Montag, 23. April 2018

"Geschichte des Monats"

Weinheim wieder einmal „best practice“

Weinheim, 13. Februar 2014. (red/pm) Das Weinheimer Mehrgenerationenhaus ist auf der bundesweiten Internetseite die „Geschichte des Monats“ [Weiterlesen…]

Bildungsbüro qualifiziert Akteure für verbesserte Elternbeteiligung an Schulen

Kooperationsviereck – eine runde Sache

Weinheim, 23. Oktober 2012. (red/pm) Die Dame war ein bisschen aufgeregt, was sie auch schmunzelnd zugab. Aber Rita Fabian Gutierrez war auch überzeugend. „Es war für uns sehr beeindruckend“, erklärte sie jetzt den Menschen, von denen viele auch Profis in Bildungsfragen sind, „mit Ihnen allen auf einer Augenhöhe zu sein“. Die Mutter eines Schülers der Weinheimer Dietrich-Bonhoeffer-Werkrealschule wünschte sich, „dass noch möglichst viele Eltern bei dieser Sache mitmachen“. Sie bekam Szenenapplaus.

Information der Stadt Weinheim:

„Diese Sache“ – das ist das Gemeinschaftsprojekt mit dem etwas sperrigen aber schlüssigen Namen „Elternbeteiligung im Kooperationsviereck Lehrkräfte – Jugendberufshilfe – Lern- und Berufspaten – Elternberatung“. Dahinter verbirgt sich das gemeinsame Ziel aller haupt- und ehrenamtlichen Akteure der Weinheimer Bildungskette, die Eltern besser und qualifiziert in die Arbeit mit den Jugendlichen einzubinden. Den Impuls hatte der Weinheimer Unterstützerkreis Berufsstart (WUB) eingebracht, der an der DBS schon eine Weile Patenschaften mit Schülern pflegt, die Federführung hatte das Weinheimer Bildungsbüro mit Khadija Huber und Ceylan Firat als Projektleiterin Elternbeteiligung.

„Damit haben wir in der Bildungskette mal wieder einen Maßstab gesetzt, indem wir Erfahrungen von der Grundschule auf die Werkrealschule übertragen haben“, beschrieb es WUB-Sprecher Prof. Dr. Hansjörg Weitbrecht. Denn das „Kooperationsviereck“ war eine runde Sache. Im Musiktheater der DBS wurden jetzt Zertifikate an alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer verliehen – darunter auch so engagierte Eltern wie Rita Fabian Gutierrez und rund ein Dutzend andere. Gefördert wurde das Projekt auch vom Verein Netzwerke für Bildungspartner e. V. „Die Eltern sind ganz wichtig“, so Prof. Weitbrecht, „damit unsere Hilfe auch wirklich bei den Jugendlichen ankommt“.

Elternbeteiligung von großer Bedeutung

Ulrike Süss, die Leiterin des Bildungsbüros Weinheim, stellte die große Bedeutung der Elternbeteiligung als ein zentrales Element für den Bildungserfolg der Kinder heraus. Besonders wichtig sei es, Zugänge für die Eltern zu schaffen, die aus sprachlichen, kulturellen und sozialen Gründen bisher eine große Distanz zu Bildungseinrichtungen und zum deutschen Bildungssystem hatten. Süss: „Mit dem Projekt Kooperationsviereck ist es gelungen, die Elternsicht in das schon gut funktionierende Netzwerk der Akteure im Bereich Übergang Schule-Beruf zu integrieren und gemeinsam Ideen zu entwickeln, wie man möglichst viele Eltern erreichen kann.“ Ceylan Firat ergänzte: „Unser Ziel war es, alle Beteiligten zu unterstützen und zu befähigen, die Sichtweisen, Stärken und Anliegen ihrer Kooperationspartner wertschätzend wahrzunehmen, neue Zugänge zueinander zu finden und auf gleicher Augenhöhe zu kooperieren.“

Dem Ziel einer systematischen Verzahnung von Schule-Jugendberufshilfe-WUB und Eltern sei man jetzt einen großen Schritt nähergekommen. Mit dem gemeinsam entwickelten Handlungsleitfaden für eine gelingende Bildungs- und Erziehungspartnerschaft zwischen Schule Elternhaus und außerschulische Partnern habe man in Weinheim eine gelungene und erfolgreiche Kooperations- und Netzwerkstruktur erarbeitet. Sie bilde die Grundlage für eine weitere erfolgreiche Zusammenarbeit.

Auch Dr. Hermann Daum, im WUB Leiter des Schulteams an der DBS, erklärte: „Wir sind viel erfolgreicher, wenn wir mit den Eltern Hand in Hand arbeiten“. So konnten die WUB-Paten durch die Teilnahme der Eltern einen guten Einblick in die Lebenswelt der Kinder und ihre Familien erhalten, Schwellenängste seien abgebaut worden. Ergebnisse werden bereits umgesetzt.

