Freitag, 22. September 2017

In eigener Sache: Wir sagen Danke!

√úber 6.700 Leserinnen und Lesern gefallen unsere Facebook-Seiten

freundeskreis logoRhein-Neckar, 04. November 2013. (red) Mittlerweile verzeichnen wir √ľber 6.700 „Gef√§llt mir“-Angaben unserer Facebook-Seiten durch Leserinnen und Lesern f√ľr die Ortsblogs und das Regionalblog unseres Blognetzwerks. Das gef√§llt uns nat√ľrlich auch sehr und wir sagen: Danke f√ľr die Aufmerksamkeit. [Weiterlesen…]

Exklusive Weihnachtsaktion

Wir haben nichts zu verschenken – und tun’s trotzdem

Wir verlosen attraktive Werbepl√§tze – ohne Risiko f√ľr Neukunden.

 

Rhein-Neckar, 11. Dezember 2010. (red) Gewerbetreibende, Dienstleister und Freiberufler k√∂nnen aktuell bei uns Werbeleistungen in H√∂he von 7.700 Euro gewinnen. Ohne jegliche Verpflichtung. Unsere Aktion richtet sich an alle Neukunden, die vorw√§rts denken und realisieren, dass √ľberteuerte Print-Werbung der Vergangenheit angeh√∂rt und Online-Werbung die Zukunft ist. Wir bieten eine hohe Aufmerksamkeit durch eine fundierte und kritische Berichterstattung. Daf√ľr werden wir von unseren Leserinnen und Lesern gesch√§tzt. Die Aufmerksamkeit erarbeiten wir uns hart mit klassischem Journalismus. Unsere Werbekunden profitieren davon – denn heutzutage muss sich jeder der Kritik der √Ėffentlichkeit stellen und wo kann man das besser als bei einem konstruktiv-kritischen Online-Medium?

Von Hardy Prothmann

Hardy Prothmann (46), Gr√ľnder und Chefredakeur der Rheinneckarblogs. Foto: sap

Wir bieten aktuell eine Verlosung an, die sich an Neukunden richtet. Die Regeln sind ganz einfach. Sie schicken uns eine Email, gewinnen mit etwas Gl√ľck einen unserer Preise und profitieren von unserem Werbeumfeld. Sie gehen keinerlei Verpflichtungen ein. (Hier sehen Sie die Werbeleistungen, die Sie gewinnen k√∂nnen und wie Sie an der Verlosung teilnehmen.) Es gibt kein Abo, keine versteckten Kosten. Es gibt kein Risiko f√ľr Sie. Daf√ľr haben Sie die M√∂glichkeit, unverbindlich unsere Werbem√∂glichkeiten zu testen.

Und wenn Sie das interessiert, dann lesen Sie bis zum Ende weiter.

Glaubw√ľrdigkeit ist Trumpf

Wir bieten dieses „Spiel“ an, weil wir √ľberzeugt sind, dass Sie als Gewinner weiter mit „uns spielen wollen“. Wer ist „uns“? Wir sind eine unabh√§ngige, journalistische Redaktion, die sich der Information der √Ėffentlichkeit verschrieben hat. Wir berichten kritisch. Wir informieren aktuell. Wir sind ehrlich.

Das unterscheidet uns in erheblichem Ma√ü von den „etablierten Medien“, die seit Jahren mehr und mehr an Glaubw√ľrdigkeit verlieren. Am dramatischsten l√§sst sich dieser Glaubw√ľrdigkeitsverlsut bei den Zeitungen erkennen. Die Auflagen sinken und sinken. Die Werbeums√§tze noch drastischer, weil die Preise unversch√§mt sind und die „Werbeleistung“ auch nicht im Ansatz erbracht wird. Zudem wird h√§ufig tendenzi√∂s berichtet.

Im Vergleich zu den Zeitungen, zum Radio und zum Fernsehen sind unsere Blogs, so nennen wir unsere Vor-Ort-Onlinezeitungen, noch relativ klein. Aber im Unterschied zu den anderen Medien verlieren wir keine Reichweite, sondern gewinnen dazu.

Engagierter Journalismus

Wir sind ein kleines Team von rund zehn Journalisten, die mit viel Herzblut und gro√üer √úberzeugung f√ľr die demokratische Aufgabe ihren Job machen. Wir werden von sehr vielen B√ľgerinnen und B√ľrgern unterst√ľtzt, die uns mit Informationen beliefern. Diese Quellen und ihre Bed√ľrfnisse nehmen wir ernst. Ebenso unsere Anzeigenkunden und ihre W√ľnsche. Dabei halten wir uns allerdings strikt an das Gebot der Trennung von Redaktion und Vermarktung.

