Sonntag, 24. September 2017

Wegen gro├čer Nachfrage: Zweite gef├╝hrte Wanderung entlang der Weschnitz

An Allerheiligen zu den M├╝hlen

Weinheim, 16. Oktober 2014. (red/pm) Sechs M├╝hlen, Industrie- und Kulturdenkm├Ąler vergangener Jahrhunderte, und ein wild-romantisches Tal erleben: Das k├Ânnen Weinheimer sowie Besucher aus der Region in diesem Jahr noch einmal an Allerheiligen, am Samstag, 01. November. [Weiterlesen…]

Saukopftunnel erneut au├čerplanm├Ą├čig gesperrt

„Never Ending ├ärger“ mit dem Saukopftunnel?

Tunnel zu – Ärger groß. Das ist die einfache Formel für die 20.000 Autofahrer, die sich über verstopfte Straßen quälen müssen. Foto: Sebastian Singer

 

Weinheim/Rhein-Neck/Bergstraße, 22. November 2012. (red/aw) Es vergeht kaum ein Monat, in dem keine neuen Nachrichten über Probleme des Saukopftunnels oder dessen neuen Fluchtstollen auf der B38 zwischen Weinheim und Birkenau bekannt werden. Seit der Eröffnung Ende 1999 ist die Fertigstellung des Tunnels eine „Never Ending Ärger-Story“. Aktuell wurde er nun wieder „spontan“ gesperrt, da es zu Hard- und Softwareproblemen kam. Für die Autofahrer ein absolutes Ärgernis. Die Sperrung kostet Zeit, Geld und Nerven. Sind denn da nur Pfuscher auf dem Bau?

Kommentar: Alexandra Weichbrodt

Jeder Autofahrer der zur morgendlichen Berufszeit aus dem vorderen hessischen Odenwald in Richtung Weinheim unterwegs ist, nutzt für gewöhnlich den Saukopftunnel. Ist ja auch so herrlich bequem: Direkte Verbindung zur Autobahn, kaum Ampeln, angemessene Tempobeschränkung. Das es sich hier hin und wieder mal staut, weil die dazustoßenden Autofahrer aus Sulzbach nicht richtig in den Verkehr eingefädelt werden, nimmt man gelassen in Kauf.

Doch, wenn der Tunnel zu ist, dann ist die Fahrt zur Arbeit alles andere als eine Freude. Denn die primäre Ausweichstrecke über die alte B38 durch Birkenau ist total überlastet. Hin und wieder würden die Autofahrer diese Zusatzstrecke, den zusätzlichen Verbrauch an Kraftstoff und vor allem den Zeitverlust vielleicht ohne Ärger hinnehmen. In letzter Zeit allerdings häufen sich die Sperrungen des Tunnels. Besonders ärgerlich sind die nicht geplanten Vollsperrungen, wie aktuell seit gestern Abend.

Wird dieser Tunnel denn niemals fertig?

Die ursprüngliche Idee hinter dem Bau des Tunnels war, dass der Verkehr nicht mehr durch die Stadt Weinheim, das sehr enge und windungsreiche Durchbruchstal der Weschnitz und durch Birkenau geführt werden muss. Prinzipiell eine tolle Idee. Die Birkenauer waren begeistert, die Mörlenbächer schnell ernüchtert. Denn das Problem hat sich nun, besonders im Feierabendverehr, in das hintere Weschnitztal nach Mörlenbach verlagert. Hier drängen die Bürger nunmehr auf eine eigene Verkehrsumgehung. Aber das ist ein anderes Thema.

Am Morgen ist der Tunnel auch für die Mörlenbächer ein wahrer Segen. Ist der Tunnel allerdings gesperrt, ist die Situation in Birkenau wieder so wie vor der Inbetriebnahme des Tunnels. Besonders bei spontanen Sperrungen reagieren die Autofahrer, beispielsweise bei Facebook, genervt:

Was ich, und 1000 andere, heute morgen erlebt und gesehen haben ist schlicht und ergreifend nicht hinnehmbar!

Solche Kommentare findet man heute zahlreich im sozialen Netz. Viele Autofahrer hatte die ungeplante Sperrung kalt erwischt.

