Samstag, 23. September 2017

Gemeinderat stimmt der Übernahme durch Dritte grundsĂ€tzlich zu

TSG bald Betreiber des Sepp-Herberger-Stadions?

Weinheim, 22. Juli 2013. (red/aw) Der Weinheimer Gemeinderat stimmte in seiner Sitzung, am 17. Juli, der Übernahme des Betriebs des Sepp-Herberger-Stadions durch einen Dritten grundsĂ€tzlich zu. Eine Entscheidung, die vielleicht schon bald die TSG 1862 Weinheim von der „Hauptnutzerin“ des Statdions zur „Betreiberin“ aufsteigen lassen könnte. Die Verwaltung wurde beauftragt die Verhandlungen mit der TSG unter BerĂŒcksichtigung gewisser Rahmenbedingungen weiterzufĂŒhren. [Weiterlesen…]

OB Bernhard ehrte Dienstjubilare

Lange Jahre auf dem Rathaus

Dienstjubilare wurden geehrt. Foto: Stadt Weinheim.

Weinheim, 13. Januar 2012 (red/pm) OberbĂŒrgermeister Heiner Bernhard ehrte Dienstjubilare der Stadtverwaltung. Auch Amtsleiter Hans Heckmann und Heinrich Amann waren dabei.

Information der Stadt Weinheim:

„Der eine ist der „Law-and-Order-Mann“ auf dem Weinheimer Rathaus, der andere steht wie nur wenige fĂŒr die soziale AusprĂ€gung der Stadt.

Als OberbĂŒrgermeister Heiner Bernhard am Donnerstag die diesjĂ€hrigen Jubilare der Stadtverwaltung ehrte, waren auch zwei (dienst-)alte WeggefĂ€hrten aus FĂŒhrungspositionen dabei, die in der Stadt und darĂŒberhinaus gut bekannt sind: Rechtsamtsleiter Hans Heckmann und Heiner Amann, der Leiter des Amtes fĂŒr Jugend und Soziales.

Beide sind seit 40 Jahren im öffentlichen Dienst. Der Jurist Hans Heckmann wurde 1982 Leiter des Rechtsamtes und damit auch zustĂ€ndig fĂŒr die Bereiche öffentliche Sicherheit und Ordnung, straßenverkehrliche Probleme, Sondernutzungen, GaststĂ€tten und Gewerberecht, der Obdachlosen- und Asylbewerberunterbringung, sowie fĂŒr das Melde- und AuslĂ€nderwesen und sogar fĂŒr die Bauordnung.

„Mit Blick fĂŒr das Gesamte fĂŒr die Stadt Weinheim“

„Dabei prĂ€gte er das große Amt, scheute sich auch nicht, unpopulĂ€re Entscheidungen zu treffen und setzte sich mit Blick fĂŒr das Gesamte fĂŒr die Stadt Weinheim ein“, bescheinigte der OB.

Vor einigen Jahren entschied sich die Verwaltung im Zuge verschiedener Umorganisationen den juristischen Bereich wieder stĂ€rker in den Vordergrund zu setzen. Und seither sind die originĂ€ren Rechtsangelegenheiten der Stadt wieder ganz das Metier Hans Heckmanns. Heiner Bernhard, von Haus aus selbst Jurist, betonte: „Hans Heckmann vertritt die Stadt bei entsprechenden Verfahren vor den verschiedensten Gerichten und seine Prozessbilanz kann sich sehen lassen.“

Nahezu sein gesamtes Arbeitsleben hat Heinrich Amann im Amt fĂŒr Jugend und Soziales verbracht. Er kam direkt vom Studium der Sozialarbeit zur Stadt und ĂŒbernahm im Jugendamt den Arbeitsplatz eines Sachbearbeiters. Mitte der 80er Jahre wurde ihm die Leitung des Sozialen Dienstes ĂŒbertragen und 1998 wurde er vom Gemeinderat zum Leiter des Amts fĂŒr Jugend und Soziales gewĂ€hlt.

Wie der OB bekrĂ€ftigte, fĂŒhrt Amann das Amt mit umfangreichem Fachwissen und in ruhiger und besonnener Art. In den letzten Jahren stand insbesondere die Sicherung des Kindeswohls im Vordergrund. Und dabei mussten die Strukturen vor dem Hintergrund schwieriger finanzieller Rahmenbedingungen immer wieder angepasst werden. Nun, kurz vor seinem Ruhestand, musste Heiner Amann sein Amt erneut neu ausrichten, es neuen Aufgaben zuwenden.

In einem ganz anderen Bereich arbeitet ein Jubilar, der eigentlich erst 1993 zur Stadt Weinheim kam, zuvor jedoch beim Landesvermessungsamt Freudenstadt und beim Landesvermessungsamt Heidelberg im vermessungstechnischen Verwaltungsdienst tĂ€tig war – insgesamt auch 40 Jahre. Vermessungstechniker Rainer Schleh kam in Zuge der EinfĂŒhrung der graphischen Datenverarbeitung zur Stadt Weinheim.