Denn wir sind √ľberzeugt davon, dass unsere Anzeigenkunden in erheblichem Ma√ü von dieser Trennung und der damit verbundenen Glaubw√ľrdigkeit profitieren. Selbstverst√§ndlich sind unsere Werbekunden f√ľr uns erste Ansprechpartner: Ob es um Finanzen geht, um Hochzeiten, um Bauangelegenheiten, ums Auto, um Bildung, um Freizeit oder Sport oder Demografie. Unsere Kunden sind Experten, auf die wir gerne in unserer Berichterstattung zur√ľckgreifen – aber trotzdem Quellen wie jede andere auch. Und wenn bei einem Kunden etwas schief l√§uft, werden wir auch hier wie gewohnt kritisch berichten. Daf√ľr gab es schon einige Beispiele und bis auf das Logistikunternehmen Pfenning hat keiner der Kunden¬† uns das bislang √ľbel genommen, was f√ľr die gro√üe Souver√§nit√§t unserer Werbepartner spricht.

Bei „etablierten Medien“ ist das erkennbar anders. √úber „gute Kunden“ wird nur Gutes berichtet. Kritik findet nicht statt. Damit besch√§digen „traditionelle“ Medien seit Jahren ihre Glaubw√ľrdigkeit und die ihrer Kunden gleich mit.

Informationsorientierte Leserinnen und Leser

Unser Leserinnen und Leser sind √ľberwiegend zwischen 25 und 50 Jahren alt, sehr interessiert am lokalen Geschehen, an Politik, Gesellschaft und Kultur. Wir erreichen im Gegensatz zu Tageszeitungen auch Leser unter 25 Jahren, die selbstverst√§ndlich elektronische Medien benutzen. Und wir freuen uns, dass immer mehr √ú50-Leser sich aktiv im Netz informieren.

Unsere Nachrichtenangebote machen immer wieder auch √ľberregional Schlagzeilen. Wir bieten Dokumentationen, investigative Stories, hintergr√ľndige Berichte und Service-Informationen f√ľr die Bev√∂lkerung vor Ort. Unser lokaljournalistisches Konzept ist Vorbild f√ľr eine Reihe von anderen Lokalmedien, die in den vergangenen zwei Jahren √ľberall in Deutschland entstanden sind.

Wir finanzieren uns ausschlie√ülich √ľber Werbeeinnahmen. Unsere Kunden sehen wir deshalb als Partner – denn sie unterst√ľtzen und st√ľtzen unsere journalistische Arbeit. Von unserem sehr guten Image profitieren die Partner nat√ľrlich ebenfalls. Wenn Sie sich vorstellen k√∂nnen, Werbepartner bei uns zu werden, freuen wir uns sehr und beraten Sie unverbindlich. Wir bieten mehr als nur die Schaltung von Anzeigen – wir beraten Sie umfassend zu klassischer Image- oder Aktionswerbung und zu Social Media-Kampagnen. Unsere Preise sind fair und passen zu Kleinunternehmern, Dienstleistern bis hin zu gro√üen Firmen aus dem Mittelstand. Unsere renommierten Werbepartner sch√§tzen unser qualitativ hochwertiges Werbeumfeld bereits.

Probieren Sie es einfach aus. ūüôā

Wenn Sie an der Aktion teilnehmen möchten, klicken Sie bitte auf den Link.

Wenn Sie uns direkt erreichen möchten, wählen Sie 0621/ 437 458 30 oder schicken eine email an anzeigen (at) rheinneckarblog.de

Ihr

Interview zu Social Media in Kommunen

H√∂lderle & Fuchs: „Die wirkliche Einbindung der B√ľrger wird noch zu selten vorgenommen“

Weinheim, 27. Oktober 2012. (red/cm) Brauchen Kommunen eine Social Media Pr√§senz und worauf muss dabei geachtet werden. Wir haben uns mit Martin Fuchs & Jona H√∂lderle von „B√ľrger & Freunde“ √ľber den Einsatz von Social Media in Kommunen und dessen M√∂glichkeiten unterhalten.

Von Christian M√ľhlbauer

Damit sich unsere Leser ein Bild machen k√∂nnen: Was genau versteht man eigentlich unter Social Media f√ľr Kommunen? Ist damit nur eine Facebook-Fanseite gemeint?

H√∂lderle & Fuchs: „Facebook ist zwar mit knapp 1 Milliarde weltweit angemeldeter Nutzer mit Abstand das gr√∂√üte soziale Netzwerk ‚Äď aber nicht alles. Es gibt zus√§tzlich noch regionale Netzwerke (z.B. wer-kennt-wen.de), Business-Netzwerke (Linked-In, XING), auf bestimmte Services spezialisierte Netzwerke (z.B. flickr f√ľr Fotos) und vieles Mehr. Zudem kann auch die Verwaltung eigene soziale Medien bereitstellen wie z.B. ein Beschwerdemanagement (M√§rker Brandenburg), Blogs oder Wikis.

