Donnerstag, 23. November 2017

Bundesweite Fachfortbildung Stabsarbeit im Feuerwehrzentum Weinheim

Wie man im Chaos die Ordnung beibehält

Weinheim, 29. Oktober 2014. (red/ld) Wenn Wasserpegel steigen, Unwetter drohen oder Gro√üveranstaltungen anstehen, m√ľssen viele Rettungs- und Hilfsorganisationen Hand in Hand arbeiten. Um die verschiedenen Stellen sinnvoll zu koordinieren, ist die Stabsarbeit wichtig, und war trotzdem lange Zeit untersch√§tzt. Kein Wunder also, dass am Wochenende gleich mehr als viermal so viele Teilnehmer zur Fachfortbildung Stabsarbeit nach Weinheim kamen, wie urspr√ľnglich gedacht. [Weiterlesen…]

THW zu Besuch bei der Kinderfeuerwehr

Auf den Hund gekommen

Weinheim, 28. Mai 2014. (red/fw) Die Kinderfeuerwehren der Feuerwehr Weinheim Abteilung Stadt, Sulzbach und Oberflockenbach sind in dieser Woche auf den Hund gekommen. Am Mittwochabend, war auf Einladung der Kinderfeuerwehr der Abteilung Stadt, das Technische Hilfswerk Ortsverband Viernheim mit ihrer Rettungshundestaffel zu Besuch im Feuerwehrzentrum. [Weiterlesen…]

Fachtagung der Organisation ‚Äě@fire‚Äú

Waldbrände haben keine Chance

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Um besser auf Wald- und Flächenbrände reagieren zu können, wird das Tanklöschfahrzeug, das bei der Abteilung Oberflockenbach stationiert ist, angepasst. Foto: Feuerwehr Weinheim

 

 

Weinheim, 27. September 2013. (red/pm) Waldbr√§nde wie in Portugal sind in Deutschland zum Gl√ľck selten, doch auch hier k√∂nnen solche sogenannten „Wipfelfeuer“ vorkommen. Wipfelfeuer so hei√üt auch eine Fachtagung der Organisation ‚Äě@fire‚Äú die zwei Angeh√∂rige der Feuerwehr Weinheim in diesem Sommer besucht haben. [Weiterlesen…]

Jahreshaupt√ľbung der Feuerwehr Weinheim

Mutprobe mit Folgen

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Das ungl√ľckliche Ende eines Autorennens: Ein Wagen √ľberschl√§gt sich, der andere prallt gegen eine Mauer: Gut 70 Helferinnen und Helfer waren bei der Jahreshaupt√ľbung der Feuerwehren Weinheim, Sulzbach, Hohensachsen und L√ľtzelsachsen beteiligt.

 

Weinheim, 16. Juli 2013 (red/ld) Es sollte nur ein Autorennen sein, vielleicht eine Mutprobe im jugendlichen Leichts√≠nn. F√ľr die Feuerwehr Weinheim endete sie in einem Gro√üeinsatz in der Viernheimer Stra√üe mit mehreren schwer verletzten Personen und einer unbekannten Chemikalie, die durch den Unfall auslief. Zum Gl√ľck war alles nur gespielt. Trotzdem war Stadtbrandmeister Reinhold Albrecht zufrieden mit dem Ergebnis der Jahreshaupt√ľbung der Weinheimer Feuerwehr.

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Sieben Fahrzeuge zum Teil schwer beschädigt

Massenkarambolage auf der A5

Zu einer Massenkarambolage kam es letzten Sonntag auf der A5. Foto: Ralf Mittelbach

 

Weinheim, 11. Februar 2013. (red/fw) Am Sonntag, den 10. Februar 2013 wurde die Feuerwehr Weinheim Abteilung Stadt gegen 13 Uhr zu einem Verkehrsunfall auf die Bundesautobahn 5 Richtung Frankfurt zwischen gerufen. Vor Ort stellte sich heraus das mehrere Fahrzeuge beteiligt waren, in den Leitplanken hingen und teilweise entgegen der Fahrtrichtung zum stehen gekommen waren. Da dieser Unfall zu diesem Zeitpunkt nicht der einzige war, sondern es auf der A5 noch weitere Unfälle gab, waren die Rettungskräfte der Region bereits stark gebunden.

