Donnerstag, 12. Dezember 2019

FeuerwehrsanitÀter stellen das GerÀt den Vereinen vor

Carl-Orff-Grundschule in Sulzbach bekommt einen „Laien-Defi“

Weinheim, 29. MĂ€rz 2013. (red/pm) Der Stadtteil Sulzbach bekommt ein eigenes AED-GerĂ€t. Mit dem „Laien-Defibrillator“ sollen kĂŒnftig Leben gerettet werden. Das GerĂ€t wird in der Carl-Orff-Grundschule aufgehĂ€ngt. Wie man es benutzt, fĂŒhrt die Feuerwehr Weinheim am Samstag, 06. April, vor. [Weiterlesen…]

Michael Mattig-Gerlach stellt Film und neues Buch vor

Keine Chance fĂŒr Charles und SidibĂ©

Michael Mattig-Gerlach stellt sein Buch „Keine Chance fĂŒr Charles und Sibide“ zum gleichnamigen, preisgekrönten Film vor. Foto: Stadt Weinheim


Weinheim, 05. Februar 2013. (red/pm) November 1994: Nach etwas mehr als 30 Jahren Entkolonialisierung hat man sich daran gewöhnt, dass es vom schwarzen Kontinent vor allem Katastrophenmeldungen gibt. Die Teilnehmer der Expedition „Afrika 94/95“ wollen trotzdem auf dem Landweg bis Benin und schließlich in die CĂŽte d’Ivoire. Sechs Fahrzeuge, 33 Teilnehmer, darunter Litauer, ein Russe und ein Schotte, wollen sich auf das Abenteuer Afrika einlassen. Was er dabei erlebt hat, erzĂ€hlt der Weinheimer Autor Michael Mattig-Gerlach am 23. Februar.

Information der Stadt Weinheim:

„Ein eigentlich unmögliches Unternehmen – das jetzt in Weinheim erzĂ€hlt wird, am Samstag, 23. Februar, von einem, der es selbst erlebt und dokumentiert hat: Dem Weinheimer Journalisten, Kamerareporter und Autor Michael Mattig-Gerlach. Bei Fernsehaufnahmen im Regenwald wird die Unternehmung „Afrika 94/95“ auf eine Krankheit aufmerksam: Buruli Ulcus. Die tĂŒckische Krankheit verĂ€ndert die ursprĂŒnglichen Planungen der Expedition und wirft ein bezeichnendes Licht auf die Entwicklungshilfe und den Zustand der medizinischen Versorgung in Westafrika – gerade jetzt angesichts der tragischen UmstĂ€nde in Mali erlangen die Szenen eine fast schon makabre AktualitĂ€t.

Charles und SidibĂ©, den beiden kranken Kindern im afrikanischen Regenwald, kann schließlich geholfen werden. Und dem Rest Afrikas? Hat der auch eine Zukunft? Der Autor Michael Mattig-Gerlach, der die Film-Expedition damals anfĂŒhrte, hat seine Erlebnisse spĂ€ter in einem preisgekrönten Film und jetzt auch in einem Buch festgehalten. Die dreiteilige Dokumentation ĂŒber Afrika 94/95 lief ĂŒber 20 Mal in den Regionalsendern der ARD. 1999 bekam „Keine Chance fĂŒr Charles und SidibĂ©?“ den Entwicklungshilfepreis der Bundesrepublik. Das Buch mit allen HintergrĂŒnden und Erlebnissen ist erst jetzt erschienen. Trotz der drastischen und bitterernsten Handlung ist dem Journalisten wieder eine ErzĂ€hlung in flĂŒssigem Stil geglĂŒckt.

Michael Mattig-Gerlach ist in Weinheim geboren und aufgewachsen. Er hat seit 1970 in Zeitung, Hörfunk, Fernsehtext und Fernsehen sein journalistisches Handwerk lernen und anwenden können. Reisefreudig und in der Arbeit auch auf Reisedokumentationen spezialisiert, richtete er ab 1992 sein Interesse auf den schwarzen Kontinent.

