Donnerstag, 21. September 2017

Freiwillige Feuerwehr Weinheim - Abteilung Ritschweier

Jahr mit Familienabend beendet

Weinheim, 12. Dezember 2014. (red/pm) Die Abteilung Ritschweier ist die kleinste Feuerwehrabteilung und trotzdem eine wichtige StĂŒtze im Gesamtbild der Weinheimer Feuerwehr. Der Stellvertretende Stadtbrandmeister Volker JĂ€ger dankte den Feuerwehrangehörigen der Abteilung Ritschweier fĂŒr ihren Dienst am NĂ€chsten. [Weiterlesen…]

Jahreshauptversammlung der Abteilung Stadt der Feuerwehr Weinheim

Ralf Mittelbach ist neuer Kommandant

Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr, Abteilung Stadt.

 

Weinheim, 18. Februar 2013. (red/zef) Ralf Mittelbach (32) ist mit einem ĂŒberzeugen Ergebnis zum neuen Kommandanten der Feuerwehr Weinheim, Abteilung Stadt, gewĂ€hlt worden. 50 Mitglieder stimmten fĂŒr ihn, zwei enthielten sich, es gab eine Gegenstimme. Sein VorgĂ€nger Patrick MĂŒller war fĂŒnf Jahre im Amt und trat aufgrund persönlicher EnttĂ€uschungen, die er nicht nĂ€her erlĂ€uterte, nicht wieder an.

Text: Ziad-Emanuel Farag, Fotos: Sebastian Singer

Patrick MĂŒller, scheidender Abteilungskommandant, eröffnete die Jahreshauptversammlung am vergangenen Samstag mit einem Paukenschlag:

WĂ€hrend meiner Amtszeit traten mir Neid und Hinterlist entgegen, die sogar auf die Familien außerhalb der Feuerwehr ĂŒbergriffen. Ich werde die betreffenden Kollegen kĂŒnftig meiden, in EinsĂ€tzen kann ich ihnen nicht mehr vertrauen. Das waren jedoch einzelne. Der ĂŒberwiegende Anteil zog auch in meiner Amtszeit an einem Strang. DafĂŒr bedanke ich mich bei allen, aus familiĂ€ren GrĂŒnden trete ich zurĂŒck.

Patrick MĂŒller stellte sich zwar nicht erneut zur Wahl, bleibt jedoch aktiv. Viele seiner Kollegen, die zur Veranstaltung gekommen waren, begrĂŒĂŸten seinen Einsatz.

Mittelbach ist einziger Kandidat

Als Nachfolger stellte sich nur ein Kandidat zur Wahl: Pressewart Ralf Mittelbach, 32 Jahre alt, geboren in Sulzbach und gelernter Schreiner. Er ist Oberbrandmeister und hauptamtlicher GerĂ€tewart der Feuerwehr Weinheim. Er kann also sein  Ehrenamt mit seiner beruflichen TĂ€tigkeit bestens verbinden. Bereits sein Vater und Großvater waren in der Feuerwehr Weinheim aktiv:

Ich komme aus einer eingefleischten Feuerwehrfamilie. Gerade deshalb wurde auf mich kein Druck ausgeĂŒbt, der Feuerwehr beizutreten. Ich sollte es aus eigener Überzeugung tun. Mit 17 Jahren war ich dann soweit – seitdem bin ich ĂŒberzeugter Feuerwehrmann.

Es folgte eine steile Laufbahn in der Feuerwehr: 2003 wird er Stadtjugendwart und ist seitdem auch fĂŒr die Öffentlichkeitsarbeit als Pressewart tĂ€tig. Er sieht sich als Teamplayer: Auf eine große Selbstinszenierung vor der Wahl verzichtet Ralf Mittelbach:

Ich bedanke mich bei Patrick MĂŒller fĂŒr die gute Vorarbeit. Raum fĂŒr Verbesserungen besteht nach wie vor. Es geht fĂŒr mich nicht darum, was ich verĂ€ndere, sondern was wir gemeinsam schaffen.

Dass zwei Stellvertreter gewĂ€hlt wurden, stellt auch eine Neuerung dar. Bisher gab es nur einen. FĂŒr dieses Amt kandidierten Rolf Tilger und Thomas Keller. Alle drei wurden mit großer Mehrheit gewĂ€hlt: Thomas Keller erhielt 47 Stimmen, Rolf Tilger 49 und Ralf Mittelbach 50 Stimmen von den 53 Anwesenden. Insgesamt gibt es 78 Aktive.

Aus freien StĂŒcken bei der Feuerwehr

Mit einem solchen Wahlergebnis hat Mittelbach selbst nicht gerechnet,

weil ich immer meine Meinung vertrete und nicht alles aus Bequemlichkeit lassen will, wie es ist.

Das Vertrauen ist fĂŒr ihn und seine Stellvertreter aber sehr hoch, Gegenkandidaten stellten sich keine zur Wahl.

Ich und meine Stellvertreter arbeiten gleichberechtigt. Sie mĂŒssen mich ja vertreten können, wenn ich ausfalle. Nur in seltenen FĂ€llen habe ich den Hut auf und muss eine Entscheidung treffen”,

erklĂ€rte der Teamplayer Mittelbach nach seiner Wahl. An der Pressearbeit der Feuerwehr soll sich mit Ralf Mittelbachs Wahl nichts Ă€ndern. Er bleibt Pressewart fĂŒr die Feuerwehr Weinheim – geht es um die Abteilung Stadt soll ein Kollege ĂŒbernehmen. Die neuen Kommandanten mĂŒssen noch in einer der nĂ€chsten Gemeinderatssitzungen offiziell bestĂ€tigt werden.

(von links) Stellvertreter Rolf Tilger, der frĂŒhere Kommandant Patrick MĂŒller, der neue Kommandant Ralf Mittelbach und Stellvertreter Thomas Keller.

 

Fehlalarme durch Rauchmelder

Auch fernab von Personalrochaden war viel los bei der Feurwehr Weinheim: 142 Technische Hilfeleistungen, 68 BrĂ€nde. 12 Tierrettungen, 31 NotfalleinsĂ€tze und 78 sonstige EinsĂ€tze, bei denen insgesamt 68 Personen gerettet wurden, sind eine hervorragende Bilanz des vergangenen Jahres. Besonders heikel war ein Zimmerbrand im Mai, bei dem ein Mensch starb und ein großer GebĂ€udebrand im Langgassenweg am 30. Dezember, bei dem zwei Insassen und zwei Feuerwehrleute verletzt wurden. Besonders Ă€rgerlich sind jedoch fĂŒr die Ehrenamtlichen 90 Fehlalarme.

Die meisten EinsĂ€tze gehen jedoch auf Rauchmelder zurĂŒck. Doch auch böswillige Alarme sind dabei,

sagte Mittelbach. Hinzu kam noch das 150-jÀhrige JubilÀum der Stadtfeuerwehr Weinheim und das 50-jÀhrige JubilÀum der Jugendfeuerwehr.

300 Euro fĂŒr Kinderfeuerwehr

Gerade im Jugendbereich liegen nun die Herausforderungen

Heute reicht zur Nachwuchsrekrutierung eine Jugendfeuerwehr nicht mehr aus. Die Kinder und Jugendlichen von heute haben sich im Alter von zehn Jahren bereits entschieden, wo sie ihre Freizeit verbringen. Wir brauchen wie die Kollegen des Stadteils Sulzbach eine Kinderfeuerwehr, um auch kĂŒnftig genĂŒgend Aktive zu haben

Dr. Torsten Fetzner, Erster BĂŒrgermeister der Stadt Weinheim und Feuerwehrdezernent, sieht das Ă€hnlich:

Einer Kinderfeuerwehr werde ich 300 Euro spenden. Ich möchte hiermit deren GrĂŒndung anstoßen.

