsen und LĂŒtzelsachsen beteiligt.

 

Weinheim, 16. Juli 2013 (red/ld) Es sollte nur ein Autorennen sein, vielleicht eine Mutprobe im jugendlichen LeichtsĂ­nn. FĂŒr die Feuerwehr Weinheim endete sie in einem Großeinsatz in der Viernheimer Straße mit mehreren schwer verletzten Personen und einer unbekannten Chemikalie, die durch den Unfall auslief. Zum GlĂŒck war alles nur gespielt. Trotzdem war Stadtbrandmeister Reinhold Albrecht zufrieden mit dem Ergebnis der JahreshauptĂŒbung der Weinheimer Feuerwehr.

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Sieben Fahrzeuge zum Teil schwer beschÀdigt

Massenkarambolage auf der A5

Zu einer Massenkarambolage kam es letzten Sonntag auf der A5. Foto: Ralf Mittelbach

 

Weinheim, 11. Februar 2013. (red/fw) Am Sonntag, den 10. Februar 2013 wurde die Feuerwehr Weinheim Abteilung Stadt gegen 13 Uhr zu einem Verkehrsunfall auf die Bundesautobahn 5 Richtung Frankfurt zwischen gerufen. Vor Ort stellte sich heraus das mehrere Fahrzeuge beteiligt waren, in den Leitplanken hingen und teilweise entgegen der Fahrtrichtung zum stehen gekommen waren. Da dieser Unfall zu diesem Zeitpunkt nicht der einzige war, sondern es auf der A5 noch weitere UnfÀlle gab, waren die RettungskrÀfte der Region bereits stark gebunden.

Von David Kunerth

Auch die Autobahnpolizei, daher wurde zusĂ€tzlich das THW Ladenburg zu dem Einsatz gerufen, die am Samstag Autobahndienst hatten und die Einsatzstelle sichern sollten. Auch eine Streife des Polizeirevier Weinheim unterstĂŒtzte die Unfallaufnahme bis zum Eintreffen der Autobahnpolizei. Der Massencrash ereignet sich zwischen dem Weinheimer Kreuz und der Anschlussstelle Hemsbach. Auf einer Strecke von circa 300 Meter waren die Fahrzeuge verteilt. Die Feuerwehr Weinheim stellte den Brandschutz sicher und kĂŒmmerte sich um die auslaufenden FlĂŒssigkeiten. Die Betriebsmittel wie Öl und Kraftstoff wurden abgestreut und gebunden. Um eine Brandgefahr bei den demolierten Fahrzeugen zu verhindern, wurde die Fahrzeugbatterie abgeklemmt.

Die FeuerwehrsanitĂ€ter unterstĂŒtzten den Notarzt, der sich in der Erstphase zunĂ€chst alleine um die Verletzten kĂŒmmern musste, bis weitere Rettungswagen eintrafen. In einem von der Feuerwehr nachgeforderten Mannschaftstransportwagen, wurde die Verletzten erstversorgt. Die meisten Unfallbeteiligten kamen mit dem Schrecken davon, trotzdem mussten drei Personen versorgt werden und zur weiteren Behandlung in umliegende KrankenhĂ€user gebracht werden. Bei einem Unfallfahrzeug handelte es sich um ein Taxi, das so stark beschĂ€digt war, das die Feuerwehr mit einem hydraulischen RettungsgerĂ€t, einem sogenannten Spreizer den Kofferraum öffnen musste um an das GepĂ€ck der FahrgĂ€ste zu kommen.

WĂ€hrend der Unfallaufnahme war die A5 fĂŒr bis fast 14 Uhr zwischen dem Weinheimer Kreuz und der Anschlussstelle Hemsbach voll gesperrt. Nachdem die EinsatzkrĂ€fte der Feuerwehr Weinheim und des THW Ladenburg die TrĂŒmmerteile soweit von der Straße gerĂ€umt hatten, konnte zunĂ€chst eine Fahrspur wieder fĂŒr den Verkehr freigegeben werden. Die A5 konnte erst ab 14:30 Uhr komplett wieder befahren werden.