(Hinweis zur √úbersicht auf Wikipedia: http://en.wikipedia.org/wiki/List_of_social_networking_websites oder zum bekannten Social Media Prisma von ethority: http://www.ethority.de/weblog/social-media-prisma/)

Allgemein versteht man unter Social Media digitale Medien und Technologien, die es Nutzern ermöglichen, sich untereinander auszutauschen und mediale Inhalte einzeln oder in Gemeinschaft zu gestalten.
Also die Abkehr von den Massenmedien, die man ‚Äěnur‚Äú konsumieren‚Äú kann hin zu medialen Diensten in denen jeder Nutzer selber Produzent werden kann.

Beim Einsatz ist immer entscheidend f√ľr was man die Netzwerke nutzen m√∂chte. Erst wenn gekl√§rt ist, welche Strategie man umsetzen m√∂chte und welche Zielgruppe erreicht werden sollen kann man entscheiden ob und welche Netzwerke man nutzen m√∂chte. Dies gilt f√ľr jeden Nutzer und speziell f√ľr Kommunen. Oft entsteht aktuell der Eindruck, dass die Verantwortlichen erst aktiv werden (weil es gerade Trend ist) und dann √ľberlegen f√ľr was man die Netzwerke nutzen kann.“

Wenn eine Stadt oder Gemeinde im Bereich Social Media präsent sein will, ist das doch sicherlich aufwändig? Welche Kosten können da entstehen?

H√∂lderle & Fuchs: Die Frage nach den Kosten ist schwer zu beantworten. Die alleinige Nutzung der Dienste ist in den meisten F√§llen f√ľr St√§dte und Kommunen kostenfrei. Selbstverst√§ndlich ben√∂tigt man personelle Ressourcen f√ľr die Betreuung der Netzwerke und eventuell Beratung und (technischen) Support.

In den meisten deutschen Kommunen wir Social Media bisher von der Pressestelle oder dem Stadtmarketing mit betreut. F√ľr eine erfolgreiche Pr√§senz einer Kommune rechnen wir von 1-2 Stunden am Tag bei einem Basisangebot bis zur Schaffung einer eigenen Stelle bei der umfangreichen Nutzung von sozialen Netzwerken.

Die Facebook-Pr√§senz der Stadt Mannheim dient nahezu ausschlie√ülich Werbezwecken. B√ľrgerdialog muss man suchen.

Unabh√§ngig der Kostenfrage geht es nat√ľrlich auch um den Nutzen einer Social Media Pr√§senz f√ľr St√§dte und Gemeinden. Wie n√ľtzlich kann so ein Auftritt ganz allgemein sein? Wie n√ľtzt er der Stadt/Gemeinde und den B√ľrgern im speziellen?

Einfach mal in den B√ľrger „hineinh√∂ren“

Hölderle & Fuchs: Auch hier gilt: Was will ich mit der Präsenz in den Netzwerken als Stadt erreichen?

Neben zus√§tzlichen Effekten f√ľr die Presse- und √Ėffentlichkeitsarbeit, bieten die Netzwerke die Chance mit Zielgruppen in Kontakt zu kommen, die die traditionellen kommunalen Kommunikationsangebote (Stadtanzeiger, B√ľrgersprechstunde) nicht erreichen. So z.B. mobile Einwohner, Jugendliche, Touristen (weltweit), Investoren oder auch Personengruppen die nie pers√∂nlich in ein Rathaus gekommen w√§ren.

Der Verwaltung bieten die Netzwerke zudem die kosteng√ľnstige M√∂glichkeit in die ‚ÄěB√ľrgerschaft‚Äú hineinzuh√∂hren. Also was bewegt die Einwohner meiner Stadt, was w√ľnschen diese sich von der Verwaltung. Welche Ideen kommen aus der B√ľrgerschaft, die die Stadt lebenswerter machen?

Die Effekte können abhängig von der Strategie vielfältig sein:

  • Lokale Identit√§tsstiftung und verst√§rkter Zusammenhalt.
  • Erh√∂hung des Servicefreundlichkeit, durch eine einfache Kontaktaufnahme zu Verwaltung und Erkl√§rung des Verwaltungshandeln.
  • Interne Vernetzung der Akteure einer Stadt.
  • Einbindung von B√ľrger in Entscheidungen.
  • Vorbereitung von Beteiligung

Umdenken in der gesamten Verwaltung – nicht nur beim B√ľrgermeister

Betrachtet man diverse Social Media Auftritte von Kommunen sind es h√§ufig kostenlose Werbefl√§chen. Ist dass das Selbstverst√§ndnis des Social Media Einsatzes f√ľr Kommunen? Was sollten St√§dte & Gemeinden hier anbieten?