Bis 1998 war er hĂ€ufig zu Fernsehaufnahmen in Westafrika und bekam dabei einen ganz anderen Blick auf den verlorenen Kontinent. Da Afrika auch stets ein mit Sorgfalt beachtetes Thema der Volkshochschule Badische Bergstraße ist, hat VHS-Leiterin Dr. Cristina Ricca gleich den Saal der VHS in der Luisenstraße fĂŒr die Vorstellung zur VerfĂŒgung gestellt. Die kombinierte Vorstellung des Films und des Buchs am Samstag, 23. Februar, 18 Uhr, dauert etwa eine Stunde, danach sind GesprĂ€che möglich. Der Eintritt ist frei, die VHS nimmt aber gerne Spenden fĂŒr Bildungsgutscheine entgegen. Die Buchhandlung SchĂ€ffner bietet einen passenden BĂŒchertisch zum Thema an.“

2013 bis 2015

Förderung von Volkshochschule und Musikschule

Hirschberg, 20. Juli 2012. (red/sap) Neue Vereinbarungen fĂŒr die Jahre 2013 bis 2015 fĂŒr die Förderung von Volkshochschule und Musikschule wurden getroffen.

Die Bezuschussung der Volkshochschule und der Musikschule Badische Bergstraße geht zurĂŒck auf eine Vereinbarung aus dem Jahr 1977.

Der Gesamtzuschussbetrag je Einrichtung wird auf die Mitgliedsgemeinden – Weinheim, Hemsbach, Hirschberg und Laudenbach – unter Verwendung von VerteilerschlĂŒsseln aufgeteilt.

Bei der Volkshochschule wird ein Viertel im VerhĂ€ltnis der maßgebenden Einwohnerzahl und drei Viertel im VerhĂ€ltnis der Summen der Unterrichtseinheiten, die sich aus den in den einzelnen Gemeinden jĂ€hrlich durchgefĂŒhrten Veranstaltungen errechnet.

Bei der Musikschule wird der Zuschussbetrag aus der Zahl der MusikschĂŒler, die aus den einzelnen Gemeinden am Musikunterricht teilnehmen, ermittelt.

Im Oktober 2010 hatte der Hirschberger Gemeinderat den Beschluss gefasst, die ZuschĂŒsse fĂŒr die Jahre 2012 folgende um fĂŒnf Prozent zu reduzieren. Ähnliche BeschlĂŒsse waren auch von den Mitgliedergemeinden gefasst worden.

Der so reduzierte Gesamtzuschussbetrag wĂ€re jedoch insgesamt fĂŒr die GewĂ€hrleistung des laufenden Betriebs von VHS und Musikschule nicht auskömmlich, so dass sich die Vertreter der Mitgliedsgemeinden darauf verstĂ€ndigten, einen um insgesamt rund 11.400 Euro erhöhten Zuschuss den Gremien zur Beschlussfassung vorzuschlagen. Dieser Betrag orientierte sich am tatsĂ€chlichen Zuschussbedarf.

In den vergangenen Jahren wurde deutlich, dass beide Einrichtungen Einsparungen bei den Ausgaben vorweisen konnten und somit KonsolidierungsbemĂŒhungen feststellbar sind.

FĂŒr das Jahr 2012 ergab sich fĂŒr Hirschberg ein gesamter Zuschussbetrag von 53.187 Euro (rund 19.000 Euro fĂŒr die VHS und rund 34.200 Euro fĂŒr die Musikschule).

FĂŒr 2013 bis 2015 wurde jetzt ein jĂ€hrlicher Zuschuss von rund 55.000 Euro vorgeschlagen.

Damit bleibt man deutlich unter dem Förderbetrag bis 2008.

Monika Maul-Vogt (GLH) sagte, es sei erfreulich, dass die „ZuschĂŒsse nicht in Stein gemeiselt“ seien.

Sie lobte die Volkshochschule nicht nur als Ort der Weiterbildung, sondern auch als Ort der Begegnung.