Die Feuerwehr soll darĂŒber gemeinsam entscheiden, sagte Ralf Mittelbach auf den Vorschlag:

Wenn ich das vorgebe und nicht alle Kameraden dahinter stehen, ist das zum Scheitern verurteilt.

Goldene Ehrenmedaille der Stadt zum 60. JubilÀum

Um die Jugend haben sich jedoch schon einige Feuewehrleute verdient gemacht, in ihrer Rolle als Ausbilder, PĂ€dagogen und Vermittlern von Werten: Hannes Hartmann und Jens Mendel erhielten hierfĂŒr die Ehrenmedaille in Bronze der Jugendfeuerwehr Rhein-Neckar. Eine zentrale Rolle soll fĂŒr Mittelbach bei der Ausbildung die Altersmannschaft spielen,

Ihre Erfahrung ist fĂŒr die Ausbildung eine regelrechte Goldgrube.

Außerdem möchte er einen Förderverein grĂŒnden, damit kĂŒnftig die BĂŒrgerinnen und BĂŒrger Weinheims die Chance haben, die Feuerwehr finanziell zu unterstĂŒtzen.

Stichwort Finanzen: Der Kassierer wurde entlastet, damit ist das Jahr 2012 fĂŒr die Feuerwehr Weinheim auch finanziell abgeschlossen. Zum Oberfeuerwehrmann wurde Tino Meier befördert. Manuel Schmidt wird Oberlöschmeister. FĂŒr ihr 20-jĂ€hriges JubilĂ€m in der Feuerwehr wurden Stefahl Kohl und Tanja Neitzel mit einem Gutschein geehrt.

Roland Breitenfeld und Gerhard Kautz erhielt eine Ehrung zu seinem 30-jĂ€hrigen JubilĂ€um. Wolfgang Eberle, Fritz Pfrang und Markus Wissing wurden fĂŒr 40 Jahre Mitgliedschaft von BĂŒrgermeister Fetzner mit der Ehrenmedaille der Stadt Weinheim ausgezeichnet. Werner Rettenberger erhielt die Auszeichnung in Gold fĂŒr sein 60-jĂ€hriges Mitwirken in der Feuerwehr Weinheim.

 

Geehrte fĂŒr langjĂ€hrige Feuerwehrzugehörigkeit.

 

Stadtbrandmeister Albrecht mit Kommandant Mittelbach.

 

Der neue Kommandant Ralf Mittelbach hat gut lachen: Mit 50 von 53 abgegebenen Stimmen hat er ein ĂŒberzeugendes Wahlergebnis erhalten.

 

Feuerwehrdezernent Dr. Torsten Fetzner ehrt Mitlieder.

 

Geschenk vom Stadtbrandmeister an den frĂŒheren Kommandanten mit herzlichem Dank.

 

Jahreshauptversammlung.

 

Der stellvertretende Jugendwart Hannes Hartmann zieht Bilanz.

 

53 von 78 aktiven Feuerwehrleuten waren zur Jahreshauptversammlung gekommen.

 

Wolfgang Eberle ist Weinheims erster „Ehrenjugendfeuerwehrwart"

Da gab es nichts mehr zu „bebbern“

Wolfgang Eberles Ehrung, da gab es nichts mehr zu „bebbern“


Weinheim, 12. November 2012. (red/pm) Da machte er seinem Spitznamen ausnahmsweise einmal keine Ehre. In Feuerwehrkreisen in Weinheim und darĂŒber hinaus nennt man Wolfgang Eberle eigentlich nur den „Bebber“. Im Wortschatz Weinheims und der Kurpfalz gekramt, erfĂ€hrt man, dass ein „Bebber“ jemand ist, der – auf Hochdeutsch ausgsdrĂŒckt – immer noch seinen Senf dazuzugeben hat. Aber am Sonntagmorgen gab es auch fĂŒr Wolfgang „Bebber“ Eberle nichts mehr „zu bebbern“. Vor RĂŒhrung ungewohnt wortkarg, sagte er nur so knapp es ging: „Das Buffet ist eröffnet.“


Von Roland Kern

„DafĂŒr wurde manches ĂŒber ihn gesagt, den Feuerwehrmann aus Leib und Seele, der ein Berufsleben lang Feuerwehrprofi bei der Firma Naturin und gefĂŒhlte 50 Jahre engagiertes Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr Weinheim ist, zuletzt zwölf Jahre als Stellvertretender Stadtbrandmeister. Wolfgang Eberle ist Weinheims erster „Ehrenjugendfeuerwehrwart“. Stadtbrandmeister und WeggefĂ€hrte Reinhold Albrecht verlieh ihm diesen Titel wĂ€hrend der Feier zum 50-jĂ€hrigen Bestehen der Weinheimer Jugendfeuerwehr – sie ist, 1962, gegrĂŒndet, die Ă€lteste ihrer Art im Rhein-Neckar-Kreis. Albrecht nahm Bezug auf einen Bilder-Vortrag von Miriam Eberle, der aktuellen Jugendwartin der Weinheimer Wehr. Darin tauchte immer wieder Wolfgang Eberle auf. „Unsere Jugendfeuerwehr wĂ€re heute nicht das, was sie ist, ohne Wolfgang Eberle“, bescheinigte der Kommandant.

Bei zahlreichen Freizeiten und anderen AktivitĂ€ten war der „Bebber“ einer der engagiertesten, einer der fleißigsten Organisatoren. „Seine TĂ€tigkeit war immer eine Bereicherung“, lobte Albrecht. Extra fĂŒr Eberle wurde der neue Ehrentitel samt Urkunde im Jahr des 150-jĂ€hrigen Bestehens der Weinheimer Feuerwehr und des 50-jĂ€hrigen Bestehens der Jugendfeuerwehr jetzt geschaffen – eine historische Auszeichnung in einem großen Jahr fĂŒr die Weinheimer Feuerwehr, das mit dieser Veranstaltung nun abgeschlossen wurde. Nach vielen Veranstaltungen, Festen, Banketten und RĂŒckblicken, galt das JubilĂ€umsfinale jetzt der Jugendfeuerwehr. Das hatte einge gewisse Symbolkraft. „Denn wir sind das Fundament der Wehr“, erklĂ€rte Miriam Eberle, die in ihrem Vortrag an die GrĂŒnder und wichtigen Akteure der Nachwuchs-Wehr erinnerte. Auch BĂŒrgermeister und Feuerwehrdezernent Dr. Torsten Fetzner gratulierte zum doppelten JubilĂ€um. Sein Lob: „In der Feuerwehr werden an junge Menschen Werte vermittelt, die fĂŒr unsere Gesellschaft wichtig sind.“

Anm. d. Red.: Roland Kern ist der Pressesprecher der Stadt Weinheim

Weinheim feiert am Sonntag 50 Jahre Jugendfeuerwehr – Es ist die Ă€lteste in ganz Nordbaden

Auch FloriansjĂŒnger werden Ă€lter

Die Weinheimer Jugenfeuerwehr

Weinheim, 13. November 2012. (red/pm) Die Weinheimer Jugendfeuerwehr wird 50 und das muss entsprechend gefeiert werden: Am Sonntag, 11. November finden im Alten Rathaus am Marktplatz die JubilÀumsfeierlichkeiten statt.

