Sonntag, 22. Oktober 2017

Gemeinderat beschließt Steuerungsmöglichkeiten bei Windkraftanlagen

Viel Wind um laues LĂŒftchen?

Weinheim, 18. Oktober 2014. (red/ld) Das laue LĂŒftchen auf dem Goldkopf reiche nicht aus, um dort Windkraftanlagen wirtschaftlich zu betreiben, sind sich viele StadtrĂ€te sicher. Wozu also die Angst davor eine Konzentrationszone auszuweisen? Schließlich sichert sich der Gemeinderat dadurch seinen Einfluss. Also am Ende doch viel Wind um nichts? [Weiterlesen…]

Vorwahlumfrage vom Runden Tisch Energie

Alle Parteien halten lokale Energiewende fĂŒr wichtig

Weinheim, 21. Mai 2014. (red/pm) Nicht hundertprozentig zufrieden war der Runde Tisch Energie (RTE) mit der Beteiligung an seiner Umfrage bei den Parteien und Listen, die sich 25. Mai zur Wahl des neuen Gemeinderats stellen. SPD, CDU, GAL, Freie WĂ€hler und Linke haben ausfĂŒhrlich Stellung genommen, die FDP antwortete nur pauschal mit einem Hinweis auf das Wahlprogramm, die Weinheimer Liste beteiligte sich gar nicht. [Weiterlesen…]

Weinheimer Liste stellt Programm fĂŒr Kommunalwahl vor

Frische Brise gegen Windkraft, fĂŒr Transparenz

Weinheim, 13. Mai 2014. (red/ld) „Wir wollen jetzt handeln“, fasst die Spitzenkandidatin der Weinheimer Liste, Dr. Elke König, das Programm fĂŒr die anstehende Kommunalwahl zusammen: Keine WindrĂ€der an der Bergstraße, mehr Transparenz in der Verwaltung und die EinfĂŒhrung des Wirtschaftsmodells Schule. [Weiterlesen…]

Artenschutzgutachten zur Windenergie Vögel und FledermÀuse

Mit FlĂŒgeln gegen WindmĂŒhlen

Die Mopsfledermaus (Barbastellus Barbastella) ist neu in Weinheim und könnte mit Windkraftanlagen in Konflikt geraten. Foto: Wikipedia CC-BY-SA 3.0; C. Robiller/Naturlichter.de

Die Mopsfledermaus (Barbastella Barbastellus) ist neu in Weinheim und könnte mit Windkraftanlagen in Konflikt geraten. Foto: Wikipedia CC-BY-SA 3.0; C. Robiller/Naturlichter.de

 

Weinheim. 27. November 2013. (red/ld) Das Artenschutzgutachten zum TeilflĂ€chennutzungsplan „Windenergie“ werde Windkraftanlagen in Weinheim nicht verhindern, sagte Erster BĂŒrgermeister Dr. Torsten Fetzner gestern bei dessen Vorstellung. Das sei ein zu schwaches Instrument. Trotzdem löste die Anwesenheit der verschiedenen Fledermaus- und Vogelarten bei den 35 Besuchern Aufregung aus. [Weiterlesen…]

Umweltminister Franz Untersteller nimmt teil am Runden Tisch "Energie"

Energiewende: Benötigt werden Planungssicherheit und profitable Standorte

Franz Untersteller (mitte) gestern beim Treffen des Runden Tischs Energie.

Franz Untersteller (mitte) gestern beim Treffen des Runden Tischs „Energie“.

Weinheim, 28. August 2013. (red/ld) Landesumweltminister Franz Untersteller (BĂŒndnis ’90/DIE GRÜNEN) war am Dienstag zu Gast beim Treffen des Runden Tischs „Energie“ in Weinheim. Der Runde Tisch „Energie“ geht in Zukunft eigene Wege: Organisatorisch trennt sich das bĂŒrgerschaftliche Gremium zur Energiewende von der Stadtverwaltung. So könne man eigenstĂ€ndiger arbeiten, unabhĂ€ngig von Gemeinderat und Stadthaushalt, sagte Manfred Schmitt, der Initiator des Runden Tischs. [Weiterlesen…]

Delegation der Stadtverwaltung diskutierte mit Landesregierung ĂŒber Windenergie

Stuttgart lÀsst keinen Ausschluss zu

Weinheim, 19. Juni 2013. (red/pm) „Wir haben intensiv diskutiert und in einigen Punkten ein offenes Ohr gefunden, aber in der Sache hat das Land einen klaren Standpunkt, und wir haben erfahren, dass hiervon nicht abgewichen werden soll.“ Mit dieser EinschĂ€tzung sind Weinheims Erster BĂŒrgermeister Dr. Torsten Fetzner und Sven-Patrick Marx, Leiter des Amts fĂŒr Stadtentwicklung, von einem GesprĂ€chstermin in Stuttgart zurĂŒckgekehrt. [Weiterlesen…]

Franziska Brantner zeigt VerstĂ€ndnis fĂŒr kommunale Probleme beim Besuch im Weinheimer Rathaus

„FĂŒr Euch, hier vor Ort, ist das unglaublich schwierig.“

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Hier trifft Kommunalpolitik auf Europapolitik: OberbĂŒrgermeister Heiner Bernhard und die Europaabgeordnete Dr. Franziska Brantner.

