Sonntag, 24. Juni 2018

Gemeinderat beschließt drei Standorte fĂŒr FlĂŒchtlingsheime

Keine Zusage, nur Familien unterzubringen

Weinheim/Rhein-Neckar, 26. September 2014. (red/pro) In Weinheim werden ab 2015 insgesamt bis zu 240 FlĂŒchtlinge untergebracht. DafĂŒr wird es drei Standorte geben – Heppenheimer Straße, im Gewann AllmendĂ€cker und Sulzbach. Der Gemeinderat sprach sich fĂŒr die 3×80-Verteilung fast einstimmig aus – 5 CDU-StadtrĂ€te und einer von der SPD enthielten sich. Die Bedingung sei, dass dort nur Familien untergebracht werden – doch dafĂŒr gibt es keine Zusage vom Landratsamt. [Weiterlesen…]

BĂŒrgerinformation als Pflichtaufgabe - von einer KĂŒr weit und breit nichts zu sehen

600 BĂŒrger und ein bĂŒrokratisches Podium

Weinheim/Rhein-Neckar, 10. Juli 2014. (red/hp) Das Rolf-Engelbrecht-Haus war knackevoll – gut 600 BĂŒrger/innen waren gekommen, um sich zur geplanten Unterbringungen von Asylbewerbern zu informieren und möglicherweise Anregungen einzubringen. Teils war die Stimmung gereizt, aber immer gespannt. Und die Verwaltungsmenschen auf dem tiefergelegten Podium mussten sich viel Kritik anhören – und schossen zurĂŒck. Insbesondere der Landrat gab eine unglĂŒckliche Figur ab, der OberbĂŒrgermeister kaum weniger, die Landratsamtsverwaltungsangestellten stempelten sich durch und BĂŒrgermeister Dr. Fetzner kam kaum zu Wort, was auch nicht weiter störte. Der Altnazi GĂŒnter Deckert hingegen versuchte den Aufruhr, bekam erstaunlich viel Zustimmung, aber auch Gegenwind. Bereits in zwei Wochen soll ein neuer Standort beschlossen werden – und das ist ein riesengroßer Fehler. [Weiterlesen…]

Haushaltsrede der SPD-Fraktion zur Verabschiedung des Haushalts 2014

„Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser“

Weinheim, 12. MĂ€rz 2014. (red/pm) In der Debatte um den Stadthaushalt 2014 gab die SPD-Fraktion ihre Zustimmung. Stadtrat Wolfgang Metzeltin lobte die Umstellung der KĂ€mmerei auf die doppische HaushaltsfĂŒhrung, die in Zukunft eine bessere Kontrolle ermögliche. In seiner Rede sprach er außerdem die anstehenden Großprojekte in der Stadt sowie die Herausforderung der Asylbewerberunterbringung an. Wir dokumentieren die Haushaltsrede des Fraktionsvorsitzenden Wolfgang Metzeltin. [Weiterlesen…]

Kommunalwahlen 2014

SPD stellt Liste zur Kommunalwahl auf

Weinheim, 18. Februar 2014. (red/pm) Die SPD Weinheim hat ihre Kandidaten fĂŒr die Kommunalwahl am 25. Mai 2014 aufgestellt. [Weiterlesen…]

„Mannheimer Runde“ ĂŒbergibt 10 000 Euro Spendenerlös aus dem Charity-Konzert

Der Skaterpark kann weiter wachsen

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Mit den 10.000 Euro kann in Weinheim viel verÀndert werden. Foto: Stadt Weinheim

 

Weinheim, 16. Dezember 2013. (red/pm) Es war nicht nur ein Kulturerlebnis der besonderen Art im Oktober in der ausverkauften Weinheimer Stadthalle. Das Konzert mit Tino Oac und Band, dem Kabarettisten Franz Kain und der NachwuchssĂ€ngerin Patricia Kain wurde auch eines der ergiebigsten Charity-Projekte, das es je in Weinheim gegeben hat: 10.000 Euro Spende konnte jetzt Stefan Kleiber, der Vorsitzende der „Mannheimer Runde“, an die Vertreter des Weinheimer Stadtjugendrings und damit an den Boardsport e.V. ĂŒbergeben. [Weiterlesen…]

Jugendliche aus Ramat Gan sind zurzeit in Weinheim

So bleibt die Partnerschaft immer jung

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Seit 1986 gibt es offizielle Jugendbegegnungen zwischen den beiden StÀdten Ramat Gan und Weinheim. Foto: Stadt Weinheim

Weinheim, 23. Juli 2013. (red/pm) Er ist ein wichtiges Kapitel VölkerverstĂ€ndigung und ein Jungbrunnen fĂŒr die StĂ€dtepartnerschaft: Der regelmĂ€ĂŸige Austausch von Jugendlichen aus Weinheim und der israelischen Partnerstadt Ramat Gan. Im Moment hĂ€lt sich wieder einmal eine Gruppe von Jugendlichen in Weinheim auf. Der Stadtjugendring organisiert wie immer den Aufenthalt, der außerdem eng von den beiden Weinheimer Gymnasien begleitet wird. [Weiterlesen…]

Historische Wahl: 15 Mitglieder vertreten zunÀchst sechs Schulen und irgendwie alle

Der erste Weinheimer Jugendgemeinderat ist gewÀhlt

Weinheim, 16. MĂ€rz 2013. (red) Der 16. MĂ€rz 2013 ist ein historischer Tag. Zum ersten Mal wurde in Weinheim ein Jugendgemeinderat gewĂ€hlt. 15 Mitglieder hat das Gremium, das im April zum ersten Mal zu einer konstituierenden Sitzung zusammen kommen soll. Heute wurden im Rathaus die Wahlergebnisse bekannt gegeben und ein Teil der JugendgemeinderĂ€te mit Handschlag durch OberbĂŒrgermeister Heiner Bernhard zur Wahl beglĂŒckwĂŒnst – ein anderer Teil konnte wegen anderer Verpflichtungen nicht teilnehmen. Die Wahlbeteiligung war mit 42,12 Prozent enorm – das wird den Jugendgemeinderat verpflichten, ihre WĂ€hler/innen gut zu vertreten. [Weiterlesen…]

Gemeinderat beschließt BĂŒrgerentscheid am 22. September 2013

Weinheim entscheidet: Breitwiesen oder Hammelsbrunnen?