Information der Stadt Weinheim:

„Sie ist Jungbrunnen und Talentschmiede der Weinheimer Feuerwehr – und das seit einem halben Jahrhundert: Am Sonntag feiern Weinheims BrandschĂŒtzer im Alten Rathaus am Marktplatz das 50-jĂ€hrige Bestehen ihrer Jugendfeuerwehr. Sie wurde 1962 als erste in ganz Nordbaden gegrĂŒndet und war damals eine echte Innovation. Im Lauf dieses halben Jahrhunderts haben sich die jĂŒngsten FloriansjĂŒnger Weinheims als starke Einheit etabliert. [Weiterlesen…]

Freiwillige Feuerwehr Weinheim

Zeittafel gibt Überblick aller Abteilungen und Kommandanten

Wolfgang Eberle vor der Zeittafel (Bild: Ralf Mittelbach)

Wolfgang Eberle vor der Zeittafel, Foto: Ralf Mittelbach

Weinheim, 15. September 2012. (red/fw) Hauptbrandmeister Wolfgang Eberle hat der Feuerwehr Weinheim ein bemerkenswertes Abschiedsgeschenk ĂŒberreicht. Gemeinsam mit einer Grafikdesignerin erstellte man eine Zeittaffel aller Kommandanten und Abteilungen der Freiwilligen Feuerwehr Weinheim.

Information der Feuerwehr Weinheim:

„Bei der diesjĂ€hrigen Jahreshauptversammlung der Feuerwehr Weinheim stellte Hauptbrandmeister Wolfgang Eberle sein Amt als stellvertretender Stadtbrandmeister zur VerfĂŒgung. Um seiner Verbundenheit zur Weinheimer Feuerwehr Ausdruck zu verleihen und sich fĂŒr die gute Zusammenarbeit mit den Feuerwehrabteilungen zu bedanken, machte er ein besonderes Abschiedsgeschenk.

Wolfgang Eberle machte sich die MĂŒhe und trug alle Namen der Kommandanten aller Weinheimer Feuerwehr Abteilungen zusammen. Die zeitintensive Arbeit lohnte sich und so konnte eine Übersichtstafel der 150jĂ€hrigen Geschichte erstellt werden. Wolfgang Eberle besorgte die Bilder der Kommandanten aller Abteilungen seit der GrĂŒndung der jeweiligen Wehren. Viel Archivarbeit und Ausdauer waren gefragt bis die Bilder zusammengetragen waren. UnterstĂŒtzt durch eine Grafik Designerin konnte Eberle einen Zeitstrahl erstellen, auf dem die Kommandanten und ihre Amtszeiten abgebildet wurden.

Die Besonderheit der Tafel besteht darin, dass erstmals alle Feuerwehrabteilungen – Weinheim, Sulzbach, LĂŒtzelsachsen, Hohensachsen, Rippenweier, Ritschweier und Oberflockenbach in einem Überblick zu sehen sind. Diese Erinnerungstafel an die FĂŒhrungskrĂ€fte, die ĂŒber 150 Jahre die Zukunft der Weinheimer Feuerwehr gestalteten, hat nun ihren Platz im Feuerwehrzentrum Weinheim gefunden. Sie ist im Treppenaufgang des Feuerwehrzentrums zu bewundern, direkt neben allen Weinheimer FeuerwehrhĂ€usern, die die Jugendfeuerwehr in der letzten Sommerfreizeit mit Aquarell Farbe malte.

Die Datei mit den gesammelten Daten wurde an das Weinheimer Stadtarchiv ĂŒbergeben, die sich ebenfalls darĂŒber freuten. Die Feuerwehr Weinheim bedankt sich bei Wolfgang Eberle fĂŒr die tolle Idee und wĂŒnscht ihm auf seinem weiteren Weg alles Gute.“

Feuerwehr: Überraschend eindeutige Wahl

Andreas Schmitt ist neuer Vizekommandant

Andreas Schmitt (links) mit Wolfgang Eberle.

 

Weinheim, 04. MĂ€rz 2012. HĂ€tten Sie es gewusst? Die Feuerwehr Weinheim ist die grĂ¶ĂŸte Wehr im Rhein-Neckar-Kreis. Am vergangenen Freitag mit einem neuen Mann im „Spitzenteam“. Der 39-jĂ€hrige Ingenieur Andreas Schmitt aus dem Ortsteil LĂŒtzelsachsen wurde im ersten Wahlgang zum Stellvertretenden Feuerwehrkommandanden gewĂ€hlt. Andreas Schmitt ist auch hauptberuflich im Brandschutz hochqualifiziert und arbeitet bei der Stadtverwaltung Mannheim im Amt fĂŒr Feuerwehr und Katastrophenschutz. Bericht von der Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Weinheim aus der Keltensteinhalle in Rippenweier.

Von Hardy Prothmann

Das gabs noch nie: Gleich drei Kandidaten stellten sich fĂŒr das Ehrenamt des stellvertretenden Kommandanten zur Wahl. Neben Schmitt noch Hans-Joachim Gottuck und Matthias Bente (zu den Kandidaten siehe unten einen frĂŒheren Text). Unter den Kameraden wurde viel spekuliert, wer das Rennen machen wĂŒrde – wobei Schmitt schon als Favorit gehandelt worden ist. Immerhin rechnete man mit zwei WahlgĂ€ngen – was erforderlich gewesen wĂ€re, hĂ€tte es keine eindeutige Mehrheit gegeben.

Doch die gab es: 135 wahlberechtigte Feuerwehrmitglieder waren anwesend (mehr als das notwendige Drittel). 70 Stimmen und damit mehr als die HĂ€lfte fielen auf Schmitt, 42 auf Gottuck, nur 16 auf Bente.

Wahlleiter OberbĂŒrgermeister Heiner Bernhard gratulierte als erster. Schmitt ist nun einer von zwei ehrenamtlichen Stellvertretern des im 14-ten Jahr amtierenden Kommandanten Kommandant und Stadtbrandmeister Reinhold Albrecht, der hauptberuflich Brandschutz-SachverstĂ€ndiger der Stadt Weinheim ist. Volker JĂ€ger, der weitere Stellvertreter, leitet die Werksfeuerwehr des in Weinheim ansĂ€ssigen Unternehmens Naturin.

Vom Ehrenamt ins Hauptamt?

Hinter vorgehaltener Hand reden viele darĂŒber, dass Schmitt in einigen Jahren Albrecht „beerben“ will. Bis dahin muss er aber zeigen, was er kann. Immerhin hat er nach der Wahl gesagt:

„Vielen Dank fĂŒr diese ĂŒberzeugende Wahl. Es gibt einige, die mich nicht gewĂ€hlt haben und ich möchte mir deren Vertrauen erarbeiten. Gebt mir dafĂŒr aber ein wenig Zeit, um mich in die Aufgabe einzufinden.“

Schmitt löste den langjĂ€hrigen Stellvertreter Wolfgang Eberle (63) ab, der ebenfalls den Brandschutz sowohl zum Hobby als auch zum Beruf hatte. Eberle war zwölf Jahre Stellvertretender Stadtbrandmeister, zuvor acht Jahre Leiter der Jugendfeuerwehr gewesen. Offiziell ist er noch im Amt, bis der Gemeinderat die Wahl der Feuerwehr bestĂ€tigt. Reinhold Albrecht kĂŒndigte an, dass Eberle noch auf einer gesonderten Veranstaltung (voraussichtlich November) standesgemĂ€ĂŸ verabschiedet werde.

Gelungener „Abgang“

Eberle, der offensichtlich viele Freunde in der Wehr hat, verabschiedete sich humorig. Erst frotzelte er wegen des zu hoch eingestellten Mikrofons und dann „beichtete“ er nichts als die Wahrheit, ĂŒber seine erste Motivation, zur Feuerwehr zu gehen:

„Domols sinn die nach Amerika gfahre. Da wollt isch mit. Und des hat a geklappt. Seitdem bin isch dabei.“

DafĂŒr gabs viel wohlwollenden Applaus und gute Laune.

Nicht ganz gelungener Antritt

Sein Nachfolger hatte die Feuerwehrkameraden vor der Wahl mit einer sachlich-programmatischen Vorstellung ĂŒberzeugt. „Eine Feuerwehr muss sich stetig weiterentwickeln, denn die Anforderungen wachsen und werden vielfĂ€ltiger“, appellierte er.