Von David Kunerth

Auch die Autobahnpolizei, daher wurde zus√§tzlich das THW Ladenburg zu dem Einsatz gerufen, die am Samstag Autobahndienst hatten und die Einsatzstelle sichern sollten. Auch eine Streife des Polizeirevier Weinheim unterst√ľtzte die Unfallaufnahme bis zum Eintreffen der Autobahnpolizei. Der Massencrash ereignet sich zwischen dem Weinheimer Kreuz und der Anschlussstelle Hemsbach. Auf einer Strecke von circa 300 Meter waren die Fahrzeuge verteilt. Die Feuerwehr Weinheim stellte den Brandschutz sicher und k√ľmmerte sich um die auslaufenden Fl√ľssigkeiten. Die Betriebsmittel wie √Ėl und Kraftstoff wurden abgestreut und gebunden. Um eine Brandgefahr bei den demolierten Fahrzeugen zu verhindern, wurde die Fahrzeugbatterie abgeklemmt.

Die Feuerwehrsanit√§ter unterst√ľtzten den Notarzt, der sich in der Erstphase zun√§chst alleine um die Verletzten k√ľmmern musste, bis weitere Rettungswagen eintrafen. In einem von der Feuerwehr nachgeforderten Mannschaftstransportwagen, wurde die Verletzten erstversorgt. Die meisten Unfallbeteiligten kamen mit dem Schrecken davon, trotzdem mussten drei Personen versorgt werden und zur weiteren Behandlung in umliegende Krankenh√§user gebracht werden. Bei einem Unfallfahrzeug handelte es sich um ein Taxi, das so stark besch√§digt war, das die Feuerwehr mit einem hydraulischen Rettungsger√§t, einem sogenannten Spreizer den Kofferraum √∂ffnen musste um an das Gep√§ck der Fahrg√§ste zu kommen.

W√§hrend der Unfallaufnahme war die A5 f√ľr bis fast 14 Uhr zwischen dem Weinheimer Kreuz und der Anschlussstelle Hemsbach voll gesperrt. Nachdem die Einsatzkr√§fte der Feuerwehr Weinheim und des THW Ladenburg die Tr√ľmmerteile soweit von der Stra√üe ger√§umt hatten, konnte zun√§chst eine Fahrspur wieder f√ľr den Verkehr freigegeben werden. Die A5 konnte erst ab 14:30 Uhr komplett wieder befahren werden.

Anm. d. Red.: David Kunerth ist Mitglied im Presseteam der Feuerwehr Weinheim

Hilfsorganisationen trainieren Wassernotfälle am Weinheimer Waidsee

√úbung f√ľr den Ernstfall

Was hier nach Spa√ü aussieht, muss im Ernstfall sitzen: Auszubildende √ľben den Umgang mit Spineboard und Schleifkorbtrage. Quelle: Ralf Mittelbach/Feuerwehr Weinheim.

Weinheim, 14. September 2012. (red/fw)¬†Wassernotf√§lle kommen immer wieder vor, auch in Weinheim. Daher ist es f√ľr die Hilfsorganisationen wichtig sich darauf vorzubereiten. Die Helfer vor Ort Einheit der Weinheimer Feuerwehr konnte f√ľr ihr Ausbildungsprogramm die DLRG Weinheim gewinnen.

Information der Feuerwehr Weinheim:

„Simon Stauffert und Andreas Starker begr√ľ√üten die Sanit√§tseinheiten der Feuerwehr Weinheim und Birkenau sowie des Technischen Hilfswerk am Waidsee. Die zwei Ausbilder der Weinheimer DLRG vermittelten in Theorie und Praxis das Thema Wassernotf√§lle. Nach einer theoretischen Einf√ľhrung ins Thema, ging es zur Praxis an den See.

