Montag, 19. August 2019

Unternehmensumfrage der Weinheimer Wirtschaftsförderung

Knapp 90 Prozent würden wiederkommen

Foto: Stadt Weinheim

Foto: Stadt Weinheim

 

Weinheim, 28. November 2013. (red/pm) Die Weinheimer Unternehmen sind mit dem Wirtschaftsstandort Weinheim zufrieden. Auch die Geschäftsentwicklung und –erwartung ist positiv. Fast zehn Prozent der Firmen planen zu espandieren. Dies geht aus der Unternehmensumfrage 2013 hervor, der letzten unter der Federführung des scheidenden Wirtschaftsförderers Manfred Müller-Jehle. Die Ergebnisse der Umfrage wurden jetzt dem Gemeinderat übergeben. [Weiterlesen…]

Exkursion zu Gewerbegebieten Heppenheim und Bensheim

Informationsfahrt zum Gewerbegebietstausch

Weinheim, 02. September 2013. (red/pm) Vor Jahren haben Weinheims Nachbarstädte Heppenheim und Bensheim Gewerbegebiete an der Autobahn A5 entwickelt. Nun bietet die Wirtschaftsförderung der Weinheimer Stadtverwaltung am Samstag, 14. September um 15:00 Uhr eine Exkursion zu den Gewerbegebieten in der Nachbarschaft an.
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Nachfolger von Manfred Müller-Jehle beginnt am 1. Oktober

Jens Stuhrmann fördert Weinheims Wirtschaft

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Jens Sturmann. Foto: Stadt Weinheim

 

 

Weinheim, 27. Juli 2013. (red/pm) Generationswechsel in der Weinheimer Wirtschaftsförderung: Am 01. Oktober wird der 31-jährige gelernte Kaufmann und Diplom-Geograph Jens Stuhrmann seine neue Stelle als Wirtschaftsförderer antreten. Das hat der aktuelle Wirtschaftsförderer Manfred Müller-Jehle am Freitag auf dem Mittagstreff der Weinheimer Wirtschaft bekannt gegeben. [Weiterlesen…]

Eberhard Strunk referiert am 16. Mai im Bürgersaal

„Botschafter der Energiewende“

Weinheim, 10. Mai 2013. (red/pm) Er ist Hauptbrandmeister, Planungsingenieur, er gilt als „Botschafter der Energiewende“ und Vorzeigeunternehmer: Eberhard Strunk. Auf Einladung des „StrategieForum“ der Metropolregion Rhein-Neckar und der Wirtschaftsförderung der Stadt Weinheim spricht der studierte Versorgungstechniker, Diplom-Wirtschaftsingenieur und Ehrendoktor der Gesamthochschule Siegen am Donnerstag, 16. Mai, um 18:30 Uhr im Bürgersaal des Alten Rathauses am Marktplatz. [Weiterlesen…]

Studentin Julia Blanco sammelt Praxiserfahrung bei der Wirtschaftsförderung

„Standortfragen faszinieren mich“

Julia Blanco ist nun bei der kommunalen Stabsstelle für Wirtschaftsförderung als Studentin der Dualen Hochschule Mannheim tätig.

 

Weinheim, 12. Dezember 2012. (red/pm) „Ich freue mich auf gute Ideen und bin gespannt auf den Input“, sagt Weinheims Wirtschaftsförderer Manfred Müller-Jehle. Im Rathaus hat er Unterstützung bekommen und kann gleichzeitig von seinem Wissen und seiner langjährigen Erfahrung an eine junge Kollegin weitergeben: Julia Blanco, in Weinheim aufgewachsen und verwurzelt, ist seit ein paar Wochen bei der kommunalen Stabsstelle für Wirtschaftsförderung als Studentin der Dualen Hochschule Mannheim tätig.