Die Stadt Weinheim zeigt, dass es auch anders geht. Werben f√ľr eigene Projekte, aber auch den Dialog suchen.

H√∂lderle & Fuchs: Der erste Schritt vieler Kommunen ist in der Tat oft von der Pressearbeit getrieben. Die Netzwerke werden dabei als weiterer Kanal f√ľr die Botschaften einer Stadt genutzt. Das spannende an Social Media ist aber der R√ľckkanal. Also was kann ich aus dem Feedback meiner ‚ÄěFans‚Äú und ‚ÄěFollower‚Äú lernen.

Die reine Beschränkung auf das teilen von Inhalten, die an anderer Stelle (z.B. auf der Webseite) schon existieren greift zu kurz und blendet viele Möglichkeiten des Dialoges aus.

F√ľr den richtigen Dialog erfordert es allerdings Mut und gelebter kultureller Wandel auf Seiten der Stadt. Die Kommune muss sich daran gew√∂hnen, dass via Social Media eine Kommunikation auf Augenh√∂he erfolgt. Und dies erfordert ein Umdenken nicht nur beim B√ľrgermeister.

Wenn wir √ľber Kommunen reden, geht es um Gemeinden mit wenigen Tausend aber auch um St√§dte mit 40.000 Einwohnern. Gibt es hier einen Unterschied beim Angebot und der Betreuung des Social Media Angebots? Worin unterscheiden sich kleine von gro√üen St√§dten im Bereich Social Media?

H√∂lderle & Fuchs:Die Gr√∂√üe einer Kommune ist im Grunde egal f√ľr die Gestaltung des Angebotes. Einziger Unterschied kann allerdings die Quantit√§t des auflaufenden Feedbacks sein, das von den Betreuern eines sozialen Netzwerkes bearbeitet werden muss.

Man wird aber auch √ľber das gr√∂√üte und meist genutzte Netzwerk immer nur einen Teil seiner B√ľrger erreichen. Und man erreicht im Zweifelsfall auch nur die wirklich aktiven B√ľrger einer Gesellschaft. Dies k√∂nnen in einer kleinen Stadt nur wenige 100 Menschen sein, aber diese sind die Impulsgeber mit denen die Verwaltung im Dialog stehen sollte. Aus unserer Sicht ist eine kleine Community mit sehr aktiven B√ľrgern immer besser als eine Facebookseite mit 1 Million ‚ÄěGef√§llt mir‚Äú, die aber nicht mit der Stadt interagiert.

Im Einzugsgebiet der Rheinneckarblogs befindet sich auch die Stadt Mannheim oder Ludwigshafen. Deren Facebook-Pr√§senzen (Mannheim, Ludwigshafen) werden von einem Stadtmarketing-Verein gesteuert. Ist das die √ľbliche Vorgehensweise oder w√§re es sinnvoller, wenn die Stadtverwaltung solche Angebote selbst betreibt?

B√ľrgereinbindung noch viel zu selten

H√∂lderle & Fuchs:Wenn der Fokus der Facebook-Pr√§senzen auf dem reinen Stadtmarketing liegt ist dies der richtige Ansatz die Pr√§senzen dort anzusiedeln. Sobald aber auch Themen wie B√ľrgerbeteiligung, Ansprache der eigenen B√ľrger und Aktivierung bestimmter Zielgruppen via Facebook angegangen werden sollen empfehlen wir den Aufbau eines Redaktionsteams, dass m√∂glichst breit im Rathaus verwurzelt ist. Gerade das R√ľckspielen der Themen von Facebook in die eigene Verwaltung und die Umsetzung bestimmter Diskussionsergebnisse wird erleichtert wenn die betreffenden Mitarbeiter der Stadt bereits in die Facebook-Kommunikation eingebunden sind.

Wie steht es um die Entwicklung von Social Media in Kommunen?

H√∂lderle & Fuchs:Immer mehr Kommunen starten eigene Angebote in sozialen Netzwerken. Dabei steht oft das Stadtmarketing im Vordergrund. Die wirkliche Einbindung der B√ľrger wird auch unserer Sicht noch zu selten vorgenommen.

Durch die Diskussionen rund um die Frage nach einem Datenschutzkonformen Einsatz sozialer Medien insbesondere innerhalb der Verwaltung sind einige Angebote dabei erst verzögert gestartet.

Auf Pluragraph.de (https://pluragraph.de/categories/kommunen) haben wir ein tagesaktuelles quantitatives Ranking mit √ľber 700 Kommunen in sozialen Netzwerken aufgelistet. Viele Kommunen haben aber gerade erst gestartet und sind noch dabei ihren Weg zu finden.
Es gibt aber in jedem Bundesland positive Beispiele.