Hier bildeten sie Gruppen, die im Wechsel an verschiedenen Stationen ausgebildet wurden. Das Retten von Ertrinkenden sowie die medizinische Versorgung nach Ertrinkungsunf√§llen wurde an den Stationen ge√ľbt. Aber auch n√ľtzliche Tipps und vor allem Griffe hatten die Ausbilder parat, um sie den Teilnehmern f√ľr ihre Arbeit mit auf den Weg zu geben. Ein weiteres Thema war die Rettung mit Ger√§tschaften, die auch der Feuerwehr und dem THW zur Verf√ľgung stehen.

So kamen auch ein Spineboard und eine Schleifkorbtrage zum Einsatz. Solche √úbungen sind f√ľr alle Hilfsorganisationen wichtig um f√ľr den Ernstfall vorbereitet zu sein. Meistens kommt es zu nicht allt√§glichen Situationen, bei denen die Helfer schnell entscheiden m√ľssen, welche Rettung f√ľr das Unfallopfer die schnellste und schonendste ist. Bei den √úbungen kann dies in Ruhe ausprobiert werden, so dass die Handgriffe beim Einsatz sitzen.“

Rettungskräfte simulieren Strömungs- und Höhenrettungen

Die Osterflut von Weinheim

Rhein-Neckar, 10. April 2012. (red/pm) Am Wochenende retteten Mitglieder von DLRG, Feuerwehren, Bergwacht und THW Menschen aus Autos im Wasser, verunfallte Kanuten aus der Weschnitz, seilten verungl√ľckte Opfer ab – die vier Tage lange √úbung der Rettungsspezialisten simulierte sehr reale Unfallszenarien. Die rund 30 Einsatzkr√§fte aus dem ganzen Bundesgebiet trafen sich √ľber Ostern zu einer bisland einzigartigen Gro√ü√ľbung von Str√∂mungs- und H√∂henrettern. Und die Erfahrungen waren vielf√§ltig.

Von Torsten Ahl

Schwindelerregende H√∂hen sind f√ľr sie nicht ungew√∂hnlich, f√ľr einen Teil von ihnen aber auch rei√üende B√§che oder von Hochwasser √ľberschwemmte Fl√§chen.

Aus Höhen von 12-16 Metern seilen sich die Höhenretter mit den zu rettenden Opfern ab.

Die ‚Äě96h ‚Äď Die Osterflut von Weinheim‚Äú brachte √ľber 30 ehrenamtliche und hauptamtliche Helfer aus dem gesamten Bundesgebiet zu einer in Deutschland bisher einzigartigen gemeinsamen √úbung von Str√∂mungs- und H√∂henrettern zusammen. √úber das gesamte Osterwochenende tauschten sich Einsatzkr√§fte von Deutscher Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG), Bergwacht, Feuerwehren, Wasserwacht und Technischem Hilfswerk (THW) √ľber ihre Erfahrungen in diesen Spezialgebieten aus.

Organisiert wurde diese √úbung vom Wasserrettungsdienst Nordbaden der DLRG und deren Ortsgruppe Weinheim. Von ihrem Basislager am Weinheimer Waidsee aus, starteten die Teilnehmer zu √úbungsteilen in Ludwigshafen, Ilvesheim und Birkenau.

Rettungsspezialisten in der Strömung und der Höhe

H√∂henretter kommen immer dann zum Einsatz, wenn Menschen z.B. von Kr√§nen oder T√ľrmen, aus tieferen Baustellensch√§chten oder von Ger√ľsten gerettet werden m√ľssen und herk√∂mmliche Rettungstechniken oder Ger√§te wie Drehleitern nicht ausreichend sind.

Matthias Starker, Einsatzleiter und Seiltechnikausbilder bei der DLRG-Ortsgruppe Weinheim erkl√§rt, warum seine Helfer f√ľr Eins√§tze in durch Regen stark √ľberfluteten B√§chen, Hochwassern oder f√ľr Rettungen aus Wildwasserschluchten geeignet sind:

Als Strömungsretter vereinen wir Techniken aus dem Bereich Höhenrettung mit denen des Rettungsschwimmens und aus dem Canyoning-Sport.

