Dienstag, 15. Oktober 2019

Vorwahlumfrage vom Runden Tisch Energie

Alle Parteien halten lokale Energiewende f√ľr wichtig

Weinheim, 21. Mai 2014. (red/pm) Nicht hundertprozentig zufrieden war der Runde Tisch Energie (RTE) mit der Beteiligung an seiner Umfrage bei den Parteien und Listen, die sich 25. Mai zur Wahl des neuen Gemeinderats stellen. SPD, CDU, GAL, Freie W√§hler und Linke haben ausf√ľhrlich Stellung genommen, die FDP antwortete nur pauschal mit einem Hinweis auf das Wahlprogramm, die Weinheimer Liste beteiligte sich gar nicht. [Weiterlesen…]

Unternehmensumfrage der Weinheimer Wirtschaftsförderung

Knapp 90 Prozent w√ľrden wiederkommen

Foto: Stadt Weinheim

Foto: Stadt Weinheim

 

Weinheim, 28. November 2013. (red/pm) Die Weinheimer Unternehmen sind mit dem Wirtschaftsstandort Weinheim zufrieden. Auch die Gesch√§ftsentwicklung und ‚Äďerwartung ist positiv. Fast zehn Prozent der Firmen planen zu espandieren. Dies geht aus der Unternehmensumfrage 2013 hervor, der letzten unter der Federf√ľhrung des scheidenden Wirtschaftsf√∂rderers Manfred M√ľller-Jehle. Die Ergebnisse der Umfrage wurden jetzt dem Gemeinderat √ľbergeben. [Weiterlesen…]

B√ľrgermeister-Umfrage: Was bedeutet Stuttgart 21 f√ľrs „Wohl und Wehe“ der Gemeinden?

Unsere Animation zeigt, was man w√§hlt, wenn man mit "Ja" oder "Nein" stimmt. Unsere Umfrage dokumentiert, wie die B√ľrgermeister zum Thema stehen. Animation: Christian M√ľhlbauer

Rhein-Neckar/Wahlkreis Weinheim, 14. November 2011. Das Streitthema um Stuttgart 21 wird am 27. November 2011 mit einem Ja oder Nein entschieden. Im Vorfeld warnen die Gegner vor den Folgen von Stuttgart 21 f√ľr die Region, wenn das Projekt weiter vorangetrieben wird. Die Bef√ľrworter warnen vor den Folgen, wenn es nicht weiter vorangetrieben wird. Es geht also ums „Wohl und Wehe“ – auch f√ľr die Gemeinden in Nordbaden. Dazu haben wir die B√ľrgermeister im Wahlkreis 29/Weinheim befragt, wie diese zu Stuttgart 21 stehen. Die teils √ľberraschenden Antworten lesen Sie in unserer Dokumentation. [Weiterlesen…]

Kreiswahlleiter Gr√ľnewald: „Anstieg der Wahlbeteiligung durchaus vorstellbar“


Die Zahl der Briefw√§hler d√ľrfte hoch sein - Stuttgart21 und die japanische Atomkatastrophe werden die Wahlbeteilung voraussichtlich ansteigen lassen.

Guten Tag!

Rhein-Neckar, 22. M√§rz 2011. (cm) Eine wichtige Schl√ľsselrolle bei der bevorstehenden Landtagswahl nehmen die sogenannten Kreiswahlleiter ein. Sie k√ľmmern sich darum, dass die Wahl in ihrem Wahlbezirk reibungslos abl√§uft. Auch ein konstanter Informationsfluss zur Landeswahlleiterin ist wichtig. Wir haben mit Frank Gr√ľnewald vom Landratsamt Rhein-Neckar-Kreis √ľber seine T√§tigkeit als Kreiswahlleiter gesprochen.

Interview: Christian M√ľhlbauer

Was sind die Kernaufgaben eines Kreiswahlleiters?

Frank Gr√ľnewald: „Der Kreiswahlleiter ist eines von drei Wahlorganen bei der Landtagswahl und ist zwischen der Landeswahlleiterin und den jeweiligen Wahlvorstehern im Wahlbezirk angesiedelt. Eine ganz wichtige Funktion ist daher der Informationstransport zwischen Landeswahlleiterin (LWL) und den Gemeinden. Dar√ľber hinaus obliegt dem Kreiswahlleiter (KWL) die Bildung des Kreiswahlausschusses sowie die Vorbereitung und der Vorsitz seiner Sitzungen.
Die erste Kernaufgabe besteht jedoch in der Durchf√ľhrung des Wahlvorschlagsverfahrens: Partei- oder Einzelbewerber reichen die Wahlvorschlagsunterlagen beim KWL ein. Dort werden die Wahlvorschl√§ge eingehend auf M√§ngel gepr√ľft und so die Entscheidung des Kreiswahlausschusses √ľber die Zulassung der Wahlvorschl√§ge vorbereitet. Danach macht der KWL die zugelassenen Wahlvorschl√§ge √∂ffentlich bekannt.
Weitere zentrale Aufgaben sind die Entscheidung √ľber Beschwerden gegen die Versagung von Wahlscheinen und die F√ľhrung des W√§hlerverzeichnisses sowie die Ermittlung des vorl√§ufigen Wahlergebnisses. Am Wahlabend √ľbermitteln die Gemeinden ihr jeweiliges Gemeindeergebnis an den KWL, dieser stellt ein Wahlkreisergebnis zusammen und leitet es an die LWL weiter. In den darauffolgenden Tagen werden au√üerdem alle Wahlniederschriften gepr√ľft und dadurch die Feststellung des endg√ľltigen Egebnisses durch den Kreiswahlausschuss vorbereitet.
Schlie√ülich ist der KWL noch f√ľr organisatorische Ma√ünahmen wie die Beschaffung der Stimmzettel und der Briefwahlunterlagen zust√§ndig.“