 

Weinheim, 12. Juni 2013. (red/aw) In lockerer AtmosphĂ€re traf sich am Morgen die Europaagbgeordnete Dr. Franziska Brantner mit den BĂŒrgermeistern der Stadt Weinheim, Heiner Bernhard und Dr. Torsten Fetzner sowie einigen GAL-Mitgliedern im Rathaus. Die Runde sprach ĂŒber aktuelle Geschehnisse in Weinheims Kommunalpolitik sowie deren BezĂŒge zur Europapolitik. Es ging um LĂ€rmschutz, KrippenplĂ€tze und Windenergie. Im September will Franziska Brantner fĂŒr BĂŒndnis ’90/Die GrĂŒnen in den Bundestag einziehen. Um sich auf ihre neue Rolle als Bundestagsabgeordnete vorzubereiten, besucht sie derzeit die BĂŒrgermeister in ihrem Wahlkreis Heidelberg-Weinheim. [Weiterlesen…]

Junge Union ist fĂŒr eine BĂŒrgerbefragung zum Thema Windenergie

„Windenergie ist eine Nulloption an der Bergstraße!“

proehl

„Jetzt hilft nur noch öffentlicher Druck“. Der Vorsitzende Sascha Pröhl will mit der Jungen Union den BĂŒrgerentscheid voranbringen. (Foto: CDU)

Weinheim, 06. Juni 2013. (red/pm) „Die Landesregierung hat den Menschen einen Wechsel im Regierungsstil und eine „Politik des Gehörtwerdens“ in Baden-WĂŒrttemberg versprochen“ – erinnert die Junge Union an den Wahlkampf. Was man tatsĂ€chlich vom BĂŒrgerwillen halte, zeigten jedoch die jĂŒngsten Erfahrungen beim Nationalpark Nordschwarzwald. Kaum sei man selbst in der Regierungsverantwortung benutzeten die GrĂŒnen den einst so verpönten Regierungsstil, sod die jungen Konservativen.

Information der Jungen Union Weinheim:

„Statt einer Basta-Politik a la Gerd Schröder verwendet der MinisterprĂ€sident Kretschmann zwar einen weicheren Begriff, nĂ€mlich den der Nulloption. Aber es handelt sich um einen Terminus, der zwar den Anstrich einer analytischen Unmöglichkeit darstellt, im Kern aber nichts anderes bedeute als „meckert ihr nur, es interessiert uns nicht und basta!“ [Weiterlesen…]

GesundheitsschÀden durch Kohlekraftwerke

Keine gesundheitlichen Auswirkungen fĂŒr unmittelbare Nachbarn

Das Großkraftwerk Mannheim ist mit seinen Emissionen bundesweit fĂŒr 71 vorzeitige TodesfĂ€lle verantwortlich. Allein fĂŒr den Block 9 rechnen Forscher mit 48 FĂ€llen. Er geht 2015 ans Netz.

 

Mannheim/Rhein-Neckar, 04. April 2013. (red/ld) Wer nahe am Kohlekraftwerk wohnt, lebt lĂ€nger. Eine Studie der UniversitĂ€t Stuttgart im Auftrag der Umweltorganisation Greenpeace, die gestern vorgestellt worden ist, sorgt fĂŒr Aufregung. Daraus geht hervor, dass Kohlekraftwerke mit giftigen Feinstaubemissionen die Lebenszeit der Deutschen jedes Jahr um 33.000 Lebensjahre verkĂŒrzen. Das entspricht 3.100 Menschen pro Jahr, die frĂŒhzeitig sterben. FĂŒr 71 davon ist das kohlebetriebene Großkraftwerk Mannheim verantwortlich. Die gesundheitsschĂ€dlichen Auswirkungen zeigen sich aber erst in weiter Umgebung der Kraftwerke. [Weiterlesen…]

Die Europaabgeordnete Franziska Brantner (B'90/Die GrĂŒnen) will im September in den Bundestag einziehen - fĂŒr den Wahlkreis Weinheim-Heidelberg

„Schon meine Schulzeit war europĂ€isch geprĂ€gt.“

Franziska Brantner will im September fĂŒr BĂŒndnis ’90/Die GrĂŒnen in den Bundestag einziehen. Derzeit pendelt sie als Abgeordnete des EuropĂ€ischen Parlaments zwischen Heidelberg, BrĂŒssel und Straßburg und zieht ihre kleine Tochter groß. Chefredakteur Hardy Prothmann traf sie in Heidelberg.

 

Heidelberg/Rhein-Neckar, 02. April 2013. (red/pro) Die Europaabgeordnete Franziska Brantner hat gute Chancen, im September in den Bundestag gewĂ€hlt zu werden. Sie ist Kandidatin von BĂŒndnis ’90/Die GrĂŒnen im Wahlkreis Heidelberg/Weinheim – ein viel kleinerer Wahlkreis als ihr derzeitiger. In Berlin will sie gegen den BahnlĂ€rm in Weinheim kĂ€mpfen und fĂŒr den Ausbau der erneuerbaren Energien. Auch mit der Eurokrise will sie sich auseinandersetzen und dabei noch viel PrĂ€senz in ihren Wahlkreis zeigen. [Weiterlesen…]

Verwaltungsspitze appelliert an MinisterprÀsident Kretschmann

Die Energiewende braucht Akzeptanz

Weinheim, 22. MĂ€rz 2013. (red/pm) Die Stadt Weinheim sieht sich beim Thema Windenergie „in der ZwickmĂŒhle“. So steht es in einem vierseitigen Schreiben von OberbĂŒrgermeister Heiner
Bernhard und BĂŒrgermeister Dr. Torsten Fetzner an den baden-wĂŒrttembergischen MinisterprĂ€sidenten Winfried Kretschmann. Darin regen sie eine „sinnvolle Modifikation“ des Landesplanungsgesetzes an, mit dem die grĂŒn-rote Landesregierung die Windenergie im Lande voranbringen will.
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BUND kritisiert PlÀne der Region Rhein-Neckar

Ausbau der Windenergie steht auf der Kippe

Heidelberg/Rhein-Neckar, 26. Februar 2013. (red/pm) Der Verband Region Rhein-Neckar will die Windenergie aus dem einheitlichen Regionalplan herausnehmen. Grund seien die unterschiedlichen Regelungen zum Ausbau der Windenergie in den drei LĂ€ndern Baden-WĂŒrttemberg, Hessen und Rheinland-Pfalz.

Information des Bundes fĂŒr Umwelt und Naturschutz Deutschland:

„Der BUND Regionalverband Rhein-Neckar-Odenwald fordert von den beteiligten Landesregierungen eine zĂŒgige Harmonisierung der Regelungen. Zudem muss der Verband Region Rhein-Neckar den Prozess auf der aktuellen Rechtsgrundlage weiter vorantreiben um den Ausbau der erneuerbaren Energien in der Region zu garantieren.