Der Gemeinderat stimmte dem Abschluss der „Vereinbarung der StĂ€dte Hemsbach und Weinheim sowie der Gemeinden Hirschberg und Laudenbach ĂŒber die Förderung und Entwicklung der Weiterbildung in ihrem Bereich“ fĂŒr die Jahre 2013 bis 2015 einstimmig zu.

Rathaus-Mitarbeiter ließen sich von der Polizei schulen

Wegschauen gilt nicht

Rathaus-Mitarbeiter ließen sich von der Polizei schulen. Foto: Stadt Weinheim.

Weinheim, 18. Mai 2012. (red/pm) Rathaus-Mitarbeiter ließen sich von der Polizei schulen. Auch die Volkshochschule bietet einen Kurs zum Thema „Zivilcourage“ an.

Information der Stadt Weinheim:

„Kleine Gesten sind manchmal wirkungsvoller als Worte. Wie selbstbewusst man auf jemanden zugeht, wie laut oder leise man ihn anspricht. Wie man dasteht spielt eine Rolle im Konfliktfall.

Wie man hilft, ohne sich selbst in Gefahr zu bringen – das war jetzt das Thema eines Seminars in Zivilcourage, das PrĂ€ventionsexperten der Polizei jetzt fĂŒr Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Weinheimer Stadtverwaltung angeboten haben. Auch die VHS Badische Bergstraße hat sich jetzt dem Thema mit einem Kurs gewidmet.

Solche Aktionen in Partnerschaft zwischen Polizei und der Stadt haben in Weinheim Tradition. Die Zusammenarbeit im Verein Kommunale KriminalprĂ€vention Rhein Neckar sei vorbildlich, bestĂ€tigten jetzt GĂŒnther Bubenitschek, der GeschĂ€ftsfĂŒhrer des Vereins, und Markus Böhm, der Leiter des Weinheimer BĂŒrger- und Ordnungsamtes.

Anschaulich, ernsthaft aber unterhaltsam fĂŒhrten Bubenitschek und die Heidelberger TheaterpĂ€dagogin Stefanie Ferdinand durch das Seminar und schulten die stĂ€dtischen Mitarbeiter aus allen Ämtern und Arbeitsebenen in den Details des Umgangs.

Dabei stĂŒtzten sie sich im Wesentlichen auf die Erkenntnisse, die auch in die bundesweite Polizeiaktion „Tu was“ eingeflossen sind.

Diese Aktion animiert die Menschen, sich mit offenen Augen durch ihr Umfeld zu bewegen, um nicht unÀtig zu sein, wenn sie Zeugen einer Straftat werden. Denn oft genug komme eine solche UntÀtigkeit vor, erklÀrt PrÀventionsexperte Bubenitschek.

„Was geht’s mich an?“, „Was kann ich schon tun?“ und: „Gibt es da nicht andere, die fĂŒr so etwas zustĂ€ndig sind?“ Es seien immer die gleichen Fragen und EinwĂ€nde, mit denen sich „Weggucker“ rechtfertigen, die untĂ€tig Zeuge einer Straftat geworden sind.

Die Aktion „Tu was“ baut auf sechs praktischen Regeln auf. Erstens: „Ich helfe, ohne mich selbst in Gefahr zu bringen.“ Zweitens: Ich fordere andere aktiv und direkt zut Mithilfe auf.“ Drittens: Ich beobachte genau, prĂ€ge mir TĂ€termerkmale ein.“ Viertens: Ich organisiere Hilfe.“ FĂŒnftens: Ich kĂŒmmere mich um Opfer“. Sechstens: „Ich stelle mich als Zeuge zur VerfĂŒgung.“

Kriminalhauptkommissar Bubenitschek beschrieb: „Im Ernstfall sind Sie mit Aufregung und Herzklopfen als direkt Betroffener oder Beobachterin mittendrin. Das Seminar bietet Ihnen ein Handlungsrepertoire, aus dem Sie schöpfen können. Sie erlangen mehr Klarheit und Sicherheit im Verhalten als Beobachter, Helfer und Betroffener in Gewaltsituationen. Das Seminar macht Mut und vermittelt neue Impulse fĂŒr lösungsorientiertes Handeln.“