Wie schätzen Sie die Wählerbeteiligung bei der bevorstehenden Wahl ein? Insbesondere im Hinblick auf die Tatsache, dass es bei der vergangenen Landtagswahl eine eher geringe Wahlbeteiligung gab.

Gr√ľnewald: „Insgesamt gesehen nimmt die Wahlbeteiligung bei allen Wahlen fast kontinuierlich ab. Hinzu kommt, dass die Resonanz bei Landtagswahlen traditionell deutlich schw√§cher ist als z. B. bei Bundestagswahlen. Durch aktuelle politische Themen, die gestiegene Anzahl der an der Wahl beteiligten Parteien und die Tatsache, dass damit nahezu das gesamte politische Spektrum abgedeckt wird, ist allerdings durchaus auch ein Anstieg der Wahlbeteiligung gegen√ľber 2006 vorstellbar.“

Seit der Einf√ľhrung der Briefwahl vor mehreren Jahrzehnten wird diese zunehmend genutzt. Wie sieht es in ihrem Wahlkreis aus, f√ľr den Sie zust√§ndig sind? Ist die Briefwahl hier ein gern genutztes Mittel oder gehen die meisten B√ľrger direkt zur Wahlurne?

Gr√ľnewald: „Der Anteil der Briefw√§hler hat bei der Landtagswahl 2006 in unseren 4 Wahlkreisen zwischen 13% und 16,5% betragen. Da die Briefwahl immer st√§rker angenommen wird und auch die Angabe von Hinderungsgr√ľnden weggefallen ist, rechne ich mit einer weiteren Zunahme des Briefwahlanteils.“

K√∂nnen Sie eine Aussage dar√ľber treffen, welcher Personenkreis besonders intensiv w√§hlen geht? Junge Frauen, M√§nner mittleren Alters?

Gr√ľnewald:
„Statistische Angaben zum Wahlverhalten einzelner Bev√∂lkerungsgruppen liegen uns nicht vor; hier k√∂nnte das Statistische Landesamt weiterhelfen.

Landtagswahl 2011 in Baden-W√ľrttemberg – Angebote im Netz


Guten Tag!

Rhein-Neckar, 17. M√§rz 2011. (red) Die bevorstehende Landtagswahl wird √§u√üerst spannend. Insbesondere wenn man die Umfrageergebnisse der vergangenen Wochen betrachtet – und die aktuelle Debatte um die Atompolitik vor dem Hintergrund der Atomkatastrophe in Japan. Ob tats√§chlich ein Machtwechsel stattfindet, kann momentan niemand sagen. Entscheidend wird das Verhalten der W√§hler sein. Damit Sie sich einen besseren √úberblick √ľber die Landtagswahl 2011 in Baden-W√ľrttemberg verschaffen k√∂nnen, haben wir einige interessante Links zusammengestellt. [Weiterlesen…]

Landtagswahl 2011: Mannheimer Morgen berichtet eindeutig parteiisch – f√ľr die CDU

Guten Tag!

Rhein-Neckar, 15. M√§rz 2011. (red) W√§hler werden nicht nur durch Wahlplakate beeinflusst, sondern auch durch die Medien. Eine m√∂glichst ausgewogene Berichterstattung ist deshalb wichtig. Denn wer besonders h√§ufig in der Berichterstattung erw√§hnt wird, ist auch pr√§senter beim W√§hler. Mit der „Ausgewogenheit“ hat der Mannheimer Morgen jedoch ein Problem.

Dr. Birgit Arnold (FPD), Gerhard Kleinb√∂ck (SPD), Uli Sckerl (B√ľndnis90/Die Gr√ľnen), Georg Wacker (CDU) – so hei√üen, alphabetisch geordnet, die Spitzenkandidaten der „etablierten Parteien“.

Alle vier treten im Wahlkreis 39 Weinheim zur Landtagswahl 2011 in Baden-W√ľrttemberg an.

Allerdings mit unterschiedlichen Voraussetzungen, die nicht nur durch die Parteifarbe oder -kasse bestimmt werden. Sondern auch durch die Berichterstattung.

Gehen Sie mal in sich und denken nach:

  • Welcher Name ist Ihnen ein Begriff? Arnold, Kleinb√∂ck, Sckerl, Wacker?
  • Welchen Namen haben sie oft geh√∂rt, gelesen?
  • Welchen Namen eher weniger?
  • Und f√ľr was steht der jeweilige Kandidat?
  • An welches Bild der Kandidaten erinnern Sie sich?