„Die Landesregierungen mĂŒssen sich jetzt an einen Tisch setzen und die Hindernisse zum Ausbau der Windenergie aus dem Weg rĂ€umen“, sagt Richard Landenberger, Vorsitzender des BUND Regionalverbands Rhein-Neckar-Odenwald. [Weiterlesen…]

Buchener Ortsvorsteher informiert ĂŒber zurĂŒckliegende Diskussion

Windkraft: Pro und Kontra

Weinheim, 15. Februar 2013. (red/pm) Sind WindrĂ€der zu groß, zu laut, zu hĂ€sslich, vertreiben sie Touristen, zerstören sie den Wald, verschrecken sie die Vögel? Viele EinwĂ€nde beruhen vorerst noch auf Vermutungen.

Information der GrĂŒnen/BĂŒndnis 90 Weinheim:

„Sie mögen zutreffen oder auch nicht. Am besten, man informiert sich dort, wo man die Erfahrungen bereits gemacht hat. Dort, wo Windanlagen seit Jahren laufen (und wo weitere geplant sind), kann man die Auswirkungen am besten beurteilen.

Zu einem solchen Erfahrungsbericht haben die Weinheimer GrĂŒnen den Ortsvorsteher von Buchen/Hettingen, Volker Mackert, ein geladen. Sein Ort hat alle Diskussionen, die es auch in Weinheim gibt, erlebt. Die Bevölkerung ist herzlich eingeladen, sich das anzuhören und darĂŒber zu diskutieren. Das Treffen findet am Freitag, den 15. Februar 2013 um 20 Uhr im Altes Rathaus, Weinheim statt.“

Windenergie

Noch lĂ€nger Zeit fĂŒr BĂŒrger-Anregungen

Weinheim, 30. Januar 2013. (red/pm) Wegen des unverĂ€ndert großen Interesses am Verfahren zur Steuerung von Windenergieanlagen hat die Stadt Weinheim die Phase der BĂŒrgerbeteiligung, die ohnehin schon zwei Monate lĂ€nger ist als ĂŒblich, um weitere zwei Wochen verlĂ€ngert. „Trotz des hohen Maßes an Öffentlichkeit“, erklĂ€rt BĂŒrgermeister Dr. Torsten Fetzner, „melden sich immer wieder neue BĂŒrgerinnen und BĂŒrger mit Fragen und Anregungen an uns“.

Information der Stadt Weinheim:

„Die Phase der „frĂŒhzeitigen Beteiligung der Öffentlichkeit“, die seit November bereits lĂ€uft, endet nun erst am Freitag, 22. Februar. Die Planunterlagen können bis zum 22. Februar im Foyer der Stadtbibliothek, Luisenstraße 5/1, wĂ€hrend der Öffnungszeiten eingesehen werden. Weitergehende AuskĂŒnfte zum sachlichen TeilflĂ€chennutzungsplan Windenergie werden von Dietmar Schmittinger im Amt fĂŒr Stadtentwicklung unter der Telefonnummer 06201/82-365 erteilt. WĂ€hrend der Auslegungsfrist können Stellungnahmen abgegeben werden. Alle Infos auch auf www.weinheim.de/Bauen und Wohnen/BĂŒrgerbeteiligungen. Dort steht auch ein „Onlineformular“ zur VerfĂŒgung, sowie die Visualisierungen der möglichen Standorte.“

BĂŒrgerbeteiligung zum Teil-FlĂ€chennutzungsplan Windenergie

Weiter RĂŒckenwind fĂŒr mĂŒndige BĂŒrger

Weinheim, 14. Januar 2013. (red/pm) Die nĂ€chsten beiden Wochenenden stehen im Zeichen der BĂŒrgerbeteiligung „Windenergie“. Expertenhearing und Vor-Ort-Tor am 19. und 25. Januar.

Information der Stadt Weinheim:

„FĂŒr ihre außergewöhnlich umfassende BĂŒrgerkommunikation beim Thema Windenergie hat die Stadt Weinheim in den letzten Wochen schon viel Lob erhalten. Dabei bekommen die mĂŒndigen BĂŒrger der Stadt und der Region jetzt noch einmal so richtig RĂŒckenwind.

Nach einem Expertenhearing am Freitagabend stehen die nĂ€chsten beiden Wochenenden nun ganz im Zeichen der „Erweiterten BĂŒrgerbeteiligung zum Teil-FlĂ€chennutzungsplan Windenergie in Weinheim“ – zunĂ€chst am Samstag, 19. Januar, mit einer Vor-Ort-Tour. Eine knappe Woche spĂ€ter, am Freitag, 25. Januar, sollen im Rahmen einer BĂŒrgerwerkstatt alle Argumente und Informationen zusammengetragen werden.

Zum Hintergrund: Die Stadt Weinheim arbeitet zur Zeit an der Aufstellung eines sachlichen TeilflĂ€chennutzungsplanes „Windenergie“ und damit an einer positiven Ausweisung von Konzentrationszonen. Nur mit einem solchen Verfahren ist kĂŒnftig eine Steuerung von Standorten innerhalb einer Kommune und damit das Freihalten des restlichen Gebietes möglich. Im Zuge dieses Verfahrens legt das Amt fĂŒr Stadtentwicklung besonderen Wert auf die Einbindung der BĂŒrger. Das schon jetzt immer stĂ€rker aufkommende Interesse von Investoren hat die Stadt zwischenzeitlich in diesem Vorgehen bestĂ€rkt. Jedenfalls bewahrheitet sich immer mehr die schon anfĂ€ngliche ErklĂ€rung der Stadtverwaltung: „Nichts auszuweisen, ist gar keine Lösung.“