Ein qualifiziertes FĂŒhrungsverhalten, Kameradschaft und eine reibungslose Kommunikation hatte er sich auf die Fahnen geschrieben, die Feuerwehrleitung der Großen Kreisstadt will er „konzeptionell und abteilungsĂŒbergreifend“ voranbringen.

Einigen Kameraden viel dabei aber auf, dass das noch nicht so richtig teamorientiert klang und ein wenig auch das GeschmÀckle haben könnte, dass Schmitt die Arbeit des Kommandanten kritisiert haben könnte. Doch das ist solange Gerede, solange Schmitt die Arbeit nicht begonnen hat und zeigt, ob er teamfÀhig ist und was er sonst noch kann.

Der neue Mann gehört nun zu einem Team, das die Feuerwehr in Weinheim besonders gut aufgestellt hat – und das im JubilĂ€umsjahr. Die Weinheimer Feuerwehr wurde vor 150 Jahren gegrĂŒndet und feiert dies in diesem Jahr noch ausgiebig. WĂ€hrend ehrenamtliche Einheiten anderswo unter Mitgliederschwund leiden, ist die Lage in Weinheim stabil, wie Stadtbrandmeister Albrecht in seinem RĂŒckblick betonte.

Kommandant kritisiert FĂŒhrungskrĂ€fte

Kommandant Albrecht hat die Wehr im Griff - deswegen ĂŒbte er auch klare Kritik, denn die ist seiner Meinung nach konstruktiv.

Und auch der Kommandant sprach deutliche Worte der Kritik:

„Kritik ist notwendig und qualitĂ€tssteigernd. Getroffene Entscheidungen ohne Kenntnis der GrĂŒnde in Bausch und Bogen zu zerreden, ist kontraproduktiv, lĂ€hmend und demotivierend.“

Weiter warf er nicht nĂ€her benannten Mitglieder der Feuerwehr vor, sie verhielten sich „unfair und verwerflich“. Er appellierte an die „innere FĂŒhrung“. Ganz sicher muss er damit FĂŒhrungskrĂ€fte gemeint haben – nach unseren Informationen der Abteilung Stadt.

Albrecht ĂŒbte die Kritik unaufgeregt und nicht harsch – aber deutlich und unmissverstĂ€ndlich. Die, die er damit meint, dĂŒrften zwei Möglichkeiten haben: an der inneren FĂŒhrung zu arbeiten oder mit ernsten Konsequenzen zu rechnen.

Sehr aktiver „Talentschuppen“

Zur Statistik: 352 aktive Feuerwehrleute absolvierten im Jahr 2011 rund 770 EinssĂ€tze, ihr Altersdurchschnitt liegt bei 39,4 Jahren. Die Jugendfeuerwehr ist mit mehr als 120 Mitgliedern sehr aktiv; sie ist der Talentschuppen der aktiven Truppe. Auch diesmal konnten einige junge Leute in die Einsatzabteilung aufrĂŒcken: Janine Wörgetter, Christian Paradiso, Lukas GĂ€rtner, Valentin Körnig, Andre Lutz, Denis-Joel Schmitt, Marcos Pfeiffer und Marvin Rathgeb.

Parallel dazu konnte die Wehr im letzten Jahr den Stand ihrer AusrĂŒstung deutlich verbessern – dies nach zwei ĂŒberaus mageren Jahren der kommunalen Finanznot. Eine Reihe neuer Fahrzeuge sind angeschafft worden oder werden demnĂ€chst ausgeliefert.

„Die Fahrzeuge sind ja kein Selbstzweck fĂŒr die Feuerwehr, sie sind das Handwerkszeug und sie retten Leben“,

sagte Weinheims Erster BĂŒrgermeister und Feuerwehrdezernent Dr. Torsten Fetzner. Er bedankte sich bei den Feuerwehrleuten nicht nur fĂŒr ihren Einsatz in NotfĂ€llen sondern auch fĂŒr „die konstruktive Zusammenarbeit“.

Auch Axel Schuh, stellvertretender Kreisbrandmeister, lobte den „sehr guten Ausbildungsstand“ der Weinheimer Feuerwehr auf einem „sehr professionellen Niveau“. Schuh ehrte verdiente langjĂ€hrige Feuerwehrleute: FĂŒr 25 Jahre Dirk Baumann, Jörg Frank, Gerhard Himmel, Andreas Schmitt und Holger Seib. FĂŒr 40 Jahre Helmut Betzold, Hermann Schick, Herbert Schmitt, Walter Schmitt und Erhard Schröder.

Eine „Ehrung“ ist der Redaktion ein BedĂŒrfnis: Die Feuerwehr Weinheim ist nicht nur die grĂ¶ĂŸte im Rhein-Neckar-Kreis, sondern hat auch eins der besten und professionellsten Teams in Sachen Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Das Team um Ralf Mittelbach versorgt sehr kompetent, schnell und zuverlĂ€ssig von sich aus und auf Anfrage von Medien die Redaktionen. Geboten wird ein vorbildlicher Service, der das Image und die Bedeutung der Feuerwehr insgesamt stĂ€rkt. Das muss man bei Gelegenheit auch mal sagen.

Anm. d. Red.: Text mit Material der Stadt Weinheim und der Feuerwehr Weinheim.

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Altersdurchschnitt bereitet dem Stadtbrandmeister Sorge

Feuerwehr Weinheim – Jahreshauptversammlung der Abteilung Ritschweier

Die Abteilung Ritschweier der Feuerwehr Weinheim traf sich zur Jahreshauptversammlung. Bild: Feuerwehr Weinheim

 

Weinheim, 13. Februar 2012. (red/fw) 

Information der Feuerwehr:

„Ortsvorsteher Alfred Paluszkiewicz dankte der Abteilung Ritschweier anlĂ€sslich der Jahreshauptversammlung fĂŒr ihren Dienst am NĂ€chsten.

Paluszkiewicz sprach motivierende Worte und forderte die Mannschaft auf, auch weiterhin im Team zu arbeiten und eine Mannschaft zu bleiben. 2011 klappte das auch ganz gut, wie Abteilungskommandant Ralph Seiberling berichten konnte.

Die Aktive Mannschaft traf sich zu 14 Übungen und musste zu 6 EinsĂ€tzen ausrĂŒcken. Insgesamt 46 Stunden war die Aktive Mannschaft im Einsatz. Im letzten Jahr wurden aber auch wieder gesellige Veranstaltungen durchgefĂŒhrt. So sammelten die Wehr ChristbĂ€ume, veranstaltete das traditionelle Scheuerfest und ein Grillfest am Dorfteich, betreute den Martinszug und traf sich zum Familienabend.

BĂŒrgermeister Torsten Fetzner, schloss sich dem Dank des Ortsvorstehers an und hoffte auch, dass die EinsatzfĂ€higkeit der Wehr auch weiter gegeben ist. FĂŒr ihn ist die kleine Feuerwehr Ritschweier genauso wichtig wie eine große Abteilung, so Fetzner. Gerade hier muss sich jeder einzelne stark einbringen, da man in einer kleinen Feuerwehr, durch weniger Personal mehr Funktionen doppelt besetzen muss. Fetzner wĂŒnschte sich, dass die Wehr auch weiter den Elan der letzten Jahre an den Tag legt, um auch in Zukunft die BĂŒrger des Ortsteils und der Nachbarschaft zu schĂŒtzen.

Hoher Altersdurchschnitt

Im Berichtsjahr 2011 hatte die Abteilung 33 Mitglieder. 19 Aktive mit einem Durchschnittsalter von 45,6 Jahren und 14 Angehörige der Altersmannschaft mit einem Durchschnittsalter von 72,3 Jahren.