Unausgewogene Berichterstattung

Halten Sie ruhig „Ihre“ Erinnerungen fest und vergleichen Sie diese mit unserer Auswertung. Sie werden √ľberrascht sein, wie genau das Ergebnis sein wird.

Wir haben uns nicht auf die Erinnerung verlassen, sondern die Berichterstattung des Mannheimer Morgens in den vergangenen Wochen genauer angesehen und ausgez√§hlt. Die Ergebnisse sind mehr als interessant – denn sie zeigen, wie unausgewogen berichtet wird und wie die „Erinnerung“ beeinflusst wird.

Zur Methode: Wir haben s√§mtliche Ausgaben des Mannheimer Morgens „Rhein-Neckar“ seit Januar 2011 bis einschlie√ülich 10. M√§rz 2011 nach den oben genannten Spitzenkandidaten durchsucht. Jede Erw√§hnung wurde als Treffer gez√§hlt.

Dar√ľber hinaus haben wir Unterscheidungen nach Gr√∂√üe des Berichts, Bild Ja/Nein sowie Gr√∂√üe des Bildes vorgenommen.

Unsere Ergebnisse nachfolgend im √úberblick:

Einteilung nach Häufigkeit der Erwähnung:

Auf Platz 1 dieses „Rankings“ befindet sich der CDU-Spitzenkandidat Georg Wacker mit 38 Artikeln, in denen sein Name genannt wird.

Mit deutlichem Abstand folgt Gerhard Kleinböck (SPD) mit 27 Erwähnungen.

Ebenfalls deutlich ist der Abstand auf Dr. Birgit Arnold (FDP) und Uli Sckerl (Gr√ľne) mit je 21 Erw√§hnungen.

Einteilung nach Größe des Artikels:

Hier haben wir drei Einstufungsarten vorgenommen. Sehr kurze Artikel haben wir als „Nachricht“ gewertet, gefolgt von einem „Bericht“ bis hin zu einem „Gro√üen Bericht“. Anhand dieser Einteilungen ergibt sich folgende Rangabstufung:

Nachricht: Georg Wacker (CDU) fand insgesamt 19 namentliche Erw√§hnungen in einer „Nachricht“, Uli Sckerl (Gr√ľne) war 15-mal namentlich erw√§hnt worden. Dr. Birgit Arnold (FDP) erhielt 9 Erw√§hnungen in einer Nachricht. Das Schlusslicht bildet Gerhard Kleinb√∂ck (SPD) mit 8 Nennungen in einer Nachricht.

Bericht: Diesen Bereich f√ľhrt Gerhard Kleinb√∂ck (SPD) mit insgesamt 12 Erw√§hnungen. Dicht gefolgt wird er von Georg Wacker (CDU), der es hier auf 10 Erw√§hnungen bringt. Auf Platz 3 findet sich Dr. Birgit Arnold (FDP) mit 6 Nennungen wieder. Am Ende der Skala befindet sich hier Uli Sckerl mit 3 Erw√§hnungen in einem Bericht.

Gro√üer Bericht: Bei den gro√üen Berichten f√ľhrt abermals Georg Wacker (CDU) mit 9 Erw√§hnungen. Ihm folgt Gerhard Kleinb√∂ck (SPD) mit 7 Nennungen. Am Ende der Skala finden sich erneut Dr. Birgit Arnold (FDP) mit 5 Erw√§hnungen sowie Uli Sckerl (Gr√ľne) mit gerade mal 3 Erw√§hnungen.

Au√üerhalb der Einteilung von Nachricht bis Bericht fand Dr. Birgit Arnold (FDP) im Rahmen eines Interviews Erw√§hnung und Uli Sckerl (Gr√ľne) wurde einmal im „Zitat des Tages“ genannt.

Einteilung nach Bild Ja/Nein:

Bei dieser Abstufung haben wir ausgewertet, ob im Zuge der Namenserw√§hnung auch ein Bild vorhanden war. Entscheidend hierf√ľr war jedoch nicht, ob es sich dabei um ein Portr√§tfoto handelte. Wir haben auch die Setzung eines „Symbolfotos“ gez√§hlt, da Bilder in journalistischen Texten einen besonderen Reiz darstellen.

Dieses „Ranking“ wird abermals von Georg Wacker (CDU) gef√ľhrt, der es auf stattliche 22 Bilder brachte, wenn sein Name in einem Artikel fiel.

Direkt dahinter befindet sich abermals Gerhard Kleinböck (SPD) mit 18 Bildern.

Im „zweitstelligen“ Bereich findet sich immerhin noch Dr. Birgit Arnold (FDP) mit 12 Bildern.

Gegen√ľber Georg Wacker erreicht Uli Sckerl (Gr√ľne) nur magere 7 Bilder und damit ein Drittel.

Einteilung nach Bildgröße:

Auch die Gr√∂√üe der Bilder ist ein interessantes Kriterium – je gr√∂√üer, desto besser „bemerkbar“. Hier unterschieden wir drei Varianten: Klein – Mittel – Gro√ü.