Weinheim, 27. Februar 2013. (red/ld/aw) „Sind Sie dafĂŒr, dass im Bereich „Breitwiesen“ die Ausweisung von GewerbeflĂ€chen unterbleibt, das heißt, dass die bisherige Ausweisung von GewerbeflĂ€chen im Gebiet „Hammelsbrunnen“ erhalten bleibt?“ DarĂŒber stimmen die Weinheimer BĂŒrgerinnen und BĂŒrger zeitgleich zur Bundestagswahl am 22. September ab. Das beschloss der Gemeinderat heute mehrheitlich in seiner Sitzung. Im Vorfeld des BĂŒrgerentscheids plant die Stadtverwaltung weitere Informationsveranstaltungen.

Von Alexandra Weichbrodt

Es ist ein erster Erfolg, den die BĂŒrgerinitiative „SchĂŒtzt die Weinheimer Breitwiesen“ gegen die Ausweisung der Breitwiesen als Gewerbegebiet erreicht hat. Anfang Februar stimmte sie dem Vorschlag der Stadtverwaltung ĂŒber einen BĂŒrgerentscheid und der darin gestellten Frage zu:

Sind Sie dafĂŒr, dass im Bereich „Breitwiesen“ die Ausweisung von GewerbeflĂ€chen unterbleibt, das heißt, dass die bisherige Ausweisung von GewerbeflĂ€chen im Gebiet „Hammelsbrunnen“ erhalten bleibt? [Weiterlesen…]

Erneute Behandlung im Gemeinderat

Über Breitwiesen entscheiden die BĂŒrger – alles andere wĂ€re Unsinn

Weinheim, 25. Januar 2013. (red/pro) Am 27. Februar wird der Gemeinderat fĂŒr einen BĂŒrgerentscheid in Sachen Breitwiesen stimmen. Tut er das nicht, wird er sich politisch diskreditieren. Damit keine Spielchen getrieben werden können, sollten sich StadtrĂ€te wie der SPD-Politiker Wolfgang Metzeltin erst gar keine Gedanken ĂŒber eine geheime Abstimmung machen. Das Thema ist zu weit fortgeschritten, als dass man sich starre Positionen noch erlauben könnte.

Von Hardy Prothmann

Die Sache ist rund. Es gibt eine Fragestellung, die mehrheitsfÀhig ist:

Sind Sie dafĂŒr, dass im Bereich ‚Breitwiesen’ die Ausweisung von GewerbeflĂ€chen unterbleibt, das heißt, dass die bisherige Ausweisung von GewerbeflĂ€chen im Gebiet ‚Hammelsbrunnen’ erhalten bleibt?

Hardy Prothmann (46) ist Chefredakteur von Weinheimblog.de.

Diese Frage können die BĂŒrger eindeutig mit Ja oder Nein beantworten. Ja bedeutet, Breitwiesen ist vom Tisch und Hammelsbrunnen bleibt ausgewiesenes Gewerbegebiet. Nein bedeutet, Hammelsbrunnen bleibt wie es ist und Breitwiesen wird eine mögliche EntwicklungsflĂ€che, so wie die Mehrheit des Gemeinderats dies bereits im Oktober 2011 mit der Änderung des FlĂ€chennutzungsplans entschieden hat.

Heftiger Schlagabtausch

Gegen diese Entscheidung hat die BĂŒrgerinitiative „SchĂŒtzt die Weinheimer Breitwiesen“ (BI Breitwiesen) fast 5.063 Stimmen gesammelt, von denen rund 4.700 nach PrĂŒfung durch die Stadt gĂŒltig waren. 2.500 Stimmen hĂ€tte die BI Breitwiesen benötigt, um einen BĂŒrgerentscheid zu beantragen.

OberbĂŒrgermeister Heiner Bernhard, die Breitwiesen-BefĂŒrworter und -Gegner lieferten sich in der Folge mit Pressemitteilungen, Stellungnahmen und Debatten einen heftigen Schlagabtausch. Der OB hielt einen BĂŒrgerentscheid allein aus rechtlichen GrĂŒnden fĂŒr unzulĂ€ssig, weil das Baugesetz einen solchen gegen eine Bauleitplanung ausschließt. Und auch FlĂ€chennutzungsplĂ€ne sind Teil der Bauleitplanung. Die BI Breitwiesen ist anderer Meinung – eine juristische KlĂ€rung wĂ€re ein PrĂ€zedenzfall geworden.

Angesichts der enormen politischen Debatte und Aufmerksamkeit hat der OB seine Haltung verĂ€ndert und ĂŒber ein gut 40.000 Euro teures BĂŒrgerdialog-Verfahren die Pro- und Kontra-Argumente durch BĂŒrger/innen erarbeiten lassen. Auch diese Ergebnisse zeigen, dass es gute Argumente fĂŒr beide Positionen gibt. Heiner Bernhard hatte zuletzt im September 2012 in der Gemeinderatssitzung als erster Verfechter fĂŒr einen BĂŒrgerentscheid geworben. Ob ganz freiwillig aus Überzeugung oder der Einsicht, dass eine andere Haltung nicht mehr tragfĂ€hig ist, sei dahingestellt.

Entscheidung bringt Ruhe

Er hat – und das ist seine große Leistung – entgegen seiner Überzeugung fĂŒr die Entwicklung von Breitwiesen klar erkannt, dass es nicht mehr allein um die Frage Breitwiesen vs. Hammelsbrunnen geht, sondern um den politischen Frieden in der Stadt. Das unterscheidet ihn deutlich von anderen, wie dem Heddesheimer BĂŒrgermeister Michael Kessler und der dortigen Gemeinderatsmehrheit, die bei der Entwicklung von Pfenning wenig auf den Dorffrieden gaben und die Stimmung im Ort nachhaltig vergiftet haben.

Die Gemeinderatsmehrheit in Weinheim hat im September 2012 einen BĂŒrgerentscheid abgelehnt. Der SPD-Fraktionschef Wolfgang Metzeltin wollte dies sogar in geheimer Abstimmung erreichen. Dieser Antrag wurde nicht mitgetragen. Sollten Herr Metzeltin oder jemand anderes wieder einen Antrag auf geheime Abstimmung stellen, kann man nur hoffen, dass diese Vertreter „nicht-öffentlicher“ Entscheidungen wieder verlieren.

Insgesamt 30 Mitglieder des Gemeinderats haben sich per persönlicher Unterschrift fĂŒr eine erneute Behandlung des Themas vor Ablauf einer vom Gesetzgeber vorgeschriebenen Frist von sechs Monaten ausgesprochen. Das entspricht der notwendigen zwei-Drittel-Mehrheit, um einen BĂŒrgerentscheid durch den Gemeinderat auf den Weg zu bringen. Die BI Breitwiesen ist mit der Fragestellung auch einverstanden. Es wĂ€re nahezu absurd, wenn der BĂŒrgerentscheid erneut behandelt und erneut abgelehnt werden wĂŒrde. Das wĂ€re dann nur noch ein Kasperletheater und der Gemeinderat hĂ€tte sich nachhaltig diskreditiert – was er in ZĂŒgen schon hat.