Wie es sich auch Thomas Lammer, als Konrektor der DBS-Werkrealschule gewünscht hatte, sei die Qualifizierung der Elternbeteiligung „nachhaltig angelegt“, so betonte Dr. Daum. Der WUB plane bereits einen Workshop zum Thema Elternbeteiligung mit allen Paten und man werde die Erfahrungen und die Ergebnisse aus dem Kooperationsviereck mit einbringen.
Ceylan Firat überreichte allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern ihr Teilnahmezertifikat und den Handlungsleitfaden. Sie bedankte sich ausdrücklich für die gelungene Zusammenarbeit, insbesondere bei der DBS-Werkrealschule, die sich mit hohem Engagement eingebracht habe.

Enes Yüksel und Igor Scherbel setzten mit ihren Rap zur Weinheimer Bildungskette einen gelungenen Schlusspunkt unter die Veranstaltung. Das Zertifikat erhielten:
Eltern: Semra Özoğul, Hediye Sağlam, Fatima Bouramdane, Rita Fabian-Gutierrez; Elternbegleiterin: Halise Yüksel; WUB- Paten: Dagmar Klimpke, Dr. Hermann Daum, Dr. Bernhard Scholtyssek; Lehrkräfte: Tatjana Hening, Taner Özuysal; Jugendberufshelferinnen: Marie Antoinette Mayer, Sabrina Krempler“

Sitzung des Kinder- und Jugendbeirats

„Weinheimer Bildungskette“ hält stabil

Weinheim, 03. Mai 2012. (red/pm) Die Stadt widmet sich mit großem Engagement der besseren Chancengleichheit von Kindern – Überregional bedeutend. Bundesweit werden die beiden Worte Bildungsförderung und Weinheim oft in einem Atemzug genannt.

Information der Stadt Weinheim

„Einen möglichst chancengleichen Zugang zur Bildung zu ermöglichen, besonders auch für Kinder mit Migrationshintergrund, ist eine der großen gesellschaftlichen Herausforderungen unserer Zeit. In Weinheim ist man bei diesem Thema weiter als anderswo, das wurde jetzt einmal mehr bei der Sitzung des Kinder- und Jugendbeirates deutlich. Im Rahmen der Sitzung erfuhren die Verantwortlichen der Weinheimer Bildungsregion und der „Weinheimer Bildungskette“ großes Lob für ihre Konzepte, Projekte und ihre Netzwerkarbeit in der Kommune.

Oberbürgermeister Heiner Bernhard betonte, dass die Arbeit, die in Weinheim für Kinder und Jugendliche aus schwierigem sozialem Umfeld geleistet wird, bundesweit auf große Beachtung stößt. Wegen der Fülle an Angeboten und seit Jahren gewachsenen Strukturen war Weinheim im Januar 2011 zur Bildungsregion ernannt worden – damals als erste Große Kreisstadt in ganz Baden-Württemberg.

In der sprichwörtlichen „Weinheimer Bildungskette“ sind ein ganzes Bündel von Projekten, Angebote und Maßnahmen zusammengefasst, die Kindern in Weinheimer Familien und Einrichtungen früh die Türen zur Bildung öffnen. Das beginnt mit früher Sprachförderung in den Kindergärten, einer individuellen Lernförderung am Übergang zur Schule, weiteren Förderprogrammen unter Einbeziehung von Eltern und Elternbegleiterinnen, Bildungspartnerschaften mit Schulen, Jugendsozialarbeit, Berufsorientierung und einem kommunal gesteuerten „Übergangsmanagement“ am Bildungsübergang von der Schule ins Berufsleben. Für diese Übergangsarbeit setzt sich Weinheim gemeinsam mit rund 40 weiteren Städten und Gemeinden auch bundesweit in einer „Weinheimer Initiative“ ein. Außerdem gibt es eine erfolgreiche Kooperation mit der ehrenamtlichen Organisation „Weinheimer Unterstützerkreis Berufsstart“ WUB.

Bundesweit, so hieß es immer wieder im Ausschuss, werden die beiden Worte Bildungsförderung und Weinheim oft in einem Atemzug genannt. Für die Stadt sei dieser Schwerpunkt Programm, betonte OB Bernhard. In Weinheim werde der Begriff der „Kommunalen Verantwortungsgemeinschaft“ gelebt. Die „Weinheimer Bildungskette“, in der ein Glied ins andere greift, sei weit über die Region hinaus ein Begriff. Das Motto „Kein Kind darf verlorengehen“ weise auf die lokale Gesamtstrategie in Weinheim hin.

Ulrike Süß als Leiterin des Bildungsbüros und Dr. Susanne Felger als Leiterin des kommunalen Übergangsmanagements legten dem Gremium ausführliche Berichte über die einzelnen Aktionen vor und konnten auch auf konkret messbare Erfolge verweisen. Zwei Drittel der Bewerber für Ausbildungsstellen konnten jetzt in eine Ausbildung vermittelt werden.