Kleine Bilder erhielten: Georg Wacker (CDU)-¬† 9 Bilder, Uli Sckerl (Gr√ľne) 4 Bilder, Gerhard Kleinb√∂ck (SPD) 2 Bilder, Dr. Birgit Arnold (FDP) 2 Bilder.

Mittlere Bilder erhielten: Gerhard Kleinb√∂ck (SPD) 8 Bilder, Georg Wacker (CDU) 6 Bilder, Dr. Birgit Arnold (FDP) 3 Bilder, Uli Sckerl (Gr√ľne) 1 Bild.

Gro√üe Bilder erhielten: Gerhard Kleinb√∂ck (SPD) 8 Bilder, Dr. Birgit Arnold (FDP) 7 Bilder, Georg Wacker (CDU) 7 Bilder, Uli Sckerl (Gr√ľne) 2 Bilder.

Gesamtergebnis:

Anhand der vier möglichen Rangplatzierungen und der acht Kriterien ergibt sich folgendes Bild:

Georg Wacker belegte: 5x den 1. Platz und 3x den 2. Platz

Gerhard Kleinböck belegte: 3x den 1. Platz, 3x den 2. Platz, 1x den 3. Platz und 1x den 4. Platz

Dr. Birgit Arnold belegte: 1x den 2. Platz, 6x den 3. Platz und 1x den 4. Platz

Uli Sckerl belegte: 2x den 2. Platz, 1x den 3. Platz und 5x den 4. Platz.

Anhand dieser Ergebnisse lassen sich folgende Querschnitte bilden. Je näher der Wert bei 1 ist, desto präsenter war der entsprechende Kandidat in der Berichterstattung des Mannheimer Morgen im Zeitraum Januar 2011 Р10. März 2011.

Geht es nach der quantitativen Auswertung der Berichterstattung im MM hat der Kandidat Georg Wacker (CDU) einen weiten Vorsprung vor den anderen. Quelle: rheinneckarblog

Der „klare“ Sieger in der Berichterstattung ist mit jeweils deutlichem Abstand Georg Wacker (CDU) – der „klarste“ Verlierer Uli Scklerl (Gr√ľne). Jedenfalls nach den „Pr√§ferenzen“ des Mannheimer Morgens.

Georg Wacker (CDU): 1,4
Gerhard Kleinböck (SPD): 2
Dr. Birgit Arnold (FDP): 3
Uli Sckerl (Gr√ľne): 3,1

Erinnern Sie sich noch an die Fragen oben?

Entspricht das Ihrer Wahrnehmung?

Werden Sie dementsprechend wählen?

Ganz sicher beeinflusst auch eine solche Analyse die Entscheidung, wer wo sein Kreuz macht.

Wahlentscheidungen basieren auf vielf√§ltigen Faktoren, fr√ľher vor allem auf dem „sozialen Stand“, der Bildung, des Verm√∂gens. Heute immer mehr auf Informationen.

Ganz sicher ist damals wie heute die Regel: Nur wer „wahr genommen“ wird, hat auch Chancen.

Nicht nur Argumente entscheiden, sondern auch „Gef√ľhle“. Erfahrungen und Erinnerungen.

Wer ist eher etabliert? Wer kann mit wem? Wer „scheint“ der bessere Kandidat zu sein? Wer ist am ehrlichsten?

Der innere „Abstimmungsprozess“ erfolgt vor dem Kreuz auf dem Wahlzettel.

Leserinnen und Leser, die „gr√ľn“ pr√§ferieren, m√ľssen massiv entt√§uscht sein und sich fragen, was sie von einer so eindeutig „parteiischen“ Berichterstattung halten sollen. Der vierte Platz f√ľr den Kandidaten Hans-Ulrich Sckerl ist eindeutig nicht der Platz, den der „Innenexperte“ und die Gr√ľnen im Land und im Kreis einnehmen – die „Pr√§senz“ in der Berichterstattung t√§uscht hier massiv.

Anmerkung der Redaktion:
Die Ergebnisse unserer Auswertung sind nicht repr√§sentativ f√ľr „alle Medien“ zu verstehen, da wir nur die Berichterstattung im Mannheimer Morgen untersucht haben.
Es handelt sich um eine quantitative Erhebung, nicht um eine qualit√§tive. Nicht bewertet wurden „negative“ oder „positive“ inhaltliche Text- oder Bildaussagen.

Recherche: Christian M√ľhlbauer, Paul Maa√ü

Politikexperte Wehling: „Die Entscheidungen m√ľssen f√ľr die B√ľrger nachvollziehbar sein.“


Guten Tag!

Rhein-Neckar, 14. M√§rz 2011. (red) Die bevorstehenden Landtagswahl in Baden-W√ľrttemberg k√∂nnte einen Machtwechsel hervorbringen. Vielleicht aber auch nicht. Wir haben mit dem Politikexperten Prof. Dr. Hans-Georg Wehling von der Universit√§t T√ľbingen √ľber die bevorstehende Landtagswahl gesprochen.