Stadtbrandmeister Reinhold Albrecht bedankte sich ebenfalls bei der Wehr, die nicht nur durch ihren Einsatzdienst, sondern auch durch ihre Veranstaltungen ein wichtiger Bestandteil fĂŒr den Ortsteil sind. Er stellte fest, dass 10% der Einwohner von Ritschweier Mitglied der Feuerwehr sind, was gerade auf die restlichen Abteilungen gesehen ungewöhnlich und ĂŒberdurchschnittlich hoch ist.

Trotz der lobenden Worte kam ein „aber“ des Stadtbrandmeisters. Denn das Durchschnittsalter der aktiven Mannschaft in Ritschweier liegt bei 45,6 Jahren im Gegensatz zu 39 Jahren der Gesamtwehr. Die Wehr veraltet und die Jugendfeuerwehr konnte 2011 nicht wieder aktiviert werden.

Daher rief Albrecht auch die Vertreter des Ortschaftrates auf, aktive Nachwuchsarbeit zu betreiben, eventuell Quereinsteiger und auch Frauen fĂŒr den Dienst bei der Feuerwehr zu motivieren. Eine Idee, wĂ€re die GrĂŒndung einer Kinderfeuerwehr, wie im Ortsteil Sulzbach, die dadurch versucht den Nachwuchs der aktiven Wehr auf Jahre zu sichern.

Der Altersdurchschnitt bereitet dem Stadtbrandmeister und der Abteilung Kopfzerbrechen. Bild: Feuerwehr Weinheim

Neuerungen 2012

Ein weiteres Problem sind die Energiekosten im Feuerwehrhaus Ritschweier, die deutlich zu hoch sind. Das liegt dran, dass es in der Umkleidekabine nach einer Din Norm mindestens 20 Grad haben muss, in der Fahrzeughalle aber eine Temperatur von 7 Grad ausreicht.

Da diese RĂ€ume nicht baulich getrennt sind, kommt es zu den hohen Heizkosten. Dieses Problem wird nun aber gelöst, indem eine Wand mit TĂŒr eingebaut wird und man dann die RĂ€ume baulich getrennt hat. Nach den Berechnungen haben sich die Umbauarbeiten nach 4 Jahren bezahlt gemacht.

Albrecht gab auch einen Ausblick auf weitere Neuerungen fĂŒr die Wehr 2012.

So wird die Abteilung Ritschweier von der analogen Alarmierung auf die digitale im ersten Halbjahr umgestellt. Desweiteren konnte aus einsatztaktischen GrĂŒnden ein gebrauchtes Tanklöschfahrzeug mit 1800 Litern Wasser von der Feuerwehr Mannheim fĂŒr die Abteilung Ritschweier angeschafft werden.

Nach den Umbauarbeiten durch die hauptamtlichen GerÀtewarte wird das Fahrzeug in den nÀchsten Wochen nach Ritschweier gestellt. Da das Fahrzeug nur drei SitzplÀtze hat, wird die VW Pritsche der Abteilung Stadt ebenfalls nach Ritschweier gestellt.

Das alte Tragkraftspritzenfahrzeug der Abteilung das kein Wasser fĂŒr den Ersteinsatz mitfĂŒhrte, wird zukĂŒnftig fĂŒr den Bevölkerungsschutz eingesetzt und soll zur BrandschutzaufklĂ€rung in Schulen, KindergĂ€rten und Pflegeheimen dienen.

Dank und Auszeichnungen

Abteilungskommandant Ralph Seiberling bedankte sich fĂŒr die UnterstĂŒtzung des Stadtbrandmeisters und seiner Stellvertreter Wolfgang Eberle und Volker JĂ€ger sowie bei der Stadtverwaltung und dem Gemeinderat fĂŒr die UnterstĂŒtzung.

Sein Dank galt auch Heinz Scholl fĂŒr 70 Jahre, Reinhard Fitzner fĂŒr 60 Jahre, Gerhard Himmel fĂŒr 25 Jahre, Stefan LohrbĂ€cher fĂŒr 20 Jahre Dienst bei der Abteilung Ritschweier. Gerhard Himmel wurde zum Oberfeuerwehrmann befördert. FĂŒr hundertprozentigen Übungsbesuch, wurde Sven Ballas, Markus Scholl, Karl Friedrich Kippenhahn, Ralph Seiberling, Bernd Nick und Heinrich Weygoldt geehrt.

Altersobmann Heinz Scholl, berichtete ĂŒber die AktivitĂ€ten der Altersmannschaft und die wachsende Zusammenarbeit mit der Altersmannschaft aus Hohensachsen.

Aber auch bei der Wehr waren die Kameraden aktiv zur Stelle, unterstĂŒtzten die Veranstaltungen und installierten ein Regalsystem zur Lagerung von EinsatzgerĂ€t. Markus Drabant wurde von der Wehr als Kassier bestĂ€tigt und von den KassenprĂŒfern Gerhard Himmel und Karl Friedrich Kippenhahn entlastet. Da Himmel als KassenprĂŒfer ausscheidet, wurde von der Versammlung Markus Scholl als zweiter KassenprĂŒfer gewĂ€hlt.“

1.400 Stunden zum Wohle der BĂŒrger

Hauptversammlung der Feuerwehr Weinheim Abt. Rippenweier

Weinheim, 01. Februar 2012. (red/fw) Die Abteilung Rippenweiher der Freiwilligen Feuerwehr Weinheim hielt am 27. Januar ihre Jahreshauptversammlung ab. FĂŒr langjĂ€hrige Dienste wurden zahlreiche Mitglieder geehrt, so zum Beispiel Walter und Herbert Schmitt fĂŒr 60 und 40 Dienstjahre.

Information der Feuerwehr Weinheim:

„Am 27.01.2012 lud die Feuerwehr Weinheim Abt. Rippenweier zur Hauptversammlung ein. Neben der fast vollzĂ€hligen aktiven Wehr, waren Vertreter der Alterskameraden und der Jugendfeuerwehr anwesend.

Als GĂ€ste konnte Abt. Kommandant Frank die beiden stellvertretenden Stadtbrandmeister Wolfgang Eberle und Volker JĂ€ger begrĂŒĂŸen. Ein besonderer Gruß ging an den Stadtjugendwart Markus SchĂ€fer und an den Kreisfeuerwehrverbandsvorsitzenden Hans-Joachim Gottuck.

Weitere Grußworte gingen an den 1. BĂŒrgermeister Dr. Thorsten Fetzner, Ortsvorsteher Volkmann sowie die OrtschaftsrĂ€te Dr. Wolfgang Rost und Jochen Paul.

Im Anschluss bat Frank die Versammlung sich zu erheben und den verstorbenen Kameraden Herbert Schollenberger und Werner Schröder zu gedenken.

Dann ging man zum 3. Punkt der Tagesordnung ĂŒber, den TĂ€tigkeitsberichten. Hier eröffnete Sebastian Fietz, mit dem Protokoll der aktiven Wehr und blickte dabei auf ein ereignisreiches Jahr 2011 zurĂŒck, das direkt im Januar mit mehreren EinsĂ€tzen aufgrund der starken RegenfĂ€lle begann.

Mit dem Protokoll der Jugendwehr zeigte Patrick Pfrang die vielfĂ€ltigen AktivitĂ€ten der 14 Jugendlichen der Jugendwehr auf, wie z.B. Fußballturnier, einem Zeltlager am Marbach Stausee, dem Ausmarsch und dem Gemeindeschießen. Besonders erwĂ€hnte er, dass die 3 Jugendlichen Sebastian Schmitt, Max Weidenthaler und Yannick Schmidt-Brand zusammen mit anderen Jugendlichen aus den Weinheimer Feuerwehrabteilungen die Jugendleistungsspange absolviert haben. Im Anschluss gab Karl Schmitt einen kurzen Überblick ĂŒber die AktivitĂ€ten der Alterskameraden.