Die Str√∂mungsrettung ist dabei die j√ľngere Disziplin der beiden Spezialrettungsarten und erf√§hrt durch immer unberechenbarere Naturereignisse eine immer gr√∂√üere Verbreitung.

Das gemeinsame viert√§gige Training verfolgt laut Axel Manz, Ausbilder f√ľr Spezialtrettungsverfahren beim THW und gemeinsam mit Starker √úbungsleiter, weitaus gr√∂√üere Ziele als das Nebeneinander der Fachdienste.

Schnellst- und bestmöglichste Hilfe

„Wir wollen diese sehr eng verwandten Fachgebiete st√§rker miteinander verzahnen, weil wir erkannt haben, wie sehr wir voneinander lernen k√∂nnen“, betont Manz, dass Menschen in Notlagen von dem Engagement der zumeist ehrenamtlichen Retter profitieren k√∂nnen:

Jeder von uns erkennt in solch einer √úbung, wo seine eigenen Grenzen sind und was sein Teampartner leisten kann. Gemeinsam erreichen wir eine best- und schnellstm√∂gliche Hilfe f√ľr die Betroffenen.

Diese ‚ÄěAHA-Effekte‚Äú f√ľr alle Teilnehmer stellen sich bereits am Karfreitag auf dem Gel√§nde des THW in Ludwigshafen ein. Dessen Helfer hatten sich trotz des Feiertags gerne Zeit genommen, um die verschiedenen Seil- und Rettungstechniken kennenzulernen.

An dicken Seilen gesichert, geht es die 16 Meter einer Strickleiter unterhalb des THW-Krans in die H√∂he oder vom nahen √úbungsturm gemeinsam mit einem Verungl√ľckten rund 12 Meter hinunter. ‚ÄěSchon hier haben die Teilnehmer gesehen, dass unterschiedliche Wege zum gleichen Ziel f√ľhren, aber im Ergebnis ebenso sicher sein k√∂nnen‚Äú, urteilt Manz am Ende √ľber den ersten und die folgenden √úbungstage.

Schnell raus aus dem kalten Wasser - doch das ist bei der reissenden Strömung gar nicht so einfach!

Den hohen Stellenwert der Sicherheit bei √úbungen und Eins√§tzen dieser Art, erleben vor allem die Osterspazierg√§nger an der Br√ľcke √ľber den Alten Neckar zwischen Ilvesheim und Mannheim-Seckenheim. Diese ist f√ľr zwei Tage das Trainingsgebiet.

Katastrophenszenario bei schönstem Wetter

Trotz des strahlenden Sonnenscheins dick in Schutz- oder Neoprenanz√ľge, Klettergurte und zum Teil Schwimmwesten eingepackte Retter mit Helmen spannen zwischen den Br√ľckenpfeilern Seile oder fixieren diese am Gel√§nder, immer unter dem wachsamen Auge mindestens eines Kollegen und mit einem zweiten Karabiner gesichert. Mit der so genannten Schleifkorbtrage bef√∂rdern die Retter ihre Patienten in rund acht Metern H√∂he sicher auf die andere Uferseite.

Andere seilen sich aus etwa f√ľnfzehn Metern von der Br√ľckenfahrbahn gezielt zu den im Wasser treibenden Verunfallten ab und werden mit ihnen durch die kalte und starke Str√∂mung mitgerissen. Wurfs√§cke fliegen durch die Luft ‚Äď an den darin enthaltenen Leinen werden Retter und Patient zur√ľck an Land gezogen.

Auch vierbeinige Helfer werden f√ľr den Notfall trainiert.

In den Str√∂mungsrettungsaufgaben trainieren die Helfer das Schwimmen in diesem, von Steinen direkt unter der Wasseroberfl√§che unberechenbar gemachten, Gew√§sserabschnitt. Gespannt sind die Zuschauer auf und unter der Br√ľcke vor allem auf die Rettung aus einem Fahrzeug.