Interview: Christian M√ľhlbauer

Herr Professor Wehling, Wie schätzen Sie die diesjährige Wahlbeteiligung ein, insbesondere im Hinblick auf die vergangene Landtagswahl?

Prof. Dr. Hans-Georg Wehling: „Ich sehe keine Anhaltspunkte, wieso die Wahlbeteiligung steigen sollte. Auch wenn es darum geht, ob die CDU abgel√∂st wird oder im Amt bleibt, wird das wenig Einfluss auf die Wahlbeteiligung nehmen. Man muss jedoch sagen, dass sehr viele B√ľrger bei dieser Landtagswahl auf die Briefwahl zur√ľckgegriffen haben. Ob das jetzt aus Bequemlichkeit oder aus echtem Wahlinteresse ist, kann man nicht sagen.“

Wer profitiert von einer niedrigen bzw. hohen Wahlbeteiligung?

Politikexperte Hans-Georg Wehling zur bevorstehenden Landtagswahl. Bild: privat

Prof. Dr. Wehling: „Von einer niedrigen Wahlbeteiligung profitieren nat√ľrlich vor allem extreme Parteien, da deren Ergebnisse dann h√∂her ausfallen. Wenn es nat√ľrlich zu einer Polarisierung kommt und die es eine hohe Wahlbeteiligung gibt, profitieren davon insbesondere die CDU sowie die SPD.“

Wenn man die Umfrageergebnisse betrachtet, scheint es ein Kopf-an-Kopf-Rennen zu werden. Wie schätzen Sie die Situation ein? Wird es sehr knapp oder erfassen diese Umfragen nicht alle Faktoren, so dass man am 27. März eine Überraschung erleben wird?

Prof. Dr. Wehling: „Es kann nat√ľrlich immer noch was passieren. Solche Umfragen sind nicht perfekt. Die symbolische Ohrfeige des CDU Oberb√ľrgermeisters k√∂nnte noch Folgen haben. Es ist ebenso vorstellbar, dass Die Linke Sitze im Landtag erh√§lt. Dann wird es im Hinblick auf eine Koalition schwierig.“

Das Wahlsystem in BW bietet dem Wähler nur eine Stimme. Wären zwei Stimmen wie bei der Bundestagswahl nicht besser?

Prof. Dr. Wehling: „Das kann man so sagen. Der W√§hler wird gezwungen einen Kandidaten zu w√§hlen, den er eventuell gar nicht akzeptiert. Will er aber dieser Partei seine Stimme geben, muss er ihren Direktkandidaten w√§hlen.“

Kann man sagen, dass jemand von diesem Wahlsystem mit nur einer Stimme profitiert?

Prof. Dr. Wehling: „Eigentlich nicht. Es kann nat√ľrlich sein, dass der Spitzenkandidat vor Ort dadurch sehr viele Stimmen holen kann. Dass muss man immer differenziert betrachten, weil es bei diesem System ja um eine Person und nicht die Partei geht. Wir haben hier in T√ľbingen den Fall einer sehr bekannten und beliebten Not√§rztin, die zur CDU geh√∂rt. Die Stimmen erh√§lt hier mehr die Person als die Partei.“

Der W√§hler hat nur eine Stimme bei der Landtagswahl. Ist dadurch „strategisches W√§hlen“ trotzdem m√∂glich?

Prof. Dr. Wehling: „Nein, strategisches W√§hlen ist nicht m√∂glich.“

Ein interessanter Aspekt der Stimmzettel ist die Nennung eines „Nachr√ľckers“, sofern der Spitzenkandidat nach der Wahl zur√ľcktreten sollte. Derartige F√§lle treten regelm√§√üig ein, nicht nur in Baden-W√ľrttemberg. Welchen Stellenwert hat ein solcher Nachr√ľcker und kann er vom Image seines Vorg√§ngers profitieren, sobald er nachr√ľckt?

Prof. Dr. Wehling: „In der Regel wird der Posten des Nachr√ľckers mit jemandem besetzt, der in der Lage ist, einen anderen Fl√ľgel der Partei zu befrieden. Da geht es nicht so sehr ums Image. Der Kandidat, der nachr√ľcken w√ľrde, stellt normalerweise einfach die innere Ruhe einer Partei sicher, wenn man sich dort nicht ganz einig ist. Dadurch wird es m√∂glich, das ganze Spektrum einer Partei zu nutzen.“

Ergeben sich besondere Vor- oder Nachteile, wenn man als Nachr√ľcker ins Landesparlament gelangt?

Prof. Dr. Wehling: „Sie meinen als Abgeordneter 2. Klasse? Nein.“

Sie haben sich in der Bildzeitung geäußert, dass sie keine besonderen Auswirkungen von Stuttgart 21 auf das Ergebnis der CDU erwarten. Warum?

Prof. Dr. Wehling: „Na das Thema ist einfach durch. Man kann so ein Thema nicht viele Monate am Kochen halten, das geht nicht. Nat√ľrlich gibt es einen harten Kern, der nach wie vor dahinter steht. Aber die waren es schon davor und da wird sich auch jetzt nichts √§ndern. Man muss es auch so sehen, dass die SPD ja gespalten ist. Die Spitze ist daf√ľr, die Basis wehrt sich gegen S21. Ich denke, dass vor allem die Gr√ľnen darunter zu leiden haben werden.“

Wie beurteilen Sie die Positionierung der Ministerpr√§sident-Kandidaten? Ist es taktisch klug von Herrn Mappus den Wahlkampf vor allem gegen die Gr√ľnen zu f√ľhren?

