Samstag, 16. Dezember 2017

Hausaufgabenbetreuung im Mehrgenerationenhaus

In Ruhe den Hausaufgaben widmen

Hausaufgabenbetreuung im Mehrgenerationenhaus. Foto: Stadt Weinheim.

Weinheim, 03. Mai 2012. (red/pm) Ehrenamt in Weinheim: Hausaufgabenbetreuung im Mehrgenerationenhaus gut angelaufen – Zweites „CafĂ© VermittelBar“ am 10. Mai.

Information der Stadt Weinheim

„Immer mehr Projekte in Weinheim werden durch ehrenamtliche Helfer unterstĂŒtzt und ĂŒberhaupt erst möglich gemacht. Das ist ein Resultat der Arbeit bĂŒrgerschaftlich engagierter Gruppen und Einrichtungen, die ihre KrĂ€fte in der „Weinheimer Ehrenamtsinitiative“ bĂŒndeln, kurz: WEI.

Ein solches Projekt kommt jetzt Grundschulkindern aus dem Umfeld des Mehrgenerationenhauses besonders zugute. Seit Februar wird dort an drei Tagen in der Woche von 14 Uhr bis 15 Uhr eine Hausaufgabenbetreuung angeboten und aktuell nochmal ausgebaut. Ab sofort findet die Hausaufgabenbetreuung tĂ€glich von Montag bis einschließlich Donnerstag statt.

Es sind mittlerweile sieben Personen, die sich abwechseln, um tÀglich etwa einem halben Dutzend Kinder, die meisten mit Migrationshintergrund, beim Lösen der Hausaufgaben zur Seite zu stehen. Dazu wurde im Mehrgenerationenhaus ein Raum hergerichtet.

„Es ist oftmals schon ein großer Fortschritt, wenn die Kinder eine ruhige und ungestörte ArbeitsatmosphĂ€re genießen können und einen Menschen an der Seite haben, dem sie vertrauen“, sagt Heinz-Hermann Metz. Der erfahrene PĂ€dagoge und frĂŒhere Schulleiter der Albert-Schweitzer-Schule leitet fĂŒr die „WEI“ das Projekt im Mehrgenerationenhaus und fungiert selbst als „Springer“, wenn einer der Betreuer zum Beispiel kurzfristig erkrankt.

„Das Mehrgenerationenhaus“, beschreibt Metz, „ist fĂŒr dieses Angebot genau der richtige Ort, denn viele Kinder aus der Umgebung des Hauses kommen schon lange her, das Umfeld ist vertraut, sie fĂŒhlen sich aufgehoben“. MGH-Leiter Daniel Merk, Sozialarbeiter im Stadtjugendring, verstehe es, die richtige AtmosphĂ€re und eine Bindung zu den Familien herzustellen. Das Mehrgenerationenhaus ist auch ein Glied der Weinheimer Bildungskette.

Uschi Nickerl beispielsweise ist jetzt neu ins Team eingestiegen; die Rentnerin war Jahre lang mit Kindern beschĂ€ftigt und weiß auch, wie es in einer Schule zugeht. Sie war frĂŒher Leiterin der Mensa in der Multschule. Aus dieser Zeit kennt sie auch schon Heinz-Hermann Metz. Ihre eigenen Kinder wohnen in der Republik verstreut, eigene Enkelkinder hat die agile Frau noch keine. „Und Arbeit mit Kindern hat mir immer schon Spaß gemacht“, erzĂ€hlt Uschi Nickerl. Sie geht in der neuen Aufgabe ganz auf.

Metz erwartet, dass sich das Angebot schnell herumsprechen wird und neue Kinder in der Hausaufgabenbetreuung angemeldet werden. Dann braucht das Team nochmal Zuwachs. Interessenten können sich bei der Weinheimer Ehrenamtsinitiative WEI melden. Ansprechpartner dort sind der KontaktPunkt der BĂŒrgerstiftung, Telefon 06201-12651, Mail: KontaktPunkt@buergerstiftung-weinheim.de oder die Mailadresse ehrenamt@weinheim.de. Ansprechpartnerin ist auch Christine MĂŒnch vom Tauschring unter Telefon 06201-181229, in diesem Fall auch das Mehrgenerationenhaus selbst (Daniel Merk) unter 06201-67133.