Der Verein Kommunale KriminalprĂ€vention Rhein-Neckar bietet fĂŒr Gruppen, zum Beispiel aus Vereinen und Firmen verschiedene Zivilcourage-Seminare an.“

Infos: PrÀvention Rhein-Neckar e.V., Telefon 06221/99-1241, Fax: 06221/99-1247
mail: info@praevention-rhein-neckar.de, Internet : www.praevention-rhein-neckar.de.

Diese Woche: Tipps und Termine

Guten Tag!

Tipps und Termine fĂŒr den 17. – 23. Januar 2011. Jeden Montag erscheinen unsere Veranstaltungstipps fĂŒr die laufende Woche. Die Redaktion nimmt gerne weitere Termine und Anregungen auf. Die Kontaktmöglichkeiten finden Sie am Ende der Seite.

Mehr Termine finden Sie ins unseren Kalendern fĂŒr Heddesheim, Hirschberg, Ladenburg, Weinheim.

Montag, 17. Januar, 15 Uhr, GemeindebĂŒcherei Hirschberg

Hirschberg. Am Montag, 17. Januar 2011 gibt es wieder ein Bilderbuchkino in der GemeindebĂŒcherei Hirschberg. „Annas Wunsch“ wird dieses Mal mit UnterstĂŒtzung von Dias erzĂ€hlt.

Seit Jahren hat es nicht mehr geschneit. Die Welt ist grau, und die Menschen machen traurige Gesichter. Da erfĂ€hrt die kleine Anna von ihrer Mutter, wie es frĂŒher war, als die Kinder mit Schlitten verschneite HĂŒgel hinunterfuhren und prĂ€chtige SchneemĂ€nner bauten. Anna wĂŒnscht sich nichts so sehr, als dass es endlich wieder einmal schneien wĂŒrde. Und wenn man sich etwas ganz fest wĂŒnscht, kann es vorkommen, dass ein kleines Wunder passiert. Insbesondere, wenn einem ein Spielzeugpferdchen dabei hilft.
Alle Kinder ab 5 Jahren sind herzlich eingeladen und treffen sich um 15 Uhr in der Aula der Grundschule Großsachsen.

Ort: Pestalozzistraße 16, Großsachsen
Eintritt: Die Teilnahme ist kostenlos. Informationen gibt es in der GemeindebĂŒcherei Hirschberg Tel.: 59870 oder 592268.

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Mittwoch, 19. Januar, 20 Uhr, Stadthalle

Die Schauspielerin Cordula Trantow.

Weinheim. 33 Variationen. Ein StĂŒck in Variationsform von Moisés Kaufmann mit Cordula Trantow, Susanne Evers, Peter Schmidt-Pavloff u.a.Wenn Jane Fonda fĂŒr dieses StĂŒck nach 46 Jahren an den Broadway zurĂŒckkehrt, ist eines klar: Dem Autor scheint wieder ein Theaterjuwel gelungen zu sein.

Warum hat Ludwig van Beethoven trotz gesundheitlicher und finanzieller Nöte vier Jahre damit verbracht, fĂŒr einen Hungerlohn 33 Variationen ĂŒber einen einfachen Walzer des Wiener Komponisten und Musikverlegers Anton Diabelli zu komponieren? Um eine Variation hatte Diabelli 1819 die fĂŒnfzig vorzĂŒglichsten Komponisten seiner Zeit fĂŒr einen Sammelband gebeten. Alle machten mit – alle, außer einem: Beethoven Ă€rgerte sich ĂŒber dieses Ansinnen.