Anm. d. Red.: David Kunerth ist Mitglied im Presseteam der Feuerwehr Weinheim

Hilfsorganisationen trainieren WassernotfÀlle am Weinheimer Waidsee

Übung fĂŒr den Ernstfall

Was hier nach Spaß aussieht, muss im Ernstfall sitzen: Auszubildende ĂŒben den Umgang mit Spineboard und Schleifkorbtrage. Quelle: Ralf Mittelbach/Feuerwehr Weinheim.

Weinheim, 14. September 2012. (red/fw) WassernotfĂ€lle kommen immer wieder vor, auch in Weinheim. Daher ist es fĂŒr die Hilfsorganisationen wichtig sich darauf vorzubereiten. Die Helfer vor Ort Einheit der Weinheimer Feuerwehr konnte fĂŒr ihr Ausbildungsprogramm die DLRG Weinheim gewinnen.

Information der Feuerwehr Weinheim:

„Simon Stauffert und Andreas Starker begrĂŒĂŸten die SanitĂ€tseinheiten der Feuerwehr Weinheim und Birkenau sowie des Technischen Hilfswerk am Waidsee. Die zwei Ausbilder der Weinheimer DLRG vermittelten in Theorie und Praxis das Thema WassernotfĂ€lle. Nach einer theoretischen EinfĂŒhrung ins Thema, ging es zur Praxis an den See.

Hier bildeten sie Gruppen, die im Wechsel an verschiedenen Stationen ausgebildet wurden. Das Retten von Ertrinkenden sowie die medizinische Versorgung nach ErtrinkungsunfĂ€llen wurde an den Stationen geĂŒbt. Aber auch nĂŒtzliche Tipps und vor allem Griffe hatten die Ausbilder parat, um sie den Teilnehmern fĂŒr ihre Arbeit mit auf den Weg zu geben. Ein weiteres Thema war die Rettung mit GerĂ€tschaften, die auch der Feuerwehr und dem THW zur VerfĂŒgung stehen.

So kamen auch ein Spineboard und eine Schleifkorbtrage zum Einsatz. Solche Übungen sind fĂŒr alle Hilfsorganisationen wichtig um fĂŒr den Ernstfall vorbereitet zu sein. Meistens kommt es zu nicht alltĂ€glichen Situationen, bei denen die Helfer schnell entscheiden mĂŒssen, welche Rettung fĂŒr das Unfallopfer die schnellste und schonendste ist. Bei den Übungen kann dies in Ruhe ausprobiert werden, so dass die Handgriffe beim Einsatz sitzen.“

RettungskrÀfte simulieren Strömungs- und Höhenrettungen

Die Osterflut von Weinheim

Rhein-Neckar, 10. April 2012. (red/pm) Am Wochenende retteten Mitglieder von DLRG, Feuerwehren, Bergwacht und THW Menschen aus Autos im Wasser, verunfallte Kanuten aus der Weschnitz, seilten verunglĂŒckte Opfer ab – die vier Tage lange Übung der Rettungsspezialisten simulierte sehr reale Unfallszenarien. Die rund 30 EinsatzkrĂ€fte aus dem ganzen Bundesgebiet trafen sich ĂŒber Ostern zu einer bisland einzigartigen GroĂŸĂŒbung von Strömungs- und Höhenrettern. Und die Erfahrungen waren vielfĂ€ltig.

Von Torsten Ahl

Schwindelerregende Höhen sind fĂŒr sie nicht ungewöhnlich, fĂŒr einen Teil von ihnen aber auch reißende BĂ€che oder von Hochwasser ĂŒberschwemmte FlĂ€chen.

Aus Höhen von 12-16 Metern seilen sich die Höhenretter mit den zu rettenden Opfern ab.

Die „96h – Die Osterflut von Weinheim“ brachte ĂŒber 30 ehrenamtliche und hauptamtliche Helfer aus dem gesamten Bundesgebiet zu einer in Deutschland bisher einzigartigen gemeinsamen Übung von Strömungs- und Höhenrettern zusammen. Über das gesamte Osterwochenende tauschten sich EinsatzkrĂ€fte von Deutscher Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG), Bergwacht, Feuerwehren, Wasserwacht und Technischem Hilfswerk (THW) ĂŒber ihre Erfahrungen in diesen Spezialgebieten aus.