Wer sich grundsĂ€tzlich fĂŒr EhrenĂ€mter in Weinheim interessiert, ehrenamtliche Hilfe anbieten oder in Anspruch nehmen will, ist herzlich eingeladen zum 2. „CafĂ© VermittelBar“ der WEI am Donnerstag, 10. Mai, 14:00 Uhr bis 16:00 Uhr, in der CafĂ©teria der „GRN-Kreispflege“ in der Viernheimer Straße.

Diesmal wird sich die Diakonie mit einem Patenschaftsmodell fĂŒr Arbeitssuchende und ihren DiakoniewerkstĂ€tten vorstellen, ebenso Astrid Eichelroth, die fĂŒr ihren HeilkrĂ€utergarten im Schlosspark helfende HĂ€nde gebrauchen könnte. Eine Anmeldung zum „CafĂ© VermittelBar“ ist nicht erforderlich. Es findet regelmĂ€ĂŸig jeden zweiten Donnerstag im Monat statt, immer in der „GRN-Kreispflege“.“

Sitzung des Kinder- und Jugendbeirats

„Weinheimer Bildungskette“ hĂ€lt stabil

Weinheim, 03. Mai 2012. (red/pm) Die Stadt widmet sich mit großem Engagement der besseren Chancengleichheit von Kindern – Überregional bedeutend. Bundesweit werden die beiden Worte Bildungsförderung und Weinheim oft in einem Atemzug genannt.

Information der Stadt Weinheim

„Einen möglichst chancengleichen Zugang zur Bildung zu ermöglichen, besonders auch fĂŒr Kinder mit Migrationshintergrund, ist eine der großen gesellschaftlichen Herausforderungen unserer Zeit. In Weinheim ist man bei diesem Thema weiter als anderswo, das wurde jetzt einmal mehr bei der Sitzung des Kinder- und Jugendbeirates deutlich. Im Rahmen der Sitzung erfuhren die Verantwortlichen der Weinheimer Bildungsregion und der „Weinheimer Bildungskette“ großes Lob fĂŒr ihre Konzepte, Projekte und ihre Netzwerkarbeit in der Kommune.

OberbĂŒrgermeister Heiner Bernhard betonte, dass die Arbeit, die in Weinheim fĂŒr Kinder und Jugendliche aus schwierigem sozialem Umfeld geleistet wird, bundesweit auf große Beachtung stĂ¶ĂŸt. Wegen der FĂŒlle an Angeboten und seit Jahren gewachsenen Strukturen war Weinheim im Januar 2011 zur Bildungsregion ernannt worden – damals als erste Große Kreisstadt in ganz Baden-WĂŒrttemberg.

In der sprichwörtlichen „Weinheimer Bildungskette“ sind ein ganzes BĂŒndel von Projekten, Angebote und Maßnahmen zusammengefasst, die Kindern in Weinheimer Familien und Einrichtungen frĂŒh die TĂŒren zur Bildung öffnen. Das beginnt mit frĂŒher Sprachförderung in den KindergĂ€rten, einer individuellen Lernförderung am Übergang zur Schule, weiteren Förderprogrammen unter Einbeziehung von Eltern und Elternbegleiterinnen, Bildungspartnerschaften mit Schulen, Jugendsozialarbeit, Berufsorientierung und einem kommunal gesteuerten „Übergangsmanagement“ am BildungsĂŒbergang von der Schule ins Berufsleben. FĂŒr diese Übergangsarbeit setzt sich Weinheim gemeinsam mit rund 40 weiteren StĂ€dten und Gemeinden auch bundesweit in einer „Weinheimer Initiative“ ein. Außerdem gibt es eine erfolgreiche Kooperation mit der ehrenamtlichen Organisation „Weinheimer UnterstĂŒtzerkreis Berufsstart“ WUB.

Bundesweit, so hieß es immer wieder im Ausschuss, werden die beiden Worte Bildungsförderung und Weinheim oft in einem Atemzug genannt. FĂŒr die Stadt sei dieser Schwerpunkt Programm, betonte OB Bernhard. In Weinheim werde der Begriff der „Kommunalen Verantwortungsgemeinschaft“ gelebt. Die „Weinheimer Bildungskette“, in der ein Glied ins andere greift, sei weit ĂŒber die Region hinaus ein Begriff. Das Motto „Kein Kind darf verlorengehen“ weise auf die lokale Gesamtstrategie in Weinheim hin.