Information: Martin Fuchs & Jona H√∂lderle arbeiten als Berater bei „B√ľrger & Freunde„. Dabei handelt es sich um einen der ersten Beratungsdienste, die sich auf Social Media im √∂ffentlichen Sektor spezialisiert hat.

Hohes Ranking

Weinheim ist eine f√ľhrende Stadt im „Social Web“

Die Stadt Weinheim liegt im Social Web ganz vorne.

 

Weinheim/Rhein-Neckar, 15. Februar 2012. (red/pm) Weinheim liegt unter Deutschlands Kommunen auf Rang 40 in einem aktuellen Ranking, in der Metropolregion auf Rang drei. Fast 4.000 Facebook-Fans hat die Stadt, sie twittert aktiv und nutzt das Netz als Kommunikationsplattform – was fehlt, ist ein moderner Internetauftritt. Der soll aber bis Herbst neu entwickelt sein.

Von Hardy Prothmann

Das ist ein sch√∂ner Erfolg f√ľr das Team um den Pressesprecher Roland Kern:

Die Stadt Weinheim liegt unter den Gro√üen Kreisst√§dten im Land weit vorne, was seine Aktivit√§ten im ‚ÄěSocial Web‚Äú, dem modernen Kommunikationsweg der ‚ÄěSozialen Netzwerke‚Äú, angeht.

Ein aktuelles Ranking von ‚ÄěPluragraph‚Äú, einer Plattform f√ľr Social-Media-Benchmarking von gemeinn√ľtzigen Organisationen, Politik, Kultur und Verwaltung, listet die Zweiburgenstadt in einem bundesweiten Vergleich unter 469 Kommunen auf Rang 40.

Auf den ersten Pl√§tzen schneiden die Gro√ü- und Unist√§dte Berlin, Hamburg, K√∂ln, M√ľnchen und Frankfurt ab. Heidelberg folgt auf Rang sechs, Mannheim auf Rang 17. Weinheim kommt in der Metropolregion Rhein-Neckar auf Platz 3 und auf Rang sieben in ganz Baden-W√ľrttemberg (hinter Heidelberg, Karlsruhe, Stuttgart, Reutlingen, Konstanz am Bodensee und Mannheim).

Unter allen Institutionen Beh√∂rden und Parteien im Lande, rangiert Weinheim auf Rang 26. Zum Vergleich, Ministerpr√§sisent Wilfried Kretschmann liegt auf Platz 16, die Piratenpartei Baden-W√ľrttemberg aber hinter der Zweiburgenstadt auf Platz 27.

Der Erfolg kommt nicht von ungef√§hr: Die Kommunikation wird durch einen ausgebildeten Journalisten geleistet, der die neuen Medien in die „klassische“ Pressearbeit √ľbernommen hat und sich dabei durch einen weiteren Experten unterst√ľtzen l√§sst: Marco Ripanti ist ein Social Web-Experte und arbeitet seit zwei Jahren ehrenamtlich am Social Media-Angebot der Stadt mit. Ripantis Firma ‚ÄěEkaabo‚Äú und das Projekt ‚ÄěSpreadly‚Äú sitzen in Weinheim (wir nutzen √ľbrigens Spreadly ebenfalls als Partner – siehe oben den Button).

Weinheim betreibt einen Twitter-Kanal (http://twitter.com/weinheim) und mit hohem Tempo eine Facebook-Seite (www.facebook.com/weinheim). 3965 so genannter ‚ÄěFans‚Äú beobachten darauf Ereignisse und Entwicklungen in Weinheim, lassen sich regelm√§√üig mit Infos und Nachrichten versorgen und bringen sich – ganz im Sinne des ‚ÄěSocial Web‚Äú ‚Äď selbst in die Diskussionen ein.

Auch unsere Redaktion nutzt die Facebook-Seite von Weinheim, um zu schauen, wof√ľr sich die Fans interessieren, was sie zu verschiedenen Themen kommentieren. Diese Art von vernetztem Dialog ist l√§ngst kein Experiment mehr, sondern Ausweis einer modernen Kommunikationkultur. Roland Kern beschreibt ein Beispiel:

In den letzten Tagen tauschte sich die ‚ÄěCommunity‚Äú zum Beispiel dar√ľber aus, ob es gef√§hrlich ist, den zugefrorenen Waidsee zu betreten. Ein Weinheim-Fan stellte historische Bilder ein, darauf kann man jetzt bekannte Weinheimer in den 50er Jahren markieren. Es gibt Tipps zu Veranstaltungen und aktuelle Hinweise, immer wieder auch Fotos und Filme, oftmals bereits w√§hrend der Veranstaltung selbst. Die Weinheimer Facebook-Seite erneuert sich fast permanent.

Die Facebook-Seite steht allen Nutzern offen – sie k√∂nnen frei kommentieren. Und das l√§uft weitestgehend „stressfrei“ – die Administratoren greifen nur ein, wenn jemand aus der Reihe tanzt, was aber nur selten vorkommt.