Vor-Ort-Tour startet am Schloss

Wer möchte, kann am 19. Januar an einer begleiteten Busfahrt zu potentiellen Standorten und zu PlĂ€tzen teilnehmen, von denen aus kĂŒnftige Windenergieanlagen zu sehen wĂ€ren. „Ziel des Termins ist es“, sagt BĂŒrgermeister Dr. Torsten Fetzner, „den interessierten BĂŒrgerinnen und BĂŒrgern der Stadt und darĂŒber hinaus, die potentiellen Standorte zur Ausweisung von WindenergieanlageneignungsflĂ€chen vor Ort zu zeigen und mit ihnen Eigenschaften sowie Vor- und Nachteile der Standorte zu erörtern“. Je nach Teilnehmerzahl stellt die Stadt einen oder mehrere Busse zur VerfĂŒgung. Abfahrt am Schloss/Rathaus ist um 12:30 Uhr.“

Um 13:00 Uhr ist die erste Station die Kolpingscheuer bei der Bauernsiedlung „BertleinsbrĂŒcke“, also in der westlichen Feldgemarkung der Stadt. Dort wie an den anderen Stationen werden zur fachlichen UnterstĂŒtzung der Weinheimer Stadtplaner Experten zum Standortgutachten und zum Artenschutzgutachten vor Ort sein, um Fragen zu beantworten. Visualisierungen werden ebenfalls vorbereitet sein, versichert der zustĂ€ndige Stadt- und Umweltplaner Dietmar Schmittinger.

Zur besseren VerstĂ€ndigung seien außerdem technische Vorkehrungen getroffen,– auch fĂŒr eine kleine Bewirtung mit warmen GetrĂ€nken ist gesorgt. BĂŒrgermeister Dr. Torsten Fetzner wird die Teilnehmer begrĂŒĂŸen, dann beginnen die FachvortrĂ€ge. Eine Diskussionsrunde schließt sich an – Anregungen sind willkommen. Wichtig: Die Teilnehmer können das Busangebot nutzen oder direkt zu den vorgesehenen Treffpunkten fahren. Um 15:00 Uhr wird das Procedere in etwa an der Keltensteinhalle in Rippenweier wiederholt. Im Anschluss um 16:15 Uhr kann noch speziell der Freibereich 6 (Eichelberg) von Oberflockenbach aus betrachtet werden.

Die Erkenntnisse aus dem Vor-Ort-Termin sollen dann am Freitag, 25. Januar, in eine BĂŒrgerwerkstatt einfließen, zu der auch Experten und Interessensvertreter in die Aula des Werner-Heisenberg-Gymnasiums eingeladen werden. Von 16:30 Uhr bis etwa 19:30 Uhr sollen die BĂŒrger in Interessensgruppen Ihre Standpunkte herausarbeiten um diese anschließend im Podium zu diskutieren. Das Ergebnis soll unter anderem dem Gemeinderat als Entscheidungshilfe zur VerfĂŒgung gestellt werden.

FĂŒr beide Veranstaltungen sind keine Anmeldungen erforderlich.“

Experten von BUND und NABU beurteilen TeilflÀchennutzungsplan der Stadt

Windenergie vs. Tier- und Naturschutz

Weinheim, 14. Januar 2013. (red/aw) Wenn es um Windkraftanlagen in Weinheim geht, dann ist die Bevölkerung geteilter Meinung. Die einen befĂŒrworten, die anderen kritisieren. Die Stadtverwaltung ist bemĂŒht, eine öffentliche Diskussion zu fĂŒhren und die Meinung der BĂŒrgerinnen und BĂŒrger mit einzubeziehen. Auch die Belange des Natur- und Landschaftsschutzes sind zu berĂŒcksichtigen. Bei einer Informationsveranstaltung am vergangenen Freitag wurden erste EinschĂ€tzungen von Experten prĂ€sentiert: In mehreren der ausgewiesenen Freibereiche besteht eine GefĂ€hrdung durch WindrĂ€der insbesondere fĂŒr verschiedene Vogel- sowie Fledermaus-Arten.

Von Alexandra Weichbrodt

Der Erste BĂŒrgermeister Dr. Torsten Fetzner staunte nicht schlecht als er sah, wie viele Weinheimerinnen und Weinheimer sich im BĂŒrgersaal des alten Rathauses einfanden, um der Informationsveranstaltung beizuwohnen. Die Stadtverwaltung wollte noch einmal ganz bewusst Experten und Betroffene ihre Sicht der Dinge in Sachen Windenergie erlĂ€utern lassen. Der Schwerpunkt des Abends lag auf den Erkenntnissen der Natur- und LandschaftsschĂŒtzer.

Eingeladen waren hierzu Dietmar Matt vom Naturschutzbund (NABU), Siegfried Demuth vom Bund fĂŒr Umwelt und Naturschutz (BUND) und der Land- und Fortswirt Philipp Jungmann. Alle drei Referenten leben in Weinheim und kennen daher die betroffenen Gebiete.

Jegliche Erzeugung von Energie greift in die Natur und Landschaft ein,

stellt Siegfried Demuth gleich zu Beginn seines Vortrages klar. Allerdings sei die Gewinnung von Energie durch Windkraftanlagen noch vergleichsweise schonend fĂŒr die Umwelt. Im Gegensatz zu anderen Formen der alternativen Energiegewinnung haben Windkraftanlagen „praktisch keine Auswirkungen auf das Weltklima“. Die Stadt Weinheim mĂŒsse nur die gĂŒnstigsten Gebiete aussuchen, unter BerĂŒcksichtigung der Natur- und Landwirtschaft versteht sich.

„Windenergie hat praktisch keine Auswirkungen auf das Weltklima.“

Im Windenergieerlass des Landes Baden-WĂŒrttemberg sind bereits einige Bedingungen fĂŒr die Aufstellung von Windkraftanlagen festgelegt. Bestimmte FlĂ€chen werden hier von vornherein als Tabuzonen ausgewiesen, etwa weil sie Naturschutzgebiete sind. Die Aufgabe des Diplom-Biologen Demuth bestand nun darin, die Freibereiche 1 bis 6 unter den Aspekten des Natur- und Umweltschutz zu begutachten und zu bewerten. Sein Ergebnis: Bei mindestens zwei Gebieten kommt es zu Problemen.