Unberechenbares Wasser

Die DLRGler und ihre Mit√ľbenden m√ľssen schwimmerisch ein mit zwei Personen besetztes Wrack erreichen, ein Sicherungsseil anschlagen und trotz des wilden Gezerres der Wassermassen die Betroffenen sicher an Land verbringen.

Gegen Abend zeigen die Retter, was sie bei der √úbung noch alles erlernt haben. Mit einem selbst gebauten Seilzug und viel Muskelkraft bergen sie ihr √úbungswrack unter den neugierigen Blicken der Passanten wieder zur√ľck an Land.

In der gro√üen Abschluss√ľbung kurz vor dem hessischen Birkenau, ‚Äěverunfallen‚Äú schlie√ülich am Montag zwei Kanuten an einem Wehr der Weschnitz.

Die Str√∂mungs- und H√∂henretter m√ľssen ihre die Patienten schnell erreichen, festhalten und vor weiterer Unterk√ľhlung sichern. Andere Helfer bauen derweil √ľber den circa sechs Meter hohen Hang hinunter ein Schr√§gseil auf, an dem die stets betreuten Verungl√ľckten auf den n√§chsten Weg und damit zum rettenden Einsatzwagen gebracht werden k√∂nnen.

Jetzt hei√üt es schnell sein, um den "Verunfallten" vor Unterk√ľhlung zu sch√ľtzen.

Auch hier kommen die Teilnehmer nochmals richtig ins Schwitzen ‚Äď trotz des kalten Bergwassers aus dem Odenwald.

Die √úbenden loben denn auch das viert√§gige intensive Programm, das Manz und Starker gemeinsam mit Vertretern der DLRG-Gruppen Weinheim, Leimen, Neckargem√ľnd und Mannheim auf die Beine gestellt haben.

Viele kleine und große Überraschungen

‚ÄěBesonders die variantenreichen √úbungsstellen mit ihren immer wieder kleineren und gr√∂√üeren √úberraschungen boten f√ľr jeden Schwierigkeitsgrad etwas‚Äú, zollt Andreas Tegethoff, Beobachter der √úbung und Ausbilder f√ľr H√∂henretter bei der Freiwilligen Feuerwehr in Altenbeken, den Kollegen Respekt.

‚ÄěDas Alles w√§re nicht m√∂glich gewesen, ohne die Unterst√ľtzung des THW in Ludwigshafen und des Ilvesheimer B√ľrgermeisters Andreas Metz und der Ilvesheimer Minigolfanlage‚Äú, gibt Starker den Dank auch gleich an zwei der eingebundenen Stellen weiter. Diese hatten durch ihr Verst√§ndnis, eine √úbung an diesen hohen Feiertagen durchzuf√ľhren, erst den Weg f√ľr diese einzigartige Veranstaltung gebahnt.

‚ÄěNat√ľrlich ist es schwer, solche ehrenamtlichen Spezialisten f√ľr einen so langen Zeitraum und mit einer so weiten Anreise an einem Ort zusammen zu bekommen. Da bleiben nur Feiertage wie Ostern oder Pfingsten‚Äú, dankte der Seiltechnikausbilder auch den Passanten f√ľr ihr Verst√§ndnis, dass es hie und da auf dem Fu√üweg der Br√ľcke doch zu kleineren Behinderungen kam. Starker ist √ľberzeugt:

Aber ich gehe davon aus, dass die Leute wussten, dass wir ja f√ľr Ihre Sicherheit unsere Freizeit und unser Engagement eingebracht haben.

Breite Nachwuchsförderung

Die Bedeutung der √úbung im Zusammenhang mit dem derzeit in Mannheim laufenden Kampf um das Hallenbad Seckenheim, betonte Torsten Ahl, Pressesprecher der Veranstaltung und des Aktionsb√ľndnisses „Erhalt Mannheimer B√§der“.

Was wir an diesem Wochenende gesehen haben, ist ohne eine breite Nachwuchsförderung nicht möglich. Ohne ausreichende Bäderkapazitäten werden wir nicht mehr wie bisher aus den vielen, vielen Schwimmanfängern und später Rettungsschwimmern genug Nachwuchs gewinnen können!