Organisiert wurde diese Übung vom Wasserrettungsdienst Nordbaden der DLRG und deren Ortsgruppe Weinheim. Von ihrem Basislager am Weinheimer Waidsee aus, starteten die Teilnehmer zu Übungsteilen in Ludwigshafen, Ilvesheim und Birkenau.

Rettungsspezialisten in der Strömung und der Höhe

Höhenretter kommen immer dann zum Einsatz, wenn Menschen z.B. von KrĂ€nen oder TĂŒrmen, aus tieferen BaustellenschĂ€chten oder von GerĂŒsten gerettet werden mĂŒssen und herkömmliche Rettungstechniken oder GerĂ€te wie Drehleitern nicht ausreichend sind.

Matthias Starker, Einsatzleiter und Seiltechnikausbilder bei der DLRG-Ortsgruppe Weinheim erklĂ€rt, warum seine Helfer fĂŒr EinsĂ€tze in durch Regen stark ĂŒberfluteten BĂ€chen, Hochwassern oder fĂŒr Rettungen aus Wildwasserschluchten geeignet sind:

Als Strömungsretter vereinen wir Techniken aus dem Bereich Höhenrettung mit denen des Rettungsschwimmens und aus dem Canyoning-Sport.

Die Strömungsrettung ist dabei die jĂŒngere Disziplin der beiden Spezialrettungsarten und erfĂ€hrt durch immer unberechenbarere Naturereignisse eine immer grĂ¶ĂŸere Verbreitung.

Das gemeinsame viertĂ€gige Training verfolgt laut Axel Manz, Ausbilder fĂŒr Spezialtrettungsverfahren beim THW und gemeinsam mit Starker Übungsleiter, weitaus grĂ¶ĂŸere Ziele als das Nebeneinander der Fachdienste.

Schnellst- und bestmöglichste Hilfe

„Wir wollen diese sehr eng verwandten Fachgebiete stĂ€rker miteinander verzahnen, weil wir erkannt haben, wie sehr wir voneinander lernen können“, betont Manz, dass Menschen in Notlagen von dem Engagement der zumeist ehrenamtlichen Retter profitieren können:

Jeder von uns erkennt in solch einer Übung, wo seine eigenen Grenzen sind und was sein Teampartner leisten kann. Gemeinsam erreichen wir eine best- und schnellstmögliche Hilfe fĂŒr die Betroffenen.

Diese „AHA-Effekte“ fĂŒr alle Teilnehmer stellen sich bereits am Karfreitag auf dem GelĂ€nde des THW in Ludwigshafen ein. Dessen Helfer hatten sich trotz des Feiertags gerne Zeit genommen, um die verschiedenen Seil- und Rettungstechniken kennenzulernen.

An dicken Seilen gesichert, geht es die 16 Meter einer Strickleiter unterhalb des THW-Krans in die Höhe oder vom nahen Übungsturm gemeinsam mit einem VerunglĂŒckten rund 12 Meter hinunter. „Schon hier haben die Teilnehmer gesehen, dass unterschiedliche Wege zum gleichen Ziel fĂŒhren, aber im Ergebnis ebenso sicher sein können“, urteilt Manz am Ende ĂŒber den ersten und die folgenden Übungstage.

Schnell raus aus dem kalten Wasser - doch das ist bei der reissenden Strömung gar nicht so einfach!

Den hohen Stellenwert der Sicherheit bei Übungen und EinsĂ€tzen dieser Art, erleben vor allem die OsterspaziergĂ€nger an der BrĂŒcke ĂŒber den Alten Neckar zwischen Ilvesheim und Mannheim-Seckenheim. Diese ist fĂŒr zwei Tage das Trainingsgebiet.

Katastrophenszenario bei schönstem Wetter

Trotz des strahlenden Sonnenscheins dick in Schutz- oder NeoprenanzĂŒge, Klettergurte und zum Teil Schwimmwesten eingepackte Retter mit Helmen spannen zwischen den BrĂŒckenpfeilern Seile oder fixieren diese am GelĂ€nder, immer unter dem wachsamen Auge mindestens eines Kollegen und mit einem zweiten Karabiner gesichert. Mit der so genannten Schleifkorbtrage befördern die Retter ihre Patienten in rund acht Metern Höhe sicher auf die andere Uferseite.