BĂŒrger entscheiden

Jetzt besteht die Gelegenheit, sich klar fĂŒr einen BĂŒrgerentscheid auszusprechen und ein Signal zu setzen, dass ĂŒber die Entscheidung Breitwiesen vs. Hammelsbrunnen hinausgeht: Über dieses Instrument direkter Demokratie die entscheiden zu lassen, die es angeht, nĂ€mlich die BĂŒrger/innen.

Die Bayern machen uns Baden-WĂŒrttembergern vor, wie das geht. Dort kann man gegen Bauleitplanung BĂŒrgerentscheide organisieren und so gut wie jedes grĂ¶ĂŸere Bauprojekt, mindestens aber jedes umstrittene, wird dort auch per BĂŒrgerentscheid angenommen oder abgelehnt. Nach den Entscheidungen, die ĂŒberwiegend fĂŒr die Bauleitplanungen ausgehen, herrscht wieder Friede, so wie sich das fĂŒr gute demokratische Gesellschaften gehört.

Weinheim und Bayern verbinden nicht nur die weiß-blauen Rauten im Wappen, sondern hoffentlich auch derselbe demokratische Geist. Wer behauptet, ein so komplexes Thema könne man nicht mit einem Ja oder Nein beantworten, ist, mit Verlaub, ein DummschwĂ€tzer.

Es gibt aktuell in der Stadt kein Thema, zu dem mehr abgewogen worden ist, als zu dieser Frage. Und eine Entscheidung wird am Ende immer mit einem Ja oder einem Nein entschieden. Die Gegner und BefĂŒrworter werden bis zum BĂŒrgerentscheid fĂŒr ihre Positionen werben.

Das wird nochmal ein harter Kampf fĂŒr beide Seiten werden. Die BefĂŒrworter werden die aus ihrer Sicht „bessere“ wirtschaftliche Entwicklungsmöglichkeit von Breitwiesen in den Vordergrund stellen. Wenn die Gegner clever sind, werden sie die ebenfalls gegebene wirtschaftliche Entwicklungsmöglichkeit von Hammelsbrunnen nicht verneinen. Es gibt einige, die wollen weder das eine, noch das andere Gebiet entwickelt sehen. Doch das muss klar sein: Es wird eindeutig ĂŒber die Option entschieden, nicht darĂŒber, ob tatsĂ€chlich auch entwickelt wird – auch wenn man davon ausgehen kann. Klar ist auch: Wer fĂŒr Breitwiesen stimmt, vergrĂ¶ĂŸert die Wahrscheinlichkeit einer gewerblichen Entwicklung, da die FlĂ€che sehr viel einfacher zu ĂŒberplanen ist und sicher auch sehr viel einfacher zu vermarkten.

Unterm Strich sollten alle Beteiligten etwas gelernt haben: Die Stadtverwaltung, dass man nicht mehr im husch-husch-Verfahren solche weitreichenden Verfahren durchziehen kann, sondern frĂŒhzeitig informiert, PlĂ€ne konkretisiert und im Dialog mit den BĂŒrger/innen gestaltet. Die BĂŒrger sollten gelernt haben, dass „Fakten“ nicht plötzlich entstehen und man sich kontinuierlich mit der eigenen Gemeinde befassen muss, wenn man diese mitgestalten möchte. Und der Gemeinderat, dass man reprĂ€sentativ gewĂ€hlt ist, was vor allem heißt, dass man allen BĂŒrger/innen der Stadt verpflichtet ist und nicht nur einzelnen Interessen.

Anm. d. Red.: Alle rund 80 Artikel zum Thema können Sie hier nachlesen.

Die nĂ€chste Frage wird sein, wann entschieden wird. Der Termin liegt auf der Hand: Ende September zur Bundestagswahl. Das reduziert die Kosten und bringt eine hohe Beteiligung, und damit eine bessere „Eindeutigkeit“. Ein solch spĂ€ter Termin wird die BefĂŒrworter stĂ€rken, weil die BI Breitwiesen einen sehr langen Atem braucht, bis endlich entschieden sein wird, was schon lĂ€ngst hĂ€tte entschieden sein können, wĂ€re der Gemeinderat bislang als SouverĂ€n davon ĂŒberzeugt gewesen, dass der eigentliche SouverĂ€n das Volk ist.

 

 

 

Stadtjugendring bestÀtigt Vorstand und nimmt Vertreter von Boardsport e.V. als Beisitzer auf

Wolfgang Metzeltin bleibt an der Spitze

Wolfgang Metzeltin wurde erneut ins Amt des Vorsitzenden gewÀhlt

 

Weinheim, 19. Dezember 2012. (red/pm) Beim Weinheimer Stadtjugendring herrscht BestĂ€ndigkeit und Offenheit gleichzeitig: Bei der Jahreshauptversammlung wĂ€hlten die Mitglieder Wolfgang Metzeltin erneut ins Amt des Vorsitzenden und damit zu einem der Hauptverantwortlichen fĂŒr die offene Jugendarbeit in Weinheim. Auch sein Team wurde bestĂ€tigt: Zweiter Vorsitzender Jochen Sendler, GeschĂ€ftsfĂŒhrer JĂŒrgen Holzwarth, Kassierer Guido Rauschenberger; Beisitzerin Dagmar Himmel und Beisitzer Joachim Goedelmann.

Information der Stadt Weinheim:

„Neu im Vorstand ist Michael FlĂ¶ĂŸer als Beisitzer; damit ist der neue Verein „Boardsport Weinheim e.V.“ auch im Vorstand vertreten. Die Mitgliederversammlung beschloss einstimmig die Aufnahme von weiteren zwei neuen Organisationen. Bei der Liebenzeller Gemeinde und der Mevlana Moschee gilt die Aufnahme allerdings noch mit Vorbehalt, da jeweils noch eine eigene Jugendsatzung vorgelegt werden muss. Das verlangen die Statuten. Wolfgang Metzeltin gratulierte den Vertretern und freute sich auf die Weiterentwicklung der Zusammenarbeit.
Bernd Alber berichtete ĂŒber die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen in der Liebenzeller.

Gemeinde in Weinheim und wies auf die Notwendigkeit von Kinder- und Jugendarbeit in der Nordstadt hin, die er zusammen mit dem Stadtjugendring weiter voranbringen möchte. Hasan Sarica informierte als Vertreter der Jugend der Mevlana Moschee ĂŒber deren Ziele der Jugendarbeit in Weinheim. Die Integration, die UnterstĂŒtzung der Bildungsarbeit und das gegenseitige VerstĂ€ndnis durch kulturelle Begegnungen können aus seiner Sicht durch die Mitgliedschaft im Stadtjugendring gefördert werden.