In der Stadtverwaltung werden mittlerweile Administratoren-Funktionen auch vom Kulturb√ľro, der EDV-Abteilung, dem Stadt- und Tourismusmarketing und dem Stadtjugendring ausge√ľbt. Eifrige Partner sind zum Beispiel die Freiwillige Feuerwehr, die Stadtbibliothek, Job Central und die Volkshochschule.

‚ÄěFacebook ist in einer sich rasant ver√§ndernden Medienlandschaft f√ľr Kommunen heute ein faszinierendes Kommunikationsmittel‚Äú,

sagt Roland Kern. Die Kooperation mit einem ortsans√§ssigen Experten der ersten Stunde sei ein ‚ÄěErfolgsmodell und ein Vorzeigeprojekt b√ľrgerschaftlichen Engagements‚Äú.

Die fast 4.000 Fans der Weinheimer Facebook-Seite haben wiederum zusammen fast 680.000 Freunde, denen sie Informationen aus Weinheim ‚Äěteilen‚Äú k√∂nnen ‚Äď weltweit √ľbrigens. W√∂chentlich erreicht die Weinheim-Fanpage laut Facebook-Statistik fast 13.0000 Menschen.

Das aktuelle Ranking ist zu finden auf: www.pluragraph.de

Anm. d. Red.: Mit Pressematerial der Stadt Weinheim.

Dokumentation: Streit um Twitter & co – oder die Angst vor der Transparenz und Meinungsfreiheit

Guten Tag!

Heddesheim/Rhein-Neckar, 25. Februar 2011. Der Heddesheimer B√ľrgermeister Michael Kessler, die CDU, die SPD und die FDP haben ein Problem mit dem „Verhalten“ des partei- und fraktionsfreien Gemeinderats Hardy Prothmann. Der Vorwurf: Durch „Twittern“ missachte GR Prothmann den Rat. Der Streit um Twitter & co ist nicht auf Heddesheim begrenzt.

In Heddesheim wurde der partei- und fraktionsfreie Gemeinderat Hardy Prothmann in der Gemeinderatssitzung vom 24. Februar 2011 per Mehrheitsbeschluss von B√ľrgermeister Michael Kessler sowie den CDU-, SPD- und FDP-Fraktionen aus der Sitzung ausgeschlossen und vom B√ľrgermeister des Saales verwiesen.

Der erste genannte Grund: Der Gemeinderat Prothmann habe getwittert und damit den Rat angeblich missachtet. Der zweite genannte Grund: Der Gemeinderat Prothmann habe angeblich den B√ľrgermeister beleidigt.

Gemeinderat Prothmann verwahrte sich gegen beide Unterstellungen und hat noch am selben Abend Beschwerde beim Kommunalrechtsamt eingereicht. Die Beschwerde, weitere Dokumentationen und Berichte zum Thema lesen Sie auf dem heddesheimblog.de.

In Augsburg gab es Ende 2009 Zoff ums Twittern. Erst im Sommer 2010 wurde es wieder erlaubt. Quelle: Augsburger Allgemeine

Der „Streit“ um den „Anstand“ zwischen konservativen B√ľrgermeistern, ihren jeweiligen „Rats-Mehrheiten“ und progressiven Gemeinder√§ten wird landauf, landab gef√ľhrt. Im Kern geht es um die Kontrolle der „Deutungshoheit“. Einzelne Gemeinder√§te oder kleine Fraktionen sollen sich der „Mehrheit“ unterordnen. Meinungsfreiheit ist dabei eher ein gering geachtetes Gut.

Wutentbrannte Reaktion

Am 18. Dezember 2009 berichtet beispielsweise die Augsburger Allgemeine Zeitung unter der √úberschrift: „Debatte um Kommunikationsdienst – √Ąrger um Twitter-Nachrichten aus dem Augsburger Stadtrat“ √ľber den damals 26-j√§hrigen Stadtrat Christian Moravcik (Gr√ľne). Moravcik hatte getwittert und andere Stadtr√§te f√ľhlten sich dadurch angeblich „gest√∂rt“.

Lange Zeit allerdings nicht – es war laut Bericht „seit Monaten bekannt“, dass der junge Mann den Internet-Dienst nutzt. Doch bei einer Sitzung verfolgte eine CSU-Stadtr√§tin am Notebook, was der „Kollege“ denn da so an Nachrichten verbreitet.

Eine Bemerkung √ľber den CSU-Fraktionschef f√ľhrte zum Eklat. Die Augsburger Allgemeine, ebenfalls eher eine konservative Zeitung, berichtete: „Kr√§nzle reagierte wutentbrannt.“

Es folgten monatelange Diskussionen um ein Verbot und schlie√ülich eine „Selbstverpflichtung“, wie Twitter zu benutzen sei. Die Augsburger Allgemeine berichtet am 24. August 2010: „Augsburger Stadtrat: Twittern wieder erlaubt.