Prof. Dr. Wehling: „Jeder braucht nat√ľrlich ein Feindbild. Die Reibungspunkte bei der CDU und den Gr√ľnen sind nat√ľrlich sehr hoch, so dass man sich √§hnelt. Oder wie Harald Schmidt bei einem Interview sagte: „Die Gr√ľnen sind die CDU mit sauberem Wasser.“ Die CDU und die Gr√ľnen stehen sich in manchen Gebieten Baden-W√ľrttembergs einfach sehr nahe und das k√∂nnte ein Problem werden.

Die CDU spekuliert ja auf einen Austausch mit der FDP. Jetzt ist es aber so, dass die bisherigen CDU Wähler nach einem wählbaren Koalitionspartner suchen, der die gleichen Interessen vertritt. Das wäre also die FDP.

Aufgrund der N√§he zwischen der CDU und den Gr√ľnen k√∂nnte das aber in vielen Teilen Baden-W√ľrttembergs nicht hinhauen, weil die CDU-W√§hler ihre Stimme dann wohl nicht der FDP geben.“

Angenommen die Gr√ľnen erreichen mit der SPD zusammen den Machtwechsel, aber nur unter Beteiligung von Die Linke. Halten Sie eine solche Koalition f√ľr regierungsf√§hig?

Prof. Dr. Wehling: „Tja, sie werden es auf alle F√§lle versuchen. Es ginge schon.“

Alle Parteien, selbst die CDU, schwimmen auf der B√ľrgerbeteiligungswelle. Ist das nur Wahlkampf oder haben die Parteien verstanden, dass sie ihre Politik anpassen m√ľssen?

Prof. Dr. Wehling: „Das war lange Zeit ein Thema. Schon 1995 hat Bayern einen B√ľrgerentscheid auf kommunaler Ebene eingef√ľhrt. Das wurde per Volksentscheid auf Landesebene erreicht. Bei besonderen Gro√üprojekten muss nat√ľrlich darauf geachtet werden, dass diese auch von den B√ľrgern akzeptiert werden. Sonst funktioniert das nicht mehr. Die Entscheidungen m√ľssen f√ľr den B√ľrger nachvollziehbar sein. “

Wenn Sie an die Wahl 2021 denken, wird es dann eine bessere B√ľrgerbeteiligung geben, oder wird nach wie vor ein oligarchisches System den Ton angeben?

Prof. Dr. Wehling: „Bis dahin wird sich einiges √§ndern! Es hat sich ja schon innerhalb der CDU einiges ge√§ndert. Oettinger wurde ja beispielsweise zum Vorsitzenden durch eine Mitgliederentscheidung. Da war also eine direkte Mitgliedereinwirkung daf√ľr verantwortlich. Solche Ver√§nderungen werden zuk√ľnftig immer mehr hervortreten.“

Zur Person:
Prof. Dr. Hans-Georg Wehling ist Vorstandsmitglied im Europ√§ischen Zentrum f√ľr F√∂deralismusforschung an der Eberhard Karls Universit√§t T√ľbingen und Honorarprofessor mit den Schwerpunkten Landeskunde, Landespolitik und Kommunalpolitik am dortigen Institut f√ľr Politikwissenschaft.

Lange Jahre war er Leiter der Abteilung Publikationen bei der Landeszentrale f√ľr politische Bildung. Er betreute dort auch die Zeitschrift ‚ÄěDer B√ľrger im Staat‚Äú und begr√ľndete die Buchreihe ‚ÄěSchriften zur politischen Landeskunde Baden-W√ľrttemberg‚Äú.

Professor Wehling ist einer der renommiertesten Wissenschaftler im Bereich „Kommunalpolitik“ und hat sich schon fr√ľh den Ruf erworben, mit scharfem Verstand unanh√§ngig von „Einfl√ľssen“ sehr analytisch und weitsichtig die politische Landschaft zu beurteilen.

Landtagswahl: Die Landeszentrale f√ľr politische Bildung bietet umfangreiche Informationen


Guten Tag!

Rhein-Neckar, 11. M√§rz 2011. (red) Am 27. M√§rz w√§hlt Baden-W√ľrttemberg ein neues Landesparlament. Dabei ist es nicht einfach, das Wahlsystem sowie die Parteien fehlerlos zu √ľberblicken. Die Landeszentrale f√ľr politische Bildung Baden-W√ľrttemberg kann durch diesen Dschungel helfen. Wir haben uns auf der Website umgesehen und stellen fest – sie ist hochinformativ. [Weiterlesen…]

Landtagswahl 2011: Wen wählen?


Guten Tag!