Die Arbeit des Stadtjugendrings wird durch ZuschĂŒsse der Stadt, des Landes, des Bundes und der EU gefördert. In der Summe waren das in 2011 rund 131 000 Euro, wie der Kassenbericht auswies. Eigenmittel ergaben sich aus TeilnehmerbeitrĂ€gen, etwa bei der Internationalen Jugendbegegnung mit Israel, sonstigen Einnahmen und Spenden in Höhe von rund 41 000 Euro.
Der Revisor des Stadtjugendrings berichtete ĂŒber den Umfang und die Ergebnisse der ausfĂŒhrlichen PrĂŒfung, die zu keinerlei Beanstandung Anlass gegeben hat. Er bestĂ€tigte dem Stadtjugendring eine ordnungsgemĂ€ĂŸe BuchfĂŒhrung.

Die Versammlung entlastete den Vorstand einstimmig. Als Revisor wurde Gerd Wachter mit großer Zustimmung wiedergewĂ€hlt. Die Delegierten genehmigten die Vorlage der Zuschussabrechnungen der JugendverbĂ€nde fĂŒr 2011/2012 und freuten sich ĂŒber die Information, dass auf Grund der Kassenlage diese ZuschĂŒsse in Höhe von rund 10 000 Euro noch in diesem Monat ausgezahlt werden. Ein wichtiges Thema war auch die Information ĂŒber den Stand der Vorbereitungen zur Wahl eines Jugendgemeinderates in Weinheim. Die JugendverbĂ€nde wollen mit Ihren Möglichkeiten einen Beitrag fĂŒr diese Form der Jugendbeteiligung leisten.“

Breitwiesen: Gemeinderatsmehrheit lehnt BĂŒrgerentscheid als unzulĂ€ssig ab

BĂŒrgerbeteiligung verliert, Bernhard gewinnt

Großes Theater oder Trauerfeier? Am Mittwoch, den 26. September 2012, wurde das Kapitel „BĂŒrgerbeteiligung“ in Weinheim vorerst von einer Mehrheit des Gemeinderats zu Grabe getragen.

 

Weinheim, 26. September 2012. (red) Dass es so ausgehen wĂŒrde, wie der Stand vor fast einem Jahr war, damit hatten wohl die wenigsten gerechnet. Die Mehrheit des Gemeinderats hat drei mögliche BĂŒrgerentscheid-Fragestellung abgelehnt und dann inklusive OberbĂŒrgermeister das BĂŒrgerbegehren fĂŒr unzulĂ€ssig erklĂ€rt. Damit wird es zunĂ€chst keinen BĂŒrgerentscheid geben und die FlĂ€che Hammelsbrunnen wird gegen die FlĂ€che Breitwiesen im Regionalplan getauscht. Das letzte Wort dĂŒrfte das noch nicht sein – das wird vor Gericht gesprochen. Die UntĂ€tigkeitsklage lĂ€uft weiter.

Von Hardy Prothmann

Die Gemeinderatsmehrheit aus CDU, Freien WĂ€hler, SPD und FDP hat heute eine politische Lektion erteilt bekommen. Vom OberbĂŒrgermeister Heiner Bernhard höchst persönlich. Chapeau.

Zweieinhalb Stunden dauerten Beratung und Diskussion, die weder beratend war noch dem Austausch von Argumenten diente. Alle Fraktionen unterstrichen ihre bekannten Positionen. Hier und da wurden die BĂŒrgergutachten ein wenig eingeflochten, aber im Kern ging es um: „Hammelsbrunnen ist schlecht zu entwickeln und am Krankenhaus und Breitwiesen ist einfach zu entwickeln und an der Autobahn“ gegen das Argument „Breitwiesen ist ein wichtiges landwirtschaftliches Versorgungsgebiet und Hammelsbrunnen muss man auch nicht bebauen“.

Die scheinbare Metarmophose des Herrn B.

Den Chapeau erhĂ€lt Herr Bernhard fĂŒr seine Vorstellung und seine scheinbare Metamorphose. Hatte er vor knapp einem Jahr den Gemeinderat noch heftig mit einer „Jetzt-oder-Nie“-Darstellung zur Entscheidung genötigt, stellte sich aktuell raus, dass das nur Blabla war. Denn der Regionalverband Rhein-Neckar wĂ€re jetzt wegen eines BĂŒrgerentscheids bereit gewesen die Entscheidung abzuwarten. Vor einem Jahr war das vollstĂ€ndig unvorstellbar. Wir erinnern uns:

Jetzt oder nie. Wir mĂŒssen das entscheiden, sonst steht Hammelsbrunnen im einheitlichen Regionalplan und das wars.

Die Mehrheit fĂŒr den Aufstellungsbeschluss zum FlĂ€chentausch fand sich. Danach hatte der OB eine klar ablehnende Haltung gegen die BĂŒrgerinitiative und eine ebensoklare Überzeugung:

Das BĂŒrgerbegehren ist unzulĂ€ssig. Wenn der Gemeinderat einen BĂŒrgerentscheid zulĂ€sst, muss ich meinen Einspruch einlegen.

Sozusagen aus GewissensgrĂŒnden als verantwortliches Stadtoberhaupt und in der Verneigung vor dem Recht. Gutachten wurden eingeholt  – klar waren sie unterschiedlich. Bernhard ist nicht umsonst OberbĂŒrgermeister – er hat politisches GespĂŒr und merkte, dass es nicht gut lĂ€uft. Vielleicht war auch Unsicherheit dabei, ob die Rechtslage doch nicht so eindeutig ist. Deswegen wurde eine Entscheidung ĂŒber ein BĂŒrgerbegehren vertagt.

Verbeugen, um sich zur vollen GrĂ¶ĂŸe aufzurichten

Dann kam das BĂŒrgerbeteiligungsverfahren. Herr des Verfahrens war zu jederzeit der OberbĂŒrgermeister, der sich nun aber artig zurĂŒckhielt. Sich auf die Schulbank setzte und lobte, lobte, lobte. Sich zweifelnd und einsichtig zeigte, bis er dann bei uns im Interview exklusiv verkĂŒndete: Es wird einen BĂŒrgerentscheid am Ende des BĂŒrgerdialogverfahrens geben. Wo waren die rechtlichen EinwĂ€nde? „Man muss sich der Situation beugen“, war die bescheidende Antwort.