Die Th√ľringische „Goethe- und Universit√§tsstadt“ Ilemnau (rund 26.000 Einwohner) ist da weiter. Sie achtet die Meinungfreiheit.

Hier ist Twittern sogar ins Ortsrecht aufgenommen worden.

In Ilmenau ist Twittern per Ortsrecht erlaubt

In der „Gesch√§ftsordnung f√ľr den Stadtrat und die Aussch√ľsse sowie die Ortsteilr√§te der Stadt Ilmenau vom 5. November 2009“ hei√üt es unter Paragraf 3 „√Ėffentlichkeit der Sitzungen“:

„(5) Tonbandaufzeichnungen sowie Filmaufnahmen durch Dritte sind nur mit einstimmiger
Zustimmung des Stadtrates zul√§ssig. Die Zustimmung gilt als erteilt f√ľr Fotoaufnahmen,
wenn sie durch Journalisten vom Presseplatz aus erfolgen.
(6) Elektronische Informationen aus der öffentlichen Sitzung (z. B. Twittern) heraus sind
erlaubt. Dies gilt nicht f√ľr die nicht√∂ffentliche Sitzung. Nur derjenige, der die elektronische
Information in das Internet eingibt, ist f√ľr die Rechtsfolgen der Verbreitung der
elektronischen Kurzinformation verantwortlich.“

Dort darf also die Presse sogar vom Platz aus fotografieren und bei Zustimmung des Stadtrates sogar filmen oder Tonbandaufnahmen machen.

In Weinheim ist die CDU Vorreiter

Im Weinheimer Gemeinderat gibt es ebenfalls Stadträte, die sich sozialer Netzwerke bedienen, darunter mindestens ein Stadtrat der CDU.

Die St√§dte Ladenburg und Weinheim sowie die Gemeinde Hirschberg, √ľber die unsere Redaktion auch berichtet, sind dar√ľber informiert, dass wir vom Pressetisch aus w√§hrend der Sitzung twittern, Eintr√§ge bei Facebook vornehmen und sogar aus der Sitzung heraus nach Beschlussfassung Artikel sofort ver√∂ffentlichen.

Die Gemeinder√§te und B√ľrgermeister dieser Kommunen haben nichts dagegen einzuwenden und verhalten sich in dieser Hinsicht vorbildlich in bezug auf Meinungsfreiheit und Transparenz.

Verboten sind dort wie in vielen Gemeinder√§te Ton-, Film- und Fotoaufnahmen, au√üer, sie werden ausdr√ľcklich gebilligt.

In Heddesheim l√§sst der B√ľrgermeister „observieren“

In Heddesheim hingegen r√ľgte der B√ľrgermeister Michael Kessler den partei- und fraktionsfreien Gemeinderat Hardy Prothmann zum wiederholten Male, „Twittern“ sei eine Missachtung des Gemeinderats.

Hier hat Hardy Prothmann einen von "kooptech" Tweet "retweetet", was man am vorgestellten RT erkennt. "kooptech" ist die renommierte IT-Journalistin Christiane Schulzi-Haddouti. Quelle: twitter.com

Der B√ľrgermeister Kessler l√§sst dazu die Twitter-Aktivit√§t des Gemeindrats Prothmann w√§hrend der Sitzung durch Gemeindebeamte beobachten. Die Arbeitsanweisung scheint klar zu sein. Sobald eine Nachricht auftaucht, in die man aus Sicht der Verwaltung eine „Missachtung“ hineininterpretieren kann, unterbricht der B√ľrgermeister die Sitzung, um eine „Stellungnahme“ vorzunehmen.

Die Frage, inwieweit es sich um eine Missachtung des Gemeinderats durch die Verwaltungsmitarbeiter und den B√ľrgermeisters handelt, wenn diese w√§hrend der Sitzung im Internet Twittermeldungen lesen, ist in der Sitzung vom 24. Febraur 2011 nicht gekl√§rt worden.

Angst vor „Kontrollverlust“

Der Hintergrund f√ľr Auseinandersetzungen in Augsburg, Heddesheim oder anderswo ist sicherlich mit der Angst vor „Kontrollverlust“ zu begr√ľnden.

Obwohl es sich um √∂ffentliche Gemeinderatssitzungen handelt, war man es lange gewohnt, dass sich die Fraktionen und Verwaltungen im Vorfeld der Sitzungen absprechen. Man kann das auch „Hinterzimmerdemokratie“ nennen oder „Gemauschel“ oder wie auch immer.