Ulrike SĂŒĂŸ als Leiterin des BildungsbĂŒros und Dr. Susanne Felger als Leiterin des kommunalen Übergangsmanagements legten dem Gremium ausfĂŒhrliche Berichte ĂŒber die einzelnen Aktionen vor und konnten auch auf konkret messbare Erfolge verweisen. Zwei Drittel der Bewerber fĂŒr Ausbildungsstellen konnten jetzt in eine Ausbildung vermittelt werden.

Vier von fĂŒnf WerkrealschĂŒler hatten 2011 nach der neunten Klasse eine positive Ausbildungsperspektive. Was die Übergangsquoten, gerade auch bei Kindern mit Migrationshintergrund, in weiterfĂŒhrende Schulen angeht, sei Weinheim auf einem sehr guten Weg. Es gebe mittlerweile einen klaren Trend zu steigenden Gymnasialquoten und erfolgreichen ÜbergĂ€ngen ins Berufsleben.“

Inklusive Schule als Chance begreifen

Guten Tag!

Rhein-Neckar/Weinheim, 26. Oktober 2011. (red/pm) PĂ€dagogen aus der Region lernten am Bildungsstandort Weinheim – StaatssekretĂ€r Mentrup kĂŒndigt gesetzliche Verankerung an.

Information der Stadt Weinheim:

Fachtagung Inklusive Schule in der Dietrich-Bonhoeffer-Schule.

„Der Satz aus Kindermund klang so logisch und selbstverstĂ€ndlich. „Wir sind Kinder der Singschule an der Peterskirche und glauben daran, dass Gott uns alle lieb hat, ob groß ob klein, ob dick und dĂŒnn oder sonst irgendwie anders“. Dieser Satz, am Samstag auf der BĂŒhne des Musiktheaters der Dietrich-Bonhoeffer-Schule gesprochen, könnte so etwas wie das Credo der Inkulsiven Schule sein. Mehr als 200 Lehrerinnen und Lehrer aus der Region, PĂ€dagogen aus Hochschulen, Bildungspolitiker und Vertreter verantwortlicher Schulen hörten ihn zum Auftakt der Fachtagung Inklusive Schule, der organisiert war von der PĂ€dagogischen Hochschule in Heidelberg und der Interessengemeinschaft Inklusive Schule im Raum Weinheim (IGIS).

Bildungsregion Weinheim ist Vorreiter im Land Baden-WĂŒrttemberg

Hintergrund: In drei Schulen im Raum Weinheim, der LĂŒtzelsachsener Grundschule, der Friedrich-Grundschule und der Hebel-Schule in Hemsbach, wurden im September Kinder mit Behinderung eingeschult. Sie nehmen dort jetzt ganz regulĂ€r am Unterricht teil. Damit ist die Bildungsregion Weinheim inmitten des Bereichs des Staatlichen Schulamtes Mannheim ein Erprobungsstandort und Vorreiter im Land Baden-WĂŒrttemberg.

Diese Entwicklung, gemeinsam mit einer verĂ€nderten Bildungspolitik im Land Baden-WĂŒrttemberg, so Prof. Dr. Alfred Klaus von der PH Heidelberg, biete fĂŒr die Festigung der Inklusiven Schule eine große Chance, und deshalb finde der „Fachtag“ statt. Klaus: „Die Kinder stehen vor der TĂŒr, wir mĂŒssen sie jetzt öffnen, denn sie haben nur ein Leben. Aber die TĂŒren alleine reichen nicht, es mĂŒssen auch die Herzen und Köpfen sein, die geöffnet werden.“

Genau das bekrĂ€ftigte auch Dr. Frank Mentrup, aus Mannheim stammender StaatssekretĂ€r am Stuttgarter Bildungsministerium. Der SPD-Politiker zeigte sich â€žĂŒberwĂ€ltigt vom großen Interesse“ und erklĂ€rte es sich selbst: „Wieder einmal hat es sich gezeigt, dass der Raum Mannheim, Heidelberg, Weinheim eine enorm innovative Bildungslandschaft in Baden-WĂŒrttemberg ist.“ Dort sei das Thema Inklusion bereits als gesamtgesellschaftliche Aufgabe in den Köpfen der Menschen angekommen. „Vielen Dank“, rief er den Akteuren zu, „dass Sie uns vormachen, wie es geht“. Vor Ort in der Bildungsregion Weinheim fasziniere ihn „dieses Miteinander der Menschen fĂŒr das gemeinsame Ziel“.