Zwischenzeitlich hatten Unterzeichner des BĂŒrgerentscheids UntĂ€tigkeitsklage vor dem Verwaltungsgericht in Karlsruhe erhoben. Am 05. Juli 2012. Als wir vor zwei Tagen bei der Behörde nachfragten, lag zweieinhalb Monate nach Klageerhebung noch keine Stellungnahme der Stadt vor. Aussage des Richters: „Wir fordern das jetzt an.“

Dann wurden, ganz im Sinne des BĂŒrgerbeteiligungmissverstehens dieses Gemeinderats, in der vergangenen Woche in nicht-öffentlicher Sitzung ĂŒber drei Varianten von Fragen abgestimmt. Die ursprĂŒngliche Frage der BĂŒrgerinitiative als Variante C2, ob man fĂŒr oder gegen die Bebauung von Breiwiesen sei. Und vor allem die Variante C3, ob man dafĂŒr sei, dass die Ausweisung von GewerbeflĂ€chen im Bereich Breitwiesen unterbleibt und Hammelsbrunnen als Gewerbegebiet bleibt. Variante C1 spielte nicht wirklich eine Rolle. Es folgten ErklĂ€rungen und Positionen und ein wenig Diskussion.

Der Konsensuale

Und dann noch eine Überraschung: Hektische Sitzung am Montag, Pressemitteilung, man hĂ€tte ein „konsensuale Frage“ abgestimmt. Und in der Sitzung ein OberbĂŒrgermeister, der mit ernster Miene und eindringlicher Stimme anmahnte, dass man doch Befindlichkeit Befindlichkeit sein lassen sollte und nun endlich zu einer Entscheidung kommt, um die Stadt zu befrieden. Immer und immer wieder. Mit einer erstaunlichen Geduld:

Lasst uns doch diesen Weg gehen.

Wenn einer in der Öffentlichkeit sich fĂŒr einen BĂŒrgerentscheid eingesetzt hat, dann der OberbĂŒrgermeister Bernhard. 50 Zuschauer waren Zeugen, ebenso wie die Presse. Volksnah, bĂŒrgernah, gelĂ€utert.

Ganz anders eine Frau Dr. König (CDU), die grĂ¶ĂŸte Zweifel hatte, ob der BĂŒrger die komplexen ZusammenhĂ€nge verstehen könne. In den Reihen wurde geraunt: „Die hĂ€lt sich wohl fĂŒr schlauer als wir und uns fĂŒr doof.“ Oder ein SPD-Chef Metzeltin, der ellenlange SĂ€tze schwadronierte um dann BĂŒrgerbeteiligung als „positiv“ zu werten, aber zu sagen:

Schließlich war es der BĂŒrgerwille, dass wir als verantwortliche Vertreter gewĂ€hlt worden sind.

GrĂŒnen-Stadtrat Uli Sckerl warb in nicht gerade hĂ€ufiger Allianz mit dem OB fĂŒr den BĂŒrgerentscheid und falls kein Konsens gefunden werden könne, um eine Vertagung. Als klar war, dass das alles nichts werden wĂŒrde, warf sich Bernhard erneut fĂŒrs Volk ins Zeug und warb, wenigstens die Variante C3 anzunehmen. Man könne dann immerhin die BĂŒrgerinitiative doch nochmals fragen, ob sie das BĂŒrgerbegehren fĂŒr erledigt erklĂ€rt, die Klage zurĂŒckzieht und die Stadt, in Gottes Namen, die 2.500 Euro Kosten ĂŒbernimmt.

Mehrheitliche Angst vor dem Urteilsvermögen der BĂŒrger

Dann wurde die Sitzung unterbrochen, die Fraktionen berieten sich. Dann kam es zur Abstimmung. Erster Antrag, weil am weitesten von einem Konsens entfernt, der von der BI. Abgelehnt. Dann C3. Abgelehnt – auch gegen den OB. Dann der „konsensuale Vorschlag“. Abgelehnt – auch gegen den OB.

Und dann die Frage, ob das BĂŒrgerbegehren fĂŒr unzulĂ€ssig erklĂ€rt werden soll? Angenommen, ebenfalls vom OberbĂŒrgermeister, der die Hand in den Himmel streckte, als sei er drauf aus, sich die Schulter ausrenken zu wollen.

Die GemeinderĂ€te waren danach sichtlich angestrengt, der OB wirkte erschöpft, aber zufrieden. Hat er sich nicht gegen seinen ursprĂŒnglichen Willen auf die BĂŒrgerbeteiligung eingelassen? Hat er nicht mit allen Mitteln und allem Einsatz bis zum Schluss geradezu fĂŒr den BĂŒrgerentscheid gekĂ€mpft? Er beugt sich dem SouverĂ€n, dem Gemeinderat. Der hat nun sowohl den Aufstellungsbeschluss gefasst, als auch die UnzulĂ€ssigkeit des BĂŒrgerbegehrens entschieden und damit die Ablehnung eines BĂŒrgerentscheids bestĂ€tigt. Ganz nebenbei hat man auch noch 46.000 Euro Steuergelder verschwendet, die Antwaltskosten fĂŒr Gutachten noch nicht gerechnet. Die verschwendete Zeit der BĂŒrgerrĂ€te auch nicht.

Weinheim Plus kommentierte unser Facebook-Protokol (wir dokumentieren die Sitzungen live auf Facbook):

Eine Ohrfeige fĂŒr die BĂŒrgerrĂ€te!

Nach der Abstimmung massierte sich Herr Bernhard ein wenig die Schulter. Und wer ihn kennt, wunderte sich, dass kein Wort der Empörung von ihm geĂ€ußert wurde, obwohl er doch Befriedung und einen BĂŒrgerentscheid wollte und all die Arbeit, die Aufregung und das Geld, das man noch nicht mal fĂŒr Sporthallen hat „perdu“ war.

Politisches Stretching

Vielleicht war er aber einfach zu erschöpft. Denn so ein Stretching kann schon anstrengend sein und ein gewisses Ziehen mit sich bringen. Und wer nur oberflĂ€chlich hinschaut, wird anerkennen, dass er der bĂŒrgernahe Bernhard ist, obwohl seine Partei, die SPD, im Begriff ist, die FDP in Sachen BĂŒrgernĂ€he auf einer Umgehungsstraße zu umfahren. DafĂŒr gibt es den Chapeau.

Respekt gibt es keinen, weil Herr Bernhard zusammen mit der Mehrheit des Gemeinderats verantwortlich ist, dass sich die Unterzeichner des BĂŒrgerbegehrens, die BĂŒrgerrĂ€te, die Zuschauer und die BĂŒrger, die sich das Thema interessieren, sich zu recht als verschaukelt vorkommen dĂŒrfen.

Ob sich neben all der Politikverdrossenheit tatsĂ€chlich in naher Zukunft nochmal jemand fĂŒr so ein Theater gewinnen lassen wird, im Wissen, nur Statist zu sein und keine Rolle zu spielen, ist mehr als fraglich.