Information der Stadt Weinheim:

„Das heißt, sie wird die nächsten drei Jahre ihres Studiums bis zum „Bachelor of Arts“ jeweils drei Monate lang abwechselnd an der Hochschule und in der Praxis verbringen – und die Wissenschaft jeweils mit dem Tagesgeschäft ergänzen können. Die 20-jährige Studentin kann ihre Interessen verbinden. Im Weinheimer Gymnasium hat sie bis zum Abitur hin Geographie als Leistungskurs belegt und sagt: „Standortfragen haben mich immer fasziniert.“

Gleichzeitig lebt sie gerne in Weinheim, hat hier ihren Freundeskreis, ist in Vereinen engagiert. Sie ist gespannt darauf, „wie sich die Theorie in der Praxis umsetzen lässt“. Die Duale Hochschule bietet für junge Studierende mit diesen Interessen erstmals ein BWL-Studium mit Schwerpunkt Wirtschaftsförderung an. 21 junge Menschen aus der Region haben sich für das erste Semester eingetragen; sie kommen aus der öffentlichen Verwaltung genauso wie aus der freien Wirtschaft. Wirtschaftsförderer sind ja unter anderem auch bei Beratungsunternehmen beschäftigt.

Gewerbeansiedlung und Arbeitsplätze

„Es ist gut und wichtig“, findet Weinheims Wirtschaftsförderer Manfred Müller-Jehle, dass die Wirtschaftsfreundlichkeit einer Kommune jetzt auch in der Hochschul-Ausbildung einen höheren Stellenwert gewinnt“. Schließlich würden Themen wie Gewerbeansiedlung und Arbeitsplätze vor Ort immer mehr an Bedeutung gewinnen. „Die lokale Wirtschaft trägt zur kommunalen Daseinsvorsorge bei“, sagt er.

Im ersten Monat lernte Julia Blanco die Arbeit der Wirtschaftsförderung kennen, erfuhr, wie Verkaufsgespräche für kommunale Gewerbegrundstücke und lokale Netzwerkarbeit funktionieren. Im Verlauf ihres Studiums soll sie auch an anderen wirtschaftsnahen Stellen der Stadt hospitieren, etwa beim Stadt- und Tourismusmarkting, aber auch in der freien Wirtschaft Einblicke gewinnen.

Das Studium selbst ist praxisorientiert ausgerichtet, der Fachbereichsleiter ist zum Beispiel Professor Dr. Carl-Christian Beckmann, der frühere Wirtschaftsförderer des Landkreises Bergstraße. Müller-Jehle und er waren einige Jahre lang gute Kollegen. Julia Blanco ist nach den ersten Monaten des Dualen Studiums sicher, die richtige Entscheidung getroffen zu haben. Sie lernt BWL und VWL, aber auch Regional- und Stadtmarketing, sowie Regionalplanung, Wirtschaftsenglisch und Wirtschaftsmathematik. Nach der aktuellen Uni-Phase kann sie ab Frühjahr 2013 das Gelernte auf die Praxis anwenden.“

Tipps für Existenzgründer im Alten Rathaus

„Erfolgreich selbstständig“

Weinheim, 13. November 2012. (red/pm) Im Rahmen der regionalen Gründerwoche der Metropolregion Rhein-Neckar wird es heute Abend auch eine Veranstaltung in Weinheim geben, die sich an Existenzgründer und Jungunternehmer richtet.

Information der Stadt Weinheim:

„Gemeinsam mit der Weinheimer Wirtschaftsförderung lädt der ehrenamtliche Förderkreis Selbstständigkeit zu einem Existenzgründertag am Dienstag, 13. November, 18 Uhr, in den Bürgersaal des Alten Rathauses am Marktplatz ein. Unter dem Motto „Erfolgreich Selbstständig“ gibt es kompakt Referate und Erfahrungsberichte zu hören, eine Fragen- und Diskussionsrunde schließt sich an. Die Veranstaltung ist kostenfrei.“

Beraterteam für Menschen, die sich selbstständig machen wollen, bekommt Zuwachs

Förderkreis mit Dame

Uta Walkhoff erweitert das Quintett des Förderkreises Selbstständigkeit zu einem Sextett

 

Weinheim, 31. Oktober 2012. (red/pm)  Frauen denken anders. Das ist auch in der Wirtschaft eine Binsenweisheit. Ebenso wie die Tatsache, dass Frauen gerne bei Frauen Rat suchen. „Wir sind über die Unterstützung jedenfalls sehr froh, sie wird uns und unsere Idee weiterbringen“, sagt Claus G. Firchow vom ehrenamtlichen „Förderkreis Selbstständigkeit“ in Weinheim. Die Gruppe der „Fünf Grauen“ – allesamt routinierte Wirtschaftsexperten, die Menschen an der Schwelle zur beruflichen Selbstständigkeit begleiten und beraten – haben Zuwachs bekommen.