Vorentwurf der Stadt Weinheim: “FlĂ€chenanalyse zur Steuerung von Standorten fĂŒr Windenergieanlagen im Stadtgebiet”

 

Besonders die FlĂ€chen am Eichelberg in Ober-Flockenbach und rund um den Hirschkopfturm in NĂ€he der Burgen sind aus Sicht des Experten problematisch, da hier teilweise geschĂŒtze Biotope angesiedelt sind. Auch im Bereich der Bergstraßen-Rheinebene könne es zu Problemen kommen, hier wurden immer mal wieder Störche gesichtet.

Die anderen Gebiete sind aus Sicht des BUND-Ortsgruppen-Vorsitzenden „in Ordnung“. Die Auswirkungen von Windkraftanlagen auf die Natur seien hier deutlich geringer. Siegfried Demuth befĂŒrwortet die Aufstellung von Windkraftanlagen grundsĂ€tzlich und nennt fĂŒr die „Problemzonen“ Alternativen.

Problemgebiete durch AlternativflÀchen ersetzen

Der Steinberg, westlich der Ursenbacher Höhe, sowie das Gebiet rund um den Weinheimer Kopf wĂŒrden sich als Alternativen anbieten.

Die Gebiete seien zum Teil bereits erschlossen und versiegelt. Im Vergleich zu den Freibereichen am Eichelberg und am Hirschkopfturm wĂŒrde hier ein vergleichsweise geringer Eingriff in die Natur erforderlich sein. DarĂŒber habe er die Stadtverwaltung informiert, mit der Bitte diese Gebiete als mögliche Standorte fĂŒr Windkraftanlagen zu prĂŒfen.

Die Referenten des Abends (v.l.n.r.): Philipp Jungmann, Siegfried Demuth, Dietmar Matt, Dietmar Schmittinger, Dr. Alexander Boguslawski.

 

Der Hobby-Ornithologe und ehemalige Vorsitzende der Ortsgruppe des NABU in Weinheim, Dietmar Matt, besichtigte die ausgewiesenen Freibereiche ebenfalls. Allerdings lag sein Augenmerk auf möglichen Folgen von Windkraftanlagen fĂŒr die Tierwelt.

Der NABU Weinheim begrĂŒĂŸt die Haltung der Stadt zur Energiewende,

stellte Matt zu Beginn klar. Allerdings beinhalte die Planung „zu viel Politik und zu wenig Biologie sowie Ökologie“. Die biologischen und ökologischen Aspekte mĂŒssten aus seiner Sicht stĂ€rker berĂŒcksichtigt werden.

„Zu viel Politik, zu wenig Biologie.“

Beim Betrachten der potentiellen FlĂ€chen sei deutlich geworden, dass besonders Vögel und FledermĂ€use unter Windkraftanlagen leiden wĂŒrden. Ihre LebensrĂ€ume sowie ihre Existenz seien durch Windkraftanlagen besonders gefĂ€hrdet.

Windkraftanlagen können Vögel und FledermÀuse gefÀhrden oder vertreiben. Brut- und RastplÀtze gehen möglicherweise verloren.

Dietmar Matt brachte Anschauungsmaterial mit: Rotmilan, Weißstorch und die Baumfledermaus – diese Arten sind u.a. durch Windkraftanlagen gefĂ€hrdet.

Matt erlĂ€utert das Tiervorkommen fĂŒr alle der sechs ausgewiesenen FlĂ€chen. Überall gibt es seiner Meinung nach Tiere, auf die RĂŒcksicht genommen werden muss. So sei u.a. der Freiebereich 1 in Hemsbach und Laudenbach Nahrungshabitat fĂŒr den Greifvogel Rotmilan und BrutstĂ€tte des Weißstorchs. Im Freibereich 3 bestehe eine große Gefahr unterhalb der Vogesenschau, besonders fĂŒr die dort ansĂ€ssigen BaumfledermĂ€use.

Von Windkraftanlagen gehe fĂŒr Flugtiere ein besonderes Kollisionsrisiko aus. Durch die RotorenblĂ€tter der Anlagen sind die Tiere akut gefĂ€hrdet. Aber auch ein „Meideverhalten“ von Gebieten mit Windkraftanlagen durch andere Tiere, wie Hasen, Libellen oder KĂ€fern könne man nicht ausschließen, so Matt.

AbwÀgen, ob GefÀhrdung der Tiere zu rechtfertigen ist.

Doch man mĂŒsse eben abwĂ€gen, findet Siegfried Demuth:

Können wir die GefÀhrdung der Tiere rechtfertigen?

Ja, finden einige Anwesende. Mit dem Auto töte man ja auch tagtĂ€glich Tiere, das seien eben KollateralschĂ€den die in Kauf genommen werden mĂŒssten, findet eine Dame. Dietmar Schmittinger vom Stadtentwicklungsamt berichtet in diesem Zusammenhang von Windkraftanlagen, die ihren Betrieb auch zeitweise einstellen könnten:

Um so, in den Flugzeiten von Vögeln oder auch FledermÀusen das Risiko zu minimieren.

Ob dass dann fĂŒr den Investor noch wirtschaftlich tragbar sei, sei nicht bewertungsrelevant fĂŒr das Planungsverfahren. Ebenso wenig, wie das Windaufkommen in Weinheim. DarĂŒber mĂŒsse der Investor eigene Gutachten erstellen.

Um alle Aspekte in Bezug auf den Tierschutz berĂŒcksichtigen zu können, empfiehlt Dietmar Matt der Stadtverwaltung die Einrichtung eines Arbeitskreises fĂŒr den „Artenschutz und Windkraftanlagen“.