Ebenfalls fraglich ist der Ausgang der Klage. Das Ergebnis ist offen und wird das Thema weiter am Laufen halten. Die Chancen fĂŒr die BI zu gewinnen stehen nicht gut. Die Chancen fĂŒr die BI „SchĂŒtzt die Weinheimer Breitwiesen“ hingegen sind glĂ€nzend – beispielsweise fĂŒr neue BĂŒrgerbegehren, bei denen man sicher keine „Frist“ mehr verpasst. Außer, man wird nochmal reingelegt.

Ob die Mehrheit des Gemeinderats die Kompetenz hat die Lektion gelernt, geschweige denn verstanden zu haben, darf ebenfalls als fraglich gelten.

 

„Sommer Kids Club“ und „Sommer Teens Club“ des Stadtjugendrings waren wieder ein Erfolg

Von roten Teufeln und wilden Fröschen

Ferienbetreung in Weinheim

Weinheim, 11. August 2012. (red/pm) Die traditionelle Weinheimer Ferienfreizeit, der „Sommer Kids Club“, war auch in diesem Jahr ein voller Erfolg. 60 Kinder wurden von einem geschulten Team zwei Wochen lang betreut.

Information der Stadtverwaltung Weinheim:

„Die „Weißen Haie“ haben sich im Miramar am wohlsten gefĂŒhlt, und die „Wilden Hummeln“ auf dem Viernheimer Waldspielplatz. Lustige Namen hatten jetzt die 60 Ferienkinder des Weinheimer Stadtjugendrings den fĂŒnf Gruppen gegeben, in denen sie sich zwei Wochen lang jeden Morgen schon zum FrĂŒhstĂŒck zusammenfanden. [Weiterlesen…]

Austausch mit Ramat Gan

So bleibt die Partnerschaft immer jung

AustauschschĂŒler aus Ramat Gan in Weinheim. Foto: Stadt Weinheim.


Weinheim, 21. Juli 2012. (red/pm) Jugendliche aus Ramat Gan sind zurzeit in Weinheim. Am Donnerstag, 19. Juli 2012, fand ein Empfang auf dem Rathaus statt.

Information der Stadt Weinheim:

„Er ist ein wichtiges Kapitel VölkerverstĂ€ndigung und ein Jungbrunnen fĂŒr die StĂ€dtepartnerschaft: Der regelmĂ€ĂŸige Austausch von Jugendlichen aus Weinheim und der israelischen Partnerstadt Ramat Gan.

Im Moment hĂ€lt sich wieder einmal eine Gruppe von Jugendlichen in Weinheim auf. Der Stadtjugendring organisiert wie immer den Aufenthalt, der außerdem eng von den beiden Weinheimer Gymnasien begleitet wird.

Am Donnerstag empfing OberbĂŒrgermeister Heiner Bernhard die israelischen GĂ€ste im Großen Sitzungssaal des Rathauses ebenso wie ihre Weinheimer Gastgeber sowie die betreuenden LehrkrĂ€fte des Werner-Heisenberg-Gymnasium und der Dietrich-Bonhoeffer-Schule.

Zwei Woche lang wohnen die Jugendlichen aus Ramat Gan in Weinheimer Gastfamilien.

In seiner BegrĂŒĂŸung erinnerte der OB an die UrsprĂŒnge der Begegnungen zwischen Ramat Gan und Weinheim, die in den 80er Jahren liegen.

Seit 1986 gibt es offizielle Jugendbegegnungen zwischen den beiden StĂ€dten. In diesen 26 Jahren lernten sich bei ĂŒber 40 gegenseitigen Besuchen fast 900 Jugendliche kennen. Damit gehört Weinheim bundesweit zu den engagiertesten Kommunen beim Thema deutsch-israelische VölkerverstĂ€ndigung, wie auch Wolfgang Metzeltin als Vorsitzender des Stadtjugendrings bestĂ€tigte.

Die Begegnungen waren auch die Keimzelle fĂŒr die offizielle StĂ€dtepartnerschaft, die seit 1999 besteht. Auch der Freundeskreis Ramat Gan unterstĂŒtzt den Austausch.

Der Stadtjugendring organisiert den Aufenthalt, sucht und findet jeweils die Mischung zwischen Gedenken, historischer Aufarbeitung und VergnĂŒgen. Auch diesmal steht ein Besuch im ehemaligen Konzentrationslager Natzweiler-Struthof bei Straßburg mit anschließendem GesprĂ€ch auf dem Programm, ebenso wie Besuche in Heidelberg, Worms oder des Europaparks in Rust.“

Weinheimer Delegation in der israelischen Partnerstadt

GeburtstagsgrĂŒĂŸe an Ramat Gan

OB Heiner Bernhard spricht in der israelischen Partnerstadt Ramat Gan anlĂ€ĂŸlich der 90-jĂ€hrigen Geburtstagsfeier. Foto: Stadt Weinheim.

Weinheim/Ramat Gan, 20. Mai 2012. (red/pm) Weinheimer Delegation beteiligte sich an den Feierlichkeiten zum 90-jÀhrigen Bestehen der israelischen Partnerstadt.

Information der Stadt Weinheim:

„Partnerschaften zwischen StĂ€dten entfalten erst ihre Bedeutung, wenn sie durch Menschen lebendig werden.“ So beschrieb es Weinheims OberbĂŒrgermeister Heiner Bernhard jetzt bei seinem Besuch in der israelischen Partnerstadt Ramat Gan.

Der Weinheimer Rathauschef sprach im Rahmen eines gemeinsamen Abschiedsessens der „Sister Cities Conference“, die Ramat Gan aus Anlass seines 90. StadtjubilĂ€ums jetzt einberufen hatte.

Die israelische Stadt, die mit Weinheim seit 1999 offiziell verschwistert ist, pflegt StĂ€dtepartnerschaften auf der ganzen Welt, unter anderem auch in den USA mit Phoenix/Arizona, in China mit Qingdao und Shenyang, mit Penza/Russland, seit Neuestem mit Rio de Janeiro/Brasilien – und eben mit Weinheim.

Insgesamt waren zum 90. Geburtstag der weltbekannten Diamantenstadt 90 GĂ€ste aus den PartnerstĂ€dten eingeladen – darunter auch eine Weinheimer Delegation mit OB Bernhard an der Spitze.

Zu den Teilnehmern gehörten neben Vertretern der Gemeinderatsfraktionen auch Albrecht LohrbÀcher,
der schon in den 80er Jahren erste Verbindungen zu Ramat Gan knĂŒpfte, die schließlich in eine offizielle StĂ€dtepartnerschaft mĂŒndeten.