Zum Abschluss der TÀtigkeitsberichte verlass stellv. Abt. Kommandant Sven Weygoldt die Jahresstatistik. Er verwies auf eine Gesamtstundenzahl von 1.400 Stunden, die die Kameraden der Abteilung Rippenweier zum Wohle der Bevölkerung geleistet haben.

FĂŒr eine kleine Abteilung wie Rippenweier ist das eine enorme Arbeitsleistung. Vergleicht man die Lehrgangsstunden mit denen der EinsĂ€tze, so kommt auf jede Einsatzstunde 1,5 Lehrgangsstunden, was die gute Ausbildung der Wehr belegt.

Als nĂ€chster Punkt der Tagesordnung kam der Kassenbericht, bei dem Kassier Markus Hertel einen kurzen Überblick ĂŒber die aktuelle Finanzlage der Abt. Rippenweier gab. Danach kam KassenprĂŒfer Lars Schmitt zu Wort. Er bescheinigte dem Kassier eine ordnungsgemĂ€ĂŸe KassenfĂŒhrung und bat die Versammlung um Entlastung des Kommandos, die einstimmig gegeben wurde.

Zum neuen KassenprĂŒfer wurde Benjamin MĂŒnd gewĂ€hlt, der die Nachfolge von Lars Schmitt antritt. Philip GĂ€rtner wurde als neues Mitglied fĂŒr den Abteilungsausschuss gewĂ€hlt.

Zum Abschluss standen die Ehrungen und Beförderungen auf dem Programm. Der Stellvertretende Stadtbrandmeister Wolfgang Eberle ĂŒbernahm den Part der Beförderungen.

Zum Oberfeuerwehrmann wurden Marcel Barimani, Tim Fendrich, Philip GĂ€rtner, Philip LĂŒbeck und Lars Schmitt sowie zum Hauptfeuerwehrmann wurde Sebastian Knörr ernannt.

Im Anschluss zu den Beförderungen ĂŒbernahm der Stadtjugendwart Markus SchĂ€fer das Wort. Er hatte die freudige Aufgabe, den Jugendwart Patrick Pfrang sowie seinen Stellvertreter Marcel Barimani mit der bronzenen Ehrenmedaille des Rhein-Neckar-Kreises aufgrund ihrer engagierten und erfolgreichen Jugendarbeit zu ehren. Vor den stĂ€dtischen Ehrungen ĂŒbernahm Ortsvorsteher GĂŒnther Volkmann das Wort und dankte der Abt. Rippenweier fĂŒr die geleistete Arbeit im vergangenen Jahr.

Der Feuerwehrdezernent und 1. BĂŒrgermeister Dr. Fetzner schloss sich den Dankesworten an und wĂŒnschte den Kameraden fĂŒr die Zukunft alles Gute, bevor er die Ehrungen durchfĂŒhrte.

Geehrt wurden: Lars Schmitt fĂŒr 10 Jahre, Thimo Bess, Carina Leonhard und Sebastian Knörr fĂŒr 20 Jahre, Jochen Weidenthaler fĂŒr 30 Jahre, Herbert Schmitt fĂŒr 40 und Walter Schmitt fĂŒr 60 Jahre Zugehörigkeit zur Feuerwehr Weinheim. Beim letzten Part der Ehrungen kam der Kreisfeuerwehrverbandsvorsitzende Hans-Joachim Gottuck zu Wort. Er durfte 11 Kameraden fĂŒr besonderes Engagement innerhalb der Feuerwehr ehren.

Die bronzene Ehrennadel des Kreisfeuerwehrverbandes wurde an Jörg Frank, Markus Hertel, Herbert Schmitt, Matthias Schmitt, Thomas Schmitt 1 und Thomas Schmitt 2 verliehen. Mit der silbernen Ehrennadel wurden die Kameraden Erwin Fath, Michael MĂŒller, Jochen Weidenthaler und Sven Weygoldt ausgezeichnet.

Kommandant Steffen Frank erhielt das Ehrenkreuz in Bronze des Kreisfeuerwehrverbandes.

Unter dem letzten Tagesordnungspunkt konnte Jochen Weidenthaler 9 Kameraden einen Gutschein fĂŒr 100%igen Übungsbesuch ĂŒberreichen. Diese waren: Marcel Barimani, Sebastian Fietz, Philip GĂ€rtner, Markus Hertel, Herbert Kilian, Patrick Pfrang, Lars Schmitt, Thomas Schmitt 2 und Sven Weygoldt.

Zum Schluss bedankte sich Steffen Frank bei den stellvertretenden Stadtbrandmeistern sowie Ortsvorsteher GĂŒnther Volkmann und 1. BĂŒrgermeister Dr. Fetzner fĂŒr die gute Zusammenarbeit im abgelaufenen Jahr. Nach Beendigung der Sitzung ging man zum gemĂŒtlichen Teil ĂŒber.“

Jahreshauptversammlung mit positiver Bilanz

Ortsvorsteher Josef Klemm wÀre gerne Mitglied der Jugendfeuerwehr

Gut aufgegestellt - die Abteilung Sulzbach der Feuerwehr Weinheim. v.l.: Karsten Fath, Agnes Seyferth, Renzo Sgobbio, Christian Knapp, Wolfgang Eberle, Josef Klemm, Sven Buerholt, Tobias Kain, Jennifer Heinrich, Erich Reinemuth, Freya Niehof, Florian Fath, Reinhold Albrecht

Weinheim/Sulzbach, 22. Januar 2012. (red/fw/RM) Ortsvorsteher Josef Klemm hat besondere Freude an der Kinderfeuerwehr in Sulzbach. Bei der Jahreshauptversammlung der Abteilung Sulzbach gab es viel Lob fĂŒr das Engagement der Kameradinnen und Kameraden. Die Notfallseelsorge hat drei neue Mitglieder. Neben Lob, Beförderungen und Auszeichnungen gab es aber auch ein wenig Sorge um den Spielmannszug. 

Von Ralf Mittelbach

Ortsvorsteher Josef Klemm ist stolz auf seine Feuerwehr in Weinheims nördlichsten Ortsteil Sulzbach.

AnlĂ€sslich der Jahreshauptversammlung, brachte er seine Begeisterung fĂŒr die Wehr zum Ausdruck. Denn obwohl die Wehr im letzten Jahr zwei aktive Mitglieder weniger hatte und nun auf 46 leicht geschrumpft ist, wie aus dem Bericht von SchriftfĂŒhrerin Claudia Fath hervorging, ist sie sehr innovativ.

Aktive Kinderfeuerwehr

Sorge muss man sich in Sulzbach aber nicht machen, wie Stadtbrandmeister Reinhold Albrecht mit Blick auf die Kinderfeuerwehr erleichtert feststellte. Denn inzwischen sind auch hier 23 Kinder im Alter von 6 – 10 Jahren bei der Feuerwehr.

Auch die Jugendfeuerwehr an deren Spitze Jugendfeuerwehrwartin Florentine Zimmermann steht, hatte einen krĂ€ftigen Aufschwung und konnte sechs neue Mitglieder begrĂŒĂŸen und ist somit von 12 auf 18 Jugendliche gewachsen.

Am 40-jĂ€hrigen JubilĂ€um, auf das die Jugend im letzten Jahr zurĂŒckblicken konnte, lag das allerdings nicht, vielmehr an den FrĂŒchten die die Kinderfeuerwehr trĂ€gt, denn fĂŒnf der Neumitglieder wechselten mit erreichen des 10. Lebensjahr in diese Abteilung.