Derartige Spezialisten f√ľr den Wasserrettungsdienst k√∂nnten dann nicht mehr ausgebildet werden, fordert Ahl den Mannheimer Gemeinderat auf, seine derzeitige Position zum Wassersport zu korrigieren. Andernfalls sieht der DLRG-Mann nachhaltige Einbusen f√ľr die Sicherheit der Mannheimer Bev√∂lkerung.

Schlimmstenfalls m√ľsse der Verlust von Menschenleben beklagt werden, so Ahl.

Das Aktionsb√ľndnis aus mehr als sechzehn Vereinen und Institutionen setzt sich f√ľr den Erhalt des Hallenbades Seckenheim und eine dauerhafte fl√§chendeckende Versorgung von Mannheims Kindern und Jugendlichen, B√ľrgern und Vereine mit geeigneten Schwimmeinrichtungen ein.

Anm. d. Red.: Thorsten Ahl ist Pressesprecher der DLRG Mannheim.

Hinweis: Unsere Bildergalerie finden sie im Rheinneckarblog…

THW sucht HelferInnen: Ab April neuer Grundausbildungslehrgang


THW sucht Helfer. Bild: THW

Rhein-Neckar/Ladenburg, 05. April 2011. (red/pm) Ab April 2011 startet beim Technischen Hilfswerk (THW), Ortsverband Ladenburg wieder ein neuer Grundausbildungslehrgang f√ľr angehende Helferinnen und Helfer im THW. Wer zwischen 18 und 50 Jahre ist, Interesse an Technik hat und anderen Menschen helfen m√∂chte, ist hier genau richtig. Am 06. April gibt es in Ladenburg einen Informationsabend zur Grundausbildung.

In der rund 75 st√ľndigen umfassenden Grundausbildung wird den Teilnehmerinnen und Teilnehmern der grundlegende Umgang mit den THW-Ger√§tschaften und -vorschriften beigebracht. Nach dieser Ausbildung kann man sich in den verschiedenen Fachgruppen weiterbilden (z.B. Kraftfahrer, Sprechfunker, Motors√§genf√ľhrerschein u.v.m.) und sein Wissen vertiefen.

Wer Interesse hat, kann am Mittwoch, 06. April, um 19:00 Uhr bei einem Informationsabend Am Sägewerk 1 in Ladenburg näheres erfahren.

Au√üerdem besteht immer montags und mittwochs in der Zeit von 19:00 bis 22:00 Uhr (nach Vorank√ľndigung unter der Telefonnummer 06203/ 922022) die M√∂glichkeit, sich einen eigenen Eindruck von der Ausbildung beim Technischen Hilfswerk zu verschaffen.

Einen sch√∂nen Tag w√ľnscht

Das ladenburgblog

Hochwasser: Die Lage an der Weschnitz hat sich vorerst entspannt


Guten Tag!

Weinheim/Rhein-Neckar, 14. Januar 2011. (red) Am Abend hat sich die Situation entlang der Weschnitz in Weinheim leicht entspannt. Der Höchststand war nach 17:00 Uhr mit 2,22 Meter erreicht worden und liegt nun unterhalb von zwei Metern. Das Rekordhochwasser von 1970 hatte einen Pegelstand von 2,26 Metern. Gegen 23:00 Uhr sind rund 100 Einsatzkräfte der Feuerwehr, des Bauhofs, des THW und der DLRG vor Ort und sichern den Weschnitzdamm auf einer Länge von rund einem Kilometer ab.

Von Hardy Prothmann, Fotos: local4u

„Der Damm ist sehr weich geworden“, sagt Einsatzleiter Patrick M√ľller von der Freiwilligen Feuerwehr Weinheim, „hier und da ist klares Wasser ausgetreten. Diese Stellen sichern wir jetzt mit Kies, Folien und Sands√§cken ab.“

√úberdimensionale "Pflaster" f√ľr den Damm, der aufgeweicht ist. Foto: local4u

Klares Wasser ist ein gutes Zeichen. Wäre es schmutzig, wäre das ein Hinweis darauf, dass Material abgetragen wird. Das wäre kein gutes Zeichen.