Doch dann geschieht etwas Unerwartetes! Geradezu besessen von dem Walzer, den er vorher abfĂ€llig als „Schusterfleck“ bezeichnet hatte, komponiert Beethoven nicht nur die eine verlangte, sondern am Ende 33 grandiose Variationen. Was fĂŒhrte zu seinem Gesinnungswechsel? Genau das ist die Frage, ĂŒber die sich im StĂŒck Dr. Katherine Brandt den Kopf zerbricht. Obgleich schwerkrank fliegt sie von New York nach Bonn und hofft, im Beethoven-Archiv beim Analysieren der SkizzenbĂŒcher Beethovens dem RĂ€tsel, das die Musikwissenschaftler seit 185 Jahren beschĂ€ftigt, auf die Spur zu kommen.

UnterstĂŒtzt wird sie dabei von der Bibliothekarin Gertrude Ladenburger. ZusĂ€tzliche Bewegung und Charme erhĂ€lt das StĂŒck nicht nur durch die Liebesgeschichte zwischen Katherines Krankenpfleger Mike und ihrer Tochter Clara, sondern auch durch die wunderbaren Szenen zwischen Beethoven, seinem SekretĂ€r Schindler und Diabelli im Wien des Biedermeier. Dabei wird die immer wieder vom Pianisten live eingespielte Musik Beethovens zum nachhaltigen Erlebnis. Leicht und witzig und dennoch voller anrĂŒhrender Momente kommt das StĂŒck daher.

Ort: Birkenauertalstraße 1, Weinheim

Karten: GeschÀftsstelle der Kulturgemeinde Weinheim, Telefon: 06201/12282, eMail: theater@kulturgemeinde.de

Öffnungszeiten: Montag bis Freitag, 9-12 und 15-18 Uhr, an Vorstellungstagen 9-12 und 18-19 Uhr. Die Abendkasse ist jeweils eine Stunde vor Vorstellungsbeginn geöffnet. Dort erfolgt nur der Verkauf zur jeweiligen Vorstellung. Abo C und freier Verkauf.

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Japan-Ausstellung im Alten Wasserturm.

Mittwoch, 19. Januar, 19 Uhr, Alter Wasserturm Weinheim
Weinheim. Sushi und Kalligraphie im Alten Wasserturm. AnlĂ€sslich der Japan-Ausstellung „Bambus oder Eiche“ lĂ€dt das Freudenberg-Archiv am Mittwoch, 19. Januar , um 19 Uhr zu einem Abend zum Thema Sushi ein.

Reiko Stötzer, die in Heidelberg ein japanisches Restaurant betreibt, wird den Abend moderieren. Sie erklĂ€rt Wissenswertes ĂŒber diese spezielle Speise und wird mit frischen Zutaten die Zubereitung vorfĂŒhren. Schließlich dĂŒrfen alle probieren. Die Veranstaltung findet im Alten Wasserturm statt.
Ort: Freudenberg-GelĂ€nde, Viernheimerstraße
Eintritt:Die Teilnehmerzahl ist auf 20 Personen begrenzt. Anmeldungen per E-Mail an: unternehmensarchiv@freudenberg.de.

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kaffeeehaus

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Noch bis 3. April, 11 – 17 Uhr (außer montags), Sammlung Prinzhorn, Psychiatrische UniversitĂ€tsklinik Heidelberg

Heidelberg. Die Sammlung Prinzhorn zeigt bis zum 3. April die Ausstellung „… durch die Luft gehen“.

Logo der Sammlung Prinzhorn.

Das Logo der Sammlung Prinzhorn ist abgeleitet von einem GemĂ€lde Josef Forsters, das ihn selbst als „Edelmenschen“ zeigt: in der Luft und mit Gewichten beschwert, sich schnell ĂŒber die Erde fortbewegend. Um diesen KĂŒnstler und den Anstaltskontext, in dem seine Bilder entstanden, geht es in unserer Ausstellung.