Der gelernte Mediziner und Experte fĂŒr Kinder- und Jugendpsychatrie kĂŒndigte an, dass die Inklusive Schule ebenso wie die Ganztagesschule schon bald im Schulgesetz verankert werde. Dies sei ein nĂ€chster Schritt der grĂŒn-roten Bildungsreform im Land. Denn kĂŒnftig mĂŒsse die Inklusion ein Thema fĂŒr jede Schule und jede Schulart sein. Mentrup: „Wer es anders will, hat das Thema Inklusion noch nicht begriffen.“

Gleichzeitig kĂŒndigte er auch einen „Ausbau der Ressourcen“ an. Und er stimmte Weinheims OberbĂŒrgermeister Heiner Bernhard zu, der voraussagte: „Eine Re-Inklusion wird es nicht geben.“

„Unterschiedlichkeit als gesellschaftliche Chance begreifen“

Ob Bernhard appellierte, die Inklusive Schule nicht nur als soziale Aufgabe oder völkerrechtliche Verpflichtung zu sehen, sondern als gute Gelegenheit, „Unterschiedlichkeit als gesellschaftliche Chance zu begreifen“. Behindert sei nur, wer behindert werde. Und es gelte die „SchĂ€tze“ eines jungen Menschen zu fördern, seine Talente zu betonen, „die jeder hat“. Weinheim könne dabei mit seiner „Bildungskette“ schon auf gute Erfahrungen zurĂŒckgreifen und nun in den Prozess der Inklusion einbringen.

„Wir sollten die Herzen öffnen und gegenseitig voneinander lernen“, wĂŒnschte sich der Weinheimer Rathauschef und bedankte sich bei Annette Trube, der Sprecherin von IGIS, fĂŒr ihr großes Engagement. „Ohne IGIS hĂ€tten wir die Inklusive Schule im Raum Weinheim sicher nicht, zumindest nicht in dieser Form“, bescheinigte er, bevor sich die Teilnehmer der Fachtagung in Workshops fortbildeten.
Annette Trube hatte eingangs der Veranstaltung eindrĂŒckliche Geschichten aus dem Leben betroffener Familien erzĂ€hlt und davon, wie Eltern Jahre lang vergeblich um die Aufnahme von Kindern mit Behinderung in jene Schule gebeten hatte, in die auch das nicht-behinderte Geschwisterkind ging. Es sei ein „mĂŒhsamer und stressiger Weg“ bis zum ersten Erprobungsversuch gewesen. Ihr Apell an alle Teilnehmer und GĂ€ste der Tagung: „Helfen Sie mit, sorgen Sie mit dafĂŒr, dass diese Familien um die Gleichberechtigung ihrer Kinder nicht mehr kĂ€mpfen mĂŒssen.“

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Inklusion: Erstmals werden behinderte Kinder gemeinsam mit nicht-behinderten Kindern eingeschult


Guten Tag!

Weinheim, 21. Juli 2011. (red/pm) In Weinheim werden im neuen Schuljahr erstmals behinderte Kinder gemeinsam mit nicht-behinderten Kindern eingeschult. Damit ist Weinheim als Bildungsregion eine Modellstadt in Baden-WĂŒrttemberg. Der Gemeinderat der Stadt hat sich am Mittwoch (20. Jul. 2011) einstimmig fĂŒr die so genannte Inklusion an zwei Grundschulen ausgesprochen.

Information der Stadt Weinheim:

„An beiden Schulen, der Friedrich-Grundschule und der Grundschule LĂŒtzelsachsen, sollen zunĂ€chst je vier behinderte ErstklĂ€ssler eingeschult werden. Den Kindern steht eine Schulbegleitung und eine Pflege-Assistenz zur VerfĂŒgung.

Die Bildungsregion Weinheim beruft sich damit auf die UN-Konvention ĂŒber die Rechte von Menschen mit Behinderung und auf den Koalitionsvertrag der baden-wĂŒrttembergischen Landesregierung. Bei der Inklusion ist die Stadt Weinheim Partner des Staatlichen Schulamtes Mannheim, dessen Gebiet als Schwerpunktregion fĂŒr die Inklusion ausgewĂ€hlt worden ist.