Vier von fünf Werkrealschüler hatten 2011 nach der neunten Klasse eine positive Ausbildungsperspektive. Was die Übergangsquoten, gerade auch bei Kindern mit Migrationshintergrund, in weiterführende Schulen angeht, sei Weinheim auf einem sehr guten Weg. Es gebe mittlerweile einen klaren Trend zu steigenden Gymnasialquoten und erfolgreichen Übergängen ins Berufsleben.“

Neue Generation im Mehrgenerationenhaus


Guten Tag!

Weinheim, 13. Juli 2011. (red/pm) Stadtjugendring-Sozialarbeiter Daniel Merk übernimmt die Leitung des Mehrgenerationenhauses. Die erste Phase des Bundes-Förderprogrammes läuft aus, aber der Folgeantrag für das Bundesprogramm wird gerade vorbereitet. Buntes Sommerfest vereint Kulturen und Generationen.

Information der Stadt Weinheim:

„Auf dem Gelände um das Weinheimer Mehrgenerationenhaus wimmelte es von Menschen, die unterschiedlicher nicht sein können. Hautfarben von blass über südländisch bis schwarz, Kopftücher, bunte Kleider und dann wieder sommerlich kurze Röcke. Kaffee und Mokka, Marmorkuchen und Baklava, Bratwurst und Döner, Gitarrenklänge und afrikanische Trommelstücke, die „Moldau“ von Smetana und Vorlesen auf Deutsch und auf Türkisch – so wie es sich eben für ein Haus gehört, das die Vielfalt einer Stadtgesellschaft organisiert.

Vorlesetreff im Mehrgenerationenhaus.

Das Weinheimer Mehrgenerationenhaus (MGH), das einzige im Rhein-Neckar-Kreis, führt jetzt seit vier Jahren nicht nur Generationen sondern auch Kulturen zusammen, das wurde beim Sommerfest klar, dass das MGH-Team gemeinsam mit der KiTa Kuhweid ausrichtete. In der KiTa unterm selben Dach sind auch intergenerative Projekte untergebracht, wie zum Beispiel die Vorlesepaten des LionsClubs.

Deshalb begrüßte KiTa-Leiterin Antje Kerschbaum die vielen Gäste ebenso wie Jürgen Holzwarth und Wolfgang Metzeltin vom Stadtjugendring, aber auch Ulrike Süss vom kommunalen Bildungsbüro betonte, wie sehr das MGH zur „Weinheimer Bildungskette“ gehört. Gabi Lohrbächer-Gérard, Referentin von Oberbürgermeister Heiner Bernhard und Beauftragte für Ehrenamt, berichtete dass derzeit gerade der Antrag auf das Folgeprogramm vorbereitet wird. Denn die ersten fünf Jahre des Weinheimer Mehrgenerationenhauses gehen bald zur Neige, die erste Phase des Bundes-Förderprogrammes läuft aus.

Aber sie sei zuversichtlich, dass das MGH auch weiterhin Bundeszuschüsse erhalten werde. Sie betonte, dass die Mannschaft des MGH auch einer der wesentlichen Initiatoren der Weinheimer Ehrenamtsinitiative war und ist. Im Herbst muss der Antrag fertig sein.

Wie Stadtjugendring-Geschäftsführer Jürgen Holzwarth berichtete, stellt sich das MGH für die nächste Phase des Mehrgenerationenhauses neu auf: Nach fünf Jahren Leitungsfunktion und zehn Jahren Mobiler Jugendarbeit, werden die „Mobilen“ jetzt in die Weinheimer Jugendzentrale in der Uhlandschule umziehen. „Sie werden in der City gebraucht“, begründete er. Er bescheinigte, dass Elke Weitenkopf und Volker Kugel mit großem persönlichen Einsatz dazu beigetragen haben, dass die erste Phase des MGH zum Erfolg wurde.

Das neuen Team zeigt: Wolfgang Metzeltin, Vors. SJR, Raffaela Sauchelli, Daniel Merk, Doris Announi und Jürgen Holzwarth, Geschäftsführer SJR.

Holzwarth: „Sie haben auch dafür gesorgt, dass man sich in dieser Ecke der Weinheimer Westside wieder wohler und sicherer fühlen kann.“ Die Leitung haben sie nun übergeben an den Stadtjugendring-Sozialarbeiter Daniel Merk, der mit neuem Elan und weiterer Kinder- und Jugendarbeit dafür sorgen werde, dass „die Türen dieses Hauses noch offener sind“, so Jürgen Holzwarth. Dabei wird er von der jungen und quirligen Raffaella Sauchelli unterstützt, die in Weinheims Jugendarbeit in den letzten Monaten sehr erfolgreiche Projekte umgesetzt hat. Auch das Café im MGH ist jetzt mit Doris Announi wieder regelmäßig besetzt, wird länger und häufiger geöffnet sein als bisher. Das Mehrgenerationenhaus freue sich auf viele Besucher. Das Sommerfest war schon mal eine gute Werbung.“

Einen schönen Tag wünscht
Das weinheimblog