Andere seilen sich aus etwa fĂŒnfzehn Metern von der BrĂŒckenfahrbahn gezielt zu den im Wasser treibenden Verunfallten ab und werden mit ihnen durch die kalte und starke Strömung mitgerissen. WurfsĂ€cke fliegen durch die Luft – an den darin enthaltenen Leinen werden Retter und Patient zurĂŒck an Land gezogen.

Auch vierbeinige Helfer werden fĂŒr den Notfall trainiert.

In den Strömungsrettungsaufgaben trainieren die Helfer das Schwimmen in diesem, von Steinen direkt unter der WasseroberflĂ€che unberechenbar gemachten, GewĂ€sserabschnitt. Gespannt sind die Zuschauer auf und unter der BrĂŒcke vor allem auf die Rettung aus einem Fahrzeug.

Unberechenbares Wasser

Die DLRGler und ihre MitĂŒbenden mĂŒssen schwimmerisch ein mit zwei Personen besetztes Wrack erreichen, ein Sicherungsseil anschlagen und trotz des wilden Gezerres der Wassermassen die Betroffenen sicher an Land verbringen.

Gegen Abend zeigen die Retter, was sie bei der Übung noch alles erlernt haben. Mit einem selbst gebauten Seilzug und viel Muskelkraft bergen sie ihr Übungswrack unter den neugierigen Blicken der Passanten wieder zurĂŒck an Land.

In der großen AbschlussĂŒbung kurz vor dem hessischen Birkenau, „verunfallen“ schließlich am Montag zwei Kanuten an einem Wehr der Weschnitz.

Die Strömungs- und Höhenretter mĂŒssen ihre die Patienten schnell erreichen, festhalten und vor weiterer UnterkĂŒhlung sichern. Andere Helfer bauen derweil ĂŒber den circa sechs Meter hohen Hang hinunter ein SchrĂ€gseil auf, an dem die stets betreuten VerunglĂŒckten auf den nĂ€chsten Weg und damit zum rettenden Einsatzwagen gebracht werden können.

Jetzt heißt es schnell sein, um den "Verunfallten" vor UnterkĂŒhlung zu schĂŒtzen.

Auch hier kommen die Teilnehmer nochmals richtig ins Schwitzen – trotz des kalten Bergwassers aus dem Odenwald.

Die Übenden loben denn auch das viertĂ€gige intensive Programm, das Manz und Starker gemeinsam mit Vertretern der DLRG-Gruppen Weinheim, Leimen, NeckargemĂŒnd und Mannheim auf die Beine gestellt haben.

Viele kleine und große Überraschungen

„Besonders die variantenreichen Übungsstellen mit ihren immer wieder kleineren und grĂ¶ĂŸeren Überraschungen boten fĂŒr jeden Schwierigkeitsgrad etwas“, zollt Andreas Tegethoff, Beobachter der Übung und Ausbilder fĂŒr Höhenretter bei der Freiwilligen Feuerwehr in Altenbeken, den Kollegen Respekt.

„Das Alles wĂ€re nicht möglich gewesen, ohne die UnterstĂŒtzung des THW in Ludwigshafen und des Ilvesheimer BĂŒrgermeisters Andreas Metz und der Ilvesheimer Minigolfanlage“, gibt Starker den Dank auch gleich an zwei der eingebundenen Stellen weiter. Diese hatten durch ihr VerstĂ€ndnis, eine Übung an diesen hohen Feiertagen durchzufĂŒhren, erst den Weg fĂŒr diese einzigartige Veranstaltung gebahnt.

„NatĂŒrlich ist es schwer, solche ehrenamtlichen Spezialisten fĂŒr einen so langen Zeitraum und mit einer so weiten Anreise an einem Ort zusammen zu bekommen. Da bleiben nur Feiertage wie Ostern oder Pfingsten“, dankte der Seiltechnikausbilder auch den Passanten fĂŒr ihr VerstĂ€ndnis, dass es hie und da auf dem Fußweg der BrĂŒcke doch zu kleineren Behinderungen kam. Starker ist ĂŒberzeugt:

Aber ich gehe davon aus, dass die Leute wussten, dass wir ja fĂŒr Ihre Sicherheit unsere Freizeit und unser Engagement eingebracht haben.