Information der Stadt Weinheim:

„Diese Unterstützung erhöht die Frauenquote im Förderkreis um 100 Prozent: Neu im Team ist die 47-jährige Diplom-Wirtschaftsingenieurin Uta Walkhoff, die sich nach langjähriger Tätigkeit bei Roche in Mannheim als Beraterin für kleine und mittelständische Unternehmen selbst vor ein paar Jahren erst selbstständig gemacht hat. „Damals“, erinnert sie sich, „habe ich Beratung zu schätzen gelernt“.

Durch Uta Walkhoff ist der Förderkreis nun mit Dame; aus dem Quintett ist ein Sextett geworden. Es besteht ansonsten nach wie vor aus dem früheren Verlagsmanager Claus G. Firchow, dem Marketing- und Vertriebsexperte Dieter G. Rauch, Bernd J. Kurz, der als Finanzdirektor unter anderem für die BASF in Argentinien eingesetzt war, Manfred Hornung, der im selben Chemiekonzern für Controlling und Investitionsplanung zuständig war, sowie Dr. Helmut Polzer, der heute noch als Dozent und Kanzler an der psychoanalytischen Hochschule Berlin tätig ist. Diese honorigen Wirtschaftsleute haben sich vor etwa einem halben Jahr zu einem ehrenamtlichen „Förderkreis Selbstständigkeit“ zusammengefunden, der von der kommunalen und von der Bundesagentur für Arbeit in Weinheim unterstützt wird.

Das erste Fazit der Truppe hört sich nach reichlich Arbeit und ersten Erfolgen an. 15 Personen an der Schwelle zur beruflichen Selbstständigkeit haben eine Beratung in Anspruch genommen – ehrenamtlich wohlgemerkt. Mit ihnen wurden erste Rahmenbedingungen, Geschäftsideen, Voraussetzungen und erste Business-Pläne besprochen. „Bei den ersten wird es jetzt bald konkret“, berichtet Dieter G. Rauch; sie seien teilweise schon auf der Suche nach Geschäftsräumen. Die Palette der Interessenten sei groß: Von der Sozialarbeiterin über die Rechtsanwältin bis hin zum Schädlingsbekämpfer und der ehemaligen Leistungssportlerin, die ein Studio für indiviuduelle Fitness-Beratung eröffnen will – und dazu wichtige Tipps braucht.

Uta Walkhoff ist, wie sie sagt, zum Förderkreis gestoßen, weil sie sich gerne in Weinheim ehrenamtlich engagieren wollte. „Wir wohnen jetzt seit zwölf Jahren hier und ich hatte den Wunsch, der Stadt etwas zurückzugeben“, beschreibt sie. Der KontaktPunkt der Bürgerstiftung hatte die Idee, sie könne sich mit ihrem Wissen und ihrer Erfahrung doch dem „Förderkreis Selbstständigkeit“ anschließen. Jetzt gehört sie dazu.

Der aufgefrischte Förderkreis will seine Bemühungen jetzt weiter intensivieren und bietet ab sofort jeden zweiten und vierten Mittwoch im Monat im Rathaus – nach Vereinbarung – Sprechstunden an, jeweils von 15 Uhr bis 17 Uhr im Turmzimmer (Eingang D, 2. OG). Anmeldungen nimmt jeweils die Weinheimer Wirtschaftsförderung entgegen unter 06201 – 82 417 oder unter wirtschaftsfoerderung@weinheim.de. Gemeinsam mit der Weinheimer Wirtschaftsförderung lädt der Förderkreis auch zu einem Existenzgründertag am Dienstag, 13. November, 18 Uhr, in den Bürgersaal des Alten Rathauses am Marktplatz ein. Unter dem Motto „Erfolgreich Selbstständig“ gibt es kompakt Referate und Erfahrungsberichte zu hören, eine Fragen- und Diskussionsrunde schließt sich an. Die Veranstaltung ist kostenfrei.“

Stadtrat Labudda hinterfragt Rolle des Wirtschaftsförderers

Eine Frage der Nähe

Weinheim, 17. Juli 2012. (red/pm) Stadtrat Carsten Labudda (Die Linke) hat eine Anfrage an die Stadtverwaltung gestellt, in der er sich erkundig, ob es zutreffe, dass Wirtschaftsförderer Manfred Müller-Jehle an der Immobilienmesse Expo Real 2011 in München teilgenommen habe. Im Haushaltsplan seien dazu 14.000 Euro für Werbung/Marketing aufgeführt. Gibt es einen Interessenkonflikt? Nein – sagt die Stadt.