Die wenigen B√ľrger, die bei solchen Sitzungen anwesend sind, erhalten keine Hintergrundinformationen, erleben keine tats√§chliche Debatte. Die „√Ėffentlichkeit“ wird im Nachgang h√§ufig √ľber Monopolzeitungen informiert. Politikverdrossenheit ist da vorprogrammiert.

Eigene Meinungen und Sichtweisen und eine zeitnahe Verbreitung (ver-)st√∂ren da viele „Traditionalisten“, die sich weder einer kritischen √Ėffentlichkeit und schon gar nicht kritischen Gemeinderatsmitgliedern, die alle demokratisch gew√§hlt wurden, stellen wollen.

Einen sch√∂nen Tag w√ľnscht
Das heddesheimblog

Anmerkung der Reaktion:
Hardy Prothmann ist verantwortlich f√ľr das heddesheimblog und ehrenamtlicher, partei- und fraktionsfreier Gemeinderat in Heddesheim.

‚ÄúOh, oh, oh-‚ā¨¬Ě – schwerer Unfall w√§hrend ZDF-Sendung ‚ÄúWetten, dass-‚ā¨¬¶-‚ā¨¬Ě

zdfunfall

"Saalwetten"-Kandidat bleibt regungslos liegen.

Guten Tag

Rhein-Neckar/D√ľsseldorf, 04. Dezember 2010. W√§hrend der heutigen ZDF-Sendung „Wetten, dass…“ ist es offenbar zu einem schweren Unfall bei einer Wette gekommen. Kurz darauf wurde die Sendung unterbrochen.

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Laut heute.de ist der Zustand von Samuel Koch kritischer als erhofft. Der 23-J√§hrige habe eine komplexe Halswirbels√§ulenverletzung, so der √§rztliche Direktor der Uniklinik D√ľsseldorf, Prof. Wolfgang Raab. Auch der Spiegel hat inzwischen einen ausf√ľhrlichen Artikel ver√∂ffentlicht.
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Aktualisierung: Am 05. Dezember 2010 ab 15:00 Uhr wird es in der D√ľsseldorfer Uniklinik eine Pressekonferenz geben. Diese wird nicht live √ľbertragen. N24 berichtet ab 16:30 von der Pressekonferenz. Das ZDF will sofort nach Beendigung der Pressekonferenz Informationen ver√∂ffentlichen, hei√üt es auf deren Twitter-Account.
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Im Internet √ľberschlagen sich zur Zeit die Meldungen – verifizierte Informationen hat aber so gut wie niemand.

Soviel ist klar: Der 23-j√§hrige Wettkandidat Samuel Koch ist nach einem waghalsigen Sprung √ľber Autos mit „Sprungfedern“ an den Beinen gest√ľrzt und liegengeblieben.

. K√∂nnen nicht mehr heiter sein. […].““]

156 Meldungen bei Facebook innerhalb von 13 Minuten. Über 300 Facebook-Nutzer klicken "Gefällt mir" - Millionen Fernsehzuschauer sind ohne Informationen.

Ein √ľberforderter Moderator Thomas Gottschalk reagierte mit: „Oh, oh, oh“. Jemand rief einen Arzt. Gottschalk fragte: „Ja?“.

Kurz darauf wurde die Sendung unterbrochen und „Archivmaterial“ ausgestrahlt.

Beim ZDF dauerte es gut zehn Minuten, bis die Regie in der Lage war, ein Laufband einzublenden.

Erste Videos wurden bei youtube.de Videos hochgeladen, zu denen das ZDF „L√∂schaufforderungen“ sendete.

Sofort kamen via des Kurznachrichtendienst „Twitter“ mittlerweile zehntausende von Meldungen. Wir geben einen √úberblick. Eine Verifikation ist zur Zeit und unter diesen Umst√§nden nicht m√∂glich.

Wir bitten unsere Leser um Mithilfe. Links zu Nachrichten können Sie senden an: redaktion@weinheimblog.de

Danke an unsere Leserinnen und Leser f√ľr die Hinweise per E-Mail!
(siehe Anmerkung der Redaktion am Ende des Artikels)

Wir berichten fortlaufend.

Die Redaktion

Anmerkung der Redaktion:
Wir haben uns spontan entschlossen, die Nachrichtenlage im Internet nach dem tragischen Unfall des „Wetten, dass…“-Kandidaten ausschnittsweise zu dokumentieren.
Wir bedanken uns bei unseren Leserinnen und Lesern f√ľr die vielen Hinweise.
Bei der Auswahl der Quellen und Links haben wir uns √ľberwiegend auf „gro√üe“ Medien und bekannte Portale gest√ľtzt.
Wir hoffen, dass der junge Mann sich nicht schwer verletzt hat und sind in Gedanken bei ihm und seiner Familie, so wie viele andere Menschen in Deutschland auch.