Sonntag, 15. September 2019

"Anton aus Tirol" in Weinheim

„DJ Ötzi“ kommt zur „Tour de Ländle“

DJ Pressefotos Es ist Zeit (2012) - CMS Source

DJ Ă–tzi singt zur „Tour de Ländle“. Foto: Stadt Weinheim

 

Weinheim, 19. Juli 2013. (red/pm) DJ Ă–tzi ist ist schon lange im Geschäft und sehr bekannt. Zur Freude von Weinheim singt er zur „Tour de Ländle“ am Freitag, 26. Juli, im Weinheimer Sepp-Herberger-Stadion. Der Eintritt ist frei. [Weiterlesen…]

„Wirtschaften gibt´s hier gar zu viel…….“

Der Klassiker: Historische Gaststättenführung

Weinheim, 13. März 2013. (red/pm) Lange vor Ludwig Erhard hatte Weinheim sein „Wirtschaftswunder“. 1786 zahlten 28 Wirte Ungelt, die alte Verbrauchssteuer, und damit kam auf 60 Erwachsene Einwohner eine Gaststätte.

Information der Stadt Weinheim:

„Als der Lokalpoet Rudolf Sommer 1875 ein Gedicht ĂĽber „Die Weinheimer Wirthschaften“ verfasste, zählte er ĂĽber 40 Gaststätten im Stadtgebiet auf und kommentierte auf seine Weise: „Wirthschaften gibt´s hier gar zu viel, sind fast nicht all` zu b´schreiben, wenn man erreichen will sein Ziel, dass man zu Jedem gehen will, muss man es ĂĽbertreiben.“ [Weiterlesen…]

SWR4-Redaktionsleiter Klaus GĂĽlker wandert heute live von Weinheim nach Schriesheim

Um acht geht’s „Raus mit Klaus“

Weinheim/Schriesheim, 08. März 2013. (red/pm) Wer im Land bis jetzt oder spätestens in ein paar Wochen noch nicht weiĂź, wo Weinheim liegt und wie es dort aussieht, der dĂĽrfte weder ein Radio noch einen Fernseher haben, kein Internet und keine Zeitung. Denn in den nächsten Tagen und Wochen kann die Stadt mit einer sehr beachtlichen ĂĽberregionalen Medienpräsenz aufwarten. [Weiterlesen…]

In eigener Sache: rheinneckarblog istlokal.de


Guten Tag!

Rhein-Neckar, 25. Januar 2011. Ende 2010 haben die Journalisten Stefan Aigner und Hardy Prothmann sowie der Diplom-Medienpädagoge Thomas Pfeiffer das Netzwerk istlokal.de gestartet. Das Netzwerk unterstützt journalistische Angebote im Internet, die lokal oder regional informieren.

Von Hardy Prothmann

Die lokale Berichterstattung bietet die exklusivsten Nachrichten der Welt. Was vor Ort passiert, betrifft die Menschen, die dort leben. Egal ob in München, Berlin, Köln, Stuttgart, auf dem platten Land oder in einem Ballungsraum. Oder in New York, Los Angeles, Paris, London, Mailand, Barcelona.

In den vergangenen zwei Jahren sind in vielen Orten Deutschlands lokale „Blogs“ oder digitale Internet-Zeitungen entstanden und auch 2011 werden viele neue Angebote dazukommen. Mal sind es politisch engangierte BĂĽrger, mal Journalisten, die das „nebenbei“ machen. Aber immer mehr Angebote werden mit dem Anspruch der Herausgeber betrieben, von dieser Arbeit auch leben zu können.

Kritischer Zustand des Journalismus.

Jeder, der ein kommerzielles Angbot betreibt, steht dabei vor denselben Problemen: Der lokale und regionale Werbemarkt im Internet ist noch nicht befriedigend entwickelt, noch nicht einmal ausreichend.

Das Portal von istlokal.de bietet vernetzten Journalismus.

Aus gutem Grund. Die Presselandschaft in Deutschland ist ĂĽberwiegend monopolisiert. Bis auf wenige Ausnahmen gibt es fast nur noch „Einzeitungskreise“ – sprich, es gibt keinen journalistischen Wettbewerb mehr vor Ort. Die Monopolzeitungen bestimmen, ĂĽber wen was wann wie berichtet wird.

Wozu das fĂĽhrt, zeigt das Beispiel Stuttgart21 deutlich. Die Stuttgarter Zeitung hat kaum kritisch berichtet – aus gutem Grund. Wie der stern mit dem Hintergrundbericht „Fahrt auf schwäbischem Filz“ offenlegte, gehört die Zeitung zur SĂĽdwestdeutschen Medienholding (SWMH), die vor einiger Zeit die SĂĽddeutsche Zeitung gekauft hat.