Wir stehen auf einem Bauhofgel√§nde in der Weidsiedlung. Hinter Einsatzleiter M√ľller zieht sich der Damm. Feuerwehr und THW haben √ľberall Lichtquellen installiert und leuchten die Einsatzstelle aus. Die Dieselaggregate brummen vor sich hin.

Bagger und Lkw mit Sch√ľttgut rangieren und bringen das Material aus. Mit anderen Fahrzeugen werden die Sands√§cke an die Stellen gefahren, an denen der Damm butterweich geworden ist.

Wenn man drauf läuft, merkt man, wie vollgesogen das Erdreich ist. Es schmatzt beim Laufen und man sinkt leicht ein. Über die Straße rinnt das Wasser auf den daneben gelegenen Acker.

Str√∂mungsretter“ der DLRG Rhein-Neckar stehen bereit, falls oben auf dem Damm gearbeitet werden muss. Sie sichern dann die anderen Hilfskr√§fte ab.

Die Weschnitz selbst ist gegen 21:00 Uhr nur weniger als einen Mater von der Deichkrone entfernt. Die Fließgeschwindigkeit ist sehr schnell. Das Wasser rast gleichsam durch den Kanal. Es stehen ein paar Schulustige herum.

Zun√§chst gingen die Einsatzkr√§fte davon aus, dass sie gegen Mitternacht fertig mit den Sicherungsarbeiten sein k√∂nnten. „Wenn wir Pech haben, dauert das die ganze Nacht“, sagt Patrick M√ľller, Abteilungskommandant der Abteilung Stadt.

Bis 20.30 Uhr hatte die Feuerwehr mit weiteren Hilfskräften der DLRG, des städtischen Bauhofs und des THW im Stadtgebiet 17 Einsätze zu bewältigen, insgesamt waren dabei rund 50 Personen im Einsatz.

Die Weschnitz in der Stadt - tobendes Wasser. Foto: local4u

Gl√ľcklicherweise ist es nicht kalt und es regnet nur leicht. Trotzdem ist die Arbeit mit den Sands√§cken kr√§ftezehrend. Immer wieder wird der Damm von Einsatzkr√§ften abgelaufen, die mit Handlampen nachschauen, wo die Rinnsale aus dem Damm herauslaufen.

Auf dem Gelände des Bauhofs hat die Feuerwehr ihre Einsatzleitung im AB-Mehrzweck (Abrollbehälter Mehrzweck) eingerichtet. Hier wird koordiniert und die Einsatzkräfte werden versorgt.

Sobald die Lkw das Material abgeladen haben, wird es mit einem Bagger verteilt. Grobes Material, braun und schmutzig. Auf dem Feldweg stehen die Schlammpf√ľtzen.

Das-¬† Material wird gut 20 Zentimeter dick angedr√ľckt und wirkt wie schmutzige Pflaster auf den Wunden des Damms. Vor allem im unteren Bereich wird es ausgebracht, um den vollgesogenen Damm zu beschweren. Der muss gerade viel aushalten. Die Wassermassen dr√ľcken.

Zwischendurch m√ľssen die M√§nner warten, bis der n√§chste Laster anr√ľckt und seine Ladung abl√§dt. So wird das noch Stunden gehen. Die Fahrzeuge k√∂nnen nicht wenden, sie w√ľrden im ebenfalls komplett aufgeweichten Acker einsinken.

Immerhin ist soviel sicher: Das Weschnitzhochwasser ist zur√ľckgegangen, der Pegelstand liegt gegen 23:00 Uhr unter zwei Meter. „Damit entspannt sich die Lage deutlich“, sagt Einsatzleiter Patrick M√ľller und stiefelt davon. Er will sich-¬† einen aktuellen Lage√ľberblick verschaffen.

Fotostrecke: local4u

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