„Ohnehin zu wenig landwirtschaftliche FlĂ€chen“

Auch der Milchkuhbauer und Biogasanlagen-Betreiber Philipp Jungmann zeigte sich grundsĂ€tzlich aufgeschlossen gegenĂŒber Windkraftanlagen, sieht aber Probleme in der FlĂ€chenausweisung:

Ich persönlich wĂŒrde die Nutzung von ForstflĂ€chen bevorzugen, da landwirtschaftliche FlĂ€chen ohnehin rar sind.

Dies sei jedoch seine ganz persönliche Meinung. Jeder Landwirt habe da andere Interessen. FĂŒr Jungmann selbst wĂ€re wichtig, dass die Wertschöpfung in der Region bleibt. DafĂŒr erhĂ€lt er Applaus der Anwesenden.

Im Anschluss an die VortrĂ€ge der Referenten eröffnet Dr. Alexander Boguslawski die Diskussions- und Fragerunde. Und obwohl Dietmar Schmittinger vom Weinheimer Stadtentwicklungsamt zu Beginn die aktuelle Ausgangsituation noch einmal erlĂ€utert hatte, wurde die Frage, ob denn ĂŒberhaupt potentielle FlĂ€chen ausgewiesen werden mĂŒssen, im Laufe des Abends immer wieder thematisiert.

Diskussion endet erneut in Grundsatzfrage

Dabei ist die Frage, ob Windenergie nach Weinheim kommt lÀngst geklÀrt. Sie kommt. Es geht nun viel mehr darum wohin. Und wie die Stadt, die Standorte möglichst selbstbestimmt steuern kann. (Anm. der Red.: Wir berichteten.)

Die Diskussionsrunde wurde schnell hitzig. Allerdings nicht wegen des Tierschutzes, sondern wegen der Grundsatzfrage: Windkraft – Ja oder Nein?

 

Die Veranstaltung sollte ursprĂŒnglich dazu dienen, die von der Stadtverwaltung ausgewiesenen Freibereiche des TeilflĂ€chennutzungsplans aus Sicht der Natur- und TierschĂŒtzer zu analysieren. Es wĂ€re toll gewesen, wenn die vielen Anwesenden auch tatsĂ€chlich aus Interesse am Tier- und Naturschutz gekommen wĂ€ren. Leider war dem nicht so. Einige Wenige haben nach wie vor nicht verstanden, was die Stadtverwaltung mit ihrer Steuerungsplanung bezwecken will.

Auf VorschlĂ€ge aus dem Publikum, doch einfach alle Gebiete auszuschließen und so die gesetzlichen Bestimmungen zu umgehen, musste Dr. Fetzner noch einmal erlĂ€utern, dass die Stadt in einer deutlich schlechteren Position wĂ€re, wĂŒrde sie keine FlĂ€chen finden und ausweisen.

So entsteht am Ende erneut eine hitzige Diskussion zur Grundsatzfrage „Windenergie: Ja oder Nein?“  und der Naturschutz rĂŒckt in den Hintergrund. Trotzdem sind die Erkenntnisse der Experten wichtig und werden in den Planungsprozess mit einbezogen.

Nun mĂŒssen wir anhand der Aspekte des Natur- und Landschaftsschutzes das fĂŒr und wider abwĂ€gen,

schloss Dr. Torsten Fetzner die Veranstaltung.

Aktive BĂŒrgerbeiteiligung vor Ort

Die BĂŒrgerbeteiligung geht wĂ€hrenddessen mit Vor-Ort-Terminen in die nĂ€chste Runde. ZunĂ€chst am Samstag, 19. Januar, an der Kolpingscheuer nahe der BertleinsbrĂŒcke von 13 Uhr bis 14.30 Uhr, dann im Ortsteil Rippenweier an der Keltensteinhalle von 15 Uhr bis 16.30 Uhr. Von beiden Orten aus kann man mögliche Standorte fĂŒr Windkraftanlagen einsehen. Vorgesehen sind die PrĂ€sentation von Visualisierungen, ErlĂ€uterungen der maßgeblichen Tabukriterien und der Ergebnisse des Artenschutzgutachtens. NatĂŒrlich stehen die Stadtplaner und Experten auch hier fĂŒr Fragen, Hinweise und Anregungen zur VerfĂŒgung. Ein Bustransfer vom Rathaus (Haltestelle Schlossparkplatz), Abfahrt 12.30 Uhr, wird kostenfrei von der Stadt Weinheim angeboten. Ankunft ist circa um 17 Uhr am Rathaus.

Den Vor-Ort-Terminen folgt eine BĂŒrgerwerkstatt am Freitag 25. Januar in der Aula des Werner-Heisenberg-Gymnasiums von 16.30 Uhr bis 19 Uhr. Nach einer Zusammenfassung der Ergebnisse soll dort in Kleingrupppen gearbeitet werden. Bis jetzt sind folgende Themen angedacht: Schutz der Landschaft, Naturschutz, Nutzung und Eigentum, Nachbarschaft zu den FlĂ€chen, Klimaschutz und Energiewende, Projektentwickler und Investoren. Weitere Gruppen können folgen. Danach diskutieren die Vertreter der Gruppen vor dem Plenum ihre zuvor ausgearbeiteten Thesen. Die komplette BĂŒrgerwerkstatt wird protokolliert und Gemeinderat wie Verwaltung als Entscheidungsgrundlage zur VerfĂŒgung gestellt.

Einladung an alle BĂŒrger

Experten und Betroffene zum Thema Windenergie

Weinheim, 21. Dezember 2012. (red/pm) Bevor im Januar die groß angelegte BĂŒrgerbeteiligung im Zuge der Steuerungsplanung von Windenergieanlagen auf Weinheimer Areal beginnt, lĂ€sst die Stadtverwaltung ganz bewusst auch nochmal Experten und Betroffene in einer öffentlichen Veranstaltung zu Wort kommen – im Zuge des Verfahrens zur Aufstellung eines TeilflĂ€chennutzungsplanes konnten sie ihre offiziellen Stellungnahmen bereits abgeben.