Josef Forster (1878-1949), ein Tapezierer und Dekorationsmaler, der sich schon frĂŒh fĂŒr Kunst interessierte, kam 1916 mit der Diagnose „Schizophrenie“ in die Regensburger Anstalt Karthaus-PrĂŒll. Hier arbeitete er nicht nur als Handwerker, sondern konnte sich als Maler und SĂ€nger inszenieren. Er schuf ein erstaunliches bildkĂŒnstlerisches Werk von hoher expressiver Kraft, vor allem packende PortrĂ€ts seiner Leidensgenossen. Ermöglicht hatte diese Karriere vor allem der Arzt Dr. Adolf Vierzigmann, der in der Regensburger Anstalt auch andere kĂŒnstlerisch Begabte förderte und ihre Werke sammelte.

Einige von Forsters Bildern und EntwĂŒrfen kamen 1919 zusammen mit Werken zwölf anderer Regensburger KĂŒnstler nach Heidelberg in die Sammlung eines projektierten „Museums fĂŒr Irrenkunst“, die Hans Prinzhorn hier aufbaute. Andere Werke blieben in Regensburg.

Die Ausstellung wird neben den insgesamt 20 erhaltenen Bildern Forsters und einer Rekonstruktion seines Hohlrades aus Weidenruten eine Auswahl dieser zeitgenössischen Bilder und Zeichnungen aus Regensburg zeigen, um den Entstehungskontext zu vermitteln.

In den Foyervitrinen werden kĂŒnstlerische Auseinandersetzungen mit Josef Fosters Werken von Studierenden der Fachhochschule fĂŒr Kunsttherapie NĂŒrtingen zu sehen sein. Die Arbeiten entstanden unter der Anleitung von Prof. Hartmut Majer und Prof.Dr.Lisa Niederreiter.

Ort: Voßstr. 2, Heidelberg
Eintritt: Euro 5,- / ermĂ€ĂŸigt Euro 3,–€¹ , Öffnungszeiten: Di, Do – So 11 bis 17 Uhr-€¹, Mi 11 bis 20 Uhr-€¹, Mo geschlossen.

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Donnerstag, 20. Januar, 20 Uhr, Majer’s Weinscheuer

Die Spitzklicker mit ihrem aktuellen Programm.

Schriesheim. „Die Spitzklicker“ zeigen am Donnerstag und Freitag in Majer’s Weinscheuer ihr aktuelles Programm „AugenKlick mal!“. Die Spitzklicker das sind: Franz Kain, Markus König, Susanne Mauder, Markus Weber, Daniel Möllemann. Die Texte sind von: Die Spitzklicker, Volker Heymann, Manfred Maser. Regie: Volker Heymann. Am Klavier und Komposition: Daniel Möllemann. Die Musikregie und Choreografie: Bettina Habekost. Licht-/Tontechnik:Philipp Friedrich, Olaf MĂŒller, Mathias Stroh. BĂŒhnentechnik: Francesco Bertolini. Souffleuse: Silvia Charro.
Weitere Vorstellung, Freitag, 21. Januar.

Ort: Majer’s Weinscheuer. Bismarckstrasse 40, Schriesheim
Karten: 20 Euro, Majer’s Weinscheuer.

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Freitag, 21. Januar, 18:45 Uhr, Peterskirche

Weinheim. Am 21. Januar startet der „Gospelchor an der Peterskirche“. Als im Herbst ein Gospel-Workshop eine so große Resonanz fand – es nahmen ĂŒber 50 SĂ€nger teil – wurde schnell deutlich, dass sich viele einen regelmĂ€ĂŸig probenden Gospelchor in Weinheim wĂŒnschen. Die Beliebtheit der meist englischsprachigen Songs nimmt immer mehr zu. Inzwischen gibt es in Deutschland eine große „Gospelbewegung“. Neben „Negro Spirituals“ und „Gospel-Hymns“ gehören heute Songs aus vielen Stilrichtungen der Pop- und Jazz-Musik zum Repertoire der Chöre.

Nun lĂ€dt Kantorin Anne Langenbach alle ein, die Lust am gemeinsamen Singen haben, freitags (ab 21. Januar) von 18.45 bis 19.45 Uhr in den Konfirmandensaal der Peterskirche zu kommen. Es gibt fĂŒr die Teilnahme keine Voraussetzungen, jeder ist willkommen!