Wie gut die Jugendarbeit ist, hat Klemm bei einigen Übungen beobachten können, bei denen den Kindern die Begeisterung im Gesicht stand. „Da wĂ€re ich gerne nochmal jung und Mitglieder der Jugendfeuerwehr“, so Klemm und ĂŒberreicht eine Spende fĂŒr die Jugendarbeit.

Viele AktivitĂ€ten – Sorge beim Spielmannszug

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Musikalische Begleitung.

Die Wehr hat in den letzten Jahren einen großen Aufschwung genommen, so Klemm weiter, der auch die GrĂŒndung des Feuerwehrfrauen Treff, geleitet von Inge Grau, die AktivitĂ€ten der Alterskameraden geleitet von Ehrenkommandant Bernd Rettig sowie den Förderverein mit ihrer Vorsitzenden Elke Knapp lobte.

Durch dieses breite Angebot, bietet die Sulzbacher Feuerwehr fĂŒr alle BĂŒrger des Ortes eine FreizeitaktivitĂ€t und bereichert mit ihren öffentlichen Veranstaltungen das Ortsleben. Etwas Sorge bereitet der Spielmannszug wie StabfĂŒhrer Rudi Neumann berichtet.

Zwar stehen 17 Spielleute zur VerfĂŒgung, aber durch private und dienstliche Verpflichtungen ist die der Spielmannszug immer mehr auf Kooperationen mit den Nachbarn angewiesen. So treten die Spielleute aus Laudenbach und Sulzbach immer öfter gemeinsam auf.

Wichtige Rolle der Sulzbacher Wehr

Wie wichtig die Wehr im Gesamtkonzept der Weinheimer Feuerwehr ist, zeigen die 14 EinsĂ€tze bei denen die Abteilung Sulzbach die Abteilungen Stadt und LĂŒtzelsachsen – Hohensachsen unterstĂŒtzen mussten. Zwölf BrĂ€nde musste die Wehr 2011 löschen, sechs Brandmeldealarme fahren, zu sieben technischen Hilfeleistungen wie Wasser im Keller ausrĂŒcken, fĂŒnf Fehlalarme verbuchen und einmal zur Amtshilfe fĂŒr Polizei und Ordnungsamt tĂ€tig werden.

Mit dem LF Katschutz des Bundes, hat die Abteilung Sulzbach im Berichtsjahr ein Fahrzeug des Bundes fĂŒr die Aufgaben des Katastrophenschutz ĂŒbergeben bekommen.

Das Fahrzeug kann zukĂŒnftig ĂŒberregional bei grĂ¶ĂŸeren Katastrophen vom Bund mit Personal der Abteilung Sulzbach abgerufen werden. Daher wurde hier auch im Vergangen Jahr ein Schwerpunkt auf die Ausbildung gelegt.

Aber auch sonst, bildeten sich die Aktiven weiter, besuchten neben den regulĂ€ren Übungen, Ausbildungen im Bereich Atemschutz und Maschinist, sowie der FeuerwehrsanitĂ€ter. Ein weiteres neues Aufgabengebiet ist die psychosoziale Notfallversorgung, die bei der Weinheimer Feuerwehr weiter ausgebaut wird. ZukĂŒnftig wird es neben der Abteilung Stadt einen weiteren Standort fĂŒr Notfallseelsorger am in Sulzbach geben.

ZusÀtzliche Notfallseelsorger

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Ortsvorsteher Josef Klemm wĂŒrde gerne in die Kinderfeuerwehr eintreten - ist aber leider nicht mehr im richtigen Alter.

Neben Tomas Knapp werden nun noch drei weitere Notfallseelsorger ihren Dienst tun und damit die Abteilung Stadt entlasten. Abteilungskommandant Karsten Fath begrĂŒĂŸte die neuen Notfallseelsorgerinnen Agnes Seyferth, Christel Apel und Gabriele Landler und freute sich auf die Zusammenarbeit mit dem Team. Agnes Seyferth bedankte sich in diesem Zusammenhang fĂŒr den Fahrdienst, den die Abteilung Sulzbach fĂŒr das Notfallseelsorgeteam leistet.

Bei so viel Leistung, standen natĂŒrlich auch Ehrungen und Beförderungen auf der Tagesordnung. FĂŒr zehn Jahre Feuerwehrdienst wurde Jennifer Heinrich, fĂŒr 20 Jahre Daniela Hofmann und fĂŒr 50 Jahre Erich Reinemuth geehrt.

Freya Niehof wurde zur Feuerwehrfrau, Florian Fath und Sven Buerholt zum Oberfeuerwehrmann und Tobias Kain zum Brandmeister befördert. Ein Dank ging an Bernhard Adolph, der nun von der aktiven Wehr zur Altersmannschaft wechselte.

Abschied von Wolfgang Eberle

Mit etwas Wehmut, verabschiedete sich die Abteilung Sulzbach vom stellvertretenden Stadtbrandmeister Wolfgang Eberle, mit dem man immer gut und gerne zusammen gearbeitet hat.

Da er sein Amt anlĂ€sslich der Jahreshauptversammlung der Weinheimer Feuerwehr am 02. MĂ€rz zur VerfĂŒgung stellt, war dies die letzte Jahreshauptversammlung an der er in seiner Funktion teilnahm.

Abteilungskommandant Karsten Fath, betonte aber, dass Eberle jederzeit gerne in Sulzbach gesehen ist und bot ihm an, am diesjÀhrigen Familienausflug nach Ebbs in Tirol teilzunehmen.

Zum Schluss der Jahreshauptversammlung gab der Abteilungskommandant noch einen Ausblick auf das Jahr 2013, denn da wird die Wehr „112“ Jahre was mit zahlreichen Aktionen gefeiert werden soll.

Termine der Feuerwehr Sulzbach
22.04.2012 10:00 Sulzbach – Förderverein Flohmarkt am Feuerwehrhaus
29.04.2012 10:00 Sulzbach – Tag der offenen TĂŒr ums Feuerwehrhaus
03.10.2012 09:00 Sulzbach – Volkswandertag ab dem Feuerwehrhaus
06.10.2012 10:00 Sulzbach – Förderverein Feuerlöscher ÜberprĂŒfung
20.10.2012 20:00 Sulzbach – Feuerwehrball im BĂŒrgersaal

Anmerkung der Redaktion: Ralf Mittelbach ist Feuerwehrmann und Pressewart der Feuerwehr Weinheim.

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Feuerwehr Sulzbach ist Nachwuchslieferant – Spannungen bei der FĂŒhrung


Guten Tag!

Weinheim, 17. Januar 2011. Bei der Freiwilligen Feuerwehr Sulzbach ist der Vorstand neu gewĂ€hlt worden. Aufgrund von „Spannungen“ stand Hans Joachim Gottuck nicht mehr fĂŒr das Amt des stellvertretenden Kommandanten zur VerfĂŒgung. Kommandant Karsten Fath wollte sein Amt zur VerfĂŒgung stellen, da es aber keinen Kandidaten gab, stellte er sich erneut zur Wahl. Die Sulzbacher Feuerwehr sorgt unabhĂ€ngig davon fĂŒr Nachwuchs bei der Weinheimer Feuerwehr.

Information der Feuerwehr:

„Am Samstagabend fand die Jahreshauptversammlung der Feuerwehr Weinheim Abteilung Sulzbach mit Neuwahlen des Kommandos statt. Wie bereits vor 5 Jahren, wollte der amtierende Abteilungskommandant Karsten Fath sein Amt zur VerfĂŒgung stellen, konnte aber auch 2011 niemanden fĂŒr diese Amt gewinnen.

Von Links: Wolfgang Eberle, Torsten Fetzner, Renzo Sgobbio, Josef Klemm, Karsten Fath, Volker JĂ€ger, Christian Knapp, Reinhold Albrecht.