Information der Stadt Weinheim:

„Am Freitag, 11. Januar, 19 Uhr werden sich im Alten Rathaus am Marktplatz Dietmar Matt vom Naturschutzbund, Siegfried Demuth vom BUND und als Land- und Forstwirt Philipp Jungmann aus ihrer Sicht zum Thema Windenergieanlagen Ă€ußern. Da alle drei Weinheimer sind, werden ihre BeitrĂ€ge interessante Informationen mit direktem lokalem Bezug vermitteln, versprechen die Organisatoren vom Energieteam der Stadt Weinheim.

Die Referenten werden zum Thema ebenso auch fĂŒr Fragen zur VerfĂŒgung stehen wie Vertreter der Weinheimer Stadtverwaltung. Moderiert wird der Abend von Dr. Alexander Boguslawski vom Runden Tisch Energie. Alle interessierten BĂŒrgerinnen und BĂŒrger sind herzlich eingeladen.“

Die BĂŒrgerbeteiligung zur Windenergie mĂŒndet im Januar in eine „BĂŒrgerwerkstatt“

BĂŒrger mit RĂŒckenwind

Weinheim, 20. Dezember 2012. (red/pm) Die Stadt Weinheim hat fĂŒr ihre ausgiebige BĂŒrgerinformation und BĂŒrgerbeteiligung bei der aktuellen Steuerungsplanung von Windenergieanlagen großes Lob erhalten. „Sie mĂŒssen lange suchen, bis Sie so etwas finden“, teilte Rolf Pfeifer jetzt bei der öffentlichen Veranstaltung im Alten Rathaus den interessierten Zuhörern mit. Er habe so etwas „in dieser Art noch nicht erlebt“. Die groß angelegte BĂŒrgerbeteiligung komme „genau zum richtigen Zeitpunkt“.

Information der Stadt Weinheim:

„Auch fĂŒr Dr. Alexander Boguslawski, den Sprecher des Runden Tisches Energie, hat mit dem Eintritt in das Verfahren „ein langer Prozess begonnen, bei der die BĂŒrgerbeteiligung eine große Rolle einnimmt“. BĂŒrgermeister Dr. Torsten Fetzner sowie Stadtplaner Dietmar Schmittinger bekrĂ€ftigten erneut den aktuellen Planungsbedarf: Denn nur mit der Aufstellung eines sachlichen TeilflĂ€chennutzungsplanes „Windenergie“ und damit der positiven Ausweisung von Konzentrationszonen sei eine Steuerung von Standorten innerhalb der Kommune möglich. Weinheim befinde sich mit diesem Vorgehen im Zeitplan und auf gutem Wege.

„Auf andere Kommunen wird das genauso zukommen“, erklĂ€rte Dr. Fetzner. Parallel zur Einbindung der interessierten BĂŒrger fĂŒhre die Stadtverwaltung GesprĂ€che mit den Nachbarkommunen und NaturschutzverbĂ€nden. Dass der jetzige Einstieg ins Verfahren richtig war, beweise, dass bereits Investoren Interesse an Standorten in Weinheim bekundet haben. Fetzner appellierte an GrundstĂŒcksbesitzer, jetzt nicht vorzupreschen, sondern in Abstimmung mit der Stadt vorzugehen. Nur so sei ein gesteuerter Umgang mit Windenergie möglich.

Mit der bereits zweiten öffentlichen Veranstaltung zum Thema Windenergie hat die BĂŒrgerbeteiligung zum Thema Windenergie jetzt an Fahrt aufgenommen. Im Januar geht die BĂŒrgerkommunikation dann in die heiße Phase. In zwei Veranstaltungen haben die BĂŒrger Gelegenheit, sich ĂŒber die Weinheimer Gegebenheiten zu informieren und explizit zu Ă€ußern. Ziel sei, so Schmittinger, eine umfassende Information mit Hilfe von Sichtbarkeitsanalysen und Visualisierungen sowie neuesten Erkenntnissen aus der Beteiligung der Behörden und VerbĂ€nde, Einblicke in die PlanungsvorgĂ€nge sowie die Möglichkeit zur Diskussion mit Experten.

Die Stadt verspricht sich dadurch ein direktes Meinungsbild der Bevölkerung, das sie im weiteren Entscheidungsweg berĂŒcksichtigen kann. Das Ziel: Die weiteren Entscheidungen sind von den BĂŒrgern nachvollziehbar und können akzeptiert werden.

Termine

Zwei Termine werden angeboten, eingeladen sind alle, die sich mit dem Thema und seinem direkten Bezug zu Weinheim beschĂ€ftigen wollen; eine Anmeldung ist nicht erforderlich. ZunĂ€chst am Samstag, 19. Januar, erst an der Kolpingscheuer nahe der BertleinsbrĂŒcke von 13 Uhr bis 14.30 Uhr, dann im Ortsteil Rippenweier an der Keltensteinhalle von 15 Uhr bis 16.30 Uhr. Die Termine finden im Freien statt. Von beiden Orten aus kann man mögliche Standorte einsehen. Vorgesehen sind PrĂ€sentation von Visualisierungen, ErlĂ€uterungen der maßgeblichen Tabukriterien und der Ergebnissen des Artenschutzgutachtens.

NatĂŒrlich stehen die Stadtplaner und Experten aber auch fĂŒr Fragen, Hinweise und Anregungen zur VerfĂŒgung. Ein Bustransfer vom Rathaus (Haltestelle Schlossparkplatz), Abfahrt 12.30 Uhr, wird kostenfrei von der Stadt Weinheim angeboten. Ankunft ist circa um 17 Uhr am Rathaus.