Herr Labudda, so die Anfrage, sei „aus der Bürgerschaft“ darauf aufmerksam gemacht worden, dass Herr Müller-Jehle vor Ort Visitenkarten als Vertreter der Freudenberg Immobilienmanagement GmbH (FIM GmbH) verteilt habe. Auch im Ausstellerverzeichnis sei er als Ansprechpartner der Firma vermerkt. Deshalb stellte er folgende Fragen an die Verwaltung:

  • Ist der Stadtverwaltung bekannt, dass Herr Müller-Jehle als Vertreter der FIM GmbH an der EXPO Real 2011 teilgenommen hat, obwohl er dem Haushaltsplan nach als Wirtschaftsförderer der Stadt dort teilnehmen sollte?
  • Handelt es sich dabei um eine gemeldete Nebenbeschäftigung?
  • Wie erklärt die Verwaltung den Widerspruch zwischen dem Vermerk im Haushaltsplan und der Tätigkeit Herrn Müller-Jehles als Firmenvertreter?
  • Sieht die Stadtverwaltung in der Teilnahme des städtischen Wirtschaftsförderers an der Messe als Vertreter einer privaten Firma das Risiko eines Interessenkonflikts oder geht die Verwaltung von davon aus, dass die Interessen der Stadt und der FIM GmbH identisch sind?

Die Stadtverwaltung beantwortete die Anfrage umgehend. Wir dokumentieren die Information durch die Pressestelle der Stadt Weinheim:

Die Stadtverwaltung sieht keine Probleme, als "Untermieter" von Freudenberg auf einer Immobilienmesse aufzutreten. Im Bild: Wirtschaftsförderer Müller-Jehle. Quelle: Stadt Weinheim

„Herr Müller-Jehle hat an der EXPO-Real klar erkennbar als Wirtschaftsförderer der Stadt Weinheim teilgenommen und ist in dieser Funktion auch öffentlich aufgetreten. Seine Visitenkarten weisen ihn klar als Wirtschaftsförderer der Stadt Weinheim aus. Eine Visitenkarte, die Herrn Müller-Jehle als Mitarbeiter der FIM GmbH ausweist, existiert nicht. Es erschließt sich der Stadtverwaltung nicht, woher Stadtrat Labudda „aus der Bürgerschaft“ diese Erkenntnis gewonnen haben will.

Es stimmt, dass Herr Müller-Jehle im Teilnehmerverzeichnis der FIM GmbH zugeordnet war. Als Wirtschaftsförderer der Stadt Weinheim, und als solcher deutlich erkennbar, war er am Stand der FIM GmbH vertreten und konnte die Infrastruktur dort mitnutzen. Durch die Synergieeffekte konnte die Stadt deutlich Kosten sparen.

In den erwähnten 14 000 Euro für Werbung/Öffentlichkeit sind diverse andere erforderliche Ausgaben zusammengefasst, u.a. Anzeigen in Zeitungen und Zeitschriften, Broschüren, Werbemittel und teilweise die Unternehmsumfrage 2011. Für einen adäquaten solitären EXPO-Real-Stand, alleine auf Kosten der Stadt, hätte dieser gesamte Werbe-Etat gar nicht ausgereicht.

Inhaltlich gibt es insbesondere bei der aktuellen Vermarktung des FIM-Technologieparks und der unmittelbar benachbarten städtischen Gewerbegrundstücke in der Viernheimer Straße natürlich Berührungspunkte. Es ist überaus sinnvoll, wenn das Grundstücksangebot in diesem Bereich möglichst vielseitig und damit attraktiv sein kann. Das gemeinsame Interesse der Stadt und der FIM an der Vermarktung privater und kommunaler Grundstücke ist nachvollziehbar. Es gehört sogar zu den wesentlichen Aufgaben eines Wirtschaftsförderers, auch die Vermarktung privater Gewerbegrundstücke am Wirtschaftsstandort Weinheim zu unterstützen und Kontakte anzubahnen. Interessenskonflikte sind dabei keine zu erkennen. Eine gewisse Nähe zur Wirtschaft ist dabei durchaus positiv zu sehen, mitunter sogar erforderlich. Auch die Ansiedlung des weltweit tätigen Planungsbüros Wittke auf einem FIM-Grundstück kam auf Vermittlung der kommunalen Wirtschaftsförderung zustande. Dagegen ist nichts zu sagen.