Rhein-Neckar, 17. Januar 2011. Am 27. M√§rz 2011 sind Landtagswahlen in Baden-W√ľrttemberg. Der Wahlkampf ist noch nicht richtig und doch schon seit Wochen schon im Gange – die Aktivit√§ten der Kandidaten nehmen zu. F√ľr unsere redaktionellen Angebote ist es der erste Landtagswahlkampf, den wir ab heute „er√∂ffnen“.

Von Hardy Prothmann

Unser Fokus wird auf dem Wahlkreis 39 Weinheim liegen, da wir hier vier lokale Angebote unterhalten: heddesheimblog, hirschbergblog, ladenburgblog und weinheimblog.

Sofern möglich, werden wir auch benachbarte Wahlkreise beobachten РSie, liebe Leserinnen und Leser sehen es uns aber nach, dass man aus dem Stand heraus nicht alles leisten kann.

Die Kandidaten.

Was wir leisten wollen, ist eine umfassende Berichterstattung zu den Kandidaten Georg Wacker (CDU), Gerhard Kleinb√∂ck (SPD), Hans-Ulrich Sckerl (B√ľndnis90/Die Gr√ľnen), Dr. Birgit Arnold (FDP) und Matthias H√∂rdt (Die Linke). Diese Kandidaten vertreten die Parteien, die voraussichtlich im Landtag vertreten sein werden – sicher sind CDU, B√ľndnis90/Die Gr√ľnen. FDP und Die Linke m√ľssen k√§mpfen.

Insgesamt haben 15 Parteien Wahlvorschl√§ge unterbreitet. Diese konnten ab dem 10. Februar 2010 und k√∂nnen bis zum kommenden 27. Januar 2011 beim zust√§ndigen Kreiswahlleiter eingereicht werden. Der Kreiswahlausschuss entscheidet am 01. Februar 2011 √ľber die Zulassung der Kandidaten und Ersatzkandidaten.

Podiumsdiskussion in Hirschberg an der Bergstraße.

Unsere Empfehlung f√ľr politisch interessierte Menschen ist die Podiumsdiskussion auf Einladung der freien W√§hler Hirschberg im Feuerwehrhaus Hirschberg-Gro√üsachsen am heutigen 17. Januar 2011 (siehe Termine).

Vier Kandidaten treten an, Matthias Hördt fehlt. Wurde er nicht eingeladen? Wenn nicht, warum nicht? Immerhin liegen die FDP und Die Linke mit vier Prozent in einer aktuellen Emnidumfrage gleich gut (oder schlecht) im Rennen.

Die Wahlumfragen zur Landtagswahl. Quelle: Landeszentrale f√ľr politische Bildung.

Bei der Diskussion wird es schwerpunktmäßig um Stuttgart21 und Bildung gehen. Die Top-Themen im Wahlkampf.

Wir werden die Kandidaten vorstellen, √ľber Termine berichten, Hintergr√ľnde darstellen und viele √ľberraschende Berichte bringen, die Sie garantiert so nicht in der Zeitung finden.

Machen Sie mit!

Und wir freuen uns darauf, wenn Sie mitmachen. Sie können unsere Artikel kommentieren und Leserbriefe schreiben. Sie können uns Hinweise darauf geben, was Sie gerne noch wissen möchten oder was Sie wissen und uns zukommen lassen möchten.

Wir berichten garantiert unabh√§ngig und √ľberparteilich – auch das anders als viele Zeitungen, Privatsender und das leider durch Parteiengeschacher im Hintergrund nicht immer glaubw√ľrdige √∂ffentlich-rechtliche Rundfunksystem.

Wie interessant solche Berichte sein k√∂nnen, hat das hirschbergblog am 25. Oktober 2010 gezeigt. Unser Bericht √ľber Peter Hauk, Fraktionsvorsitzender der CDU im Stuttgarter Landtag, ist der ungeschlagene Spitzenreiter, was die Zugriffe angeht. Innerhalb von drei Tagen interessierten sich √ľber 26.000 Menschen daf√ľr – mit Kommentaren aus Moskau, London und der T√ľrkei. Das ist eben das Internet ūüôā

CDU-Spitzenpolitiker Peter Hauk: ‚ÄúOb das 10 oder 15 Milliarden kostet, kann Baden-W√ľrttemberg wurscht sein.-‚ā¨¬Ě

Und dieser Wahlkampf und letztlich die Landtagswahl 2011 versprechen spannend wie nie zu werden. In Umfragen war die CDU √ľber zehn Prozent auf nur noch 34 Prozent im Herbst 2010 abgest√ľrzt. Nach der Schlichtung hat sie sich angeblich wieder auf √ľber 40 Prozent „erholt“ und w√ľrde nur drei Prozentpunkte verlieren.

Spannende Wahl.

Umgekehrt haben die Gr√ľnen mit 32 Prozent eine noch nie dagewesene Prognose erhalten und sollen nun bei 29 Prozent stehen, was immer noch ein sensationeller Erfolg von plus siebzehn Prozentpunkten w√§re.

Spannend wird sein, ob die Gr√ľnen die SPD als zweitst√§rkste Kraft abl√∂sen. Bis zu sechs Prozentpunkte und nur noch 19 Prozent ist die Partei teils in den Umfragen abgefallen.