Breite Nachwuchsförderung

Die Bedeutung der Übung im Zusammenhang mit dem derzeit in Mannheim laufenden Kampf um das Hallenbad Seckenheim, betonte Torsten Ahl, Pressesprecher der Veranstaltung und des AktionsbĂŒndnisses „Erhalt Mannheimer BĂ€der“.

Was wir an diesem Wochenende gesehen haben, ist ohne eine breite Nachwuchsförderung nicht möglich. Ohne ausreichende BÀderkapazitÀten werden wir nicht mehr wie bisher aus den vielen, vielen SchwimmanfÀngern und spÀter Rettungsschwimmern genug Nachwuchs gewinnen können!

Derartige Spezialisten fĂŒr den Wasserrettungsdienst könnten dann nicht mehr ausgebildet werden, fordert Ahl den Mannheimer Gemeinderat auf, seine derzeitige Position zum Wassersport zu korrigieren. Andernfalls sieht der DLRG-Mann nachhaltige Einbusen fĂŒr die Sicherheit der Mannheimer Bevölkerung.

Schlimmstenfalls mĂŒsse der Verlust von Menschenleben beklagt werden, so Ahl.

Das AktionsbĂŒndnis aus mehr als sechzehn Vereinen und Institutionen setzt sich fĂŒr den Erhalt des Hallenbades Seckenheim und eine dauerhafte flĂ€chendeckende Versorgung von Mannheims Kindern und Jugendlichen, BĂŒrgern und Vereine mit geeigneten Schwimmeinrichtungen ein.

Anm. d. Red.: Thorsten Ahl ist Pressesprecher der DLRG Mannheim.

Hinweis: Unsere Bildergalerie finden sie im Rheinneckarblog…

THW sucht HelferInnen: Ab April neuer Grundausbildungslehrgang


THW sucht Helfer. Bild: THW

Rhein-Neckar/Ladenburg, 05. April 2011. (red/pm) Ab April 2011 startet beim Technischen Hilfswerk (THW), Ortsverband Ladenburg wieder ein neuer Grundausbildungslehrgang fĂŒr angehende Helferinnen und Helfer im THW. Wer zwischen 18 und 50 Jahre ist, Interesse an Technik hat und anderen Menschen helfen möchte, ist hier genau richtig. Am 06. April gibt es in Ladenburg einen Informationsabend zur Grundausbildung.

In der rund 75 stĂŒndigen umfassenden Grundausbildung wird den Teilnehmerinnen und Teilnehmern der grundlegende Umgang mit den THW-GerĂ€tschaften und -vorschriften beigebracht. Nach dieser Ausbildung kann man sich in den verschiedenen Fachgruppen weiterbilden (z.B. Kraftfahrer, Sprechfunker, MotorsĂ€genfĂŒhrerschein u.v.m.) und sein Wissen vertiefen.

Wer Interesse hat, kann am Mittwoch, 06. April, um 19:00 Uhr bei einem Informationsabend Am SÀgewerk 1 in Ladenburg nÀheres erfahren.

Außerdem besteht immer montags und mittwochs in der Zeit von 19:00 bis 22:00 Uhr (nach VorankĂŒndigung unter der Telefonnummer 06203/ 922022) die Möglichkeit, sich einen eigenen Eindruck von der Ausbildung beim Technischen Hilfswerk zu verschaffen.

Einen schönen Tag wĂŒnscht

Das ladenburgblog

Hochwasser: Die Lage an der Weschnitz hat sich vorerst entspannt


Guten Tag!

Weinheim/Rhein-Neckar, 14. Januar 2011. (red) Am Abend hat sich die Situation entlang der Weschnitz in Weinheim leicht entspannt. Der Höchststand war nach 17:00 Uhr mit 2,22 Meter erreicht worden und liegt nun unterhalb von zwei Metern. Das Rekordhochwasser von 1970 hatte einen Pegelstand von 2,26 Metern. Gegen 23:00 Uhr sind rund 100 EinsatzkrÀfte der Feuerwehr, des Bauhofs, des THW und der DLRG vor Ort und sichern den Weschnitzdamm auf einer LÀnge von rund einem Kilometer ab.