Als ausgesprochener Computerfreak, wusste der OB, arbeite Rainer Schleh gerne an der Lösung kniffliger Probleme im vermessungstechnischen, aber auch im allgemeinen EDV- Bereich. So ist es nicht verwunderlich, dass der Mann mittlerweile sozusagen die „Seele unses Geoinformationssytems“ ist. Rainer Schleh fĂŒhrt die digitale Grundkarte, erteilt LageplĂ€ne fĂŒr Baugesuche, bearbeitet die Grundlagen fĂŒr den Stadtplan und thematische Sonderkarten und bereitet relevante Daten auf.

„Die tĂ€gliche Beanspruchung verlangt Fleiß, Engagement und Verantwortungsbereitschaft“

Ebenfalls 40 Jahre ist Peter Ebert bei der Stadt Weinheim. Der gelernte Maler und Lackierer war, als er 1971 anheuerte, zunĂ€chst im Tiefbauamt tĂ€tig, bevor er 1974 zum Friedhof wechselte. In den folgenden Jahren gab es nichts, was Peter Ebert auf dem Friedhof nicht erledigte. „Die tĂ€gliche Beanspruchung verlangt Fleiß, Engagement und Verantwortungsbereitschaft. Und wir alle wissen, lieber Peter, dass diese Anforderungen von Dir ohne EinschrĂ€nkung erfĂŒllt werden“, so bedankte sich der OB bei seinem treuen Mitarbeiter.

Eine Reihe von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern arbeiten seit einem Vierteljahrhundert schon bei der Stadt. So zum Beispiel Armin Klohr, der im Baubetriebshof im Bereich der Straßeninstandsetzung sĂ€mtliche Maschinen und GerĂ€te beherrscht. Bernhard bewunderte: „Es gibt wohl kaum einen Ort in unserer Stadt, an dem Sie nicht schon waren, um StraßenschĂ€den zu beheben, Randsteine zu setzen oder den Gehweg wieder sicher zu machen.“

Bernadette Schwarz-Heil war viele Jahre im Kindergarten Waid tĂ€tig und hat diese Einrichtung lange als Leiterin gefĂŒhrt und habe dafĂŒr gesorgt, „dass dort der Betrieb reibungslos und fach- und sachgerecht ablĂ€uft“, so der OB. Vor Kurzem wechselte sie zum Kindergarten Rasselbande in Rippenweier und unterstĂŒtzt nun dort das Erzieherinnenteam mit ihrer großen Erfahrung und Ihrem pĂ€dagogischen Geschick.

Ilse Ehlers beschĂ€ftigt sich im Amt fĂŒr Stadtentwicklung in erster Linie mit stĂ€dtebaulichen VertrĂ€gen und deren Umsetzung und nimmt damit eine sehr wichtige Aufgabe im Bereich der Stadtplanung wahr. Außerdem ist sie diejenige, die im Stadtentwicklungsamt den Daumen auf dem Geld hat, wie es Heiner Bernhard formulierte.

Die Diplom-Bibliothekarin Elke Huber kam vor 25 Jahren zur Stadt. Die Arbeit mit Kindern und die Kooperation mit Schulen war auch fĂŒr lange Zeit ein Schwerpunkt ihrer Arbeit. So ist es bis heute. Sie bearbeitet den Medienbestand bibliothekarisch, plant Vorlesewettbewerbe fĂŒr Kinder und Veranstaltungen fĂŒr Erwachsene und sorgt dafĂŒr, dass bis heute monatlich 30 bis 40 Kinder mit Eltern begeistert beim Lesen, Basteln und Malen der Bibliothek profitieren.

UrsprĂŒnglich war die Stadtbibliothek auch das Metier von Petra Enßlen-Winkler. Denn sie erlernte zunĂ€chst den Beruf einer „Assistentin an Bibliotheken“. Schon wĂ€hrend der Ausbildung wurde aber deutlich, dass sie eine besondere Begabung und Freude an der Gestaltung von BroschĂŒren und Plakaten hat. Deshalb wurde sie bald zur wichtigen Hilfe fĂŒr die damalige Bibliotheksleiterin und Kulturreferentin Ursula Seume. Beide entwickelten 1988 mit gemeinsam zusammen auch den ersten „Weinheimer Kultursommer“.

„KreativitĂ€t und organisatorisches Talent“

1999 wechselte Petra Enßlen-Winkler schließlich ganz zum KulturbĂŒro. Sie organisiert den Veranstaltungskalender, Ausstellungen und den Kunstankauf, gestaltet Programme, Plakate und den Internetauftritt des Kultursommers. Der OB lobte: „Sie beweisen dabei tagtĂ€glich Ihre KreativitĂ€t und Ihr organisatorisches Talent.“

GĂŒnther Klohr habe einerseits einen Verwaltungsjob zu erledigen, er nehme andererseits aber auch eine Vertrauensposition ein, erklĂ€rte Bernhard beim nĂ€chsten Jubilar. Klohr ist der Nachlassermittler der Stadt Weinheim und steht in erster Linie bereit, die NachlĂ€sse der Verstorbenen zu sichern, sie aufzunehmen und die erforderlichen Daten an das Notariat weiterzuleiten.