„Fahrt auf schwäbischem Filz.“

Ein schwerer finanzieller Brocken, der das Unternehmen in Schwierigkeiten brachte. Ăśber die Landesbank Baden-WĂĽrttemberg nahm man ein Schuldscheindarlehen ĂĽber 300 Millionen Euro auf, so der Bericht.

Darin heiĂźt es: „Die LBBW war hierfĂĽr ein idealer Partner. Vorsitzender ihrer Trägerversammlung ist Ministerpräsident Mappus. In ihrem Verwaltungsrat hat die Politik das Sagen. Vorsitzender ist der CDU-Landtagsabgeordnete Peter Schneider, Präsident des baden-wĂĽrttembergischen Sparkassenverbands. Mitglieder des Verwaltungsrats sind unter anderem der Stuttgarter OB Wolfgang Schuster, die CDU-Landesminister Wolfgang Reinhart (Berlin/Europa) und Willi Stächele (Finanzen), die Unternehmer Heinz DĂĽrr und Dieter Hundt und Claus Schmiedel, Chef der SPD-Fraktion im Landtag. Der hielt Stuttgart 21 bis vor kurzem fĂĽr „menschenfreundlich, umweltfreundlich und relativ schnell realisierbar.“

Solche Verbindungen lassen vermuten, dass eine objektive Berichterstattung nicht mehr gegeben ist.

Der stern berichtet ĂĽber die Verfilzung von Medien, Politik und Wirtschaft.

ZurĂĽck zum Werbemarkt – der wird von Zeitungen dominiert. Und jede Anzeige, die von Print nach Online abwandert, ist ein Verlust, der die Zeitungen trifft. Die haben folglich ĂĽberhaupt kein Interesse, den Online-Werbemarkt zu entwickeln. Denn Online-Anzeigen sind gĂĽnstiger, sprich, bringen den Zeitungen weniger Einnahmen.

Dramatische Entwicklung.

Und wer sich online informiert, auch durch Werbung, braucht keine Zeitung mehr – die teils dramatisch zurĂĽckgehenden Auflagen- und Abozahlen zeigen deutlich, unter welchem wirtschaftlichem Druck Zeitungen stehen.

Mit dramatischen Folgen fĂĽr die BĂĽrgerinnen und BĂĽrger: Die Berichterstattung wird zunehmend flacher, da die Zeitungsverlage in den vergangenen Jahren hunderte Journalisten entlassen haben. Es gibt Regionen in Deutschland, ĂĽber die ĂĽberhaupt keine Berichterstattung mehr stattfindet. Die ungeprĂĽfte Ăśbernahmen von „PR-Artikel“ ist an der Tagesordnung.

Wer aufmerksam die Zeitung liest, stellt fest, dass der ĂĽberwiegende Teil der Artikel nicht mehr redaktionell vor Ort erarbeitet wird, sondern auĂźerhalb der Zeitung. Ob als Agenturmeldung oder PR-Text.

Und es gibt jede Menge Lokalredakteure, die eine Pressemitteilung ein wenig umschreiben und dann unter ihrem Namen als eigenen Artikel veröffentlichen. Das ist Betrug am Leser. Und der findet täglich überall statt.

Journalismus ist wichtig fĂĽr die Demokratie.

Und es schadet der GlaubwĂĽrdigkeit des Journalismus, der eigentlich die „4. Macht“ im Staate sein soll. Durch kritisches PrĂĽfen von Informationen, durch Recherche von HintergrĂĽnden und Verbindungen, durch eine objektive Berichterstattung. Diese Aufgabe ist enorm wichtig, um eine Demokratie stabil zu halten.

Engagierte BĂĽrger und freie Journalisten grĂĽnden deshalb ihre eigenen Medien – aus Frust ĂĽber die unzulängliche „Lobby“-Berichterstattung der Zeitungen, die oft mehr verschweigen, denn berichten. Aus der Ăśberzeugung heraus, dass dort immer weniger echter Journalismus stattfindet.

Die Alternative heiĂźen Blog oder Internet-Zeitung – die Namensgebung spielt keine Rolle, sondern der Inhalt. Hier finden Dokumentation und kritische Berichte statt.

Vielfältige Herausforderungen.

„BĂĽrgerjournalisten“ stehen dabei vor der Herausforderung, wie sie diese journalistische Tätigkeit wahrnehmen. Journalismus ist ein Handwerk, das man lernen kann und muss. Ohne Kenntnisse in Sachen Recherche, Schreiben und auch Medienrecht werden wichtige Informationen nicht gefunden oder es drohen Abmahnungen von denen, die sich durch die Berichte „gestört“ fĂĽhlen – sei es die Kirche, seien es Unternehmen oder Politiker oder Ă„mter.