Der Kommentator Sven S. hat auf dem Rheinneckarblog seinem Frust ebenfalls freien Lauf gelassen:

Unfassbar, offenbar sind hier echte Profis am Werk. Richtig getestet werden die technischen Änderungen also wohl erst am “lebenden” Objekt und das dann auch noch während des Berufsverkehrs. Aber nicht genug damit, die komplette Aktion wird durchgeführt während erhebliche Einschränkungen an den Ausweichstrecken bestehen, die auch ohne dies bei einer Tunnelsperrung überlastet sind, also auch massive Planungsmängel.

Und Recht hat er. Wie kann es denn sein, dass fast genau 13 Jahre nach Eröffnung immer noch eine akute Gefahr für die Nutzer des Tunnels besteht? Wer hat diesen Tunnel geplant? Amateuere? Studenten im Rahmen einer Projektarbeit?

Von Beginn an nur „ausreichend“

Die Liste der Sperrungen ist lang. Die Liste der Nachrüstungen auch. 2008 wurde der Saukopftunnel mehrere Monate gesperrt, aufgrund von Sicherheitsmängeln.  Die Kosten der Nachrüstung beliefen sich auf 11 Millionen Euro.

Mitte 2009 begann man mit den Vorbereitungen für den Bau des Rettungsstollens. Ebenfalls mehrere Monate war die Röhre wiederum dicht, da erst der Hauptunnel verstärkt werden musste, bevor im Oktober 2009 überhaupt mit dem eigentlichen Fluchtstollen-Bau begonnen werden konnte. Geplante Baukosten: 30 Millionen Euro. Fertig ist er bis heute nicht.

Wie konnte man denn überhaupt einen Tunnel in den 90er Jahren bauen, ohne an einen Fluchtstollen zu denken? Kein Wunder, dass der ADAC in einem Tunneltest 2001 dem Saukopftunnel nur ein „ausreichend“ bescheinigte.

Immer wieder kommt es auch zu technischen Störungen. So brannte es im November 2010 in einem Technikraum des Saukopftunnels. Die Folge: Tagelange Sperrung. Und auch bei der aktuellen Sperrung muss man sich fragen: Konnte keiner der Planungsherren absehen, dass die neuen Soft- und Hardware-Installationen mit dem bisherigen Betriebssystem nicht kompatibel sind? Da hat SvenS. schon vollkommen Recht, wenn er findet, dass manche Dinge erst am „lebenden“ Objekt durchgeführt werden. Wo kämen wir aber hin, wenn jeder Arzt erstmal operiert, bevor er eine Diagnose stellt und den Behandlungsplan entwirft?

20.000 verärgerte Autofahrer täglich

Eigentlich ist egal, wie und warum der Tunnel dieser Tage mal wieder gesperrt ist. Fakt ist: Über 20.000 Autofahrer müssen an Werktagen auf andere Strecken ausweichen. Ob diese denn überhaupt befahrbar sind, interessiert vom Planungsteam wohl niemanden. Denn sowohl die Zufahrt zur alten B38 in Weinheim ist durch Bauarbeiten an der B3 Bergstraße/ Ecke Friedrichstraße wegen Sanierungsarbeiten ander Fahrbahndecke eingeschränkt, als auch die Ausweichmöglichkeit über den Watzenhof in Hemsbach. Hier wird ebenfalls gebaut. Das Resultat: Die Autofahrer stehen sowohl in Weinheim als auch in Birkenau im Stau. Sie stehen und stehen und stehen.

Der Ärger dauert mindestens bis Montagfrüh – vorausgesetzt, die Brandversuche am Wochenende verlaufen nach Plan. Hoffen wir, dass da nicht ebenfalls wieder neue Probleme auftauchen. Denn ansonsten beginnt auch die nächste Woche für viele Autofahrer im Stillstand!

Von ehrbaren M├╝llern, einer Quelle, R├Ąubern und einer Galgenm├╝hle

Das Wandern ist der Kinder Lust

Die Hildebrandsche M├╝hle ist nur einer der spannenden Ausflugsziele der Wanderung durch das romantische Weschnitztal. Quelle: Stadt Weinheim.

Weinheim, 24. August 2012. (red/pm) Stadt- und Geoparkf├╝hrer Franz Piva f├╝hrt durch die spannende Geschichte der Franken, der Entstehung des D├Ârfchens Winnenheim (Weinheim), der Peterskirche und der geheimnisvollen Neumaurerspforte, die einst das Tor ins Weschnitztal und in den Odenwald war.