Fazit: Der gemeinsame Expo-REAL-Auftritt der kommunalen Wirtschaftsförderung und der FIM GmbH hat im Sinne des Wirtschaftstandortes Weinheim wichtige Synergien genutzt und dem Steuerzahler sogar noch Geld gespart. Interessenskonflikte sind für uns in diesem Zusammenhang nicht zu erkennen, viel eher sind gemeinsame Interessen bei der Vermarktung von Gewerbegrundstücken, der Gewinnung von Investoren und der Ansiedlung neuer Unternehmen natürlich vorhanden und legitim.“

Ist die Weinheimer Wirtschaft wirklich mit dem Standort zufrieden?


Guten Tag!

Weinheim, 13. Juli 2011. (red/pm) Geht es nach der Sicht der Stadtverwaltung, ist die Wirtschaft mit der Wirtschaftsförderung sehr zufrieden. Doch die Belege dafür sind mangelhaft.

Von Hardy Prothmann

„Die Weinheimer Unternehmen, aber auch die Kommunalpolitiker sind mit dem Standort Weinheim und der bei der Stadtverwaltung angesiedelten Stabsstelle für Wirtschaftsförderung zufrieden. Das wurde am Mittwoch im Gemeinderat klar, in der Wirtschaftsförderer Manfred Müller-Jehle einen ausführlichen Bericht vorlegte“, informiert die Stadt Weinheim nach der Gemeinderatssitzung.

Der „ausführliche Bericht“ ist im Kern eher ein „Image-Papier“, in dem steht, dass alles gut ist. Probleme sind nicht benannt, was immer misstrauisch machen muss.

Beispiel Gewerbeanmeldungen: Grafik, Tabelle und Text sind wenig aussagekräftig. 2010 hat es mit 78 neuen Gewerbeanmeldungen ein Plus von nahezu 15 Prozent gegeben. Aber welches Gewerbe ist gemeint? Zwischen den Jahren 2000-2008 seien 3.000 neue Arbeitsplätze entstanden, vor allem bei „Dienstleistungen“. Auch Pizza- oder Umzugsdienste sind „Dienstleistungsgewerbe“.

Übersichten ohne substanzielle Aussagekraft. Quelle: Stadt Weinheim

Die produzierende Industrie hat hingegen in den vergangenen zwanzig Jahren die Hälfte der Arbeitsplätze abgebaut. Aktuell sind es rund 17.500 – 3.000 weniger als 1990.

„Vertreter der Fraktionen bekräftigten, dass kommunale Wirtschaftsförderung in einer Stadt wie Weinheim eine wichtige und sinnvolle Dienstleistung für Firmen und Unternehmen am Standort darstellt. Es sei wichtig, dass es in der Stadtverwaltung einen festen Ansprechpartner mit „Lotsenfunktion“ gebe, auch die Zuordnung der Wirtschaftsförderung als Stabsstelle beim Oberbürgermeister sei richtig“, schreibt die Stadt.

Das ist sicher richtig und der richtige Weg – was das allerdings qualitativ bedeutet, ist nicht erkennbar. Erstaunlich ist der Zuwachs der Zufriedenheit – laut einer Umfrage der Stadt seien 2007 genau 78 Prozent der Unternehmen mit dem Standort zufrieden gewesen und aktuell 90 Prozent.

Warum genau es zu diesem kräftigen Zuwachs gekommen ist, sagt der „Bericht“ nicht. Interessant auch in diesem Zusammenhang, dass nur 68 Prozent der Unternehmen Wirtschaftsförderung für wichtig halten und 55 Prozent einen „wachsenden Geschäftsverlauf“ sehen.

Schaut man auf die Arbeitsmarktzahlen und die „Zufriedenheit“ der Wirtschaft, kann man zumindest vermuten, dass „Wirtschaftsförderung“ nicht unbedingt mit „Arbeitsmarktförderung“ einhergeht.