Seine bisherigen Stellvertreter Christian Knapp und Hans Joachim Gottuck waren auch nicht bereit, als Kopf des Ganzen die Abteilung weiter zu fĂŒhren. Nach dem Karsten Fath sich bereits bei den Sitzungen der Feuerwehren des Unterkreises verabschiedet hatte, fanden mehrere GesprĂ€che im Vorfeld der Versammlung statt. Hier traf sich das Kommando, der Abteilungsausschuss, der Ortsvorsteher und die Gruppen und ZugfĂŒhrer der Abteilung Sulzbach um ĂŒber Alternativen zu sprechen. Aber auch bei diesen GesprĂ€chen wurde keine Lösung gefunden.

Daher ĂŒbernahm Karsten Fath am Samstagabend die Verantwortung und stellte sich erneut zur Wahl. Aufgrund verschiedener Spannungen innerhalb des bestehenden Kommandos, war Hans Joachim Gottuck unter diesen Voraussetzungen nicht mehr bereit weitere 5 Jahre das Amt des Stellvertreters zu ĂŒbernehmen.

Durch seine Erfahrungen als Vorsitzender des Kreisfeuerwehrverbands, hatte er vorgeschlagen der Abteilungen Strukturen zu geben, um sie auf ein sicheres Fundament zu setzen, was allerdings nach seiner Vorstellung, so nicht umgesetzt wurde. Bei den anschließenden Neuwahlen, wurde Karsten Fath auf weitere 5 Jahre gewĂ€hlt. In dieser Zeit, werden ihn Christian Knapp und Renzo Sgobbio in Funktion der Stellvertreter begleiten.

Wenn die Zukunftsprognose des Ortsvorstehers Josef Klemm stimmen, muss das Feuerwehrhaus in Sulzbach erweitert werden. AnlĂ€sslich der Jahreshauptversammlung der Wehr, lobte er seine FloriansjĂŒnger die auch 2010 wieder sehr aktiv waren. Besonders stolz ist Klemm, dass die Wehr als einzige Feuerwehrabteilung innerhalb Weinheims, eine Kinderfeuerwehr gegrĂŒndet hat, die stetig weiter wĂ€chst.

Aber auch sonst kam der Ortsvorstehr nicht aus dem schwĂ€rmen, denn seine Wehr hat schließlich auch noch den einzigen Spielmannszug Weinheims und grĂŒndet auch noch eine Altersabteilung fĂŒr Frauen, was auch ein Unikum innerhalb Weinheims ist. Klemm witzelte: „Wenn dieser Zuwachs so weiter geht, mĂŒssen wir 2013 anbauen“.

Auch der 1. BĂŒrgermeister Torsten Fetzner war mit der Wehr zufrieden und war sich mit Stadtbrandmeister Reinhold Albrecht einig, dass es richtig war den Feuerwehrstandort Sulzbach zu erhalten um das Lösch und Hilfeleistungskonzept der Weinheimer Feuerwehr auf sichere FĂŒĂŸe zu stellen. Auch bei der Sicherheit dĂŒrfe es keine Kompromisse geben. Daher setzt er sich auch 2011 dafĂŒr ein, das wichtige Fahrzeug Ersatzbeschaffungen durchgefĂŒhrt werden können.

Trotz der vielen lobenden Worte, war den Sulzbacher Feuerwehrangehörigen nicht zum Jubeln zumute. Denn im vergangen Jahr mussten Sie Abschied von Ehrenkommandant Johann Post nehmen, der die Wehr ĂŒber Jahre prĂ€gte und sie innovativ verĂ€nderte

Vorstand und geehrte Mitglieder. Foto: Ralf Mittelbach

SchriftfĂŒhrerin Claudia Fath, berichtete ĂŒber 48 Aktive Feuerwehrangehörige, von denen 15 weiblich sind und ihren Dienst am NĂ€chsten in Weinheims nördlichsten Stadtteil verrichten. 59 EinsĂ€tze musste die Wehr 2010 meistern, wobei Sie 36mal innerhalb Sulzbachs und 23mal nach Weinheim ausrĂŒckten und dabei 883 Einsatzstunden leisteten. Auch im Berichtsjahr wurde die Zusammenarbeite innerhalb des AusrĂŒckbereichs 1, zu dem die Abteilungen Sulzbach und Stadt gehören durch gemeinsame Fortbildungen gestĂ€rkt. Aber auch geselliges kam nicht zu kurz und so veranstaltet die Wehr auch wieder ihren Tag der offenen TĂŒr, einen Wandertag fĂŒr die BĂŒrger und einen Familienausflug ins Erzgebirge.

Florentine Zimmermann berichtete ĂŒber die Jugendfeuerwehr die im letzten Jahr wieder nach dem Motto „Sport, Spiel und Spaß“ unternahm. 15 Jugendliche zĂ€hlt die Jugendfeuerwehr inzwischen wieder, was Unteranderem auf die GrĂŒndung der Kinderfeuerwehr zurĂŒckzufĂŒhren ist. Denn inzwischen kommen 85% der Neueintritte in die Jugendfeuerwehr ursprĂŒnglich aus der Kinderfeuerwehr Sulzbach. Auch die Aktiven haben davon ihren nutzen, denn so konnten auch 2010 wieder zwei Jugendliche in den aktiven Einsatzdienst ĂŒbernommen werden.

Auch StabfĂŒhrer Rudi Neumann konnte auf ein erfolgreiches Jahr zurĂŒckblicken. Durch das einstudieren weiterer, teils auch moderner StĂŒcke hatte die Spielmannszug 2010 eine Flut von Spielanfragen die auch gerne ĂŒbernommen wurden. So waren die 15 Spielleute nicht nur in Sulzbach sondern auch bei mehreren Auftritten innerhalb Weinheims gefragt. Ein Kraftakt war das 40jĂ€hrige JubilĂ€um des Spielmannzugs, bei dem ein Sternmarsch befreundeter MusikzĂŒge durch Sulzbach zum Feuerwehrhaus und im Anschluss ein großes Sommernachtsfest stattfand.

Nicht auf dem Abstellgleis angekommen sind die Alterskamerden, wie Ehrenkommandant Bernd Rettig berichtet. Denn seine 22 MĂ€nner unterstĂŒtzen die Wehr bei ihren Veranstaltungen krĂ€ftig und treffen sich auch alle 4 Wochen in gemĂŒtlicher Runde. Nur eins fehlt dem Ehrenkommandant, wie er schmunzelnd berichtetet – der Nachwuchs.

Auch Stadtbrandmeister Reinhold Albrecht war mit der Abteilung zufrieden und bedankte sich besonders bei der Vorsitzenden des Fördervereins der Abteilung Sulzbach Elke Knapp. Denn durch den Verein konnten viele Projekte, wie auch die Kinderfeuerwehr auf den Weg gebracht werden. Sein Dank galt allen Feuerwehrangehörigen, die sich nicht nur um den Brandschutz in Sulzbach sicherstellen, sondern auch mit vielen öffentlichen Veranstaltungen den Ortsteil aufwerten.

Ehrungen und Beförderungen

Sven Buerhold und Florian Fath wurden zu FeuerwehrmÀnnern ernannt.
Florentine Zimmermann wurde zum Oberfeuerwehrmann, Arnold Rettig zum Hauptfeuerwehrmann und Tobias Kain sowie Ulrike Fuhr jeweils zum Hauptlöschmeister befördert.

FĂŒr Verdienste um das Feuerlöschwesen, erhielten Tobias Kain und Siegfried Nehr die Ehrennadel des Kreisfeuerwehrverbands Rhein Neckar in Bronze.

Ulrike Fuhr wurde fĂŒr 20 Jahre Mitgliedschaft und Markus Schwöbel fĂŒr 30 Jahre Mitgliedschaft geehrt.“