Vertreter der Fraktionen betonten die Richtigkeit der Entwicklung und der Idee der gemeinsamen Schule, die eine chancengleiche Teilhabe von Menschen mit Behinderung ermögliche.

Die Inklusion sei nicht nur fĂŒr behinderte Kinder eine Chance, auch nicht-behinderte SchĂŒler könnten verbessert soziale Kompetenzen erlangen. In der Bildungsregion Weinheim gibt es ein Netzwerk, das sich einer „Weinheimer Bildungskette“ widmet. Deren Motto lautet „Kein Kind darf verloren gehen“. Mit der Inklusion habe die Bildungskette ein weiteres wichtiges Glied hinzugewonnen. „Das ist ein gutes Zeichen in einer wichtigen Frage“, fasste OberbĂŒrgermeister Heiner Bernhard zusammen.“

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Die Faszination des Lesens erschließen


Guten Tag!

Weinheim, 19. Juli 2011. (red/pm) Zweites Vorlese-Seminar im Weinheimer Mehrgenerationenhaus mit 17 Teilnehmerinnen. Ein Ehrenamtsprojekt der Weinheimer Bildungskette.

Information der Stadt Weinheim:

Vorlese-Workshop im Mehrgenerationenhaus.

„Vorlesen ist out? Von wegen! Kinder brauchen BĂŒcher, und vor allem brauchen sie Erwachsene, die ihnen – möglichst frĂŒh – diese BĂŒcher vorlesen oder ihnen Geschichten erzĂ€hlen. Kinder, die nicht von frĂŒher Kindheit an die Faszination des Lesens kennengelernt haben, bleibt diese Welt oft ein Leben lang verschlossen – mit weit reichenden Konsequenzen fĂŒr die Entwicklung ihrer Lesekompetenz und den Erfolg in der Schule.

In Weinheim ist das Interesse groß, Kindern Hilfestellung beim Entdecken der Lesefreude zu geben. Am zweiten Vorleseseminar im Mehrgenerationenhaus, organisiert vom Weinheimer BildungsbĂŒro, nahmen jetzt 17 interessierte Personen teil, um praktische VorlesefĂ€higkeiten zu ĂŒben. Die Teilnehmerinnen waren neben den aktiven und langjĂ€hrigen Vorlesepatinnen aus dem Projekt Kita- und Grundschulpaten (KiG) Erzieherinnen, Lehrerinnen, pĂ€dagogische Assistentinnen und Elternbegleiterinnen.

Das kostenfreie Seminar wurde ermöglicht ĂŒber den Zukunftsfonds der Generali Versicherung und dient auch als Grundausbildung fĂŒr Vorlesepaten.

Wie wĂ€hlt man geeignete Vorleseliteratur aus? Wie gestaltet man eine Vorlesestunde so interessant und spannend, dass auch die Kinder fasziniert sind, die bisher nicht mit BĂŒchern und Lesen in BerĂŒhrung gekommen sind?

Antworten auf diese Fragen und viele praktische Tipps und Hintergrundinformationen bekamen die Teilnehmerinnen von der erfahrenen Referentin Mechthild Goetze-Hillebrand, die darĂŒber hinaus in Arbeitsgruppen mit den Interessierten ĂŒbte, das Gelernte praktisch umzusetzen. Sie erklĂ€rte, wie man mit einer Kombination aus Vorlesen, GesprĂ€chen, ErzĂ€hlen und Spielen eine Vorlesestunde abwechslungsreich gestalten und wie man die Vorlesetechnik verbessern kann.

DarĂŒber hinaus erfuhren die Teilnehmerinnen von der Referentin, deren Spezialthemen BilderbĂŒcher und Bewegung, Theater und GeschichtenspaziergĂ€nge sind, etwas ĂŒber Literacy-Erziehung – die FĂ€higkeit, Texte zu verstehen und aktiv zu nutzen. Besonders interessant war die Buch- und Geschichtenauswahl, die sie mitgebracht hatte, fĂŒr viel Erstaunen sorgte und Fragen aufwarf, ob man Kindern auch realistische, mit ungewöhnlichen Illustrationen versehene BĂŒcher vorlesen sollte.