Auch Stadtrat und Stadtjugendring-Vorsitzender Wolfgang Metzeltin nutzte die Reise, um mit Lily Lavy die Entwicklung des seit ĂŒber 25 Jahren erfolgreichen Jugendaustausches zu besprechen.

Lily Lavy ist in der Stadtverwaltung von Ramat Gan fĂŒr Jugendbegegnungen zustĂ€ndig; der nĂ€chste Besuch von Jugendlichen aus Ramat Gan findet in diesem Sommer statt.

So konnte der OB in seiner Ansprache bestens Gewissens von den Menschen reden, die eine Partnerschaft lebendig halten. Der SchĂŒleraustausch zwischen Weinheim und Ramat Gan, der nun bald in die zweite Generation ĂŒbergeht, ist einer der bestĂ€ndigsten ĂŒberhaupt.

Heiner Bernhard erinnerte im Beisein sĂ€mtlicher Delegationen, dass insbesondere die Partnerschaft zwischen einer israelischen und einer deutschen Stadt die Möglichkeit biete, einen intensiven Blick auf die Geschichte der beiden Nationen zu werfen und zu verstehen, „was das Terrorsystem der Nazis auch heute noch fĂŒr das jĂŒdische Volk bedeutet“.

Die Weinheimer waren gern gesehene GĂ€ste bei einem groß und aufwĂ€ndig gefeierten StadtjubilĂ€um, aus dessen Anlass BĂŒrgermeister Zvi Bar einen prominent besetzten Open-Air-Musikabend mit prominenten Musikern und Stars mitten in der Stadt organisiert hatte.

Rund 1000 BĂŒrger Ramat Gans hörten aus diesem Anlass eine eigens fĂŒr das StadtjubilĂ€um komponierte Stadtfanfare und berĂŒhmte Melodien aus den HeimatlĂ€ndern der PartnerstĂ€dte. Es war der gesellschaftliche Höhepunkt der „Sister Cities Conference“, dem Treffen aller PartnerstĂ€dte.

Zuvor hatten die Delegationen in Exkursionen zu den Infrastruktureinrichtungen der Stadt die positive und prosperierende Entwicklung der Stadt verfolgen können.

Am ersten Tag standen Besuche bei Kinderbetreuungs- und Bildungseinrichtungen auf dem Programm, am dritten Tag – nach einem Kulturprogramm in Jerusalem – wurde eine Gesundheitseinrichtung besucht, aber auch eine Designer-Hochschule und die weltberĂŒhmte Diamantenbörse, der grĂ¶ĂŸte Umschlagplatz fĂŒr Edelsteine auf der ganzen Welt.

Ein Wert von 25 Billionen Dollar wird dort im Jahr umgesetzt – ein Grund dafĂŒr, dass Ramat Gan eine Stadt ohne finanzielle Sorgen ist.“

150 Jahre Brandschutz

Dauerausstellung in Weinheim Galerie eröffnet

Großes Aufgebot zur Eröffnung der Ausstellung (v.l.n.r.): Thomas Stonjeck (Centermanager), Max Krull (Feuerwehr Eisleben), Stadtbrandmeister Reinhold Albrecht, David Kunerth (Festausschuss), Hannes Hartmann (Festausschuss), Wolfgang Metzeltin (BĂŒrgermeisterstellvertreter), Rolf Tilger (stellvertretender Abteilungskommandant Weinheim Abteilung Stadt) und Patrick MĂŒller (Abteilungskommandant Abteilung Stadt).

 

Weinheim, 30. April 2012. (red/jt/pm) Wolfgang Metzeltin eröffnete am Freitagabend im Namen der Stadt Weinheim die Dauerausstellung „150 Jahre Brandschutz“. Bis zum 12. Mai kann die Ausstellung in der Weinheim Galerie besucht werden.

Zum 150-jÀhrigen Bestehen hat die Feuerwehr Weinheim eine Dauerausstellung organisiert. Bis zum 12. Mai gibt es in der Mall und auf der Parkgaragenebene interessante Exponate aus 150 Jahren Brandschutz zu sehen. In der Weinheim Galerie findet man in Vitrinen und als Einzelexponate verteilt alte Spritzen, Helme, SchlÀuche, Atemschutzmasken und sogar einen Feuerwehr-Oldtimer aus den 50er Jahren.

Bei seiner Eröffnungsrede ging Gesamtkommandant und Stadtbrandmeister Reinhold Albrecht auf die Geschichte des Brandschutzes in seiner Heimatstadt ein.

Schon in Überlieferungen aus dem siebten Jahrhundert aus der damaligen Siedlung „Winnenheim“ wurde auf das Wasser als Garant fĂŒr Leben und Sicherheit eingegangen. Ein frĂ€nkischer StammesfĂŒrst namens Wino erkannte bereits damals die Schutzfunktion des Wassers.

Etwa 1000 Jahre spĂ€ter, im Jahr 1617, wurden wegen Brandgefahr die StrohdĂ€cher in der Stadt verboten. Ein Jahr spĂ€ter bekam Weinheim seine erste Feuerlöschordnung, jedoch erst 1776 die erste fahrbare Feuerwehrspritze. Der NachtwĂ€chter schlug zu dieser Zeit den Alarm. Aus 1862 datiert ein Ratsbeschluss zur GrĂŒndung einer Freiwilligen Feuerwehr – und das war das Geburtsdatum vor 150 Jahren.

Wolfgang Metzeltin, der Stellvertreter des OberbĂŒrgermeisters, gratulierte der Wehr im Namen der Bevölkerung und danke fĂŒr den „ehrenamtlichen Dienst am NĂ€chsten“.

Weinheim ist eine Stadt, in der sich die Menschen – nachweislich – wohl und sicher fĂŒhlen. Dass dies so ist, ist auch ein Verdienst unserer Freiwilligen Feuerwehr mit all ihren Abteilungen und Einheiten.

FĂŒr Metzeltin stimmt bei der Weinheimer Feuerwehr alles. Die ehrenamtliche FĂŒhrung auf professionellem Niveau, die Einstellung und die Einsatzbereitschaft.

Es freue ihn, dass es die Kommune – gerade in den letzten zwei Jahren – geschafft habe, trotz einer nach wie vor schwierigen kommunalen Finanzlage, die Wehr fĂŒr ihre schwierigen EinsĂ€tze angemessen auszustatten.

Metzeltin:

Wohlgemerkt, ein neues Feuerwehrhaus oder auch ein neuer Einsatzwagen werden nicht zum PrivatvergnĂŒgen oder gar Spaß der Feuerwehrleute angeschafft. Es ist das Handwerkszeug, das gebraucht wird, um Schaden von Leib und Leben der Weinheimer BĂŒrger abzuwenden.