„Eigentlich hĂ€tte GĂŒnther Klohr damit genug zu tun, aber er hat noch einen Nebenjob“, schmunzelte der Rathauschef. GĂŒnter Klohr ist als OB-Fahrer auch immer zur Stelle, wenn der OB grĂ¶ĂŸere Strecken zurĂŒcklegen muss oder der Terminkalender es erforderlich macht, dass er sich auf der Fahrt zwischen zwei Terminen noch vorbereiten oder Arbeiten erledigen muss.

Heiner Bernhard gestand zu: „GĂŒnther Klohr ist jemand, der die vertraute Zweisamkeit im Auto dazu nutzt, mir ab und an auch mal die Meinung zu sagen. Und das ist fĂŒr mich nicht immer angenehm, aber mehr als wichtig.““

„Keine Abstriche bei Kinder- und Jugendarbeit“


Weinheim, 9. Juni 2011. (red/pm) Jugendhilfeausschuss plĂ€diert fĂŒr eine Umstrukturierung bei der Verwaltung der Jugendhilfe. Der Landkreis soll kĂŒnftig TrĂ€ger sein.

Information der Stadt Weinheim:

„Wenn nicht jetzt, wann dann?“ Unter diesem Motto steht die aktuelle Diskussion ĂŒber eine Umstrukturierung in der Weinheimer Stadtverwaltung, in deren Zuge die Verwaltung der Jugendhilfe an den Rhein-Neckar-Kreis ĂŒbertragen werden soll.

Der Jugendhilfeausschuss hat sich jetzt nach intensiver Diskussion fĂŒr diese VerĂ€nderung der Verwaltungsstrukturen ausgesprochen, das letzte Wort hat der Gemeinderat noch vor der Sommerpause. In dieser Sitzung soll ein Vertreter des Landratsamtes anwesend sein.

Die 13 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die bislang bei der Stadt fĂŒr die Verwaltung der Jugendhilfe zustĂ€ndig waren, sollen kĂŒnftig beim Landkreis beschĂ€ftigt sein. Der Standort Weinheim bleibt erhalten, weil der Kreis das Amt im neuen Behördenzentrum am Kreiskrankenhaus ansiedeln wird. Im Ausschuss war deshalb die Rede vom „Weinheimer Heimvorteil“ und davon, dass die Aufgaben „vom bisherigen Personal am bisherigen Standort“ erfĂŒllt werden.

„Ohne diese Vor-Ort-Lösung hĂ€tten wir uns dem Thema nicht genĂ€hert“, erklĂ€rte auch OberbĂŒrgermeister Heiner Bernhard. Nun sei aber der richtige Zeitpunkt fĂŒr diese Umstrukturierung gekommen. Schließlich sei Weinheim die einzige Stadt in dieser GrĂ¶ĂŸenordnung in Baden-WĂŒrttemberg, die sich noch eigenstĂ€ndig der Verwaltung der Jugendhilfe widme. Die finanzielle Situation der Stadt, die Notwendigkeit der Straffung von kommunalen Verwaltungsstrukturen und der neue Weinheim-Standort des Kreises seien nun die Hauptargumente, die VerĂ€nderung jetzt vorzunehmen. Bis das Behördenzentrum des Kreises fertiggestellt ist, bleiben die Mitarbeiter in ihren bisherigen BĂŒros in der Weinheim Galerie.
Insgesamt kann die Stadt mit diesem Schritt mindestens 300 000 Euro pro Jahr an Personalkosten einsparen und vermeidet außerdem einem stĂ€ndig wachsenden Zuschussbedarf bei der Jugendhilfe.

„Es wird keine Abstriche bei der Kinder- und Jugendarbeit vor Ort geben“, versprach OB Bernhard. Die in der Stadt ĂŒber Jahre gewachsenen Netzwerke der offenen Jugendarbeit und der Jugendsozialarbeit seien von der VerĂ€nderung nicht betroffen, ebenso wenig wie die Verwaltung der Kinderbetreuung, der Bereich der Bildung , des Stadtjugendrings und insgesamt der Weinheimer Bildungskette. „Diese VerĂ€nderung“, so der Rathauschef, „wird nicht dazu fĂŒhren, dass die Stadt mit dem Thema Kinder und Jugend nichts mehr zu tun hat“.

Der Jugendhilfeausschuss selbst wird in dieser Form nicht mehr bestehen und durch ein anderes Gremium mit vergleichbarer Besetzung ersetzt. OB Bernhard selbst wird Weinheim kĂŒnftig als SPD-Sprecher im Jugendhilfeausschuss des Kreises vertreten, ebenso wie die Weinheimer Stadt- und KreisrĂ€tin Christa Ohligmacher fĂŒr die Freien WĂ€hler. Vertreter Weinheimer JugendverbĂ€nde sind dort ebenfalls vertreten.“

Einen schönen Tag wĂŒnscht
Das weinheimblog