Sonntag, 24. September 2017

Gemeinderat stimmt zu - GrundstĂŒckeigentĂŒmer besorgt

„Westlich Hauptbahnhof“ kommt voran

Weinheim, 16. Januar 2015 (red/ld/ek) In zwei Jahren soll das GRN-Betreuungszentrum an die GRN-Klinik umziehen. Auf dem jetzigen Areal werden dann 47.000 Quadratmeter frei. Diese sollen im Zuge des Sanierungsgebiets „Westlich Hauptbahnhof“ neu bebaut werden. Am Mittwoch beschloss der Gemeinderat das weitere Vorgehen und die FortfĂŒhrung der direkten Beteiligung der Öffentlichkeit nach der Planungsphase. [Weiterlesen…]

Gemeinderat beschließt Aufstellung von Bebauungsplan

Bebauungsplan fĂŒr „Schwarzen Ochsen“

Der Wirt des "Schwarzen Ochsen" hat bereits Verkaufsbereitschaft signalisiert. Hier will die Stadt einen Lebensmittelmarkt ansiedeln und hat sich ein Vorkaufsrecht eingerÀumt.

Der Wirt des „Schwarzen Ochsen“ hat bereits Verkaufsbereitschaft signalisiert. Hier will die Stadt einen Lebensmittelmarkt ansiedeln und hat sich ein Vorkaufsrecht eingerĂ€umt.

 

Weinheim, 20. Juni 2013. (red/ld) Der wegen der Versammlungen der rechtsradikalen Partei NPD in die Kritik geratene Wirt des „Schwarzen Ochsen“ in Sulzbach hat signalisiert, sein GrundstĂŒck und das Restaurant verkaufen zu wollen. Der Gemeinderat hat gestern die Aufstellung eines Bebauungsplans im beschleunigten Verfahren in diesem Bereich beschlossen und eine Satzung erlassen, die der Stadt ein Vorkaufsrecht einrĂ€umt. Das GrundstĂŒck des „Schwarzen Ochsen“ soll als Sondergebiet fĂŒr Einzelhandel ausgewiesen werden. [Weiterlesen…]

Bio-WĂ€rme fĂŒr „LĂŒtzelsachsener Ebene“

Guten Tag

Hirschberg, 2. Dezember 2010. (pm) Das Neubaugebiet „LĂŒtzelsachsen Ebene“ soll deshalb mit WĂ€rme aus einer nahegelegenen Biogasanlage versorgt werden. DarĂŒber haben die Stadtwerke am 30. November den Gemeinderat informiert. LĂŒtzelsachsen Ebene soll ab Mitte des Jahres 2011 erschlossen werden. Der erste Spatenstich wird am Dienstag, 7. Dezember, vollzogen. In das Projekt werden zwei Millionen Euro investiert.

Gemeisame Pressemitteilung Stadt Weinheim und Stadtwerke Weinheim:

„Im SĂŒdwesten der Stadt ist auf 18 Hektar ein Wohngebiet fĂŒr rund 550 bis 600 junge Familien geplant. Ein kleiner Teil ist als Gewerbegebiet ausgewiesen, in dem sich kleinere Betriebe ansiedeln sollen.

Die WĂ€rme fĂŒr das gesamte Neubaugebiet wollen die Stadtwerke Weinheim von Bauer Axel Großhans beziehen. Die Familie Großhans betreibt in der Waidallee seit 2006 eine Biogasanlage und ein Blockheizkraftwerk (BHKW), das Strom und WĂ€rme erzeugt. Bislang speist der Bauer nur die erzeugte elektrische Energie ins Netz ein, die entstehende WĂ€rme dagegen wird ungenutzt in die AtmosphĂ€re geblasen.

Die 45 HĂ€user im Neubaugebiet "LĂŒtzelsachsen Eben" sollen durch diese Biogasanlage gewĂ€rmt werden. Bild: Stadt Weinheim

„Schon bald wird diese AbwĂ€rme die Neubauten im Gebiet LĂŒtzelsachsen Ebene beheizen“, informiert Peter KrĂ€mer, GeschĂ€ftsfĂŒhrer der Stadtwerke Weinheim. „Dadurch steigern wir den Wirkungsgrad des Blockheizkraftwerks weiter – und wir vermeiden zusĂ€tzliche Kohlendioxid-Emissionen, weil wir ein bestehendes Heizkraftwerk nutzen können.

In das Projekt investieren die Stadtwerke rund zwei Millionen Euro. Darin enthalten sind eine 800 Meter lange FernwĂ€rmeleitung zur Biogasanlage der Familie Großhans, die Erschließung des Neubaugebiets mit WĂ€rmeleitungen und der Bau einer Reserve-WĂ€rmezentrale.

„Wir setzen konsequent auf Umweltschutz, Energieeffizienz und RegionalitĂ€t“, sagt Peter KrĂ€mer. „Alle drei Faktoren tragen entscheidend dazu bei, die hohe LebensqualitĂ€t im Großraum Weinheim auf Dauer halten zu können.“

Die WĂ€rmeversorgung des Gebiets LĂŒtzelsachsen Ebene mit FernwĂ€rme aus Biogas hat sich im Vergleich als gĂŒnstigste Alternative erwiesen. Neben der Versorgung mit einem Biogas-Blockheizkraftwerk wurden vier weitere Varianten geprĂŒft: Geothermie, Holzhackschnitzel-Heizwerk, Rapsöl-BHKW und Gas-Brennwertthermie in Kombination mit solarer Warmwasserbereitung.