Hardy Prothmann ist verantwortlicher Redakteur fĂĽr die Angebote des rheinneckarblogs. Bild: sap

Professionelle Journalisten brauchen Einnahmen, von denen sie leben können und mit denen sie ihre Arbeit finanzieren. Also Werbeeinnahmen. Manche gründen auch Fördervereine, die die Arbeit über Mitgliedsbeiträge und Spenden finanzieren.

Das Netzwerk istlokal.de will eine Genossenschaft gründen, in der unabhängige Internet-Medien, die lokal und/oder regional berichten, sich organisieren. Um journalistische Aus- und Fortbildung anzubieten. Um sich bei technischen Lösungen zu unterstützen, um sich rechtlich wehren zu können und natürlich, um den lokal-regionalen Onlinewerbemarkt voranzubringen.

Wir stehen dabei in Konkurrenz zu den Tageszeitungen. Journalistisch und auch geschäftlich.

Vernetzter Journalismus.

Wo es schon teils herausragende lokale Angebote gibt, können Sie auf unserer Seite istlokal.de nachschauen. Wenn Sie selbst ein Angebot planen, können Sie sich gerne an uns wenden. Wenn Sie schon ein Angebot in Betrieb haben, schließen Sie sich uns an. Die notwendigen Informationen finden Sie auf unserer Website.

istlokal.de wird seine Mitglieder, egal ob hauptberufliche Journalisten oder BĂĽrgerjournalisten, unterstĂĽtzen. Zum einen zur Förderung der Presse- und Meinungsfreiheit, zum anderen als „Unternehmer“-Verband fĂĽr professionelle Journalisten. Und wir sind ĂĽberzeugt davon, dass wir auch die Wirtschaft, die Vereine, die Forschung und andere Bereiche der Gesellschaft mit einem verantwortungsvollen Journalismus unterstĂĽtzen.

FĂĽr das erste Halbjahr 2011 ist eine Informationsveranstaltung geplant. Wir werden Sie ĂĽber unsere Fortschritte zeitnah informieren.

Hintergrund:

Hardy Prothmann ist verantwortlich fĂĽr das rheinneckarblog und betreibt zudem die lokalen Angebote heddesheimblog.de, hirschbergblog.de, ladenburgblog.de und weinheimblog.de. FĂĽr seine Arbeit wurde er 2009 und die „100 Journalisten des Jahres“ durch eine unabhängige Jury der Fachzeitschrift „MediumMagazin“ auf Platz 3 in der Kategorie „Regionales“ gewählt.

Er arbeitet seit 1991 als freier Journalist. Während des Studiums von 1991-1994 für den Mannheimer Morgen, ab 1995 überregional für fast alle großen Medien sowie die ARD. Er ist Gründungsmitglied von netzwerk recherche und Mitglied des Frankfurter Presseclubs. Im Mai 2009 startete er das heddesheimblog.de.

Stefan Aigner ist freier Journalist in Regensburg. Er betreibt die Seite regensburg-digital.de und ist bundesweit durch seine kritische Berichterstattung bekannt geworden, die ihm schon drei Prozesse eingebracht hat. Aktuell hat ihn die Diözese Regensburg verklagt, weil er die Zahlung von Geldern an die Eltern eines Missbrauchsopfers in Anlehnung an einen Spiegelbericht als „Schweigegeld“ benannt hat. Die katholische Kirche hat auf Unterlassung geklagt. Weil Stefan Aigner 10.000 Euro Spendengelder einwerben konnte, hat er sich auf den Prozess einlassen können. Das Hamburger Landgericht will das Urteil Ende Februar 2011 verkĂĽnden.

Thomas Pfeiffer ist Diplom-Medienpädagoge und Social Media-Experte. Er betreibt die Seite webevangelisten.de und ist MitbegrĂĽnder des Twittwoch, eines Vereins zur Förderung von Social Media-Anwendungen. Der passionierte Bergsteiger unterstĂĽtzt das Netzwerk istlokal.de mit seinen Expertenkenntnissen. Als politisch interessierter BĂĽrger ist er zudem „Genosse“ der links-liberalen Tageszeitung die „taz“ aus Berlin.

istlokal.de wurde am 28. Dezember 2010 in Heddesheim gegrĂĽndet. Zur Zeit findet die Mitgliederwerbung statt. In KĂĽrze wird der „Vorstand“ durch weitere Journalisten erweitert, die sich aktiv in das Netzwerk einbringen wollen. Geplant ist die GrĂĽndung einer Genossenschaft sowie einer operativen GmbH, die die organisatorischen Arbeiten ĂĽbernimmt.

Wir sind offen für Sponsoren, die zu uns passen und Kooperationspartner, die gerne mit istlokal.de zusammenarbeiten möchten. Erste Gespräche werden mit der Fotografenagentur Freelens sowie dem Autoren-Netzwerk Freischreiber geführt.