Von Hardy Prothmann, Fotos: local4u

„Der Damm ist sehr weich geworden“, sagt Einsatzleiter Patrick MĂŒller von der Freiwilligen Feuerwehr Weinheim, „hier und da ist klares Wasser ausgetreten. Diese Stellen sichern wir jetzt mit Kies, Folien und SandsĂ€cken ab.“

Überdimensionale "Pflaster" fĂŒr den Damm, der aufgeweicht ist. Foto: local4u

Klares Wasser ist ein gutes Zeichen. WÀre es schmutzig, wÀre das ein Hinweis darauf, dass Material abgetragen wird. Das wÀre kein gutes Zeichen.

Wir stehen auf einem BauhofgelĂ€nde in der Weidsiedlung. Hinter Einsatzleiter MĂŒller zieht sich der Damm. Feuerwehr und THW haben ĂŒberall Lichtquellen installiert und leuchten die Einsatzstelle aus. Die Dieselaggregate brummen vor sich hin.

Bagger und Lkw mit SchĂŒttgut rangieren und bringen das Material aus. Mit anderen Fahrzeugen werden die SandsĂ€cke an die Stellen gefahren, an denen der Damm butterweich geworden ist.

Wenn man drauf lĂ€uft, merkt man, wie vollgesogen das Erdreich ist. Es schmatzt beim Laufen und man sinkt leicht ein. Über die Straße rinnt das Wasser auf den daneben gelegenen Acker.

Strömungsretter“ der DLRG Rhein-Neckar stehen bereit, falls oben auf dem Damm gearbeitet werden muss. Sie sichern dann die anderen HilfskrĂ€fte ab.

Die Weschnitz selbst ist gegen 21:00 Uhr nur weniger als einen Mater von der Deichkrone entfernt. Die Fließgeschwindigkeit ist sehr schnell. Das Wasser rast gleichsam durch den Kanal. Es stehen ein paar Schulustige herum.

ZunĂ€chst gingen die EinsatzkrĂ€fte davon aus, dass sie gegen Mitternacht fertig mit den Sicherungsarbeiten sein könnten. „Wenn wir Pech haben, dauert das die ganze Nacht“, sagt Patrick MĂŒller, Abteilungskommandant der Abteilung Stadt.

Bis 20.30 Uhr hatte die Feuerwehr mit weiteren HilfskrÀften der DLRG, des stÀdtischen Bauhofs und des THW im Stadtgebiet 17 EinsÀtze zu bewÀltigen, insgesamt waren dabei rund 50 Personen im Einsatz.

Die Weschnitz in der Stadt - tobendes Wasser. Foto: local4u

GlĂŒcklicherweise ist es nicht kalt und es regnet nur leicht. Trotzdem ist die Arbeit mit den SandsĂ€cken krĂ€ftezehrend. Immer wieder wird der Damm von EinsatzkrĂ€ften abgelaufen, die mit Handlampen nachschauen, wo die Rinnsale aus dem Damm herauslaufen.

Auf dem GelÀnde des Bauhofs hat die Feuerwehr ihre Einsatzleitung im AB-Mehrzweck (AbrollbehÀlter Mehrzweck) eingerichtet. Hier wird koordiniert und die EinsatzkrÀfte werden versorgt.

Sobald die Lkw das Material abgeladen haben, wird es mit einem Bagger verteilt. Grobes Material, braun und schmutzig. Auf dem Feldweg stehen die SchlammpfĂŒtzen.

Das-  Material wird gut 20 Zentimeter dick angedrĂŒckt und wirkt wie schmutzige Pflaster auf den Wunden des Damms. Vor allem im unteren Bereich wird es ausgebracht, um den vollgesogenen Damm zu beschweren. Der muss gerade viel aushalten. Die Wassermassen drĂŒcken.

Zwischendurch mĂŒssen die MĂ€nner warten, bis der nĂ€chste Laster anrĂŒckt und seine Ladung ablĂ€dt. So wird das noch Stunden gehen. Die Fahrzeuge können nicht wenden, sie wĂŒrden im ebenfalls komplett aufgeweichten Acker einsinken.

Immerhin ist soviel sicher: Das Weschnitzhochwasser ist zurĂŒckgegangen, der Pegelstand liegt gegen 23:00 Uhr unter zwei Meter. „Damit entspannt sich die Lage deutlich“, sagt Einsatzleiter Patrick MĂŒller und stiefelt davon. Er will sich-  einen aktuellen LageĂŒberblick verschaffen.

Fotostrecke: local4u

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