Infos unter Telefon 06201/255085, E-Mail: bezirkskantorat@kblw.de.

Ort: Peterskirche, Grundelbachstraße, Weinheim

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Freitag, 21. Januar, 20 Uhr, Alte Druckerei

Das Duo Burkhard Damrau & Dieter Richter.

Weinheim. Das Duo Burkhard Damrau & Dieter Richter zeigt „da capo“ in der Weinheimer KulturbĂŒhne Alte Druckerei.

-۩Wiedersehen macht Freude. Besonders dort, wo politische Satire angesagt ist – im Kabarett. Mit den PfeffermĂŒllern gibt es ein Wiedersehen der besonderen Art. Highlights aus Programmen der letzten Jahre. Auf der BĂŒhne stehen zwielichtige Gestalten, Trickser, TĂ€uscher, BauernfĂ€nger – hervorragend gespielt und mit Pfeffer serviert von Burkhard Damrau und Dieter Richter. Eine humorvoll-satirische Herrenpartie mit da capo – Effekt!

Ort: KulturbĂŒhne, Friedrichstraße 24, Weinheim
Eintritt: 20 Euro


 

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Jeden Montag gibt es Tipps und Termine aus unserem Berichtsgebiet und der Region. Sie möchten mit Ihrer Veranstaltung auch gerne dabei sein? Dann schreiben Sie uns an die jeweilige Redaktion. Wir ĂŒbernehmen Termine aus unserem Berichtsgebiet in den jeweiligen Terminkalender sowie ausgewĂ€hlte Termine in unsere Übersicht „Diese Woche“:

Termine Heddesheimblog.de

Termine Hirschbergblog.de

Termine Ladenburgblog.de

Termine Weinheimblog.de

Und fĂŒr Termine aus anderen Gemeinden an:

Termine Rheinneckarblog.de

Unsere Termine erfreuen sich großer Beliebtheit – Sie können hier auch gerne fĂŒr sich oder Ihre Veranstaltungen werben.

Kontakt zu unserer Anzeigenabteilung.

Über unsere Blogs erreichen Sie tĂ€glich bis zu 5.000 LeserInnen und Leser. Die Preisjury des Fachblatts MediumMagazin wĂ€hlte uns Ende 2009 auf Platz 3 „Regionales“ unter die „100 Journalisten 2009“.

Internationaler Frauentreff in der Weinheimer Moschee gut besucht

Guten Tag!

Integration, Frauen, TĂŒrken, Kultur, Religion

Frauen tauschen sich ĂŒber ihre Kulturen aus. Bild: Stadt Weinheim

Von Roland Kern

Die MĂ€rchenerzĂ€hlerin hatte es erst nicht leicht. Die mehr als 100 Frauen, die am Dienstag den Internationalen Frauentreff in der Weinheimer Moschee besuchten, sorgten fĂŒr einen stattlichen GerĂ€uschpegel.

Die Neugier auf die anderen Menschen am Tisch, auf ihre kulturelle Herkunft und ihre GebrĂ€uche war groß, der GesprĂ€chsstoff ging nicht aus. „Das ist ein Austausch mit offenen Herzen“, freute sich Alexandra Raquet, die Weinheimer Beauftragte fĂŒr Chancengleichheit, die den Ort fĂŒr den vorweihnachtlichen Frauentreff gewĂ€hlt hatte. „Ich bin sehr schnell auf offene TĂŒren und viel Freundschaft im Moscheeverein gestoßen“, erklĂ€rte sie. Im Saal der Moschee hing die tĂŒrkische Nationalflagge neben der deutschen.

Übersetzerinnen waren ĂŒbrigens nicht nötig, weder bei der BegrĂŒĂŸung durch Alexandra Raquet noch bei jener von Hatice Mert vom Weinheimer Moscheeverein. Die Frauen verstanden und verstĂ€ndigten sich sehr gut – jederzeit auf Deutsch.