Und auch spannend wird sein, ob die FDP und Die Linke es ins Parlament schaffen. Die FDP kam zuletzt auf vier Prozent – die aktuellen Debatten um Herrn Westerwelle und den Zustand der Partei d√ľrften nicht st√§rkend gewirkt haben. Auch Die Linke hat aktuell ein Problem mit der Debatte um „Kommunismus“. Beide Parteien m√ľssen die „f√ľnf-Prozent-H√ľrde“ rei√üen, sonst sind sie nicht im Landtag vertreten.

Die restlichen elf Parteien schaffen bislang zusammen nur drei Prozent Рzu wenig, um auch nur den Hauch einer Chance zu haben. Außer vielleicht irgendwo einem Direktmandat.

Allerdings ist die letzte emnid-Umfrage vom 19. Dezember 2010 und alle Umfragen werden sich am 27. M√§rz 2011 der Wahrheit stellen m√ľssen, denn dann wird ausgez√§hlt und sp√§testens ein, zwei Tage sp√§ter d√ľrfte das amtlich-festgestellt Endergebnis vorliegen.

Es wird also spannend werden und wir werden Sie exklusiv, hintergr√ľndig und meinungsfreudig informieren.

49 Millionen Deutsche sind online – Print verliert

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Guten Tag!

Heddesheim, 11. Dezember 2010. (cm) Immer mehr Deutsche sind online aktiv. Das hat die Onlinestudie 2010 des ARD/ZDF hervorgebracht. F√ľr die Stichprobe wurden insgesamt 2.577 Erwachsene befragt. Besonders beliebt bei Internetnutzern: Multimediale Anwendungen wie Videos oder Podcasts.

Die ARD/ZDF Onlinestudie 2010 zeigt, wohin der Trend geht. Immer mehr Deutsche sind online. In absoluten Zahlen sind es nach der Studie 49 Millionen Menschen in Deutschland. Quer durch alle Altersschichten.

Besonders bemerkenswert: Alle Jugendlichen bis zu einem Alter von 19 Jahren sind mindestens gelegentlich online. Das ist eine Quote von 100 Prozent.

Die Generationenkluft ist daf√ľr nach oben gewandert. Personen unter beziehungsweise ab dem 65 Lebensjahr sind am seltensten im Internet anzutreffen.

Dabei ist gerade dieser Personenkreis eine „gewichtige Gruppe“, da mehr als 20 Millionen Bundesb√ľrger dazugeh√∂ren. Sie nehmen (noch) nicht am Internet und den Informationsm√∂glichkeiten teil.

Der Gro√üteil der Nutzer greift √ľber das Notebook auf Onlineangebote zu. Die mobile Internetnutzung ist bislang aber kaum anzutreffen. Auch bei der angeblich „vernetzten“ Jugend ist sie nur sp√§rlich vorhanden. So halten gerade einmal 10 Prozent der Teenager „mobiles Internet f√ľr unverzichtbar“.

Onlinezeiten steigen – Nachrichten wichtigste Inhalte

Der durchschnittliche Internetnutzer ist t√§glich 83 Minuten online. In dieser Zeit werden die verschiedensten Dinge erledigt. Von Sozialen Netzwerken bis hin zu E-Mails. Insbesondere aktuelle Informationen werden dabei h√§ufig genutzt. So haben im Jahr 2010 rund 90 Prozent der Nutzer das Internet f√ľr aktuelle Nachrichten und Informationen verwendet.

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Mediennutzung 2010: Print verliert, Radio/TV stabil, Internet legt zu – Quelle: ARD/ZDF Langzeitstudie Massenkommunikation

Zeitung und sonstige Printprodukte erreichten im selben Erhebungszeitraum nur ein Zeitfenster von 23 Minuten, also nur und ein Viertel der Zeit, die f√ľrs Internet aufgewendet wird. Printprodukte wie Zeitungen verlieren gleichzeitig immer mehr Nutzer.

Im Hinblick auf die gesamte Mediennutzungszeit liegt das Internet jedoch nicht an der Spitze. Radio und Fernsehen nehmen hier nach wie vor zwei Drittel der gesamten Mediennutzungszeit ein. Vor allem das Radio ist als „Nebenbeimedium“ (Auto, Arbeitsplatz, K√ľche) immer noch etabliert.

Multimedia nimmt zu РWettbewerbsverhältnis nicht ersichtlich

Besonders beliebt bei Nutzern aller Altersklassen sind Multimedia-Angebote. Also Video- sowie Audiobeiträge. Insbesondere die Möglichkeit, Beiträge zeitversetzt zu sehen, begeistert viele Nutzer.

Einen „Verdr√§ngungswettbewerb“ zwischen den Medien sieht die Studie von ARD und ZDF trotz des enormen Zuwachses in Richtung „online“ nicht. Statt eines „entweder – oder“ gibt es vielmehr ein „sowohl als auch“. Auf Anbieter- sowie auf Nutzerseite. Insgesamt betrachtet steige der Medienkonsum weiter an.

Weitere Informationen zum Thema gibt es bei Media Perspektiven. Die Studie kann hier im Detail (PDF) eingesehen werden.