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Neuer Radweg ab September

Sicherer rollen durchs Birkenauer Tal

Weinheim, 01. August 2012. (red/pm) Stadt richtet im September einen neuen Radweg ein. Weitere Verbesserungen sind in Vorbereitung.

Information der Stadt Weinheim:

So soll der Radweg nach Weinheim k├╝nftig aussehen - Fotomontage. Bild: Stadt Weinheim.

ÔÇ×Gute Nachrichten f├╝r Radler und Pendler aus den Nachbarorten des Weschnitztals: Die Stadt macht das Radfahren von Birkenau nach Weinheim in der Birkenauer Talstra├če sicherer und leichter. Im September wird ein neuer Radfahrstreifen auf der n├Ârdlichen Seite der Stra├če eingerichtet, also bergab.

Der Streifen wird etwa 1.90 Meter ÔÇô also breit genug f├╝r Fahrr├Ąder und mit einer deutlichen durchgezogenen wei├čen Linie von der Fahrbahn abgetrennt sein. Piktogramme mit dem Radsymbol auf dem Asphalt kennzeichnen den Weg au├čerdem deutlich. ÔÇ×Mit dieser Art der Markierung konnte in der┬ábesonders beengten Situation in der Birkenauer Talstra├če eine f├╝r alle Verkehrsteilnehmer funktionierende und tragf├Ąhige L├Âsung gefunden werdenÔÇť, erkl├Ąrt Dietmar Schmittinger, Verkehrsplaner im Weinheimer Amt f├╝r Stadtentwicklung.

Die Birkenauer Talstra├če sei breit genug f├╝r einen solchen Radfahrstreifen, der ausschlie├člich f├╝r die bergab fahrenden Radfahrer reserviert ist; daf├╝r steht die durchgezogene Linie. Die Radfahrer seien
allerdings auch verpflichtet, bergab den Radweg zu benutzen. Diese sind, da sie sich im direkten Sichtfeld der Autofahrer befinden, gut zu sehen und werden dadurch beachtet.

Besonders komfortabel ist: Radfahrer brauchen von Birkenau bis zur Weinheimer Peterskirche und zuk├╝nftig auch im weiteren Verlauf Richtung Stadthalle nicht die Stra├čenseite zu wechseln. Damit beseitigt die Stadt ein Sicherheitsproblem. Denn bislang war es Praxis, dass der s├╝dliche Geh- und Radweg auch von den Radlern aus Birkenau genutzt wurde. Dadurch kam es aber immer zu gef├Ąhrlichem Gegenverkehr, au├čerdem gibt es auf dieser Stra├čenseite einige Ausfahrten, an denen es immer wieder zu kritischen Situationen und Unf├Ąllen gekommen war.

Die Verkehrsplanung sieht vor, dass der neue Radfahrstreifen in Weinheim ab dem Ortseingang in einen so genannten Schutzstreifen ├╝bergeht. Dieser ist dann nur noch mit einer unterbrochenen Linie markiert und etwa 1,25 Meter breit, denn im Bereich bis zur B 3 reicht die Fahrbahnbreite nicht aus, um einen echten Radfahrstreifen zu markieren. Diese Schutzstreifen werden gerne in geschlossenen Ortschaften verwendet, um den flie├čenden Autoverkehr einerseits nicht zu st├Âren, den Radfahrern andererseits aber mehr Aufmerksamkeit und damit mehr Sicherheit zukommen zu lassen. Die Autos k├Ânnen im Bedarfsfall den Schutzstreifen mitnutzen, wenn er von Radfahrern frei ist.

Mit diesem Verfahren von Radfahr- und Schutzstreifen will die Stadt ÔÇô wie auch mittlerweile viele andere St├Ądte in Deutschland ÔÇô in den n├Ąchsten Monaten weitere Hauptverkehrsstra├čen f├╝r Radfahrer und Autofahrer gleicherma├čen sicherer machen. Eine weitere Planung f├╝r die B3 zwischen Stadthalle und Hauptfriedhof ist durch Verkehrsplaner Schmittinger schon in Vorbereitung und wurde in der Verkehrsbesprechung, insbesondere auch unter Beteiligung der Polizei, bereits vorabgestimmt.

Sven-Patrick Marx, Leiter des Amtes f├╝r Stadtentwicklung, sagt: ÔÇ×Ziel ist eine einheitliche und f├╝r alle begreifbare Fahrbahnaufteilung auf den Weinheimer Hauptverkehrsstra├čen.ÔÇť