Die Projektleiterin des Ehrenamtsprojekts „KiG“ in der Weinheimer Bildungskette, Elke König, war sehr erfreut ĂŒber die große Zahl von Anmeldungen fĂŒr dieses Seminar. Zeige es doch, dass es immer mehr bĂŒrgerschaftlich Engagierte gibt, die gerne Kinder unterstĂŒtzen in ihrer sprachlichen Entwicklung wollen. Elke König betonte, dass diese wichtige Aufgabe neben Eltern und Großeltern, Erzieherinnen und Lehrerinnen sehr gut auch ehrenamtliche Vorlesepaten ĂŒbernehmen können, diese mĂŒssen nur gut qualifiziert und eingebunden werden in Kitas und Schulen. Über den Generali Zukunftsfonds können jetzt noch besser die Rahmenbedingungen geschaffen werden und vermehrt Fortbildungen und Seminare angeboten werden.“

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Mosaiksteine der Sprachförderung


Guten Tag!

Weinheim, 10. Juli 2011. (red/pm) Elternbegleiterinnen und Akteure der Weinheimer Bildungskette bringen die Sonne ans Mehrgenerationenhaus in der Konrad-Adenauer-Straße und heißen damit die verschiedenen Kulturen und Generationen „Willkommen“.

Information der Stadt Weinheim:

„Welcome, Bienvenue, hoÅƾ geldiniz, Yōkoso, dobrodosli“ strahlt es aus der Sonne, die mit Fliesen mosaikartig am Eingang des Mehrgenerationenhauses angebracht wurde. Mit diesem kĂŒnstlerischen Beitrag verewigten sich die Elternbegleiterinnen und Projektleiterinnen aus den „Griffbereit“ und „Rucksack“ – Projekten des BildungsbĂŒros Weinheim im Eingangsbereich des Hauses in der Konrad-Adenauer-Straße. „Griffbereit“ und „Rucksack“, das sind zwei wichtige Projekte der Weinheimer Bildungskette, die einen großen und erfolgreichen Beitrag zur Elternbeteiligung und Sprachförderung leisten und damit zur Förderung der Bildung der Kinder beitragen.

Eine Sonne aus Mosaiksteinen heißt "Willkommen".

 

Anlass fĂŒr diesen produktiven Nachmittag war das MGH-Sommerfest, das am Samstag 9. Juli im und vor dem Mehrgenerationenhaus stattfand.

Mittlerweile gibt es zwei Rucksack- und zwei Griffbereitgruppen im Mehrgenerationenhaus, die von ĂŒber 25 Eltern und deren Kindern regelmĂ€ĂŸig besucht werden. Die Elternbegleiterinnen TĂŒrkan Öziçi, Andrea Sena und Fatma Habbal sind mittlerweile fester Bestandteil des MGH und fĂŒr viele Eltern in diesem Stadtteil, und insbesondere in der Kita Kuhweid, wichtige und zuverlĂ€ssige Ansprechpartner. Mit der UnterstĂŒtzung ihrer Kolleginnen aus dem BĂŒrgerpark (GĂŒller Yildiz), der Pusteblume (Hacile CoÅƾkun) und der Moschee (GĂŒlsum Kurnaz) verdeutlichen sie mit ihrem kreativen Beitrag die kulturelle und sprachliche Vielfalt des Stadtteils und des Mehrgenerationenhauses.

Khadija Huber vom Weinheimer BildungsbĂŒro erklĂ€rt: „Nach mehr als vier Jahren ist das Mehrgenerationenhaus nicht nur ein Ort der Begegnung fĂŒr Jung und Alt geworden, auch interkulturelle Begegnungen sind hier alltĂ€glich.“ Das Haus steht damit fĂŒr gelebte Integration, die sich nun in dem vielsprachigen Willkommensgruß widerspiegele. Das soll zukĂŒnftig auch so bleiben und weiter unterstĂŒtzt und gefördert werden. Mit Raffaella Sauchelli erweitert sich das Team des BildungsbĂŒros – sie wird ab September 2011 fĂŒr die Vernetzung und den interkulturellen Austausch zwischen den verschiedenen Elterngruppen im Mehrgenerationenhaus zustĂ€ndig sein.“

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