Und dieser Einsatz, so Metzeltin, ist „von unermeßlichem Wert“.

Mit welchen AusrĂŒstungsgegenstĂ€nden frĂŒher und heute der Kampf gegen das Feuer stattfand, lĂ€sst sich in der Weinheim Galerie durch die Ausstellung „live“ erleben.

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Junge GĂ€ste aus Frankreich empfangen

AustauschschĂŒler aus der Normandie zu Gast in Weinheim

Weinheim, 11. Dezember 2011. (red/pm) Zum fĂŒnften Mal in diesem Jahr sind in Weinheim französische AustauschschĂŒler aus Neufchatel-en-Bray, einem StĂ€dtchen in der Normandie, zu Gast. Die SchĂŒler lernten wĂ€hrend ihres Aufenthalts nicht nur Weinheim, sondern auch andere deutsche StĂ€dte kennen.

Information der Stadt Weinheim:

 „Wir sind eine weltoffene Stadt mit einem französischen Bistro am Marktplatz und einer StĂ€dtepartnerschaft mit Cavaillon, die zu den Ă€ltesten deutsch-französischen Verschwisterungen ĂŒberhaupt zĂ€hlt.“

So „frankophil“ stellte jetzt Stadtrat Wolfgang Metzeltin in Vertretung von OberbĂŒrgermeister Heiner Bernhard seine Heimatstadt vor, als er eine stattliche Gruppe von jungen Franzosen aus Neufchatel-en-Bray im großen Sitzungssaal des Rathauses empfing. Es war die bislang grĂ¶ĂŸte SchĂŒlergruppe, die aus dem StĂ€dtchen in der Normandie an die Bergstraße gereist war.
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Neue Generation im Mehrgenerationenhaus


Guten Tag!

Weinheim, 13. Juli 2011. (red/pm) Stadtjugendring-Sozialarbeiter Daniel Merk ĂŒbernimmt die Leitung des Mehrgenerationenhauses. Die erste Phase des Bundes-Förderprogrammes lĂ€uft aus, aber der Folgeantrag fĂŒr das Bundesprogramm wird gerade vorbereitet. Buntes Sommerfest vereint Kulturen und Generationen.

Information der Stadt Weinheim:

„Auf dem GelĂ€nde um das Weinheimer Mehrgenerationenhaus wimmelte es von Menschen, die unterschiedlicher nicht sein können. Hautfarben von blass ĂŒber sĂŒdlĂ€ndisch bis schwarz, KopftĂŒcher, bunte Kleider und dann wieder sommerlich kurze Röcke. Kaffee und Mokka, Marmorkuchen und Baklava, Bratwurst und Döner, GitarrenklĂ€nge und afrikanische TrommelstĂŒcke, die „Moldau“ von Smetana und Vorlesen auf Deutsch und auf TĂŒrkisch – so wie es sich eben fĂŒr ein Haus gehört, das die Vielfalt einer Stadtgesellschaft organisiert.

Vorlesetreff im Mehrgenerationenhaus.

Das Weinheimer Mehrgenerationenhaus (MGH), das einzige im Rhein-Neckar-Kreis, fĂŒhrt jetzt seit vier Jahren nicht nur Generationen sondern auch Kulturen zusammen, das wurde beim Sommerfest klar, dass das MGH-Team gemeinsam mit der KiTa Kuhweid ausrichtete. In der KiTa unterm selben Dach sind auch intergenerative Projekte untergebracht, wie zum Beispiel die Vorlesepaten des LionsClubs.

Deshalb begrĂŒĂŸte KiTa-Leiterin Antje Kerschbaum die vielen GĂ€ste ebenso wie JĂŒrgen Holzwarth und Wolfgang Metzeltin vom Stadtjugendring, aber auch Ulrike SĂŒss vom kommunalen BildungsbĂŒro betonte, wie sehr das MGH zur „Weinheimer Bildungskette“ gehört. Gabi LohrbĂ€cher-Gérard, Referentin von OberbĂŒrgermeister Heiner Bernhard und Beauftragte fĂŒr Ehrenamt, berichtete dass derzeit gerade der Antrag auf das Folgeprogramm vorbereitet wird. Denn die ersten fĂŒnf Jahre des Weinheimer Mehrgenerationenhauses gehen bald zur Neige, die erste Phase des Bundes-Förderprogrammes lĂ€uft aus.

Aber sie sei zuversichtlich, dass das MGH auch weiterhin BundeszuschĂŒsse erhalten werde. Sie betonte, dass die Mannschaft des MGH auch einer der wesentlichen Initiatoren der Weinheimer Ehrenamtsinitiative war und ist. Im Herbst muss der Antrag fertig sein.

Wie Stadtjugendring-GeschĂ€ftsfĂŒhrer JĂŒrgen Holzwarth berichtete, stellt sich das MGH fĂŒr die nĂ€chste Phase des Mehrgenerationenhauses neu auf: Nach fĂŒnf Jahren Leitungsfunktion und zehn Jahren Mobiler Jugendarbeit, werden die „Mobilen“ jetzt in die Weinheimer Jugendzentrale in der Uhlandschule umziehen. „Sie werden in der City gebraucht“, begrĂŒndete er. Er bescheinigte, dass Elke Weitenkopf und Volker Kugel mit großem persönlichen Einsatz dazu beigetragen haben, dass die erste Phase des MGH zum Erfolg wurde.

Das neuen Team zeigt: Wolfgang Metzeltin, Vors. SJR, Raffaela Sauchelli, Daniel Merk, Doris Announi und JĂŒrgen Holzwarth, GeschĂ€ftsfĂŒhrer SJR.

Holzwarth: „Sie haben auch dafĂŒr gesorgt, dass man sich in dieser Ecke der Weinheimer Westside wieder wohler und sicherer fĂŒhlen kann.“ Die Leitung haben sie nun ĂŒbergeben an den Stadtjugendring-Sozialarbeiter Daniel Merk, der mit neuem Elan und weiterer Kinder- und Jugendarbeit dafĂŒr sorgen werde, dass „die TĂŒren dieses Hauses noch offener sind“, so JĂŒrgen Holzwarth. Dabei wird er von der jungen und quirligen Raffaella Sauchelli unterstĂŒtzt, die in Weinheims Jugendarbeit in den letzten Monaten sehr erfolgreiche Projekte umgesetzt hat. Auch das Café im MGH ist jetzt mit Doris Announi wieder regelmĂ€ĂŸig besetzt, wird lĂ€nger und hĂ€ufiger geöffnet sein als bisher. Das Mehrgenerationenhaus freue sich auf viele Besucher. Das Sommerfest war schon mal eine gute Werbung.“

Einen schönen Tag wĂŒnscht
Das weinheimblog