Den Vor-Ort-Terminen folgt eine BĂŒrgerwerkstatt am Freitag 25. Januar in der Aula des Werner-Heisenberg-Gymnasiums von 16.30 Uhr bis 19 Uhr. Nach einer Zusammenfassung der Ergebnisse soll dort in Kleingrupppen gearbeitet werden. Bis jetzt sind folgende Themen angedacht: Schutz der Landschaft, Naturschutz, Nutzung und Eigentum, Nachbarschaft zu den FlĂ€chen, Klimaschutz und Energiewende, Projektentwickler und Investoren. Weitere Gruppen können folgen. Danach diskutieren die Vertreter der Gruppen vor dem Plenum ihre zuvor ausgearbeiteten Thesen. Die komplette BĂŒrgerwerkstatt wird protokolliert und Gemeinderat wie Verwaltung als Entscheidungsgrundlage zur VerfĂŒgung gestellt.“

Info-Veranstaltung mit Experten

Windenergie als Teil der Wende

Weinheim, 28. November 2012. (red/pm) Durch die neue Gesetzeslage erlebt die Windenergie in ganz Baden-WĂŒrttemberg derzeit einen Aufschwung. Auch in Weinheim wird aktuell geprĂŒft, welche Rolle die Windenergie in einem regionalen Energiekonzept spielen kann. Die Stadt begrĂŒĂŸt das aktive Interesse der BĂŒrgerinnen und BĂŒrger, sich dabei einzubringen. Windenergie sei schließlich ein elementarer Bestandteil einer regionalen Energiewende.

Information der Stadt Weinheim:

„Am Montag, 10. Dezember, 18.30 Uhr im Alten Rathaus am Marktplatz lĂ€dt der Runde Tisch Energie gemeinsam mit der „endura kommunal GmbH“ die BĂŒrgerinnen und BĂŒrger zu einer Info-Veranstaltung ein. Dabei kann sich jeder umfassend ĂŒber das Thema Windenergie informieren. Themen werden unter anderem sein: Technische Voraussetzungen, Formen bĂŒrgerschaftlicher Beteiligung und FlĂ€chensicherung sowie Bau und Betrieb einer Windenergieanlage.

Rolf Pfeifer, Fachmann der „endura“ wird dazu Rede und Antwort stehen und die zentralen Herausforderungen beschreiben. Weil die möglichen Standorte fĂŒr die Windenergienutzung in Weinheim gerade im Rahmen der Aufstellung eines TeilflĂ€chennutzungsplans „Windenergie“ untersucht werden, hat der Runde Tisch Energie zudem Dietmar Schmittinger vom Amt fĂŒr Stadtentwicklung eingeladen, der ĂŒber den aktuellen Stand berichtet. Mit der Planung soll eine Steuerung der Standorte fĂŒr Windenergieanlagen erfolgen, nachdem die grĂŒn-rote Landesregierung durch eine Änderung des Landesplanungsgesetzes Windenergieanlagen praktisch ĂŒberall im Außenbereich der Kommunen möglich gemacht hat.

Im Anschluss an die VortrĂ€ge gibt es die Möglichkeit zu Fragen und Diskussionen. Alle interessierten BĂŒrgerinnen und BĂŒrger sind herzlich eingeladen. Weitere Informationen finden sich auch auf www.weinheim.de (Aktuelles).“

Windenergie: Gegner und BefĂŒrworter können sich "Luft verschaffen"

BĂŒrgerbeteiligung – na geht doch

Weinheim, 09. November 2012. (red/pro) Die Stadtverwaltung zeigt sich bĂŒrgernah und das ist gut so. Die BĂŒrgerinnen und BĂŒrger sollten die Möglichkeit nutzen, bei der Nutzung von Windenergie mitzueden.

Von Hardy Prothmann

Das BĂŒrgerbeteiligungsdesaster in Sachen Breitwiesen scheint Wirkung zu zeigen. Die Stadtverwaltung denkt um, BĂŒrgermeister Dr. Torsten Fetzner darf man abnehmen, dass er den Ruf nach aktiver Mitwirkung ernst meint.

Wer die BĂŒrger beteiligt, handelt klug, meint Chefredakteur Hardy Prothmann.

Man darf gespannt sein, wie die Stadt mit einer aktiven Mitwirkung dann im Ergebnis umgeht. Und der Gemeinderat – dessen Mehrheit hat vor kurzem sehr deutlich gemacht, dass man nichts von BĂŒrgerbeteiligung hĂ€lt.

Die Kritik eines BĂŒrgers, dass man mit der Planung vor vollendete Tatsachen gestellt werde, muss die Stadtverwaltung ernst nehmen. Denn eine BĂŒrgerbeteiligung, bei der man im schlimmsten Fall nur zwischen Pest und Cholera wĂ€hlen kann, wird den Frust der BĂŒrgerinnen und BĂŒrger steigern.

Im aktuellen Planungsprozess hĂ€tte die Stadt jederzeit im Vorfeld schon die BĂŒrger ins Boot holen können. Und selbst wenn die nicht-umsetzbare VorschlĂ€ge gemacht hĂ€tten – na und? Dann hĂ€tte man dies begrĂŒnden mĂŒssen. Punkt.

Trotzdem haben die BĂŒrgerinnen und BĂŒrger durch die zwölfwöchige Offenlage durchaus Zeit, sich und ihre Ideen und Kritiken einzubringen. Und noch mehr ist möglich: BĂŒrgerschaftliche Genossenschaften wie die Hirschberger „Hohe Waid“ könnten als Investoren zum Zuge kommen. Da macht BĂŒrgerbeteiligung dann auch im eigenen Geldbeutel Freude.

Ein konsequentes Nein wird nicht zulĂ€ssig sein – Kritiker, die gegen eine „Verspargelung“ der Landschaft sind, haben noch nicht verstanden, worum es geht: Um BeitrĂ€ge zur Energiewende. Die muss kommen und die GrĂŒn-Rote Landesregierung geht den richtigen Weg – einen, der unter der CDU kaum möglich gewesen wĂ€re.

Und was vor allem die Gegner verstehen sollten: Die Stadt hat richtig entschieden, aktiv steuern zu wollen, sonst könnte jeder ĂŒberall WindrĂ€der hinbauen, wo es ihm passt und die notwendigen Regelungen eingehalten sind. Ein FlĂ€chennutzungsplan ist die einzige Methode, um einem „Wildwuchs“ vorzubeugen.