Die Biogas-BHKW-Variante hat mit 75 Prozent den höchsten Anteil an regenerativen Energien, den niedrigsten Kohlendioxidausstoß und liegt bei der Gesamtkostenbetrachtung gemeinsam mit der klassischen Kombination von Erdgas und Solarthermie auf dem gĂŒnstigsten Platz. „Die ursprĂŒnglich favorisierte WĂ€rmeversorgung ĂŒber die Geothermieanlage des Thermalbads Miramars wĂ€re hingegen deutlich teurer und nur auf einen regenerativen Anteil von etwa 30 Prozent gekommen“, resĂŒmiert Peter KrĂ€mer. „Die RestwĂ€rmemengen – also das WĂ€rmepotenzial abzĂŒglich des Eigenbedarfs des Miramars – hĂ€tten fĂŒr die Versorgung des Neubaugebiets nicht ausgereicht.“

Der WĂ€rmeliefervertrag zwischen den Stadtwerken und der Familie Großhans ist seit Anfang des Jahres unterschrieben. Er hat eine Laufzeit von zehn Jahren mit VerlĂ€ngerungsoptionen. Die Familie Großhans hat ihre Biogasanlage bereits auf die erforderliche Leistung von 550 Kilowatt erweitert. Als Rohstoff fĂŒr ihr Biogas setzt sie nachwachsende Rohstoffe und RindergĂŒlle ein.

Um die Sicherheit der WĂ€rmeversorgung auch bei einem Ausfall der Biogasanlage oder in extremen KĂ€ltephasen abdecken zu können, wollen die Stadtwerke Weinheim eine Reserve-WĂ€rmezentrale mit einem Erdgas-Spitzenlastkessel direkt im Neubaugebiet LĂŒtzelsachsen Ebene errichten. Dort verfĂŒgt die Stadt ĂŒber eigene FlĂ€chen.

Entscheidend fĂŒr den wirtschaftlichen Betrieb der FernwĂ€rmeversorgung ist die Anschlussdichte. „Das Biogas-Blockheizkraftwerk arbeitet dann wirtschaftlich, wenn mindestens 60 Prozent der geplanten Wohn- und Gewerbeeinheiten angeschlossen sind“, informiert Peter KrĂ€mer. „Deshalb ist es wichtig, dass das Neubaugebiet zĂŒgig besiedelt wird.

Die Wirtschaftlichkeitsberechnungen gehen davon aus, dass bis zum Jahr 2020 eine Anschlussdichte von 80 Prozent erreicht ist. In diesem Fall lĂ€ge unsere Rendite bei circa fĂŒnf Prozent vor Steuern.“ Das Risiko, termingerecht eine wirtschaftliche Anschlussdichte zu erreichen, sei erheblich, betont Peter KrĂ€mer.

Dennoch lohne sich das Engagement in solche Projekte. „FĂŒr die Vermarktung von NeubauflĂ€chen spielt die zukunftsorientierte Bereitstellung von umweltschonender, regenerativer Energie eine immer wichtigere Rolle“, sagt der SWW-Chef. „Regionale Projekte, die Rohstoffe und das Klima schonen, haben bei KĂ€ufern die Nase vorn. Unser innovatives FernwĂ€rmekonzept fĂŒr LĂŒtzelsachsen Ebene erfĂŒllt all diese Kriterien. Das ist beispielhaft und zukunftsweisend.“

Der Rohstoff fĂŒr das Biogas stammt aus der nĂ€heren Umgebung, Gas und WĂ€rme werden von einem lokalen Bauern erzeugt, die Stadtwerke Weinheim ĂŒbernehmen die Versorgung mit FernwĂ€rme – das bedeutet, dass fast die gesamte Wertschöpfung in der Region bleibt.

Die Stadtwerke realisieren im Gebiet LĂŒtzelsachsen Ebene ein regionales, preisgĂŒnstiges und ökologisch höchst anspruchsvollen Konzept mit hoher Versorgungssicherheit. Erst vergangenes Jahr haben sie ein anderes effizientes FernwĂ€rmekonzept in Weinheim umgesetzt. Das modernisierte Blockheizkraftwerk im Schwimmbad HaWei beheizt das neue Wohngebiet Unter den Burgen sowie GebĂ€ude der Wohnbaugenossenschaft in der Mannheimer Straße mit.

„Der Verkauf und Anschluss an die FernwĂ€rmeversorgung der 45 WohnhĂ€user des Neubaugebietes erfolgte in der Rekordzeit von nur eineinhalb Jahren“, freut sich der GeschĂ€ftsfĂŒhrer. „Wir haben die Leitung durch die SaarbrĂŒckener Straße gefĂŒhrt. Jeder Hausbesitzer kann sich auch in dieser Straße schnell und gĂŒnstig an das FernwĂ€rmenetz anschließen lassen.“

Durch ihre Investitionen in klimaschonende FernwĂ€rme wollen die Stadtwerke Weinheim jedes Jahr den Ausstoß von Kohlendioxid in der Region weiter reduzieren.“

Einen schönen Tag wĂŒnscht
Das weinheimblog