Original TĂŒrkisch hingegen war das BĂŒffet, das von den Frauen aller Kulturen begeistert angenommen wurde. Tage vorher hatten die fĂŒr ihre Gastfreundschaft bekannten TĂŒrkinnen die Speisen vorbereitet und angerichtet – sie waren sichtlich glĂŒcklich, als es den GĂ€sten, darunter auch einige Weinheimer StadtrĂ€tinnen, gut schmeckte.

Auch der italiensche Verein versorgte die Frauen mit leckerem selbstgemachtem Tiramisu und weitere tolle selbstgemachte Kuchen ergĂ€nzten das BĂŒffet
Dabei war das Abendessen nach Sonnenuntergang fĂŒr viele tĂŒrkische Frauen die erste Mahlzeit des Tages. Der 7. Dezember war nĂ€mlich in diesem Jahr der Tag ihres Neujahrsfestes, und besonders glĂ€ubige Moslems fasten an diesem Tag. Dass der Neujahrstag im moslemischen Kalender nicht immer an einem Tag gefeiert wird, sondern mit der Mondphase wandert, das war auch ein GesprĂ€chsthema an den Tischen und fĂŒr die meisten Frauen eine Neuigkeit.

„Wir sind heute hier, weil wir fĂŒr ein besseres Miteinander der Kulturen einstehen“, hatte Alexandra Raquet in ihrer BegrĂŒĂŸung erklĂ€rt. „Im Rahmen des Frauentreffs wollen wir uns öffnen, auf andere Kulturen zugehen, und andere Menschen besser kennen und verstehen lernen, ja auch neue Blickwinkel und Sichtweisen entdecken“, beschrieb sie. Schon die Organisation und das Programm des Frauentreffs sei „gemeinsam auf Augenhöhe gestaltet worden“.

BĂŒffets sind immer ein Ort der Begegnung. Bild: Stadt Weinheim

Entscheidend fĂŒr den Erfolg von Integrationsprozessen sei stets die Beteiligung und Verantwortung aller Beteiligten: Der deutschen und der nicht-deutschen BĂŒrgerinnen und BĂŒrger von Weinheim. Und angesichts einer bunten Mischung von Frauen aller Kulturen und den vielen GesprĂ€chen zwischen deutschen und tĂŒrkischen Frauen, freute sie sich: „Wir sind eine kommunale Verantwortungsgemeinschaft.“

Der Frauentreff zeige, dass Weinheim eine gastfreundliche Stadt der Toleranz sei, in der die Grundrechte und Menschenrechte der Nicht-Diskriminierung, der gleichberechtigten Teilhabe und der Religionsfreiheit respektiert werden, so die Beauftragte. Besonders begrĂŒĂŸte sie auch verschiedene TrĂ€gerinnen von Integrationsprojekten in Weinheim wie Dr. Cristina Ricca von der VHS und Mitarbeiterinnen der Koordinierungsstelle „Integration Central“.

FĂŒr viele nicht-tĂŒrkische Frauen war es der erste Besuch in der Weinheimer Moschee. Deshalb organisierte Hatice Mert spontan eine FĂŒhrung durch das moslemische Gotteshaus, das – wie ein Gemeindehaus einer christlichen Kirche – nicht nur ein Gebetsraum, sondern auch auch ein Ort der Gemeinschaft und Begegnung ist.

Neue Kontakte gab es einige. Und Ideen. Zum Beispiel der Auftritt eines deutschen Frauenchors in der Moschee, oder internationale Kochkurse in der Moschee, aber auch bei Gruppen anderer NationalitĂ€ten. Alexandra Raquets Fazit: „Die Frauen haben es vorgemacht, wie man aufeinander zugeht.“

Der Termin fĂŒr den nĂ€chsten Frauentreff der Kulturen steht auch schon fest, es ist der Donnerstag 22. Februar, 2011. Die Frauen der tĂŒrkischen Gemeinde haben sich schon angemeldet.

Anmerkung der Redaktion:
Roland Kern ist Journalist und Pressesprecher der Stadt Weinheim